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Zeitschrift Flugsport, Heft 21/1934

Auf dieser Seite finden Sie das komplette Heft 21/1934 der Zeitschrift „Flugsport“ in Textform (vgl. Übersicht). In der von Oskar Ursinus herausgegebenen illustrierten, flugtechnischen Zeitschrift für das gesamte Flugwesen wurde über die Luftfahrt sowie den Luftsport zur damaligen Zeit berichtet. Der gesamte Inhalt steht Ihnen nachstehend kostenlos und barrierefrei zur Verfügung. Beachten Sie bitte, dass es bei der Digitalisierung und Texterkennung zu Textfehlern gekommen ist. Diese Fehler sind in den verfügbaren PDF Dokumenten (Abbild der Originalzeitschrift) natürlich nicht vorhanden.

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Illustrierte technische Zeitschrift und Anzeiger für das gesamte Flugwesen

Brief-Adr.: Redaktion u. Verlag „F 1 u g s p o r t", Frankfurt a. M., Bahnhofsplatz 8 Bezugspreis f. In- u. Ausland pro K Jahr bei 14täg. Erscheinen RM 4.50 frei Haus.

Telef.: Senckenberg 34384 — Telegr.-Adresse: Ursinus — Postscheck-Konto Frankfurt (Main) 7701 Zu beziehen durch alle Buchhandlungen, Postanstalten und Verlag. Der Nachdruck unserer Artikel ist, soweit nicht mit „Nachdruck verboten" versehen, _'__nur mit genauer Quellenangabe gestattet.

Nr. 21__17, Oktober 1934 XXVI. Jahrgang

Die nächste Nummer des „Flugsport" erscheint am 31. Okt. 1934

Der Fohrer bei den Segelfliegern.

Der Führer, welcher am 22. September plötzlich auf dem Flugplatz Oberwiesenfeld bei München landete, besichtigte mit großem Interesse die dort zufällig aufgestellten neuesten Segelflugzeugtypen Fafnir II und Motorsegler, welche er sich eingehend erklären ließ. Rechts: Der neue Motorsegler des DFS.

London-Melbourne-Rennen.

(Start 20. Oktober.)

Auf dem neuen Flugplatz Mildenhall ist bereits seit Ende voriger Woche Großbetrieb. Der Treffpunkt und die Begrüßung war ein Diner am 12. im Royal Aero Club im Grosvenor House.

Es sprachen Lord Goreil, der Präsident des Royal Aero Club^ Mr. Stanley Bruce, der Vertreter Australiens, Fürst Bismarck, der deutsche Geschäftsträger, und Colonel Roscoe Turner für die teilnehmenden Flieger. Turner sagte unter anderem in seiner Rede: „Das Schwierigste war bisher die Beschaffung der nötigen Ausweise für das Ueberfliegen der verschiedenen Länder''.

Ueberau in London sah man bekannte Gesichter aus der internationalen Fliegerei. Hieraus geht schon hervor, daß man diesem Rennen besondere Bedeutung beilegt. Bereits auf den Straßen in der Richtung Mildenhall merkte man an dem starken Kraftwagenverkehr, daß etwas Außergewöhnliches los war. Die Hotels in den kleinen Ortschaften um Mildenhall sind ausverkauft.

Auf dem Flugplatz herrscht Großbetrieb. Schon von weitem erkennt man die bekannten Hochgeschwindigkeitstypen, und in der Nähe sieht man, daß an diesen doch allerhand geändert ist. Die technischen Abnahmekommissionen arbeiten sehr gewissenhaft. Der 14. war letzter Eintreff-Termin.

Wolf Hirth, der einzige deutsche Teilnehmer am Rennen, mußte leider im letzten Moment absagen.

Von den 65 gemeldeten Teilnehmern sind nur 25 eingetroffen. Die Anforderungen, welche der Flug an Menschen und Maschinen stellt, sind eben außerordentlich hoch.

Ueber den Verlauf des Starts werden wir in der nächsten Nummer des „Flugsport" berichten.

ALLAHABAD

\LCUTTA (j

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BANGKOK

I N D I A N 0 C EAN

Strecke des international. MacRobertson-Rennens.

Mildenhall—Marseille — Rom —1 Athen — Aleppo — Bagdad 4050 km, Bagdad—Bushire—Jask—Kamera—Jodhpur—Allahabad 3680 km, Allahabad— Kalkutta—Rangoon—Bangkok—Alor Star — Singa-pore 3560 km, Singapore—Batavia—Rambang— Koepang—Darwin 3350 km, Darwin—Newcastle Waters—Cloncurry—Charleville 2220 km, Charle-ville—Narromine—Melbourne 1260 km, zusammen 18120 km.

£2

AUSTRALIA B

CHARLEVILLE1

NARRO0

MELBOURN

De Havilland „Comet". Australienflug.

Der De Havilland „Comet" Tiefdecker mit 2 Qipsy - Motoren wurde besonders für das McRplpertsqn-Rennen gebaut. Gemeldet sind drei Maschinen von Mr. & Mf^.J. A. Mollison, Mr. A. 0. Edwards und Mr. Bernard Rubin. "*K>j ' >

Der durchgehende Flügel aus einem, Stück, nach den Enden sich stark verjüngend, mit geringer ProfilhÖhef .^^>j^i Holzkonstruktion; drei Kastenholme vollständig mit Sperrholz bedeckt, bei denen in der Hauptsache die kreuzweise aufgebrachte Behäuturig die Kräfte aufzunehmen hat. An besonders stark beanspruchten Stellen ist die Be-häutung drei- bis vierfach aufgelegt, so daß die Haut an der am stärksten beanspruchten Stelle 15 mm beträgt und sich nach den Spitzen auf 4 mm verjüngt. Größte Flügeltiefe an der Flügelwuj-zel, einschließlich der Luftabführung am Rumpf 2,75 m. Die Beanspruchung an dieser Stelle ist durch das Gewicht der sehr weit nach vorn gebauten Motoren an dieser Stelle besonders groß. An der Unterseite des Flügels eine durchgehende Landeklappe.

Rumpf Holzkonstruktion, vorn und hinten ovaler Querschnitt, in der Mitte nur oben oval, unten rechteckig. Einzelteile der Beplankung sind abnehmbar, um die Betriebstoffbehälter und die Steuerung kontrollieren zu können. Die fast geraden Teile der Seitenwände des Rumpfes, Längsholme mit Streben, sind mit Sperrholz beplankt und bilden im wesentlichen den tragenden Teil. Gewölbte Behäutung sowie Hohlkehlen werden aus kreuzweiser doppelter Sprucebeplankung gebildet. Rumpfnase und Schwanzverkleidung an den Uebergängen zu den Leitwerksorganen aus getriebenem Elektron. Führerraum mit zwei hintereinander liegenden Sitzen hinter den Flügeln.

Photo ,, The Aeriopl'aiie" De Havilland „Comet'\ Typ Australienflug.

Drei Betriebsstoffbehälter, einer im Auftriebsmittel vor dem Führersitz 500 1, einer in der Nase des Rumpfes 580 1, welche beide elastisch zum Schutz gegen Vibration gelagert sind. Ein dritter Behälter von 90 1 liegt hinter dem Führersitz.

Seitenruder Massenausgleich. (Man sieht in der obenstehenden Abb, an dem Ausgleichstück des Seitenruders nach vorn verlängert das Ausgleichgewicht.) Betätigung des Seitenruders Differentialsteuerung mit Entlastungsfeder.

Rechts vom Führersitz Handrad mit Kurbel (Schneckengetriebeübersetzung) zum Hochziehen des Fahrwerks. Links Hebel zur Betätigung der Bremsklappen.

Die Räder sind gabelförmig zwischen zwei pneumatischen Federbeinen gelagert und werden mit der Verkleidung in die Verkleidung hinter die Motoren eingeklappt. Die Hochzieheinrichtung ist so konstruiert, daß selbst bei halb herabgelassenem Fahrwerk noch eine Landung möglich ist.

Einzelheiten der Streben und Glieder in herabgelassenem und hochgezogenem Fahrwerk erläutert die untenstehende Abbildung.

Eingebaut sind besondere Qipsy-Rennmotoren mit verändertem Zylinderkopf und Kolben. Auch ist die Form etwas geändert, so daß

„The Aeropla-ne"

Hochziehbares Fahrwerk des De Havilland „Comet".

der Stirnwiderstand verringert ist. Kompressionsverhältnis 6,5 : 1 statt 5,25 : 1. Auch soll der Motor ökonomischer arbeiten. Durch Veränderung des Hubes mußte eine neue Kurbelwelle eingebaut werden. Hamilton-Verstellpropeller. Drehzahl max. 2350. Leistung auf der Bremse bei 2400 U. 224 PS. Leistung in 3000 m Höhe bei 2250 U. voll gedrosselt 160 PS, Sparflug. Betriebstoff verbrauch 218 g/PS/h.

Spannweite 13,3 m, Länge 8,75 m, Höhe 2,7 m, Flügelinhalt 19,5 m2, Gesamtgewicht 2370 kg. Das Leergewicht scheint demnach, wenn man nach dem Fassungsvermögen der Betriebsstoffbehälter rechnet 1350 kg zu sein.

PoIil RWD-9, Typ Europaflug 1934.

RWD-9 ist eine weitere Entwicklung des Siegerflugzeuges vom Europa-Rundflug 1932 — RWD-6, ein abgestrebter Hochdecker als vier-sitziges Reiseflugzeug von Doswiadczalne Warsztaty Lotnicze, Warschau, gebaut und besonders den Bedingungen des diesjährigen Europafluges angepaßt. RWD-9 wird mit Walter Bora 200-PS-Sternmotor oder mit Skoda GR 760—260-PS-9-Zylinder-Sternmotor, untersetzt, polnischer Konstruktion, gebaut.

Mit Walter Bora hat RWD-9 eine Maximalgeschwindigkeit von bis 250 km/Std., mit Skoda GR 760—275 km/St, so daß es mit Leichtfe7 keit eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 210 km/Std., wie sie im Europa-Rundflug punktiert wurde, erreicht. Minimalgeschwindigkeit 55 km/Std.

Flügel zweiholmig, Holzkonstruktion mit Leinwand bedeckt, Rumpf Stahlrohr, Verspannung aus Stahlseilen, das Ganze mit Leinwand bespannt. — Um eine möglichst große Höchstgeschwindigkeit zu erreichen, wurden die aerodynamischen Formen des Flugzeugs im

Poln. R. W. D. 9. Motor Skoda, Typ „Europa-Flug"

Warschauer Aerodynamischen Institut genau studiert. Flügelwurzel sehr dünn, Motor mit einem Townend-Ring und die Räder tropfenförmig mit Aluminium verkleidet. Um die bestmöglichste Minimalgeschwindigkeit zu erreichen, wurden Handley Pa^e Slots über die ganze Spannweite verwandt. Handley Page Slots betätigen das automatische Ausschlagen der Querruder und Klappen nach unten (Querruder 12°, Klappe 25°X

Hinter dem Motor mit Metalluftschraube mit am Boden verstellbaren Blättern (für Motor Walter Bora Type „Letov", für Skoda GR-760, Type „RS", Heddernheimer Kupferwerk) liegt die durch Brandschott abgetrennte Kabine mit je 2 Sitzen hintereinander. Beide vorderen Sitze sind verstellbar. Auskuppelbare Doppelsteuerung. Die Kabine hat vorne zwei und hinten auf der rechten Seite eine Tür mit besonderer Einrichtung, im Notfall ein rasches Hinauswerfen der Tür und dadurch ein bequemes Verlassen des Flugzeugs mit Fallschirm zu ermöglichen. Die Cellon-Kabinenverdachung gibt nach allen Richtungen hin eine hervorragende Sicht. Die Kabine besitzt eine Belüftungs-anlage durch ein vorne sich befindliches Fenster und regulierbare Luftzuleitung aus den Flügeln. Das Fahrwerk ist mit Dunlop-Niederdruck-Ballonrädern und Bendix-Bremsen versehen und besitzt Oelstoßdämp-fung. Der Sporn wird durch ein pneumatisches Federbein mit Oelstoß-dämpfung gefedert.

Druckluftanlasser Type Viet. Zwei Brennstoffbehälter befinden sich im Flügel und einer hinter der Kabine. Der normale Brennstoffvorrat reicht für ungefähr 2 Stunden, d. h. 650 km. Da der RWD-9 ein Viersitzer ist, kann durch Einbau noch eines Brennstoffbehälters

Poln.

R w, a 9,

Motor Skoda (Typ

Europailug).

an Stelle der Gastsitze der Brennstoffvorrat für ungefähr 2500 km vergrößert werden. Der Gepäckraum befindet sich unter und im vorderen Teil des Rumpfes/Außerdem ermöglichen viele Taschen in der Kabine das Mitnehmen von Gepäck.

Instrumentierung, Tourenzähler, Oeldruckmesser, Oerthermometer, Vorratsmesser, 2 Kompasse, Uhr, Fahrtmesser, Höhenmesser, Quer- und Längs-Neigungsmesser, Wendezeiger., Eine kleine Reiseapotheke, automatische Feuermeldeanlage mit Feuerlöscher, der die Löschflüssigkeit direkt unter die Verkleidung des Motors und den Vergaser führt.

Spannweite 11,64 m, Länge 8 m, Höhe 2 m; Leergewicht 560 kg, Zuladung 370 kg, Gesamtgewicht 930 kg; Flügelfläche 16 m2, Höhenleitwerk 2,3 m2, Seitenleitwerk 1,1 m2, Flächenbelastung 58,1 kg/m2.

Fluggeschwindigkeit bei Volleistung mit Motor Skoda GR U. = 3000 Kurbelwelle und 2000 Schraube 275 km/Std., mit Walter Bora 245 km/Std., Steiggeschwindigkeit auf 1000 m mit Skoda GR 3,3 Min., Startläng.e Stand 8 m hoch 70 m, Auslauf von 8 m Höhe 70 m.

Breguet-Verkehrs-Dreimotor, Typ 39-3 T.

Breguet-Anderthalbdecker, Ganzmetallbau, drei Motoren Gnome Rhone 7 Kd, luftgekühlt. Die zwei seitlichen Motoren auf dem Unterflügel über dem Fahrgestell und zwischen Flügelstreben.

Hinter den Motoren Betriebstoffbehärter von 300 1 und Oelbehälter von 25 1. "

Oberflügel aus zwei Hälften, Stahlholme, Duralumin bedeckt. Unterflügel ein großer viereckiger Kastenholm, welcher die Hauptkräfte von Fahrwerk und Motor auf den Rumpf überträgt.

Breguet Verkehrsflugzeug Dreimotqr Typ 39—3 T.

Rumpfaufbau aus gezogenen Profilen, mit Rohren teilweise verspannt, mit Leinwand bedeckt.

Fahrwerk 4 m Spurweite, Oelstoßaufnehmer, Bremsräder.

Querruder am Oberflügelende. Am Rumpf und Unterflügel Landeklappen. Vor dem zweiten Führersitz Funkanlage. Kabinenraum zehn Sessel mit je einem herablaßbaren Fenster. Dahinter Waschgelegenheit und Einsteigtür.

Spannweite 20,70 m, Länge 14,60 m, Flügelinhalt 67m2, Leergewicht 3317 kg, Gesamtgewicht 5565 kg. Geschwindigkeit am Boden 260 km, Steigfähigkeit auf 2000 m in 9 Min. Gipfelhöhe 6000 m, Aktionsradius 1000 km.

Sowjet ,9Maxim Gorki" Ganzmetall-Riesenflugzeug.

Die Sowjets haben im Flugzeug- und Motorenbau gewaltige Anstrengungen gemacht. Die Sowjet-Luftflotte zählt zu den stärksten der Welt. Die technischen Leistungen sind beachtenswert und werden fortgesetzt gesteigert. Ein Musterbeispiel ist der Bau des „Maxim Gorki", ein Riesenflugzeug ganz in Metallbau mit 8 Motoren, 2 über dem Rumpf hintereinander angeordnet mit Zug- und Druckschraube

und je 3 Motoren seitlich in den Flügeln. Die Motoren, Typ M 34, sind vollständig in Rußland gebaut. 12 Zylinder stehend in V-Form mit Kompressor und Untersetzungsgetriebe, Leistung 850 PS. Der Motor hat bereits seinen 500-Stunden-Laüf ohne Unterbrechung hinter sich.

Die gewaltigen Flügel, 63 m Spannweite, Flügeltiefe am Rumpf 11 m, am Flügelende 3,2 m, Flügeldicke am Rumpf 2,15 m, am Flügelende 280 mm, sind der schwerste Teil des Flugzeugs und betragen 61% des ganzen Flugzeuggewichts. Bei 6 Mann Besatzung können als

Sikorsky S-42 Hochseeflugboot. Start. Man beobachte die heruntergezogene, über die Gesamtlänge des Mittelstücks gehende Start-Hilfsklappe.

Sowjet „Maxim Gorki" Achtmotor.

Passagierflugzeug 70 Fluggäste untergebracht werden. Der lange Rumpf, 30 m, ist 3 m breit. Eingebaut find 3 Radi^tationen, Druckereieinrichtung, 16 Fernsprechanschlüsse, Rohrpostanlage, Tonfilm, Wechselstromanlage 120 Volt und Gleichstromanlage 24 Volt. Mit dieser Ausrüstung dient das Flugzeug zu Agitationszwecken.

Spannweite 63 m, Länge 32,5 m, Höhe 10,6 m, Fluggewicht 42 t, Geschwindigkeit 250 km/Std., Aktionsradius 2000 km.

Sikorsky S-42 Flugboot.

Das Amphibium-Flugboot S—42 haben wir bereits in Nr. 8 Seite 164 des „Flugsport" beschrieben. Ueber die Konstruktion werden noch folgende Einzelheiten bekannt:

Flügelschnitt GSM—3, Flügelaufbau Ganzmetall. Vorder- und Hinterholm bis zum Ansatz der Flügel durchgehend. Höhe des Profils im Vorderholm ca. 700 mm, Flügelbedeckung bis zum Hinterholm Aluminium. 8 elliptische Betriebsstoffbehälter von je 680 1 im Mittelstück des Flügels.

Die Landeklappen, welche über die ganze Länge des Mittelstücks führen, werden vom Führersitz hydraulisch betätigt. Die Preßzylinder liegen vor dem Hinterholm, wo sie mit der Landeklappe direkt in Verbindung stehen. Durch eine sinnreiche Anordnung von automatischen Ventilen kehrt bei Abnahme des Luftdrucks auf der Landeklappe durch Auslaß des Preßmittels in den Zylindern die Klappe wieder in ihre ursprüngliche Lage zurück.

Flügelbeschläge für die Hauptflügelstreben am Boot aus hochwertigem 24-S-Stahl. Um die Holmbeanspruchung zu verringern, ist die Kräfteübertragung ca. 1 m unter dem Flügel durch zwei kurze Streben im Dreiecks verband auf zwei entfernt liegendere Punkte im Holm übertragen, vgl. die Abbildung.

Leitwerksorgane Duralumin leinwandbedeckt.

Flügelinhalt 122 m2 bei 34,4 m Spannweite. Leergewicht 9 t, Gesamtgewicht 17,4 t.

Fiat G. 2 Verkehrsflugzeug.

Die Aeronautica d'Italia, Corso Francia, Turin, hat ein Verkehrsflugzeug für sechs Fluggäste und zwei Mann Besatzung, Tiefdecker in Ganzmetall-Bauweise, mit drei Fiat A 54 von je 135 PS herausgebracht. Flügel freitragend. Mittelstück mit Motoren und sich verjüngenden Ansatzflügeln mit vier Bolzen befestigt. Steuer und Motorbetätigungseinrichtungen liegen leicht zugänglich in der Flügelnase. Motoren mit Townend-Ringen, Motorbock mit vier Bolzen befestigt, leicht abnehmbar. Betriebsstoffbehälter im Mittelstück, 460 1 fassend. Fahrwerk

Sikorsky S-42 Hochsee-Flugboot.

Fiat G 2 Dreimotor Verkehrsflugzeug.

an der Unterseite des Rumpfes angelenktes V. Stoßaufnehmerstreben an den seitlichen Motoren. Räder, auch Spornrad mit Stromlinienverkleidung. Alle Steuerseile, auch für Querruder und die hinteren Leitwerksorgane doppelt. Höhenleitwerk im Fluge verstellbar.

Spannweite 16,22 m, Länge 11,89 m, Höhe 3 m, Flügeltiefe 3 m, Flügelinhalt 38,3 m2, Leergewicht 1800 kg, Zuladung 1000 kg. Max. Geschwindigkeit 242 km/h, mittlere 210 km/h. Steigfähigkeit auf 1000 m in 3 Min. 35 Sek., mit nur zwei Motoren in 10 Min. 30 Sek., auf 2000 m in 9 Min. 10 Sek., mit zwei Motoren in 29 Min. 30 Sek., auf 3000 m in 16 Min. 5 Sek., auf 4000 m in 27 Min. 30 Sek., auf 5000 m in 47 Min. Gipfelhöhe 2750 m. Start 240 m.

Blackburn-Duncanson-Einholmfltigel.

Die einholmige Bauart von Mr. Duncanson haben wir bereits in Nummer 17 des „Flugsport" besprochen. Nebenstehend bringen

Blackburn Duncanson-Einholm-Konstruktion beim Segrave-Tiefdecker.

U. S. A. Panzerkreuzer bestückt mit zwei Flugzeugen.

gen wir eine Abbildung eines Segrave-Tiefdeckers. Für den durchgehenden Flügelholm ist der Rumpf an der Unterseite ausgespart. Der große Holm, welcher als Brennstoffbehälter sowie auch als Schwimmkammer in Seenot dient, kann vorteilhaft als kraftübertragendes Element für die Anbringung von Motorböcken und Fahrwerk verwendet werden. Der Aufbau des Flügels ist infolge Wegfall jeder Verspan-nnng sehr einfach.

Continental R-670, Type A, C 210 PS. Type B u. D 225 PS.

(Hierzu Tafel III.)

Die Konstrukteure dieses Motors waren bemüht, einen einfachen 7-Zylinder-Sternmotor, kopfgesteuert, zu schaffen. Um die Beschädigung der Kipphebel und Stößelstangen bei Kopfstand zu vermeiden, wurden diese hinter die Zylinder verlegt. Ebenso das Auspuffsammel-rohr, so daß sich nur an der Stirnseite die Zündkerzen befinden.

Das Kurbelgehäuse besteht aus zwei in der Zylinderachse geteilten Hälften.

Zylinderköpfe aus Aluminium auf die Stahlzylinder aufgeschraubt. Bronzeventilsitze eingeschrumpft.

Geschmiedete Leichtmetallkolben mit zwei Kolben und einem Oel-abstreifring, ferner einem Abstreifring am unteren Ende versehen.

: " Continental R-670.

Pleuelstangen H-Schnitt, Vanadium-Stahl, vollständig bearbeitet. Alle Bohrungen im Pleuel, am Kolbenbolzen und am Hauptpleuel sowie alle anderen lehrehaltigen Bohrungen diamantgebohrt.

Kurbelwelle (siehe die Zeichnung auf Tafel II) zweiteilig, hohlgebohrt und in drei Kugellagern gelagert.

Der Nockenring für die Ventilbetätigung, welcher entgegengesetzt der Kurbelwelle dreht, mit zwei nebeneinander liegenden Nockenbahnen für Ein- und Auslaß aus geschmiedetem Nickelstahl gehärtet und auf eine Nabe aus Duralumin aufgenietet (siehe Zeichnung). Der Nockenring trägt weiterhin die Innenverzahnung für den Antrieb mittels Zwischenrad von der Kurbelwelle.

Stößelstangen aus Stahlrohr mit eingeschweißten gehärteten Kugelenden liegen in einem unter Federdruck stehenden Schutzrohr.

Die hintere Gehäusehälfte ist durch ein Zusatzgehäuse aus Elektron, welches Magnet-Oelpumpe und deren Antriebsorgane trägt.

Der Stromberg-Vergaser sitzt im unteren Teil der hinteren Kurbelgehäusehälfte unter dem ringförmigen Verteilerkanal. Das ring-

Vergleichende Darstellung des Aufnahmebereiches. Links Einlinsen-Kamera, rechts Fünflinsen-T-3A-Kamera.

förmige Auspuffsammeirohr liegt bei den Typen B und C vorn, bei den anderen Typen hinten.

Bohrung 132 mm, Hub 117 mm, Kpmpressionsverhältnis der Typen A oder C 5,4 :1 und der Typen B oder D 6,1 : 1. Drehsinn von hinten gesehen im Sinne des Uhrzeigers. Tachometeranschluß von hinten gesehen entgegengesetzt dem Uhrzeiger mit halber Kurbelwellendrehzahl. Gewicht 195 kg. Auspuffsammeirohr 9,5 kg. Vorwärmerohr mit Reiniger 2,45 kg. 8 Befestigungsbolzen 3/8 Zoll. Sterndurchmesser 1073 mm. 2 Scintillamagnete.

Senkrecht-Aufnähme auf die Hälfte verkleinert mit Fairchild K-3 Einlinsen-Kamera mit 25 cm Brennweite aus 9850 m Höhe, umfassend 70 km2. Auf der Originalfotografie in doppelter Größe kann man auf den Straßen die einzelnen Fahrzeuge erkennen. Die K-3 Kamera kann fest eingebaut oder auch für Schräg-Aufnahmen freihändig benutzt werden.

Fairchild-Ftinflinsen-Luftbildkamera, Typ T-3A.

Das von Fairchild Aerial Camera Corporation, Woodside (New York), neu herausgebrachte Luftbild-Aufnahmegerät Typ T-3A ist eine Fünflinsen-Kamera mit 15 cm Brennweite, welche in der Mitte ein senkrechtes Bild und vier seitliche Schrägbilder aufnimmt, die in der Form eines Kreuzes gruppiert werden. Die Kreuze werden dann aneinandergereiht und ergeben einen Aufnahmestreifen, welcher dreimal so breit ist wie der mit einer gewöhnlichen Einlinsen-Kamera.

Die T-3A, welche zuerst für rein militärische Zwecke in USA. entwickelt wurde, wird jetzt auch infolge ihrer Schärfe und ihres größeren Bildbereiches für Landesaufnahmen benutzt. In USA. wurden in den letzten vier Jahren 518 000 km2 aufgenommen.

Fairchild Reihenbildner-Fünflinsen-Kamera Modell T-3A für Senkrecht-aufnahmen im Boden eines Flugzeugrumpfes eingebaut.

Mit vorliegender Kamera ist es möglich, in Vs der Zeit den gleichen Bildbereich als mit einer Einlinsen-Kamera aufzunehmen. Für die Aufnahme über feindlichem Gelände, wo fortgesetzt mit feindlichen Ueberraschungen gerechnet werden muß, ist die Zeit von ausschlaggebender Bedeutung. Mit einer T-3A war es möglich, 10360 km2 in 3—4 Flugstunden aufzunehmen und in 24 Stunden die gesamten Kopien abzuliefern. Die T-3A arbeitet außerordentlich genau, so daß Fehler in Bodenaufnahmen schnell berichtigt werden können.

Umstehende Abb. S. 462 zeigt einen Vergleich der Arbeitsweise mit einem Einlinsen- und dem Fünflinsen-T-3A-Gerät. Eine weitere Abb. zeigt den Einbau des Gerätes im Flugzeug.

FLUG-RUNDSCHAU. Inland.

Den millionsten Flug-km als Flugzeugführer bei der Deutschen Lufthansa haben zurückgelegt: Flugkapitän Limbach, 1891 geboren, bereits seit 23 Jahren in der Luftfahrt tätig; Flugkapitän Gerstenkorn, 1895 geboren, trat 1915 bei der Fliegertruppe als Kriegsfreiwilliger ein.

Major von Kehler, der verdienstvolle Präsident des Aero-Club hat aus eigenem Antrieb die Leitung einer jüngeren Kraft, Herrn von Gronau, seinem bisherigen Vizepräsidenten, die Leitung des Aero-Clubs von Deutschland übertragen.

Deutsche Segelflug-Expedition nach Finnland ist am 1. 10. zurückgekehrt. Leiter Graf Ysenburg, als Segelflugzeugführer Philipp, Utech und Hanna Reitsch, ferner Flugzeugführer Knott und Monteur Mihm. Zweck der Expedition war, den Segelflugsport in finnischen Kreisen einzuführen. Auf Grund der Vorführungen sind bereits Segelfluggruppen bei den finnischen Fliegerabteilungen gegründet worden. Auch die Akademische Fliegergruppe Helsingfors wird den Segelflugsport aufnehmen. Horst Winkler, welcher eine kleine Ausstellung mitführte, suchte die finnische Schuljugend für das Modellwesen zu interessieren.

Funkübertragung aus dem Verkehrsflugzeug Köln — Berlin fand am 6. 10. zwischen 20 und 22 Uhr statt. Der Rundfunksprecher im Verkehrsflugzeug konnte mit einer Kurzwellenstation über den Deutschlandsender zu den Hörern sprechen.

Skupin machte Fallschirmabsprung mit Kurzwellensender vorige Woche auf dem Flugplatz Staaken, wobei er seine Eindrücke schilderte. Der Sender war am Ledergurt montiert, die elektrische Batterien in den Knietaschen untergebracht. Absprung erfolgte aus 1000 m Höhe. Erst beim zweiten Absprung gelang die Uebertragung.

Was gibt es sonst Neues?

v. Gronau nimmt als Vertreter Deutschlands in USA an der Tagung der Föderation Aeronautique Internationale teil.

Dr. Ing. Kleinwächter ab 1. 10. 34 ao. Professor auf dem Lehrstuhl für Luft-fahrzeugbau der Technischen Hochschule Danzig.

von Festenberg-Pakisch-Zweitakt-Zweizylinder 1000 cm3, Ansaugsteuerung durch hohle Kurbelwelle in der Mitte zwischen beiden Zylindern. Leistung 32 PS bei 2000 Umdrehungen. Gewicht 34 kg. (Siehe d. nebenstehende Abb.) Preis des Motors voraussichtlich RM 900.—.

Ausland.

Schwedisches Flugzeugmutterschiff „Qotland" für 8 Flugzeuge ist fertiggestellt worden.

U. S. A.-Südatlantik-Ge-schwaderflug mit 48 Wasserflugzeugen soll im März 1935 stattfinden.

Stieger-Caple, vier Zylinder-Motor, hängend, luftgekühlt, machte die ersten Probeflüge. Gewicht 90 kg, Leistung über 100 PS. Kleiner Stirnwiderstand. Caple war frisier bei Cirrus-Hermes.

Von der Hüttner-Turbine berichtet die Zeitschrift „The Aeroplane", daß sie in einem Flugzeug eingebaut sei, welches 60 bis 70 Std. mit 370—426 km Geschwindigkeit in einer Höhe von 13 000 m fliegen könne.

Sowjet-Schulflugzeuge Type AIR 8 und AIR 9, konstruiert von A. Yakovlev, gebaut in den Osoaviachim-Werken werden jetzt in Serien hergestellt.

Paris-Indochina-Rennen für Sportflugzeuge ist für 1935 in Aussicht genommen.

Die Pobjoy-Werke sollen Ende des Jahres nach Rochester verlegt werden. Man spricht von einer Interessen-Gemeinschaft mit Short.

In USA sollen die Kadetten nach einer Verfügung des Kriegsministers Dern von der 1.—3. Klasse wöchentlich 20 Std. Flugunterricht erhalten.

In Frankreich werden mit einer 75-mm-Kanone, fest eingebaut, zur Zeit Schießversuche gemacht.

Lemoine f, der bekannte französische Militär-Einflieger, ist auf einem neuen viermotorigen Großbombenflugzeug am 1. Oktober tödlich verunglückt. Während des Flugs gab er seinen Monteuren Joseph Lenain und Bailly den Befehl, das Flugzeug im Fallschirm zu verlassen. Lemoine sprang zuerst ab, wobei sich der Fallschirm nicht öffnete. Einer der Monteure kam unverletzt zu Boden. Der dritte Begleitmann konnte sich nicht mehr rechtzeitig aus dem Flugzeug befreien und zerschellte mit dem Flugzeug am Boden.

Port-Darvin nach London in 8 Tagen 9 Std. flog der 21jährige australische Flugzeugführer Melrose, womit er die Leistung von James Mollison (8 Tage, 22 Std., 50 Min.) übertroffen hat.

Boeing Jagd-Einsitzer 28, ähnlich dem Boeing P-26 A, jedoch mit Landeklappen, ist als Typenflugzeug an China geliefert worden.

Boeing Airplane Co. hat im Jahr 1933 228 t Aluminium für ihre Militär-und Verkehrsflugzeuge verarbeitet.

Wellwood Beall, Vertreter von Boeing in China, Shanghai.

MODELLE.

Stand der Deutschen Modell-Rekorde am 1. Oktober 1934*). Klasse Rumpf modelte: Bo.-Str.: Lippmann sen., Flieger-Ortsgruppe Dresden, 795,5 m. Bo.-Dau: Neelmeyer, Flieger-Ortsgruppe Dresden, 13 Min. 7 Sek. Ha.-Str.: Lippmann sen., Flieger-Ortsgruppe Dresden, 2950 m. Ha.-Dau: Lippmann sen., Flieger-Ortsgruppe Dresden, 1 Std. 8 Min.

Klasse Stabmodelle: Bo.-Str.: FL Mundlos, Flieger-Ortsgruppe Magdeburg, 730 m. Bo.-Dau: Warmbier, Flieger-Ortsgruppe Magdeburg, 1 Min. 57,6 Sek. fia.-Str.: Warmbier, Flieger-Ortsgruppe Magdeburg, 3900 m. Ha.-Dau: Warmbier, Flieger-Ortsgruppe Magdeburg, 25 Min. 38 Sek.

Klasse Rumpf-Segelmodelle: Ha.-Str.: Gentsch, Flieger-Ortsgruppe Dresden, 8850 m. Ha.-Dau: Marth, Flieger-Ortsgruppe Berlin, 12 Min. 35 Sek. Ho.-Str.: Mantel, Flieger-Ortsgruppe Mannheim, 19 500 m. Ho.-Dau: Frommhold, Flieger-Ortsgruppe Kienberg, 22 Min.

Klasse Segelmodelle, schwanzlos: Ha.-Str.: Herrmann, Flieger-Ortsgruppe Nordhausen, 2375 m. Ha.-Dau: Haas, Flieger-Ortsgruppe Berlin, 3 Min. 28 Sek.

Klasse Rekordmodelle mit abwerfbarem Antrieb:

Ha.-Str.: Warmbier, Fh'eger-Ortsgruppe Magdeburg, 4200 m. Ha.-Dau: Warmbier, Flieger-Ortsgruppe Magdeburg, 28 Min.

Klasse Rekordmodelle ohne abwerfbarem Antrieb:

Ha.-Str.: Günther, Flieger-Ortsgruppe Magdeburg, 1151 m. Ha.-Dau: Günther, Flieger-Ortsgruppe Magdeburg, 8 Min. 48,7 Sek.

Klasse Wassermodelle: Wa.-Dau: H. Mundlos, Flieger-Ortsgruppe Magdeburg, 53,4 Sek.

F. Alexander

Beauftragt mit der Führung der Deutschen Modell-Rekord-Liste.

Literatur.

(Die hier besprochenen Bücher kflnnen von uns bezogen werden.)

Flieger am Feind. Von Werner von Langsdorfs 358 Seiten, 83 Bilder. Verlag C. Bertelsmann, Gütersloh. Preis RM 4.40.

In dem vorliegenden Werk hat der Verfasser mit großem Fleiß eine Menge von Kriegserlebnissen von 71 deutschen Fliegern zusammengestellt. Die Schilderungen von Erkundungsflügen, Artillerieeinschießen, Infanterie- und Schlachtflügen, Bombenangriffen geben der Jugend eine Vorstellung, was unsere Fliegertruppe während des Krieges geleistet hat.

*) Letzte Standmeldung „Flugsport" 1934, Nr. 14, S. 308.

„FLUGSPORT'

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Zwischen U. S. A. und dem Pol von Colin Ross. Verlag F. A. Brockhaus, Leipzig. Preis geh. RM 4.85, Leinen RM 6.—.

Das vorliegende Buch gibt einen Begriff von der ungeheuren Größe Kanadas, worin man Deutschland zwanzigmal hineinstecken könnte, in dem nur 10 Millionen Menschen leben, während in Deutschland 60 Millionen zusammengedrängt sind. Das Buch ist lebendig und fesselnd geschrieben. Man sieht die Wildheit und Verwegenheit des Urwaldes, die Prärien, die Riesenweizenfelder, die Goldfelder und alles, was sich darin herumdrückt. Man sieht Labrador, das Steinland, die Großartigkeit der Arktis, Neufundland, eine Welt, die wir armen Europäer in unseren engen Grenzen uns nicht vorstellen können.

Deutscher Wehrkalender 1934, bearbeitet von zwei Reichswehroffizieren. Preis RM 1,60, Verlag Gerhard Stalling AG., Oldenburg i. 0., mit erläuternden Abbildungen, ist ein Taschenbuch, welches nicht nur für unsere Jugend bestimmt ist, sondern auch für die Alten, deren Pflicht es ist, sich über den heutigen Stand des Wehrgedankens wieder vertraut zu machen.

Deutscher Luftfahrt-Kalender 1935. Herausgeber Deutscher Luftsport-Verband. Wilhelm Limpert-Verlag, Berlin SW 68. Preis RM 2.20. Soeben ist der neue Wandabreißkalender, jedes Blatt eine Woche umfassend, erschienen. Die einzelnen Blätter, zweiseitig bedruckt, enthalten eine Fülle belehrender Vorgänge mit ausgezeichneten Bildern aus der Luftfahrt. Der Kalender sollte in keinem Heim fehlen.

Propeller überm Paradies. Eine Luftreise nach Java von Erwin Berghaus. Carl Reißner-Verlag, Dresden. Preis geh. RM 4.30, geb. RM 5.80. Man erlebt eine Luftreise von Amsterdam nach Batavia, über die Pyramiden, Bagdad, Persien, Indien, Bangkok bis Java. Das Buch ist mit wirklich ausgezeichneten Abbildungen in Tiefdruck, künstlerischen Lichtbildaufnahmen, welche einen Begriff von der Schönheit einer solchen Reise machen, ausgestattet. Ein wirklich lehrreiches und interessantes Buch.

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Flugsport 1934. XXVI. Jahrgang

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