HAUPTSEITE ]

Zeitschrift Flugsport, Heft 19/1936

Auf dieser Seite finden Sie das komplette Heft 19/1936 der Zeitschrift „Flugsport“ in Textform (vgl. Übersicht). In der von Oskar Ursinus herausgegebenen illustrierten, flugtechnischen Zeitschrift für das gesamte Flugwesen wurde über die Luftfahrt sowie den Luftsport zur damaligen Zeit berichtet. Der gesamte Inhalt steht Ihnen nachstehend kostenlos und barrierefrei zur Verfügung. Beachten Sie bitte, dass es bei der Digitalisierung und Texterkennung zu Textfehlern gekommen ist. Diese Fehler sind in den verfügbaren PDF Dokumenten (Abbild der Originalzeitschrift) natürlich nicht vorhanden.

PDF Dokument

Sie können auch das originale Abbild im PDF Format in hoher Druckqualität gegen Zahlung einer Lizenzgebühr herunterladen. Sie können das PDF Dokument ausdrucken, am Bildschirm komplett mit Abbildungen vergrößern und besser lesen oder in Ihre Publikationen übernehmen. Nutzen Sie bitte vor dem Kauf die kostenlosen Leseproben von Heft 22/1919, Heft 23/1936 und Heft 4/1944, um die Qualität der PDF Dokumente zu prüfen.

 » PDF Download


für das gesamte Flugwesen

Brief-Adr.: Redaktion u. Verlag „Flugsport", Frankfurt a. M., Hindenburg-Platz 8 Bezugspreis f. In- u. Ausland pro K Jahr bei 14täg. Erscheinen RM 4.50

Telef.: 34384 — Telegr.-Adresse: Ursinus — Postscheck-Konto Frankfurt (Main) 7701 Zu beziehen durch alle Buchhandlungen, Postanstalten und Verlag. Der Nachdruck unserer Artikel ist, soweit nicht mit ,,Nachdruck verboten44 versehen, ______ nur mit g e nauer Quellenangabe gestattet._

Nr. 19___16. September 1936_XXVIII. Jahrgang

Die nächste Nummer des „Flugsport" erscheint am 30. September 1936

Nicht auf dem Papier, sondern in der Luft fliegen!

Warum kommen wir in der Entwicklung andersgearteter Flugarten nicht weiter? Sehr einfach, weil zu wenig gebaut und versucht wird. Fortgesetzt erhalten wir Zuschriften „Ich befasse mich seit vielen Jahren intensiv mit dem Problem des Schwingen-, Schwirr-und Schraubenfluges. Ich habe sämtliche verfügbare Literatur durchstudiert. Ich habe eine Menge Artikel in Zeitschriften geschrieben und viele Zuschriften erhalten. Mir fehlt jedoch das Geld, um meine Idee zur Durchführung zu bringen, ferner die Möglichkeit, mit anderen Konstrukteuren zusammenarbeiten zu können." (Hier ist unterlassen worden, zu gestehen, um anderen etwas abzulauschen!) Warum stellen sich alle diese Papiererfinder nicht an die Werkbank, um zu bauen und zu versuchen? Aber dann sagen sie alle, sie hätten kein Geld. Unterdessen schreiben sie langatmige Abhandlungen, sogar mit der Schreibmaschine, und sagen, sie hätten kein Geld. Dann sollen sie ihre Schreibmaschine verkaufen. Die Darmstädter Studenten 1921 und 1922 machten es auch so. Sie verkauften sogar ihre Mäntel. Wer nicht von dem Bau- und Fliegergeiste beseelt ist, gehört nicht in die arbeitende Fliegergemeinde, wie wir es im Segelflug gewöhnt sind. Handfertigkeit ist natürlich Voraussetzung, und Material kann man, wenn man will, immer noch irgendwie zusammenschnorren. Deswegen nehmen wir alle Anträge, wenn sie von Geld reden, nicht ernst.

Selbstverständlich gehört zum Bauen Handfertigkeit und technisches Wissen auf den verschiedensten Gebieten. Wer keine Handfertigkeit besitzt, soll die Finger davon lassen, oder er soll sie sich aneignen. Das ist nun einmal die Vorbedingung, wenn man sich in der Fliegerei praktisch betätigen will. Um diese zu erreichen, müssen sich gleichgesinnte, von echter Kameradschaft beseelte Kräfte zu Gemeinschaftsarbeit, zu Baugruppen zusammenfinden. Hier heißt es zunächst stille, ungestörte Werksarbeit zu leisten. Dabei ist es, Gott sei Dank, in unserem nationalsozialistischen Staat üblich, nicht eher an die Oeffentlichkeit zu treten, bis die Aufgaben restlos gelöst sind, und wenn die einzelnen Gruppen technisch nicht weiterkommen, so finden sie bei uns immer Rat, wie sie weiterkommen können.

Die vorliegende Nummer des „Flugsport" enthält „Mitteilungen des Muskelflug-Institutes" Nr. 1; ferner Patent-Sammlung Nr. 26.

Das Schlimmste ist, wir haben es am eigenen Leibe verspürt, wenn man in der verworrenen, vielfach auf Spezialtheorien beruhenden, alten Literatur über Schwingen-, Schwirr- oder Schraubenflug ein Mittel sucht, um zum Ziele zu gelangen. Wir sprechen selbstverständlich hier von Flugarten, die noch gar nicht erforscht sind. Daß hierzu als Rüstzeug die Kenntnis der heutigen Aerodynamik notwendig ist, ist selbstverständlich. Aber besser ist, man belastet sich nicht mit alten verschrobenen Patent-Theorien, sondern läßt seinen gesunden Menschenverstand arbeiten. Hier heißt es eben immer wieder Bauen und Versuchen. Bauen und Fliegen ist alles!

17. Rhön-Segelflug-Wettbewerb — Ende.

Nach Beendigung der Preisverteilung rollten schlagartig die Gruppen mit ihren Wagen, nicht gerade im Schneckentempo, um vor Dunkelheit noch ziemlich viel zurückzulegen, von der Wasserkuppe ab.

Vom 17. Rhön-Segelflug-Wettbewerb 1936. Luftbild des Fliegerlagers Wasserkuppe mit den neuen Bauten. Links die zahlreichen Transportwagen der am Wettbewerb beteiligten Mannschaften, im Vordergrund der Motor-Landeplatz. Die alten baufälligen Hallen wurden abgerissen. Im Fliegerlager entstand in Verlängerung des „Ursinus-Hauses" das „Groenhoff-tiaus'S in dem Verwaltungs- und Eß-räume untergebracht sind.

Photo Hans Schaller. Freigegeben durch RLM, Nr. 2060

Die im 17. Rhön-Wettbewerb erreichten Streckenflüge über 150 km. Zeichnung Flugsport'*

Jetzt, nach dem Wettbewerb, spürt man überall eine große Befriedigung über den Verlauf des 17. Rhön-Wettbewerbs, und dabei waren die Schwierigkeiten bei der Durchführung der Zielflüge durch die schlechten thermischen Verhältnisse außerordentlich groß, und wenn

Vom 17. Rhön-Segelflug-Wettbewerb. Unten links: Das neue Qroenhoff-Haus, welches an Stelle des Schlafwagens dieses Jahr errichtet wurde. ^Oben: Der Schlafwagen, zur Hälfte wieder aufgebaut, hat seinen Platz weiter nördlich in den Fichten erhalten. Mitte links: Blick aus dem historischen Sitzungsraum des Schlafwagens durch ein Fenster nach Süden. Rechts: Blick auf die Göring-Halle. Rechts unten: Der Reichsluftsportführer Oberst Mahncke überreicht dem siegreichen Späte seine Preise. Photo: „Flugsport"

unsere Segelflieger trotzdem die Aufgaben erfüllt haben, so ist diese Leistung besonders hoch anzuschlagen. Vielleicht war es gut so, daß die thermischen Verhältnisse so schlecht waren, da gerade unter diesen schwierigen Verhältnissen die Anforderungen an das fliegerische Können gezeigt haben, daß die Segelfliegerausbildung auf der Höhe ist.

Der Reichsluftsportführer faßte diese Erkenntnis am Schluß seiner Rede zusammen: „Wenn wir das Werden und den Aufstieg der Segelfliegerei betrachten, dann finden wir, daß die großen Leistungen und Erfolge letzten Endes nur dadurch zustande gekommen sind, daß hohe und immer höhere Ziele gesetzt worden sind. Schwierigkeiten, die unüberwindlich schienen, sind schließlich doch immer wieder überwunden worden".

Ergebnisse des 17. Rhön-Segelflug-Wettbewerbes 1936.

St.-Nr.

B 99 B 100 B 101 B 102 B 103 B 104 B 105 B 106 B 107 B 108 B 109 B 110 B 111 B 112 B 113 B 114 B 115 B 116 B 117 B 118 B 119 B 120

Flugzeug Ostmark Kleimann R. v. Danzig Dependorf HaoBoi Klettermaxe Jupp

Schleisieck

Aachen

Fr. Flick

Unstrulsperber

Thüringen

Chemnitz

Pätzold

Neckargemünd

H. Norkus

Samland

Alsterkind

Kliffadler

Störtebecker

Groenhoff

Tücher

(Sehl Führer Blech Steinig Kuhn Münch Frowein Philipp Haase Röthemere Ahrens Jung Ludwig Treuter Späte Helm Kraft Müller Gnadt Huth Bonitz Rakow Siebert Heidrich

uü von Start 12,37 12,40 12,43 12,46 13,27 13,30 13,33 13,55 13,58 14,10 14,04 14,07 14,18 14,22 14,25 14,28 14,30 14,32 14,35 14,38 14,40 14,42

Seite 438)

Ldg.

14,00

13,45

16,15

14,25

14,10

16,00

14,19

15,00

14,25 14,19 14,55 14,40 15,14 15,20 15,00 15,50 15,02 16,18 17,05 16,00

L.-Ort, Strecke, Höhe, Dauer, Pkt., Bern.

Reulbach

Kuppe

Pferdskopf

Reulbach

Pferdskopf

Königsberg, 16,50, 770, 34,87

Pferdskopf

Sieblos

Kuppe

Westhang

Popptnhausen

Lösselstein

Ostheim, 20,50, 600, 2,37

Reulbach

Lebenhain

Hohenroth, 26,00, 550, 1,12 Sieblos

Munnerst., 34,8, 34,20, Zielfl.

Poppenhausen

Südhang

Kaltensundheim

Poppenhausen

Vom 1/. Rhön-Segelflug-Wettbewerb, Schmidt berichtet dem Staatssekretär General Milch und dem Reichsluftsportführer über seine Flüge. (Photo: Schaller)

St.-Nr.

B 121 B 122 B 123 B 124 B 125 B 126 B 127 B 128 B 129 B 130 B 131 B 132 B 133 B 134 B 135 B 136

Flugzeug Kiebitz Hallertauer Ith 27 Deutschland Nobel

Kommandant

Frankfurt

Martens

Ludwigsburg

Kleinmann

Sperber jun.

Ursinus

Stendal

Jupp

Habicht

Hagele

Führer Miakich Treuberg Kachel Riedel Heinemann Jancke Wilhelm Seele Büchner Steinig Reitsch König Dietrich Haase Opitz Holzbauer

Tages

Start

14,45

14,47

14,50

14,52

15,00

15,02

15,05

15,06

15,11

15,14

15,15

15,18

15,19

15,23

15,30

15,58

Ldg.

16,00

15,10

15,06

16,10

16,19

16,00

16,35 16,40 16,00 16,17 16,15

15,53 16,08

L.-Ort, Strecke, Höhe, Dauer, Pkt., Bern.

Poppenhausen

Brand

Pferdskopf

Bischofsheim

Motorplatz

Sieblos

Südhang

Südhang

Reulbach

Brand

Westhang

Motorplatz

Motorplatz

Motorplatz

Kuppe, Bruch

Motorplatz

Wetterlage: Vormittags 8 Uhr

Temp. Wind

Bewölkung Luftdruck 2

Tagesfaktor: St.-Nr. Flugzeug Ä278 Chemnitz Ä279 Klippeneck A280 Dependorf A281 Stendal Ä282 Groenhoff Ä283 Jupp A284 Zuckerbäcker Ä285 Deutschland A286 Pätzold A287 Neckargemünd A288 Thüringen A289 Vineta Ä290 Eszet A291 Hao«Boi A292 Oeltzschner Ä293 Udet Ä294 Jonny A295 Thilker Ä296 Kamerad Ä297 Aachen Ä298 Hagele A299 Ludwigsburg Ä300 Reinhard A301 Unstrutsperber A302 Kiebitz Ä303 Flick A304 Kommandant A305 Atalante Ä306 Ith 15 A307 Wessig 2 Ä308 Nürnberg Ä309 Streicher A310 Hallertauer A311 Schleisieck A312 M. Hahn A313 Flögel A314 Ursinus A315 P. v. Danzig A316 Chemnitz A317 Sperber jun. A318 Klippeneck A319 Samland Ä320 Frankfurt A321 Martens

8 N4 9

steigend

Bericht Nr.

mittags 14 Uhr 13 N6 1

fallend

11 vom 26. August 1936

nachmittags 17 Uhr 13 Grad

N 5

1

steigend

Führer Start Ldg. L.-Ort, Strecke, Höhe, Dauer, Pkt., Bern

Späte 9,38 10,25 Weltensegler

Haken|os 9,49 10,49 Nordhang

Münch 10,49 11,03 Motorplatz

Dietrich 11,10 11,53 Kuppe

Walther 11,16 12,01 Motorplatz

A. Haase 13,17 15,00 Gramschatz,63,0, 780, 91,2,ZielfL

Mudin 13,21 16,00 Arnstein 57,5, 630, 175,25, ZfL

Riedel 13,33 17,10 Herbolzh., 108,5, 850, 199,55, Zfl.

Helm 13,36 16,45 Rödelsee 88,3, 815, 155,7, ZielfL

Kraft 13,37 17,05 Herbolzh., 108,5, 192,1, Zielfl.

Treuter 13,40 16,11 Würzburg, 78,2, 600, 194,0, Zielfl..

Knoth 13,43 16,11 Würzburg, 78,2, 940, 224,0, Zielfl.

Schmidt 13,50 13,57 Dietges

Frowein 13,52 15,46 Langendf., 42,0, 515, 26,5, Zielfl.

Bräutigam 13,56 17,00 Möckmühl, 138,0, 650, 152,8

Siemers 13,47 14,27 Brand

Sorger 13,55 14,40 Rengersfeld

Heidrich 14,02 17,C0 Oberroden, 97,5, 1350, 210,9, Zielfl.

Tamoschus 14,05 15,00 Unterriedenb.,20,5

Ahrens 14,07 16,00 Radmühl, 42,0, 630, 3,25

Holzbauer 14,12 15,35 Oberbach, 17,0, 570

Büchner 14,14 16,27 Burggrimb. 69,7, 345, 109,0, ZielfL

Steinhoff 14,17 15,55 Roßbach, 33,0, 470

Ludwiq 14,25 15,15 Motorplatz

Miakich 14,27 15,00 Poppenhausen

Jung 14,30 16,00 Langendorf 41,0, 480

Jancke 14,32 15,30 Heubach nicht zurückgemeldet

Schmitt 14,37 17,07 Giebelstadt, 94,2, 720, 282,5, ZielfL

Reukauf 14,39 17,25 Schwarzach 62,0, 780, 62,1

Bartaune 14,41 16,30 Garitz 34,7, 580, 1,9

Döbler 14,43 17,15 Hammelbg., 42,5, 360, 28,0, ZielfL

Croissant 14,46 17,00 Schwennelsb.48,5, 530, 0,67

Treuberg 14,49 15,30 Pferdskopf

Röthemeyer 14,51 14,58 Brand

Heiderich 14,54 15,16 Motorplatz

Ruhnke 14,56 17,20 Gramschatz, 63,0, 610, 82,57, ZielfL

König 14,59 16,15 Ob.*Thulba, 32,0, 520, 0,48, ZielfL

Kuhn 15,02 17,30 Gramschatz, 63,0, 410, 89,0,

Späte 15,03 16,55 Wasserlos., 45,0, 560, 1,42

Reitsch 15,06 15,55 Wasserlos., 45,0, 590, 2,02

Haken jos 15,07 16,55 Wasser los., 45,0, 490

Gnadt 15,12 15,40 Reulbach

Wilhelm 15,13 15,25 Nordholz

Seele 15,15 17,10 Burgsinn, 43,0, 590, 2,25

St.-Nr. Flugzeug A322 Hellkopf A323 Alsterkind Ä324 Groenhoff A325 Tilch II A326 Kleinmann Ä327 Dependorf Ä328 Norkus A329 Störtebecker Ä330 Kliffadler A331 Udet Ä332 M. Hahn A333 Stendal A334 Unstrutsperber

Ludwig

Tages

Wetterlage: Vormittags 8 Uhr Temp. 10 Wind NO 4 Bewölk. 1 Luftdruck steigend Tagesfaktor: 1,2 St.-Nr. Flugzeug Führer

A335 Atalante Schmidt

A336 Klettermaxe Philipp A337 Thüringen Treuter

A338 Hagele Holzbauer

A339 Oberst Reinhardt Steinhoff A340 Unstrutsperber Ludwig A341 R. Oeltzschner A342 H. Norkus A343 Sperber jun. A344 Samland

Führer _ Start Ldg. L.-Ort, Strecke, Höhe, Dauer, Pkt., Bern

Schilling 15,21 16,00 Gersfeld

Huth 15,23 15,45 Motorplatz

Siebert 15,24 16,00 Reulbach

Sauer hier 15,26 16,30 Schlüchtern

Steinig 15,29 16,45 Oellenbach, 41,0, 620, 3,0

Münch 15,30 16,16 Motorplatz

Mundlos 15,40 16,45 Motorplatz

Rackow 14,43 16,18 Motorplatz /

Bonitz 15,53 16,00 Motorplatz

Siemers 15,55 16,15 Südhang

Heiderich 15,58 16,15 Motorplatz

Dietrich 16,01 16,10 Poppenhausen

16,27 16,35 Motorplatz

bericht Ni% 12

A345 Stendal A346 Eszet A347 Groenhoff Ä348 Alsterkind Ä349 Nobel II A350 Groenhoff A351 Hellkopf A352 Frankfurt A353 Martens Ä354 F. Flick A355 Kamerad A356 Aachen A357 W. Thilker A358 Zuckerbäcker Ä359 M. Hahn A360 Ith A361 Tilch A362 Ostmark A363 Kleinmann A364 Jonny A365 Ludwigsburg A366 Chemnitz III A367 Klippeneck A368 Kommandant A369 Störtebecker A370 Ith 27 A371 Kiebitz A372 E. Udet A373 Kliffadler A374 Hao*Boi A375 Deutschland A376 Hackmack A377 Neckargemünd A378 Pätzold A379 Nürnberg A380 H. Flögel A381 Ursinus A382 P. v. Danzig Ä383 Käpt'n A384 Hallertauer

Bräutigam Müller Reitsch Gnadt Garz Schmitt Walther Huth

Heinemann

Siebert

Schilling

Wilhelm

Seele

Jung

Tamoschus

Ahrens

Heidrich

Renner

Heiderich

Reukauf

Sauerbier

Blech

Steinig

Sorger

Büchner

Späte

Hakenjos

Jancke

Rackow

Magersuppe

Miakich

Siemers

Bonitz

Frowein

Riedel

Nein

Kraft

Helm

Döbler

Ruhnke

König

Kuhn

Kachel

Treuberg

mittags 14 Uhr 15

NO 4 1

steigend

Start 9,55 10,00 10,02 10,05 10,07 10,10 10,12 10,15 10,16 10,18 10,20 10,22 10,24 10,26 10,28 10,30 10,32 10,34 10,36 10,38 10,40 10,42 10,45 10,46 10,48 10,50 10,51 10,53 10,54 10,56 10,58 10,59 11,00 11,02 11,04 11,06 11,10 11,12 11,12 11,13 11,15 11,17 11,18 11,20 11,22 11,23 11,25 11,27 11,29 11,30

vom 27, Aug. 1936 nachmittags 17 Uhr 16Grad NO 4 1

steigend

Ldg, 15,45 12,46 15,10

14,50 10,20 15,00 13,15 15,30 17,04 10,35

12,51 15,30 15,45 15,30

11,15 12,00

14,45

11,20 11,30 11,30 11,10 15,20 11,10 15,15 15,25 15,15 13,40

13,40 14,30 12,00 14,30 15,20 11,24 16,15 11,30 16,20 15,45 14,50 14,30 11,45 16,25

L.-Ort, Strecke, Höhe, Dauer, Pkt., B m. Trier, 252,0, Zielfl., 1. Tagespr.

Wiesbaden, 125,0, 830, 223,42 Sippersfeld, 177,0, 870, 240,52 Reulbach Bruch

Offenheim, 164,0, 970, 234,42, ZU. Poppenhausen

O.pSchönbr.,141,5, 630, 95,41

Neuhof, 127,7, 800, 89,55, Zl.a.

Asbach, 145,0, 730, 107,77, ZU.

Münstermaifeld

Dietges

Dietges

Rothenbg., 66,0, 760, 25,50

Bonn, 197,7, 540, 373,5, 2,Tpr.

Bonn, 197,7, 870, 359,76, Zlfl."

Osterspay

Reulbach

Reulbach

Dietges Bruch

Brand

Rommerz, 25,5, 790, 7,25 Poppenhausen

Gaualgesh., 149,2, 740, 125,0, Zl.a.

Reulbach

Sudheim

Reulbach

Reulbach

Sieblos

Mülheim, 172,0, 590, 252,25, Zl.a. Brand

Mannheim, 149,2,1020, 295,92, Zlfl. Mannheim, 149,2, 440, 283,1, Zlfl- -Bechtheim, 145,5, 750, 208,25, Zl.a. Brandobernd., 102,0, 720, 36,5, ZU

Reulbach Wiesbaden, 125,0, Sieblos

Wiesbaden, 125,5, Hirschberg, 142,3, Poppenhausen Diebl. Berg, 175,5, Reulbach Dernbach, 151,5, Wiesbaden, 125,0, Wiesbaden, 125,0, Wiesbaden, 125,0, Brand

Wiesbaden, 125,0,

710, 245,25, Zlfl.

Bruch 590, 242,25, Zlfl. 800, 172,97, Zl.a.

Zl.a.

520, 121,5, Bruch 630, 283,72, Z.V. 780, 303,05, Z.V. 700, 317,0, Z.V.

800, 247,5, Zlfh

St.-Nr, Flugzeug

Führer

Start

Ldg.

L.-Ort, Strecke, Höhe, Dauer, Pkt., Bern.

A385 Prof. Dependorf Münch

11,33

13,30

Hausen, 46,0,

540,

1,0, ZLa.

A386 Wessig

Bartaune

11,36

16,30

Hain, 195,2,

 

165,3

Ä387 Vineta

Knoth

11,40

14,10

Aschaffenb., 81,5,

855,

45,75, ZU.

A3S8 Jupp

Haase

11,55

16,00

Niederhb., 160,0,

710,

221,59, ZLa,

A389 Streicher

Croissant

11,56

   

A390 R. Schleisieck

Röthemeyer

11,59

 

Reulbach

   

Ä391 Frankfurt

Wilhelm

12,25

13,30

Klosterhöfe, 34,0,

700,

6,0, ZLa.

Ä392 F. Flick

Jung

12,40

13,00

Brand

 

A393 Tilker

Heidrich

12,49

16,20

Griesheim, 120,0,

¥20,

221,82, ZlfL

A394 Pätzold

Helm

13,25

13,33

Dietges

 

A395 Kiebitz

Miakich

13,30

13,35

Dietges

   

A396 Unstrutsperber

Ludwig

13,42

14,30

Wallroth, 33,0, Frankfurt, 103,0,

690,

4,27, ZLa.

A397 Ith 15

Reukauf

13,46

17,35

990,

68,62

A398 Tilch

Sauerbier

13,50

16,05

NeuenhaßL, 70,5,1195,

46,0, ZLa.

A399 Ostmark

Blech

13,52

16,57

Rothengrd., 76,0,

905,

78,30,Bruch

A400 Kleinmann

Steinig

13,54

17,17

OffenthaL 103,5,

880,

135,5, ZLa.

A401 M. Hahn

Heiderich

14,00

14,10

Dietges

 

A402 Aachen II

Ahrens

14,08

14,16

Deulsen

   

A403 R. Schleisieck

Röthemeyer

14,14

15,00

Brand

   

A404 Hszet II

Schmitt

14,20

 

Tal

   

A405 Hackmack

Nein

14,28

14,53

Abtsroda

   

A406 Käpt'n

Kachel

14,34

14,43

Dietges

   

A407 F. Flick

Jung

14,40

14,44

Poppenhausen

   

A408 Hellkopf

Schilling

14,44

14,48

Poppenhausen

   

A409 Streicher

Croissant

14,54

15,15

Sickels 21,2

   

A410 Ludwigsburg

Büchner

15,02

15,10

Reulbach

   

A411 Ith 27

Magersuppe

16,00

       

Vom 17. Rhön-Segelflug-Wettbewerb. Oben rechts: Der Reichsluftsportführer Oberst Mahncke verkündet die Ergebnisse des Wettbewerbs und verteilt die Preise. Oben links: Der Reichsluftsportführer im Gespräch mit Ministerialdirektor Fisch (links) und Obergruppenführer von Obernitz. Unten: Hanna Reitsch macht flugklar und steigt ein,. Rechts der Reichsluftsportführer mit seinen Gästen, General Dollmann. Unten rechts: Landrat Dr. Burkhardt, ein verdienstvoller Förderer des

Rhön-Segelflug-Gedankens. Photo: ,,Flugsport"

Tagesfaktor t 1,52 St.-Nr. Flugzeug

A412 Kamerad A413 Chemnitz A414 Klippeneck A415 Sperber jun. A416 Oeltzschner A417 Ob, Reinhardt A418 Hagele A419 Thüringen A420 Kamerad A421 Käpt'n A422 Alsterkind A423 Kiebitz A424 Ith 15 A425 Hallertauer A426 Eszet II A427 Streicher A428 Unstrutsperber A429 Hellkopf A430 M. Hahn A431 Zuckerbäcker A432 Schleisick A433 Vineta A434 Dependorf A435 E, Udet A436 Kommandant A437 Klettermaxe A438 Hao-Boi A439 Kleinmann A440 Jupp A441 Thilker A442 Tilch II A443 Norkus A444 Aachen II A445 Groenhoff A446 Nobel II A447 Jonny A448 Deutschland A449 Hackmack A450 Pätzold A451 Habicht A452 Frankfurt A453 Flögel A454 Ursinus II Ä455 Störtebecker A456 P. v. Danzig A457 Ludwigsburg A458 Flick A459 Merseburg A460 Hagele A461 Atalante A462 Neckargemünd A463 Hallertauer A464 UnstrufSperber A465 Streicher A466 Hao»Boi

Tagesbericht Nr. 13 vom 28. August 1936

143,9, Zielfl. 235,12, Zielfl.

67,6, Zielfl.

21,14, Zielfl.

178,2, Zielfl.

104,17, Zielfl. 13,18, Zielfl. 34,42, Zielfl.

Führer Start Ldg. L.-Ort, Strecke, Höhe, Dauer, Pkt., Ben

Ziskoven 9,55 9,58 Zuckerfeld

Späte 11,45 12,35 Ziegel

Hakenjos 11,48 15,00 Bodenrod, 98,2, 680,

Reitsch 11,51 16,15 Hornaus., 145,5, 750,

Bräutigam 11,55 14,05 Unterschn., 65,0, 800,

Steinhoff 12,03 14,10 Laulerbach,40,5, 710,

Holzbauer 12,05 12,15 Zuckerfeld

Treuter 12,07 14,41 Marburg, 89,2, 620,

Tamoschus 12,10 14,00 Herbstein, 42,8

Kachel 12,12 13,00 Gersfeld

Huth 12,15 14,50 Großenbus.,81,9, 690,

Miakich 12,16 14,00 Ermenrod, 59,2, 560,

Reukauf 12,21 17,20 Obereschb.,95,8, 630,

Treuberg 12,24 12,38 Gersf ld

K. Schmitt 12,26 12,30 Gersfeld

Croissant 12,28 13,00 Gersfeld

Ludwig 12,29 12,44 Gersfeld

Schilling 12,31 12,45 Gersfeld

Heiderich 12,33 12,50 Gersfeld

Mudin 12,35 12,40 Gersfeld

Röthemeyer 12,38 14,10 Storndorf, 51,2, 750, 8,25

Knoth 12,39 13,25 Poppenhausen

Münch 12,41 13,35 Johannesb., 20,0, 6*0, 2,75,Zielfl.

A. Haase 12,42 14,35 Lauterbach,41,0, 370

Jancke 12,45 17,40 Gießen, 87,5,1100, 207,5, Zielfl.

Philipp 12,46 15,00 Gießen, 87,5, 760, 176,8, Zielfl.

Frowein 12,49 12,59 Gersfeld

Steinig 12,50 17,17 Körle, 82,3, 980, 123,0, Zielfl.

Haase 12,52 15,00 Gießen, 87,5, 710, 185,49, Zielfl.

Heidrich 12,57 16,45 Grenzhs,, 161,5,1020, 290,22,Zielfl,

Sauerbier 12,59 16,45 Ob.*Beish., 68,3, 740, 20,0,

Müller 13,00 15,35 Wachenb., 85,0, 720, 111,15, Zielfl.

Ahrens 13,02 13,45 Poppenhausen

Wallher 13,05 17,40 Limburg, 132,0, 730, 130,75

Heinemann 13,08 13,35 Gersfeld

Sorger 13,10 13,30 Poppenhausen

Riedel 13,11 16,00 Butzbach, 89,0, 870, 115,85,Zielfl.

Nein 13,14 13,20 Eube

Helm 13,15 15,15 Hungen, 73,0, 730, 36,67, Z.AV.

Opitz 13,17 15,25 Waldensbg,,54,0, 700, 9,90,Z,*W.

Wilhelm 13,18 15,00 Ulrichstein, 55,0, 830, 12,25,

Ruhnke 13,22 16,26 Gießen, 87,5, 650, 174,37,Zielfl.

König 13,25 16,26 Gießen, 87,5, 750, 186,74, Zielfl.

Rackow 13,28 13,40 Gersfeld

Kuhn 13,29 15,00 Großenlüd.,30,0, 840, 8,5

Büchner 13,30 15,05 Grunzenau,37,2, 440, 9,0, ZielfL

Jung 13,32 14,30 Gersfeld

Stenzel 13,33 13,45 Gersfeld

Holzbauer 13,40 14,55 Fulda

Schmidt 13,52 14,10 Poppenhausen

Kraft 14,18 14,45 Gersfeld

Treuberg 14,29 14,45 Gersfeld

Ludwig 14,89 16,15 Grebenh., 42,0, 810, 6,97

Croissant 15,05 16,15 Steinau, 38,8, 850, 7,87

Frowein 15,55 nicht zurückgemeldet

T a g e s b

Wetterlage: Vormittags 8 Uhr Temperat. 14 Wind 0

Bewölkung 2 Luftdruck steigend

Tagesfaktor: 2

St.-Nr. Flugzeug Führer

A467 Oeltzschner Bräutigam A468 Atalante Schmitt

Ä469 Vineta Knoth

e r i c h t Nr. 14

mittags 14 Uhr 18 W 3 1

fallend

vom 29. August 1936.

nachmittags 17 Uhr 18 Grad W 3 1

fallend

Start Ldg. L.-Ort, Strecke, Höhe, Dauer, Pkt., Bern

10,20 10,30 Vorgelände

10,24 11,00 Brand

11,40 14,42 Würzburg, 78,2, 1080,228,5, Zlfl. a..

St.-Nr. Flugzeug Führer Start

A470 Samland Gnadt 11,46

A471 Jonny Sorger 11,48

A472 Kamerad Tamoschus 11,51

A473 Käpt'n Kachel 11,54

A474 Zuckerbäcker Renner 11,56

A475 Eszet Schmidt 11,58

A476 Wessig Bartaune 12,00

A477 Störlebecker, Rackow 12,04

A478 Kiebitz Miakich 12,06

A479 Flögel Ruhnke 12,09

A480 Ursinus König 12,11

A481 P. v. Danzig Kuhn 12,13

A482 Frankfurt Wilhelm 12,16

A483 Ludwigsburg Büchner 12,18

A484 Hao«Boi Frowein 12,20

A485 Klettermaxe Philipp 12,22

A486 Jupp Haase 12,24

A487 Dependorf Münch 12,26

Ä488 Habicht Opitz 12,29

A489 Norkus Müller 12,30

A490 Kommandant Jancke 12,32

A49( Flick Jung 12,35

A492 M. Hahn Heiderich 12,37

A493 Merseburg Ehred 12,40

A494 Deutschland Riedel 12,42

A495 Neckargemünd Kraft 12,45

A496 Pätzold Helm 12,46

A497 Hackmack Nein 12,50

Ldg. L.-Ort, Strecke, Höhe, Dauer, Pkt., Bern.

12,03 Dietges

13,40 Kauppen

13,15 Bramzell, 18,0, 655,

14,55 Hauelburg, 42,5,

Gersfeld 12,10 Dietges

16.45 Mosbach, 139,0, 1080, 184,78, 13,10 Ritzelshof

Uttrichtshausen 15,49 Sachsenh., 90,0, 995, 164,02, 14,25 Renneck, 50,0, 1030, 13,30, 15,49 Sachsenh., 90,0, 8t0, 178,50, Zielfl. 13,15 Steinau, 39,0, 485, 15,55 Münst.Schz.80,0, 850, 148,75, ZielfL 13,35 Prennich, 21,0, 625, 3,00, 15,10 Würzburg, 78,2, 870,199,57, ZielfL 15,10 Würzburg, 78,2, 840,209,48, ZielfL

12.46 Sieblos

17,00 Würzburg, 78,2, 990, 61,42, 16,40 Prölsdorf, 84,5, 910, 144,22, ZielfL 13,30 Karsbach, 51,0,1120, 19,50, 13,00 Poppenhausen 17,00 Ebelsbach, 77,1, 900, 60,80, 13,25 Gersfeld

17,00 Dudenhof., 91,5, 1230, 168,30, ZielfL 17,00 Götzenh., 102,0, 175,10,

13,00 Poppenhausen

17,00 Giebelstdt., 94,2, 965,258,75, ZielfL Tagespreis 100.— RM

Vom 17. Rhön-Segelflug-Wettbewerb. Die Segelflugzeuge am frühen Morgen am Startplatz. Start erfolgt in der vorher ausgelosten Reihenfolge. Unten: Späte, Chemnitz, startet mit seiner Minimoa. Photo Schaller

St.-Nr. Flugzeug A49S Thilker A499 Hellkopf A500 Martens A501 Stendal A502 Schleisieck A503 Ith 27 A504 Tilch A505 Ostmark A506 Kleinmann A507 Hagele A508 Groenhoff A 509 Chemnitz A510 Samland A511 Unstrutsperber Ä512 Eszet B 139 Chemnitz B 140 Klippeneck B 141 Sperber jun. B 142 Thüringen

Führer Heidrich Schilling Seele Dietrich Röthemeyer Magersuppe Sauerbier Blech Steinig Hachtel Walther Späte Gnadt Ludwig Schmidt Späte Hakenjos Reitsch Treuter

Start 12,57 13,07 13,06 13,09 13,12 13,14 13,16 13,18 13,20 13,28 13,51 13,58 14,20 15,06 15,10 11,52 11,59 12,04 12,17

L-Ort, Strecke, Höhe, Dauer, Pkt., Bern. Dollbach

Speicher, 20,2, 715, 5,25,

Rieneck, 50,0, 930, 10,75, Poppenhausen

Poppenhausen Bruch Gersfeld

Steinau, 30,0, . 735, 5,75, Schmalnau

Bad Soden, 46,0, 580, 2,00, Gersfeld Abtsroda

Gramsch., 63,0, 1070, 98,80, Zielfl.

Schlucht., 33,0, 900, 10,00,

16,50 Heugrumb.57,5, 1050, 78,30, Zielfl. 15,30 Poppenhausen Gersfeld Würzburg, 78,2, Würzburg, 78,2, Giebelst, 94,2,

Ldg. 13,20 14,10 15,10

13,17 14,30 14,40 14,10 15,50 14,15 14,30 16,20 16,40

12,05 15,05 14,45 17,00

B 143 Oberst Reinh. Steinhoff 12,14 16,35 Giebelst.,

B 144 E. Udet B 145 Hallertauer B 146 Streicher B 147 Alsterkind B 148 Nobel B 149 Groenhoff B 150 Ith 15 B 151 Atalante B 152 Oeltzschner B 153 Unstrutsperber

12.21

Gersfeld

935,211,62, 750, 196,43, , 930,258,07, Tagespreis 100.-94,2, 870,270,89, Tagespreis 100.-

Zielfl. Zielfl. Zielfl.

- RM Zielfl.

- RM

12,25 16,15 Würzburg, 78,2, 1210, 157,00, Zielfl.

12,29 12,34 12,38 12,41 12,46 12,50 12,55 12,58

16,00 17,30 16,20

Opferbaum64,0, Schirnsd., 103,0, Haßfurth, 70,0, Altenmünster 15,15 Höchst, 59,5, 15,30 Müdesheim 59,0, 1190, 15,05 Dechheim 63,0, 920, 13,23 Gersfeld

35,10, 940, 197,10, 93,50,

690,

74,47, 98,00, 19,97,

Zielfl Zielfl.

Zielfl. Zielfl.

A. Haase Treuberg Croissant Huth

Heinemann Siebert Reukauf Schmitt Bräutigam Ludwig

Tagespreise vom 30. August:

Umrundung Kreuzberg: Schmidt, Späte, Reitsch Umrundung Milseburg: Philipp, Haase, Kraft Größte Höhe: Steinhoff, Treuter, Hachtel.

Engl. Leichtflugzeug Luton Buzzard.

Der Entwurf dieses kleinen Tiefdeckers stammt vom Capt. Lati-mer-Needham, der als erster Engländer die C für Segelflugzeuge erwarb. Hergestellt wird die Maschine von der Luton Aircraft Ltd., in Barton.

Flügel dreiteilig, Mittelstück fest mit dem Rumpf verbunden. Landeklappen an der Hinterkante. Einholmige Bauweise mit drehsteifer Sperrholznase und leichtem Hilfsholm. Das Mittelstück ist nach der Rumpfoberkante mit je einer Strebe abgestützt.

Rumpf von ovalem Querschnitt, hinter dem Führersitz nach unten gezogen, um Platz für den Druckpropeller zu bekommen. Leitwerk

Englisches Leichtflugzeug „Luton Buzzard". Photo „night"

Luton Buzzard. Rumpfvorderteil, hinter der Luftschraube sieht man die breite Anwerfrolle. Die Motorverkleidung wird bei der endgültigen Ausführung wohl noch eine etwas gefälligere Form erhalten. Photo „Flight"

freitragend, Höhenflosse etwas über dem Rumpf auf die kleine Kielflosse aufgesetzt. Seitenruder mit Ausgleich.

Fahrwerk von 1,5 m Spurweite in zwei Hälften am Flügel befestigt. Die Niederdruckräder sind in Hosen verkleidet.

Triebwerk: Anzani-Zweizylinder 34 PS über dem Flügel. Holzdruckschraube. Auf Wunsch kann auch der Zweizylinder-Zweitakter von Scott „Flying Squirrel" oder ein ähnliches Muster eingebaut werden.

Spannweite 12,2 m, Länge 6,1 m, Höhe 1,68 m, Fläche 13,7 m2, Flügelstreckung 1:10,9, Leergewicht 182 kg, Fluggewicht 70 kg, Höchstgeschwindigkeit 137 km/h, Reisegeschw. 120 km/h, Lande-geschw. 40 km/h, Steiggeschw. am Boden 2,3 m/sec. Preis f 325.

Holländisches Sportflugzeug Scheldemusch.

Die Firma N. V. K. M. „De Scheide" in Vlissingen bringt einen kleinen Sporteinsitzer „Scheidespatz" (Müsch = Spatz) heraus, der in seinem Aufbau mit Druckschraube und vornliegendem Stoßrad neueren amerikanischen Versuchsflugzeugen1) ähnelt.

Entsprechend der Bestimmung für den Privatsportflieger ist auf Züchtung der Leistungen zugunsten kleiner Abmessungen, geringen Gewichtes und sicherer Handhabung verzichtet. Die Geschwindigkeitsleistungen erscheinen etwas gering, was durch den freiliegenden Motor und den Gitterschwanz bedingt ist. Die durchgehende Achse des Fahrwerkes ist wohl nur eine provisorische Lösung. Der Hauptvorzug der Maschine liegt darin, daß sie mit voll angezogenem Höhenruder gestartet werden kann, da sie sich, entsprechend der Anordnung des Fahrwerkes, erst nach Ueberschreiten der Mindestgeschwindigkeit abhebt. Ebenso kann sie ohne Bedenken bei voll gezogenem Höhenruder ohne besonderes Abfangen gelandet werden. Die Arbeitsaufnahme des Fahrwerkes ist auf die hohe Sinkgeschwindigkeit abgestimmt.

*) Siehe Flugsport 1936, S. 71.

Doppeldeckerbauart, verspannt. Flügel aus zwei Brettholmen aus Spruce aufgebaut, Fachwerkrippen. N-Stiele aus Stahlrohr geschweißt,, doppelte Tragkabel, Verspannung nur in einer Ebene. Querruder im Oberflügel, Differentialsteuerung. An der Vorderkante der Oberflügel automatische Schlitzflügel zur Verbesserung der Quersteuerbarkeit Staffelung 25°, V-Stellung oben 3,5°, unten 5,5°. Sehr sorgfältig sind die Anschlüsse der Streben am Flügel ausgebildet, auch die Stellen, an denen die Kabel aus dem Profil heraustreten, sind ausgekleidet.

Rumpf Stahlrohr, geschweißt, stoffbespannt. Führerraum allseitig geschlossen, durch die große aufklappbare Haube leicht zugänglich. Leitwerksträger vier Stahlrohre, zwei vom unteren Rumpfende nach hinten auseinanderlaufend, zwei vom Oberflügel aus etwa parallel. Das Feld zwischen diesen beiden Rohren ist mit Seilen ausgekreuzt.

Leitwerk zwischen den beiden oberen Streben gelagert. Höhenruder geteilt, Seitenleitwerk in der Mitte auf die Höhenflosse aufgesetzt, seitlich verspannt. Sämtliche Steuerseile liegen frei. Aufbau der Flossen und Ruder Holz und Leinwand.

Fahrwerk: Zwei bremsbare Räder hinter dem Schwerpunkt, mit V-Streben nach dem Unterflügel abgestützt, durchgehende Achse. Spurweite 1,5 m. Federweg von Bereifung und Oelstoßdämpfern zusammen 25 cm. Steuerbares Stoßrad unter dem Rumpfbug, Federweg 6 cm.

Triebwerk: Praga B 40 PS2), Zweizylinder-Viertakter, in der senkrechten Rumpfschneide unter dem Oberflügel gelagert. Fallbenzin, Holzdruckschraube.

Spannweite 6,7 m, Länge 5,2 m, Höhe 2,5 m, Fläche 13,2 m2, Leergewicht 200 kg, Fluggewicht 300 kg, Flächenbelastung 23 kg/m2, Höchstgeschwindigkeit 125 km/h, Reisegeschwindigkeit 105 km/h, Landegeschwindigkeit 50 km/h, Steiggeschwindigkeit am Boden 2,5 m/sec, Gipfelhöhe praktisch 3500 m, Reichweite 350 km mit 30 1, Anlauf 100 m, Auslauf 100 m.

2) Siehe Flugsport 1936, S. 56.

SportfTugzeug „Scheldemusch"

W'crkplioto.

Sportflugboot Scheldemeeuw.

Die kleine einsitzige Maschine ist aus dem Landflugzeug „Schelde-musch"*) entstanden. Es gleicht diesem Muster im Aufbau und in den meisten Teilen. Die Anordnung des Leitwerkes erscheint hier durch das Aufsitzen der Kielflosse auf dem Bootsheck zweckmäßiger als beim Landflugzeug.

Die Flügel sind die gleichen wie beim Scheldemusch. An den Unterflügeln sind die kleinen Stützschwimmer direkt befestigt, was bei der ausschließlichen Verwendung in ruhigen Gewässern zulässig sein dürfte. N-Stiele, Drahtauskreuzung, Differentialquerruder im Oberflügel, an der Vorderkante außen automatische Lachmann-Schlitzflügel.

Boot in Sperrholz, Holme und Spante aus Spruce, Boden innen mit aufgesetzten Sperrholzstegen versteift. Leicht gekielt, niedrige Stufe, nach hinten in eine senkrechte Schneide auslaufend. Geräumiger Führersitz mit ausgezeichneter Sicht, allseitig geschlossen.

Leitwerk mit zwei Stahlrohren nach den N-Stielbeschlägen am Oberflügel abgestrebt, Höhenflosse gegen Bootsheck und Kielflosse verspannt. Ebene der beiden Leitwerksstreben ausgekreuzt.

Triebwerk: Präge B 40 PS im Rumpf hinter dem Tragwerk, unter dem Oberflügel, Druckschraube.

Spannweite 6,7 m, Länge 5,3 m, Höhe 2,5 m, Fläche 13,2 m2, Leergewicht 200 kg, Fluggewicht 300 kg, Flächenbelastung 23 kg/m2, Höchstgeschwindigkeit 125 km/h, Reisegeschwindigkeit 105 km/h, Landegeschwindigkeit 50 km/h, Steiggeschwindigkeit am Boden 2,5 m/sec, Gipfelhöhe praktisch 3500 m, Reichweite 350 km, Startstrecke 180 m, Auslauf 100 m.

*) Siehe Flugsport 1936, S. 471.

Sportflugboot .,Scheldemeeuw'1

Werkphoto

Koolhoven F. K. 53 „Junior".

Das neueste Baumuster der Firma Koolhoven ist ein freitragender Reisetiefdecker mit zwei nebeneinanderliegenden Sitzen. Mit der geräumigen Kabine, die durch allseitige Verglasung eine sehr gute Sicht gewährt, paßt sich die Konstruktion den Anforderungen an die Bequemlichkeit der Insassen weitgehend an.

Flügel in Holzbau dreiteilig, das Mittelstück ist vom Rumpf aus hochgezogen und vollständig mit Sperrholz beplankt. Außenflügel zweiholmig, bis zum Hinterholm Sperrholz beplankt.

Rumpf Spruce-gurte mit Sperrholzwänden, zwei bequeme Sessel nebeneinander, Steuerknüppel in der Mitte, Seitenruderhebel doppelt. Haube aus Cellon leicht aufklappbar, hinter den Sitzen Raum für Gepäck. Sicht durch den her-untergezogenenFlügel auch nach hinten unten sehr gut.

Leitwerk freitragend, Holzbau, fest mit dem Rumpf verbunden.

Dreibeinfahrwerk an den Flügelstummeln angeschlossen, Lenkerstrebe nach der Rumpfunterkante. Spurweite 2,5 m.

Triebwerk: Walter Mikron 50 PS, vier hängende Zylinder. Auf Wunsch kann jeder Motor von ähnlicher Leistung und gleichem Ge-

Koolhoven F. K. 53 „Junior".

Werkphoto

wicht eingebaut werden. Lagerung in Stahlrohr. Brennstoffbehälter von 40 1 Inhalt im Flügel.

Spannweite 10,5 m, Länge 7,2 m, Höhe 2 m, Fläche 15,5 m2, Rüstgewicht 275 kg, Fluggewicht 480 kg, Flächenbelastung 31 kg/m2, Leistungsbelastung 8,7 kg/PS, Höchstgeschwindigkeit 150 km/h (55 PS), Reisegeschwindigkeit 125 km/h (40 PS), Landegeschwindigkeit 60 km/h, Steiggeschwindigkeit am Boden 2,5 m/sec, Dienstgipfelhöhe mit 450 kg Fluggewicht 2800 m, Reichweite 375 km, mit einem Insassen und Zusatztank 1320 km, Verbrauch 13 1/h im Reiseflug.

Airspeed-Envoy-Verkehrsbomber.

Die englische Firma Airspeed Limited in Portsmouth hat von der Regierung der Südafrikanischen Union einen Auftrag über 7 zweimotorige Tiefdecker erhalten, die normal als Verkehrsmaschinen Dienst tun und im Bedarfsfalle innerhalb von 4 Stunden in leichte Bomber zu verwandeln sind. Zwei von diesen Maschinen sind inzwischen abgeliefert worden.

Das Baumuster „Envoy", ein freitragender Tiefdecker in Holzbau, haben wir bereits 1934 auf S. 317 f. besprochen. Gegenüber dieser Normalausführung sind an Stelle der Wolseley-Motoren solche von Armstrong-Siddeley, Typ Cheetah IX von je 355 PS verwendet. Auf Wunsch wird die Maschine auch mit zwei Walter Castor II geliefert. Bei der Umstellung auf militärische Verwendung wird die Inneneinrichtung für die sechs Fluggäste bis auf einen Sitz für den Funker entfernt, ein Teil des Rumpfrückens herausgenommen und durch ein Zwischenstück mit einem MG.-Stand ersetzt. Außerdem werden Bombenaufhängevorrichtungen unter dem Rumpf und die dazugehörigen Auslösungen angebracht, sowie ein festes MG. in den Rumpfbug eingebaut.

Das Fahrwerk ist in die Motorengondeln einziehbar, die Räder können auch in eingezogenem Zustand Kräfte aufnehmen und stehen 10 cm aus den Verkleidungen heraus, so daß in Notfällen oder in besonders schwierigem Gelände eine Landung auch bei eingezogenen Rädern möglich ist.

Die Flugleistungen sind durch verschiedene Aenderungen verbessert und passen sich trotz der geringen Motorleistung den heutigen Ansprüchen an. Nachstehend sind einige Zahlen über die Maschine mit Verkehrsausrüstung gegeben, als Bomber sind die Leistungen je nach der Ausrüstung etwas geringer.

Spannweite 15,9 m, Länge 10,5 m, Höhe 2,8 m, Fläche 31,5 m2, Leergewicht ohne Kabineneinrichtung 1840 kg, Fluggewicht 2860 kg, Flächenbelastung 91 kg/m2, Höchstgeschwindigkeit in Gleichdruckhöhe (2200 m) 338 km/h, Reisegeschwindigkeit bei 75% Volleistung 309 km/h, bei 62,5% 280 km/h, Reichweite bei Reiseleistung 1045 km mit normalen Tanks (480 1) bzw. 1610 km mit Zusatztanks (745 1).

Airspeed Envoy. Luftführung: für den Oelkühler. Die Kühlluft tritt auf der Oberseite der Motorverkleidung durch einen Stutzen in den rechteckigen Kühler ein und wird durch den innerhalb des Windabflusses für den Motor liegenden Schacht nach der Flügelhinterkante abgeführt.

Photo: ..Acroplane".

Airspeed Envoy Bomben- und Verkehrsflugzeug. Photo: „Aeropiane".

Steiggeschwindigkeit am Boden 7,3 m/sec, Steigzeit auf 3000 m 7,9 Min., Gipfelhöhe absolut 7300 m, praktisch 6850 m.

Junkers Schnellverkehrsflugzeug Ju 86.

In Ergänzung unseres ausführlichen Berichtes über diesen neuesten Typ der Junkers Flugzeug- und Motorenwerke auf S. 161 bringen wir aus Anlaß des Langstreckenfluges Dessau — Bathurst*) noch einige Einzelheiten.

*) Bekanntlich legte das Flugzeug Ju 86 „Bückeberg" die 5900 km lange Strecke Dessau-Bathurst am 22./23. August ohne Zwischenlandung in 20 Stunden zurück und erreichte am 28. 8., ebenfalls nach einem Nonstopflug, seinen Heimathafen wieder.

Junkers Ju 86. Einbau des linken Motors in die Fläche. Man beachte die äußerst einfache Aufhängung mit nur 6 Streben. Unter dem Motor die Eintrittsöffnung

für die Kühlluft. Werkphoto

Junkers Ju 85. Man erkennt die Anlenkung der Ruder an den Flossen mit Zwischen-laum und die Auslager mit Gegengewichten an allen drei Rudern. Unter dem Rumpf Schutzrohr für die Antenne. Werkphoto

Die Maschine ist bereits im Entwurf auf die Verwendung der Junkers-Dieselmotoren Jumo 205 zugeschnitten, so daß gegenüber älteren Flugzeugmustern, in die nachträglich Schwerölmotoren eingebaut wurden, wesentlich bessere Ergebnisse erzielt werden konnten. Gleichzeitig stellt das Muster durch den endgültigen Uebergang zur Glattblechbauweise, die vorher nur an dem einmotorigen Schnellverkehrsflugzeug Ju 160 und teilweise an den Kurierflugzeugen J 32 und J 47 erprobt worden war, eine Weiterentwicklung der Junkers-metallbauweise dar. Die Aufnahmen zeigen konstruktive Einzelheiten und geben einen guten Einblick in die Durchbildung der verschiedenen Details. Im Gegensatz zu früheren Ausführungen sind die Rohrholme nicht mehr in W-Form angeordnet, sondern senkrecht übereinander gelagert und zu zwei Haupt- und einem Hilfsträger zusammengefaßt. Die Verbindungsstellen des dreiteiligen Flügels weisen die bewährten Kugelverschraubungen mit in die Holmrohre eingenieteten Stahl- bzw. Daralpfaiinen auf. In der Unterseite des Flügels befinden sich große Oeffnungen für den Einbau der Brennstoffbehälter und für die Ueber-wachung der Steuerorgane. Die Verschlußbleche für diese Oeffnungen werden mit selbstsichernden Senkkopfschrauben befestigt. Die Lage-"uiig der als Doppelflügel ausgebildeten Landeklappen und Querruder erfolgt an schmalen Auslegern aus Duralumin mit Kugellagern. Wie

Lunkers Ju 86. Links: Einbau der Brennstofftanks im Flügel, darunter Kühlluft-^chacln' mit Regulierklappen am Austritt. Rechts-. Rumpfinneres. Die drei quer O.u rclilaufenden Rohre stellen die Obergurte der Flügelholme dar. Auf der rechten Seite Durchgang nach vorne zum Führerraum. Werkohoto

man auf dem Flugbild erkennt, sind die Querruder durch Ausleger mit Gegengewichten statisch ausgeglichen.

Das Höhenleitwerk ist als Doppelruder ausgebildet, d. h. das Ruder ist in gewissem Abstand hinter der in eine scharfe Schneide auslaufenden Flosse gelagert. Der Drehpunkt liegt hinter der Vorderkante des Ruders, so daß diese beim Ausschlag über das Profil der Flosse hinausragt. Diese Anordnung der Ruder wurde in der Forschungsanstalt der Firma Junkers eingehend untersucht. Sie vermeidet den scharfen Knick im Leitwerksprofil und die Schwierigkeiten bei der Abdeckung des Spaltes zwischen Flosse und Ruder.

Obwohl das Wellblech bei der Außenhaut wegen der erhöhten Luftreibung verschwunden ist, wird es bei der Innenkonstruktion noch weitgehend verwendet. Die Abbildung des Rumpfinnern zeigt den Wellblechboden und die in der gleichen Weise ausgeführten Zwischen-

Junkers Ju 86. Oben: Linker Flügel von unten, ganz rechts Aussparung für ein Fahrwerksrad, daneben Anschlüsse für den Motoreinbau, links davon Ausschnitt für einen Brennstofftank. Unten: Flügelmittelstück im Montagegerüst. Man erkennt die beiden Rohre des vorderen Hauptträgers, die mit Kugelvcrschraubungen in einen steifen Rahmen aus geschlossenen Stahlblechprofilen eingespannt sind. Die einzelnen Knotenbleche werden durch Anschläge (s. Mitte des Bildes, oben) beim Nieten in ihrer Lage gehalten. Werkphoto

wände. Auch für die Holmstege wird an Stellen mit großen Querkräften Wellblech benutzt.

Die Motoren sind direkt vor der Profilnase in den abnehmbaren Außenteilen des Flügels gelagert. Die geringe Breite der Doppelkolbenbauart ergibt eine verhältnismäßig geringe Beeinflussung der Strömung um den Flügel. Die Befestigung des Motors geschieht durch sechs Streben an vier Punkten des Flügelfachwerkes durch Ueber-wurfmuttern. Die unter den Motoren aufgehängten Kühler sind in einen Schacht eingebaut, dessen freier Querschnitt durch Klappen am Luftaustritt reguliert werden kann.

Langstreckenflugboot Liore et Olivier H 47.

Von den Großflugbooten, die die französische Luftfahrtindustrie im Auftrage der Regierung für den Ausbau des Transozeandienstes entwickelt, Ast vor kurzem der zweite Typ, das Muster LeO H 47 fertiggestellt worden. Das Boot Loire 102, das schon seit einiger Zeit Versuchsflüge ausführt, haben wir bereits auf S. 304 besprochen. Beide Maschinen sind Hochdecker mit vier Motoren in Tandemanordnung und zeigen im wesentlichen den gleichen Aufbau wie die im Dienst befindlichen Baumuster Latecoere 300. Entgegen der bei Landflugzeugen und in USA auch bei Flugbooten bevorzugten Anordnung der vier Motoren nebeneinander verwendet man in Frankreich meist die Tandembauweise, wohl um die Trägheitsmomente um die Längsachse zu verringern und mit kleineren Seitenschwimmern auszukommen.

Das Baumuster LeO H 47 ist ein freitragender Hochdecker mit flüssigkeitsgekühlten Motoren und besteht zum größten Teil aus Duralumin.

Flügel zweiholmig, die beiden Stege bilden zusammen mit der zwischen ihnen liegenden Haut einen festen Kastenträger wie bei der Rohrbachbauweise. Nasen- und Endkästen werden einzeln angehängt, letztere sind mit Stoff bespannt. An der Hinterkante außerhalb der Motorengondeln Landeklappen mit Schlitz. Querruder und Klappen aus Duralumin mit Stoffbespannung.

Rumpf in Schalenbau mit tragender Außenhaut aus Vedal von 1—2,5 mm Dicke. Zwei Stufen hinter dem Schwerpunkt. Das verjüngte Rumpfende ist hochgezogen und geht in das Seitenleitwerk über. Der Flügel sitzt auf einem Hals des Rumpfes und ist auf jeder

Liore et Olivier H47. Großflugboot mit 4 Hispano-Suiza von je 860 PS. Werkphoto

Seite mit zwei ausgekreuzten Streben abgefangen. Im Rumpfbug befindet sich hinter dem Kollisionsraum ein Abteil von 6 m3 für Post und Fracht. Anschließend kommt in der Mitte der Führerraum mit zwei Sitzen nebeneinander, links davon ist das F. T.-Gerät und der Generator untergebracht, während auf der rechten Seite der Motorenwart seinen Platz hat. Er kann über eine Leiter in dem Rumpfhals den Kriechgang im Flügel, der zu den Motoren führt, erreichen. Hinter dem Führerraum in dem Bug des Flügelträgers befindet sich der Raum für den Orter, der von seinem Sitz aus eine sehr gute Sicht hat. Anschließend kommt der Fluggastraum, der bei 4,3 m Länge, 2,5 m Breite und 2,1 m Höhe für die vier Passagiere eine außergewöhnliche Bewegungsfreiheit und alle erdenklichen Bequemlichkeiten bietet. Die Kabine, die auch in vier Einzelabteile unterteilt werden kann, enthält 4 große Lehnsessel, die sich zu Betten einrichten lassen. Reichliche Belüftung und schalldämpfende Wände. Hinter der Fluggastkabine rechts der Waschraum, links die Tür mit Einsteigleiter.

Stützschwimmer etwa in Flügelmitte, Aufbau ähnlich dem des Rumpfes, Beplankung Vedal. Befestigung am Flügel mit. zwei vertikalen Streben und sechs Spanndrähten, die seitlich und nach hinten gerichtete Kräfte aufnehmen. _

Leitwerk verspannt, Höhenflosse aus zwei Holmen (rechteckige Durairohre) aufgebaut, stoffbespannt, Rippen ebenfalls rechteckige Leichtmetallrohre. Höhenruder geteilt. Einfaches Seitenruder mit Innenausgleich, zweiteilig, das mittlere Stück an der Durchdringung der beiden Flossen ist fest.

Triebwerk: 4 Motoren Hispano Suiza von je 860 PS, Kühlung durch Aethylenglykol, in zwei Tandemgondeln im Flügel. Elastisch auf geschweißten Stahlrohrböcken gelagert. Dreiflüglige Verstellschrauben. Kühler für beide Motoren unter dem vorderen. Brennstofftanks im Flügel in der Nähe der Motoren.

Spannweite 31,8 m, Länge 21,18 m, Höhe 7,15 m, Fläche 135 m2, Leergewicht 9400 kg, Fluggewicht 17 900 kg, zahlende Last 1000 kg, Qesamtmotorenleistung 3440 PS, Höchstgeschwindigkeit 350 km/h.

Untersuchungen an verjüngten FHigelwurzeln.

Seit einigen Jahren wird der Ausbildung der Flügel-Rumpf-Ueber-gänge besondere Beachtung geschenkt. Nach älteren Versuchen in Qöttingen über die beste gegenseitige Lage von Flügel und Rumpf wurden von der DVL eingehende Messungen mit verschiedenen Auskleidungen durchgeführt, die später durch die bekannten Arbeiten von Muttray ergänzt worden sind. Allen diesen Untersuchungen liegen Entwürfe von freitragenden Maschinen zu Gründe, deren Flügeltiefe und -dicke an der Wurzel den Größtwert aufweisen. Neuerdings wurden in den Vereinigten Staaten Vergleichsmessungen mit einem Flügel angestellt, der nach Art verschiedener ausländischer Reiseflugzeuge und der letzten Schneider-Pokal-Rennflugzeuge nach dem Rumpf zu verjüngt war.

Entgegen der theoretisch zu erwartenden Auftriebsverminderung und Widerstandsvermehrung infolge der starken Einschnürung zeigte sich eher eine Ueberlegenheit dieser Anordnung im Vergleich zu der normalen Ausführung mit Abrundung. Zur Beobachtung der Strömung wurden Wollfäden an dem Modell angebracht, die bis zu einem Anstellwinkel von 7° ein besseres Anliegen als bei der Normalausführung zeigten. Ueber 7° ergab sich etwas mehr Turbulenz für den verjüngten Flügel.

In Uebereinstimmung mit diesen Ergebnissen wurde bei dem gleichen Winkel ein Abfall des Auftriebes und eine Zunahme des Widerstandes festgestellt. In den Kurven kommt diese Unstetigkeit deutlich zum Ausdruck. Durch Aenderung der Profildicke und der Tiefe an der Wurzel läßt sich diese Erscheinung etwas verschieben, ohne daß sie indessen ganz vermieden werden kann, da an diesem Punkt eine Aenderung der Strömungsverhältnisse eintritt.

Im Verlauf dieser Versuche wurde festgestellt, daß folgende Einzelheiten die Güte des verjüngten Ueberganges beeinflußten: 1. die Rücklage des Flügels gegenüber dem Rumpf, 2. Tiefe und Dicke des Wurzelprofils, 3. Umriß der Vorder- und Hinterkante an der Verjüngung.

Windkanalmodell zur Untersuchung verjüngter Flügelwurzeln. Oben: Ansicht von der Seite, links: von oben, rechts: von unten, unten: von vorn.

0,Z 0,t 0,6 Oß 1JO -4 0 IT S

Untersuchungen an verjüngten Flügelwurzeln. Links: Gleitzahl in Funktion des Anstellwinkels, unten Grundriß der Modelle (1. einfache Zusammenfügung, 2. große Ausrundungsradien, 3. verjüngte Flügelwurzeln mit ausgekleidetem Uebergang). Mitte: Polare der drei Modelle. Rechts: Auftrieb und Widerstand in Abhängigkeit

des Anstellwinkels. Zeichnung „Flugsport"

4 Konstruktion und Anstellwinkel der Streben, die den Flügel, nach dem Rumpf abstützen (in einzelnen Fällen konnte eine gewisse Spaltwirkung festgestellt werden), 5 kleine Ausrundungen am Flügel-Rumpf-Uebergang, 6 Hilfsflügel am Rumpf in der Nähe der Hinterkante des Flügels, um die Zirkulation zu beeinflussen.

Die Versuche geben einige Anhaltspunkte für die Ausbildung guter Flügel-Rumpf-Uebergänge, die sich besonders im Schnellflug der üblichen Ausführung überlegen erweisen. Es ist indessen fraglich, ob bei größeren Flugzeugen, die doch vorzugsweise freitragend ausgeführt werden, die aerodynamische Verbesserung den Mehraufwand an Konstruktions- und Werkstattarbeit rechtfertigt, dagegen lassen sich bei kleinen Baumustern die Leistungen im Schnellflug etwas verbessern.

mm6mm

^smmmmm

f

„Lady Peace" (Typ Vultee-V-la mit überkomprimiertem Cyclone-Motor von ; : max. 1000 PS), mit der die beiden amerik. Flieger Harry Riclimau und Dick „:...........^Merrill -am -2. 9.~»aul dem Floyd Bennett Airport, New York, mit 4200 ] Betriebsstoff an Bord starteten, um nach Croydon zu fliegen. Nach Ueberqueriuig des Atlantik mußten sie bei Llandilo, Süd-Wales, kurz vor Erreichung ihres Zieles

landen. Pi10t0 Weltbild

Scheibenzähler für Brennstoffmessung.

Die Firma Siemens bringt ein Gerät auf den Markt, das ohne Unterbrechung des Durchflusses eine genaue Messung der abfließenden Brennstoffmenge ermöglicht.

Die Meßeinrichtung besteht aus einer Taumelscheibe, die auf Kugelkalotten leicht beweglich in einem Gehäuse gelagert ist und durch den ausströmenden Kraftstoff in Bewegung versetzt wird. Durch eine Zwischenwand in dem Gehäuse, die in einen Ausschnitt der Scheibe eingreift, wird diese an einer Drehung verhindert und kann nur die taumelnde Bewegung ausführen, wobei sie bei jedem Arbeitsspiel eine bestimmte Brennstoffmenge, nämlich den Inhalt der durch sie begrenzten Kammer des Gehäuses durch von ihr selbst gesteuerte Kanäle ein- und auf der anderen Seite wieder austreten läßt.

Die Scheibe ist durch einen Stift auf einer konischen Rolle geführt und treibt ein Zählwerk an, das die durchfließende Flüssigkeitsmenge registriert. Infolge der sehr genauen Passungen beträgt die Fehlertoleranz nur ± l°/o der Meßmenge.

Die Zähler werden mit einer lichten Weite von 16 bis 150 mm geliefert, entsprechend einer Höchstdurchflußmenge von 30 bis 1400 1/min. Sie finden vorzugsweise für Zapfstellen und Tankanlagen im Straßen-, Garagen- und Flugplatzbetrieb, in der Industrie zur Verbrauchsregistrierung von Oelfeuerungen, Dieselanlagen usw. Verwendung.

Siemens-Scheibenzähler für Kraftstoffe. Oben: Ansicht eines Gerätes von 40 mm lichtem Durchgang von außen. Unten: Schnitt durch das Meß- und Zählwerk. Man sieht ganz unten die Taumelscheibe, darüber die Führung auf einer Konuswalze und das Getriebe für die Zeiger.

Werkphotos

Steuerübungsgerät Kronfeld.

Die durch ihre Leichtflugzeuge Drone und Super-Drone bekannte englische Firma B. A. C, die vor kurzem ihre Bezeichnung in Kronfeld Ltd. geändert hat, liefert für Vereine und angehende Privatflieger zur Erleichterung des Schulens einen „motorisierten Wackeltopf", der vor einigen Tagen in Hanworth vorgeführt wurde.

Das Gerät besteht aus einem Zweiradfahrgestell mit einem wasser-

Steuerübungsgerät Kronfeld. Das von der Radachse nach dem Querruder laufende Kabel besteht aus einem Qummiseil und dämpft die Ausschläge des Gerüstes

gekühlten Automobilmotor und einem pendelnd aufgehängten Gerüst, das ein normales Flugzeugleitwerk und zwei große Querruder trägt. Der Schüler sitzt vor dem Schwerpunkt und bedient die Steuerung etwa wie in einem Zögling. Je,nach der Stellung der Gasdrossel kann mit verschiedenen Geschwindigkeiten bis zu 80 km/h gerollt werden. Das Gerüst nimmt die der Stellung der Steuer entsprechende Lage ein und ist vor Beschädigungen beim Uebersteuern durch an den Flügelenden und am Rumpfbug angebrachte Stoßräder geschützt. Der Preis des Gerätes beträgt mit 30-PS-Fordmotor £ 195.

Derartige Uebungseinrichtungen sind bereits vor dem Kriege in Deutschland von Werntgen und auch im Ausland gebaut worden. Eine in Frankreich verwendete Ausführung ist im „Flugsport" 1910, S. 16, beschrieben. Man ist indessen von diesen Geräten wieder abgekommen, da sie die wirklichen Verhältnisse beim Fliegen doch nicht so wiedergeben, wie es erwünscht wäre.

Schwäbischer Burgenflug 1936 wird mit Genehmigung des Reichsluftsport-führers von der Luftsport-Landesgruppe 15 zusammen mit der Stadt Stuttgart in Form eines Sternfluges nach Stuttgart - Bad Cannstatt (Wasen) am 26. 9. 36 durchgeführt. Dieser Flug soll gleichzeitig an die ersten Flüge von Hellmuth Hirth, Hans Vollmöller und Ernst Heinkel während des Schwabenfluges vor 25 Jahren im September 1911 erinnern. Der anschließende Wettbewerb für Klasse A 2 - Maschinen am 27. 9. ist ein Geschicklichkeitsflug mit einfachen Orteraufgaben, besetzt mit 2 Personen, Flugstrecke 400 km mit 2 Zwischenlandungen, wobei die anzufliegenden Burgen und Schlösser in der Linksrunde in solcher Höhe zu umrunden sind, daß die Hoheitsabzeichen der Flugzeuge von den dort befindlichen Beurkun-dern festgestellt werden können. Mindesthöhe 100 m über Grund. Teilnehmerzahl auf 60 beschränkt. Anfragen sind an die Ortsgruppe Stuttgart des DLV., Stuttgart, Rosenbergstr. 1, zu richten.

Einstellung von Freiwilligen in die Luftwaffe im Frühjahr 1937. Das Reichsluftfahrtministerium gibt bekannt:

1. Im Frühjahr 1937 werden bei der Fliegertruppe und Luftnachrichtentruppe Freiwillige eingestellt. Bewerber können sich schon jetzt melden, und zwar bei jedem Truppenteil der Fliegertruppe und der Nachrichtentruppe. Auskunft über die sonstigen Bedingungen für den Eintritt als Freiwilliger in die Luftwaffe und über den vorher abzuleistenden Arbeitsdienst erteilen die Truppenteile der Fliegertruppe und Luftnachrichtentruppe, die Wehrbezirkskommandos und die

nach der Seite.

Photo: Flieht"

UNDSCHftl

Inland.

Wehrmeldeämter. Sie werden außerdem in der Tagespresse und im Rundfunk wiederholt bekanntgegeben.

2. Bei der Flakartillerie und beim Regiment General Göring werden im Frühjahr 1937 keine Freiwilligen eingestellt.

3. Der Zeitpunkt für die Meldungen von Freiwilligen für die Herbsteinstellungen bei der Fliegertruppe, Flakartillerie, Luftnachrichtentruppe und Regiment General Göring wird im Laufe des Monats September durch Presse und Rundfunk bekanntgegeben.

4. Einstellungsanträge bei anderen militärischen oder staatlichen Dienststellen sind zwecklos. Sie verzögern nur die Bearbeitung zum Nachteil des Bewerbers.

Sternilug nach Chemnitz veranstaltet mit Genehmigung des Reichsluftsport-führers die Luftsport-Landesgruppe 7 am 19. 9. 1936 anläßlich der Eröffnung der Sportfliegerschule Chemnitz. Der Sternflug wird im Rahmen eines nationalen Flugwettbewerbes durchgeführt und endet auf dem Flughafen Chemnitz. Der Wettbewerb ist offen für zugelassene Flugzeuge der Klasse A 2. Bewerber können deutsche Flugzeugführer und -führerinnen sein, die einer Gliederung der Reichs-luftsportführung oder dem Aero-Club von Deutschland augehören. Der Wettbewerb beginnt am Sonnabend, dem 19. 9. 36, der Start hat in der Zeit von 8 bis 8.30 Uhr zu erfolgen. Die Bewerber müssen am Sonnabend, dem 19. 9., in der Zeit von 13 bis 14 Uhr auf dem Flugplatz Chemnitz gelandet sein.

Grünauer Schulbetrieb erreichte in einem jetzt beendeten Kursus die besten Leistungen dieses Jahres in bezug auf Flugdauer. Von den 32 Teilnehmern wurden in 2 Wochen insgesamt 280 Stunden geflogen.

Deruluft verfrachtete 1. Sept. 255 000 Zitrcnen- und Orangenbäumchen, kleine Schößlinge in besonderer Flugverpackung, von Hamburg nach Moskau, welche von Nordamerika im Schiffskühlraum nach Hamburg gebracht worden waren.

Bücker „Jungmeister", im Besitz des rumänischen Kunstfliegers Papana, nimmt an den Air Races in Los Angeles teil. Die Maschine wurde am 16. 8. mit dem Luftschiff „Hindenburg" nach Amerika befördert.

Lehrlingsabteilung Flugzeugwerk Halle G. m. b» Ii. wurde wahrerd des diesjährigen Urlaubs geschlossen zur Anfangsschulung in die Segelfliegerschule 1 Wallenstedt (Harz) entsandt. Ein Drittel der Jungens erwarb das A-Abzeichen.

Ein Bücker-Jungmeister wird im Luftschiff „Hindenburg" verstaut.

Werkphoto

Die Ausbildung im Segelflug ist von dem Flugzeugwerk Halle in das Programm der Lehrlingsausbildung aufgenommen worden. Das Werk hat jetzt ein Uebungs-fmgzeug Grünau 9 zur Verfügung gestellt, damit die Lehrlinge in ihrer Freizeit

DLH-Nordatlantikpostflug wurde am 10. 9. von der Do-18 „Zephir" (2 Motoren Jumo 205) durchgeführt. Der Start erfolgte bei Fayal (Azoren) von dem Flugstützpunkt „Schwaben", die Landung im New Yorker Hafen. Die Strecke von 4000 km wurde in 22 Std. 12 Min. zurückgelegt. Die Besatzung bestand aus Dir. Freiherr v. Gablenz, Kapitän Blankenburg, Funker Ehlberg und Maschinist Eger. Damit ist der erste Postflug in Ost-West-Richtung auf der im Brennpunkt des Interesses verschiedener Staaten liegenden Nordatlantikstrecke erfolgreich durchgeführt.

Azoren—Bermudas—New York flog am 11. und 13. 9. das zweite Versuchsflugboot der DLH, die Do 18 „Aeolus", mit der Besatzung Freiherr v. Budden-brock, Flugkapitän Engel, Funker Stein und Maschinist Groschwitz. Die 3500 km lange Strecke Azoren—Bermudas wurde in 18 Std. 15 Min. bewältigt.

Muskelkraftflugzeug der Konstrukteure Haeßler und Villinger mit C-Flieger Hofmann am Steuer erreichte am 31. 8. in Frankfurt Flugstrecken von 320 und 390 m, die Zeit vom Ausklinken des Gummiseils bis zur ersten Berührung des Bodens betrug 28 bzw. 34,2 Sek. Der Start erfolgte bei 7—9 m/Sek. Gegenwind mit Startschiene und Gummiseil, das von Hilfsmannschaften ausgezogen und an einem Erdanker eingehängt wurde. Da die Bedingungen des Preisausschreibens der Polytechnischen Gesellschaft nicht erfüllt wurden, ist der Wettbewerb um ein weiteres Jahr verlängert worden.

Lilienthal-Gesellschaft für Luftfahrtforschung Hauptversammlung 13. 10. 36 Berlin, 14. 10. 36 Göttingen und Dessau.

Deutsche Gesellschaft für Photogrammetrie Hauptversammlung 2. u. 3. 10. 36

Berlin, Haus der Flieger, Prinz-Albrecht-Straße 5. Teilnehmerkarten bei Direktor Geßner, Hansa Luftbild G.m.b.H., Berlin SW 29, Flughafen.

Flugzeugausstellung New York im Januar 1937 geplant.

Henschel-Flugmotoren G. mB b. H. in Kassel mit einem Aktienkapital von RM 20 000 gegründet.

Deutsch-jugoslawisches Luftfahrtabkommen ist am 5. 9. von Ministerpräsident Stojadinowitsch und dem deutschen Gesandten in Belgrad, von Heeren, unterzeichnet worden. Die Errichtung einer ständigen Luftfahrtlinie zwischen Berlin und Belgrad ist vorgesehen.

Burnelli-Lizenz nach England vergeben. Die erste Maschine, eine UB-14 (Typenbeschreibung s. „Flugsport" 1935, S. 584), soll in 6 Monaten fertig sein und wird von der Scottish Aircraft and Engineering Co., Ltd. in einem Werk in Willesden bei London gebaut.

Bristol-Höhenflugzeug im Versuch. Motor: Bristol-Pegasus mit Vorverdichter, der mit zwei Uebersetzungsverhältnissen betrieben werden kann. In etwa 5000 m Höhe wird der Kompressor auf höhere Drehzahl umgeschaltet, so daß die Gleichdruckhöhe vergrößert werden kann. Angeblich soll mit dieser Maschine der Höhenrekord für England zurückgeholt werden.

Oxford-Neufundland flog Mrs. Markham am 4.15: 9. Die 4500 km lange Strecke wurde in 25 Std. zurückgelegt, entsprechend einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 195 km/h. Die Landung erfolgte vorzeitig wegen Brennstoffmangel, wobei die Maschine beschädigt wurde.

Rundfunkempfangsgerät mit Lautsprecher wurde in England in eine Hörnet Moth eingebaut. Ein gutes Zeichen für die Schalldämpfung der Kabine,

weiter schulen können. Bei der Lehrlingsausbildung wird es für nötig gehalten, auch im Fliegen ausgebildet zu werden, damit die Lehrlinge später als Facharbeiter, an welche außerordentlich hohe Aufgaben gestellt werden, alles besser verstehen.

Was gibt es sonst Neues?

Ausland.

Capt. Needham, der auch in Deutschland bekannte engl. Segelflieger, seit 7. 9. 36 Chefkonstrukteur bei Luton Aircraft Ltd. (Phoenix Works).

Menasco-Flugmotoren werden von Phillips and Powis in England in Lizenz gebaut.

Pou-du-ciel in England. Bis jetzt wurden 97 Maschinen gebaut, Flugerlaubnis wurde 69 Personen erteilt.

British Bleriot Aircraft Ltd. für den Bau von Landflugzeugem Flugbooten und Amphibien geplant.

Zweistufige Vorverdichter, Versuche bei Bristol und Armstrong-Siddeley im Gange.

Engl. Segelflugwettbewerb in Bradwell Edge, Derbyshire, weist eine Beteiligung von 25 Maschinen mit über 60 Piloten auf. Am 5. 9., dem ersten Tag des eine Woche dauernden Wettbewerbes, konnte eine große Anzahl reine Thermikflüge gezeigt werden. Die größte Strecke betrug 77 km, der längste Flug dauerte 5 Std. 46 Min. Die Gesamtflugzeit während des Wettbewerbes belief sich auf 150 Std. In der Gruppenwertung wurden Slater-Smith mit 19 Std. 6 Min. Sieger.

New York - Paris - Erinnerungsflug soll auf Anregung des französischen Luftfahrtministers am 21. Mai 1937 anläßlich des 10. Jahrestages der ersten Ozean-überquerung durch Lindbergh stattfinden.

Piquerez-Pokal-Flugzeugrennen wurde am 22. 8. bei Cannes ausgetragen. Das über eine Strecke von 180 km führende Handikaprennen wurde von Valette auf Klemm gewonnen.

Lausanne, neuer Verkehrsflughafen projektiert.

400 OOO-Fr.-Preis für die Ueberbietung des Weltrekords über 5000 km vom französischen Luftfahrtminister ausgesetzt. Augenblicklich wird die Bestleistung von einer Douglas DC. 2 mit 272 km/h gehalten.

Dewoitine-Jagdflugzeug mit Maschinenkanone vom Air Ministry angekauft.

Leistungsabzeichen erhielt E. Spire vom Club Olympique de Billancourt für 99 km Strecke, 1300 m Startüberhöhung und 5 Std. 10 Min. Dauer. Die Bedingungen wurden innerhalb von zwei Tagen erfüllt.

Lorraine-Petrel-Motor wird neuerdings mit zwei gegenläufigen Luftschraubennaben geliefert. Eine Schraube sitzt direkt auf der Kurbelwelle, während die andere über ein Umlaufgetriebe im entgegengesetzten Sinne angetrieben wird.

Paris, Wasserflughafen auf dem Plateau von St. Cyr geplant. Es soll ein künstlicher See neben einem großen Landeplatz angelegt werden, der den Ausgangspunkt für den zukünftigen Transozeanverkehr bilden wird.

Breguet will angeblich Shortflugboote in Lizenz bauen.

Brennstoffeinspritzung bei Zündermotoren wurde in Finnland von der Ares Motorengesellschaft an einem englischen Cirrus-Flugmotor versucht. Das Verfahren hat sich an Bootsmotoren bewährt und beruht auf der Erzeugung eines besonderen Wirbels durch einen zwischen Zylinderkopf und Laufbüchse liegenden Ring.

Flughafen Den Haag-Ypenburg wurde am 29'. 8. eröffnet. Bei den Vorführungen fand das Baumuster KL 35 der Leichtflugzeugbau Klemm G. m. b. H.-Böb-lingen mit Kalkstein durch die sauberen Kunstflugfiguren mit einem Motor von nur 80 PS besonderen Anklang.

Tipsy-Leichtflugzeug wird in Südafrika in Lizenz gebaut. Ausführliche Beschreibung des kleinen Einsitzers, der einen sehr sauberen Eindruck macht, siehe „Flugsport" 1936, S. 301.

Lettland bestellte in England 13 Jagdeinsitzer vom Typ Gloster Gladiator.

USSR-Luftfahrtindustrie besteht aus 17 Flugzeug- und 10 Motorenfirmen, die alle mehr als 700 km von der Landesgrenze entfernt sind, sowie einer Anzahl von Zubehörlieferanten. Das größte Werk befindet sich in Tula, wohin die Industrie aus dem Gebiet um Leningrad verlegt wurde. Die wichtigsten Werke, deren Leistung auf 5000 Flugzeuge pro Jahr gebracht werden soll, befinden sich in Charkow, Moskau, Gorki, Taganrog, Nishni-Nowgoxod und Tula.

USSR-Flugzeugwerk Nishni-Nowgorod liefert nach französischen Meldungen jeden Tag fünf Jagdeinsitzer.

Kabinenkühlung für Verkehrsflugzeuge vor dem Start wird in USA. durchgeführt. Um die in der Maschine befindliche warme Luft zu verdrängen, wird kurz vor dem Abflug gereinigte, mit Kalziumchlorid gekühlte Luft zugeführt. Der Transportwagen für die Kühlanlage kann im Winter für ein Heizungssystem benutzt werden, das die Kabine anwärmt, ehe die Motoren angelassen werden.

Anker für Wasserflugzeuge wurden von Northrop in Zusammenarbeit mit Pan American Airways untersucht. Die besten Ergebnisse zeigte der Northill-Anker, bei dem die größte horizontale Zugkraft gleich dem 60fachen Gewicht war. Normale Ausführungen zeigten ein Verhältnis von 1 : 15.

Stearman-Hammond Aircraft Corporation, San Francisco, wurde für den Serienbau des Druckschrauben-Tiefdeckers Hammond Y (Typenbeschreibung siehe „Flugsport" 1936, S. 71), der im Rahmen des Vidal-Planes zur Schaffung billiger, sicherer Flugzeuge entwickelt worden ist, gegründet. . .

6. Reichswettbewerb für Motorflugmodelle auf dem Flugplatz Borkenberge,

19. und 20. Sept., veranstaltet vom Reichsluftsportführer.

Sonnabend, 19. Sept., 11 Uhr, wird Major Huber von der Reichsluftsport-führung den Wettbewerb eröffnen. Anschließend beginnt der Mannschaftswettbewerb, an welchem nur Jungflieger teilnahmeberechtigt sind. Jede Luitsport-Landesgruppe stellt für den Mannschaftswettbewerb eine Mannschaft von je 5 Jungfliegern aus der Hitler-Jugend und dem Deutschen Jungvolk, welche mit gleichartigen Modellen anzutreten haben. Jeder Flug eines Modelles über 20 Sek. und 150 m Strecke wird nach Zeit und Strecke gewertet.

Sonntag, 20. Sept., wird der Einzelleistungswettbewerb in 4 verschiedenen Klassen ausgetragen.

Klasse A: Nur Jungflieger mit vom Reichsluftsportführer anerkannten Bau-plan-Motorflugmodellen.

Klasse B: Jungflieger und DLV.-Männer mit selbstentworfenen Normal-Motorflugmodellen sowie neuartigen Motorflugmodellen, z. B. Enten-, Tandem-, Augiro-, Schwingenflugmodelle usw.

Klasse C: Jungflieger und DLV.-Männer mit großen Flugzeugtypen nachgebauten Flugzeugmodellen z. B. Ju 52, Heinkel He 70 usw.

Klasse D: Nur DLV.-Männer mit Flugmodellen, die mit Verbrennungsmotoren ausgerüstet sind.

Annähernd 400 Flugmodelle, hergestellt aus deutschen Werkstoffen, werden an den Start gehen. Von 14.30 Uhr ab wird die Luftsport-Landesgruppe 10 Paderborn ein besonderes Flugprogramm durchführen und zwar: Winden- und Flug-zeugschlepp-Vorführungen, Geschicklichkeitsprüfungen im Segelflug und Kunst-und Formationsflüge von Motorsportflugzeugen. Anschließend Siegerverkündung und Preisverteilung im Modell-Wettbewerb durch den Reichsluftsportführer.

Segelmodellwettfliegen in Mitteldeutschland. Am 24. 8. veranstaltete die Flieger-Ortsgruppe Kothen einen Modellwettbewerb, in dem die Fliegerjugend in zwei Klassen (unter und über 15 J.) um den Titel „Segelflugmcdellnr:ister von Kothen 1936" und mehrere von der Zeitung „Der Mitteldeutsche" ausgesetzte Preise kämpfte. Die Leistungen waren trotz des bockigen Wetters recht gut. Das Modell des Siegers Böhlmann bekam Thermikanschluß und erreichte eine Flugstrecke von 6 km, eine für das Flachland ausgezeichnete Leistung,

Oberflächenrauhigkeit an Flügeln kann je nach der Reynoldsschen Zahl verschieden sein. Die Grenze der Unebenheiten, die gerade noch einen meßbaren Einfluß auf die Strömung ausüben, liegt etwa bei h = Al^1—Züi wobei h die

v • 7h

Größe der Erhebungen in mm, v die Geschwindigkeit in m/Sek. und yo bzw. 7h die Luftdichte am Boden und in Flughöhe darstellt. Mit zunehmender Geschwindigkeit sind also an die Oberflächengüte höhere Anforderungen zu stellen. Die Erklärung für diese Erscheinung ist darin zu suchen, daß die Dicke der laminaren Grenzschicht mit zunehmender Geschwindigkeit abnimmt, so daß die Unebenheiten durch diese Schicht hindurchragen und die Turbulenz des äußeren Teiles der Grenzschicht erhöhen. Beispiel: Die zulässige Rauhigkeit eines Flügels für ein Schnellverkehrsflugzeug mit 400 km/h Höchstgeschwindigkeit beträgt beim Flug in Bodennähe 0,013 mm, bei einer extrem langsamen Maschine, etwa einem Muskelkraftflugzeug mit 40 km/h, liegt sie bei 0,13 mm.