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Zeitschrift Flugsport, Heft 24/1936

Auf dieser Seite finden Sie das komplette Heft 24/1936 der Zeitschrift „Flugsport“ in Textform (vgl. Übersicht). In der von Oskar Ursinus herausgegebenen illustrierten, flugtechnischen Zeitschrift für das gesamte Flugwesen wurde über die Luftfahrt sowie den Luftsport zur damaligen Zeit berichtet. Der gesamte Inhalt steht Ihnen nachstehend kostenlos und barrierefrei zur Verfügung. Beachten Sie bitte, dass es bei der Digitalisierung und Texterkennung zu Textfehlern gekommen ist. Diese Fehler sind in den verfügbaren PDF Dokumenten (Abbild der Originalzeitschrift) natürlich nicht vorhanden.

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Illustrierte technische Zeitschrift und Anzeiger für das gesamte Flugwesen

Brief-Adr.: Redaktion u. Verlag „Flugsport", Frankfurt a. M., Hindenburg-Platz 8 Bezugspreis f. In- u. Ausland pro % Jahr bei 14täg. Erscheinen RM 4.50

Tele!.: 34384 — Telegr.-Adresse: Ursinus — Postscheck-Konto Frankfurt (Main) 7701 Zu beziehen durch alle Buchhandlungen, Postanstalten und Verlag. Der Nachdruck unserer Artikel ist, soweit nicht mit „Nachdruck verboten'4 versehen, __ nur mit eenauer Quellenangabe gestattet.___

Nr. 24__25. November 1936_XXV11I. Jahrgang

Dienächste Nummer des „Flugsport" erscheint am 9. Dezember 1936

15. Pariser Salon 1936 (II).

Oskar Ursinus, Civ.-Ing.

Paris, den 13, November 1936. Zum 15. Male Pariser Salon im Grand Palais. Ein scharfer Südwest blies über die Champs Elysees. Hinter dem Grand Palais zeichneten sich bei guter Fernsicht sehr deutlich die scharfen Konturen des Eiffelturms ab, in dessen Umgebung auf dem Marsfeld allerhand Gerüste zum Himmel strebten, neuartige, moderne Bauten für die kommende Weltausstellung 1937, Bauten, die merklich gegen den alten Stil des Grand Palais abstechen und an die neue Zeit erinnern.

Der Salon wurde, wie der letzte 1934, durch den Präsidenten Lebrun mit großem Gefolge, darunter der Luftminister Pierre Cot und der frühere Luftminister Laurent Eynac, ferner zum erstenmal der deutsche Luftattache Oberst Freiherr von Freyberg, eröffnet.

Beim Eintritt in das hell erleuchtete Grand Nef des Palais sah man das gewohnte Bild. Diesmal waren die Eisenkonstruktionen und Glas v e r kl e i dun gen durch einen grauen, bewölkten Himmel verhüllt Das Gesamtbild war weniger verwirrend, die Ausstellungsstände, weniger vollgepackt, die Flugzeuge hochgestellt, in Fluglage, teilweise drehbar, so daß man sie von allen Seiten bewundern konnte, die Wege um die Stände breiter, infolgedessen das Gedränge nicht so groß wie in früheren Salons.

Deutschland und Italien fehlten ganz, USA war nur durch Curtiss vertreten, England durch Bristol, Rolls Royce, Armstrong-Siddeley und Hawker (letzterer nur mit Bildern), die Tschechoslowakei durch Letov, Benes & Mraz, Zlin, Praga und Walter. Polen zeigte nur die bekannten Typen von PZL. Neben USSR sah man Fokker, dessen Stand ursprünglich für Deutschland bestimmt war.

Einzelne französische Firmen, wie Bleriot, Wibault, Pierre Le-vasseur u. a., waren ganz verschwunden. Auch verschiedene Zubehörfirmen fehlten und andere hatten sich auf sehr kleine Stände auf der Galerie zurückgezogen. Man fühlte hier überall die Umgruppierung in der französischen Flugzeugindustrie.

In dem Galerieraum hinter dem großen ■Querschiff befand sich wieder die Ausstellung des Service Technique, wo Versuchseinrich-

Patentsammlung Nr. 29 folgt in der nächsten Nr.

tungen aller Art und in Fortsetzung davon Flugplatzanlagen im Modell gezeigt wurden.

Auffallend war hier auch wieder die einheitliche Dekoration, die — das muß man den Franzosen lassen — künstlerisch guten Eindruck machte.

Sehr hübsch und eindrucksvoll wirkte eine Ausstellung der Modell-Jugendgruppen, von denen es 45 in Frankreich gibt, und die von Wibault im Auftrage des Ministeriums geleitet werden. Auch in Frankreich hat man jetzt die Bedeutung der Jugendgruppen erkannt und ihm für das nächste Jahr 17 Millionen Franken bewilligt. Die Avia vertrat das Segelflugwesen und zeigte einen selbstgebauten Zögling und einige Hochleistungsmaschinen, die an die deutsche Schule erinnern.

Wenn man nun den Salon gesehen und studiert hat, so fragt jeder:

Was gab's Neues?--Neues Umwälzendes, klare Erkenntnis neuer

Wege gab es nicht. Jagdflugzeuge, welche den in allen Ländern schnell gewordenen Bombern mit Ueberlegenheit begegnen können, sah man kaum. — Als Ansätze zur Entwicklung in neueren Richtungen waren nur die holländischen Konstruktionen von Fokker und Koolhoven anzusehen. Von ähnlichen, fortschrittlichen Entwicklungen in anderen Ländern war wenig zu verspüren. Die ersten Ansätze in der Bestrebung der Verringerung der Motorleistung, Verringerung des Stirnwiderstandes der Motoren (Doppelstern-, Reihen- und V-Motor, hängend) haben bis heute noch zu keinem bedeutenden Fortschritt geführt. Man spürt nur hier, daß mehrere Firmen in den damaligen Richtlinien, V-Motoren von ca. 400 PS, weitergearbeitet haben.

Die bereits 1934 an dieser Stelle angekündigte Entwicklung von hochziehbaren Fahrwerken ist weiter fortgeschritten. Fast stillgestanden seit 1934 hat die Entwicklung des Verstellpropellers. Auffallend war das Fehlen von Transozeanflugbooten und Transozeanflugzeugen. Auf mehreren Ständen sah man, vielleicht um den Besucher zu trösten, einige aufgehängte Bilder von Flugbootprojekten.

Von den Ständen. Frankreich.

Einen sehr guten Eindruck macht der zweimotorige Mitteldecker

Amiot 341.

Diese Ganzmetallmaschine ist als Postflugzeug für lange Strecken gebaut. Ein Exemplar wurde vom französischen Luftfahrtministerium für die Teilnahme an dem Rennen New York—Paris im Mai 1937 in Auftrag gegeben.

Flügel freitragend, ein Hauptholm und zwei Hilfsholme, tragende Außenhaut aus Alclad, Nietung versenkt, Bleche stumpf gestoßen. Flügelstreckung 8. Landeklappen im Flügelmittelteil. Abb. s. Seite 615.

Rumpf von annähernd rundem Querschnitt, Führersitz auf der linken Seite (einseitige Haube), geschlossen. Rumpfbug verglast, Verwendung als Bombenflugzeug möglich. Durchlaufende Längsversteifungen, aufgesetzte Ringspante, ähnlich wie bei der Heinkelbauweise. Im Mittelstück des Rumpfes vier Hauptholme.

Leitwerk freitragend. Flossen Ganzmetall, Ruder ausgeglichen.

Fahrwerk nach hinten in die Motorengondeln einziehbar, Betätigung elektrisch. An der ausgestellten Maschine suchte man vergeblich, wo die Klappen für die Abdeckung der Oeffnung in den Motorengondeln saßen, man hatte einfach ein Rad eingezogen und das andere ausgefahren montiert und dann die Klappen vernietet. Im Widerspruch zu der sonst sehr guten Linienführung der Maschine steht der Ueber-gang zwischen Flügel, Rumpf und Motorvorbauten, der ohne die geringste Ausrundung vollkommen scharfkantig ausgeführt ist.

Triebwerk: 2 Motoren Hispano-Sniza 79-04 von je 1100 PS oder 2 Gliome-Rhone 18 LARS von je 1300 PS.

Spannweite 23 m, Länge 14 in, Höhe 4 m, Fläche 67,5 m2, Leergewicht 4000 kg, Brennstoff 2000 kg, Besatzung und Ausrüstung 500 kg, Nutzlast 1500 kg, Fluggewicht 8000 kg, Höchstgeschwindigkeit in 4000 m Höhe 475 km/h, absolute Gipfelhöhe 10 000 m.

Bei Bloch ist ein schwerer zweimotoriger Bombentiefdecker zu sehen, über den allerdings keinerlei Angaben zu erhalten waren. Ganzmetallbauweise, freitragend, Rumpf mit zwei Kanzeln oben und unten und einem verglasten Vorderteil. Einziehfahrwerk. Leitwerke freitragend, einfaches Seitenleitwerk. Zwei Sternmotoren im Flügel.

Bei Breguet steht ein freitragender, zweimotoriger Tiefdecker Breguet 462 „Vultur", der bis auf Einzelheiten dem auf S. 414 besprochenen Typ 460 gleicht.

Bloch-Tiefdecker.

Photo: Archiv Flugsport.

■Mi

Breguet „Vultur" auf dem Pariser Salon. Archiv „Flugsport"

Wir tragen hier nur die Abmessungen und einige Leistungsangaben nach.

Spannweite 20,55 m, Länge 14,825 m, Höhe 4,2 m, Leergewicht 4350—4420 kg (je nach der Verwendung als Beobachtungsmaschine, Bomber für geringe oder große Entfernungen), Fluggewicht 8100 kg (max. 9350 kg), Höchstgeschwindigkeit mit 2 Motoren Gnome-Rhone 14 NO von je 800/1000 PS 320 km/h am Boden, 390 km/h in 4000 m, Steigzeit auf 2000 m 7 Min. 20 Sek., auf 4000 m 13 Min. 50 Sek., praktische Gipfelhöhe 6100 m, Reichweite je nach Verteilung der Zuladung auf Brennstoff und Bomben 1400—3160 km.

Im Modell wird ein freitragender Tiefdecker Typ „Breguet 690" gezeigt, der mit zwei Motoren Hispano-Suiza von je 650 PS bei einem Fluggewicht von 3600 kg eine Höchstgeschwindigkeit von 500 km/h erreicht.

Ebenfalls im Modell sieht man das

Flugboot Breguet 730,

Dieses Projekt ist ein freitragender Hochdecker mit vier luftgekühlten Motoren nebeneinander in der Flügelnase. Der Rumpf ist hinten hochgezogen und bildet eine niedrige Kielflosse, auf der das Höhenleitwerk liegt. Zwei normale Endscheiben-Seitenleitwerke. Das äußere Bild der Maschine wird durch die bis zum Flügel hochgezogenen Seitenschwimmer bestimmt, die wie große Kielflossen unter dem Flügel wirken. Das Boot soll bei 25 t Fluggewicht eine Reichweite von 5000—7000 km und eine Höchstgeschwindigkeit von 320 km/h aufweisen.

Ueber den Jagdeinsitzer Typ D. 510 von Dewoitine, die einzige auf diesem Stand ausgestellte Maschine, haben wir in der Vorschau berichtet. Im Modell sieht man das dreimotorige Verkehrsflugzeug

Dewoitine D. 338.

Dieses neue Muster der Firma Dewoitine ist aus dem Typ D.333, das die Strecke Toulouse—Dakar befliegt, entwickelt und wurde vor kurzem auf der Linie Paris—Marseille—Cannes eingesetzt.

Flügel freitragend in Mitteldeckeranordnung, einholmig mit Alcladbeplankung, Ganzmetallbauweise mit tragender Außenhaut. Landeklappen an der Flügelhinterkante, 30% der Flügeltiefe, Ausschlag 45°.

Rumpf rechteckig, Schalenbau. Führerraum für zwei Piloten und einen Funker. Dahinter ein Raucherabteil für 4 Insassen, anschließend die Hauptkabine für 18 Personen. Schalldämpfende Wände, reichliche Belüftung. Waschraum hinter der Passagierkabine, Unterbringung des Gepäckes im Rumpfende und zwischen Mittelmotor und Führerraum. Leitwerk abgestrebt. Höhenflosse verstellbar, Flettner-Hilfsruder.

Fahrwerk einziehbar unter den Seitenmotoren. Spurweite 6,30 m.

Triebwerk: 3 Hispano-Süiza 9 Vd in Sternform von je 575 PS.

Dewoitine D. 338.

Werkohoto

Zweiflügelige Versteilschrauben, die von Hispano in Lizenz von Hamilton hergestellt werden. Brennstoffvorrat 3200 1.

Spannweite 29,4 m, Länge 22 m, Höhe 5,6 m, Fläche 99 m2, Leergewicht 5750 kg, Fluggewicht 11 100 kg, Höchstgeschwindigkeit

Vom Pariser Salon. Oben: Ein Blick von der Galerie nach Norden. Rechts 'der Tiefdecker „Blenheim" von Bristol, dahinter die zweimotorige „Amiot 341", hinter dieser das Verkehrsflugzeug „Goeland" von Caudron und die viermotorige Farman. Mitte: Links im Vordergrund das Jagdflugzeug Dewoitine D. 510, dahinter der Tragschrauber von Liore und das Farman-Verkehrsflugzeug. Rechts der polnische Hochdecker PZL-P 24, dahinter der Stand von Loire-Nietiport. Unten: Links der Jagdeinsitzer von Koolhoven, rechts „Loire 250".

Photo: Archiv ..Fluesoort".

300 km/h, Reisegeschw. 260 km/h, Verbrauch dabei 296 kg Brennstoff und 7,5 kg Oel je Stunde, Landegeschw. 120 km/h, Steigzeit auf 1000 m 6 Min. 8 Sek., auf 3000 m 18 Min. 56 Sek., Gipfelhöhe 5250 m, mit zwei Motoren 2250 m, Startstrecke 305 m, Auslauf mit Bremsen 200 m. Die Maschine kann bei Ausfall eines Motors mit Reiseleistung der beiden anderen in 2000 m Höhe mit 200 km/h weiter fliegen.

Im Modell wird weiter der Jagdeinsitzer Dewoitine D. 513, ein freitragender Tiefdecker mit 860 PS-Hispano-Suiza-Motor, gezeigt. Die Maschine ist in Ganzmetall mit tragender Außenhaut gebaut und erreicht in 4000 m Höhe eine Höchstgeschwindigkeit von 450 km/h. Fahrwerk in den Flügeln einziehbar. Führerraum geschlossen, sehr weit zurückverlegt. Der Kühler sitzt in einem Schacht unter dem Rumpf, die Kühlluft tritt unter dem Motor ein und hinter der Flügelhinterkante wieder aus. Dabei paßt sich der Schacht der Linienführung des Rumpfes sehr gut an. Landeklappen im Flügelmittelteil.

Die Bewaffnung besteht aus einer Kanone, die durch die Schraubenwelle feuert, und zwei MG im Flügel. FT-Gerät für Senden und Empfang.

Ein weiteres Modell stellt den Jagdeinsitzer Dewoitine D. 317

dar. Dieser Hochdecker mit einem Gnome-Rhone-Motor von 930 PS wird in drei Ausführungen gebaut. Das Muster 373 unterscheidet sich von der Normalausführung durch Schwimmsäcke und Landehaken für die Verwendung auf Flugzeugträgern und bei der Version 376 sind die Flügel an den Rumpf beiklappbar, ebenfalls mit Rücksicht auf die Verwendung auf Flugzeugmutterschiffen.

Abgestrebter Hochdecker, zweiholmiger Metallflügel mit Stoffbespannung. Schalenrumpf. Leitwerk in Metallbauweise, Stoffbespannung.

Fahrwerk fest, zwei unabhängige Hälften. Oelstoßdämpfer. Schleifsporn ebenfalls mit Oelstoßdämpfer. Luftdruckbremsen.

Bewaffnung: 4 MG oder 2 20-mm-Kanonen im Flügel.

Spannweite 11,2 m, Länge 7,44 m, Höhe 3,4 m, Fläche 18,2 m2, Fluggewicht 1850 kg, Höchstgeschwindigkeit 400 km/h in 4500 m, Gipfelhöhe 11 000 m.

Die größte Maschine des Salons ist das viermotorige ■ Verkehrsflugzeug Farman 224.

Entstanden ist dieser Hochdecker aus dem Bombenflugzeug Far-j man 222,. das in Serie für die französische Luftwaffe geliefert wird ! und über das wir auf S. 242 ausführlich berichtet haben. Der allgemeine Aufbau ist der gleiche geblieben. Das Baumuster ist für die Air France geliefert und soll auf der Strecke Paris—London, später evtl. zwischen Paris und Marseille eingesetzt werden. Die Inneneinrichtung ist für 40 Fluggäste berechnet.

Flügel mit geradem Mittelstück und trapezförmigen Außenteilen. Auf jeder Seite zwei Streben nach den Motorgondeln, Ganzmetallkonstruktion.

Rumpf von viereckigem Querschnitt mit abgerundeten Kanten. Höhe 3 m (1 m für den Gepäckraum, 2 m für die Kabine), Breite 2 m. Führerraum für zwei Piloten und einen Funker vor dem Flügel. Einteilung des Rumpfes von vorn nach hinten: Gepäckraum von 1 m3, Kabine für 9 Passagiere, von hier aus 2 Stufen höher eine Salonkabine für 8 und ein Abteil für 4 Fluggäste, in der Schraubenebene eine Toilette und die Garderobe, dahinter zwei Abteile für je 8 Insassen, die Einsteigtür und eine Toilette mit Waschgelegenheit, sowie ein Gepäckraum von 1 m3. Unter der Kabine, ungefähr im Schwerpunkt, sind

vier weitere Gepäckräume von je 2 m3 angeordnet. Zugang zu diesen Räumen von der Rumpfunterseite aus. Um den Passagieren in Notfällen ein schnelles Aussteigen zu ermöglichen, sind in den Rumpfseite nwänden zwei Türen von 1,2 mal 0,6 m vorgesehen, die nach den unteren Tragflächenstummeln zwischen Rumpf und Motorgondeln führen. Heizung mittels vorgewärmter Luft, die unter dem Fußboden entlang geführt wird. Regulierung für je zwei Sitze gemeinsam.

Die Maschine ist mit Autopilot, Blindflugeinrichtung, FT-Gerät und Enteisern ausgerüstet.

Leitwerk abgestrebt, Höhenflosse auf Rumpfoberseite, zwei Seitenleitwerke über der Höhenflosse.

Fahrwerk unter den Motorengondeln, einziehbar in den Raum zwischen den beiden Motoren.

Triebwerk: vier luftgekühlte Sternmotoren von je 800 PS, je zwei in Tandemanordnung unter der Tragfläche. Die Motorengondeln sind mit dem Rumpf durch einen Hilfsflügel von flachem Profil verbunden. Dreiflügelige Versteilschrauben, NACA-Hauben. Ob die hinteren Motoren genügend Kühlung erhalten, muß bei dem geringen, zudem noch durch die Auspuffsammler verengten Eintrittsquerschnitt für die Kühlluft bezweifelt werden.

Internat. Luftfahrtausstellung Paris. Oben und Mitte: Farman F. 224. Unten: Im Vordergrund der zweimotorige Tiefdecker von Bloch, dahinter rechts Potez 63,

in der Mitte Hanriot 220. Photo: Archiv ..Fiuesport".

Spannweite 36 m, Länge 23,3 m, Höhe 5,2 m, Fluggewicht 16270 kg, Motorleistung insgesamt 3200 PS, Höchstgeschwindigkeit 300—310 km/h.

Die Firma Fauvel zeigt ihren bereits 1934 ausgestellten schwanzlosen Zweisitzer

Fauvel A. V. 10.

Diese Maschine, deren Konstruktion von Coltel stammt, fällt dadurch auf, daß der Flügel nicht etwa wie bei den deutschen Mustern Delta I, II, III usw. nach hinten, sondern eher nach vorn gezogen ist. Die Vorderkante ist um 7° nach hinten, die Hinterkante um 24° nach vorn gezogen. Aus dem dicken Flügel wächst ein viereckiger Rumpf mit zwei nebeneinanderliegenden Sitzen heraus, der nach hinten in das zentrale Seitenleitwerk übergeht.

Spannweite 10 m, Länge 4,2 m, Fläche 18,35 m2, Leergewicht 310 kg, Fluggewicht 545 kg, Höchstgeschwindigkeit mit einem in der Rumpfnase unverkleidet eingebauten Pobjoy-Sternmotor von 75 PS 165 km/h, Steiggeschwindigkeit 1,7 m/sec, Startstrecke 210 m, Auslauf 130 m. Die Maschine hat zahlreiche Flüge ausgeführt und die Abnahmebedingungen des Service Technique erfüllt.

Auf dem Stand des französischen Luftfahrtministeriums stehen ein Bordflugzeug Potez 452 und ein

Wasserflugzeug Gourdou 832.

Der abgestrebte Tiefdecker älterer Konstruktion erinnert an frühere Baumuster von Heinkel. Die beiden teilweise mit Wellblech beplankten Schwimmer sind durch eine statisch überbestimmte Strebenkonstruktion mit dem Rumpf verbunden. Die Flügel sind durch je zwei parallele Streben nach den Schwimmern abgefangen. Höhenleitwerk unter dem Rumpf, nach oben abgestrebt. Ein unverkleideter Sternmotor von Hispano in der Rumpfnase.

Einen ausgezeichneten, fast zierlichen Eindruck macht der zweimotorige Tiefdecker

Hanrlot 220.

Dieser Zweisitzer für Luftkampf und Bombenabwurf ist in Ganzmetall ausgeführt und entspricht in seinen Größenverhältnissen den neueren französischen Leicht - Jagdflugzeugen. Flügel halb freitragend, Glattblech, versenkte Nietung, Bleche stumpf gestoßen. Reichlich bemessene Querruder, Landeklappen über die ganze Spannweite, Betätigung durch mechanische Fernsteuerung Telecommande (Beschreibung im nächsten Heft). Flü-gelenden greifen über

Kampfflugzeug Hanriot 220. Zeichnung „Flugsport"

die Querruder hinaus, eine von den Rohrbachflugzeugen her bekannte Ausführung, die inzwischen an vielen Stellen Eingang gefunden hat. Von den Motorengondeln aus laufen zwei Streben nach der Rumpfunterkante.

Rumpf von sehr geringem Querschnitt, zwei Sitze hintereinander, vollkommen geschlossen. Haube reichlich verglast, durch den schmalen Rumpf und die an sich kleinen Abmessungen der Maschine gute Sicht.

Der Uebergang von der Rumpfnase in die Haube über dem Führersitz verläuft ohne jede Unstetigkeit.

Leitwerk freitragend, Ruder laufen nicht bis zum Ende der Flossen durch (wie bei den Querrudern).

Fahrwerk in die Motorgondeln einziehbar. Die Klappen werden durch Gummistränge hochgezogen und schließen die Oeffnungen ohne jede Störung der Oberfläche ab. Konstruktion der Stoßdämpfer und des Einziehmechanismus Messier. Bei der Vorführung überrascht die

Vom Pariser Salon. Oben links: Loire-Jagdflugzeug. Rechts: Tragschrauber Liore, darunter links das Fahrwerk mit großem Hub und Parallelfederung,, rechts Aufhängung der drei Blätter. Man beachte die geschlossene Kabine und die Aufhängung der Nabe an einem freitragenden Mast, der vor dem Führersitz durch die Kabine nach oben geht.

Photo: Archiv „Flugsport"

kurze für das Einziehen benötigte Zeit, sie betrug schätzungsweise 4 Sekunden.

Triebwerk: zwei 12-Zylinder-Renault-Motoren von je 450 PS in 4000 m Höhe, luftgekühlt, sehr gut verkleidet im Flügel. Die Achse der Motoren liegt etwa in der Mittellinie des Profils, so daß die Saugseite nicht gestört wird. Auf Wunsch werden auch luftgekühlte Motoren von Typ Salmson 12 Ybrs (500 PS in 4000 m Höhe) oder Gnome-Rhone 14 Mars (600 PS in 4000 m bei einem größten Sterndurchmesser von nur 0,95 m) eingebaut. Mit letzteren Motoren erreicht die Maschine in 4000 m eine Höchstgeschwindigkeit von 500 km/h, was in Anbetracht der sehr kleinen Abmessungen und der guten Formgebung im Gegensatz zu verschiedenen anderen ausgestellten Maschinen nicht übertrieben erscheint. Steigzeit auf 8000 m 10 Minuten. Bewaffnung: 2 MK 20 mm, 3 MG.

Auf dem Stande von Liore sind außer einem Tragschrauber nur Modelle zu sehen. Neben dem viermotorigen Flugboot Le O H 246, über das wir in der Vorschau berichteten, sieht man den zweimotorigen Tiefdecker

Liore et Olivier H 45.

Diese Ganzmetallmaschine ist für Nachtbombenwurf vorgesehen.

Flügel freitragend, dreiteilig. Das Mittelteil trägt Rumpf, Motoren, Fahrwerk und Landeklappen, Außenteile mit großem Kastenholm, normale Querruder. Beplankung doppelt, eine Schicht Wellblech mit außen aufgenietetem Glattblech.

Rumpf in Schalenbau. Autopilot, heizbare Kabine. Leitwerk freitragend, Ruder mit Trimmklappen, statisch ausgeglichen. Fahrwerk einziehbar, schwenkbare Spornrolle.

Triebwerk: 2 14-Zylinder Hispano 14 AA von je 1100 PS im Flügel.

Spannweite 22,5 m, Länge 16,8 m, Höhe 4,45 m, Fläche 68 m2.

Von ähnlich äußerer Form ist die Zweischwimmermaschine Liore et Olivier H 46.

Verwendung als Kampfflugzeug, die Schwimmer können in kurzer Zeit gegen ein Einziehfahrwerk ausgewechselt werden.

Flügel freitragend, Tiefdecker. Das Mittelstück ist zweiholmig ausgeführt, die Außenteile besitzen einen Kastenholm. Beplankung Glattblech, durch Profile versteift.

Rumpf zweiteilig, Vorderteil mit der Kabine für Pilot, Funker, Beobachter und Bombenwerfer aus Stahlrohren geschweißt, Hinterteil in Schalenbau. Leitwerk freitragend, Höhenflosse leicht V-förmig, zwei Endscheibenseitenflossen.

Triebwerk: 2 Gnome-Rhone Sternmotoren, 14 Zylinder von je 870 PS im Flügel, dreiflügelige Metallschrauben.

Spannweite 27,2 m, Länge 18,8 m, Höhe 4,55 m, Fläche 94 m2.

Auf dem Stand von Loire Nieuport sind zwei Jagdflugzeuge zu sehen, von denen das Muster L, 46, ein abgestrebter Hochdecker mit 850-PS-Gnome-Rhone-Motor, aus dem Jahre 1934 stammt und im „Flugsport" 1934 auf S. 364 besprochen ist. Die andere Type, das

Jagdflugzeug Loire 250, ähnelt im Aussehen neueren amerikanischen Mustern, etwa dem Tiefdecker von Vought.

Die Maschine ist in Ganzmetall ausgeführt. Interessant daran ist, daß der Motor relativ zum Flügel sehr hoch liegt. Dadurch wird er bei evtl. Bruchlandungen geschont, gleichzeitig bietet aber die Abführung der Kühlluft für die unteren Zylinder Schwierigkeiten. Der letzte Punkt ist hier sehr gut gelöst, indem die Flügelnase in die NACA-Haube übergeht und der Austrittsquerschnitt selbst in die Flügeldruckseite kurz vor den Holm verlegt ist.

Jagdflugzeug Loire 250. Werkphoto.

Führersitz geschlossen, gute Sicht, Leitwerk nach unten abgestrebt, Fahrwerk nach innen in den Flügel einziehbar.

Triebwerk: Hispano-Suiza 14 AA von 1100 PS Höchstleistung, dreiflügelige Verstellschraube Hispano, Lizenz Hamilton.

Fluggewicht 2250 kg, Höchstgeschwindigkeit am Boden 395 km/h, in 2500 m 435 km/h, in 4000 m 490 km/h, in 6000 m 470 km/h.

Die Firma Morane-Saulnier ist mit dem

Jagdeinsitzer Morane-Saulnier 405 auf dem Stande des Luftfahrtministeriums vertreten. Wir haben diesen freitragenden Tiefdecker in Metallbauweise bereits auf S. 385 besprochen. Mit einem wassergekühlten Hispano-Motor von 860 PS erreicht er eine Höchstgeschwindigkeit von 480 km/h in 4500 m Höhe. Nachstehend noch einige Konstruktionsdaten und Leistungsangaben:

Spannweite 11,7 m, Länge 8 m, Höhe 2,7 m, Fläche 16 m2, Rüstgewicht 1800 kg. Fluggewicht 2264 kg, Flächenbelastung 142 kg/m2, Höchstgeschwindigkeit 480 km/h, Steigzeit auf 5000 m 6 min 30 sec, auf 8000 m 15 Min., praktische Gipfelhöhe 11 000 m.

Aus diesem Muster ist ein zweisitziger Tiefdecker mit der Bezeichnung

Morane-Saulnier 430

entwickelt worden, der gleichfalls im Salon gezeigt wird. Diese ebenfalls freitragend ausgeführte Maschine ist mit einem Sternmotor Salmson AG 9 von 390 PS ausgerüstet, mit dem sie in 4000 m Höhe

Moräne 430.

Photo; Archiv Flugsport

eine Höchstgeschwindigkeit von 360 km/h erreicht. Auffallend ist die tiefe Lage des Höhenleitwerkes, das mit der Rumpfunterkante abschließt und nach der Oberkante abgestrebt ist. Fahrwerk einziehbar, Führersitz geschlossen.

Ein typischer Vertreter der französischen Konstruktionsrichtung ist der

Jagdeinsitzer Mureaux 190 C 1.

Der freitragende Tiefdecker ist mit einem luftgekühlten 12-Zylin-der von Salmson ausgerüstet und weist trotz ausreichender Bewaffnung ein Fluggewicht von nur 1290 kg auf. Die Flügelumrißform ist der des Henschelübungseinsitzers Hs 125 ähnlich, auffallend ist die geringe Spannweite der Querruder, die wohl angewendet wurde, um in einem großen Bereich des Flügels Landeklappen unterbringen zu können.

Der Rumpf hat ovalen Querschnitt und ist sehr schmal gehalten, was durch den Einbau des sehr gedrängten Salmsonmotors möglich wird. Die Sicht nach vorn und seitlich unten ist damit sehr gut. Führersitz geschlossen, FT-Gerät. Die Leitwerke sind freitragend und weisen gute Ausrundungen beim Uebergang zum Rumpf auf. Fahrwerk freitragend, wie es in typischer Form die englischen Maschinen von Percival seit längerer Zeit zeigen. Radbremsen mit Einzelbetätigung. Schleifsporn.

Bewaffnung: 2 MK und 2 MG im Flügel außerhalb des Schraubenkreises.

Triebwerk: Salmson 12 Vars, luftgekühlt, hängende Zylinder, mit Kompressor. Leistung 450 PS.

Spannweite 8,4 m, Länge 7,2 m, Höhe 3 m, Fluggewicht 1290 kg, Höchstgeschwindigkeit am Boden 430 km/h, in 4000 m Höhe 500 km/h, Gipfelhöhe praktisch 10 000 m, absolut 11 000 m, Landegeschwindigkeit 95—100 km/h, Flugdauer 2,5 Std.

Neben dieser eleganten, leichten Maschine sieht man noch das etwas ältere Muster

Mureaux 200 A 3,

einen Aufklärungsdreisitzer in Ganzmetallbauweise mit einem wassergekühlten Hispano-Kanonen-Motor von 860 PS, das aus dem Kampfund Erkundungszweisitzer 115 R 2 entstanden ist.

Abgestrebter Hochdecker mit festem Fahrwerk. Flügel mit tragender Haut, auf Strebenbaldachin über dem Rumpf gelagert. Rumpf viereckig mit abgerundeten Kanten. Die Besatzung besteht aus Pilot, Funker und einem MG-Schützen. Leitwerk abgestrebt.

Triebwerk: Hispano 12 Ycrs wassergekühlt mit Kompressor, 860 PS.

Spannweite 15,4 m, Länge 10,25 m, Höhe 3,4 m, Fluggewicht 2770 kg, Höchstgeschwindigkeit in 4000 m Höhe 340 km/h, praktische Gipfelhöhe 10 000 m, Reichweite 1500 km.

Potez 63. (Beschreibung s. S. 570.)

Werkphoto

Ein ausgesprochenes Schul- und Uebungsflugzeug stellt das Muster

Romano R 80

dar. Die Firma Chantiers Aeronavals E. Romano in Cannes befaßt sich vor allem mit der Konstruktion von Militärflugzeugen. Die ausgestellte Type R 80 ist ein verspannter Doppeldecker mit luftgekühltem Motor von 240 bis 400 PS und findet in der französischen Luftwaffe Verwendung.

Flügel nach vorn gestaffelt, leicht V-Form oben und unten. Zwei Kastenholme mit Sperrholzstegen und Sprucegurten, Holzrippen, Stahlrohrdiagonalen, Stoffbespannung, Baldachin aus 6 profilierten Stahlrohrstreben. N-Stiele und Verspannung in zwei Ebenen. Spaltquerruder, nur im Unterflügel.

Rumpf aus Stahlrohren geschweißt, stoffbespannt. Zwei offene Sitze hintereinander.

Leitwerk verspannt, Ruder mit Innenausgleich. Höhenflosse verstellbar.

Fahrwerk in Dreibeinbauweise, Luftfederbeine mit Oelstoßdämp-fung. Radbremsen, schwenkbares Spornrad mit Oelstoßdämpfer.

Triebwerk: luftgekühlter Motor von 240 bis 400 PS, Lorraine, Salmson, Regnier o. dgl. Zwei Brennstofftanks aus Duralumin, einer davon für Rückenflug.

Spannweite 10,5 m, Länge 7,5 m, Höhe 2,95 m, Fläche 25,2 nr 3 Flügeltiefe 1,33 m, Rüstgewicht 875 kg, Fluggewicht 1275 kg, Höchstgeschwindigkeit mit 240 PS 235 km/h, Reisegeschwindigkeit 210 km/h, Landegeschw. 75 km/h, Gipfelhöhe 7500 m, Flugweite 700 (235 km/h) bis 820 km (210 km/h).

Neben diesem Baumuster werden noch verschiedene andere Konstruktionen im Modell gezeigt, darunter der Jagdeinsitzer R 90 auf Schwimmern mit Hispano-Motor von 750 PS und einer Höchstgeschwindigkeit von 375 km/h.

Französische Leichtflugzeuge*

Die Förderung der Leichtflugzeugentwicklung durch das Ministerium kommt auf dem Sammelstand der in letzter Zeit durchgeprüften leichten Ein- und Zweisitzer zum Ausdruck.

Vor dem auf S. 333 beschriebenen Tandemeinsitzer von Peyret, dem „Taupin", steht ein Schild mit der Aufschrift: Das einzige Flugzeug, das dem Piloten ein Ueberziehen auch in Bodennähe verzeiht. Der Verbrauch dieser Maschine wird mit 7 1/h angegeben.

Ueber den „Moustique" von Farman haben wir ebenfalls auf S. 333 berichtet. Interessant ist, daß dieses Baumuster von allen geprüften Leichtflugzeugen die besten Leistungen aufwies. Dabei ist hier auf Formgebung kein besonderer Wert gelegt, z. B. ist der Flügel-Rumpf-Uebergang nicht ausgekleidet und die Querruderkabel sind frei von der Rumpfunterkante nach dem Flügelende geführt.

Ueber den Hemiptere von Mauboussin, einen Tandeineinsitzer ähnlich dem Taupin, berichteten wir auf S. 267.

An einem freitragenden Tiefdecker vom Typ Mauboussin „Corsair" sind die Leitwerke durch zwei in V-Form angebrachte Flossen mit Rudern ersetzt. Die Betätigung für Seiten- Mauboussin „Corsair". V-Leitwerk. und Höhensteuerung erfolgt da- Zeichnung: ..Flight"

bei durch Ueberlagerung der Einzelbewegungen, etwa wie bei Querrudern, die gleichzeitig als Landeklappen dienen. Die Ergebnisse von Windkanalmessungen an einem Modell des „Corsair" haben wir auf S. 187 dieses Jahrganges beschrieben.

Mignet läßt sich, obwohl viele seiner früheren Anhänger und Förderer durch die ungünstigen Ergebnisse und zahlreichen Unfälle mit der Himmelslaus bekehrt sind, nicht kleinkriegen. Er stellt die drei Typen

Pou-du-ciel 16, 18 und 19

aus. Alle drei Maschinen weichen von dem Original-Pou ab. Der Motoreinbau ist normal, d. h. die Gehäuse sind verkleidet und der Rumpf ist bis über die Schraubenwelle hochgezogen. Der hintere Flügel ist neuerdings mit einem nur nach oben ausschlagenden Höhenruder versehen, um die Maschine aus dem Sturzflug herausnehmen zu können. Die Formgebung der Kabinen erinnert an frühere „Strom-linien"-Automobile, bei denen man den spitzen Auslauf eben „erzwang". Bei einer wirklich systematischen Durchkonstruktion der Maschine ließe sich die geringe Leistungsfähigkeit der Pou gegenüber Normalausführungen vielleicht noch etwas verbergen, doch müßte dann schon der große Ausschnitt in der Nase des hinteren Flügels für den Piloten wegfallen. Die angegebenen Leistungen von beispielsweise 130 km/h für den offenen Einsitzer HM 16 mit nur 25 PS und 150 km/h für den Kabinenzweisitzer HM 19 mit 45 und den Kabineneinsitzer HM 18 mit 35 PS dürften wohl nach oben abgerundet sein.

Bechereau, einer der ältesten Konstrukteure Frankreichs, bekannt geworden durch seinen von Bleriot gebauten Spad, hat einen Leichtflugzeugtyp

Kellner-Bechereau E-l

entwickelt. Bei der Konstruktion wurde von vornherein Wert auf einfachste und billigste Bauart gelegt. Das Charakteristische ist der Flügel

von 5 m2 Inhalt, bestehend aus zwei hintereinander liegenden, gegeneinander verstellbaren Flügelprofilen. Diese Schubkastenflügelkonstruktion, wie sie Bechereau nennt, erinnert an die Konstruktion von Junkers. Der vordere Flügel (Tiefe 520 mm), ist am Rumpf starr freitragend befestigt. Der hintere Flügel ist an je zwei Armen, sowie

Leichtflugzeug: Kellner-Bechereau mit Spaltflügel. Unten rechts sieht man die Stellung des hinteren Flügels in ausgeschlagenem Zustand. Zeichnung ,,Flugsport"

am Rumpf drehbar gelagert. Die Profile sind so gewählt, daß selbst bei großem Ausschlag des Flügels eine gute Luftströmung gewährleistet und ein Abreißen vermieden wird. Diese Flügel können gleichzeitig und wechselseitig betätigt werden. Vorder- und Hinterflügel Holzbauweise, sperrholzbedeckt.

Rumpf viereckig, vier Spruceholme, mit einfachen Schotten versteift, mit Sperrholz bedeckt. Der Führer sitzt so tief im Rumpf, daß er in Flugstellung nach vorn über die Flügel hinwegsehen kann.

Höhenleitwerk feste Fläche 2,72 m2. Seitenruder 0,72 m2.

Fahrwerk von 1,32 Spurweite, Radachse stark gekröpft und mit Gummi abgefedert.

Triebwerk: Train 4 Zylinder luftgekühlt, 40 PS. Holzschraube 1,6 m Durchmesser. Motorbock Stahlrohr, am vorderen Rumpf-(gleichzeitig Brand-) Schott befestigt. Betriebsstoffbehälter 38 1 im Rumpf.

Spannweite 6,5 m, Flügeltiefe 0,85 m, Länge 4,42 m, Höhe in Flugstellung 1,98 m, mit Schwanzkufe am Boden 1,38 m, Flächeninhalt 5 m2. Gewicht flugfertig 276 kg, Flügelbelastung 55,4 kg/m2, Leistungsbelastung 6 9 kg/PS. Errechnete Leistungen: Höchstgeschwindigkeit 160 km/h, Landegeschw. 58 km/h, Steiggeschw. am Boden 2 m/sec, Flugdauer 3 Std., Start- und Landestrecke nach Ueberfliegen eines Hindernisses von 8 m Höhe 250 m.

Die ersten Probeflüge mit Chefpilot Masotte am Steuer sind zufriedenstellend verlaufen.

Volland-Doppeldecker V 10. Verspannter Doppeldecker in Holzbauweise, stark gestaffelt. Flügel von gleichbleibender Tiefe, bikonvexes, unsymmetrisches Profil. I-Stiel, zwei Trag- und ein Hängekabel auf jeder Seite. Oberflügel auf Strebenbaldachin über dem Rumpf gelagert. Spruceholme, Sperrholznase, Flügelenden mit Metall beplankt.

Rumpf viereckig mit gerundeter Oberseite, Sperrholzbeplankung, zwei Sitze hintereinander, offen, Doppelsteuerung, Rückenkissenfallschirme. Vor dem vorderen Sitz Raum für Gepäck.

Leitwerk freitragend, gleiche Bauweise wie Flügel. Seitenflosse hinter Höhenleitwerk, um Abschirmung zu vermeiden.

Fahrwerk in Dreibeinbauweise mit geteilter Achse, Niederdruckbereifung, Leichtmetallnaben. Messier-Stoßdämpfer. Schleifsporn. Triebwerk: Train 6 T 60 PS, 6 Zylinder in Reihe, hängend.

Spannweite t m, Länge 6 m, Höhe 2 m, Fläche 12 mV Spurweite 1,4 m, Rüstgewicht 310 kg, Brennstoff 60 kg, Nutzlast 195 kg, Fluggewicht 550 kg, Höchstgeschw. 170 km/h, Landegeschw. 60 km/h, Gipfelhöhe absol. 4000 m, Flugweite 1000 km. Brennstoffverbrauch 12 1/h bei 140 km/h entspr. 8 1/100 km.

Leichtflugzeug Volland V 10. Zeichnung „Flugsport"

Trebucien XL

Ein kleiner, freitragender Einsitzer für Sport und Schulung, Flügel in Tiefdeckeranordnung, in einem Stück gebaut. Geringe V-Form, rechteckiger Umriß mit abgerundeten Enden.

Rumpf viereckig mit abgerundeter Oberseite, vier Spruceholme. Sperrholzbeplankung. Motorvorbau in Stahlrohrkonstruktion.

Leitwerk freitragend, Höhenflosse mit Stahlholmen sehr hoch gelegt, um geringe Abwindwirkungen zu bekommen. Ruder nicht ausgeglichen. Konstruktion Holz.

Trebucien-Leichtflugzeug. Zeichnung „Flugsport".

Fahrwerk in Dreibeinbauweise, Räder verkleidet. Schleifsporn.

Triebwerk: Train 4 A von 2 1 Hubraum, vier hängende Zylinder, Leistung 44 PS bei 2300 U/Min., in der Rumpfnase.

Spannweite 6,6 m, Länge 4,7 m, Fläche 7,5 m2, Leergewicht 185 kg, Fluggewicht 310 kg, Höchstgeschwindigkeit 200 km/h, Landegeschwindigkeit 60 km/h, Gipfelhöhe 6000 m, Flugweite 600 km. Brennstoffverbrauch 9 1/100 km.

Brochet-Leichtflugzeug.

Ein kleiner abgestrebter Hochdecker in Holzbauweise mit einem Motor von 20—40 PS.

Flügel zweiteilig, auf einem Hals über dem Rumpf gelagert. Etwas V- und Pfeilform. Hinterkante ausgeschnitten, um den Einstieg in den Führersitz zu erleichtern. Streben Duralumin-Profilrohre, nach der Rumpf unterkante geführt. Querruder von großer Spannweite. Aufbau des Flügels mit zwei Spruceholmen. Sperrholzbeplankung für Nase und Hinterkante, Stoffbespannung. Flügelenden mitDuralblech armiert.

Rumpf mit Sperrholz beplankt, Sprucegurte. Führersitz unter der Flügelhinterkante, Vorderteil mit Motorvorbau Blechverkleidung. Leitwerk in Holz ausgeführt.

Fahr werk normal in Dreibeinbauart.

Triebwerk: Mengin 25 PS oder ein anderer luftgekühlter Motor von 25 bis 40 PS in der Rumpfnase. Brennstoffbehälter von 45 1 im Flügel.

Spannweite 10 m, Länge 6 m, Fläche 15 m2, Leergewicht 190 kg, Fluggewicht 300 kg, Flächenbelastung 20 kg/m2, Höchstgeschwindigkeit 110 (mit 25 PS) bis 140 km/h (35 PS), Landegeschwindigkeit 40 km/h, Startstrecke bei Windstille 30 m, Flugweite 300 km.

Mehrere dieser kleinen Maschinen sollen an einem Rundflug durch Frankreich teilnehmen, für den auch von der gleichen Firma ein leichter Zweisitzer mit Doppelsteuerung gemeldet werden wird.

Das Muster

Leopoldoff „Colibri" L 3

entspricht etwa der Grasmücke von Raab-Katzenstein.

Verspannter Doppeldecker mit zwei Stielen, Tiefenkreuzen und Auftriebsverspannung in zwei Ebenen. Gemischtbauweise. Motor Salmson 9 AD von 40 PS.

Spannweite oben 8,7 m, unten 6,9 m, Länge 6,1 m, Höhe 2,5 m, Fläche 16 m2, Leergewicht 240 kg, Fluggewicht 460 kg, Höchstgeschwindigkeit 130 km/h, Landegeschw. 45—50 km/h, Startstrecke 45 m, Gipfelhöhe absolut 5500 m, Flugweite 500 km, Lastvielfaches 7.

Die Firma S. F. A. N. zeigt ihren Motorsegler SFAN 4 mit zwei Sitzen nebeneinander, den wir auf S. 248 dieses Jahrganges gebracht haben.

Bassoii stellt einen zweisitzigen Tiefdecker mit Doppelrumpf und Druckschraube aus. Auf diese Konstruktion werden wir in der nächsten Nummer zurückkommen.

Holland.

Fokker-Kampfflugzeug G. 1.

Diese auf den Namen „Le Faucheur" (der Schnitter) getaufte zweimotorige Maschine ist eine der interessantesten Konstruktionen, die auf dem Salon gezeigt werden. Beim Entwurf dieses Baumusters war Vorbedingung, ein Abwehrmittel gegen Bombenflugzeuge zu schaffen, das die Vorteile des schnellen Kampfeinsitzers aufweist und darüber hinaus sich durch größere Reichweite und bessere Verteidigungsfähigkeit auszeichnet. Da die Maschine allen diesen Anforderungen gerecht wird, läßt sie sich sowohl als Angriffs- oder Aufklärungsflugzeug, wie auch als leichter Bomber verwenden.

Als freitragender Mitteldecker mit Doppelrumpf weist die G. 1 Konstruktionsmerkmale auf, die an sich bereits früher aufgetaucht sind, deren Vorzüge jedoch noch nicht in diesem Maße ausgenutzt wurden,

Flügel mit dem Rumpf aus einem Stück. Flügelmittelteil innerhalb der Motorgondeln von gleichbleibender Tiefe und Dicke, außen verjüngt. Durch den rechtwinkligen Ansatz des Flügels am Rumpf und an den Motorengondeln, sowie durch die gute Ausrundung der Ueber-gänge ist die gegenseitige Beeinflussung gering. Zwei Kastenholme mit Sprucegurten und Sperrholzstegen. Rippen aus Sperrholz. Beplankung Bakelit-Sperrholz, zur Erzielung einer glatten Oberfläche geschattet.

Fokker Q. 1. „Schnitter" im Fluge.

Werkphoto

Für besondere Zwecke kann der Flügel auch in Ganzmetall ausgeführt werden.

Die Motorböcke sind an zwei verstärkten Kastenrippen aufgehängt, die gleichzeitig den Raum zwischen den Holmen einschließen, in den das Fahrwerk eingezogen wird. Die Rumpfseitenwände sind gleichfalls an zwei starken Rippen befestigt.

Querruder aus Stahlrohr, stoffbespannt. Geringe Spannweite, um einen großen Teil des Flügels für die Anbringung von Landeklappen zur Verfügung zu haben. Um die Wirksamkeit der Ruder zu erhöhen, sind vor diesen sogenannte Störungsklappen angebracht. In den Bereich zwischen den Querrudern hydraulisch betätigte Landeklappen an der Hinterkante.

Rumpf in Sperrholzschalenkonstruktion, Vorderteil aus Stahlrohr geschweißt, mit einer Leichtmetallhaube verkleidet. Stahlrohrpyramide über dem Führersitz als Sturzbock. Den hinteren Abschluß des Rumpfes bildet eine drehbare Leichtmetallkuppel mit Plexiglasscheiben.

Im Rumpfvorderteil zwei 23-mm-Madsen-Kanonen und zwei MG. Der Führer sitzt vor den beiden Kanonen vor dem Vorderholm. Sitz und Seitenruderhebel verstellbar. Führerraum geschlossen, Einstieg

durch ein großes Seitenfenster der abwerfbaren Haube. Zwischen den Holmen ein Brennstoffbehälter. Hinter den Holmen Platz für Bomben. Der Raum für den Beobachter weist zwei auf-,, klappbare Fenster in den Rumpfseitenwänden und ein weiteres, das zugleich den Einstieg darstellt, in der Rumpfoberseite auf. Federnd aufgehängtes FT-Gerät für Senden und Empfang im Wellenbereich von 40—110 m, Antennenkreisleistung für ungedämpfte Telegraphie 80—100 Watt und für tönende Telegraphie und Telephone 25 Watt. Gewicht 45 kg.

An der Seitenwand ein Klappsitz. Wände gepolstert, damit der Beobachter bei böigem Wetter geschützt ist. Verständigung zwischen Führer und Beobachter durch Fernsprecher.

Leitwerk an zwei Trägern, die die Verlängerung der Motorgondeln bilden, befestigt. Die Träger sind in Leichtmetallschalenbau ausgeführt. Spanten Dural, Haut Duralplat. Die Kielflossen sind fest mit den Trägern verbunden. Duraluminbauweise mit Duralplatbeplankung. Höhenflosse aus vier Duralholmen, Beplankung plattiertes Blech. Ruder Stahlrohr, Stoffbespan-nung. Trimmklappen mit Verstellmöglichkeit während des Fluges. Seitenruder mit aerodynamischem Innenausgleich und statischem Ausgleich durch hornartige Gegengewichte.

Fahrwerk zweiteilig, je zwei „01ear"-Feder~ streben. Bereifung 645X280 mm, Bremsen. Räder nach hinten in die Motorgondeln einziehbar. Zum Abdecken der Oeffnungen Klappen, die beim Ausfahren vom Fahrwerk selbst geöffnet und beim Einziehen von Gummisträngen geschlossen werden. Spornrad unter der Höhenflosse, um 360° schwenkbar, kann in Mitteliage vom Führersitz aus festgestellt werden.

Triebwerk: Zwei Hispano-Suiza 80-02, Bristol Mercury, Bristol Aquila oder andere luftgekühlte Muster von 500—800 PS. Die ausgestellte Maschine besitzt zwei Motoren Hispano 80-02 von je 750 PS bei 2400 U/Min. in der Gleichdruckhöhe von 3500 m.

Dreiflügelige Versteilschrauben Hispano, Lizenz Hamilton. NACA-Hauben mit Regulierklappen. Druckluftanlasser Viet. Brennstofftanks von insgesamt 1050 1, im Rumpf (360 1) und im Flügel zwischen Rumpf und Motorgondeln (je 345 1). Behälter aus Elektronblech geschweißt, zur Vermeidung von Korrosion ist in jedem Tank eine Fluorpatrone angebracht. Oelbehälter außerhalb der Motoren in der Flügelnase. Gesamtinhalt 100 1.

Fokker Q. 1. „Le Faucheur", dahinter die zweimotorige russische Verkehrsmaschine Ant. 35.

Photo: Archiv „Flugsport"

■Fäll

Fokker G. 1. Führersitz mit den beiden rechts und links eingebauten Madsen-

kanonen. Werknhoto

Die Bewaffnung konnte bei der hohen zur Verfügung stehenden Motorleistung gegenüber einem Jagdeinsitzer verstärkt werden. Der Pilot hat zwei automatische Madsen-Kanonen von 23 mm und zwei MG. von 7,9 mm zur Verfügung (dänisches Fabrikat). Der 23-mm-Kanone wurde gegenüber der normalen Ausführung von 20 mm der Vorzug gegeben, weil die Wirkung von 20-mm-Geschossen von Bewaffnungs-Sachverständigen als ungenügend angesehen wird. Die Anzahl der Geschosse beträgt bei Bandzuführung 100 je Kanone. Anschließend einige Daten dieser Waffe: Länge 2,05 m, Gewicht 52 kg, Feuergeschwindigkeit 400 Schuß/Minute, Rück-Stoßkraft bei Einzel-| feuer 150 kg, bei 1 automatischem Schießen 180 kg. Gewicht der Patrone 340 g, Gewicht der Granate 173 gs Gewicht der Sprengladung 17 g. Die Sprenggranate ist mit einem Zünder versehen, der sie nach

Fokker G. 1. Photo: Archiv ,.Flugsport"

10 Sekunden zur Explosion bringt, um Fehlgänger unschädlich zu machen. Die Bedienung der Waffen erfolgt kombiniert pneumatischhydraulisch, für die Eröffnung des Feuers bedarf es nur eines Hebeldruckes durch den Piloten.

Für das 7,9-mm-MG. des Beobachters sind 6 Patronengurte von je 100 Schuß vorhanden. Diese Waffe ist in der drehbaren Kegelspitze, die den hinteren Abschluß des Rumpfes bildet, schwenkbar gelagert und beherrscht damit den gesamten hinteren Raum. Beim Bestreichen der Leitwerke und Seitenrümpfe müßte das Feuer allerdings durch eine einfache Sicherungseinrichtung gestoppt werden können. Für die beiden vorderen MG. werden 1100 Schuß Munition mitgeführt.

Bei der Verwendung als Bombenflugzeug kann die Bewaffnung

Fokker G. 1. Oben: Bewaffnung in der Rumpfnase. Außen die beiden 23-mm-Kanonen, dazwischen zwei MG. Oben vor dem Windschild das Visierkreuz. Die beiden ovalen Bleche mit Filzauflage kommen nach dem Einbau an die Rumpfhaut zu liegen. Unten: Rumpfende mit drehbarer Kuppel. Das MG ist

nach oben ausgeschwenkt, Werkphoto

leicht ausgebaut und durch einen Bombenautomat und ein Bombenvisier ersetzt werden. Die Unterbringung der Bomben erfolgt im Rumpfinnern, es können bis zu 400 kg in verschiedensten Variationen mitgenommen werden.

Spannweite 16,5 m, Länge 10,3 m, Höhe 3,37 m, Fläche 35,7 m2, Leergewicht mit Hispano-Suiza 3500 kg, Fluggewicht 4400 kg, Flächenbelastung 123 kg/m2, Leistungsbelastung 2,95 kg/PS, Höchstgeschwindigkeit in 3500 m Höhe 450 km/h (mit Mercury 470 km/h), in 6000 m 418 km/h, in 200 m 417 km/h, am Boden 377 km/h, Reisegeschwindigkeit in 3500 m mit 50% Volleistung 350 km/h. Steigzeit auf 1000 m 1,6 Min., auf 3000 m 4,8 Min., auf 5000 m 8,05 Min., auf 8000 m 18,1 Min. Steiggeschwindigkeit max. 11,1 m/sec, Gipfelhöhe 9000 m (praktisch) bzw. 9400 m, mit einem Motor 5100 m (absolut), Reichweite 1600 km.

Außer dieser ständig von Zuschauern belagerten Maschine zeigt Fokker Abbildungen seiner übrigen Typen, von denen wir die neueste, Jagdeinsitzer D 21, auf S. 523 besprochen haben. Interessant ist eine graphische Darstellung der Bestellungen auf die Lizenzmaschinen Douglas DC 2 und DC 3, von denen bisher bereits 96 in Auftrag gegeben sind. Einige Zahlen sprechen für die Verbreitung von Fokker-Flugzeugen: 49 Luftfahrtgesellschaften und die Luftstreitkräfte von 22 Staaten verwenden Maschinen von Fokker. Mit 16 Ländern sind zusammen 23 Lizenzverträge abgeschlossen worden.

Ueber die andere von Holland ausgestellte Maschine, den Koolhoven-Jagdeinsitzer F. K. 55, haben wir schon in der Vorschau berichtet. Leider wurden die Unterbrecher-Querruder nicht gezeigt, da die Patentanmeldung noch nicht abgeschlossen ist. Auch von dem Motoreinbau und der Wellenleitung

Koolhoven F. K. 55. Einbau des Motors und Anordnung des Wechselgetriebes. Die verlängerte, Welle des Motör's läuft in einem Rohr und treibt über zwei Kardangelenke zwei Stirnräder an, von denen das hintere direkt auf die Welle des vorderen Propellers, das vordere über ein Zwischenrad (zur Umkehrung der Drehrichtung) auf die hintere Schraube arbeitet. Die beiden Kühler sitzen seitlich im Rumpf vor dem Motor. Luftein- und -austritt erfolgt durch Spalte an der Rumpfseitenwand. (Kühler in der Skizze teilweise sichtbar.) Zeichnung „Flugsport"

waren keine Einzelheiten zu sehen. Das Fahrwerk wird nach außen hochgeklappt, die Räder verschwinden vollständig im Flügel. Der Kühler liegt unter dem Führersitz in zwei Hälften seitlich im Rumpf. Die Kühlluft tritt durch schmale Spalte ein und aus, so daß die Form des Rumpfes kaum gestört wird.

Tschechoslowakei.

Die durch ihre verschiedenen Leichtflugzeugkonstruktionen bekannte Firma Benes und Mraz zeigt ihren Zweisitzer

Bibi-BE 550.

Die kleine Reisemaschine ist mit einem Walter-Mikron von 45 bis 50 PS ausgerüstet und weist zwei Sitze; nebeneinander auf. Ob-

wohl die Kabine genügend Platz bietet, erscheint der Rumpf kaum breiter als der eines einsitzigen Baumusters.

Freitragender Tiefdecker in Holzbauweise. Rumpf viereckig mit abgerundeter Oberseite. Einstieg durch je eine große Klappe auf jeder Seite der Haube. Kabine mit schalldämpfendem Material ausgekleidet, Lüftung von jedem Insassen individuell einstellbar. Geräumiger Gepäckraum.

Leitwerk freitragend. Fahrwerk in zwei getrennten Hälften. Räder hosenartig verkleidet.

Spannweite 11,5 m, Länge 7,3 m, Höhe 1,8 m, Fläche 14 m2, Leergewicht 320 kg, Fluggewicht 540 kg, Höchstgeschwindigkeit 170 km/h, Reisegeschw. 145 km/h, Landegeschw. 60 km/h, Steigzeit auf 1000 m 8 Min., auf 2000 m 20 Min., Gipfelhöhe absolut 4000 m, praktisch 3500 m, Startstrecke 100 m, Auslauf 70 m, Reichweite 750 km, Brennstoffverbrauch 5,5 kg/100 km.

Auf dem Stand von Letov sieht man einen verspannten Doppeldecker nach der alten Schule mit der Bezeichnung

Letov S. 528.

Dieses Mehrzweckflugzeug ist mit einem Mistral-Major von Walter ausgerüstet und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 350 km/h in 4000 m Höhe. In den Abmessungen gleicht die Maschine dem Muster Letov S. 328, das wir 1934 auf S. 533 besprochen haben. Eigenartig ist der Massenausgleich des Höhenruders. Ein viertelkreisförmig gebogenes Gegengewicht ist an zwei Auslegern befestigt und durch die Höhenflosse hindurchgesteckt. Auf der Abb. rechts kann man diese Einzelheiten erkennen. Spaltquerruder an Ober- und Unterflügeln.

Spannweite 13,7 m, Länge 10 m, Leergewicht 1920 kg, Fluggewicht 1830 (für Nachtjagdzwecke) — 3250 kg (für Bombenwurf), Höchstgeschwindigkeit am Boden 270 km/h, in 4000 m Höhe 330 km/h, Steigzeit auf 5000 m 11 Min., praktische Gipfelhöhe 9000 m, Flugweite 1000 km.

Bewaffnung: 2 MG. für den Piloten, 2 MG. für den Beobachter.

Praga 210

ist ein viersitziger Schulterdecker der Ceskomoravska Kolben-Datiek

in Holzbauweise mit zwei Vierzylinder-Reihenmotoren von Walter unter dem Flügel.

Freitragend, Flügel dreiteilig, Spaltquerruder, Landeklappen.

Letov S 528, Mehrzweckflugzeug.

Werkphoto

Rumpf Stahlrohr, geschweißt, stoffbespannt. Kabine mit zweimal zwei Sitzen nebeneinander vor dem Flügel.

Fahrwerk freitragend, je ein aus zwei Streben bestehender Stummel ragt von der unteren Rumpfkante schräg nach unten, Federung im Rumpf.

Triebwerk: 2 Reihenmotoren Walter Minor von je 90 PS unter der Flügelhinterkante, Holzdruckschrauben. Blechverkleidung.

Leergewicht 850 kg, Fluggewicht 1350 kg, Höchstgeschwindigkeit 230 km/h, Reisegeschw. 200 km/h, Landegeschw. 75 km/h, Steiggeschwindigkeit am Boden 3 m/sec, Steigzeit auf 1000 m 6 Min., auf 2000 m 13,5 Min., Flugweite 600 km.

In ihrem Gesamtaufbau und auch in Einzelheiten erinnert die Maschine an das Muster GL 18*) von Focke-Wulf, ein Verkehrsflugzeug mit zwei Siemensmotoren aus dem Jahre 1927.

Dieselbe Firma zeigt weiter das bekannte Praga-Baby**) mit zwei nebeneinanderliegenden Sitzen und einem Zweizylinder von 36/39 PS.

Ein weiteres Leichtflugzeug ist auf dem Stande von Bata-Zlin zu sehen. Ueber diesen zweisitzigen Tiefdecker mit Walter-Persey-Motor (Zweizylinder von 40/45 PS) haben wir auf S. 303 dieses Jahrganges berichtet.

Polen.

Auf dem einzigen polnischen Stand, dem von P Z L, sind die Typen PZL 23 und P 24 A zu sehen. Den dreisitzigen Tiefdecker PZL 23, der schon auf der Iiis in Stockholm gezeigt wurde, haben wir auf S. 265 besprochen. Der

Jagdeinsitzer PZL ,JP. 24", dessen Konstruktion aus dem Jahre 1934 stammt, ist ein abgestrebter Hochdecker in Ganzmetallbauweise.

Flügel zweiholmig, Holme und Rippen aus Dural, Beplankung fein geriffeltes Wellblech. Flügel vom Rumpf aus hochgezogen, Knick innerhalb des Stielknotenpunktes.

Rumpf oval, vorn Aufbau mit Spanten und Profilen, hinten Schalenbau. Führersitz geschlossen. FT-Gerät und Blindflugeinrichtung. Höhenflosse nach unten abgestrebt. Ruder nicht ausgeglichen, Höhenruder mit Flettnerklappe.

Fahrwerk fest, jede Hälfte besteht aus zwei Streben und einem Profildraht. Federung im Rumpfinnern. Mechanische Bremsen.

Bewaffnung: zwei Oerlikon-Kanonen, zwei MG im Flügel und zwei oder vier Bomben im Gesamtgewicht von 100 kg.

Triebwerk: Gnome-Rhone K 14 von 900 PS, dreiflügelige Verstellschraub e.

*) S. „Flugsport" 1927, S. 91. — **) S. „Flugsport" 1936, S. 55.

Jagdflugzeug PZL „P 24"

Werkohoto

Spannweite 10,7 m, Länge 7,5 m, Höhe 2,7 m, Fläche 17,9 m2, Fluggewicht 2000 kg, Höchstgeschwindigkeit am Boden 345 km/h, in 4250 m Höhe 430 km/h, Steigzeit auf 5000 m 5 Min. 40 Sek., auf 8000 m 12 Min., Gipfelhöhe praktisch 9000 m Reichweite 300 km/h 700 km.

England

zeigt, nachdem das Air Ministry den Hawker „Hurricane" für die Ausstellung nicht freigegeben hat, nur ein einziges Flugzeug, den zweimotorigen Bomber „Blenheim" von Bristol, den wir auf S. 269 besprochen haben. Von den Typen 130*), einem Truppentransportflugzeug, und 138 a**), der Höhenrekordmaschine, sieht man Modelle.

Auf dem Stande der

UdSSR

wirkt vor allem das durch verschiedene große Flüge bekannt gewordene

Langstreckenflugzeug Ant 25,

eine Konstruktion von Toupolev, als Blickfang. Der große freitragende Ganzmetalltiefdecker wurde 1934 vom Hydro-Aerodynamischen Institut in Moskau besonders für Langstreckenflüge entwickelt. Im September 1934 legte die Maschine in geschlossener Bahn eine Strecke von 12 411 km ohne Brennstoff aufnähme zurück und überbot damit den bestehenden Weltrekord. Ein Flug von 56 Std. Dauer über eine Entfernung von 9000 km durch die Arktis wurde im Juli 1936 von Moskau aus nach Nikolajewsk am Amur durchgeführt. Der Start erfolgte hierbei auf einer geneigten Betonbahn. Startstrecke 1650 m, Flughöhe nach 50 km 500 m, nach 160 km 1200 m.

In Konstruktionseinzelheiten lehnt sich die Maschine an verschiedene ausländische Vorbilder, in der Hauptsache Junkers und Dewoitine, an.

Flügel freitragend, in Tiefdeckeranordnung. Streckung 13. Trapezform, Profildicke von 19% an der Wurzel auf 13% an den Enden abnehmend. Ausführung dreiteilig, gerades Mittelstück bis zum Angriffspunkt des Fahrwerkes und zwei Außenflügel mit 6° V-Stellung. Querruder in je vier Abschnitte unterteilt, 8 Lager, 4 Stoßstangen. Drei Holme, von denen die vorderen beiden gleichzeitig als Seitenwände für die Brennstoffbehälter dienen. Nasen- und Endkästen nach Art der Rohrbachmaschinen. Beplankung Wellblech, um die Verdrehsteifig-keit zu erhöhen, darüber ein Ueberzug von imprägniertem Stoff, um die Oberflächenreibung zu verringern (s. Versuche von Junkers und der DVL mit einer A 20, bei der gleichfalls Sperrholz- und Stoffüberzüge geprüft wurden). Außerdem Versteifungsprofile in Flugrichtung wie bei den älteren Dorniertypen.

*) S. „Flugsport" 1936, S. 274. — **) S. „Flugsport" 1936, S. 524.

Bristol-Bombenflugzeug ;,B.lenheim" mit zwei Bristol-Mercury-Motoren. Der Maschine wird eine Geschwindigkeit nachgerühmt, die von keinem anderen Baumuster dieser Größe erreicht werden soll. Ausführl. Typenbeschreibung s. S. 269, 1936. Leistungsdaten sind noch nicht für die Veröffentlichung freigegeben.

Werkphoto

Rumpf in Schalenbau, zweiteilig, von ovalem Querschnitt, nach hinten in die Kielflosse übergehend. Führerraum geschlossen. Hinter dem Führersitz Platz für den Orter und ein FT-Gerät. Eine Hilfssteuerung gestattet dem Funker, die Maschine während der Ablösung der Piloten zu steuern. Generator für 500 Watt bei 12 Volt für FT-Anlage, Beleuchtung, Fahrwerkeinziehmechanismus usw., FT-Hilfs~ gerät hinter der Kabine. Heizung der Kabine durch vorgewärmte Luft.

Für Notlandungen auf dem Wasser sind innerhalb und außerhalb des Rumpfes gummierte Stoffsäcke angebracht, die im Ernstfalle von einer Preßluftflasche aus aufgeblasen werden können.

Leitwerk verspannt, Höhenruder vom Typ Frise, als Holm und Achse dient ein durchgehendes Rohr. Seitenruder mit Flettnerhilfs-fläche. Flossen und Ruder mit Wellblech beplankt und mit Stoff überzogen. Fläche des Höhenleitwerks 9,3 m2, des Seitenleitwerkes 5,1 m2.

Fahrwerk von 7 m Spurweite, teilweise einziehbar. Je zwei Räder 900 mal 200 nebeneinander, ein Stoßdämpfer, mit drei Streben nach den Seiten und nach hinten abgefangen. Die Räder werden nach hinten hochgeschwenkt (elektrisch) und verschwinden teilweise im Flügel.

Triebwerk: ein Motor M 34-R von 950 PS bei 1950 U/min (Beschreibung s. unter „Motoren auf dem Salon"). 12 Zylinder in V-Form, hängend. Dreiflügelige Metallschraube. Bugkühler mit Regulierklappen am Eintrittsquerschnitt, in einem Schacht eingebaut. Brennst off zufuhr durch motorgetriebene Pumpen, die wahlweise auf die verschiedenen

Tanks geschaltet werden können. Neben den Behältern im Flügel befindet sich im Rumpf ein weiterer Tank zwischen Führer und Orter. Die Schnellablaßvorrichtungen bestehen aus einem Messingblecheinsatz in jedem Tank, der durch Ziehen an einem Stahlkabel aufgerissen werden kann,

Spannweite 34 m, Länge 13,4 m, Höhe 5,5 m, Fläche 88 m2, Flügeltiefe innen 3,9 m, außen 1,1 m, im Mittel 2,6 m, Leergewicht 4200 kg, Besatzung 240 kg, Brennstoff 5880 kg, Oel 350 kg, Ausrüstung 580 kg, Fluggewicht 11 250 kg, Flächenbelastung 128 kg/m2. Leistungsbelastung 12 kg/ PS, Höchstgeschwindigkeit 260 km/h, Flugdauer rund 100 Std.

Einen sehr modernen Eindruck macht die zweimotorige Verkehrsmaschine in Ganzmetallbauweise

Langstreckenfmgzeug Ant.25. ; ^ Zeichnung „Flugsport".

Ant. 35,

bei deren Konstruktion wohl die Douglas DC 2 Pate gestanden hat.

Flügel freitragend, trapezförmig mit abgerundeten Enden. Im Mittelteil zwischen den Querrudern Landeklappen, die unter dem Rumpf durchlaufen. Antrieb elektrisch-hydraulisch, für den Notfall ist eine mechanische Betätigungseinrichtung vorhanden.

Rumpf in Schalenbau, annähernd runder Querschnitt. Führerraum geschlossen, zwei Sitze nebeneinander. Kabine für 10 Fluggäste mit Heizung, Lüftung und schalldämpfenden Wänden. 2 Gepäckräume vor und hinter dem Fluggastraum. FT-Gerät und Blindflugeinrichtung. Leitwerk freitragend.

Fahrwerk elektrisch-hydraulisch nach hinten in die Motorverkleidungen einziehbar. Die Räder sind in einem Rahmen aus zwei Federstreben mit Querverbindungen gelagert. Klappen schließen die Oeffnungen in der Motorgondel ab. Schwenkbares Spornrad.

Triebwerk: 2 Motoren M 85 von je 850 PS, 9 Zylinder in Sternform. Untersetzungsgetriebe mit weit vorgezogener Propellerwelle, dreiflügelige Metallschrauben mit Klaue für das Anlassen von einer fahrbaren Vorrichtung aus. NACA-Hauben mit regelbarem Austrittsquerschnitt.

Spannweite 20,8 m, Länge 15 m, Fläche 58 m2, Fluggewicht 6620 kg, Höchstgeschwindigkeit 432 km/h in 2000 m Höhe, Landegeschwindigkeit 90 km/h, Gipfelhöhe 8500 m. Der russische

Der russische Stand auf dem Salon. Oben links und unten: Das Langstrecken-ilugzeug Ant. 25. Oben rechts das Leitwerk der zweimotorigen Verkehrsmaschine Ant. 35. Photo: Archiv „Flugsport"

Jagdeinsitzer ZKB 19

erinnert in seiner äußeren Erscheinung stark an die He 70, nur ist der Flügel ohne Knick ausgeführt. Der Führerraum ist geschlossen und enthält eine Blindflugausrüstung. Fahrwerk mechanisch-elektrisch einziehbar. Die Räder schwenken dabei schräg nach hinten innen, wodurch sich ein ziemlich verwickelter Aufbau ergibt. Diese Konstruktion ist offenbar notwendig, um das Rad zwischen den Holmen unterbringen zu können. Der Schleifsporn ist etwas kurz, so daß das Höhenruder beim Drücken fast den Boden berührt.

Die Flächenanschlüsse sind mit Ueberwurfmuttern wie bei Junkers ausgeführt, zwischen den Querrudern ist die Hinterkante des Flügels mit Landeklappen versehen. Uebergang von Flügel zum Rumpf gut ausgerundet. Leitwerk freitragend, Flossen fest mit dem Rumpf verbunden.

Triebwerk: Zwölfzylinder M 100 mit dreiflügeliger Metallschraube. Zwei einziehbare Kühler unter dem Flügel innerhalb des Fahrwerkes.

Bewaffnung: 4 MG. im Flügel außerhalb des Schraubenkreises. Bombenaufhängung unter dem Flügel.

Im Modell ist das einmotorige Schnellpostflugzeug

Stal II,

Konstruktion Poutilov, zu sehen. Der freitragende Tiefdecker ist in Gemischtbauweise ausgeführt. Der Flügel besteht aus einem Stahlgerippe und ist mit Bakelit-Sperrholz beplankt. Spaltquerruder, Landeklappen. Leitwerk freitragend.

Fahrwerk einziehbar, die Räder schwenken nach außen in den Flügel, Spornrad schwenkbar.

Ein wassergekühlter V-Motor in der Rumpfnase. Der Kühler ist in einem Schacht unter dem Rumpf eingebaut, Austritt der Luft an der Flügelhinterkante.

Spannweite 15 m, Fläche 31 m2, Fluggewicht 3120 kg, Höchstgeschwindigkeit 407 km/h, Landegeschw. 85 km/h, Gipfelhöhe 10200 m. Ein weiteres Modell stellt das zweimotorige Flugboot ARK 3

dar. Dieser von Tchetverikov konstruierte Metalleindecker ist mit zwei in Tandemanordnung über dem Flügel gelagerten Sternmotoren M 25 von je 635 PS ausgerüstet. Die Motorengondel ist nach dem hinteren Motor zu stark verjüngt, um einen großen Eintrittsquerschnitt für die Kühlluft zu erhalten.

Das einstufige Boot ist gekielt und bietet Raum für insgesamt 12 Insassen. Die Seitenschwimmer sind ebenfalls gekielt und mit je 5 Streben am Flügel befestigt. Leitwerk nach unten abgestrebt. Spannweite 20 m, Länge 14,5 m, Fluggewicht 5130 kg, Höchstgeschwindigkeit 320 km/h._

Russ. Jagdflugzeug ZKB 19. Motorhaube und Führersitzverkleidung.

Photo: Archiv ,,Flugsport".

Die Russen zeigen weiter das

Segelflugzeug „Stachanowez"

Die zweisitzige Maschine ist von Emelchanow konstruiert und stellt eine Weiterentwicklung des Baumusters KIM-2 dar.

Flügel freitragend, in Hochdeckeranordnung. Auffallend ist die starke negative Pfeilform, die gewählt wurde, um beide Insassen vor der Flügelnase unterbringen zu können. Flügelenden nach abwärts gebogen, um Beschädigungen der Querruder beim Landen zu vermeiden. Einholmige Bauweise. Querruder mit Spalt, 5mal gelagert.

Rumpf in Schalenbauweise, Führersitze mit verschiebbaren Hauben aus Celluloid überdacht. Doppelsteuerung, während des Fluges auszukuppeln. Die Maschine ist mit Geräten für Nacht- und Blindflüge ausgerüstet. Im hinteren Sitzraum befindet sich ein F.-T.-Gerät mit 3—500 km Reichweite (Sende- und Empfangsanlage). Elektrische Beleuchtung, die von der Batterie des F.-T.-Gerätes gespeist wird. Kufe ohne Stoßdämpiung (bei 435 kg Fluggewicht.).

Leitwerk freitragend, Höhen- und Kielflosse fest mit dem Rumpf verbunden.

Sicherheitsfaktor 10. Für Flugzeugschlepp ist ein Hilfsfahrwerk vorgesehen.

Spannweite 20,2 m, Fläche 23 m2, Leergewicht 294 kg, Fluggewicht 454 kg, Flächenbelastung 19 kg/m2, Flügelstreckung 1 : 17,8, Gleitzahl 1 :28, Mindestsinkgeschwindigkeit 0,6 m/sec, Reisegeschwindigkeit 75 km/h, Gleitzahl 1 : 27.

Das Segelflugzeug „Stalinetz IT, mit dem Lissitsine einen Dauerflug von 38 Std. 20 Min. ausführte, ist als Modell ausgestellt.

(Fortsetzung- und Bericht über Motoren nächste Nummer.)

Jagdeinsitzer Helnkel He 51 L

Heinkel He 51 L ist ein Doppeldecker mit starker Staffelung, Tragflächenumriß rechteckig mit abgerundeten Enden. Unterflügel stark verkürzt. Oberflügel dreiteilig, Mittelstück als Baldachin aus-

Heinkel He 51. Oben links: Einzelheiten der Fahrwerkskonstruktion.

Werkphoto

Heinkel He 51 als Landmaschine und als Zweischwimmerflugzeug. Werkphoto

gebildet mit 2 kurzen N-Stielen über dem Rumpf befestigt und verspannt. Außenflügel oben am,Baldachin, unten an den untersten Rumpfholmen angeschlossen. Flächen beiderseits durch je einen aus zwei Streben bestehenden, mit Drähten ausgekreuzten Stiel verbunden. Verspan-nung aus Haupt- und Gegenkabel in den beiden Ebenen der Flügelholme, vordere Hauptkabel doppelt ausgeführt. Querruder am Oberflügel, Landeklappen am Unterflügel.

Flügel zweiholmig, Holme und Rippen aus Kiefernholz und Birkensperrholz. An Stelle von Innenverspannung Sperrholz-Schubplatten an den Flügeloberseiten. Stoffbespannung; Beschläge, Streben und Drähte aus Stahl.

Heinkel He 51 im Fluge.

Werkphoto

BMW VI 750-PS-Motor, hinter den Tragflächen Führ ersitz; mit 2 synchronisierten MG., Radio-, Sende- und Empfangsanlage, in der Höhe verstellbarer Führersitz.

Rumpf: Fachwerkträger aus geschweißtem Stahlrohr mit rechteckigem Querschnitt. Ovale Form durch Formgebungsbögen aus Sperrholz. Verkleidung im Vorderteil aus Blech, sonst Stoffbespannung.

Leitwerke Leichtmetall, stoffbespannt, von elliptischem Umriß; Seiten- und Höhenflosse gegeneinander, Höhenflosse außerdem zur Rumpfunterseite mit Profildrähten verspannt. Höhen- und Seitenruder mit Außenausgleich; Höhenruder mit vom Führersitz aus verstellbarem Hilfsruder.

Halbfreitragendes Einbein-Fahrgestell; 2,10 m Spurweite, Fahrgestellhälften durch doppelte Profilkabel miteinander und nach den Unterflügeln verspannt. Federbeine Bauart Heinkel mit Oelspiral-feder-Stoßdämpfern, Elektronräder mit Duo-Servo-Bremsen, Schleifsporn fest, Luftreifen 650X180 mm. Streben und Ruder mit abnehmbarer, stromlinienförmiger Verkleidung. Seeflugzeug mit Schwimmwerk auf je 2 mit Profilkabeln gegeneinander und zum Unterflügel verspannten Stützstreben auf jeder Seite. Halbrunde Hydrona-liumschwimmer mit stark gekieltem Boden. Schwimmer durch Schotten mehrfach wasserdicht unterteilt.

12 Zyl.-Reihenmotor BMW VI 7,3 Z (V-Form stehend), 750 PS. Aethylen-Glykol-Heißkühlung. Tank hinter dem Brandschott abwerfbarer Zusatzbehälter unter dem Rumpf, 210 1, abwerfbarer Zusatztank 170 1. Spannweite Oberflügel 11 m, Unterflügel 8,6 m, Länge 8,4 m, Höhe 3,2 m.

Tragende Fläche 27,2 m2, Leergewicht 1465 kg, Gesamtzuladung 435 kg, Fluggewicht 1900 kg, Flächenbelastung 70 kg/m2, Leistungsbelastung 2,5 kg/PS, Flächenleistung 27,5 PS/m2.

Leistungen (ohne Zusatztank): Höchstgeschw. in Bodennähe 330 km/h, Reisegeschw. (15% Drehzahldrosselung) 280 km/h, Lande-geschw. 95 km/h, Reichweite in Bodennähe (15% Drehzahldrosselung) 390 km, mit Zusatztank 710 km. Steigzeit auf 1000 m Höhe 1,4 Min., auf 2000 m Höhe 3,1 Min., auf 3000 m Höhe 5,2 Min., auf 4000 m Höhe 7,8 Min., auf 5000 m Höhe 11,4 Min., auf 6000 m Höhe 16,5 Min. Gipfelhöhe 7700 m. Brennstoffverbrauch auf 100 km in Bodennähe (15% Drehzahldrosselung) 39 kg/h.

gKQWßUKTIO«

Einzelheiten

Links: Fairey-Einziehfahrwerk. I A. Stoßdämpferstrebe, C. Gleit- K

stück für das hintere Ende der ( ) Lenkerstrebe, D. Führung für C,

Fairey-Einziehf ahrwerk besitzt nach einer Patentschrift eine Sperrklinke mit federndem Zahn, der das Fahrwerk in jeder Stellung während des

F. Zahnstange.

Rechts: Fairey-Einziehf ahrwerk. Die Stoßdämpferstrebe A dreht sich um den Punkt B, der Lenker C dreht sich um D und gleitet dabei in

dem Schlitz E.

Ausfahrens gegen äußere Kräfte sichert. Die Betätigungsvorrichtung bringt jeweils am Anfang der Bewegung den Zahn außer Eingriff. Die Betätigung erfolgt hydraulisch oder mechanisch. In der Nähe der unteren Endstellung ist das Getriebe (s. Zeichnung S. 641 rechts) an sich selbsthemmend, gegebenenfalls kann die Selbsthemmung im gesamten Bewegungsbereich durch Anordnung einer Zahnstange mit Sperrklinke in der Führung E erzielt werden.

Inland»

Großflughafen München-Riem, 4 qkm, wird an Stelle des Flughafens München-Oberwiesenfeld nach Plänen von Prof. Sagebiel gebaut.

Flugkapitän Hochmuth und Fluggast Biermann auf Flugzeug D-ASUI „H. Berr" auf Strecke Berlin—München in Nürnberg tödlich verletzt. Die übrigen Fluggäste nur leicht verletzt.

2K Std. segelte am Hochstädter Hang der Offenbacher Segelflieger Kreiß, wobei er den Startplatz um 100 m überhöhte und ca. 250 Kurven drehte; auf dem kleinen, nur 200 m langen und 20 m hohen Hang eine beachtliche Leistung.

Drei Maschinen vom Typ Junkers Ju 86 mit je zwei Motoren Rolls Royce Kestrel für die „South African Railways and Harbours" im Bau. Werkphoto Amerika-Studienreise 10. 4. bis 4. 5. 1937 wird vom Norddeutschen Lloyd in Gemeinschaft mit dem Aero-Club von Deutschland (Kosten der Fahrt RM 1300.—) durchgeführt. Ankunft in New York 16. 4. Von da in Flugzeugen nach Buffalo, Niagara-Fälle, Detroit, Chicago, Cincinnati, Washington, Philadelphia und zurück nach New York. Nähere Einzelheiten sind beim Aero-Club von Deutschland, Berlin SW 1.1, 'Prinz-Albrecht-Str. 5, zu erfahren.

Was gibt es sonst Neues?

Fischer von Poturzyn, Hptm. a. D., Presseleiter der Junkers Flugzeug- u. - Motorenwerke A.-G., vom König von Italien zum Commendatore des Ordens der Krone Italiens ernannt. Er studierte die italienische Luftwaffe während des abessinischen Feldzuges.

Deutsch-griechisches Luftverkehrsabkommen. Vereinbarung über den Betrieb von Luftverkehrslinien, wurde 9. 11. unterzeichnet.

Hofmann flog auf Häßler-Villinger mit Gummiseilstart (Seil nicht mitgenommen) und Muskelantrieb am 21. 11. in Hamburg 427 m,

Susi Lippens mit Mr. Leon Lippens 10. 11. 36 vermählt.

Ausland.

Segelflugzeugentwicklung in England wird vom Air Ministry mit 5000 £ pro Jahr gelordert.

Kapstadtflug Startverbot für Jim Mollison von den britischen Behörden, die das Luittüchtigkeitszeugnis iür seine Belianca-Maschine verweigern.

Paris-Tokio in weniger als 100 Stunden versuchen Japy, Doret und Denis-Perrot, alle drei in Flugzeugen vom Typ Caudron „Simoun" zurückzulegen. Das französische Luftfahrtministerium hat für diese Leistung hohe Preise ausgesetzt. Japy hat inzwischen 900 km vor Tokio wegen Bruch bei einer Notlandung aufgegeben.

New York—Paris-Flugzeugrennen, drei Flugzeuge der französischen Regierung gemeldet. Ein Farman 2300 (Weiterentwicklung des Centaur, der im Südatlantikdienst eingesetzt ist), ein Amiot 370 und ein Bloch 160. Alle drei Maschinen werden mit Hispano-Motoren von je 690 PS ausgerüstet.

Douglas DC 3, eine Maschine von Swissair bestellt.

Finnland hat in England 12 Bombenflugzeuge bestellt, die noch in diesem Jahre geliefert werden sollen.

PZL-Kampfeinsitzer P 24, 60 Maschinen von der Türkei bestellt.

USSR-Tragschrauber, ähnlich dem Cierva C. 30, mit einem Motor M 11 von 100 PS, erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h, eine Gipfelhöhe von 3500 m bei 6—7 Std. Flugdauer.

Sowjet-Kommission, Führung General Eidemann, Präsident der Ossoavia-chim, und General Triloski, Leiter der sowjetrussischen Zivilluftfahrt, besichtigte Luftfahrteinrichtungen in Frankreich.

8980 m mit 5000 kg Nutzlast erreichte der Russe Youmacheff mit einem viermotorigen Ant. 6 und überbot damit seine eigene Bestleistung von 8100 m. Mit der gleichen Maschine und 10 000 kg Nutzlast kam Nioukhnitov auf 7030 m.

Ant. 6, das russische Großflugzeug, mit dem in letzter Zeit 6 Weltrekorde mit Nutzlast überboten wurden, ist ein freitragender Hochdecker mit 4 wassergekühlten Zwölfzylindermotoren nebeneinander im Flügel. Kühler in Schächten unter dem Motorvorbau. Dreibeinfahrwerk mit zwei hintereinander angeordneten Rädern auf jeder Seite (s. Junkers G. 38). Spaltquerruder von großer Spannweite. Ganzmetallbauweise.

Rennflugzeug von Frank Hawks soll folgende Leistungen erreichen: Höchstgeschwindigkeit am Boden 604 km/h, Reisegeschw. in 4200 m Höhe 547 km/h, Steiggeschw. am Boden 35 m/sec, Landegeschw. 110 km/h, Sturzflugendgeschw. 1200 km/h.

Lockheed konnte seine Belegschaft von 400 am 1. Nov. 1935 auf 900 am 1. 11. 36 erhöhen.

Boeing-Großflugboot, 6 Maschinen von Pan American Airways in Auftrag gegeben.

Baltimore ist von Pan American Airways als Ausgangspunkt für den Transatlantikluftverkehr vorgesehen, der Anfang 1938 in Zusammenarbeit mit Imperial Airways eröffnet werden soll.

Flughafen Singapore, dessen Ausbau bis zur Königskrönung 1937 beendet sein soll, erhält den Namen „König Eduard VIII-Flughafen".

Japan. Manchuria Air Navigation Co. hat für Luftverkehr sechssitzige Eindecker in Gemischtbauweise in Betrieb genommen. Motor 480 PS Nakajima Kotobuki luftgekühlt. Hochziehbares Fahrwerk. Geschwindigkeit 300 km/h.

Japan. Segelflug-Ausstellung fand am 27. 9. in Hsinking statt. Veranstalter Manchukuo Aviation Association.

Flugunfälle in Japan von Sept. 1935 bis Okt. 1936: 141 Todesfälle, davon 94 Seemilitär, 33 Landmilitär und 14 zivil.

Arbeitsaufnahme von Fahrwerksabfederungen ist in den Bauvorschriften für Flugzeuge vorgeschrieben. Man rechnet wie folgt: Der Arbeitsinhalt des Flugzeuges bei einer Landung mit der Sinkgeschwindigkeit Vy ist G^g ' Vy 2/2. Dabei ist G das Fluggewicht und g die Erdbeschleunigung. Diese Arbeitsmenge muß durch einen gewissen Federweg aufgezehrt werden, ohne daß die Höchstkraft

unzulässige Werte erreicht. Soll beispielsweise die Stoßzahl, d. h. das Verhältnis der Maximalkraft am Ende der Durchfederung zum Fluggewicht, den Wert 4 nicht überschreiten, dann errechnet sich der mindestens erforderliche Federwreg aus der Formel: Arbeitsinhalt ist gleich Federweg mal Stoßzahl. In Wirklichkeit kommt man mit dem hierbei ermittelten Wert nicht aus, da alle Stoßdämpfer einen mit der Durchfederung ansteigenden Kraftverlauf aufweisen. Der theoretische Mindestfederweg ist also noch durch die Völligkeit des Kraftwegdiagrammes des benutzten Stoßdämpfers zu dividieren, um die erforderliche Durchfederung zu bekommen.

Literatur.

(Die hier besprochenen Bücher können von uns bezogen werden.)

Wendemarke. V. Wilhelm Faulkner, aus dem Amerik. übersetzt v. G. Qoyert. Verlag Rowohlt, Berlin. Preis geb. RM 7.50; kart. RM 6.50.

Der Dichter schildert in seinem Roman die von ihrem Beruf besessenen amerikanischen Flieger, die Schauflüge ausführen und deren Leben sich nur zwischen Schmieröl und Propeller, Whisky und Lautsprechern abspielt. An einer Stelle schreibt er von ihnen: Sie sind keine Menschen wie wir, sie könnten die Wendemarken nicht so umfliegen, wenn sie Menschenblut und Menschensinne hätten, sie brauchten und wagten es auch nicht, wenn sie Menschenhirne hätten.

Quax, der Bruchpilot. Werdegang eines Flugschülers von Hermann Grote. Verlag Franckh'sche Verlagshandlung, Stuttgart. Preis RM 3.20,

Der Verfasser läßt in vorliegendem lebendig geschriebenem Werkchen das Werden eines Flugzeugführers erleben. Aus dem Bruchpilot wird durch Erfahrung und Formung des eigenen Menschen doch noch ein tüchtiger Flugzeugführer. Man erkennt auch in diesem Buch die Größe eines wirklichen Fluglehrers, wie er sein soll. Nur durch die Umsicht des Lehrers und dessen Verbundenheit mit seinen Schülern wird aus einem scheinbar unbrauchbaren Flugschüler endlich der brauchbare Flugzeugführer. Ein wirklich lesenswertes Buch.

Hals über Kopf. Geschichten vom Fallschirm und was man davon wissen muß, von E. K. Beltzig. Verlag Franckh'sche Verlagshandlung, Stuttgart. Preis RM 3.20.

Ueber Fallschirme sind wirklich belehrende Bücher noch wenig geschrieben. Das vorliegende Werkchen beginnt mit dem Sprung aus der brennenden Maschine eines Jagdstaffelführers im Weltkriege, welcher die Flieger von der Bedeutung des Fallschirmes überzeugte. Nach einer Beschreibung der verschiedenen Fallschirmarten, der Behandlung des Fallschirmes und Schilderungen von verschiedenen Sprüngen und Doppelsprüngen gibt der Verfasser einen Einblick über die Verwendung des Fallschirms bei Fallschirmtrupps, um das Hinterland zu beunruhigen und teilweise zu besetzen. Man bekommt beim Lesen einen Ueberblick über scheinbar Mögliches und Unmögliches.

Verkehrsgeschwindigkeiten in ihrer Entwicklung bis zur Gegenwart. V. Richard Hennig. Verlag Ferd. Encke, Stuttgart, Preis RM 5.—.

Das im Rahmen der Sammlung „Wirtschaftlich-Soziale Weltfragen" als Band 5 erschienene Heft berichtet über das menschliche Sehnen nach Schnelligkeit und über die ständigen Fortschritte auf den einzelnen Gebieten, wie Bodenverkehr, Schiffahrt, Luftfahrt, Post, Telegraphie usw. vom Beginn der Entwicklung an bis zur Gegenwart.

Fluglehre. V. R. v. Mises und K. Hohenemser. Verlag 'Julius Springer, Berlin. Preis geb. RM 14,70, kart. RM 13.50.

Die vorliegende fünfte Ausgabe des bekannten Werkes hat gegenüber den früheren verschiedene Erweiterungen erfahren. So ist das Kapitel über Luftschrauben erweitert worden und ein neues über Drehflügelflugzeuge hinzugekommen. Das Werk setzt keine besonderen mathematischen Kenntnisse voraus. Es wendet sich an Studierende und alle, die sich in das Gebiet der Fliegerei einarbeiten wollen.

Ingenieur für Flugzeugbau

mit mehrjähriger Erfahrung im Gemischt- und Qanzmetallbau, ungekün-digt, Freigabe gesichert, sucht ausbaufähige Position in Büro o 'er Betrieb. Angebote unter 3768 an die Expedition des „Flugsport", Frankfurt-M., erbeten.

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