Illustrierte Aeronautische Mitteilungen

Jahrgang 1900 - Heft Nr. 3

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Eine der ersten Zeitschriften, die sich vor mehr als 100 Jahren auf wissenschaftlichem und akademischem Niveau mit der Entwicklung der Luftfahrt bzw. Luftschiffahrt beschäftigt hat, waren die Illustrierten Aeronautischen Mitteilungen, die im Jahre 1897 erstmals erschienen sind. Später ist die Zeitschrift zusätzlich unter dem Titel Deutsche Zeitschrift für Luftschiffahrt herausgegeben worden. Alle Seiten aus den Jahrgängen von 1897 bis 1908 sind mit Fotos und Abbildungen als Volltext in der nachstehenden Form kostenlos verfügbar. Erscheint Ihnen jedoch diese Darstellungsform als unzureichend, insbesondere was die Fotos und Abbildungen betrifft, können Sie alle Jahrgänge als PDF Dokument für eine geringe Gebühr herunterladen. Um komfortabel nach Themen und Begriffen zu recherchieren, nutzen Sie bitte die angebotenen PDF Dokumente. Schauen Sie sich bitte auch die kostenfreie Leseprobe an, um die Qualität der verfügbaren PDF Dokumente zu überprüfen.



Aeronautische Meteorologie und Physik der Atmosphäre.

Studien cyclonaler und anticyclonaler Erscheinungen mittels Drachen.

II. Helm CliiytuB.i)

Mit 4 t-isruren.

Tin die Veränderungen boi liciti Vorübergange von Myelonen, Anlieyclonen uti'l anderen Witlerungscrsi hei-nungeii zu sludircn, werden die Dracheuuufsliege auf 'lem Dine 1 tili— i jHzl gruppenweise ausgeführt. d. Ii. ein Aufstieg (Klef mehrere werden läglieh während einer bestimmten Periode gemacht, und dann folgt eine Ruhezeit zur Reduktion der Beobachtungen und zur Krlcdiguug anderer Arbeiten. Wird i'in Rruehenvcrsueh am 'laue gemacht, so erhält uiati zwei meist um einige Stunden von einander getrennte Snudirungen der Atmosphäre: die ein«' im Aufstieg, die andere im Abstieg. Siml die Drachen sichtbar, s<> tiii« 11-1 man ihre Höhe aus der an cincin Zählwerk abzulesenden Länge der ausgegebenen 1-cine und aas der Winkelliöhe des Drachens. Diese Zählwerk-aldesungen und Thc.>doIil-Mes>nngcn werden während des grösseren Tlieiles des Versuches jede Minute gemacht. Die wegen Durchhangs der Leine anzubringende Korrektion «•♦■eliseli uiil der Winkelliöhe des Drachens, Durch direkte llöheiiuiessnng von zwei Standpunkten aus und durch Hummelei registi -innigen i.-l diese Korrektion bestimmt und im Mittel sind folgende Werl he gefunden: Winkelliöhe: . . . .2:5 :tl- 50"-Hl i.V il- fil"

Milli. IlÖhenkoir. in" V. 2.2 i'.u l.f. I..'i Znlil der Kalle: . . . 10 11 11 9

Milli. Fehler in ».,: . 0,i <\i < >. ! IUI

Die beiden Methoden dieser Reslimniungcn geben gelrennl behandell l'usi genau dasselbe liesullat. Diese Korrektionen gellen für eine Leine uiil Tandi-iudrachcn. wobei ilie grös.-len Drachen au der Sfilze sieben. Ilei einer einzelnen llöhcuhcslunuiiing betrügt hiernach der wahrscheinliche Fehler rund l'1*. Da dic.-cr Fehler sich aus der Korrektion für Durchhang und dein Fehler in der Konlrolliiiessimg zusammensetzt, so erhall man unter der Annahme, dass beide Fehlerquellen gleich gross sind, als mittleren Fehler für Durchhang allein (Division durch

]/ 2 )ll,7*,i>. Für den praktischen Gebrauch ist folgende Tabelle mifgeslclll :

Winkel:........17" 20" _>:'." 2V>" J'.l« :\2a ::.*)"

.Vcgative IlÖhenkoir. in " ..:.'!._» ,LO l»,H 2,Ü 2,', 2,2 2,0

■i llii-si'i- tieni Iii j>I um (lim Herrn Wrfnssi'r für die III ,\>:ii.ii Mitili /.ti. .iiniÉi.ii''f-l'lli mici vai der UriLiktiiin nln-i-u t/t. < Mi-.-i vali il nun vini ,\. l.;iu H-iXf liofili

Winkel:........88» il" U° 17° 50° 53° 5(3«

Negative llöhcnknrr. in Vo: 1,8 1.(5 1,1 \,2 1,0 0,8 0,(5

Sind die Drachen nicht sichtbar — also bei wolkigem Wetter und in der Nacht —, so werden die Höhen aus den Aiieroidregislrirungeu bestimmt. Die Korrektionen des Barographen sind unter der Luftpumpe durch Vergleich mit einem Oiieeksilberbaromeler ermittelt.

Die Meteorographen sieben unter der Aufsieht von Mr. S. F. Fcrgusson. Desondere Sorgfalt wurde darauf verwendet, die Instrumente leicht und fest zu machen und den regislrircuden Theilen eine freie Aufstellung zu geben. Das Thermographeiigefass ist gut gegen die Sonne geschützt, ohne die Lul'lziikulalion zu hindern, und ist durch schlechte Wärmeleiter gegen den Kasten isolirl; die llygroinelei haare sind ebenfalls slets besehaltel. Vor und nach jedem Fluge wird der Meteorograph in der Theiinoiiielerhülle mit den Noriualinslruuieuteii verglichen. Von Zeil zu Zeil werden auch Amplitude und Trägheit der Apparate geprüft. Im (iebrauch ist das Instrument vielen l'nfallen ausgesetzt, so dass Reparaturen und hantige Neubestimmimg der liislrumcnlalfchlcr nicht geringe Mühe machen. Nach Anbringung der milbigen Korrek-lioiicn dürften die Temperatur-Angaben innerhalb weniger Zehntel eines Grades genau sein. Diese Ansicht scheint durch folgende Umstünde bestätigt zu werden:

1. Au Tagen mit Cumuluswolken folgt die Temitera-lur über ilOO in den (ieselzeii adiabalischer Acndcrungen so genau, dass einzelne Ablesungen seilen um mehr als wenige Zehntel (trade von den theoretischen Werlheii abweichen (unter ilOO in scheint bei starker Sonnenstrahlung die vertikale Temperatur abnähme den ailiabali-si-lien lletrag etwas zu üherschrcilen).

'2. Wenn Rcgisti innigen vor und nach Sonnenuntergang über JäOO m graphisch eingezeichnet und durch eine Linie verbunden werden, so zeigen sie stetige Aendenin-gen in derselben Dichtung vor und nach Sonnenunlergang. Z. lt. wird die Temperatur, wenn sie im Steigen begiilfeu ist. auch nach Sonnenuntergang fortfahren, zu steigen, und zwar in demselben Grude wie vorher. Wir geben als beliebig ausgewähltes Beispiel die Temperaturen am 20. Juni 1 K'.»H in einer Höhe von 2li<i0 tu:

Zeil (Xai biniti.): Temperatur ({'■).

.V'.'lo

-2,5«

\\K\2 I »''{-'

_» 4.0 _•> i«

:ii>i

;ii.M

tili

:l Wenn — was häufig vorkommt — das Instrument mehrere Hill m üher einen Punkt, wo die Temperatur bestimmt ist. empor steigt und nach einigen .Minuten wieder Ins zu dieser Sehiehl sinkt, so stimmt mm die Temperatur im Allgememen Iiis auf wenige Zehntel mit der zuerst aufgezeichneten übereilt. Kommen grössere Unterschiede vor. so geschieht dies stets unter Hedinguiigeii. welche es wahrscheinlich machen, dass die Temperatur sich in der Thal geändert hat, z. It. an der Grenze zwischen einem kallen und einem darüber hüislreieheiidcn warmen l.iiftslroine. Hier treten starke vertikale Jcuiperalursehwankiiiigen auf. Iheils in Folge von Wogeubildiingeii, Iheils in Folge der Trägheil der aufsteigenden Ströme, welche nur auf kurze F.iilfernung -gelegentlich 1<N» bis 2<>0 m — in die warme Schicht eindringen.

Das Haarlivgioineler isl nicht so zuverlässig. |u gesättigter, nebliger Luft zeigt es zuweilen I000,'n, manchmal aber auch liiö" « und noch mehr an. Nach Vergleii Illingen mit dem Psychrometer scheint es bei sehr geringen Feuchtigkeiten ebenso ungenau zu sein. Ausserdem ist es träger als das Thermometer. Hei einem plötzlichen Wechsel von fem hier l.ufl zu trockener sinkt die He-gislrirlcilcr zunächst rasch, dann immer langsamer und braucht Iii in extremen Fällen sogar .'Mi •• - Minuten, um zur Hube zu kommen. Solch rasche Aeinlei ungen der Feuchtigkeiten kommen baldig vor. So kann sie zwischen HO und Ii)*!* zwischen dein Gipfel eines Gunuilus und einer H*l in dai über gelegenen Schicht schwanken. Zuweilen gebt die HegislriiTcdcr unter O" » herab. Has Hygrometer ist am Observatorium für eine Amplitude von etwa 70" .1 geprüft,

Das Anemometer wird durch Drn-chcuflüge in geringer Knllernung über dem Hoden untersuch), um die Drudien-Aneiiioineler nahezu in derselben Hohe, wie die Obsel valoiuilil-Alieluomclcr ZU ballen. Die Vergleii hung erslreekl siHi auf Gcschwiu- I digkeilcn von ."> bi- Iii m p. s Hie folgenden Zahlen \ i. ,| t, ,|.,

geben ein Heispiel solcher Prüfung «.l.niiiiIiIhIimi lt<

■ii

10

etrtts pc» fitcsmo

l ri.fi m p. s.

1 i.Ö iii |i s

Zeit (Nachmittags): 2''i7 -2h'»3 Draehen-

Aneinoineter: 10,8 Nornial-

Aneiiloineler: lli.d

Wenige Minuten später wurde der Drachen von einem kleinen Wirlielwind am Hoden gefasst und das Inslrumeiil so beschädigt, dass Prüflingen Ihm derartigen Geschwindigkeiten nicht wiederholt wurden. Geschwindigkeiten VOH über 2ii in p. s. können in grossem Höhe noch mit Sicherheit regislrirt werden ohne Schaden für das Instrument: z. II. liess sich feststellen, damit ti. Febr. P.MHt ungefähr 2 Stunden

lang

2(.l m p. s. Windgeschwindig-

keit in 201M) in Höhe herrschte. Hirse Zahlen sind nahezu wahre Gesi hwin-digkeileu. und nicht, wie die gcwölinli' I, veröu'ciit lichten Aniinontelerangabeii.') IS- 2tii zu hoch. Nach zaldrciihci Proben lässt sielt annehmen, dass du-regist i'ireuden (ieschwiiidigkeilen sei Iii um mehr als I in p. s. falsch sind: vmi den Normalwcrlhen weichen sie dureL-sehiiitllicb nur um wenige Prozente ai Die Drachenaufsliege. welche n: dem neuesten Hullelin des lüiie HillObservatoriums (Nr. I. P.Mio: Nr. 7 der ganzen Reil»') liearlh-ilcl sind, sind die vom 23.—28. Februar, 21. ~i' Mai, 4.—1>. September und 'M. OkhM bis 2. November iStt'.l. Die griissleii Höhen, aus denen dabei Hegislrirungt-n erhalten wurden, waren:

2.'». Februar:

3318 m

2J . :

¿72« •

2.">

3468

27. :

2i.'G

2s. • :

379*

21. Mai

7.'»!'

SÄ. ■

17»

•20. • :

 

27. • :

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i. September :

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• :

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Ii.

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:t1. Oktober :

2.".fo

2. NovciiiIht :

¿794

niil ili-in rin ■■••ii iiiii-liii l it-seri nliioiii "■"'' i|iiiiSMllf;ikliir .1 irli.illciien Aiijfidii'l».

I'iii Geschwindigkeiten, welche liei den Fchrnar-aufsliegeii nicht regislrirl waren, zu interpoliren. wurde der Versuch gemacht, dir- Geschwindigkeit aus der Zugkraft de* Drachen zu lierecluien. Dabei ergab sieh, dass die Geschwindigkeit in einem annähernd konstanten Ver-liülliiiss zum Drachcnzug stehl. Theoretisch sollte hei gleicher Winkelhühe und gleichem Drahtgcwichl die Zugkraft" proportional dem Ouadrat der Geschwindigkeit sein, die Versuche zeigten aber nur ein* einfache Proportionalität, ausgedrückt durch die Formel p - ;> v, wo a eine Konstante ist. Ks rührt diese Abweichung offenbar von der Itenul/.urig der elastischen Zügel und von tler lliiizulügiing von Drachen, um das vergrosserte Gewicht der Leinen zu (ragen, her.

Hei den Draehenaufsliegeii im Mai blieben die Drachen und Instrumente drei aufeinander folgende Nachte in der l.nfl, indem die Drachen Nachmittags oder Abends aufgelassen und Morgens wieder eingeholt wurden. Diese Versuche* waren besonders zum Studium der lügliehen Perioden wichtig. Die Aufstiege vom 'M. Oktober und 2. November wurden auf der Vorderseite um) im Mücken »•iner tropischen Cyclone angestellt, die sieh längs der atlantischen Küste fortbewegte. Dabei wurde eine Wiiid-jji'sehwindigkeit von ¿"1 m p, s. in 2"><H) in Hohe regislrirl.

Das Studium dieser und der vorhergehenden Anfliege hat zu folgenden Schlfiwen gefflbrt;

I. Die Atmosphäre ist durch scharf ausgeprägte Gebiete mit Temperatur-Umkehr in Übereinander liegende Schichten getheill, von denen die obere Schicht potentiell wärmer ist als die darunter befindliche. Potentiell warmer wird hiereine Schicht genannt, wenn sie bei dem Herabsinken durch KomprcsMonswärme wärmer wird als die liniere Schiebt, Gewöhnlich sind zwei, zuweilen sogar drei Schiebten zwischen dem Hoden und .'Jt.HJO 111 Hohe vorhanden. Die Grenzschichten zeigen in vertikaler Rieh-tung einen scharfen Kontrast in Hczug auf Temperatur, Feuchtigkeit (sowohl absolute wie relative) und zuweilen mich Windrichtung. Diese Gebiete zeichnen sieh durch •las .Maximum der Windgeschwindigkeit und häufig durch Wnlkctibildung aus.

'J. Die täglichen Temperatur- und Feuchtigkeils-Aenderungeii, wie sie au der Ktdoberlläcbe heobaeblel werden, linden sich nur in der untersten Luftschicht und erstrecken sich seilen bis zu mehr als KHK) in Höhe.

:(. Von den iiu|>crindischcii Acinleriingcn tritt das Miiiiinum der Temperatur und der Feuchtigkeit gleichzeitig in allen Schichten ein, nur in den unler.-len .ItH» m

verspätet sich zuweilen das Temperatur-Minimum in Folge von Hodenslrahlung.

1. Die Luftschicht bis zu MOOO in ist in der Nähe der Centren der Cycloncn durchschnittlich f>" wärmer als im Cenlruni der Anticyclnnc.

5. Alle Verhältnisse, welche die Cyclone und Anti-eyelotie an der Krdohci llächc churaklerisircu also Willdzirkiilaliou, Wolken. Niederschlag — erstrecken sieh durchschnittlich nur bis zu :5<HK) in Hohe. Darüber herrscht eine vollständig andere Verlheilung in Mezug auf Druck und Windzirkulalion.

fi. In den Gebieten niedrigen Druckes ist in den obern Schichten die Luft kalt, klar und ausserordentlich trocken, während sie in Hochdruckgebieten oben warm und häulig feucht ist. Hei den Drachenaufstiegen auf dem Hlue Hill am 2 f. und 25. November lHftH Kernen sich drei Windziikulalionen deutlich unterscheiden. Die Oberllächencyeloiie hatte eine Dicke von nur NOt) in, darüber befand sich eine 2(HH> in .starke Cyclone mit warmem (.entmin, dichten Wolken und Niederschlägen. In :HKX) in Höhe wehte am 25. November der Wind aus Süd und drehte sieh um ein Gebiet niederu Druckes mit kaltem trockenen (.entrinn, während gleichzeitig unten Nordwind herrschte, der sich um eine Oberflächen-cyclone mit warmem ('.entrinn ln-wegte.

Im beifolgenden Diagramm zeigt Fig. I die Lage der Isothermen über dem Hlue Dill vom I., f». und Ii. September. Die lliobai hlungcn sind durch Punkte gekennzeichnet. Die sehraflirlen Gebiete /eigen die Schichten mit Teuipeialiir-linkehr. Kin barometrisches Maximum zeigte sieh am Hlue Hill am "». September früh Morgens und ein Minimum am Morgen des ti. September. Fig. 2 zeigt die Linien gleicher relativer Feuchtigkeit für dieselben Tage. Die einfache SchralVii ung kennzeichnet die (iebiete mit mehr als 70'\'n Feuchtigkeit, dunklere SchrulTirung bedeutet Wolkenbildung. Die untern Wolken, welche sich an jedem Tage Mittags zeigten, waren Cuniuli, während die hohe Wolke am f>. September ein leichter Nimbus war.

Fig. zeigt die Linien gleicher Dampfspannung und Fig. i die Linien gleicher Windgeschwindigkeit für die Tage vom V. bis I», September.

Der hier besprochene Fall ist ein typisches Heispiel und zeigt die grossen Veränderungen, welche in der Atmosphäre auftreten in der Zeil zwischen dem Vor-iihergunge eines barometrischen Maximums und eines barometrischen Minimums.

Ein neues Barometer (..Luftdruckaräometer).

Dr. Kurl T. Flselirr.')

Mit '.) Pleuren.

F.r.-l vor Kurzem hat Herr Frolessnr Hr. Finster-walder in Meinem Aufsitze über «Ortsbestimmungen im Ballon (III. acron. Millheil. 2. Jahrg. 18W9, S. I ff.i von Neuem eingehender ausgclührt, «lass barometrische Höhen-

messungcn hei .sorgfältig ausgeführten Halloiifaludu mit einer mittleren Genauigkeit von K> ui hei 5<m«» m Höhe ausgclührt werden könnten, wenn die da/u i

benutzbaren Barometer bis auf 's mm Queck-silbersäulc genaue LuNilruckuuguhcii im Ha I Ion lielern würden: denn die Fehler, welche aus der IJikeiintitiss der Temperatur der l.tifl-sätile und des Haroinelerslandes der Hasisslu-tion herrühren, lassen .-ich gegenwärtig bis zu einem Betrage herabmindern, welcher für KHK» in Höbe nur eine Unsicherheil von UI m hervorruft. Ks fehlt aber an einem Instrumente, welches genügend richtige Druckbestiminungcn erlaubt: denn das Ouccksilhcrharoinelcr, welches als Standinstrunieiil bis auf '.'io mm genau die Qtiecksilberhöhei) anzeigt, einer llöhen-dilTerenz von 0,6 m im obigen Kalle entsprechend, gibt nicht mehr richtige Luftdruckangaben, wenn der llallon mit zunehmender Geschwindigkeil nach auf- oder abwärts bewegt und zwar bringen die gewöhnlich im Ballon vorkommenden Beschleunigungen von

20 cm pro Sekunde Fehler bis zu (icnlimetern Quecksilbersäule hervor und damit Fehler in der Höbenbestimmung, welche weit über 100m

hinausgehen.*i Das Ancroidbnrotneler ist zwar ein ausserordentlich bequemes und empfindliches Instrument, allein es sind seine Angaben nicht mehr genau, wenn es m hr raschen Druckänderungen ausgesetzt ist, wie dies im llallon unvermeidbar geschehen muss: die Fehler des Aucroiils liegen hauptsächlich darin, dass die Dose, nachdem sie einmal delonnirl wurde, Dach Wegnahme der delormirenden Ursache im hl augenblicklich wieder in ihre alle Form zurückkehrt, sondern erst allmählich, und zwar dauern diese Nachwirkungen lauge Zeil fort und überlagern sieh in kninplizirtcr Weise: die Aneroidangaben sind aus

Vergl. meinen Aufsatz hirrfllxt in der pliysikalisrhen /. iiM-lirift Nr. 87, S t'.OlT, Ii**).

Ji Sohnrke iinii Kinsterw.ililer. Itcm.'i kiiirjrn ülier die hei lUltonfalirien erreichbare (ienaiiigkeil, Zritsebr. für l.nflsc Inll.ihrt und Physik der Atmosphäre, lM'.'t, S. 17".

Ki>.'ur i

diesctu Grunde oli bis zu i unii Mg lal.-ch iind verciteln so dindi diese unkoiilrolliibarcii Nnchwirkuiigcn eine gnisserc (ienauigkcil als :'H» bis 14Hl m Hiilie.

<tbw<dd mm nach den l'iitcrsiichiingeii vun Kinster-waldcr plailngrammetrisclic Aufnahtnen im Ballon eine

hetrachlliche Krhohiing dicser (ienauigkeil crnioglicheii,') so iiiiiss dodi ein liaroinetcr, welchcs ini hewegleu llallon un in i 11 e I ba r die Molici]

richlig anzeigt, ein verfolgcnswerthcs Znl

der .Mesr-kunde bleiben.

Ausgchend voti der dreifaehen Fnrderung,

dass ein solehes Harotneler I. iiuuhhatigig voli der Ucschleunigung des Hallons, 2. so cinpliiidlieh wie ila- quei k-ilberbarouieter inni .!. (rei voli ela.-lischen Nachu irknngcn sciti unisse, biu idi sellisi indncre .lahre lang daini! beschSDigl gewesen, ein Konstroktions-prinzip liir ein solehes zu linden, und gelatigli

schliesslich zu dem im Foigenden besvhrie* bcueii Inslrument, dem l.iiltdruckaraometer . das siili ani kiirzc-len etwa als Slielarin-nieler bezeiebnen liisst, in desscu unici sic niisgebanditeti Theil ani unleren Knde eine Oclfiiung angebracht ist, so das> nacb Kin-laiichen diesis Araoinclcrs in eine Flii.-sig-keit je nach dem iiber der Fliissigkeit lasleii-den Druck verschieden vici Flii.-sigkeil in dm llohlkiirper eindriugt uml das Ataomelcr -imi scili (ìewichl iiitderl.

Beschreibung

de- Ve rs neh si ii-l rumeni e s.

Der HarometerkOrper (Fig. I) besleht aus eiuetn ariioineterfi'irniigen Gcfass ans (ibis an delll SII CHI langeli Siici sehlic.-st -ili eine Krweileiung an, welche tinteli cine ."> ma weile (telfniing O cnlhalt und in cine imi «Jiieek-ill» r zu lidlende Kugel endigl. Die Krwcilcrmig ist gegiu «leu Haum im Sliehohre mi der Stelle T bei meliseli diinli (ila- abgeschlosseu. Filili man die Krweiterung imi \\ a-scr, elwa so vveit. dass der Haum V volt Fliissigkeit liei bleibt, inni bringl man in die Kugel cine ge-eignele Mcnge llg, so wild dei Araonieterkorper in einciii imi Wasser gefiilllen < ìclass .1./ -idi in cine

li Vergi, die oboa < il. Arbeit Kinster WSItters in dieser Zeil« lirift.

IUI

bestimmte (ileieligewieliislnge einstellen, welebe «la<1nrr*li brtlingt ist, dass ciit* von drin ganzen Körper verdrängte Wassermenge gerade soviel wiegt, wie das Aräometer. Da das Volumen I' sieh ändert, wenn der auf das \Vas>er in .1.1 wirkende Luftdruck sieh verändert, so ändert sieh auch die durch I' verdrängle Wassermeng«, und so stellt -ich bei verschiedenem Luftdruck das Aräometer verschieden lief ein. Hält mau die Temperatur konstant, so lässt sich vermittels! einer in dem Slielrohre angebrachten Skala das Instrument zur Messung des Luftdrucks verwenden.

Das («elass .LI ist aus einem mm starken Messingrohre hergestellt, welches bis an den Hand mit destillirlem Wasser gelullt ist. J.l ist in ein ähnliches zweites

anschlug A', am Hoden von .1.1 und ein in das Glasrohr einset/.bcirer Guinmipfropfen (P) — punktirt gezeichnet—, und schliesslich ist noch zum Schulze des Glasrohres eine Messingrohrkappe NS in /«'. eingesehraubt.

1'iu den Innenraum von JA auf konstanter Temperatur zu bullen, wird zwischen .1.1 und Uli, ähnlich wie beim Bunscn'sehen Kiskaloriineter, ein Kismantel eingefroren und dieser Kismantel selbst wird durch das mit Kis gefüllte tielass (.'(' gegen Schmelzen geschützt. Für <lie Zeit der Ablesung wird Gelass //// etwas emporgehoben. ('(' ist durch ein weiteres Hlechgclass //I) thermisch geschützl. Der Zwischenraum (' - /> ist entweder mit Kis oder trockener Schafwolle oder sonst mit Isohrmalerial ausgefüllt. Die drei an hl> angelöteten

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Quechui b*r -iarotn.

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Im'Iü-s Uli eingesetzt. Oben isl //// in eine ringförmige I'lalle /., eingelötet, und in der Mille derselben eine "«'Urning ausgespart, welche geiade geslalli-l, den Cylinder •II in Uli einzusetzen. Auf /•", wird mittels,! Lcdcr-twixchenlflgC und Schrauben eine ähnliche zweite Scheibe Ii. aufg«*selzl und zwar so, dass .1,1 gegen //// hin wasserdicht abgex-hlnssen isl. Mit Ii, sieht die Ablesc-"iaike in fester Verbindung, indem in /.'.. zwei kurz«' Relirslulzen KK eingelötet sind, die zwischen sieh ein tilasrohr UU mit Siegellack oder Hlciglältckittdichtuug auliieliinen. Auf fit,' iA eine leine Hingmarke MM ••in-geätzl, an welcher di«' Stellung der Aräometerskala abgelesen wird. Dem Zwecke, «h'ii Glaskörper während des Transport«'* gegen Stoss zu sehülzen, dh'iit der Kork-

Haken dienen dazu, das Instrument im Ballon aufzuhäng«'n.

Das Schmelzwasser wird durch «len in F angeseUten Schlauch abgelassen oder es wird, falls die Anssen-lenipcrutur unter <i° sinkt, durch den Schlauch Schmelzwasser wieder zurücklaufen gelassen. Kv Kt, A'.„ stellen Korke vor.

Nach den bei einer Ballonfahrt am l<>. Juni 1809 mit diesem Instrumente gemachten Krfahrungen blieb die Innenleiii|k'ralur während «ler Fahrt während der Ii Stunden von Früh "> bis Vorniillags II Ihr, in denen Teuiperalurine*sungeii gemacht wurden, konstant.

Die Gleichgewichtslage des Aräometers ist dadurch gegeben, dass «las Gewicht des Aräometers (= Gewicht der Glastheile -j- Gewicht des Ouecksilbers -|- dem der

i il — ii„ i

eingeschlossenen Luft) gleit h i-l dem (tcwichl der iliinli die cullane hciidcu Theile verdrängten W'a.-sol menge.

Ks Nihil diese (ilcii Illing ziti lulgendcn .angenäherten i

Mi'/icl.....g iwiscbeu der buftdrui kdiuereiix (/» l>„\ und

der Verschiebung <»,,) de- Slielrulires:

i '/ /'., 7 v <

un r„ ila- zu eineni bestimmten Druck />„ im Imieni > I » - -

Tauchers gehörige Volumen des eingeschlossenen lìases bd,

7 limi tf Im'/.w. die Ouetsthnille des cylindri-« Inn Slii-ln ihres nini ili> liineiiraiune- ilei- Erweiterung I.

.s nini a beaw. die illese, ucwkditc voti Wasser und Queidudiber hetlculcn.

Aus der (MeMigewiehtsbi'dÌHguiig gehl hervor, dass das lii-irunienl ti ii cm 11 fi ii 111 ich gegen vertikale Beschleunigungen ist : es ISssl sich ihes soloil 'Inn Ii ■leu Versuch bestätigen, wenn mau es in einem Fahrstuhl fi während <le- Anfahren- oder Anhallcii- benhai biet, mici- scholl, wenn mau es direkt rascli hehl und senkt:

es bleibt dabei die Einstellung unverändert« Ina lie-ubai liluiig <les lailhlriickaraoiiielei.- während der Ballonfahrt vinn Mi. Juni IKIKJ •lunii Herrn Pmf, Einster-waliler lies- ebenfalls erkennen, dass «las liislriimeiil sich Bperiodisch uml unabhängig von den Balkm-

bc.-i■hleuiliglingeil einstellt.

im zu erkennen, ob da- Instrument Nachwirkungen zeigt, die namentlich dann zu furchten -ind. wenn die

l''iillllu—igkeii leielil verduiupri, habe idi ini Luboraloriiiii) uielulai h Versiiche ange.-tellt, bei wclchcfl ein Olle k-silberbarmneter. ein kotnpen-irles lloloslcnc-Aucroid und incili Liillilruckaiiiiiiiieicr in Kiuumiiiiikatiiiu iuil einein grossen an die Lunpumpc angrsi-hioesscoeu UlusbaUon

vini Mi I Inliall slaudeii uml Ihiickaiidcrinigeu von 5 zu ."» UitlUtCN \ oi geiiominen wurden. Kig- '1 zeigl die I cIht-legenheil des Im-iiììIzIcii hi-lruiiicnlcs (Fjg. I) gegeliiilier dem Alterniti -dir deullich.

Die Kuiplindlichkeil des Liilldruckariiiinielers lassi

meli erlielilli h -leigel'll. Wellll mail die Volllllliilldclllllg

dei im laudici' uhgc.-|m'irlcu Lidi V nielli auf die Vollllll-meSSUng des eililaneheliileu Slide- /iii ii< klillll 1, m 'lidi in

ani \\ iigung. ini bui man «leu TaudierkOrper bei T ab-

sihmil/l. an cincu leineii l'iutuuliuht kniipli und etWD

hill I lìillc del Molli'si lieti Wtige wìcgl. iii die.sem

Falle bcfreil man sudi von den kapillareu Slorungen,

weli'he Steli ani Slide gellend maehell. und hai die Tcin-peralurleiliiiig nach dem luucrcu de-ani il" ('.. zu hallcinlei Ilaiinie- ani cui Minimum reduzhl.

Kine eliejelielide I ii-elil'eihuug die-rs l.iltlilrin k-orftoineters -nwie anderer iibnlicher lailìdruckiiu-s-m-li muciilc und der uni ihiien uu-gelulu teli Versnche wild in dilli n.iehsleii Nelle der Melcoioliiglsi lieti Znl--eluill, Iterausgegelieti volt .1. Mann und 0. Ilellmam erscheinen.

M(Indica, Ernie Mai uhm».

l'hy-ikalt-i he- luslittit dei Techn. lindi-, hul.

\• .li mi.r interessanten Wolkenbildung:, »<|.|n- in Il u in bit rg ani \... :i' i; iles I.V Mai il. .1-. ani nordlirln-n Himmel zu heuhac hlt-n wai. gelten «ir biislchtntl zwei Skizzen l'in 4 Ihr überspannte den modln In li IL.ri/.ml ein glciclimäs> iger schmaler C.irrusstrt den, welcher gleich tieni Nat Illingen eilte durchaus rogfImlfigf, der l'.r.lriiiuluiiu etilene, lumie Wnlhling licsass. unti in seiner gmssleit lltilie un Ntirdpiitiktf clwa -jn"

     

- —

   
     

• 1

Fivnr i.

Imeli sismi. Din Win.ini lilnm: war hei klarem Si>nneii-rliein uml un Idingen fasi wiilkinlti-ein Firmameitl •'■»Hielt. 'Kig. I Ha in den nlteien Sehiihleii der Atmosphäre niirillietier Wuitl vi»r-herrst-lile. so nlekle der ganze ('.irriisslreifiii allinälilich am lliiiiiiifl nach Siiih'ii empor, -ni. sletig serlireiterml. Xin'h inigetahr einer Sliinde heuann der Nordwind aus dein <M-West-I'.irnisslicilcn an vielen Stellen kleine Strahl, n heraii-ziivvelirn, wehlie Ih-i

«eilerem Vorriuken im die ganze Sphäre iiberhrürkenden Cirnts-ln.-itis immer z.ildreit her wurden, daliei durchaus parallel lilieWn, «lein tu sie liinein-i'hauenden Auge also natii tieni Ntirtlpuiikl.

zu raduteli selnenen Al- emilich gegen •! t'hr da» Wolkenliiltl

Fiifiir *.

Iii- zu einer Hohl? von lo' im Norden vorgeschritten war, gltrli es frappant < tnein slr.ihleiiloriiiigen Nordln Iii, für das man es zur N.ifhlzcit halle hallen können. Wold seilen durften M regel-uiAssige Wolkeiif. innen heoliaclitel werden. (Fig. 2.)

Arthur Meiilzel, llamhurg

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Meteorologischer

II. llergesell: Krg«,bni**e der internationalen Ballonfahrten. Tlieil II IV. Meteor. Zcilschr. 17. S. I- 2N IlkHi

Itiii Ansammlung von Beobiichlungsmalerial der internationalen Simnltanfahrlen musste iloti Verfasser als Präsidenten der internationalen aeronautischen Kommission in eitler Linie zu einem eingehenden Sliiiliinn veranlassen. Kino Ileihe von Abhandlungen in der Meb-orologisohon Zeilsohrilt zeigt in logischer l'ulne di'ti Gang dieser Studien. Im .ladre 1SÍI7 erschienen .die F.rgelmisso der ersten inteinntinnalon Itaiii'tilftlirl in der Nacht vinn IM. /uni li November !.s*Mi>, dann ein vorläufiger llerielil über 'die zweite iiiCeritalinnale Fahrt am IK Februar IKH7- und in Folg«' der dabei siili zeigenden Mängel der Thernmgtnplioli: -Thnoiclise.ho und experimentelle rnlorsiieliimgen über das Verhallen von Theriiioinctcrrt. insbesondere solchen. <tie «chiiell wechselnden Temperaturen ausgesetzt sind ■ (Mcteorohig Zeitsrhr. li, S. 121, Iii. iHiii, In Ergänzung zu der letzteren Ahli:iiidltiii|! oischien ItWH eine Mittheilung Ober den Ttäghoilskocfliziotiten eines Thermometers iMeleorol, Z'-ilsCht'. JS, s. Mli.-Ii. IKHil wurde mit einer zwanglosen Bcihe ven Aufsätzen uiilor dem Titel: «Ergebnisse der internationalen Halli -rifalli (en • begonnen, von denen der erste Tlieil. die Beobachtungen im Slrassbuigi-r Fesselballon am 7 und K Juni IS'.IS i,V. iiilernalionale falliti einen Beitrag zur Ketitilniss des läüliilien limi niielillielien Ganges der Temperatur lieferte iMeleorol. Zeitsi In. tft. S, tili. Mit den nä. listen drei Tlieilen halx-n wir uns hier zu hesohiiliigen,

Tlieil II lieliandell : Neue l'iitcrsiielningon zur Itesli.....Hing der

Genauigkeit von Tcmperaturmesxungcn bei Itallulifabrleit Iis mag daran erinnert werden, dass l'roL Ih-rgesoll dir Sondiilialliilis an Stelle des llitUfdon-Tliermn'.;raplieu sogenannte ■■ Laiuelli ii-Theitiro-ineler • fienilizl, weit ho als wäriiioempüiidhi hon Körper eine weniger als ',io min starke Lamelle von 2 fili mm l.iinge und 11 nun Itreile aus Xciisilhrrldorli besitzen, de-eri in folge der Temperatili voräridorutig eint rei ende Langenau« Irrung genios,e n wird, Die Lamelle isl in einen Hook aus Giitllaiiinc's«-hon N'iekol-stahl gespalilil, dessen Ausdehnung so gering isl, dass, sie völlig vernachlässig! werden kann, so dass sieb die Ausdehnung der Lamelle ohne jede llilVeienz auf ein llebelsyslein uliei trägt, das die durch die Tcmporalurälxleriliig bewirkte Bewegung etwa

Mal ve ig rossori. Das llelielsyslem trägt eine Srliroibfoder. die die I ■-1111 e ml 111' Hill einen I In < v linder uuf/c't« linei, der sieh Hl nahezu zwei Stunden um seine Achse dicht. Die gl ululili he

t'llteisUi Innig dieses La.....Ilelltlieiiuoiiiclei s und seine Vergleiehnng

mit dem Itiiurdon-Theii.....neter Führten zu folgenden wieliligen

rtesullaleii;

1. Die tiisher bei ileii unbemannten Fahrten verwandten Keti>lrirlherin«iliieter, die im Wosenllu hon in Ibiuiite-Ilesiiticou-scher Art gegen die Sonnen .traillen go-rhützt w.lien, geben nur während des Aufstieges die Temperatur not einiger <ietiauigkeit an. da dann die durili ilio vertikale Ite» eglino; verursachte Ventilation im Allgemeinen genügenden St hutz gegen die Sonnenstrahlung bietet.

2. Die Augniteli dieser Tbei lilomeler liediirfell jedoch auch unter diesen Emstäinten einer Korrektion, die siili aus zwei Theih-n zusammensetzt. Der erste Tlieil rührt voti sirahltlllgs-itiu lieti der umgebenden Körper her und isl für jedes Instrument und jede Aiifhängungsai I besonders zu bestimmen. Im Hcriuito-solien Korbe beliiigt der Felder im Maximum dir das Laim dlt-n-Thermonieler •—l.."in. für das Hotiidon-Thoi timmeter 2.ó". Der zweite Tlieil der Tini inomolerkoi i i-kl ioli filli ri von der Trägheit des Instruments her und ist nach einer in der Arbeil abgeleiteten Formel zu berechnen. Für das I¿iiiiolleti-TlioriiN.illeler isl der

Lttieraturbericht.

IVai'lieilskiicflizniit so klein, das. ei voi nachlässigl «erden kann.

.'S Nur uni grusser Vorsicht ilüilcn die Tlioile der Thcllno-iiielei kurven, ivelelie dem Abstieg des Italiens entsprechet!, zur Aliteitiing von Temperatimi! benutzt werden, da in vielen Fallen der Tlicinioiiioteilorper durch einen Iteschlag von Wassel dampf am in ■> uni leu Fiinkliouiieii verhinderl ist.

Der drille Theil der - Ergebnisse . h< spricht die TemperaturVerhältnisse der höheren und höchsten Luits« Imbun, indem auf (■rund der im vorigen Abschnitt enthaltenen I nli-isan billigen da-. Material, widohos die bisher ausgeführten llurhfalirlcn mit llogistrir-h.lllons geliefert haben, in ciuhoilln her Weise hearheitot ist Es sind die Temperaturen von Italloiilahileii von ädO zu JUKI m Itis zu IIMInO m Dolio zusammengestellt, obgleich dabei für einige Fahrten eine reiht weitgehende Extrapolation iiothweiidig war. Ilor Verfasser gelangt auf Grund dieser Zahlen zu folgenden Sülzen ;

1. Die Atmosphäre zeigt in allen Höhenlagen bis zu ]Ihkhl in Tempera Inrsili wank il Ilgen, die innerhalb eines Jijithtigon Zeitraumes in sdmiiilhi hell Niveaus -Kl* erreii ht oder iiherüchrilleii hallen. Von einet Abnahme der (irüsse der Veränderlit likoil mit der Höbe lassen die Zahlen nichts erkennen.

2. tu den höheren Schichten ist eine AhhHiigigkeil der Temperatur vini der Jahres/eil (Verschiebung des Mavumims auf den Herbst i viel weniger ausgeprägt als eine Abhängigkeit von der Wi'lh'i'i.'ige. Die lit'Wegliclikeil der Temperatur in zeitliche! lio/iehung liestchl auch in örtlicher Hinsicht. Auch in ihn höchsten Schichten können einige 1<ki km Voll einander cullerai TenipcrulUr-itnlei-i Ii ledo von 3U -III" viirkomineii.

H. Kbensn wie die Tom pera im' zeigen auch die Teinperaliir-gradii'iilen regionale Versoliieilenlieiten. welche in erster Linie von den veiäiidetlen iue|.orologìm beri Verhältnissen abhiingen.

tieratleZB libttrasi bind ist das F.rgebliiss des vierteil Ab-sibiiitlos. in weleheiri drei iiiletn.ilionale Fahrten ll.T. Mai LS',17, 2t Miirz ISiüi. :t. Oktober IWI'.l. unlersiu ht sititi. Für jeden dieser Tage sind Isolmiiii und Isolhorinoti im Mi eiesniveau, in TitKlU und Inutili m Höhe gegel.cn, bezüglich deren Ableitung und Genauigkeit auf das Original verwiesen werden muss Der l;l. Mai brachte in Mittel- und Westeuropa typische Källeriickfällc; die llalliiiiiiilfstiogi' zeigli-ii min. dass die Temperalurvoi(lieilulig bei diesen Maifrösleu keine lokale, all die Frdoberlläi In- gebundene Krsi'heintmg war. sondeiii ein Fhäiiomoii von weitgehender M.'lflitig-k.-il und Itedeiitiing. das sich auf die ganze Uber Kampa lagernde Luftsäule bis zu den Inn listen Schichten orslioekte, F.s befand sich Uber Kuropa in vvcslöslbclier lliohlung von den Wcslküslen bis tief nach ISusslaiid. in nonlaidlichei linhtung von Skandinavien bis jenseits der Alpen sich ei stiel kend. ein miti Iiiiger Lult-wirbel. der uiindeslens im Niveau von luutkl in begann, walir-scheinbeh aber viel höheren l'rs|iriings war. und mit ahnehmendei litlotisil.it bis natu-an die Krdoheitliti he reichte In dieser Cycltme Ware» die laiftiiiassoii enlsprei tieiul dem barisi Inn Windgesolzo bis zu den liöohslon Höhen in Bewegung, und zwar derart, «lass dte Slrombahiioii T.isl genau den Isobaien der höheren Niveaus folgten. Berlin la-_" uiigelVihr im Gentium dieses Wirbels und halle von l.'iim in au in allen S.Iii« hlen itrimer die niedrigsten Teiupeta-liireii. Meikw liriliger Weise lioss, ii sub am h bei den anderen beiden Fahrten ähnliche l.iiltw irhol. wenn am Ii in nördhclioret Biclilung. na« Ii weisen. Verfasser gelangl daini zu lolgetideiii I!-snllat.

■ Du- gesrhilderlen drei inl'-i-nalionalen I ubiteli fiiliicn dem-i'ciieiss s:imiiilhch zu deliisellioii niolootohigis' hon Phänomen.

Jedesmal flogen die Baihins in einem ausgedehnten l.uflwirhcl

Von Iredcnlender vertikaler Mächtigkeit, dessen Intensität ihn mo mächtiger «'ii-il. je höhere Schichten wir in demselben betrachten. Die Temperaturverlheilnug war in diesen ("vrloncii stets so beschaffen, dass die tiefsten Temperaturen sieh bei allen Schichten in der Nahe der vertikalen Achse des laiflwirhcls vorfanden Wir haben also in allen drei Fallen Lullwirbi I mit ausgeprn» !ien kaltem Centriiin vor uns » Zeichnet mau diese Wirbel in eine l'olarkarte ein, so gewinnt man den K.indtm k. dass <|ie laiflmasseii in einracben. wenn auch nicht kreisförmigen Hahnen ihn l'ot umkreisen. Ist diese Krgüiizung lierechtigl, dann hüllen die internationalen Aufstiege zum ersten Male den grossen Ferrel-st hen l'olaiWirbel nicht nur nachgewiesen, sondern auch seinen Aufbau in verschiedenen Kin/elheilen ei forscht.

J. Klsler nild II. Cettel: l'cber die F.xislenz elektrischer .Ionen in der Atmosphäre, Tertrslrial Magnetism nml Alm. K.lcrtr. 4. S. 213 IM. IS'rli. Hei der Wichligkeil, welche Versucln' im Hallon oder im) Drachen zur Klärung luftclcklrisrher Probleme haben, verdient auch hier eine neue, auf experimentelle (irilildlage aufgebaute Theorie der Liiflelckliizilal K.rwähniing. Ks unterliegt keinem Zweifel, dass auf lirunil einer befriedigenden Theorie, selh-l wenn diese iii Klll/elhcllell noch abgeändert vv li lt. die allstemlill'.: und

Anordnung neuer \Vrsm he kundig mit weil mehr Au>—ii'hl aui' Frfolg vorgenommen werden kann.

Klsler und (ieilel knüpfen an die Vorstellungen an, welche sich die Physiker in den letzten Jahren über die Klektri/.itiilsleilung der Hase gebildet Italien, Hiernach ist ein (iasiuolckiil selbst unfähig, eine elektrische Ladung anzunehmen oder zu übertragen, dagegen kann es durch gewisse F.inwirkuiigeu — ähnlich wie bei dem Vorgang der Kleklrolyse — in zwei entgegengesetzte liest and-(heile zerlegt werden, deren Ladungen enorm viel höher sind, als diejenigen, welche den betreffenden Tlieilfheii .,hinein .buch llp-rübrung mit elektrisch geladenen Kiirpern liulgcthejlt werden können, (übt mau zu, dass die atmosphärische Luft ebenso wie ein (ias in gewissem Itclrage jonisiil ist. so handelt es sieb bei der Erklärung luflelektcisi hei F.isclieitiungrti nur um die Kennt nUs der lledingiuigen. unter ileneii eine Trennung il'otcnlialdilf'crcnzj oder hVwcguiig iileklr. Strom i jener s< hon prücxislircmicu Jonen erfolgen kann l)ie llauplfrage. ob die Lufl als Iii. ihveisc jonisiil angesehen werden darf. d.h. oh sie die Fähigkeit hat, elektrische Ladungen fort zu leiten, ist früher schon bejahend beantwortet, neuerdings aber durch die Verfasser in einwuifsfieier Weis,- mittelst eines für Zei strcuungsuiessungcn abgeänderte» Kmut'si bell Klefc-Iroskopsli ebenfalls in positivem Sinne gelöst.

Feiner galt es zu untersuchen, ob jene Leitfähigkeit der Hauptsache nach dem Vorhandensein von Jonen zuzuschreiben sei. Experimente in verschiedenen Hoben 1 Wolfclihiillcl, Uro, ken. Satitis, Zermatl. (iorliergrat ■ führtet! zu folgenden Destillaten: Die Zerstreuung der Klcklrizit.il ist nicht — wie man früher wohl annahm — in nebliger oder slauhhalligcr Luft am gnisslen, sondern gerade Iiier am kleinsten, und die grösslcn Kle klnzilälsvci liiste wurden beobachtet, wenn die Luft von ubnoiuiei Diircbsii htigkod war. Nebel und Staub wirken also so, dass sie die Iteweglirbked der Jonen lähmen und dadurch die Kntladuugsgcsrhwiiidigkcil eines eh-kiiischett Körpers berabselz.cn. In Horhlhäl. in und in der F.beue ist die Zerstreuung für positive Fleklrizilül idieiiso gross wie für negative, doch nimmt ihre Menge mit der Hohe zu Auf Ihrg-gipfeln überwiegen die positiven, an Wasserfällen die negativen Jonen.

■i l)i»'s'f Apj.jral zur \l.--iiuc .l<r i 1. 1» ii i/ilaf* fi tt. uim^ wü.l i.im M.< i.an.ktf «i-kar lölt.iii<r in hniiin-. iiw.it suis ferir-1

Zur Kiklärung dieser ThaIsarhen muss man sich zunächst . ir Versuche von J. J. Thomson. Zcleliv. Wilson erinnern, nach deri-i. unter ihr Kiiiwirkiüig derselben idekli isi ■hen Kräfte die < .eschwinf. keil eines negativen Jons grosser, ihre Masse also kleiner ist als ■!, eines positiven In Folge dessen muss sich ein von jonisirtei l.i: umgebene) Körper also am h die Knie - um selbst neg.e . laden, bis das durch seine Ladung um ihn erregle elektrisch,- K-.il den Unter*! hied der Hcwcglichk.il der Jonen ausgleicht, llie.nj. I entsprielil tler konslaiilen negativen Ladung der Krdohi rll.o tu , i positive der untern Liillschichteii. Trift Xcbelbildung ein, so bieibn die von oben berabki mimenden positiven Jonen in der Nehcl-clit v stecken, und es bildet sich an der oh.rn lirerize eine p.-sih eleklnsebe >. Iii. hl mit hoheiii, aber nach oben schnell abnehmen 1.i.

Pol eilt iaigcfällc. Liegt die Kolldens.i11< .llssehlelil in grösserer Hu [

so sinken die posiliv.-u Jonen unterhalb der S. In. hl unge hinder: :> Hoden, die aufsteigenden m-galrveii werden dagegen an der uiir.i-i: Wolkengrciizc festgehalten, tu Folge dessen sinkt das PuCenlt.il-gefalle an der Knioheiflache, während es obcrlialh der mit. i n tirenzlläclie der Wolke grösser wird. Für die Kiklärung der gros..-F.lckt riziIäI smeng« n bei liewiltern sind die Versuche von J. J T/imn son wichtig, wonach Kondensation in negativ jotiisulei Lull b geringerer Abkühlung eintritt, als in positiver. Sobald die :u-l'.ih elekliisi Inn Tropf, hen herausfallen und sich von der die W.i !• uiiigeU-inieii. not positiven tonen geladenen Luft entfernen. o1!-. eine sehr beträchtliche l'oleiiliahlilferenz auf Kosten der F.n.-r... der fallenden Tropfen entstehen lici weiterer Abkühlung wuie , auch die positiven Jonen als Kondensatioiiskefiie, und es rikv.it so Ii daraus, dass Niederschläge positive und negative Laduiiyr mit sich fuhren.

li.f.ieiil möchte im Aus« hlttsse an dies.-n Itericht noch ein. i hervorheben, welch dankbare Aufgabe es für die Acmnauhk -an dem weiteren Ausbau dieser Theorie mitzuwirken. Ks ist s, damit lieg.innen, indem Prof. \\ ie< hcrl-Höningen am it. Oktober |s' bei einer Freifahrt gelegentlich des internationalen lo-ograpl.ei lag.s in ll.-iltn He.il.achliingen mit dem Apparat von KM.t i:n (ieilel an gestellt hat

I". Kursier: Die Gesetze des Drachenihigcs in Darstellung las! Herc. Inning, lleilili iSelbsIvellagi I!»») 11 S. I*

IIa die vollständige L.simg des obigen Themas füi die uis-.-schau liehe Verwendung des llia.hens entschieden von ;rosv-Heil, iitiing ist, so verdient jeder lleitrag dazu auch im Kre:s. i.r Luftsebi(Ter und M« t.omliigen Hearblung.

Hie KntWtekeliingeri be/iilieii sich zunächst nur auf die ii|. i-e.kige. als Spielzeug bekannte Urai lieiilläche. doch hält es dri Verfasser für l.-n ht, diese Fbiggesetze auf den Harggrave srb.s Prächen und den von Sie/sieht schell Urucherilijllnii auszildel.ti' n Als erste Itediiigung für ruhigen Klug wild das ZilsannuenfalV ■■ von Klächi ri-siliiverpuiikt und liewichlssi liwei piinkl i.lein l'los.1, werden die Ausdriieke. Mittelpunkt der l'ai'allelkrliffe und M*>f ''• inillelpiinkt vielleiehl gi-läiiliger senn gefordert. Ih'e drei a«l il'"1 Drachen wirkend.•» Kräfte; Winddruck. Sehuorkrali und K il"' ' lassen sich dann mi hätttiissmässig einla.h. ohne Hin ■il-.',IIIMJ von Diehkräflen koiribiniien. Ks werden alsdann einige Ir«1*1 über Sluigkrafl, Kab.lziig und Kabeliieigiing fiöibrl. i-. II. Kragen wie hoch und wie steil stellt suh cm Drachen .in. weiei ihe W an Igest 'hwindigkeit s:ch verdoppelt, oder bei weh beul Ncigim^ winkel ist die Tragfähigkeit ein Maximum. Ans den Formeln g'Ii ii. A. auch die rapide >:eigerung der bcnölliigletl Ihat hei'ü-i' 11 hill erhöhtem Stellst.mde hervor: bei Aufstiegen in »rn"c ri ist daher Drachen- und Appaiatgewii hl Ihiitilii hsl zu verringi'"' lieinerki'iiswerth ist. das. Verfasser aus th.oieli«chen 'änii"i,rl dazu geführt wird, ein -• l.i-lis. Ii geui.ir hl.s Ilm kgial ■ des Hracli' [|~

/.u empfehlen; ein Gedanke, welcher — offenbar ohne Wissen des Verfasser» — in dem elastischen Zügel bei Drachenverswlien ja wis-.eriiias<cn sclmn zur Ausführung gekommen ist

Die Arbeit enthält zahlreiche nur ski/xi-uliaf) aiigeih-iltete Aiisblicti' zur Anwendung der Formeln, z B. auf den Sehweheliiu«: tloch iiliissr-ii wir »ins begnügen, in Bezug hierauf auf das Original ;-il verweisen. Wenn auch die Zell des Verfassers, narh dessen «•igeiien Angaben, zu Versuchen auf (irnnil der llii»oreli»chen Basis iii.iil ausreicht, so wäre doch zu wünschen, dass derselbe /u einem weil.reii Ausbau der Bums. z. Ii. Anwendung auf die gebräuchlichen I »ra< lienfoi inen, ficlegonheil fände. Dem Heferenlen scheint ein solcher Ausbau niehl ganz leicht r;i sein, aber erst eine derartige Krweilcning winde eine volle Ausnutzung der abgeleiteten tut mein ermöglichen,

K. Wenx. Obsei vatnire-Sonde cnlcvc |iar «erfs-vnlants. L'aéro-ii.nite 3J» [>. :w. I Taf. I!«M).

Km fieslell. auf welchem verschiedene ua'tenrologisilie Inslrii-inenle angebracht sind, wird jede Mimik' von einer ' « in entlernten Kamera pimi og rapiti rl.

Speziell für Uracheii, deren llühcnittidcruiig langsam erfolgt und deren Benutzung auch tn der Nacht wirblig ist, wird der Iii« hard'sehe liaro-Thei mo-Hy grograph schon allein wejrcn seines •/erinneren Gewichts I - I 1 « kg vorzuziehen sein Der Weiiz'srhe Apparat Kaiocr.i. lieslänge und Instrument«') wiegt .V i kg. svena auch bezüglich der Instrumente — denn Zusammenstellung und Ari einstweilen willkürlich ausgewählt Ist und daher hier auch nnlit krifisici werden soll clwas »in (iewichl gespart werden kann. Das Prinzip einer solchen Ihgislriiiing isl übrigens schon früher praktisch erpmbt: vergi, z. II.: Die eiste wissenschaftliche Nachtfahrt des Mümhener Vereins fiir Luftschiffahrt von Prof I.. Sohlicke und I'mf. S. Kinslerwalder. Jahresher. des Miinthener Vereins (Tir Luftschiffahrt. IX! Iii Assmann. Auffahrten des Hegislrir-ballons .f.irrils.. Zeits.hr f. Luftschiffahrt 13. S. 172. IHt»t.

Meteoroloplaohe Bibliographie

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Conile de Casi il Ion Saint-Victor: (lltscrvalions (aite» pendant

l'.'isietision du 2>> mars- Annuaire Sic, M«'-l. de Krance.

•IX, S. 7. DK Kl. Kbeulalls Beobachtung« n an Schneeivolk«-n. J. Fanre: Ase« nsi<,n du l-r avril Dum Arimmiie >>«c M«'-t d<-

Krame IM, S. K. |;»m. L. Tel<s»er*ne de Buri: Illude de ladriosplii re daiis la vellicale

par ccrfs-vdaiils et lialloiis-.somh's Journ de l'hys t) II.

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J. Viaeent : l.einploi d«> eerts-volanls en ineléornlogic Annuaire observ. de Bel|fi,|iie polir Dum. ititlm-lh-s l'.nki iii pp 1. Taf. Itererai ni Nature «I S. 177 l'.hhi

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'3

II. Ilrlm Clayton: Studies of cyclonic and antinyrlonic phenomena with kites. Second memoir Blue Hill Meleor. Observ. Bulletin .Nr. I. d.iui. :«0 pp. <> Tat V.

Rapport du Coaiile meleorolortyue Internal iuiiul. Hcunioii de St I'elersboiirg lisiril Paris DMH). Knihält folgende aeronautische Berichte:

IV. Arbeiten der internationalen aeronautischen (Uminmsion eis Mär/. 1k1i<) von Hergesell.

V. Kiilcrsuehungin mit Ballons-Sondes und Drachen in Trapjies voll Teisserenc de Bort

VI. I nleisuehiing der Atmosphäre mittelst Drachen in Amerika von Boich.

VII Die wissenschaftlichen acmnaulisi hen Arbeiten in Berlin von Assmann.

lt. Assmann: Beiträge zur Erforschung der Atmosphäre mittelst Luftballon, unti-r Mitwirkung von A. Berson, II. tiross, V. Kremser und lt. Süring. Berlin (Mayer u. Müller) dnjo ,,,, T.if

Zusammenstellung einer Beilie allerer Aufsätze aus der Zeilschrift für Luftschiffahrt

V. Bjerknrs : Das dynamische Prinzip der /irkulationsl» wegungell in der Atmosphäre. Meteor. Zeitsclir. 17. S. !!"- tüli. - Ii.", I.v. !•«•■ Diese lioclits'deiilsame. rein thfsnrelische Arbeit wird voraussichtlich in« h eine h-bliafl«' Diskussion erregen, da sie in ihren Konsequenzen sich den amerikanischen Verhältnissen besM-r anzupassen scheint als den europäischen.

F. H\ Bljtelow: Some of lie resulls of the international cloud work for the I'nited Slates. Monthly Weather Beview. I". S. A. 28. S. X—II. huh). Knihält mehr als nach dein Tilel zu erwarten ist. nftmlich allgemeine theoretische Betrachtungen Uber die Veränderung von Temperatur und Feuchtigkeit «ler Luftmassen bei Verlikalhcw<-gnii|(en und über die Anhaltspunkte, welch«- Wolkeiunessiingen biet für liefern können Ks werden auch «he Bewegungen der Atmosphäre auf Grund der Wolkenbi'«ibai'htiiug>-n besprochen. H. Müller: Kelier l'mhildung von t'.uiiinliiswolken Meteor. Zeitschrift 17. S. I7i! l<7 dhu). Theoretische Betrachtung über die Behinderung aufsteigender lufllm'wegun«,

lt. Ktirillg: Verschiedene Arien von llaufenwolken. Meteor, Zeitschrift 17. S 177- 17t». imihv Anknüpfend an Biillon-Benbai'hlungen wcrd«-n ähnlich wie bei

to-wiltern Wärme- und VVirbel-läimnlus unterschieden

Brllloulii: Origine. variation et perlurbalions de IVIerlricite almos-pheri«|ue. .lourn. de l'hys 0. S. DI. DHU)

J. Flsler und II. («eitel: Beilrätji' zur Keiintniss der atmosphärischen Klektnzitiit l'hys Zeits.br. I S. itö. linnl.

.1. M. Baeon: The audibility of sound in air. Nature «0 S 1X1 IN"!).

Verfasser ahmt«' die Verhältnisse von Meleor-K.vplosionen dadurch nach, dass er a in Ballon hängende TouitPalronen «hklrisch abfew ite.

U. II. Br)«n: The resistance or air Nalure Gl S 107. ivhio.

Bespri'cliung der zur Krlangillig ellies Preises von der Soiiele d'Kncoiiragemenl pour I'lnihislrie Nationale eingelieferten Arbeiten von Ia- D.ml.c und Canovelti Die AuTgahe war speciell im Hinblick auf Luits« hilTiihrl gestellt Wlrel»>ss Teleirra|ik). Nadir.- fil S. .W VMM.).

Auszug aus einem Vortrag von Marconi vor der Bnv.il lusli-tiiliou. in dem ii. a auch die Verwendung von drahtloser Telegraphic in Verbindung mit Drachen und Ballons im südafrikanischen Kriege besprochen wurde

-^K9 Aëronautik. gh^*-

Luftpropellerversuche auf dem Wasser und der erste Vorschlag

der Luftschraube im Jahre 1784.

Kim' geschichtliche Studie.

v..n

II. W. I.. Moefcbeek.

Die Methode, welche Ii ruf von Zeppelin zur Prüfung Keiner Luflpro|ieller dun-Ii Anbringung derselben uii ciiiciii |t(»iit auf (Inn l)oden*eo angewendet hat,

besitzt bereif- eine Vi ii gc>ihiche, deren Kiwahiiung grade heule vidi hesnnderem Interesse sein Witt).

Den enden ernst zu nolimcnikf) Versuch den 17s.'! erfundpnen Luftballon lenkbar /■<■ machen, veranlasste

I7si der Herzog von (.liartres, indem er den Mindern Poliert den Auftrag eilheille, aul seine Kosten dahin zielende \Vi.-iielie im I*;iik von St. Cloitd anzuslellen. Die (iebrfider Robert waren sein- pesehiekie .Mechaniker und siaudeii in engsten Beziehungen /um Physiker Charles, nach dosen Anweisungen sie aueli die erslen Wasserslolllialloii» gebaill halten und welcher ihnen auch hei dieser neuen Arbeit mit I tat Ii und Thal zur Seile stand. Auf (diarles Veranlassung nahmen sie sieh den Fisch zum Vorbilde lür das Lufl-chilf, denn, entgegen den wirren sinnlosen Anschauungen ihrer Zeitgenossen, welche zalilreiche Projekte von l.ull-<•hilleii mit Segeln

hervorbrachten, hatten sie erkannt, dass der Ballon in der Luft schwimmt, wie der Fisch im Wa-ser und dass der I nlersi hieil nur darin liege. dass das neue Medium, das Wasser, - auf welchem das Schilf schw imml. SSO Mal dichter ist, als das Medium, in welchem sich die Segel

befinden*.

So drücken sie sich wörtlich aus in dem heule sehr seilen gewordenen - Memoiir snr /es r.rf*'riritcrs tti'rtintitli'jiti.< failirt jutr MM. ItiJutri fnns, hnjt'tii»•■nrs-j»THtttHlNHirett (tu /'o7.v t7H4 , |iag. .'».

Dieser dem liau zu firunde gelegte Gedanken veranlasse die (!el>iUder Ihmert mm mich genaue Versuche daiüher anzustellen, welcher I nleischied vorhanden sei zwischen der Knifläu.-seiiiug von Mildern im Wasser und in der Luft. Die Krgchnis.sc hierüber, sowie Oberhaupt

die ganze Art und \\ ci-c. wie sie den Versuch anslelllen.

sind so intéressant, dam wir hier nnlen den Originaltexl

der sellenen Schrill aufuhren wollen. Sie selirciben :

• NtMll décidâmes lie.construire en taffetas «leux rames rir-riil.iirrs (te li pieds de diamètre, cl par ronséipn-nt 2M pieds d. s11r f;(• e. adoptées à un levier «le 11! pieds (! ponces ; après aveu (ail transporter mu le craint réservoir do Saint-llloud un Itatel.t dont la surface cl la résistance nous cloient connues. n<Ki« .-•..iv.cnies ruai bien il non fauilr.nl de temps avec ces rani" pour parcourir une espace donné comparativement à celai qsil nous faudrait avec les rames ordinaires d'un balclct plongtr-ilans l'eau. Nous sentîmes .pic leur résistance nltsorbcroit la Force de deux lminin4>, et «pic leur longueur rendoil pénible Is maii.elivre; nous les diminuâmes donc progressivement jusqu'à ce qu'elles, employassent un peu plus .pie la force ordinaire d'un hojninc; leur réduction de surface eut lieu jusqu'à 12 pieds, et jusqu'à lu |>ic.ls la longueur de leur levier, dont le point d'appui éloit au\ quatre cinquièmes de la surface résistante.

Après ces ilillérenles Kxpcricttrcs nous voulûmes comparer l'action des rames ordinaires avec les nôtres. Nous essayâmes avec un balelel et des rames ordinaires de parcourir un ecpX ( donné de .'ilmi pieds, et nous y employâmes ¿10 secondes Non» remontâmes notre l.alelel au même endroit, et nous répétâmes la même Expérience avec nos rames de taffetas, nous vîmes ave. plaisir qu'elles ,tvoient dans l'air l'avantage d'un sixième sur elles plongées dans l'eau.

Nous essayâmes ensuite «le mettre mie rame ml inaire dan» l'eau et une de taffetas dans l'air: ces dernières avoicnl toujours un avantage bien supérieur

Nous ne nous sommes pas tenus à ces résultats satisfaisant. « de nos Expériences multipliées sous différentes formes pendant deux mois: nous avons suspendu noire gondole an bout de quatre cordes de se pieds, ce «pu nous d.mnoit un pendule très long et un frottement insensible ; nous avons ajouté deux <!«■ nos rames à cette gondole, et ensuite li\é horizontalement à la partie inférieure d'une de ses extrémités une romaine arrêtée par un point isolée de celle gondole.

I.a mami'uvre de deux de nos rames nous fit prendre un point d'appui dans l'air égal a !hi livres, et la nianieuvre de quatre raines nous donna «lepins 12(1 jusqu'à iko livres alternativement «•! sans fatigue, d'où nous conclûmes «pi'on pouvoit élal.lir la foi ce moyenne à lift, cl «pi'un aérostat ronduil par

Der Brier Jefferson's lautet folgcndermassen:

<l went some lime ago In see a machine winch offer* something new. A man had applied I» a light boat a very large screw, the thread uf which was a Hun plate, two feel broad, applied by its edge spirally around a small axis. It somewhat resembled a bottle brush, if you will suppose the hairs of the lwillle brush joined together and forming a spiral plane, This turned on it* axis in the air, carried I he rossel aero** the Some-It is in fact, a screw which lakes hold of the air and draws itself along by it. losing, indeed, much id its efforts by the yielding nature of the body it lays bold of to pull ilself on by. I think it may lie applied in the water with much greater edect. and to very useful purposes. Perhaps it may be used also tor the balloon. >

Wenn man vorliegenden Brief ohne den Zusammenhang mit der Zeit und mil den Verhältnissen, welche Thomas .lelferson beeinflussten, wiedergibt, dürfte man leicht geneigt sein in ihm den ersten weitsichtig«'!) Hinweis auf «lie Verwerlhung der Schraube für Schiff und Luftschiff zu linden, Soweit es sich um die SchilTs-seliraube im Wasser handelt, vermögen wir obige Anregung des Amerikaners als die erste uns bekannte nicht abzustreiten. Andererseits aber gebührt die Priorität des (!<vdank*'ns der ersten Verwendung «ler Luftschraube und damit wohl auch der Schraube als Fortbewegungsmillel im Allgemeinen dem französischen (ienieollizier Mciis-nier'i, derselbe welcher auch den inneren Lnflsack des iiashallutis erfunden.hat.

Meusnier halte die Versuche «ler Obnuler Hoheit nach Angabe von (.». Tissandier iBevtie de 1 'm'ronatiliijue ISfSH. pag. lHi) anfänglich patronisirl. Kr stand also darnach in direkten Beziehungen zu den Krbauern jenes

•j Jean. Ftapliste. Marie. Charles Slcusuier. wurde geboren zu Tours am Ii). Juni 17'it, wurde als (ii-neral während der Belagerung von Mainz 1 TS*:t am Knie verwundet und erlag seiner Wund«' nach einer Amputation.

Luftschiffes des Herzogs von Charlies und man kann hieraus den Schluss ziehen, dass ihm alle Versuch«', also auch diejenigen mit den Luftpropcllcin bekannt geworden sind. Sein Kiulluss auf «las 1'nleruehtneii war so gto-s, dass sein Lnflsack bei j«'ii<>in Ltifls« hilf zur Ausführung gelaugt«'. Letzterer war dazu liestiminl, durch Kompression der Luft mittelst eines Ventilators ein Fallen des Ballons herbeizuführen, um so ji'dcit (iasvcrliisl zu vermeiden; beim Ablassen des IVlierdrucks sollt«; der Ballon wieder

steig-eii.1

Die Auffalirlen «les Ballons «les Herzogs von Charlies fanden am 15. .luli und am Iii. Sepleuiber 178» stall. Kurze Zeil darauf, am Iii. November ITSi, las Meusnier der Akudcinie eine Arbeil vor über die Verbesserung der ai'i'ostalisehen Maschine , in welcher er zum «'rsb-n Mal«' ein länglisches Luflsehilf mit drei an einer Achse hintereinander angebrachten zwei Hügligen Schraube uiim-|iellcrn in Vorschlag bracht«'. Kr wollt«' einen krüfligeren Propeller als jene Bilder von HobiTl eingelührl wissen; ihm stanrl die Knergie der Windmtihleiillügel vor Augen. Sein«'Hropellerschraubeii benannte er •mute.« lournanles».

Ks isl wohl anzutiehmeii, «lass zwischen jenen Versuchen von Liiflpropellern auf «lein Wasser von Hoberl und jenen bekannt gewordenen bh-en von Meusnier ein ursächlicher Zusauunenhang lieslelien wird mit jenem von Thomas .lellersnu in dem folgenden ,lahre I/Hf) und zwar wenigstens Mitte 1785 i some liuie ago j auf «ler Seine beoba«hteteii geglückten Versuch, diesen Fluss mit einem Liillscliniubcnbool zu befahlen.")

Was uns aber nicht weniger wichtig erscheint hiermit festziislellen, das ist «Ii«' geschichtlich iiachgewi«'s«'ne That-saehc, «lass «las wiehligsle Forlbewcguugsorgau unserer Scliill'ahil, «ler Schraubeupnipcller, seine Krliiulung lediglieli der beabsichliglen Förderung der Liiftschiluilirl verdankt. welche wir könnten noch zahlreiche Fälle anfuhren • sieb als werthvoller Faktor lmscrer Kiillnr-entwickehuig immer inächligcr hervordrängt.

llelhuys hat nachgewiesen, dass die praklischu Aiisfiihrung nicht angängig ist. weil sie einen Slotl erfordert, der um haltbar zu sein H bis i kg pro «Quadratmeter wiegt is. revue de l'aero-nauli<|ue pag, Id'n.

-I Viellei« hl trägt dieser Aufsalz «lazu hei. für einen oder den anderen unserer l,«'ser. Ulis Näheres über jenen Uns bisher unbekannten Experimentator nut/.ulhcüen.

------s-Jfrs. -

Der Doppelfallschirm.

voll

Fräulein Küthe Paulas in Frankfurt a M Mit 1 Abbildung.

Her Doppelfallschiiiu isl eine Krliiulung. .des Lufl: suchte und leider zu früh hierbei in Ciefeld im .luhre 18US achiffers LaUemann. welcher mit grosser Hfihrigkeil stets seinen Tod fand.

neue Ideen der Luftschiffahrt dienstbar zu machen ver- Her dem Ktiiislslücke zu firunde liegende (iedanke

7i;

ist flu* Wiederholung eines FaHsehinroibstiirzefl vom Luftballon durch einen weiteren Ah.-iurz vom entfalteten Fallschirm mittatst eines mitgefühlten /.weilen Fall-sehirmes. Man könnte dieses Experiment auch melirmuls wiederholen, wenn man die Vondehl beolwichtet, die erste Abslurxhühc sehr Imeh zu wühlen und die zunächst zur Entfaltung gelangenden Fallsehiruie Piilsjireclwnd grösser und -linker zu Italien, dainil sie im Stande sind, die grössere La-t zu Iragen, und die Gefahr vcnuiadefl wird, dass sie bei der

EnlfalUmg, die das Material natürlich in hohem Maasse beansprucht, im hl zerreissen.

Die Technik des Doppcl-fallschirnis erscheint aul den ersten Blick als eine sehr einfache. Wenn man aber tx*cücksiehtigl, dass hierbei von Kleinigkeiten

die Krage über beben und Tod abhängt, wird mau zugeben müssen, dass jedes Einzelne sehr genau überlegt und mit grosser Sorgfalt vorbereitet werden muss.

Im Allgemeinen hängen beide Fallschirme zusammengerollt und mit einander verbunden an einer am Itallouringe befestigten

Trapezstange, Der zuerst zur Entfaltung bestimmte Schirm hängt über dem anderen Heidt« .sind an der Trapezslange gemeinsam befestigt durch ein um das Packet und die Stange taufendes starkes Gurlband. Das Gnrtband

endet in zwei Oe-eii. die-e (»seil werden durch einen

kleinen Hing in der Milte meines untersten Fallsehirm-linges durchgezogen und hierdurch einen durchgesteckten konischen Ifobtstifl festgehalten,

Jeder einzelne Faltschirm wird lang gefallet und mit seinem oberen Theil sehr sorgfältig in einen Sack hineingebracht, der ihn wie ein Schirmfidieni] beinahe vollständig bedeckt, Sodann werden die Fallschirmleinen geordnet und in zwei Hälften gelheilt. Diese Leinen werden darauf jede Hälfte für sieb mit Zwischenlage von Papier, um jede Vcrncstelung der Leinen mit einander

zu verhüten, aul dem Sack nach der Spitze de- FpII--ibirin- hin nrdnung-iii;i--ig hingelegt. Dfl die Leinen bedeutend länger sind als der Fallschirm selbst, legi man sie zweekitiä-sig in Wellenlinien. Her Sack Wird hierum vom Eude nach der Spitze zu Kiisamuiengerolll,

In dieser Weise wird zunächst jeder einzelne Fallschirm behandelt.

Nunmehr und für den Doppellallschirm der Sack

des obersten Schirmes mit seinem geschlossenen Ende

au der Trnpezslaiigc de-llalloiiringes festgebunden, nachdem zuvor noch ein breites Gummigurt ¡San itarses Saekpaekct gexagni worden ist, um sein unbeabsichtigtes Entrollen zu verhindern. Die Btrk* haben zur lirici» blerting des l'e-lbindens au iluei ge.-ehlosseneii Klrden eine

eingenähte starke Stange mit ( tesen an deren End« An dieser Stange des unieren Fallschirmes vvenleii darauf die aus dem obiti ■ Fallschirm etwas Iura

hängenden Leinen heiligt. Der zweite mitin Fallschirm ist nun in (fr nati derselben All mittel-; (inri und llolzkneliel tt seinem Sack Hrfestigt.

welchen der obere Fallschirm trägt, wie es Hbtt ih'ZÜglieh der Bcfesligimi! «ler noch y.iisiimiiieiigewik-kelten beiden Schirme MI Hallotiriiige beschrieben ist. Heim llerausziclieii des llolz-lifles aus dnn

frtuitln k. pmiui in trapii

Hing löst sieh das tiuri, der Sack mil Schirm nJlt

•ntw in Doppttfaltchlrm.

aiiseiiKUider, der Sfilimi fiillt ali- «lem Sack lieraus uml eiilfaltel si» li ini Fall'1"

Ani Ring «Ics Fatbchinnes ist cine Schlinge ia-

gebrachl, in welcbe idi mieli heini Ab-turz hitieiuset/'' Den Dop|m'||allsehiriiiabslurz pllege idi imr dwn

aiiziiwenden, weiin idi in »'i......i llallou oline Korh nfleb

aiilfahre. Hat dee Ballon einen Korh, so «rW l|t"

Doptjielpackel an einer Trapezstangeausserhalb de- rungw

bdesligl. Idi sel/e midi alsdanii auf den Koibrand n;eli Aiis-en gekehrt. Der ersi e Sa«* i.-l danti an der Trapezstange le-igebundeii. withrend der zweite in cinem A"s-

hisungshaken hängt nini siili hei meinem Absprung «Inn Ii mein Körpergewichl von selbst auslost,

leb wénlé liüulig gefragt über ilie (iefühlc, welche ich beim Absturz mit «lein Fallschirm empfinde. Jedermann weiss es, was vielleicht «lein zuschauenden Publikum weniger zum Bewusstsein komml. dass ilas kleinste Verseben bei den Vorbereitungen eine Katastrophe zur Folge haben kann. Ks folgt daraus, du-s ich Alles persönlich mit cincin («eliilfen bewerkstelligen muss, nur so kann ich mit dem lielülil, 'lass Alles in Ordnung ist und zum guten Knde führen muss, mich in die grässliche Tiefe hinabstürzen. Ich halte dieses .Manöver jetzt

i.luni. l'.J<jO( bereils ti."> Mal iti il gutem Krfolge, verlranend aiif lioties sebutzende 1 lauri, unternnmmen. Immerbin geslehe ieh geni, dass der Knlschluss ziim Absprung in deli liefeii Abgnuul jedes einzige Mal cine liedeutende Febeiwindung koslel. Illeibl dodi der tìedanke stels lebciitlig, dass <loi|i irgend wo cine Kleinigkeil iil>er-sehen, vielleiehl aneli das bisher siiti slark gezeigle Material Seltwuehen bekoinineii babeli nini der tiene gewagle Spiung der lelzte sein kt'uinle; es erzeugl cui gruseliges lìeluhl, iìber vvelches man uni hiiuibei'gelailgl in thr Kriuiieriuig un «las wahrc Sprheliworl : Iteiu Mulhigen gehiirt die Well ! •

Leber die neueren Experimente in Mailand wbleibt Leutnant Viaiardi, der heiler derselben uns fi 11 gern les ;

Der VeisiiiIi mit dem Aerokiirve*, fand seil dem letzten August IlW'.ti alle Monate hindurch stall und ergab zufriedenstellende Itcsuitale.

Der Aeriikuiv'e besieht aus einem Kambiisgoslcll. weh lies mit Kaiiibni bedeckt ist: es wiegt i» kg und hat ii ■|iii Oberfläche.

Zwei Schrauben, eine v«nn die andere hinten an der Draeheii-iläehe Angebracht, von je O.Ko in Durchuiesser und «>,;»> kg Gewicht bilden die Propeller. Zur Ft Im Illing des Gleichgewichts dient eine Kreis-srheilie von n.sii in Dunhinessef. an deren Peripherie 12 Paketen von U.il.'kikg lii-ttirbl und iVt Sekunden llreunzeil bete»! igt sind.

am 27. Juli inaihle u Ii den erst-Ii Versuch, iuth-iii ich den Aerokiirve von der Spitze einer .'Iii in langen Stange fallen licss, nachdem ich die ISaketeil an der Kreisschi-ihe und leriier i grosse ii. t2.i kg schwere ltakeleii. die an den Seiten der Prach»ittlarhe ungehiaihl waren, entzündet halle. I nglü« klhhervvcise wehte indes» der Wind so stärk, tla«s die Ahlassvon irhhuig versagte. Es war nun sehr gelährluh für ilen Mechaniker, die ltakeleii zu entzünden und die Leine zu durchschneiden, an der der ai'-toktlrVt-hing, Trotzdem glückte dieses Manöver-, indess trat eine kleine Verzögerung im Auftrieb der grossen ü.ikeleti ein. sodass der Aerokiirve nur 20 in weit llog und darin in gutem Zustande herabfiel auf die Erde, wo die ltakeleii tun h weiter brannten.

Iler Aerokiirve mit den i H.iketin von LT'"'kg und einem ganzen liewicht von usuo kg hatte cm Ge.*iiimntgcwirM tun 7,&»'Ki kg; er war viel zu schwer.

Im August wiederholte ich diesen Versuch, indem ich den Aerokiirve an Schnüren hochhob, diesmal ohne jene l grossen liakelcn. Nachdem dann die llakelen an dei Krcissi heihe entzündet waren, liess ich die Maschine von etwa Itl m hi.i|c f.ilh^ Sic flog nid einer bis auf IN in sich steigernden liest hivuidigkei! und kam sehr sauft zur Erde herab, iiarhilem sie in 2 Minuten einen Weg von Ü-x1 m. d.iuUe'jis halle,

Die üesullate waten selir ei liinthlgelld untl zeigten uns einen sehr ökonomischen Weg in der Anwendung «ler Kakelen als Motor für Versuche in kleinem Masssl »Im-.

Am 2rl, November wollte ich einen Versieh machen mit einem Italien von llUrhtii, mit Uezug hui die zu erwartenden licsiiltale. wenn man an der Gondel desselben zwei Aliiirüniiun-Ilylmder von 1 in llunlirricüser und O'iiliii Höhe anbringt.

Die l'.yliruler drehten sich mit einer Geschwindigkeit Von 2(10 Touren in «Irr Minute und H Schrauben drclili-n sich gleioh-

•l Viear-li brvMt hnrt .ijiiiil *Il-ii in unserer zimlsrhritt m'bon nietirfai h hv>[irucheu<'U um! im itilj« viirgrfühtten llrai-licntlii-vr «le*- rir.tfeii Carelli.

Luftachiffahrtsveranche in Mailand. Jjfa^J£>tj.:.>'H^.^f.1 'f/l:.-

•ilig mit den t.y lindern Die Ilol.ilionsgesi hwindigkfil. herrührend Von II Eeileriiii'toreii von grosser Kiafl, war indess zu schwach.

Nichtsdestoweniger ging der flallon. sehr gut sich im Gleich-gcWiehl haltend, vorwärts, indem er ein Hkg schweres Schlepptau nachzog.

Dahl darauf machte ich einen neuen Versuch mit einem grösseren Modell von lHtlclun mit einem Den'.inmotor von 2 Pferde-slärkcn. 2 Schrauben von L.'Hltn und 2 Cylindern von I in Durchmesser und 0..M1 in Hohe.

Ilei diesen Versuchen machten die Cylinder 2-OtlD Touren in d«'r .Minute und die Schrauben 12'iu Touren >

Soweit unser diese Versuche leitender und mit seiner eigenen Erfindungsgabe boh-tichleiidor Gewährsmann

Aus den Mittlu-ihmgen unseres geschützten Mitarbeiters Grafen Carclli, auf dessen Ko»l«-n alle diese Versuche stattfinden, können wir zur Ergänzung des Dingen noch Folgendes hinzufügen.

Der kleine, von Viaiardi erbaute IIa Ihm hat Gesclutssfoini mit kugelförmigem Endo und ist lfm lang, bei .'I.K in Durchmesser, .teile Feder liosass eine Arbeitsleistung von etwa äO Kilogramm-nioler Der Versuch halle lediglich den Zweck, praktisch zu erproben, ob die von Carolli voigo«i hliigelte Methode, röhrende Scheiben «iiier t'.ylinder, im Stand«- ist. zur Erhaltung des Gleichgewichts bei langen llalloiikorpcrn beizutragen.

Unterhalb des Ilalloriknrper* hangt an einem Netze ein länglich viereckiger liamhiisrahmen In der Mitte desselben ruht auf tjiierstühen die Achse, welche vorn und hinten je einen Cyhnder-reifon und an ihren ausserslen Enden je eine Schraube trägt. Hinten befindet sieh ausserdem ein Steuerruder.

GraT Garolli isl der Ansicht, dass er durch seine rotironden Cylimler einen feston Stülzpurikt Tür seinen Hrtlhul in der Luft erhalte. II« r Itallon drehl sich nicht um die durch seinen Schwerpunkt gedachte vertikale Achse; seine Längsachse verbleibt in der SP (hing, in w< ii hei' die Gylindor in Drehung gebracht wurden und vet-si hiebt sich li.-i Wind zu dieser Stellung parallel.

Gibt man einem solchen Fahrzeug nun ausserdem noch «ine Eigciibevveguug durch l'ropotlersclirauhen. so muss hei Sehräg-.stellimg seiner l^nigsachs«- zur Windri« hlung der Winddriiik an der in ihrer schrägen Stellung beharrenden Haltonseile abgleiten und das Luflsohill hierbei milwärls treiben. Da man die Winkol-stellutig «hi Llings.i« Iis«- des Fahl zeuges zur Windrichtung giinz-ti« h in der Hand hui. kann mau selbslredorul verschiedentlich auf dies« Weise mit dem Fahrzeug manövriren und es kommt lediglich auT das Kraftvcrhältniss dos Windes zur eigenen motorischen Kraft an. ob man hierbei mit dem Winde fortgclrichen wird oib-r gegen ihn Hau in gewinnt. *'J

Ts

Zwanzig Stunden im Ballon von Berlin nach Utrecht.

Als ••im' wichtigr Vorstudie für die von Herrn Zekdi-Pol.sdam geplante Ihtucrballoul'ahrt kann die Fahrt {leiten, welche muh Sonnabend, den 2. Juni. Abends bis zum Sonntag Nachmittags die Herren Zekeli, Berson und Hr. Siiring mit einem für diesen Zweck zur Verfügung gestellten Itallon des deiilseben Vereins zur Förderung der Luftschiffahrt (12*0 rinn Inhalt' ausführten. Der Itallon stieg am Sonnabend um !•',« Ihr Abends von der Kgl. Mililär-I.ultsi hifl'er-Ablheilung in Itcrhn auf und landete genau nach 20 Stunden in Holland bei Tiel. in der Nahe von Utrecht. Ks wurde in dieser Zeit eine Weglänge voll ca. 5,'MI km mit einer durchschniltlii hen Gcsi'liwitidigkcil von 7 in p. s zurückgelegt. Das Weiler war sehr giitislig. Am Si-nnaliend hall"' es Ins Mittags stark geregnet, dann klarte es langsam auf; in ihr Nacht war ihr Himmel t heil weise bewölkt, und ei folgte ein warmer, sonniger Tag mit leichter Giimulus-Bildiiiig.

Der ilalhiii llog zunächst fast genau nach West über die Altmark. dann, etwas nach Sild umbiegend, vertikal ober Itratiu-si hweig, Hildesleim. dichl bei IS riiooil und Detmold vorüber über den Teutoburger Wahl nach W.-slfalen. Die holländische Grenze wurde bei Kmuieiicli erreicht, und um •"> "i zwischen l.ek und Waal gelandet Die Orierilirung ging nie vollständig verloren und konnte namentlich in der Nacht dun b Anruf mehrfach kontrolui werden, obgleich dies nicht unbedingt iiotbweudig war. Die Kahrl war in jeder Weise hervorragend genussreich: Die Nachtfahrt in geringer Hohe ütier gross© Wälder und — keineswegs immer in stillem Schlafe liegende Rürler. das langsame Krwarhen der Natur, das l.'eberlbegen der landschaftlich bevor-zugleii Gegendell von Itraunschweig bis zum Teutoburger Wald, der Hhck auf die weitverzweigte Kheiiimündung, die Landung im «Ausland«'' boten Momente genug zu bleibender Krinneriing. Kür die Kührting war in ersler Linie der Grundsalz gellend, den llallon mit möglichst geringem Hallastverhrau« h im Gleichgew ehl zu halten. Ks zeigte sich, ilu«s bei iinunterbrocliener peinlii her Beobachtung der Vertikalbewegungen des Ballons die Sparsamkeit im Balt.'istauswurf unerwartet weil getrieben werden konnte. In der Zeit von !!',• bis * Bhr früh blieb der Ballon stets unter HöO in. und es wurden daliei lohne Beiiulzung des Schlepptaus i nur 30 kg Saml verbraucht: sehr günstig hierfür war die Zunahme der Temperatur von etwa Di* am Krdboden bis auf 21* in MO in Höhe. In den nächsten « Stunden von .'t bis '.I Ihr wurden nur 15 kg Sand geworfen; der Ballon slicg in dieser Zeil, durch die Sonnenstrahlen erwärmt, bis auf HU 10 ni. Ks folgte von !> bis A Ihr eine sehr unruhige Zeit, die rast UN» kg kostete, ein stabiles Gleichgewicht wurde erst oberhalb der Wolken in etwa 221X1 m Hohe gefunden. Naih'nuttags liess sich natürlich ein langsames Fallen mit ganz geringen Balhislinengcn reguliren. *

Heine freie Fahrt am 13. Januar 1894.

Lang war sii- nicht, hoch ging sie nicht. Und doch bot sie. Wie ja jede freie Kahrt, dem Beobachter ein paar hemeikctis-werlhe .Momente, line gefrorene Schneedecke und eine ca. lOOui hohe eisige Luftschicht lagerten über dem Boden. I'm II-" Vormittags ging oh mit dem lu'iO cbm fassenden Ballon A der bäurischen Liiflschillcrahlheilung hoch mil l'reiiuerleiilnanl Fb. Meier und !«> kp Ballast. In der ersten halben Stunde mu-slen schon 21 kg Ballast verausgabt werden, um den Ballon auf einer relativen Höhe von t>0- toil m zu hallen lui 2'" Nachmittags wurde unter Ausgabe von IS kg Ballasi glalt gelandet, nachdem ein Weg von elvvas über ;V.I km zurückgelegt und eine Maximal-liöbi' von lüto in iiher .München ei reicht w.u. Während der ersten 2t km erreichte dei Ballon kaum 100 tu lelalive Höhe, wählend ei-

tles öfteren drohte, den Boden zu berühren l'nd gerade duse: Theil der Kahrl war nach zwei Bichtuiigeii hin interessant. merkwürdig und in hohem Grade komisch war ila zunächst das verhallen des Wildes. Bebe und Hasen wurden aufgescheucht .Im | das über ihnen schwellende Kugelliiiin. Aeiigstliche Blicke trafen uns von unten. Slarr wurde der Ballon von den Vieilus.lern zu-nudisi beäugt. Ins sich de* kleinen Volkes ein heilloser Schrecken bemächtigte. Planlos, kreuz und ipier rannte es, sprang es m unglaublich verrückten Sprüngen, um dann wieder Halt zu mailn-n und den davoneilenden Koloss anzustarren. Wie geschwätzi-;«-Weiber versammelten sieh die Hasen und hcralhschlagten sittlich in ihrer Hasi-nsprai he den l'ntergang der Well. I* 1 •'*t11.h stob die Horde wieder nach allen Windrichtungen ausfinanihc überall Deckung suchend. Sehr beliebt war daliei, letzter«' im Ballons« hai Ieri zu wähnen, und mussten wir Ballonito-assen unhalb lodi lachen über die sichtbare Kuttäus« Innig, imi der «ti.Thiel eilen dann liierklelt, dass die Dei kling sich bewegte, wer.." schrill, und in cnictiler Angst, stuhle man wieder im Halli ite schatten Deckung. Mit rasender File reiten einige Hasen den Ballon voraus, um von Zeit zu Zeil Männchen zu machen nni den Verfolger anzuglotzen. Weiter geht's' Da -- ein breilrr Wassergraben' Die Basenfüsse unter rhu Hasen stutzen, kehtrr. um und — sind gen'tlel Klalsch' Klatsch ' liegt da ein Hj-i dori einer in d«'tu na««eti Element ; wenigen gelingt es. das Ihmiti-niss zu nehmen. In iler Kerne noch hören wir den Angslvl'tci der Rehe.

I'iisi-r Ballon überfliegt doht über einem Bahnwärlerhänsrl■• * die Bahnlinie München- Mühldorf bei dem Orte Fnler-Hörlk-iMi. Phit/Ilcb sink! er rapid bis auf ta. :I0 in vorn Boden, fliegt in drisri Hohe langsam uiigelähr äo in der ursprünglichen FahrlrichluT. genau entgegen, um dann rasch zur vorherigen Ihdie min' zusteigen. Nun zeigt <t den aiicrkcnnenswerlhen Eifer, «tun-doppell si> raschen Klug wie anfänglich das durch seine Kinkc: liUchen Verblümte nachzuholen. Doch nach 100—150 m vthvAl er sich den gh-ichen Spass wie vorher. Wieder fällt er. II';' zurück, sleigt n. s w. Im Ballonkorbe mar hl sich ein «-ncrBiso.s Rütteln rühlbar. Wenigstens X Mal dieselbe Erscheinung 51 h Ballast bewegen ihn erst wieder, diese Kahrt in Verlikalselilins« a zu verlassen und höhere Beginnen anzustreben.

Der Ballon hatte »ich also offenbar in horizontal wciicr-r'dleinlen Vetlikalw irbeln befunden.

Zwei Erklärungen lassen lieh hiefür linden. Entweder «runl* die oheisle Schuht einer auf der Erde wenig bewegten LufNchicli •liti r Ii eine darüber hinfegeiide obere Luftschicht in rolleinl«' H'-wegung \ ersetzt, oder die ganze bewegte Luftschicht tlher«« hlu{ sich in Folge Reibung an der Krdohcrlläche LelztiT«- Annalw erscheint deshalb als glaubwürdig, weil In*i oben erwähnfein HaHn-wäi ler häusi ben wir von einem hoher gelegenen Plateau in le lrT gelegenes lielilnih' gelangten. Letztere» aber, obwohl im A"f" meinen eben, setzte durch Bebauung mit Häusern und Wahl linieren Tluile «ler vom ersten Plateau herabgeghllem-n Wl-schicht eine bedeutende Reibung entgegen.

Freiherr von WeinbacK

Die Hubkraft von Luft-Tretbflugeln.

fuhr der Bezel, hiiung The lifting power of air prupcH'r-sind im Engineering vom II«. Februar iiioo Krgehnisse voll suchen vcrollcnllicM. die von William George Walker hl Westminster und l'atrik V. Alexander in Bath gemellisi haftl'd' "1! Herbsl des Jahres WKI in einer im m langen, 20 4 m breiten un-l 1K in hohen Halle zu Westminster v««rgcnominell wurden I'" Trcibllüg.-I inaassen von Spitze zu Spitze über die Axe wr" "'

Im das gleich«- Maass war ihre Drchungscbc-nc von der einen Stirnwand entfernt. Die Axe seihst lag 5,1 in hoch über dem flissibihlcn in der Langs-Mitlelebcne des (iehiillcles. Die l.llft wurde souartl elwa *VIk in weit gegen die andere Stirnwand iler Uiille gelrieben, kehrte an den Lingswändcn hinter die Treibflugel zurück und wurde dort von neuem angesaugt ii.fi in vor und hinler den Treibllügeln an den verschiedensten Stellen frei aufgestellte Anemometer gaben Kcchcnsehiifl ülier die Bewegung der l.ofl. Ks würde zu weil führen, die im Engineering eulhallenen Tuliellcii und Diagramme hierzu wiederholen, und es soll nur auf die Treibllügel seihst näher eingegangen werden.

Fünf verschiedene Konstruktionen wurden versucht, die zum Theil durch verschiedenen Bezug ein- und desselben auf der Fliigelwelle sitzen Jen Gerippes hergestellt waren, Das lierippe bestand ans einem räumlichen Farbwerk aus Stahlrohren und Drähten mit der für Gasleitungen u. dergl. fthlielieii Knolciihildung. Die auf je einer Seile der Welle unter sich parallelen Farhwerks-wilnde. welche den Daumwollbezug aiifnaltmeu. halten von der Well«? aus eine Länge von 4.5 tu. eine Breite von l.K in und standen um O.M.'i in von einander ab. Die Kbcncii der Facli-werkswärule waren zur Dreliungsehene 12 '•4 und in einem Falle 21 * geneigt. Die Flu hwerke waren fest auf der Welle, die Welle selbst aln-r konnte sieh in ihren Lagern axial so weil verschieben, als für das Dynamometer nölhig war. Letzteres zeigte für eine grössie Axenversclueliiing von MS hihi die Zugkraft von 454 km.

Ks wurden nun versucht; Treibllügel A iiitl I vollständig liezogeiien Flu hwerkswändcn,

somit rund 32,5 i|tn Driickllüche. Treililliigel H mit 2 viillsländig bezogenen Fnchwerkswiinden.

somit rund 1*>,3 i|in llruc klbirhe. Treililliigel C mil I halb'O.'J in breit l iN-zugeiten Fachwerkswiinden.

somit rund lli.3 <|iu Drin klläche. Treilittügel II mit I an den Klügelspitzen 12,7 in laug. 0,(1 m breiti bezogenen Fai hwerkswändcn.

somit riilnt (I.Ii <|iii Driickllüche. Trethflügel K mil 4 wie bei A bezogenen, aber nnler 21 • gestellten Treiblläehen, somit rund 32.5 i|iu Drucklkiche.

Bei dein Versuche ging man bis zu Iii) Umdrehungen in der Minute, also einer Fhigelspil/.eli-Geschwindigkcit von 27

Tin aus den Versuchen einen initiieren Werth herauszugreifen,

. ...... i ... uroilrutirmpni

sei hier angefuhrl. nass Im-i -Ml ..

minute

Treibllügel A eine Zugkraft von 54» kg ergab nnler Aufwand einer

Maschinenleisliuig von UV» Pferdestärken. Treibllügel Ii eine Zugkraft von 23 kg ergab unter Aufwand einer

Maschincnlcistiing von 5 Pferdestärken. Treibllügel ('. eine Zugkraft von 45 kg ergab unter Aufwand einer

Maschinenleislung von 5'« Pferdestärken. Treibllügel D eine Zugkraft von 43 kg ergab unter Aufwand einer

Masrhiucnleistung von f> Pferdestärken. Treibfliigel K eine Zugkraft von *2 kg ergab unter Aufwand einer

Maschinenleislung von ltl Pferdestärken, und das Treibllilgelgerippe, d. Ii. das nicht bez«igene Farbwerk.

den Alifwanil einer Maselünenleislung von 4.5 Pferdeslärkcn

erforderle.

Schon dieses eine Heispicl zeigt, wie vorlheilhaft schmale, doppelt iNler mehrfach neb«'n einander angeordnete Treibflächen wirken, und wie sehr man bestrebt sein muss, das Klügelgerippe einfach zu gestalten. Denn der Arbeitsaufwand, um das leere (ierippe zu treiben, isl ja grosser als die \crbleibcnde Nntzarbeil. Ks sei liier daran erinnert, dass Wellncr mit seiner auf Vnrdcr-und llinlerseite glalleii Liiflsiliraubc von 4.25 tu Durchmesser und eiller m>n :ll* Ins 4" abnehmende Flärhenneigiing mit 21 Kl bis

30o Umdrehungen in der Minute elwa um die Hälfte hiihere Zugkräfte erhielt. (S. Zoitschr. d. Oesterr. Ing.- und Arch.-Vereins 18(11». Nr. 35 und Sfi.)

Die Versuche ergaben auch eine Bestätigung der Sülze: 1. Die Zugkraft steht im quadratischen Yerhällniss der Umdrehungszahlen- 2. Die aufzuwendende Arbeil für die Zeiteinheit steht im ciibischen Verhältnis» der Umdrehungszahlen. Wenigstens ist der ('harakler der Kurven, die ohne Zwang zwischen die einzelnen Versuchsreihen in den Diagrammen gelegt wurden, deutlich in diesem Sinne ausgeprägt, wenn auch die Cwrven mit einem je nach der fieslall der Treibllügel verschiedenen Koctizienlen bc-laslel erscheinen. So z. Ii. gibt diiv günstig wirkende Treibtlügel-werk I". b«-i 2(1 l'mdrehungen 30 engl. Pfd. - 13,6 kg Zugkraft und bei 40 Umdrehungen Im» engl. Pfd. Zugkraft istatl 2" 30 = 120 Pfd. - 54,5 kgi: und es erfordert zum Betriebe bei 20 Umdrehungen 1.2 Pferdestärken und bei 40 Umdrehungen 5,5 Pferdestärken islnll 2:ll,2 U.Ii Pferdestärkeni. In dem Maasse. wie die erslen beiden Sätze zutreffen, folgt dann mit Notwendigkeit der Salz: 3. Die Zugkraft in Bezug auf den Arbeitsaufwand steht im umgekehrten Verhältnis* der Umdrehungszahlen.

In Summa bilden die Versuche eine buchst wcrthvotlc Bereicherung des auf diesem Gebiete für den Ginslrucleur vorhandenen Zahlenmaterials J. Hofmann.

Dar Preis ,,Heinrich Deutsch".

M< -l>t'n Ikii «r.n II. W. L. Moedebeek.

Kille redil erfreuliche Krsrheinung ist die, dass immer zahlreicher der Luftschiffahrt Mäcene sich zuwenden und deren Knl-wicki'hmg durch die Kraft ihres Kapitals zu beleben und zugleich zu fördern versuchen. Wenn dabei vielleicht auch zunächst nicht ganz das Bichlige gel rotten wird, den guten Willen müssen wir loben. Wo uns Krfahrungen fehlen, greifen wir Alle oft daneben. Hier auf unserem Gebiete fehlen uns. sobald wir von Luftschiffen und sonstigen Flugapparaten reden, die Krfahrungen an allen Keken und Knden. Wir nehmen gern an, dass Herr Deutsch, der Stifter des Grossen Preises des Aeroclub's von BIO 000 Frcs., die besten Absichten und den guten Glauben an die praktische Bedeutung seiner Stiftung hat. Wer hat den Namen Deutsch vorher jemals gehört V Ist es ein Luftschiffcr? Nein. Ein reicher Mann, verinulhlich völlig unbekannt mit den Verhällnissen der Aeronatilik überhaupt, bekommt in einer wahrscheinlich durch Mitglieder des Aeroclub's angeregten Laune die Idee, uns mil der Kleinigkeit von UKHHIO Krcs, auf die Beine helfen zu wollen.

Wir schätzen eine solche Summe durchaus nicht gering, sie kann viel helfen, es fragt sich aber, ob sie richtig angesetzt ist und das glauben wir bedauerlicher Weise verneinen zu müssen.

Warum werden nur so wenig Versuche in der Aeronanlik gemacht V W«ril eben Versuche sehr viel (■cid kosten und die für solche Versuche geeigneten Menschen meistens nicht das erforderliche Kapital besitzen Der Preis Deutsch verlangt aber etwas Fertiges, er »etzl als«i Ausgaben voraus, die ihn selbst vielleicht viele Male übertreffen. Wir fragen daher zunächst vom nüchternen geschäftlichen Standpunkt aus, wird es sich lohnen, öUOlkJ)Mk. auszugeben, um ohne sichere Aussichten auf Krfolg mit vielem Risiko HO000 Mk. zu gewinnen V Wir düifen ausserdem es nicht unberücksichtigt lassen, dass die gestellten Anforderungen recht hohe sind. 11 001) Meter in 30 Minuten hin und zurück zu fahren isl eine bisher unerreichte l.eislung Theoretisch betrachtet müsste hierfür bei Windslille das Luftschiff schon eine Geschwindigkeit von li.l in in der Sekunde fahren. Der Preis baut sich al*n auf der in der Praxis bisher von Hunard-Krebs eireichleri Maximal-

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leistung (Renan lì."» in p S aut. die alni- ini voihegrmlcn Falle nodi gar ki'ini' l'.hanccn zìi trgei.iluelchein Krli.lInetrl .Insolute

Wiiulslillr gibl l'i nulli, wer -ii li >n llewerbiiiig i.....Ini l'ieis

ilei) Krfolg Miliern w il], mifesti' cine Windgrs. hw indigk< ii vini fi in seineii Herccliiiungcu zu Litoide legni inni liei -rio- solfili Welter zu fiucr Zeil (alimi, in dei ilei higlirhe liana der \\ uidgesi hw-indig-keit in ilei Fahrthohe scili Miiiiiuuiii rrrnrht.

Illese Zeilen siud In- /ur lli.hr ile- Killell liurins. :uki nr. ali- deli auT lelzliiin indirteli Anetiiuinctn'-Aur/cirluiniigrn .lei- helrrll.iideti Mollale Api il unii Seplrinbrr mi Vrilauf der l'nilu n n .lahre ciniger-iiin—n-n -lelur zu bi-stii.ui.cn.

Ito erlllcssell zu kolt.e-n. Unt.-r wcl. lini Ligciigcsi liw in.lig-kcils- nini \\'indslarkcn-Vrrhallinssni ein Liills. bill" ili.- W'rltln-wnbutig iitierliatlpt nur cingi-lieti kann. gchcnnir (nei uiil.u eine Fch< rsiclitstaliclle. Iteinei kl sei. il.iss diesel- Tabelle die Annobilii' zil Hjimile lirgt dass der Wuiil in Ituhlmig toni H.illiiuuilfslirgiii t nur li dein F.ifietl burnì welie oder uuigckclul. je.li- aiid<" le Wittd-veihalliii-* kotuplizirl die Fahrl vvesentlii li

Uebersicht über die für ein Luftschiff nöthiqe Zeit (in Minuten), um eine Schleife von 11 000 Meter zu fahren

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Man tiedenke min, das- jr.ler gcw i-seiiliafle Kvperiuiriil.il.u aeriteli Vp|.atal zutliii'hsl (Ur -i< li -,r|l.s| «mi |unfrii «..Hill. Iberni ■Jrll.il! eine Wnkslall In/vi l'ili I ,llf isi ' 1 • 1 it '-Si liltppell nnd l'ili

t'i'liiui'.sfil.l. l'in dcrarlign- llatigiird wird aneli auf dem Aitisi ir g--orte ni dir Natie voti Saint (llmnl bei l'ari*, ni..ini weidui mussen. dattili da- Luffei-iulT v.ir I nbililcn del Wilteriing gc-rluiui sl.'M nini jeileizeit liereit li. gì , deli rirliligcii Motnei'it /ni l'alni zu benulzeil, Web br I nkostrn «ini) al-n imi ii atis-enli'lii lllil dell Voilierrilungi'll (iir eine Versili hsfahrt verblindeii V

Dir \v iilirsebeiiibrbki.il, das- dir l'rcis Denise li un Jabrr l'.iil.'» seilieni Slifler Wleder zurli, kgrgcl.rn unii, ived diesel Kill-.ll/ in keinrin Verli.illniss zu d.-n zu -liner Fri eu liting anTziiw'etidenib-n l nkostrn sli-bt, ist dalier eine liemalie «h hrrc Man ¡-1 nini

gencigt zu fragni, vvarilin bai der Aerneliil. e.....n -..blieti l'iris

imgein .unii, n V

Seme eigelien (iniiide hierfùr sin.l Un, iinl.ekalint timi «ir ki.nmn ni Narbf.dgendein nur un-ere eigetien Mullimassuiigeu wiedergelieii. Dei Aeroelub In--1 e li t aus emù grossi il Anz.alil silo begiilei in junger LeUte ali- dui b.sl.-n Kairi.llui soli 1 i.mkni. li Mil grossein Kil'er inni unleugbar imi vielem (i.-< In. k babeli die%e -uh der ibnui n.» li iirtieti Aer»na<ilik ergi ben. ui.'sr Jiigeml gebl luil frisi bruì Klali voran. si.' fragl keinen, -ie weiss sellisi alles ani l.rslui. wie die Jiiguid eben i-l unii suii iniiss. Ks «aie Iburu lil, ilo bieraus einen Vorwuit zu i.i.iiliui II:, si- Fri--li. dei jugeud. die jeder voti iiiis mi sub •rll.-.l erfabren li.il. seliatlt luil lineili l'ng.'stiiiu aneli inanelli- giile Wnk ned rs miix u bri li. lt noi fri u.Irli I e r»i--' w. rdeli, ila-" -ir su li m «li.--.-rit Falle auf die

Forderung ein«- kulturellen (iebieles gi-ivorleti bai. «Li- i|,r |;.. frieiligung inni dir Men-.lili.il Nutzen In ingell kann, w.iluen.1 . S|nr||i-.li unii ini r.bauibri' sépaiée eine veni rie Jugend mi ni-i lillsslges D.lsriri liilirt.

Ilei Impuls, zur Zeil der Wellau-siellillej etwas ganz IL - -t-deres zu luaelieii un.l dir Aufmerksamkeit auf su Ii zu zi» im bat -ii Ii.iIii Ii sein1 viel zum llil-li !ien und zur Anualiiei- il.-I'tri.se« Deut-., li durili dui Aeiuelub Ih'.getragen.

Ks res. li.-ini ululi niel.t ausg.-i !.|.. sui. da-- aus den lèi. i.

der Mitglieder de-. Ae:o< lull seilet sieb lleweibei liiebn. i!......i

es um einig.- lihiikiii Fr« s. Ausgaben weniger ank.....ml als i.

die Kille, der Sieger zu «r-il.'ll Ist ilo. Ii iter Itegl llll.li I d.'s \,..... i lllli si'lb-l, tirai de |l|..ll. I'.r-ll.-rl uurr gn.ss.n Mutui tt ,-l-j' ii

falnik, web he m'lir wobl in die lluvuInnig um den l'ivi- ruit ii teil k.'.lllllr

Knie gewisse (iaranlie dafür, dass nicht allzu unMrWtv Versiielie zur Au-liilu«mg kouiiiieu, hegl in den Anmiluni-\ i si-hrilleii. nell'In- du- 1 ,i>mini- ■ i«m d Aerostati..n Siient.l.i unter du Ih-wahrten Leitung des l'hy-iker Caill.-lel lie.i.-|..i. h.il. Km Schaden wird iil-o fui die Aeimuiulik kaum Jr » im .li■ Ii-e11.

Wir miielilen aber hülfen und wünschen, das- der frei»«-!«,;. Miicrii. Herr II. Ii.ul-Hi. wenn im Jahre DHl.'i siine S'iiljn. im ihn z.nru. kl.dlt. dirsrltu- von Neuem der Liiflscliillähil zimi'hi teelil wird« rinn dem Luits. Infi, suini.-in uunn fieluetr, '.».! ihm lenlilrr die Firn.le der l'l'rl-vii I lieilunj gew.ilirr'l u : n.'iinluli lür gate/, be-uiiders driiigriule \ e rbe «seniHg.-« i.e dem liebiele d.-r w i « «<• n s e b a f 11 i « Inn l.iil'l.-c In Ifahrt die er von den Milglirilcru der liilniialioiialrn Aerntuale.• • Uolnlius-ioii in l'aris jederzeit Ali-kuul« erhallen wird

Aeronautische Wettbewerbe wahrend der WelUo» stellung: 1900 in Paris.

Wählend der Weltausstellung |!NK1 in l'aris linden Im 1: de Vincennes nach luerimler an_<fidulern l'lan an..nnifi-.'■• Wettbewt-ilie um \eisclue.lnie ausgesetzte Preise stai' iii.-.lesimi hauptsächlich auf dir. Zeit w.'iluriid der Tagung «le- lu'miun-ti (heil Kongresses i |."> bis 20 Seplemben und -pil.t Ins "ui lllt. seplember verlegt worden l'ie llrgaiiisalu.il derselben !ir.' in der Hand der sektion X laifts« lilffalut . Das leitend«' 1 ■" '' srlz.l sii Ii zii'-.inimen aus fulg.'iulcil Herren

Major Paul Umani. Pi.ìsiileul :

Louis («odar.l, Vice-l'riisident ;

Major Hu schauer, llericbtei'slatler:

llauplmann Pezcl. S«hriflfübrur;

Graf Henri de la Vaulx. Schatzmeister. Dir Wettbewerb und die -hin sind international In- !.. werber erhallen un l!>.is de Vincennes Fnlerktinflsräiiiue fie Mateiial bald nach ihrer Aukutifl in diu Ausstellung bis zu Aiifl.ihrt. Für photographi-che Ai heilen sind l„il.i>ral..i ich "'• banden. Di> llallons könm-n mit Leuchtgas oder mit Wa-e" g.li.lll werden Krsle.es liefert die Verwaltung kostenlos, lei ',:''' lliu-srn die U.trelleiiihm IIiwciIm'1 -uh sellisi beschauen l'i1 ei hallen -ie illdess eine 1 litsrli.idigiiog von :»» Cenlilni s fui Ji-fcf zur Fiilliuig vetInanellimi Kubikmeter Wa-serstulT

llie liii.l.'ii der Ituckreise der Koiikurrentrn tn.'l d-.rer hüllen bei iu-ifahrlen, die für Hm l.ti.ins|»uiI ihres Material- i"'1' Laiuliingsplalz Iii- naeli Paus, bezahlt die Vuwallung

l'in angelassen zu werden, haben die Hiweiber den Antri. zu stellen brini Major P llruanl. I'risnleiil des tlrg.irn-.ili>1'-(j.uul.'s. 7, Avenue de Tiiiaiix in Mriidoll iSniie-el'lis'" I1''' Fri-leu murili.. I. «elcher diese Anmeldungen ause^ei^l «*rit«o

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müssen, sind im Reglement der aeronautischen Wettbewerbe, Artikel IS. Titel I, angegeben.

Die Kinsrbreihcgebiihr kostet:

."Al Kranken Tür «h-n Wettbewerb bei einer Dauerfahrt oder

Weilfabrt im Freiballon; 2-i Kranken für andere Freifahrten und für phologriiphische

Wettbewerb«-;

ä Franken für jeden anderen Wettbewerb. Diese Hinsehreibegebühr wird wieder zurückzahlt an alle diejenigen Kandidaten, welche am Wettbewerb Theil genommen und sich nicht vergangen haben.

Die Kewerher erhallen auf ihr Ansuchen «las vollständige Reglement des Wettbewerb», in dem Tür FreifaliTlcn, Titel II, für Photographie im Freiballon Titel III, nachzulesen ist.

Ueberaichtsplan über die Wettbewerbe, deren Daten and Preise.

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serie i w:-le-bl an« freiballon* veli au iiahcriul giri, bum vitlnmeii mil a»-*i «in btttmni kallml. il bt^l.-hl aie l'"ri'iballtiits von !irlii-lii|ti'(ii voliinit-n mit bitt.-

l/i t/lti-lu'llf ni uiilu.1.

, iii bt"t|.-lit au- krt'ìl'iillttii- vitti bi'ürbi^^im v'ittimi-n uhm' llul-Ir?1Ik'iJi|)|Eiiii|e«'M.

de« fioiir l'ri'if t!et l.tt 11 io-li i ti ■ f ti li r i *iril tlemjt-niii.'n l.nlt^'hiltt-r .•ni/.'-|irit.-|iit|l, »i-ltbi'r ili «ter 1*«---iimiiil/alil jet flau ilitrh- inni writliihrlt-n imi li.-niamiti-iii freiltallim jen ibitt b-lfii vvi-rlli an f'«i'«i>eii i*r-hallen hai.

Kleinere Mittheilungen.

Koamln'a Flugrapparat.

Von einein neuen Flugappai al kommt aus Russland Kunde. Als Krliiidcr wird Herr Knsiiiin in Fstj-Dwinsk genannt, der seinen Apparat In-reds im Mflrz d. Js. dem Kommandanten der dort garnisoniienden Trnppentheile deinonstiiiT hat. wobei er auf die I Inziilünglichkeiti'ii der bisherigen Flugapparate hinwies und darth.il, dass diese hauptsä« blieb in nicht genügender Krafl-entivn kehlilg der bewegenden Maschinen zu sui Inn seien. Herrn kiimiiins Modell besitzt eigenartig konsl riuiie Flügel-Aeroplani' und einen Itetizilimotor von h.'i HP. weh her der Maschine eine l.eschwindigk«-it von Im» Werst — |in! km in der Stunde >ca. ;ill in pro Sekundei erlheib-n soll i!'l. Das tierippe des Aemplan bilden aus bestem vernickelten Stahl iNickelshibl ang«'fertigte rt'ihren von I—l.i't ein Dun hiiiesser. Das fiewichl des ganzen Apparules elil-scliliesslii h des Motors lietfägl ;l.."i - t Pud - "i",:l—lsi.:'i kg. liir tlie Flügel soll Aluminium oder M.ignaliuni verwandt werden. — Ob der Apparat d«-s Herrn Kiismin. wie man in I'slj-Dwinsk glaiibl-

> einen grossen Schritt vorwiirls in «ler Gesehichle der Luflsibig-tahrt > bedeutel, inuss vorlìiufig noi ii dahingeslpllt bleihen; so vici wenigstens isl sii ber. dass eiu «a. iki kg schwerer Apparai inin-destens li- -S IIP enlwu keln unissle, uni ein Totalgpwirhl linci. Aviateuri von elwa DMl kg durili die laifl zu Irei ben - die H..ì HP dt-s Kusmiirscbeii Flugapparales beileuten du-selhe L'nzu-langlu hkeil, webhe Kusmin bei dei! anderen Flugmascliiucn ladclt. Solange man nichl einen ehenso einfathen wie leislungsfiihigen Motor lui den Flugapparat si halli, kann an irgentl welche Aussichl auf Krfolg nichl gi'iechnet werden.

Arthur Stenlzel. Ilaiiihuig.

Major Baden-Powelli Krlegadrachen.

l'eber Major Kaden-Powells Kriegsdia«ben theilt uns das Aeronautica! journal mil, dass es zunächst grosse Schwierigkeiten bereitet hai, du-selben nni'h dem Kl iogssf hauplalz mit zu-

nehmen. Nachdem sie als persönliches Gepäck zurückgewiesen worden waren, ist es nur möglich geworden, sie unter der Ite-zeichnung von ■ ärztlichen Zubehörstücken ■ nach dem Kaplande zu befördern Major liaden-l'o we 11 hat sodann im Lager am Modder-ltiver verschiedene Versuche gemach!, besonder* mit Photographiren vom Diachen ans grossen Unheil. Diese Versuche solb-n erfolgreich gewesen »ein.

Weiterhin ist der Drache zufällig sehr nützlich gewesen für die Teh-graphie ohne Draht, weil die damit beauftragten Militärs bei ihrer Ankunft nichts vorbereitet fanden, um die Empfangs-drälile hochzunehmen. I.'tiler diesen Verhältnissen sind die IIa den-Powe H'schen Drachen von unschätzbarem Werlhe gewesen, denn sie erlaubten] bald üImt so Heilen 1187 Kilometer)

weil du- Telcgraphie aufzunehmen, während die Markoiii'schcn Apparate andernfalls vollkommen nutzlos im Lager gelegen hätten.

Bewerber um den Grand prix de l'Aeroclub.

Wir erfahren aus Paris, dass als erste Bewerber M, Salitos-Dunmnt mit seinem Ballon angenommen und ein gewisser M. Schmutz inil einem 'Flugapparat' (V!) in Aussicht stehen soll. Von ihn bisher wenig glücklich verlaufenen Versuchen des Krslercn haben wo bereits früher berichtet ■ Jahrgang IM5W, S. I7i. Die schlechten Erfahrungen, die M. Sanlos-Dumont damals mit dem Zusammenknicken seines länglichen Ballons gemacht hat. haben ihn zu Wiederholungen mit einer anderen Spindelform von 7,5 tu Durchmesser und "JO m Länge geführt, d. Ii. seine Ballon-forin gleicht jetzt mehr derjenigen von Dupuy de Lome und von den Gebrüdern Tissandier. Als Motor hat er eine Petroleum-Maschine, System Dlon-Boutnn, von 1 *'« Pferd« slärkeii. Nach Paul Ancelle, dem Berich(erstall«'r «l«-s l.'Acrophile. waren die Gewiclltl-

verhällliisse folgende:

Ballon lölKIcbmi in gefirnisster Baiimvolle. mit Aufhängung

uml Venlileu.................. !Ml kg

Gondel uml Motor.................. 7ö «

Hallevorrichtungen i2 Schlepptau«' von iui und .'hl m Langel 2<l ■

D«t Luflscliillir. Herr Santos-Diimonl......... üti •

Ballast in Sand................... Ilfc'i •

Summa . . . :»Ui kg

Di«1 am LI. und am 21. November mit diesem Fahrzeug in Paris angcslidlleii Versuche waren ganz resultatili», der Ballon soll sich stets um seine eigene Verlikalaihse gedreht haben

Aus dtesen Versuchen hat Ih-rr Sanlos-Dumont aber jedenfalls Manches gelernt, «lenii wie uns nnlgctlieill wird, lässt er sein neues L'iflschilT bei Lachnmhre in Paris in einer Gross«- von nur .1.11- clini erbauen und mit einem Molor von angeblich Iii Pferdestärken i': versehi'ii. Der Ballonkörpcr s-dl 2"> in lang sein unii f>,li m grossten Durchmesser haben. Duninnl hat eine leichte Kielgondel aus Hambiis und Melallhänth-rn konstruirt von '.l.-'i tu Läng«-. In dieser Gondel sitzt er. zur Erhaltung des Gleichgewichts, auf einem Had-falncrsallel. von dem aus er den Gang d«-s Motors und Sli-uers leitet. Die Schraube von t in Durchmesser besteht aus einem mit japanischer Seide üirerspannten Geste!) aus Aluminium und Slahl: sie mucht 121 Totiren in der Mimile. Das hinh'ii befindliche Sti »er bat eine Fläche von I» l,hiadratin«ter. Der l'elrolcum-iiiotor hat zwei (Minder und elektrische Zündung. Die Ballonhülle ist aus japanischer Seide, «lie Füllung soll reiner Wassersloff sein, sodass mit cincin Auftrieb von hm kg gerechnet wird. Da aber lleir >.iiiliis-Diimi<nt den Wasserstoff nach dem Toiiucn-svslein seihst fahii/irl, glauben wir nicht, dass er diese Beiiiheit d«'s Füllgases eireichen wn«l. ^

üeber den Stand der Luftschiffahrt In Schweden

wird uns folgende Miltheilung geuiacht :

Da es die Leser der « lllusli irteli Aeronautischen Mit-Iheilungeii • vielleicht inleressircn wtril. zu hdrcfl, dn»s auch wir hier im hohen Nord« ri (tir die aeronautischen Frauen locht ganz interesselos sind, erlaube ii Ii nur eine kleine Noliz über den gegenwärtigen Slami <I«t Acrnnaiilik zu geben.

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jin/'..'r«v s-iide Et.!lacjiilli:i.. ntlcUl,. '-" ein; '■ - " - ■ ■1M ' 11 k'l'i" "

l'ivi» I ' is»,e¿ "|-e i 111___1 i.11_ ! i .Be'tc.1 . e; j:j.jjiljgl:. Da iliesellnn m-llr

ii:>.'ei.:i lot uml Bulloni /u führen beinahe ganz unfähig waren,so endeten die Belsen gewöhnlich mit einer Katastrophe In Folge dessen wurden diese Lufl reisen mit Misst rauen angesehen. J Igt erst«' fachmännisch gebihlele sebw«'dis'-|ic Lutisi Inller war A in In Er hatte viele glückliche Falliten gemacht und in Folg«' dessen kam man bei uns mil mehr Vertrauen als früher djetettl neuen Verkehrsmittel entgegen. Ausser Amin'' tialli-i¡_ su Ii auch rima jich« i-ilisili«' ()(liz:ere mil der AiToliaiilik vei Iraut üciuarht. Heute siici -li- ein- einzigen, die sich mil ihr Im,-si leidigen. Im verflossenen Soiiiiii« r stieg hui un fu oli ein LuftsctulTer Naiiiells Ut-Ili auf. l-'r machie Fesseìfahiten. mitunter aitili Freifahrten: im Febrigi-n imiten bei uns nur militärische dienstliche Ballonfahrten stall.

Ein gewisser Ingenieur Boshorg um) Fabrikant Nvbcrg simi ferner seil einem .lain nur der Konstruktion einer Flugtnas« bine beschäftigt Dieselbe Indie oli zum näihsd-n Mal den la-sern vorstellen zu können Gross ist der Ib-Irieh hier nicht, was «In- l.uft-si liill.ihrl anbei nifi. hoüVuthrh aber w ini es bahl etwas lK'.-s«.r werden

St ■•■ k hol in. den .'IL Mär/, limn S.

Museum der Aeronautioal Society in London.

Der Verein hat auf Wunsch von Major Baden - Po w e 11 fin Museum eingerichtet, welches die Herren Wilson und l'ilclo-r durch Schi-nkung des Nachlasses des leider zu früh verunglückten Ingenieurs Pi Icher bereichert haben Die Ausstellung desselben beiludet sich im Kr\slallpalast Sydenham, dessen Direktion in eiilgegenkomuii'iisler Weise d«'ln Verein ein«>n Baum zu freier Verfügung gestellt hat.

Die Sammlung besteht aus : I. Lilienthals Flugapparat, und zwar diejenige Type

desselben, mit welcher er verunglückte. 2 Pilchers Flugapparat, unti zwar derselbe, mit dem er

»einen unglücklichen, zu Tode führenden Fall halle. :t Pilchers neuen, noch unvollendeten Flugapparat, bestehend aus einer grossen Anzahl kleiner, üheivinandcr angeordneter Flugtlücheii. < Aeronauti" al journal i

Uniere Kunitbeilage. Das ende Phologramm. Galletahausen und ein Stück des Chiemsees, wurde mifgeiioinineii während einer Fahrt. «In- hei kräftigem Winde grösstenteils über einer zerrissenen Wolkendecke verlief. Ein Durchblick dur«-li dieselbe gestattete di«' Aufnaliuie ties Sei'spiegcls. der «liirch den Wind zu kräftiger Wcllcnbihluiig vernnlassl worden war. nebst einem kleinen Shirk Gelände. Die lilanzliclili-r der Sonne auf den zur Fahr-rirhtung senkreclit stehi'llden Wellenzitgen sind un Bilde deutlich erkenntlich: su- verursachen die feine Str«-ifung des durch tli«' Wolke sichlharen Theiles der Sccoberlläehe.

Der Fesselballon der Münchner Sporlansslillting im Souiiiier DW gi'slallele the Alll'ii.ihine des 2. Bildes. Ansicht auf den Anssli'lluiigspbilz, the Maxiiiiihanbrii« ke und die Isar in Hu lilung nach Norden. Ihalabw o I ».

Photog-ram metrischer Apparat für die Luftschifffahrt, bei welchem die photographische Camera in einem bestimmten Steigungswinkel an einem Schulter-Anschlag mit Libelle sitzt.

Il ii. ti m. mt». V"ti koio.el Krcilu-rr um IUkmi», Minici"'». mit 1 abbllduiifr.

Die photograuimetriscben Aufnahniemetliudpn vmii Luflballon aus leiden bisher an (lem Nnchlheil, dass hicrbei der Stellungswinke) der pholographisrhcn Apparate zur lloriznnlalcbenc unii Vertikallinie von vnrnherein unhekaiinl isl.

Die Ghinde Inerfiir liepen in der Knsirherheil der (Ipcratiuns-basis. da der Ballon tasi nie volUUnilig minti und senkrerhl srhwebl und sellisi cine Auihiingung der Apparale in Folge der verschirden wirkcmlcn Luflwiderslande cine kolislantc Stellimi nicht jjewahrlcisteL

Durch vnrliegende Konstriiktion isl nun ein Apparai gcschalfen, iter cs ernioglielit, nnter pewiihnhi hen l'iustanden ini Italioti unter he s t ini in I em Horizonlal- und Verhkalwinkel zìi pholographiren, so dass die bisher nolhwcndige. koinpliziilc. nacbtragliche Winkel-bestiminiing auf Grumi der erliallenen l'holograplno «egfiilll.

Dieser Zwerk isl wir folgcnd crreirht :

Hierauf visirl man in den Spiegel (t'j. Zeigt derselbe das Einspielen der Libelle ins Mittel, wodurch die Camera gegen die Horizontal« heue und Verlikallinie orienlirt ist. so zieht man ab, der Mouieiitverschtiiss wird hclhaligt und die Aufnahme ist nun unter dem Winkel gemacht worden, welcher der Stellung der f'amera dem Libellen-Spiel gegenüber zu Grunde hegt

Ha nun dieser Winkel laut Gradbogen oder Fixstand der Camera bekannt ist. so ergeben »ich für die pbotograminetnsche Verwerlliung der Aufnahm, folgende wesentliche Vereinfachungen ; 1. Ks fällt die nachträgliche Hesfiinmung des Auliiahme-

Winkcls vollständig weg. '2. Ha alle Aiifnahiueii unter konstantem Winkel erfolgen können, so ist eine nur einmalige Konstruktion des Moelüus'schcn Keberlragüligsnel/es imlhwendig, und die pholograinmelrisi'he Verwerlliung der Aufnahme, m eisler

Wie die '/.<•[< 'illlllc; Hl euer >ellel|.i||s

ist •lern App.i.-ai m ii.c h»l die Äussere Foini eine» Gewehres gegeben, um ihn an der Schulter in Anschlag bringen zu können, und so von der liasis des lipciirciiocii unabhängig zu machen, «rubel der Apparat stehend, freihändig oder stehend bezw. knieend aufgelegt, gehiailchl werden kann,

An dem vorderen Kurie dieses Anschlages oder Schaftes («i ist eine pholographisr he Kamera iAl in einem bestimmten Winkel zur wagrechten Visirachse des Schaftes angeordnet, resp sie ist so angeordnet, dass sie mit Hülfe eines Gradbogens .vi und eines festen Drehpunktes ic1) in diesen bestimmten Winkel gebracht »erden kann. Dieser Winkel kann irgend welchen Grad besitzen und richtet sich praktisch nach den optischen kigciisf haften der zur Verwendung kommenden Camera lAV

./ ist eine hoscn-Llbelle, «Imt Weh tu I l .11 lllllll f.l'.'l

spiegel ifi jn einem solchen Winkel hegt, dass die l.ihclie im Anschlag gegen das Auge gespiegelt wird.

der Moment verschluss |A| iler Camera ist durch einen Zug i'i mit dem Abzugsinechanismus des Schaftes «i verbunden. Der Gebrauch dieses Apparates isl folgender: Man bringt den Apparat so an der Schüller in Anschlag, dass die Camera über den Itallonkorb hinausragt und dem aufzunehmenden Gelände entgegcngcrirhlet ist.

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Ii'! ph.llogl ". iÌ ■ "11 r : > ■ 11

Gegenstände in die

Kaite, »lu'lgl mu mechanisch durch Auf-

suehen der ideiuis. heil Vierecke auf l'boto-

graplue und Karle. Km sich über die Kiclituug der optischen ' Ihiuplaehse iler Camera besser orienliren zu » können, kann auf der Camera, wie in der Zeil timing piiiiklirl. ein Visir im, ut angebracht wcrih'ii, das iltirch einen Spiegel i>. gegen das Auge gespiegelt wird.

Wettbewerb um die besten Objektive fttr die Luftschiffahrt in Mcudon.

Die Genie'Abiheilung des laerostalion mililairei französischen Kricgsiiiinisteriuiiis hat Im« Gelegenheit der jetzigen Weltausstellung einen Wettbewerb um die besten Objektive mit grosser Hrennweite für die Photographie im Itallon veranstaltet. Den bezüglichen Vorschriften gemäss werden nur Objektive zugelassen, die eine Hrennweite von n.iUI bis l.lK) in besitzen und

Blenden mit einer MtnimalölTnung von mehr als (* haben, Die

ltclre tienden Instrumente werden in der Mililär-Lufts« hifier-f a-ntral-an-tall ku iTialais-Meiidori geprüft und nuisslen bis /.um 1 Juni l'.'Olt daselbst cingclieh rl son. Die Versuche mit diu C »iji'kli vi-lt überwach! i'im* vom Kriegsinjuister eince*«*lzle Kommission. hc-slehcntl aus: Major lltr>i haurr. Adjulanl des Direktors der Miiilär-lailtsi liilTiT-C.eiilial.inslall. als Präsident: Il;ni|ilmann [{■ •iiit.itlli. kouiiuamlirt /.um Ministerium der Kolonien, ali deriditi rslatler ; die Haupt lente .lardine!, aliai Inri dem geographischen Dienst, Hoiitluaiis.. ullnrhirl der Versuchskoiiimission des lienicwi st-ns. I'e/.el. aitai liirt der Militär-Lurtschiffcr-Centi.ilaiislult. als Mitglieder.

Die ai Iii <-rs|.n Objektive he tcchtigeti zu einer Prämie mn 'Jim Frs. Dieselben werden praktischen Proben der Fei npholit-grapbie zunächst von der Krde. später vom Fesselballon aus, unterworfen.

Diejenigen drei, webbe die besten llesiillale ergehen, erhallen nach Reihenfolge ihrer fülle Medaillen von tiold, V« rnicil iSilher vergoldet i oder Silber,

Je nach den Versuihsre sullalcn kann die Kommission ulier die Ari und Anzahl der l'icisniedaillen entscheiden »?

Photogr&phifches Registriren,

Herr Foul Winz beschreibt in L'Acron.iiite. lieft J. I'IHI einen von ihm konslruirtcn Apparat für meleorologisi he Iteob-arhtungen iiiitlelsl Drachen, der den /weck hai. den Sland der verschiedenen Instrumente photographisch zu lixiren.

Auf emoni Itahrmu sind Hygrometer, Thermometer. Anemometer, Aneroid, Ihr u. s. w. untergebracht, in starrer Verbindung mit diesem belindet sich eine phnlographische Filniscainera Die Filmsriille wird durch ein einfaches Fbrwerk mit einer (o-sebwite digkeit von Mö mm inin ahgi-roill. der Momeiilversi hluss durch das gleiche l'hrwcrk alle Minuten in Thätigkcil gesetzt. Der ganz--Apparat wird einem Draehensvslem angehängt; sein (iewicht beträgt bei Anwendung gewi'dinh« her Instrumente ungefähr I kg.

Der (iedanke. die Photographie zur Regi-drirung zu benutzt n. ist nicht neu. Kin derartiger Apparat in erster Linie dir Wissenschaft hebe Nachtfahrten von Prof. Firistcrivahloi « orislrurrt — war schon auf der vorjährigen Mino heuer Sporlaiisstellung zu sehen: du selbe pbolographische Kegislriiung wurde auch schon bei Tage uni lunmnntcm Itallon in Anwendung gebracht Sie ist amh hier von grösslem Nutzen, imlein sie es ermöglicht, wirklich gleichzeitige lleobacliluiigen verschiedener Instrumente zu liefern Dass hiernach ein Hcdiirfniss ist, weiss jeder wissenschaftliche Dooharhter. noch mehr vielleicht derjenige, weh her sich schon out der Vcrwcrlhruig des heinigehrachleii Materials in Hezug auf genaue llöhcnbcsliininung«-n an l'inkehislellen des Haiomc'U'idiagrauinis, an Wolkengrenzen u. s. w beschädigt hat, oder der die Angaben mehrerer llaroiiuler mit einander ver-glen lien will Vergi. Solini ke und Fiiislerwaliler. Du- Na« hlfabitei) des Miiliclicner Vereins I, LuftschilTuhrt. Hern hie d. k. Ii. inet et ir. C.enlralslaliou 1MU.

hh molili, daher Herrn Wenz den Vorhlag inachen, seinen Apparai .nuli lui Fahrten mit bemannten Rallini* .mszuplobiren Das I hrweik zum Üewegcn des Films und Auslosen des Verschlusses konnte bleibet wegbleiben. K. v. Ii.

Sohriftvermerke auf Negativen. Ks empfiehlt sich, auf den aus dem llall'tii gemachten Aufnahmen Vermerke anzubringen

si

litri r das Objekt, tlie Höhe und Willcrlingsvrrhälliiisse du Aufnahme. Leichl ist dies zu erreichen, wenn man iln-> \, merke ani der Platte, die mitui in b entwickelt sein muss ;,nl r: und sie somit aul leiten Abzug imi i-opirt.

D«r - Ainaleui-Pliol'igiaph- gibt hierzu folgendes lìi.-.i y

A. Wasser.......... llni ctiii

lilyceriri ......... Hg,

(iewohnln he Tinle..... 'Jó g

II. Alkohol .......... Hin ci tu.

Salpelersaiiit's Ouet ksilber . I."> g. 1 nie« ksilber. hlornl . ... Kg.

Man mi-i he gleii he Tlieile iht-er Losurigen.

D.imil ani steiii N«-galiv Spii gelsi brilt und auf di in Aìntn. «he richtige eiilslehl. \ erluhrl man folgetldiiinnsseìl

Man hcsi-lueibl e in glatles • giil gelennlesl Stuik l'ap.. r «br geiviilinliclieri weise imi obiger Mischiirig. Dicse InsrlirJ man ani «las Negativ limi ilrilckt sic daiauf kurze Zeit lesi il-: man das Papier rum ab, so hai sich «he Sihrifl auf «lem N , r abgezeii'lmcl.

Das Verfahrcir bei uhi diirauf, dass ibis Oiicf ksinVrt li'' • d.is imialhsi-lie Silher in Cblorsilher verwaiulell. K» et ili-sellisiv«'rst;uidliih, «lass man the S. In ift auf cine dunklt »■ des Negativa alitiliuikeii ttiiiss. Auf tieni Abzug ersi li.ir.l «lami s« hwarz auf wei.sseui < irmele. Hi k

CailleteU Panorama Apparat far mllitariachi Erkondungcn.

lui l.iiftscbiflerpark ih-r fiamosischcii Manne zu Iaì hai M. Caillelel. Milgtied .ics liisliluK ciuen ulit Staatski.-'•• . lutiteli photographischen Appara* versile hi. web ber gin-: das liei,inde in liner» l'mkreise voli III Kilomcler lladui! nehnien lithig isl.

Der Apparat besteht au» eincm l'.yhnder noi neiin Oh;-> Dt-rselbc wurde an Sitile des Koihe.s unter «incili kleintn ?■ • -ballon liefisligt. laiigsain auf J-'iil bis :(tm m borii gtiiouin--ili dicser Htihe mitlelst ebktrisi ber I .tilung die Molin-nlv ri»' geitfTnel und g< schlissii) Deiunài li-l wurde der Uallon 1 geholt, die Plalti-ii whiden crdwii k«lt unti in Kreistorn. ¿ii.il » Iva I sIi hi.

Man rrhifll auf illese Art die l'opographe auf zr« SI' ini l'mkreise volt l.agotihr.in tini tinelli lii'sammliiriilirii: ■ lii> Kilometern

Die anweseridc Komnii--:-ion vini Marine-, Artiìlrrii- un.: .r. genienr-Oni/.iereii w.ar sehr befriedigt vnn «lem Hesiilt.it I Fllologiaphic gal) alle Delails «ter Forts. Haiti rieri, strasM ri. I;-i liahaen, Wohnsilze u. s. w. klar wiethr. 9

Entwiokler far Momentaufnahmen, iv .

Iichliicn Moiriinlaufiiahme'n auf g«-wöbnli« he Platten nunt' " Halloiiphotographu-ri zum Knlwn kein folgende Zusammen*'■'<• • slels mit Kifolg .mg«'wendel :

l(N»l (ii.imiit ileslilhites Wasser, 7ä - st hw< Ihgsaurcs Natron, lo ■ llytlroi (tu li ni. UH» . kohlensaures Kall. J > llronikali.

Olio Bernhard, MuikIhh

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Todtenschau.

I'cler von HuhischoiT r. I". von IIa lax hoff, ein In Paris lebend?! Rone, der dmttbtl vieles lür die Aciotiaulik gelhan hat. ■ Urb .im Ii März ehetidorl im Aller von ."kl Jahren. Ilalaseliolf geborte zu denjenigen seltenen Iförderen der Luflsclullahrl, welche ihre reichen Mittel gemeinnützigen Zwecken auf diesem (iehiele fem zur Verfügung stelllen. Auf seine Kosten liess er I**S■ ■ zu Sportsz wecken einen Ballon von BgflO in. ilie - Krau. eP.u lie erbauen. Xoch kurz vor seinem Tode war in seinem Auftrag zur Erforschung der höheren Luftschichten für die Com in iss ion ii ientifii|iie d'aeroslal ion in Paris ein 17(Ml chin grosser Ballon gefertigt worden.

Sein Hinscheiden ist dir die aeronautischen Kreise in Paris, welche seiner Hillfclcisliing stets sicher sein durften, ein schwer empfundener Verlust. *jr

Oberst Klsdulc +. Iler lh griinder des englischen Balloon Estahl i shetuenI •. weh lies im Jahre Isst zu Chalain einmuhtet winde nheit Llsdnle It. K-. ein in der Milit.lr-Lufl-»cluffahrt erfahrener und woIiIIm kannler Offizier, ist auf einer

Rein von llo'igkong nach England verstorben.

Anntoh' Hrissultet f. Am :..'>. Kfhruur start" A. Itrissonel. ein hckutintcr Italloiikonslriikleiir zu Paris ini Alter von li*! Jahrcn. Iblrch Nadar auf die Acmnaillik gefiihrt. Iicgiiimlete er scin lilaniilos Hans un li: m | s ,r, ftesonders einlraglu h war flir dm die von limi nusgehende Krlindung des klcineu Kant huk-RcklaiiK'-Hallous In din lelzlen Jahren freihch halle cr bitter

darulier zu klagen. ,|;iss die Geschäftswelt diesem Artikel nicht mehr recht zusprechen wollte.

Hie Pinna llri: sonnet hol den HesMChCW von Paris die Aurieliinliehkeil. jederzeit eine Itatloiifahrl iiiilermdiincn zu können, je nach Hebeben. mit HalloHs von veisctiiedener Grösse, hei freier Gestellung des Ballonführers und gegen Bezahlung der (iasfülhing. 5°;u AbnuLzungskostcn des Material* und der Kosten cler Heise

Itrissoucl war Präsident der .Keule d'Aeronaules de Li ietö Kraiicaise de Navigation Aerienne». Wahrem' ihr Helagerung von Paris 1870*71 MltCI■stützte er die Itegirritnp bei ItestMiuiiung der Abfalirtsriebtung der l'oslhallons und erhielt hierfür die bronzene Medaille des Kriegsmiiiisleriums für • com inu-nicalions acriennes».

Der Verstorbene bslte eine besondere Zeilscbrift < Le Hallun» gegründet, in der in letzter Zeit vornehmlich särnmtlicbc ihm bekannt gewordenen Hallonfahi len regislrirl wurden. In früheren Jahrgängen enthielt dieselbe ausser sehr eingehenden Protokollen der französischen Luftschiffer-Slnde auch kleinere Aufsätze. Kerner hat Hrissnncl ein chromolithographisches lllalt herausgegeben, betitelt: -Tableau des llalluns sortis de Paris pendant le siege 1H70"1-.

Brissonel war sls Sohn einer Not a r* fa m ilic utChtuvi|ny

bei Poiliei ■•- am 2M. A(iril IXtl geboren. Er war sehr beliebt im Kreise aller seiner Bekannten. Knie längere Krankheit ging seinem Hinsei leiden voran. Kr hinhrläs-l einen Sohn, der sich gleichfalls der Aetonaiilik gewidmet hat, und eine als Künstlerin bekannte Tochter.

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Vereins-Mittheiluntjen.

Oberrheinischer Verein für LiirtscIiiiTiihrl,

Vereinst ersainmllintr am Freilair den l. Mal 11)00. Abends H l'hr. im kleinen Saale des Civitkasinos. Shirmei ksladcn.-

Der Vorsitzende. Professor Hr. Hergesell, eröffnete die sehr zahlreich besuchte Versammlung mit der Mitlheilung. dass der /»rite Vorsitzende. I la il | .1 mann Moedeheck. in folge Versetzung nach Swinetnüuilc. aus dem Vorstände ausgeschieden wäre. In Anerkennung der grossen Verdienste, die derselbe um die Cruiiiln.ng und das Itesteben des Vereins habe, sei vom Vorstände besi hlos .en.

denselben zum Ehrenmitglied zu ernennen. Mit grossem Beifalle »urdi dieser Vorscldag angenommen, und del \.-. ¡11 hat 1 n 1:1 -Mhr zwei Ehrenmitglieder. Oberstleutnant v. P.iiinewilz. Chef de, (ietieralstahes des III. Armeekorps, und Hauptmann .Murili'-t""<"k a la suite Kussarltllerie-Kegiiiieiit III, Arlillerieoflizier vom in Swineiminde.

protessi,r helges,-ii ■■ : i ti. i Ile sudami ziiii.ichsl ii.is Worl

Herrn Leutnant George, der in sehr interessanter Weise einen IWiriit gab über die Ballonfahrt am '.I. April, bei der die Landung im Schwarzwald bei Gernsbach erfolgte.

Sodann berichtete Leutnant Lohmüller über die Kahil am

20, M.nv. bei der ziiin z.weilen Male cine Landung in Krankreich slatlfand, in presse, Haul-Saònc

Zulù Schiusi- wunb 11 zahlreii he pliotographisr he Aufnalmieii aus d«in Ballon niittelst Skioptikous diirch Photograph Hauer vor-gcfuhrl uud diluii Leiilnaul IIildebrandi crlaiitcrl.

Iteicber Beifall lohnle die Vorlnigcndcn. Es wurde der Wiinsih .nisgi sprochen, 1111 Ilerbst deu pliotographischen Abend zìi w ledelllolcn.

Miinchi'iier Verein fflr LiirtseliitTalirt. (a. V.) Dieiislar. deu II. Januar. S llir Aheiids, ini lliitcl Staelius

Der Uttnclii'lier Vercin fin LtlflsclulTahrl la Vi tcrsaiiintelta scine Milglie.ler ani '.». Januar im Vcreinslokal Hotel Slaclms z.u einer Geiieralversammlung. die iiach iiiehrfacheii Iticliliingen bui viri Inleressanles Imi und Zeugniss ahleglc. web li intensive wissen-schalllicbe l'hai igkeil der Verein im ahgelanfenen Juhre bethdtigle. Der ersle Vorsitzende, llerr General Neureuther. begrii*sle die in slatllicher Anzalil erschienenen Milgheder. In die Tagesorilniing eiutieterni. gedachle er der erspriesslichen wissenschafthchen

.mi

Tliilligkeil des Veleni un v('i!miì'„'i nen Jahie uni -prudi dell Mil glieibrn lui dire Mila 11 kung. suu n dei iv. Midi it liiUm iulfi r-ahlhcilung inni der Ere»e hit dire Ittitersliilzurig bcsfcn Dank aus llicraiif li.ru liii-li' Ahllii-lluiigsinr»li imi. Ilerr Privanti i/.fiti iii. Eludili, nitri dir imv-< il rli.iltli. In- filiti igkcil di:- Ver. ire, fir spratti iiher die vvahreiid des .latin » gelimi liteti « i -sensi li.ili In lini limili.ilirh 11 imi din li /ndcti inni Eriulgi'ii nini mi ili >■..-. uni cli-tn lìericlde ilbii rune, vnu Ibini -..-<n- llr I-1■ ri kuii-ltiiirli'

A|i|iarali- /tir Eruiriiiig di- erdltuigucltsi luti Cifillc» tli-r Aluiii-sph.irc Ali die».» Iddral . Illusi siili j<ln - de- .tu Sii-iii- di -rrkraitkli n Vt.r»lariiles dir Abllieilimg II. de» Urini Il.iuplui.iiiii» Itili* vini Culli nl.erg, vnrtragendrn Miriti < lln-r Iciiliia uls linlrl,

Iti erslit l.mii- vviirdi' ili»-; .llr /ahi ilei gi-inaelllfii l'rnrn Eahricti. iilur ilrirn Xivi-rk tind iihrr dir d.ihri ctilgcltctetien spezi! lira Vi-rliiillni-sisi- luti-li litlich itti di'i' Lauilung, g-«is»tc i-rrrirlitr Iddie liuti Tbcilitchinerzalil ih -rii-hlel. hi muti h «iirdcn vinii Verrini' E) Firilaliile ri gemarht. um iiulrr di ri nu»gi--prui hen vvi« svnsi li.if!. llrlir /ur Voi nahiiir plnilugi aiuitirl i i-t drr Aiilnalinirn. /ur Erlur-m lilltlg drr tuc|eiiroliigi»ilitri Ve rbilllliissr uni de» 'l'Iin.l'lli'l i. li. ri GelaMi's d'T Al iimspli i re

Hlr un hi li.'in Ergebnis-c dir i dui Fallititi vtrrih'll /ur mrnrernng drs Ausi ihiis d' s .iuf-lit lieiiiltii Vi'ii'ins. drr -ii K aiirh aiissrihall» ilrr Gtcnzeii mist-ies euger eri nini lu-ilneu \ aliti nuli s durili .seme etlisleii vvi- ■ iisrhalllii hni /."li- I ir reti* ciurli Manieri rrvmrbi'ii hai hrseril lirh hrilrat'i-ii In zvveiter [.une lauden die Ihai ln'livrisurli" Eru'.ihliung. tvrlrhr Alifangs ri.n li driu Vurbilili-vnn Ulne Hill imi eiiifaclnn und grkiippellcii Drachen ausge-'uhrt untiteli, /ur Vernaliine wt-ilerer Versurhe slcheli gcgciiw tirlig ileni Vereine drer Eddy- snwic zvvei llargrase-Ilraciieu zur Ver-fiigung. fenier cine uach dm Angalicii drs llcrrn l'ride*si>rs llr. Finsleraaldrr knnstruirle K.tbelwindc uni ioni m Stalihlrahl. Eirien weilercn Punkl de- Itrfrrulrs bjldele die Thriltiabiiic drs Vereins boxa sciner Milgln-dcr ali der Spni 'l.-|ii»»|e>luug si,, ),,( He ir Major Hrug u A cure An.-alil miete-sanler s|„.|M. mu\ ,.„„. Heihe vini aiideren anf die Lu:l»i lnllalirl he zugticlicii Gcgciislniidcll. Ilerr l'ruh ssnr Dr. Fin»lcuvaldrr a-ci thvolle iihotogruiiimelriki he Knnstrnkliiinen. Ilerr Ilari in Ihissus enieii vini ilnn erfundeneii phii|ii.,'ramiue(ris< luti Apparai ntisgcsleill. Aftls-ersl virdielit uni das su geliingnic Zli-landi-kolnmi li ihr Abllicilung X ftir l.ullsi Inlf-(ahrt. dir «old den cimi der Ausslrlluti-j Ijildele, m.-ulilen sicli Ilerr Dr. V'ugel un Vrrein imi llerru Il.iuptui.inn lìlanr

Es erfulglrn nuli Mltllirilungell uhi l dell /listami drs Malli in-malcrials und die dadtirtli ftìr die Zukinifì iM-dinutell Aussiihlcn,

Macinìi in der Hail»n de» Vermi» sclnm die slattliehe Ati/iiid vnn :tl In irti l'.ilirleit geuiaclit hai, u'ud un Laute th-r riiìrìisim .ladre dir Menlieselialluii-» eilier HallnnliUlle uii.uisbleihlicli seni, /uni ^clillisse llieiile Hedliei unt. da»» in dir l'ersuti drs I L'i rn Itarnn Itassus ilie Heihe Irewiilirler llallunfiiliier ile» Vrreiiis neinn /titt.tchs Ie k<iri111li-li luit Der Viustand drr Alitlieiluug III Ilerr l'i ivatiluZent Ur Ileinke. dericlilele lilirr die aii»-iieliige Utili er-spiiesslnhc Ari der Fnrdcnitn: der Verruis/vvei\i< un vertl-ussenen .ladre

Dir liiianznlle Maini des Veri-in- i-t natii ileln Ilein dir des Schat/inrisiri:. Ilei rn Hnfliiie Idiiindler». Mah! jiiii . ein su giimiliifer. tla-s in liàlih ari den limi euirs «*ei|. ren llalluiis gesi hnlleii vvrideii k.lllli. Marli Iti'vi-iuti d«r Itihher uiude Dei harge i-rldeill.

Ilerr lii'iieral N'eiireutlier datikle den llerien VmIrigciidcli und sclirilt liierauf 'ur Netivvahl. die lulgciides llcsiilt.il ergali: ei»1ei Vur»ilze!i.let : Ilerr C. Meiireutlier, (iencraiinaji'i, Divektttr de» liipiigrapliisrhrii Mineau- drs k. li I ieiier al-l ahes : /vvi iter Voi -sit/.rinlrr Ilerr Dr. S. Eitisler» -a Ider. l'mfes-ur ali dir lei Imi-i hen Hnclist liule unti niisserurdt ritlirhes Milglied der Akadcruir der Wi-sm-rifrliaflen; Scdnllfiiliret : liete Lriilri.uil Tli. Casella. .1 la su ile

ih ■ ii. Inlanlerie lìegiuienl». Munitiliifiizier drr Luflscliifleralilhi'iliiri; Srhat/.iuei -lei Urti E Stalli jiin . H"fdu< lilcintller; llrisil.-t li,

Ilei ir l lei 'di" r..... » I.....ie 11.I-: il.e. I '• M. >. I i .:•

l'rifle-sn.r .iti ilei- k i ec hlllsr hell 1 hit lisilltlle, Julius Klht. Halli r v. Ihilh'isli in, Majnr a. D und E. Dielet. (Ideihiilnant a la sur, de» k. Ingenieuiknip». slamiihillizier dir LuflseliilTeialithi'iluri;.

Huralir lilell Hen Kadrikaiit Uni klcui eilieu vnn alien \i>-Ur,indi 11 ntit griis-ein Heilall iiilfgeii'ininieiii-ti Vnrlrag iihir un ani I sì. (Iklulier vorigen Jalitr- •■! lidie inlt le »aiile Vereiiuduliit dei Vinlragcuile -ih ni li dendtgec Spraehe ein aiisrliaullclie» Ci .1 iter zahlieii hen, dei diesel' vini vvundeivtillrin Herhstweltei 1-gtui.-.iigd'U l.tilllalnl gewtinnenen Eiutlrticke Als ausscrgeinìn, licite» Vorktiminriiss hezeichnrlr cr das l'edrrlhegeli eines xe;n-di>rfcs uni tieni I.uBda!dui Akadeiiur. Es lintten dainals ,1. A-chanli- idre VVi'linsralten in dei Spiiilau-slellung atifgrschijv.ri vnn dei aus the Aul-tirg erMgle. Dir SI.idi Munì hrn rrs- •in-il.n liiiiulrliii-is:ni «le ein Indisijie■■ Miniatilittii'dell ali» il.-: Mal iuii.il uni é.'inir Dir Slai nderger-, Werld- und Ammerset' savi SlufT /il huiil-i hafllit hen Scliilderuiigeu. und die in die A'Ig.iu ' Vnrhergr s|ch dllrhtartlg Itliirinsrluedrnde Ni delsehichl imi ■• steli da vini adliiseiideli, nach Wesleii zieheiuleii Wi'dkrlten -ein petit liliges Nordlainlsdild. Die hit Kaiirhcuirn aus einei ||>ji. vini SJ~'ì in rifiligli', zieiulicli plul/liche und ullfrei«illtge I illlllg tllll (itlllltle de:- l.tlltii/.eai|i. Wt>de| die llrei Lllllsclllflcr ii',

den uingesiiilpteii llalldiikuid wie uiiler rine TatichergliM'k" sii/eli kameii unti lini finIgezugeii vvurden. erregle gms-- iii; kilt. — NicM ninnici tiitetessaiit «tir der Itericlil ths Un ira I--lessnrs Dr. vugcl tdter die n'rssrtvsclitifHirhe l'alni ani'2 Ih-i.-n:--IS'.HI. die ir un Veri'in imi Dr. Enidm miiclile. uni i r<liiiage-t: Heiihaehlungeii in giiissereu lltilieii allzuslelleil. Drr l~ Virile»» Miim hen Ih-i leitllii-hem Welter mrr il lhe Vi he' . ktnii alter hahl ili cine Schneeuiilke. dir llin su lieeinil»-" ila»» ri Irntz. Ausgalie tini 17 S.icken lìalhi-l nur auf Hnhe kaiu Die Ijunlulig fatui gliickliili bri .'iiihaltendrm sebn-gesb'.ber in dir Nahe dir Statimi HrdI-Zipf der Lime La: Stil.'hurg in Oherirslerie'ch stati. Es gelang ciurli Satz Bn-luc luiigeii zìi tmichen. uehhe dir Itrauchharkeil des liistrtinti'iit* den in der (i<mdel beirschetlden achwiorigen Uiiislaiidcil crtni--n the Erage der Amderimg der lulelisilul mit dee ll.ilie Muli :-gi'gen uneiitseliiedeii. weil der tir!, liber wetchen die Meiihuchdr:1' gema' hi wurdeli, nielli geniigend scliarf kitnslalirl avi dea k-'' da die lleitli.it hler rr-l kurz m>r der l.anilung den Ituderi n'i-" 1 zu (iesit Et brkamrii. Iteieher Ib'ifalJ. smvie dei Dank d's ir ■' Uniti Viirsit/endeu. schluss sub dirseli Vilsflilirtingen ari ?. >i hblsse rrgrifl rifili ini Ntllliell der Aiiueseltdeli >e. Iv ' Ib-rr Cenerai vnn Sanee das Woil und dankle in a arnica M "•' Il-ri n Cenerai Neiireiilliei Ine seme iniiiievulle unii si sr-'t'-renile Tliallgkcil tur (leu Veti-in. In das aiisgelnaclile tìrri!* ' ll'i'h -tiinmleti alle Anwesenih'il begei-lerl ein.

Mtzumr aro 13. Febraar IWJO.

Dir Mini, lenir Venni Ittr Lult-i hidabrl ia li ': ' ' Dieiislag den L'i. IVdrUar un lb>lcl Stai bus eirien VurlrigMis ! ab Der ri--lc Vnrsilzeude. Ibrr Ceiieialiniijur Neureullicr lnv'1!-tlie in grnsser Ali/ahi ersclueueiien Milghedei. uorutil Ht.rHii't maiin a. D. •. INmeet nel sein.-m atigektìndigten Vurt'ac 1-,' Dir Vnrlrageiide besprticli dtts Cibici dee l'Inglti hrrik inni * die Eilnbung des l'Iiigappatales curri Frdlnuleit iladiirrli I-*' da-s er die Ariteli einer kteim-n leichten Maschine zuoiiI''>' In li zur He», lili'iinigurig der I nidrehung des Srhaungrades b '"' und die Kiippehiiig der Krafliuaschiiie uni den licbeiiden Schraal»' et»! dtinn viernruliit . Uettn das ;il» KiìiflesprlcliCT l«"f":,!'

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K7

SVhwungrad ein ausreichendes Maas* von Arbeitsvermögen auf-•_"'*noininpn hat.

AN zweiter Vortragender dos Abends erprill Herr Privaldozctil l>r. Iti.di. Emden das Worl und besprach die Iiili-isu. Innigen von '■■milier, Ailken und Kiessluig, die den Nachweis erbringen, dass sich in der Atmosphäre feinsle Slauhtlicil'heii in gri»s»i r Anzahl vorfinden. Durch ein sinnreiches Vcrlalireit ••■•laug es Ailken die in einem bestimmten l.iiflvnlumen enlhalleiien Stailbtlieil'licti zu wählen. Ihre Zahl ln'trägt auf Bergen einige Tausend, in grosseren Studien ItttinOii bis 2n4)<llin. in abgeschlossenen Wohnräumen bis zu vielen Millionen per Kubikeentiiueter.

Sie sind irdischen Ursprungs und werden geliefert durch den Rauch der Vulkane und Schurnsleiric und den Staub der trockenen Krihdicilliichc. Hiese Staubtbeilchen sind für die Lebensbedingungen iler organischen Welt von fundamentaler Bedeutung, denn es lasst sieh, wie der Vortragende durch einige Expciiuicnle erläuterte, zeigen, dass in l.uft. die durch Fillriren durch Watte hindurch von ihrem Staubgehalt befreit werden kann, eine Verdichtung genügend abgekühlten Wasserdampfes zu lliissigein Wasser nicht eintritt; ein \\ asserlröpfchcn scheidet sich hui da ab. wo es ein Staulillieilcheii als Stützpunkt vorbildet. Ohne den Staubgehalt der LtiR würden Nebel- und Wnlkcnluliliing. Regen und Schneefall ausbleiben Her häutige und dichte Nebel der IIrnssstädle bildet seine l-'rkläiung in der grossen Anzahl hier vorhandener Staub-llieilclien. Aui Ii diesen spaiinemleli Ausführungen, die wohl auch weitere Kreise inlercssii eil dürften, wurde der verdiente Beifall 7\i Tlieil, Eine längere Diskussion sc bloss sich den Ausführungen der beiden Vortragenden an.

Silzniiff am 13. Mllrx IWlO.

In der ausserordentlichen (ieneralversamiiiliiiig am li. März wurden die durch das Inkrafttreten des bürgerlichen tieselzbucbes nöthigen Statutenänderungen einstimmig angenommen. Hierauf hielt Herr l'rivatilozcnl Pr, Bob. Finiteli einen sehr interessanten, durch zahlreiche Experimente unterstützten iVnr^rjlj^fibij'i-i^js^ VV.sen der Wärme und die Terrine,-alur der Sonne

Inter Zugrundelegung der auf genauesten Beobachtungen luasirenden Solarkniistauteii von 1 Gruiniu-Caloi i<-n fand Angstrom uni Benützung von Stefans Theorie die Temperatur der Sonne. diese als schwarzer Körper vorausgesetzt, mil Tonn" Wird das Ausstralilungsvoriitögi'ii der Sonne gleich dein des geschmolzenen Platins angenommen, su betrüge die Soimenteinperalilr nach Paschen lh.hut. Aus den bisherigen Arbeiten auf diesem (ò lucie ergibt sich, dass das Problem der Messung der Sonnenwärine sich der Losung nicht mehr so unzugänglich zeigt als angenommen wurde; jedenfalls beträgt die Sonilellleinpei alni' nubi Millionen oder Hllllderl-lail-emle von (ìradeil. sondern dürften sich höchstens zwischen tinnii his Hl rote1 bewegen Allsehliessellil all diesen Vollrag, der von den Krseliienenon. darunter Prinz Leopold, mit warmem liei-fall hegriisst wurde, zeigte Herr llr Finden mit Hilfe des Projektionsapparates eine Reihe überraschend gut gelungener plioio-grapliiscber Aufnahmen vom Luftballon aus und zwar aus Hohen von :!00 Ins t'ilW) in. Die Deutlichkeit erslreckle sich soweit, dass man auf den Projektemshildern die Filiitenaufschrlflen einzelner H.iuser sehen konnte. Einzelne Bilder waren kolorii'l. eine Methode, die zu ganz interessanten Effekten fübil.

sitzunu am 8 mai 1900

in der sitzung am H. mit lülitt liiell herr (ibeiletilnant 1 Intel der kdnigl buyer. luflsrhiltcr-ahlheiliiiig einen vortrag über -.ihe !(■ issbubii. dire eutiv it ktiing und bedeutung hu ihn luft-1 liillei •

iler vortragende liemcrklo. dass dem kugelbajjofl, dem in physikalischer und melenndogisclier hinsicht doch so wichtige ergebnisse zu verdanken seien, in den letzten .b.breti fisi y....-keine beachtung mein geschenkt werde

von den

gesi 1

I me- aeronaut celie Weil

,. gegenwärtig Wiedel Hufen: .Hu- Scluaiihenllieger. lue Drachenflieger, lue persönlicher Kinisllliig, Ine Butlelistedt. lue Kress. lue Zeppelin- -- mit einem Wort, der Blick sei ausschliesslich in das verlieis-sungsvolle Lind des willkürlichen und bewussten Fluges im laifiozciin gerii biet. Auf diese Weise sei jetzt schon das ersehnte und erhiiflle -Bessere, der Feind des hen-ils vorhandenen ■ f»n 1 ri• geworden.

Da aber du- Healisiruiig der Wunsche und Hoflnungeii vielleicht noch längere Zeil auf sich warten lass.-n durile, so sei es vielleicht gar nielli iinz.eilg.iiiäss und unpraktisch, wenn mau dem Kugel-balloii liezw. seinen Einrichtungen wieder einmal etwas Augenmerk zuwende.

Die wichtigste Einrichtung des Ballons sei neben dem Ventil dt.1 Rfissviirrichtuiig, Von iliiem richtigen Fuiiktionireit hängt bei stürmischen Landungen Wohl und Wehe der Luflscluflfer ab.

Die SehleiITalirl Silherers halle die I nvollkommenheiteii der damaligen Itallntieinricliliingeii deutlich erkennen lassen. Der erste Gedanke war. durch Hebel- Dtler Zangenwirkuiig im kritischen Moment den Kort» vom Ballon abzulösen. Allerdings sing hier das w.-rllo..Ile Üallonmatcrial verloren. Weitere Vorschläge waren noch, den I tal Ion mit scharfen Pfeilen wiji^l z,n srhiessen, ihn mit J'lalzi'iilrollen zu zcrreisscQ oder durch ein Messer mit langem iftock zi[ ZiiTi*-'lllir'<1'*tt All diese Iii danken dürfen als die 'm-biuler der heuli'jep fjo|sshahn angesehen werden.- Eine andere Richtung in bufisi hifl.rki eisen sucht die rascheste Entleerung des Ballons bei stürmischer Landung dadurch zu erreichen, dass mil einem Exhauslor das (ias ausgepumpt oler durch ein grosses Lailevenlil dem (las rascher Austritt gewährt werden sollte. All diese Vorschläge garantirteli jedoch nicht den gewünschten Erfolg. Da tauchte Milte der achtziger Jahre zuerst in Frankreich der Gedanke der Beissvurriciitung auf Die Konstruktion bestand darin, dass mit einem Gurt vom Korbe aus eine Bahn des Ballons in meridionaler Richtung gerissen würde. Als Valer der ersten brauchbaren Reissvorriehlong ist jedoch erst Hauptmann Gmss in Berlin anzusehen. Die mit Bechi von den Luits. Infierii so gefürchteten Si hleilfahrten halten durch diese segensreiche Einrichtung in den lelzlen zolin Jahren fast ganz, aufgehört, doch nicht völlig. Der Redner fedirle zum Beweis.- einige von ihm selbst erlebte SrhleilTahrten an und stuhle die Ursachen darin, dass der Führer bei sehr raschem Falle mit dem Ibissen der acht bis zehn Meter langen Bahn nicht fertig wird, oder dass durch den Wind bezw. den Nelzdriick die Runder der zerrissenen Hahn übereinander gelegt weiden. Zur Verhütung des ersten Nachtheils hat vor Kurzem Hauptmann lllanc eine sehr sinnreiche selbstiIniiige Vorrichtung konslrnirl. die aber immerhin den zweiten vicht heil -111 ■ ■ i in-':...:. Li in- _i- 111 ; i ■_ ■ e i,. '■■-'Hl;.; 'i ■< -'• Frage Winde ■iiiich <hr. wti.tgonih'li :iln;:.|eii. sie itr-di-'h' dann,, llejp^

±__lü-Lu;u::

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ü'.'il'.L1 '.'.'oi ui ne^.^.ci.i.JijcJiLiik'iLliLJi uiticul,-.

hase. i.£cbe-|i _wiirdv. ein zwei- in • .l'.-nn.iliges

zi..... ti : 1111 k. ■. — _ 111 i geie.-;l tini1, ie b :. i :■. . ;. i z.-.t eine influirne

von über 1 i|in. herzustellen. Bei der grossen Molecitlargcsi hwindlg-keil des Tragg.ises .Wasserstoff IHl.'i in. Leuchtgas elw'a sm») in) erfolgt das Allsslromiti des Gases fast augenblickli. h Hei zwei Landungen hat sich diese neue Einrichtung vorzüglich bewährt. Der Redner führte waiter aus. dass mit Einfühlung der neuen Beissvori ichlnng jede Gefahr verschwunden sei. Her Gelehrte könne trotz, vorhandenen starken Bndenwindes sich mit Ruhe seinen wissenschaftlichen Beobachtungen widmen, die übrigen

ss

I >■ inde i] i.l ssa girie sud alici oblio Sol vi'' uf»i| Itlieksichl auf dell Sehtilss der haliti doni il'izvolli'ii /auber finir Balloiu.iso luii-;fih-n.

Mit <l' r llohuupiimg. ilass l'ili'- ll.illoiil.ilul hciil/ui.ive bri hullhlii'igkcit limi Dulie ih-s l'ulne, , koinè «nWli' tu I..i11 blob-aìs ri ni* l'iisonbahli- odi 1 Moda wagi'iil'uhtt, » eidos-, ilcr V orininoli.le

-.'il..' ini... -:'li:. •! ali-ini iii g ••

DrUtadier Vcrriii zur Fiirilpriinì, ilei* l.iiftseliiiralirt (Herlin).

In d.'i' Sin 'ili. Mar? tinI■ ■ ■ 111 -111 Vursi)/ voli l'rob --or Assillanti abu.liali.-ii.-ii M..11 ilsv. 1-iimiiiliiii-j il.'» ■ I ». ■ 111 - j 1.. n Wrcins zur FnnbrUlig .Li' l.ufl sobillalo 1 in lìrrlin spinoli Ibi htsarivvalt dr. licore |;..m nb.'n; iib.r das Thoioa : dir cu il- unii slialri'cbl-lirbr llaltung drs Liiflselullet s Dir Vurtivig, ¡111 don -uh riti Icbluiftoo Moitlllllg alisi..Uscii kmipflo. onthall so au-s. rm d<-r:l ai li vici lini, inni inlrn■>-siinlr (.osi. ht»plliikte. da s ,-r inlli'i' aiisfuhr-holicrvii llriirblrrstalluu!! b.ilaif. al- limi ali di. sii mollo ,u '['lied tterdrll kanii. \V:r urnlili 1i1i11 dali. r un n.n I -Imi lieti cui. 11 Nui. lei-Artikel vviilio.u ,\.o Ii-ld.1.1 land line liei .ithuiii' tali filler wiiiiseliennh'i 1 ll.e po!i/nliede Iti slinniun geli tilt" Itali. .11 alul.u. I - wild dilli b ib'll \ 01 ii. eodell il. Falli lai::-se|ills:-os. IlalJpl-111.ini) 'oli Tm dindi, dei Vmsiii'li gema. Iil ueobn, da-j, 111." hi sub m (irr lh-b.llle als iillgoitioin cuìpfuinlei" » I :. dm !ni--s lioniUs-stellie. 111 i-ini 11. im uhi.Il Mty li 111 elidimi!: un din llelioiile bo--liiiiinten liilwiuf zus.iinincnziilas-on Zuin Si liliiss wur.b n noi l< M nene Miiudi.'.ler ani onoinuieii.

Ili der Aprii-Veisammlutiu: des • Dell Iscbeii Ven-tns ? 11 r Fnrdctuug dei I, il f I se li 111 a li 11 ■ am .'HI Aprii unni.' Miltb.i-liing ibivoii semai lil. dass wahieiul ibi bevorslelietiden Periodi» der sogeiianiilen drei Fisliciligni Maineilus. l'ankialiiis limi S.r-vatiiis. II.. IJ inni 11 Mai, auf fìtiind einer durili don inler-natioiialen ticograplicii-Kongress g.-gobeiien Antegmig. nelle miti -nalioiiale, glriehzoiligc liallonfalu teli slaltlinden heid.n. Das imi

■ bill Hilcksclilau dei Temperalo! 11 iii di.se Z.'lt fui '..hi/. Nord-l'.nropa ge«lol!li- itielrorologisi he l'indimi ist voli siimi Losuiig

ni «'h well elllfi'llll. Illdesson hai nt|,.....| ,|,thr | si »7 itili lo. Mai

veranstallele wis»eris< balli, che Hall nilibrl so un litigo nelle iv-oliachtiirigeii g> brailli, das- es crwunschl isl. ani diesi r Daini hcluifs einllicher goiiugotidcr Aiilklntung iibei die Wlttei unjls-phatlollle Weilei/llsi liieilell l'.s ist ii) Aussiohl geliommel), aneli in dell n.ichsteli .l.ihren zìi dieser Zeil solchi' wissensi hafllii he Italloiilalirt' 11 iin Wegr luteinalionabr Vercinhariing iiher Zeil inni l'rogramm stalltinden zu lassen. lai) Ani rag des \ 01 slami, s tlllf Helhcillglllig des V.Toills bel dell inb-rnaliotiahii sporti» ben Wellkamplcn wahrend dei l'ariser Wellausslcllung riel hbliafl.

Krolleriiug.'t) bervi ir. fami ubo Annui.....• uni ibi Mas-gabe. da-»

die Del bei li gii ug niir imi eineiii und zwar einem neiteit Itallou • rfnlg. . dessell Ausi halfiui'g d.111 s.ichvelslaiuhgeii I'.rin.'sseii des i ahrleii.ui-s. hiisses iiberlassen bh ibi. l'.s solici) ver versi'hiedeue Wetlhi werbe veranstnllel wcrderi imi lie/ug .mr Dauci' der l'alni

liti. Septelllller -, eliejihle Ih.lie S.i S.pleirlbel . l.ngsle Kiitfcr.

liiing iti. Septemheri und L'iossle a11r1.il u 11 mg; un ■ni vi.rher beslimuilcs Zu I • ionrnurs d'éclairage. 2n Seplemlier . die Las liilhing wild kosleiilos g.hcfert. Di.- l'i.iiuuii besleh. 11 in nvetlb-gegenslanden mini- fichi bis zu DUNl Frano, /ug. lassen nini denlscherscils nttr. wer al- I heilm huiei' durili ciiien dir donisi ben laiflscllilIahlls-Vereine angelueldel ist Iti «hi interessai)! laulcl. 11

die Ih-rirhle Uber fQnf in Irtxfrr Zeil ausgefilbrle Krotfahrlen : laiilnaul v. Slephaill kreiizte auf ciuci Fahrl die l'ihe; eiue zweite lam iti M.'irzl ri. Idei.• sub ino h SU' Dm lì;.limi ih."

iib.r Leipzig unii lambì.' d'i km siulhch voti f'nlnibai'h 1111 fr.ank:. s.hen .hira. I . Ih r Leipzig irai oline erse bllii ben (ìrund i,n sl.iikcs Fallen d.s bis dahin -idi in uhm) bis I2i») m hdlen.lc-i Dallinis eie, und es inassin \ i,-l Dalla*! ausg. wor leu werilen. imi • in imi in under zu gewinnen. w.lclu- !.. mi j.iiien Fall vcr/nni .e::, n- - v. ■ ■ I ¡.111 ni 11' "■' • ile V. .

Iimaus bis zu l'.'.lsl in. A.h! "l'age sp.ilei fubr Leiitnant v. Kr. g1 111 ivirdwcslhi lu-r Itx'htung iiher das wril a.isg. ihhnle 1.1, r-s. liweuimnngsgebiel der liti... und land.-te. naclnb m dei w11. olxihalb Diiiiulz. dirckl wesllu li e.xv.iiileii. naeh ll-liioibg.r Fal.r*. in del' Nàhe von llieineii. A in li Lcutn.inl ll.ibn llog ni su. lus iihlll in Ili.he iiher Leipzig uri.I l.nob.ii l.lele densi lb.11 unir..-in h 11 und pi i'' Inlicri l'ail .b-s llalloiis uni .vhi ni. Naili ■ 1> re. l'i-si-ell voti Leipzig sili'.! de) Ita Moli voli sellisi «leder iii Dolio. Die l'aliti rmligtc icch! hi -chtt erlieli itntI>-ri ini (iebiig.

ili lussimi.....1 Si litico FiiiIIm'Ii koiinle Lcuhi.inl v. Killisch l„i

einer ani L'i. Aprii aiisgehihrlen Fahrl .-in plolzlirhcs Ih mi ilnnleu .ics Hill,.in. uni i <■• In ji|s imi m Itemi l'assircn .1.-<il uhi uahles hi ehi.Iilen. >■,;,(,] crfl .lite or su h bel •_*im>i in 11, ;,i

einer riihigi n Fahrl libri Xaiien nach Filosa, k. tu der lliihr u s.i'il"- dei Wiml fast voflslan.lig. Die l.andnng giug un W.ill. urlir bei|Uoiu vor HÌch. — Die Heob,i. hiur.g pini/lichen Kalhil* de?

H.lltolis belili l'assito!) ciuci' gl'ossei! Stadi gal. dell allwi si lo!• 1.

mi 'io.. i..l.o:on alibiss, 1i11011 b.|oi hliglen Z«eite| aii-.lii.i-.lick.ii.

dass es sieri ino nielli' al- 11.....lue /il I ,i Ih _ ki il hall,Ile. Alleili..,'

h.kah'u I'.inibì- ->■. aie li dio aiis lliimlrrlen von Sofinriisteinoii .mi

si. 1 nni.leti Vothrelllnilig-iise. solili fi> \ l'ischwindend iti tf : gn.s-.eti Luftinei-r und g. g-'ii don iiIm rivi, geiiilen Kinlhlss il-r Sonno da-s Wirkilligoii mie die houli 11 bici.-n uls ailsgesciili»:,■ belraclitel w-.rdeii tihissen. — Zino Soldtiss machie noi h Ibiiit-inalili v. Sigsfeld lolgoiule Milllieilnng iiher rjne <-rsl vor w. lag.it aiisgolitlii le Dauci l'ali) f. die. wnl sic Nacht- und Tajb! »111, voi) ungeviolinlii li. ni Inloies-o ist

Ali dei Fahrl nahiiien ailsser di-ut gonannt.n bewiilil.: Fiiniot dio Leuliiants v mephaiiv und v. Ivi.mg Theil. I>i-> al-si, hi ivar. abwi i. h.iid v.«n ib'iu iibln lun l'icgraioin, «ine .'citi I moslirhsl ails'.'edehnlo Lultroiso. uni zu eimilteln, mas in di."

n.n'iohung einem Hallou zuzo.....ih.-n ist. Der ani tiog erfulgti' :i

Herlin ani Sonnabend don '2x. Api il. Abemls gegen ',' Fin. dir l.andnng am ili. Apiil, Millags I Ibi ¡11 Min. 111 dir X.ilie in. Mai leiiw.rder, milhin nach etwa 17sliiudigrr Fahrt. F.s hrrrsrbli' boi der Abfalirt ente ailssiroidriitlichr U'iuilsldie. s.slass die lle-wi'gung des Hallons 111 liorizonlaler liu hlung kaum sclniellcr .1 -die eines Fussgiing.'rs war. Als Folge luci von bici! sul, (In Hallo11 lineiwarìel lange iiher Herlin und /uglen li in so g.rui;" llòhe, dass mei Hallasl .lusgewoifen welden iuii-s|e. unì dui /'di-sii ig.n zu liewegen. Trolzdem b.w.tbrle der Mal lori, ausavi». 1. k des B.irngraphcii. dio N. igiing zum Fall. 11 in soh'liom li rade, è-""' einiiial sogar cine Heriihrung imi .lem F.rdlxhlen slallland nlii 1 Inhorweise hrlrug dir Verlikalges. lui uide.keil in dieseni A ugo' Itii 1 v imi chea ni dio Sekund.-. sod.iss die Horiilitung ri-' -.ioli crfoIglò und soforlige W ledeiorlichung dio 1.11ii-< I■ 1 ti• r >'■-liner I riigobung rullìi lille. welehe sub dliri'h sohmfe lior.i. j. ■' He solleld aiikun.ligio. Die Nacht war olmo Mninl-i In-ni .itolo bosoiiilois s« hiiner Stei'iienhiinmol, an doni gioii-hzeitig "~ 1111(1 lupiler 111 hochsleiu Manze slrahllon. veibioitole grnil.ctuk » la- hf. (un .in. u deiilhchon Sohimiuer des (ìehiildes zu gfb'a l'olo-r und 111 do. Niihe uni Iterlui ma. lite sub boi «olir kl.m' Luti die mr.i-senhotei.ohliuig ni nng.'woliiili.hoi lletligk.'i! gelreml Man velino, lite iloiillnb zi; unici sclu-iden. da-s man su h ni 'In \ ei laiigei iiug ibi Lui.hn. di' Fiaii/osisi'holi Mrasse eli', bew.'.'tc ll:i!te dio Neigutig des Ihilhuis zum Fallen nubi derni una»-" l'i-sct.-ti- liok.h.ipfuii', durch Aii»w«-rfcii von Halla^t i)'"'lIng ;'''"'a' M

S'l

so würde man den grossartigen Anblickes der Illumination in der Tude noch (roher geworden sein. Mit der Entfernung von Merlin hörte allmählich auch das ungewöhnliche Verhallen des Rallons auf, als dessen Ersiehe eine während der Nacht anhaltende, vertikale Luftströmung von oben nach unten ermiltelt wurde, kenntlich an unaufhörlichem Gasgeruch und am schnellen llinalr-lliegen ausgeworfener Papicrschnitzel. Alhiiähhcli steigerte sich auch die horizontale Geschwindigkeit des Rallons; sie betrug zu-letzl H> all km die Stunde. Iiis zu Sonnenaufgang waren in Sack Halbst ausgeworfen, von da bis zum Schluss der Fahrt waren nur -I Sack nothwendig Flu -t Ehr. kurz vor dem Erscheinen der Sonne, war die erreichte Höhe I21M1 m. Sie stieg von -(• I.Tir ;tu Min. bis 7 Ihr Ht> Min. langsam bis zu Hl MM m und blieb von da ab ronslant. Am Krdboden herrschte lieim Aufstieg eine Temperatur von -f hei 121*1 in waren es nur noch — t° <'... 111 grösserer Hohe stehle »ich wieder gelinde Erwärmung ein. I'iibesrlireiblich schön war bei der durchsichtigen Lufl der Sonnenaufgang, wenn auch ganz ohne vorangehende Morgcnrölhe. Uafür erschien in besonderer Klarheit der fiegenschein des Morgenroths am westlichen Himmel. Während der Tagesstunden blieb die Aussicht auf das Gelinde von seltener Schärfe, in einzelnen Höhlungen mochte man 711 KM! km weit blicken, Glanzpunkte waren die Tucheier Ilaide. das Silberband der weichsel und dar- Gelände jenseits der Weichsel. Als im Rath der Lufl-sclülfer die Landung zwischen Marieiiwerder und Marienburg bc-Mhlossisn und ins Werk gesetzt war. dauerte es 27 Minuten, um den H.illon aus ;WMM1 m Höhe hinunterzubringen. Inzwischen lulle man sich von dem für die Uiiidlliig ins Auge gefassten Terrain wieder um 20 km entfernt und befand sich Über ungünstigem, coupirtem Gelände. Doch gelang es. den Hallon in einem Frlen- und llirkciigebüsi Ii ziemlich sanft zu Hoden zu bringen. Jetzt aber ereignete sieh ein glücklicherweise hei Landungen seltener Zufall. Schon war die Knlh-eiung des Rallons eingeleitet und eine weit klauende Reissbahn vorbanden, als infolge eines heftigen Windstosses der Hallon plötzlich wieder bis auf 2T> 111 in die Höhe ging, natürlich nur um im nächsten Augenblick beinahe mit Fallgeschwindigkeit heriinterzusclüessen. Nun war die Landung keine sanfle mehr; aber sie verlief doch ohne Fährlichkeitcn. Die llergung des Rallons ging normal von statten, und dre Heimkehr mit der Hahn könnt'- so prompt erfolgen, dass die Luftschiffer Montag Morgen pünktlich im Dienst waren, ja, Leutnant v König gewann noch die Zeit, seinen in Marienwerder wohnenden F'llern einen Ilm hl igen besuch abzustauen.

Letzter Punkt der Tages-Ilrdnung war die Aufnahme neuer Mitglieder, welche dem Verein wiederum 27 Theilnehmer zuführte.

In der am 2M Mai d. Js. abgehaltenen Monatsversamiiilung des 'Heu Ischen Vereins zur Förderung der Lufl schiffahrt» wurden fünf nein- Mitglieder angemeldet und vor Eintritt in die Tagesordnung einige interessante Millheilungen gemacht, von denen folgende von allgemeinem Interesse sind Nach einem vorliegenden Schreibon des Pariser Organisalious-4 louules für die im September statllindendeii llallonfahrlen sind demselbi-n von einem Franzosen, eifrigem Forderer der Luftschiffahrt, IIM1IMM1 Franken zur Verfügung gcslellt worden, welche als Ehrengabe demjenigen F.rlimler eines lenkbaren Luftschiffes zufallen sollen, dem <-s gelingl. dann! vom F.iffi-Ilhurm nach Longchamp oder einem anderen gleich weil entfernten Punkte und zum FinV-llhurm zurückzufahren. Die He-wdligimg gilt vom l.'i April l!kkl auf ."> Jahre, und wird erst zurückgezogen, wenn bis dahin die Aufgabe ungelöst bleibt Während dieser ."> Jahre gewi'hii der Stifter des Preises alljährlich 4000Pranken zur Verlheilungals Prämien an Erfinder auf derri • ö-biet der Luftschiffahrt. DarUher soll das Paiiser t'.omite die uneiiigesi hiänkle Verfügung haben Am 12 Juni «erden

SO Herren aus Schweden, den besten Gesellschaftskreisen angehörig, auf der Rückreise von Paris in Herlin eintreffen, und bereit sein, einer eingeladenen Gesellschaft, vielleicht auch anlässlich eines Sportfestes, einem grösseren Publikum hervorragende turnerische Leistungen zu zeigen. Da auch der Aufstieg eines Ballons geplant ist. wird den schwedischen Gasten ein Ballon des Vereins zur Verfügung gestellt werden. — Die deutsche Mutuskop-Gesell-schaft wünscht die Landung eines Rallons zu veranschaulichen und hat sich an den Verein mit der Ritte gewandt, ihr Gelegenheit zur Aufnahme zu geben. Es wird ihren Wünschen durch Anordnung eines Aufstieges mit sofort folgendem Abstieg auf dem Teinpclhofer Felde entsprochen werden. - - Innerhalb ihr nächsten zwei, längsten« drei Monalcwird von Berlin aus eine seit langem geplante llallondaiierfahrl ausgeführt werden, am festzustellen, was ambe vor seiner unglücklichen Nordpolfahi! hätte ermitteln sollen, wie lange bei dem heutigen Stande der aeronautischen Technik ein Ballon hintereinander benutzbar ist, l'nleruebmer i-t der den Ucrlincrn von der lH'JOi-r Gewerlx-ausstellun^ her wohlbekannte damalige Inhaber und Dulerno)'|rp'r d,e.s, Fcaaiiibal!".".", |h;n xekelir dem es nach unsäglichen Mühen gelungen ist, sich der materiellen l'nlerstüliiing weiterer Kreise und derTheilnahme hi-rv 111 ragi • der I uftsi I (Ter an der Haue fal rl .11 ■■■ rsii hei 11 F.s werden sieh an dieser Fahrt mit einem H UM) Niiou dun hallenden Hallon ausser dem l'nlcriichuicr vier Herren betheiligeii. darunter die Herren Berson. Dr. Süring und AleNaudcr-Loildon. Als Vorbereitung der Haiiptfahrl beabsichtigen die Herren Rerson und Dr. Süring künftigen Sonnabend mit einem kleineren Vereins-halloii eine Drientirungslahrt, bei der es sich um Fragen der Führung des Ballons handelt, da bei einer möglicher Weise Tage lang währenden Dauerfahrt eine Ablösung in der Führerschaft in Aussicht zu nehmen ist. — F.rsler Punkt der Tagesordnung war der Bericht des Herrn Berson über de- Ergebnisse seiner mit Herrn F.lias am 12. Mai unternommenen wissenschaftlichen Rallonfahrt. Dieselbe erfolgte bekanntlich auf Grund einer internationalen Verabredung und gleichzeitig mit Fahrten, die von Paris. Strasshiirg. Frieilrichshafeii, München, Wien und St. Petersburg aus stattlanden. Von Berlin aus slieg zur selben Zeil auch ein Hallon-Sonde und ein Draehenballnn. Zweck der Fahrten gerade an diesem Tage war die Frgründting des von den Kiilterückschlägen im Mai. während der Tage der sogenannten Eisheiligen, gestellten meteorologischen Problems, eine Aufgabe, wofür die am LI. Mai IH1I7 von RerSOfl aiisgelührle Fahrt bereits Wichtige Beiträge ge-lieh-rl hatte. Der Aufstieg erfolgte früh f Uhr 21 Min. von dem Platz der Liiflschiffer-Ahlheilung aus. Der Auftrieb war anfangs sehr gering, es gelang völlig, den Hallon lauge Zeit ¡11 wenigen hundert Metern Hohe zu erhalten; IUM1 Meter wurden ersl nach zwei Stunden erreicht. Ks wehte bei der Abfahrt ein schwacher SSIl. der Himmel war bedeckt, die Luft sehr dunstig. Das Weichbild von Berlin verliess der Hallon über dem Friedrichshain, und bald bemerkten die LufTschiffer zu ihrer Freude, dass eine Rechts-diehnng des Windes stattgefunden halle, die sie erst nach \NU dann nadi NO und schliesslich ganz in östlicher Richtung Ine: Ohne diese Aeiiderung der Windrichtung halle der Ballon vorzeitig die Ostsee erreicht. Bei Hi»l in sah mau im Norden eine si bwere Wolkenwand, aus der einzelne Wolkeus. hwailen herunterhängen, und befand sieh bald mitten in diesen Wolken, so dass du- Oder, die Ostlich von Wriezen Überlingen wurde, nur dien noch schwach durch die Wolken zu sehen war. wenn gerade eilt Blitz der vom Wasser reflektirten Sonnenscheine den Ballon Iraf. Kindlich gestattete auch das Dichterwerden des Nehds diese einzelne Ausblicke nicht 111 dir; die Erde entschwand dein Auge willig. Da-ücM-ii befand man sich jetzt inmitten eines stundenlang inhallen-ilen, dichten Schneegestöbers, aus sehr feinen Flocken bestehend.

die den Ballon bald dicht bedeckten und dm niederdrückten. 'Merkwürdigerweise ist von diesem Schnee nicht*, über Ib'ilm gleichzeitig nur sehr wenig zur Erde gelangl.i Pie Geschwindigkeit des Ballons war unterhalb der Wolken auf '.'I km festgestellt wurden; in den Wolken versagte jede Messung. Im schneller zu (liegen und den Ballon von seiner Sebueeliisl zu befreien, beschloss man. trulzdem 11 Sack Ballast schon bei der Drehung des Itallons nach O zur Erreichung grosserer Höhe verbraucht waten, höher zu steigen, um ans den Wolken herauszukommen, Von einer scharfen Weilkeiigretize zu sprechen und den Moment des Verlassen* der Wolken festzustellen, ist gewöhnlich unmöglich; es erwies sich so auch hier und in solchem Grade, dass zwischen KSK) und i.'ssi in Erhebung die Sonne mir ganz allmählich heller und heller aus dein Nehel hervnrlral. wobei der Kation, seine Schneelast verlierend, langsam zu trocknen begann, und ohne neue Erleichterung durch Auswerten von llallasl Ins HVKS» m stieg. Nun war man vollständig aus den Wolken heraus und hatte die helle Sonne über sich, mit der Wirkung, dass der Ballon wie 20 Kessel dampfte. jetzt begann auch das Wolkeiiincer in der Tiefe sich etwas zu lichten, man sah eine ausgedehnte Stadl — Landsbcrg an der Warthe — und üherllog später den See von Bentsc dien. Hoch war die Erde immer nur nach grossen Bausen sichtbar Die Aussicht verdeckten mächtige Haufenwolkeii. deren /wiihenränme durch Schneewolken ausgefüllt waren, so dass es so schien, als schwämmen die f'.iimuli in letzteren. Allmählich verschwanden die Gufnuli, als seien sie aufgelöst oder ausgelöscht. Inzwischen war die Hobe von 15D0 in erreicht und der Ballast bis auf ;*> Sack verbraucht worden. Von tcnki in ab bedienen sich die l.uflsehilTer des SnucrsloHs« lil.iuchcs, bei CUM) in wurde die für diese Hohe ungewöhnlich liefe Temperatur von — 28* fcsl-geslellt, .'Iii* Differenz gegen die beim Aufstieg am Erdboden herrschende-! Es wurde- beschlossen, noch höber 211 steigen und in den nächsten IStunden 1700 m erreicht. jetzt war der Ballast aber Ins auf .'1'» Sack verbraucht, deren man sich für die Landung nicht eiiläussern durfte. Man beschloss also, durchaus

Wolkenii.....r hinabzusteigen, was mit «1er überraschenden Wirkung

geschah, dass sich die untere Grenzer der Wolken minder Verschwommen zeigte, als die ediere, und man fast plötzlich die ganze- Landschaft unler sich erblickte. Die Landung erfolgte hei einer Ve-itikalgeschwindigkeil von .'1 in so sauft uml sicher, dass man auf dasselbe Flaehfeld niederkam, das b«ri loimi m als geeigneter Landungsplatz erspäht worden war und sich kein«' 2 m weil geschleppt fand. Nach dem Aufreissen lag der Ballon bald fla«-li wie ein Handtuch am Boden. - - Aufdie meteorologischen Ergebnisse seiner llallolilahrt übergehend, glaubt Herr Itersun als elas Merkmal der kalten Mailage die ungewöhnlich starke Abkühlung der Atmosphäre in den grossen Höhen bezeichnen zu dürfen. Zur selben Slunih-. als er hei |:sih> m Hohe 2H' ablas, war am Erdboden che Temperatur -|- II. eine Differenz, welche die sonst hcobai biete Ti'inperaturabiialmie von 7 x" mit lirhi in bedeutend iiheischreitet. Selbst in eleu Wolken, wo sonst die-Tempel al iii abnähme sich verlangsamt, zeigte sie Ii die gleiche Beschleunigung der Abnahme. Auch die sonstige Hegel, dass oberhalb der Wolken die Temperatur umkehrt, fand diesmal keine Ib'släligung. Ais ehr Ballon das zweit«' Mal Sil km südlicher als beim ersten Mal die Höhe von FMNIiii passirle. bind er nur eine 2- :t* höhere Temperatur als hei der ersten Beobachtung in -.den her Höhe. Professur Assmann gab hierauf eine kurze Ueber-sicbt über «las Gesaiiiiulergebni-s der jüngsten uiteiiiali.•halen Ballonfahrten, soweit das vorliegende Material dafür ausreichte. Der in Tegel um ii Iii Abends am 1 I. Mai aufgelassene Draehcn-hallon stieg hei «ler hei ts' heilib'li Windstille fast -liltlo hl bis zu LMM in auf, wurde später bis auf hhmi in angezogen und nach

Einbruch der Nacht mit dem Scheinwerfer beleuchtet. Krziclt wurde eine i—(istündige sorgfällige Hegislrirung. Ein 2 Vitt Nachts ivoin 11. zum 12. Mai) hess man einen ans den Besten des -Cirrus- hergestellten Biillon-Sonde mit anhängender, mit Luft gefüllter Ballonelle sleigen, eler bis tÜKM) in gekommen rs! und hier eine Temperatur von — 2!l4 verzeichnet hat. Seine ver-Iraiienswertlieii Aufzeichnungen, welche nach sinnreicher Methode die Möglichkeit der Identiliziriing gewähren, obgleich eine Ehi den, Ballon nicht mehr mitgegeben wird, sind sehr interessant. An diesen Ballon schloss sich zeitlich die Berson'sche Auffahrl. in Paris stiegen zwei Ballons mit dein Kurse nach (iso. ein Ballon-Sonde um 1 Ehr Nachts, der um S Ehr des nächsten Morgens im Departement Haute-Marne niederkam, und ein bemannter Hallen der um M',4 Ehr früh aufstieg. .'Uliiii in erreichte, eine Temperatur von K.H" ablas, wählend am Erdboden -)- In* war«-n. und Irei .Malern landete. In Sliassburg wurden zwei Begtsliirballotls aufgela»-,ii che etwa hs) km nach listen Ungen, ÜiKHl und sumí in Höhe erreichten, und wovon der eine —22' bei lilmil m verzeichnete, indes» am Erdhoden Ii" herrschte. Der von Ei ledrit hslmfeii atil-gcstiegeiic Ballon, welcher Professor Hergesell an Bord halle, üherllog die :hlfm in hohe Zugspitze m mehr als hkhi m Höhe urnl verzeichnete hier — 12". Er landete um 11'» Ehr bereits in si harnilz 'Oesterreich . Ebenso llog der Miimhener lti'gislnrball<m östlich und landete bei Wien. Ein in Wien um 4 Ehr früh aufgestiegener bemannter Ballon nahm nordöstlich« Richtung unii erren ble- 27lM iti : ein (legistiirbalhiii erreichte -IHM) m. verzeieli-rnle in dieser Höhe - 17'' und kam bei Cüdöllo in Engarn nir Erde, hi st. Petersburg slieg am 12. Mai um 7 Ehr i.'t min. triti, ein Ballon-Sonde, uni H Ehr I Min. ein bemannter Ballon. V«»n ersleii'iii fehlen Nachrichten, der letztere llog aus SW unii fr reichte .'t/ihi in bei «iner Teiiiperalur von - 27,l>". Eebcrpri-sliiiimend bc!Ì allen diesen Baltonfahrlen zeigte sii Ii in der Säht des Erdlsslens eine nach Norden gerichlete Strömung, die sclmii in geringer Erhebung sich in eine nach no. o auch osi) je-richtete verwandelte. Dies weicht ziemlich erheblich von den avi 13. Mai IHII" biiiibachlelen Erscheinungen ab, wo itbereiiislimiiiiiiii iiber Gentraleiiiopa bis in die höchslen Hohen ein kalter X«rJ-slniin. über Osteuropa dagegen ein Siidstroui zu k<instatireri war Da trotz der Verschiedenheit der Wellerlage heule Perioden Kiltc-rüi kse hläge brachten, wird man nuc h diesen Ergebnissen ziiiiicltsi sehr vorsichtig im Ziehen von Schlüssen sein müssen. Ikc Tbc eine, den Nordstrom für die Källerückschl.'lge veranltt'ottli«: zu machen, ist jedenfalls nicht einwurfsfrei und kann nirlit ver allgemeiner! werden, da auch in Westdeutschland Kältcriirkscltl&f und Erosi eintraten, obgleich es dort, abweichend von 1HW7. viel wärmer war. als gleichzeitig in Btissland. Her Vergleich «irr Temperatur in liski m üls-r dem Erdboden ergibt für den 12 Mai Folgendes: Paris — II". Sliassburg — 12.11", Alpengebiet — V.ii. Wien - 15.t". Berlin — 2.1°. St. Petersburg — :«>". Bemerken.»-*.r'li Ih'Ì diesem starken Teinpetaturgefälle von Westen nach Oslen ist. dt« die Temperaturen Irei BKH) m im Westen nicht bloss erhcbliclihier sind, als im Osten, sondern class sie auch uussergewohnlich heV dir die- Hobe von (imo tu sind. Es wird also sorgfällig welte: bedachten sein, um dem anscheinend recht verwickelten l'rcil'l''™ der Kälb-rüc ksc hläge im Mai auf tlie Spur zu kommen. U'.-lcrigen« ist es nicht unwichtig, festzustellen, dass am Tage der int1''-nationalen Ballonfahrten eb-r »e härfsle Erosi, tler in die Xactó vom Hl zum II lud i -i* in Berlin), schon hinter uns lag. — I.» berichtete hierauf noch Leutnant v. Kleist tllier zwei von ihm geleitete Ballonfahrten, wovon die eine um IE Mai. Abends Mtihr 5.ri Min., angetreten wurde und sie Ii bis in die Nähe von Kein erstreckte, wci um H Ehr Morgens gelandet wurde, die zweite ds-gegeii sie h zu eiiiei wuiiderlieheii Btinelfahrt gestaltete, da man

l'i

am 2H. Mai. früh K lihr, in westlicher Richtung abfahrend, Jüterbog übcrllog um! später oberhalb der Wolkendecke, ohne i-m reti merken, in ostliche Luftströmung gertelli, web-ho don Ballon nach t.'npilt bri Potsdam zurücktrug. L'ie Nachtfahrt war insofern interessant, als man sich ohne Barographen hehelfen musste, der schon oberhalb Spandau versagte, und aus diesem Grunde so niedrig flog, dass man von Zeit 7.11 Zeit Menschen anrufen konnte, um sich zu orientimi. So unterhielt man sieh hei Brandenburg, wo matt gleichzeitig die von der nächtlichen Beleuchtung herrührende Helle (Iber Berlin und Brandenburg sah, mit einem einsamen Radfahrer. Uber Wolfcnhültel mit dem Nachtwächter, liberila!!' Wohnirstcdl vermochte man gleichzeitig am Lichtschein die Lage von Stendal, Brandenburg und Magdeburg zu erkennen. Im Morgengrauen wurde das Wcsergobirue bei Hameln in Srhlcpp-fahrt Uberlingen, — Zum Schluss sprach noch Hauptmann v, Sigsfetd Uber eine neue, von Trockenelementen gespeiste elektrische Lampe, welche sich vorzüglich für LuK-sehilTer eignet, weil dabei jede Beschädigung durch aiislliesseiule Saure ausgeschlossen ist.

Wienfir Flnirtechniseher Verein.

Protokoll der Pleuariersainmluiig des Wiener flusleehnlsclien Vereins am 2v November 1H»9,

im Vortiagssaale des Wissens« h.iftl. Club Vorsitzender: Der Präsident, Herr Direktor Dr. Pernler. Sr hnftführen Wähnor.

Ausgestellt: Ein Iii ipn grosser neuer Drache; Itestandlhcile eines älteren Drachen; ein Haspel iWindei: Alles durch Herrn Hugo L. Nikel. bezw. nach dessen Angaben angefertigt. Auch einige meteorologische Instrumente und sonstige Behelfe sind ausgelegt.

Beginn: 7 Uhr 10.

Der Herr Präsident. Direktor Dr. Pernter. eröffnet die Versammlung mit inner herzlichen Bogrüssung der zahlreich erschienenen Mitglieder und Gäste; er gibt der Hoffnung Ausdruck, dass auch im neuen Jahre unser Verein eine erfolgreiche Thätigkeit zu entfalten vermöge — Darin Iheilt der Vorsitzende mit, dass ein für den 2!l. d. M. anberaumt gewesener Vortrag des Herrn Victor Silbeier auf den Lr>. Dezember verschoben wurde; weiter, dass die Herren Dr Willi Traberl und k. 11. k. oberleutnant Hud. v. Selirodl in den Ausschuss kooplirl wurden, und zwar Letzterer an Stelle des zu folge Domizilwechsels ausgeschiedenen 2. Schriftführers Herrn i iberleiitnanls Georg v. Schruiipf; endlich dass Herr Ingenieur los. Popper auf allseitiges Ansuchen die erfolgte Anmeldung seines Austrittes aus dem Ausschüsse zurückzog. Herr Raurath v. Stach entschuldigte »ein fernbleiben und gab seinen Dank bekannt für seine Wahl zum Khren-Präsidenten. bezw. Ehtvnmilgliodo.

Hierauf erhält das Wort Herr Hugo Ludw Nikel zudem angekündigten Vortrage: . Leber meine neuesten Drueheii-versuche.. Unter Bezugnahme auf seine früheren Vorträge und Veröflenlltehungeu schildert der ingeniöse lleinonslrator die interessanten Verbesserungen und Fortschritte 111 der Konstruktion der von ihm • Fcsselilicger ■ genannten Drachen. Kr hält die Beschäftigung mit solchen Apparaten für eine ungemein werlhxolie Vorschule für alle Flugtechniker, vor Allem aber erklärt er. dass die Drachen bald ein unentbehrliches Requisit der Meteorologen aller Länder bilden werden. Herr Nikel sohhesst dies nicht nur aus den Erfolgen, die er und Andere mit der Hochnähme von snlbst-registrirenden Instrumenten erzielten, sondern auch aus der erfreulichen Thalsache, das» er bereits von iiiehreren Seiten ersucht wurde, so aus Deutschland und Frankreich, einige Exemplare seiner

vielversprechenden - Registrirdrai hen nach dem System Kress ► zu liefern. Es muss der Hand de» Vortragenden überlassen bleiben, seine Ausführungen 111 extenso wiederzugeben, speziell eine genaue Beschreibung des ausgestellten grossen Drachens zu bieten; es sei nur noch erwähnt, dass er einerseits der nun fast erschöpften Subvention der Kaiserl. Akademie der Wissenschaften, anderseits der Ihalkräftigen und entgegenkommenden Forderung durch den .lalousienfalirikanlen Herrn Schubert, vollen Dank zollt. Herr Nikel unterlief.» es nicht, auch der Schwierigkeiten. Kinderkrankheiten und kleinen Unfälle zu gedenken, die sich trotz angewandter Sicherungen 11. A. auch durch elektrische Entladungen ereigneten; heute vermag er die vorgekommenen Uebelslände hiiitaimthaltcii. und er i10iti das Reste vnn den baldigst durchzuführenden Experimenten mit Draclieii-Tandeiii-SyKleinen. und speziell mit einem von ihm erdachten Duplex -Tandem-System mit zwei Haspeln. Weilers knüpft er grosse Hoffnungen an den beabsichtigten Rau eines Drachens von 1211 i|m Fläche.

Unter grossem Applaus schbessl Redner, und auf Anlegung des Herrn Oberleutnants Hinlerstoisser druckt ihm der Vorsitzende den Dank auch dafür aus. dass er mit seinem Vortrage so rasch für jenen des erkrankten Herrn Silherer eintrat.

An der folgenden aminirleu Diskussion betheiligten sich die Herren ' Präsident Direktor Pernter. Ingenieur Popper, Oberleutnant Hinlerstoisser und Ingenieur Kress. Insbesondere Herr Direktor Pernter gibt seinem Erstaunen Ausdruck über die beobachtete gute Funktion der russischen. Drachen ¡1 la Hargrave und Itenierkl. dass die durch Teisserenc de IWt mittels Drachen bestimmt erreichte Hübe 4«fsKI 111 betrug Herr Nikel entgegnet, dass die Maxiiiialliöhe seiner Drachen bisher wohl nur 1 IHll m war, es aber zweifellos sei, dass er hei grosseren Mitteln und hei Anwendung von Drachen-Kombinationen ebensolche oder noch bessere Resultate erziele. Auch Herr Teisserenc de Bort habe bei ihm einen Drachen bestellt.

Seh luss um <H Uhr La. Wahner m.'p. J M- Pernter in/p.

Protokidl vom l">. Dezember ISIK)

im grossen Saale des Ingenieur- und Architekten-Vereins, Vorsitzender: Der Präsident, Herr Direktor Dr. Pernter, Sehriltführer: Wähner.

Ausgestellt im Saale. Diverse Ballon-Adjustirungs-Bcsland-theile. Tabellen. Pariser Ballon.Post-Briefe von IK7«7I, ein Modell eines angeblich lenkbaren Ballons des Sohne» Hessels.

Ausgestellt im SI ie gr 11 ha 11se : Ein neues Ballonnetz.

das von der Mansarde bis ins Parterre reicht. Beginn: 7 Uhr K>

Der Herr Präsident eröffnet die Sitzung, hegrüsst die Versammelten, dankt für den zahlreichen Besuch, bemerkt, dass geschäftliche Mifitieiliiiigen iiicbl zu machen sind, und ladet sohin

Herrn Victor Silberer ein, sogleich den angekündigten Vortrag: -Leber den gegen w ä rligen :SI a nd der Lil f t seh i ff-labil und 11 her die Zweckmässigkeit der Gründung eines Aero-C.lubs in Wien« zu beginnen.

Die allbekannte und belichte Persönlichkeit des Vortragenden, des 'Vaters der Luftschiffahrt in Oesterreich • wird hei Betreten der Estrade allseilig lebhaft ukklamiit. Herr Silbcror gihl zunächst eine gedrängle 1'ebersiehl der Geschichte des Ballons; daraus wäre al« Novum und von besonderem I.okalinleresse hervorzuheben, das» der Erste, der in Wien eine Ballonfahrt unternahm, der Urgrossvater des sprichwörtlich gewordenen Pyrotechnikers Sin wer war. der am 2.Y Augusl 17H t eine Fesselfahrt beabsichtigte, die sich jedoch in eine unfreiwillige Freifahrt verwandelte.

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elicli lini d.Tp-lllge libo! die 11 ago del Zllklinll del l.lltl - HlllT.llll i eoi riehlig. » I illuni ah/llg-ben viinoge. der viole prakllselie Erlahrungon un Itali..11«e eli L'esaminili balio. Iter Vorlrageude In kl.ogl selu. dass tteileron km-' 11 si solini tìcli-geidieit /ai Kalloli-falirteii golmlen sei. und'giani.I da»» aioli in Wicn Vcraustullungcu prosperimi konnl.11. die nach .lem Vorbildc des l'ari sor Acm-Clubs. oder dir llallonlahrlcn-Ahlheilung des liei liner Vei.iiis /ni lor-.lerung dei l.uflsi Ioli,dui. cinger» bici vv union, er fin dori ». me Zuliorer auf. siili einem /11 grOndeiidmi Spe/ial-ldnli lur icg<|. iiiassige Halli.ni,1i11 leu, der Wiener Amo-Club zu lielllien wiire, rei hi zahhonh aiizu»i Musson '

Miniileiil.ingoi \pplaus I.ilo.le die markigen und loiuigon narlegiiiigon des Vurlrngenileii.

Ende uin 9 Uhr. Walim 1 inp. .1. M. l'ernler m p.

..erodili) in Paris.

Ilerr Heinrich Heulseh voti dei- Melirlliei hai nach Kerathung uni doni liiafen de la \ alette und dami uni deiii V'erwallurigsinlh des Aériirlnhs fulgenden Hnef ari don dia leu de Dion. den Voisilzeiulell diesel' (iesellschafl. geni Idei :

ii. 1 ■ I'' 1- .•■ i" '

1 tosco lt von deiu Eifer, zur Losung des l'roldems der Lutisi Inftalirt etwas heizutragen, vorpflirhte uh mieli. BUM Sumuie von KNMMKI Francs zur Vcrfugung des Acroclubs zu slellen. welchc als l'reis <|es Aeroclub* ilemjenigen Frlindcr zugi sprochen werden soli. der. abfahrcnd vom l.uflsrliilfcrpark von Saint-CImul odor voti don Ihigeln von Long' ha mps, odor von ugond ein.'iu anderen l'uuklo, welcher cine ehensolche EnlfollHltlg volli Eiffel-lluirin hai. inncrhalh einer lialheii Mimile zwcinial dieso Streeko grfahren unii zurii.kgekehrt som wild, uhi an seinem Aiifslieg»orl zu land.-n.

Ilio H.lheiligiing zur l'.rriiigung diesis I'reises soli inler-natiolial sein, uh gela: dariiher nur folgende allgniueine (iesirhls-piuikle:

Jedes lahr, zu Zeiton, die Ih stimmi werden, sollen die Ertiiiilr-1- von l'rojeVten. Wejelie lelzlere zuriiokhrlialtc 11 werden. au-g<lassen werden zu praklis.heii Versucheu mi! iliren Apparatoli.

Ilio Apparalo H.iltnns oder Flugninsi bilioni werden atifgc-stelll. gehanilllaht odor hevvegl ihirch die Konkurrciilen ani eigene Kosleii und liefahr.

Sohald elllsi lii.ihn vvir.l. da»» einer iler»elhe|i das ailfge-»t>llle Hr.igiamili erfiillt hai, wir.l diesein dir Hrms zugesprocheli, und n h weide solorl dern l'rasid' ll'cli des Comi té « des Aeroclub* jimimm Francs aiishàndigen.

Welln Lei ih'uisellien WeUstreil das aofgostelllo Pi..gr.1Ili:,, durch mehieie Kxpi riuienlaloi. Il orinili wild, wird «hr l'reis uni. ■ ihinn miihoill. wolioi d.irauf llu.ksi. hi gemitìi meli wir.l. wi. vi Z.il .Icihi zio Ali -tuhi ung lieti l'ii.grainius || .branchi hai

Ihts ('omite do- Ai'i'o.lul» soli dei alloinigo Ibi hli-r m-.

WeHslleiles selli

ls soli i-ili Itegli 111011i aulstelleli. da- zìi m'r.ilfenlliih.ii und il) weblieiii il»' Ali dei Liiis.-iiilmig der l'rojekle. |i.,i.e. ni , oidnung»hi.i--igor Velati! ibi Vcisu.be. Ziilbeilung mid \irritili mg dos I'reises eiilhalteii siili soli.

Selli. l'ili -< holdllllgell sitili unum-In--In li lltld l,l--etl k. n Iterilfuiiv zu w.i» aneli 111111101 In. cui (iruiid Voiliegen inag

I l.ifin . das- die Koilklitn iileti ani Well-lnil (hi ahi. (m,. iliirfen. situi sie verplliebtet, sub dir Kiilsi'lu-idung de» Cmnit-. zti unlerw 11 l.ii.

W.iiii d-'i' l'reis niobi innerbalb cines Zeiliaum.- von ó .labren, liegimiend vom In. Aprii l'.MI. vergebeli ist. ziclw si moine Vi'iplhrliliHig ziiiuik.

W.iluond diesar Zani uud s..[ange als dei l'reis limi, uni: ■Utcgclhcill som wild word.- 1. h alljalirlieb ilein Comité des Vn clubs .ine sniniiiie von {mai Kran. s zuweiiilei). webho ila-sili-nach cigen.'in Krinessen ani die Evperirnenlatoren. web he • dessen lur wur.bg eraclitei, veilbml.n wird.

IleiiiiMli lienls.h .von der .Meni the. 1, placo de» Llals-I nts

Hans, den ¿I Maíz. UH»».

Ihl» Comité des Aélocliile: eihelt diodos »»< breiboli iii ». 11 Veisaniiiilimg ani 21, Mar/. UN IO nntei doni Voisilz de» (irai.fml la VaiilX, nacti.b'in es zilVor den Komis des Herril Heinrich fl-n' ■ ivi ni der M< mlb." .ingenoiioii'ii halli' und hcsrhloss darauf. .1-Ciiiiimissioii dAciosl.ili.il) si ientili<|iie uni die Organismo!.: ¿* Hewcrboug zu Inllen unii das l'reisgern ht des Orossen IV des Aeroclubs zu budini.

Ih e Coinmission d'Aéroslalion s.ieiiliii.|iie riahm in 1 t ' Versaoiiiilung am -. Aprii, unter d.-tn Voisitz il. s l'nii/cu II.il imi Honapaile. dio limi Volti Comité des Aeroclubs angi'lml Missiou ali und ernalinle cine tuli i-K..iiiiin»sio|i. Irestc'nad ..aden llenen Caillelcl vom lnslilul, tirai Henri de la Ìail*. Oraf de C.nslillon de Sa i 111 - Vie tor, (irai de la Haat ■ l'Iuvinel und Emmanuel A i me znr Ih-arheitung *-mes l!cg ■•monis liir die l'reishewerbung. Lelzlere kooptirlc ais litul.ir M 1 gliid llorín Heinrich Doutsch von der Me 111 I he 1 Die l'n'...' Kommission veroinigle sich am 7 Aprii, untor Ib-iin Caillcti-. ini Sekrelariat ib» Aeroclubs und verfasste naclislebendc», dir» die Kiimtnissionssilzung volli H. Aprii geliebmtgles lleglcitient

Reglemenl iiber den Grossen Preia des Aeroclub».

S 1. lue llcwcrbung uni don (Jrosseli Crei» des .V'nHlil-wild allj.ihrlii li vom I. bis L'i. .limi und vom L'i. bis do. Sopì, i»1'1 stattlindeii in don .labren 1ínki. |5H»|, \'MV>. V.Htt, HNM, su lue-' bis der l'r.is gowonnen i»t Hi.- ht/te l'eriode der lìcwerlun-; ligiiint ani 1. Aprii 1!ni:> und elidei mi! der volli Slifter li"'1-'" selzlon letzlen Frisi ani 15 Aprii l!Nlà.

3 2 Zur flioiluahioe ali den Versuchen miissen ili' t'1'" werber sich wenigslen» li Tage vor Erdllnung jeder IVriotb" '* "" Coiieralsi-krotarial des Aérm'luhs. IH, rue du Colisée. euiir.igci1

9 :i. Die Binlragung e.halt ersi (¡idtigkmi. nachdcm Kommission durch seme IVIegirb-u dio zur Hevverbung peslcll;on Apparale gepriilt bai. oline un iibrigen danni eme Vcran!»1''1" hehkcil zu iibernelinioi). wie S ' ' Iwsonders licioni, l'i'' 'll1' tiagung iiuiss von einer Elusoli!oibegobiihr von .VI Francs bcr.bit" werden. die zu jcdci l'eriode crncucrl werden muss, za web ^r der Experiméntalo!- zu seincn Versuchen zugelasscn wird.

8 4. Wo Abfahrten hiiflen, mit Ausnahme besonderer Dispositionen, vom Lutlsetiillerpark des Aeroeluba aus statt, der sich bei >.nnl-t.l.md (coteaux de Longchamps, auf dem linken Ffer der Seine, in der Xähe des Aipiediie des eaux de l'Avrei befindet. Sie können voll Ii I hl Morgens- Ins Ii I tu Altends vor sieh sehen. Die zu durchfliegende gesatimite Wegstrecke hetiägt hin und zuriii k etwa 11 Kilometer.

g ■ >. Jeder Experimentator katin wahrend jeder Periode so viele Versuche inachon. wie er wüllschl, Fr muss sich jedoch allemal sellrsl der uflicielleii Koiilrole versii hern. ilidoin er mittelst Telegramm jedes der Mitglieder der 1'.oinnessioii d'Acroslalioii >i leiitilnpu- wenigstens 21 stunden vor seiner Abfahrt vom Park hiervon benachrichtigt. Kr erhält hierüber eine besondere Instruktion gleichzeitig mit der lleslätigiitig seiner erfolgten Eintragung ausgehändigt.

$ Ii. Die Bedingungen für den Versuch sind durch die Kommission wie folgt genau bestimmt :

Abfahrt vom laiftschitlerpark des AtfQCHlbs oder anstall von diesem Park von einem anderen Abfahrlsplatz. der in der Niilie bestimmt wiol-; Beschreibung einer geschlossenen Schiede ohne Berührung der Knie, allein duicli an Bord befindliche Mittel in der Art. dass die Achse des Eiflcllhurines im Innern der Umfahrt golegeti ist: rückkehr zur Aullalii tsslellc in der Zeit von höchstens einer halben Stunde.

§ 7, Sofort nach Schluss einer jeden Peiiode Tür den Wettbewerb wird nach Erfüllung der pmgramiumä.ssigcn Bedingungen ilk-r den Preis von Indium Krams entschieden und derselbe von <kt Kasse des Aeioclubs. 4M. nie du 1 lobsei- ausbezahlt.

g 8. Wenn im Verlaufe einer Periode mehrere Bewerber die vorgeschriebenen Bedingungen erfüllt haben, wird der Preis unter dieselben vorlheill in umgekehrtem Verhältnis*, zu den Zeilen, welche für die Einfahrten gebraucht wurden, gemäss nachfolgenden Formeln:

Wenn 2 Konkurrenten die Fahrt in a bezw. b Minuten vollendet haben, so werden die ihnen zukommenden Anlheile XA und VII wie folgt gefunden:

uhiocmi . b

Sobald » Konkurrenten die Bedingungen in a. b, c Minuten erfüllt haben, erhallen die jedem Einzelnen zukommenden Theile XA, VII, ZG folgenden Ausdruck:

um »Ml . h,-

XA *" all + »c + hr

vn _ l<w"00 • *c *B — ab -I sc + bc

lue. mm . ab Zt" — «•> + •<• + kill.is in diesen Formeln niedergelegte Gesetz fuhrt zu folgendem allgemeinen Ausdruck

Wenn ii Konkurrenten den Bedingungen des Programms in der Zeil von höchstens iui Minuten genügen, so wird der einem jeden Einzelnen zukommende Antheil ausgedrückt durch einen Bruch, dessen Zähler die Zahl KNtmtll ist, multiplicirt mit dein Produkt der Zeilen der n I anderen Konkurrenten, und dessen Nenner eine Summe darstellt n>n n Summanden, deren jeder aus einem Pmdiikl von n- I Faktoren besteht, welch letztere durch die Unterschiedenen Verbindungen der n Zeiten von Ii 1 zu n—1 gebildet werden.

3 !». Wenn am Iii. April joden Jahres der Preis von Ion um Francs nicht gewonnen ist. wird die Kommission denjenigen Experimentatoren, deren Versuche ihr einer Unterstützung worlh erstheinen, 4000 Francs im Ganzen oder theilweise zusprechen.

8 Ii». Die Entscheidungen der Kommission sind ohne Berufung. Die Bewerber verpflichten sich allein schon durch die Thalsacbe ihrer Eintragung, siel« densellien zu unterwerfen, wie auch zur Befolgung des vorliegenden Reglements und der etwaigen spälereti Aciiderungen, die die Kommission vielleicht machen kiinnle, insbesondere in Bezug auf Kleinigkeiten in der Organisation des Wettbewerbes.

8 II. Die civil- und slrafgcsctzlichcn Verantwortlichkeilen verbleiben zu Lasleu der Heworlier, denen sie zukommen Der Aerocliib verwahrt sich gegen jegliche Verantwortung, welcher Art sie auch sein möge.

s-y-<-

Patente in der Luftschiffahrt.

Den! soli la ml

Mit 12 Abbildungen.

d.R.p Nr. 110 660 Edward Zarski in lille (Nordb

- lenkbares Luftschiff mit durch Planelenräder angetriebenen Weiidellügihaib-rri. Paleiitirt vurii 1. Juni iwis ab.

Die WciidcllügcIrSdcr haben eine doppelle Bewegung in der Fis. I.

LI '

ne---, ,.

g,lr;e|ie versehenen Flügelräder Fig. 5 ist ein vertikaler Oiicrsohnill nacli Linie 1-2 von Fig f. Fig. Ii zeigt die Glirvennutbsclieibe in Ansicht.

Auf jeder Seite des Liiftschilles ist ein Flügelrad «' angebracht mit beispielsweise sechs Flügeln c, welche einmal um die Welle d im Kreise herumgeführt werden und ausserdem eine Drehung um ihre eigene Achse ausführen.

K.s. «.

Weise, dass sie heim Niedergehen die llorizontallage einnehmen, »iilirend sie bei ihrem Aufwaitsgunge vertikal gestellt sind, um der l.ufl möglichst wenig Widerstand zu bieten,

Ein derartiges Luftschiff is| in Fig 1 in Si-tteiiansii hl und in Fig. 2 in Uberansicht dargestellt. Fig. •'! zeigt die Abwickelung der die Bader hei hängenden l'.urvoiinuthscheibe. Fig I zeigt in

in m Massstal» eine der Seitenwandungeu der mit Planelen-

Auf jeder Seilen»atidnng dos Luftschiffes isl millelst der Träger e ein Zahnrad /"befestigt, in welches sechs Planeleniadei <j eingreifen, Die Wellen h dieser PlanotenrSder sind in dein Bad i drehbar gelagert. Der Durchmesser der Planelenrädor ist gleich der Hälfte des Durchmesseis des Zahnrades f. so dass sie «Uli bei einer Umdrehung des Flügelrades zweimal um sich selbst drehen.

»4

Auf jeder Weib- Ai ist eine Curvenniilhst heibc <■ (Fig. :i inni fi) befestigt, welch«- auf einem Sechstel ihres Umfange* uni zwei St hraubrugäiigcn versehen ist.

In jede l'.tirvctinulhschcibc k ertili ein Zahnrad i ein. dessen Zähne aus drehbaren Rollen In sieben Jedes Zahnrad trügt acht Rollen und ist auf der Welle m eines ih-r Flügel c lief.--.ligi

Während fiinf Sechstel der Umdrehung <ler f'in Veiiniilh-srheibc t dreht sieh das Zahnrad / niehl. weil ein Zahn in der in der Drehuiigseberie der scheibe liegenden Nulli hegt, während da-* Rad auf dem lelzten sechstel der Umdrehung durch die heulen

Fi»-. I.

Sehrauhi'ugäiil'e um zwei Zahne gedreht wird, also eine Vicifcl-iimdrchung macht.

[ler mit dem Zahnrad / fest verbundene Flügel wird also Ih'i dieser eine Bcchslelunidrehung, der l'.urvcrist heibe <• eine Vier Ichimdiehiing machen, also während eines Zwölftels der Uin-drehung des Flügelrades 1. du das Itad g hei jeder Umdrehung des Flügelrades zwei Umdrehungen macht.

fliese eine- Vierteldrehung während einer Xwölftcluindieluiiig des Flügelrades liudet hei jeder halhen l'mdrehung des let/teren stall.

Rie Wellen m dei Flügel t sind auf spitzen gelagert, und

zwar mi! ihrem einen Filde in Schrauben », die in einem \u: der Welle </ des Motors befestigten Kranz « angebracht sind, unii .111 ihrem anderen Filde auf Si hraiilx-n, die am Umfange ib.-, Flügelrades i angeordnet sind.

D.R.P. Nr. 110 813. - Henry Ibiiiel A (le la Paris.

Anker fin. Luftschiffe, l'al.-ulirl vom II Mai ISu'.» ah.

Mie Fin ni und Einrichtung des » erhesserlen Ankers gestallt-; die feste und selbst Heilige Verankerung des Luftschiffes, gleichgültig, an welchem (Irle siili dasselbe befindet.

Fig. 7 ist ein senkrechter Schnitt durch den Anker in -y-st hl'tssi net Lage und Fig. * ein ebensolcher Schnitt durch den gi-oflllcl'il Anker

Ihr Anker besieht aus einem Stahlrohr 17. welches in eiln volle Slahlspitze IN endigt, die in das härteste Lrdnich euidtiiigiti kann. Ila der Schwerpunkt de:. Ankers in seinem unteren TI»-il-liegl, so wird der Anker immer uni seiner Spitze auf den F-nl-Im'iIcii hellen. Hie vasenl.innige i.estalliing «les oberen Thrdrs verhindert ein gänzliches län-inkiii des \nkers in den Erdboden.

Fm. s.

In dem Rohre 17 wird eine bewegliche Stange |JI geführt, welche am oberen, aus dem Rohre beraiisrageinleii Ende nur Oese zur Befestigung des Seilendes hat. während an deren iintrrnii Finte zwei txh-r mehr gekrümmte Arme 21 auf einen gemein-si haflIn hell Rrehzapfen angclenkt sind. Im Riiliezustandi' helindin si< h die Enden der Arine OelThungen 22 gegenüber, die im SUhlröhr vorgesehen sind.

Ih-r vom Ballon ausgeworfene Anker fällt mit seiner sp;t« auf den Erdboden und dring! tief in diesen ein. Ist dies gi-srh'hen-so zieht der Ballon mittelst seines A iikl-rs«ilcs an der Stanpi Iii und hebt dieselbe, so dass die Arme 21 durili die OetTnilllgm des Stahlrohres hintlurchlrclcn, infolge dessen der Anker im Kn*-reich vollkommen sicher befestigt wird.

Em den Anker aus dem Erdreich zu lösen, gcnüul n. ■>"' die Stange I!» zu drucken, wodurch die Arme 21 ge not lugt wfrl>» 111 das Stahlrohr zurückzutreten, wonach man den Anker aa Aen au seinem oberen Thcile angeordiiel-ii Hingen hcrauslichell kst'.n

DJl.P. Nr. 110 833. Internalhumler Verein zur raUV neben Verwertuiiir hui ErBnduiig>imlculcn^Kr tT."m. TS- Tll- '* Jteclhi. Vtiirit b'iiing zur Vorwärtsbewegung von Körpern in der Luit tinnii die Sehwerkrafl inill"lst nach vorn geneigter, zusanmiii-gesetzter segelll.'lcht-n. I'.iterilirl vom 21. Juni 1S5W ab

F« ist bekannt, die Schwerkraft von Körpern (Acroplane. Drachenflieger u. s. w zum Vorwärtsbewegen in der Luft mittelst nach vorn geneigter Gb-illlächen zu benutzen.

BS

Abwcirhctitl von diesen bekannten Einrichtungen besteht der Schare betlugapparat der vor liegenden Erfindung aus einem Systral von Segelflächen in fächerartiger Anordnung, welches durch die im Klilchenschwerpunkte aufgehängte llelastnng den erforderlichen Widerstand der unteren Luftschichten dciart wirksam werden lasst, dass die im Hube zustande sehlalTeii Segelflächen in treibender Itichtung angespannt werden.

Kig. !t zeigt den Grundriss des Apparates, und zwar ist auf der linken Seite die Schichtung der Scgclrippcn und Scgcliläi hen nach oben, auf der rechten Seite dagegen die Schichtung derselben Konstrilklionstheile nach hillen ersichtlich. Nalurgein.'iss kann von der Anordnung beider verschiedener Segelschichtungen in ein und derselben Segelgruppe wegen ihrer verschiedenartigen Ahlhitliungsspannung keine Itede sein, doch soll z. lt. für die Flugsegi lgruppe Olierschichtung, für die StCUCIatgclglWPpC Killerschichtung beza, die umgekehrte Anordnung nirhl ausgeschlossen sein. l)ie Anzahl der Segel kann beliebig angenommen werden.

Kig. 1t) zeigt die Seitenansicht der linken Scgclfläc htcnseile von Fig. in der Dichtung von A nach B gesehen mit durch den Luftdruck gespannten Segelrippen und Segelflächen. Fig. II zeigt eine gehe malische Ansicht der gleichfalls in Spannung belinillichen vorderen Segelgruppen beiiler Schirhtuugsforinen des Apparates in .ler Schiiiltehene A-Il von hinten gesehen unler Fortfall der dahinter liegenden Konslruktionstheile.

Fig. s.

die Achse des Flugapparates bildet die Langslange .< mit dem auf ihrer Spitze sitzenden festen oeseukopfe <) den vorderen Kreuzstück k, dem initiieren Kreuzstück frl, dem hiuteren Kreuzstück k- und der am kmle befindliche oese -. In den Qucr-schenkeln voll k silzl die vordere Qucrstauge .s'l mit den seillichen (lesen o und den vorderen oeseiipaaren c:l ,-4,-r», |M den mit dem Oesenpaar i- versehenen Querschenkcln von i-l sitzt die mittlere oiierslange St mit den seitlichen (lesen o und den vorderen Oesenpaaren rlrt. In den Oiierschenkeln des Kreuzstückes i--. weh Ins auch drehbar auf der Lenkstange S gelagert werden kann, sitzt die hintere Querstangc .sm mit den seitlichen Oeseil <!•:•. Die Queis, henke] der Kreuzstücke k und ki erhallen entweder die vertikal aul'wärls gerichteten (ielenkliolzeu t/r/t für (iberschu hlung. wie auf der linken Seile von Fig. X dargestellt, nder die vertikal abwärts gern bieten (ieleukbolzeii <j* i)s für l'iilersi hiclilung der Segel, wie auf der reihten Seile von Fig. S dargestellt. Auf der vorderen Qucrslailge St silzt das Segelpaar *, die'Schichtung der Segelrippenpaare 1 bis Ii mit den (lesen ol hl- ne und mit ihren >egeln *' bis »* erfolgt nach oben oder nach hillen auf den zugehörigen (ielcnkbolzen.

Hei der ersten Anordnung liegen die Segel # bis ** mit den (lesen ihrer ausseien Ecken <i bis f und i und mit den (lesen

ihrer inneren Reken I bis VI stels unler der nächstfolgenden Segelrippe und Segelfläche. Hei der zweiten Anordnung läuft jede Segelfläche spitzwinklig mit dein zugehörigen Gelenkpunkte ihrer Segelrippe zusammen und zeigt demzufolge nur je eine äussere Segelecke Die Segel * bis «* hegen hier mit den (lesen dieser äii-seren Krken <• bis f und i stels über der nächstfolgenden Segelrippe und Segelfläche. Diese mit dem Kreuzstück k der Minieren Uuerslange S'l verbundenen Segel * bis *• bilden in ihrer 1 lesammtlieil die vordere Segelgruppe oder das Flugsegel.

Die Spreizung der Segelrippen erfolgt durch gegenseitige Verschnürung der der Langslange S zuiiäi hslhegenden Hippen I! und von dort aus mit den Segelrippcnpaarcn ö, I. ;l, 2, I nach den Uesen der vorderen Uuerslange .s'l. Hie auf der linken Seile von Kig. K slrirhpunktirte Curve. beginnend In i der initiieren Oese r* der vorderen Querstange S*. endigend bei r. giebt ohne weiten- Hinweisuiigshuchstahen die Lage und Hiclilung dieser festen Verschnürung bis zur Langslange >'. Diesellie setzt sich in entgegengesetzter Itichtung nach der miltleren Oese r* von S'l fort. Es wird hierauf nullest der Schnüre t bis r:' der gegenseitige Verbund der (lesen o der Querstange 51 mit den Oesenpaaren «' bis »* der entsprechenden S-gelrippcnpaare 1 bis 6 vorgenommen, bis die (lesen o« durch die Schnüre I" mit den (lesen r des milderen Kreuzstückes Irl verbunden sind. Her gegenseitige Abstand der Segelrippen ist alsdann gesichert.

Die (lesen •<-i»4 <>•"• und o* ihr Segelrippen 2 In- ,; weiden nunmehr zum Abfangen der Segelrippeuenden durch die Schnüre t> t*t*fl und /• mit den Oeseli r< r*fl und »• der minieren Quer-

slange S'l ibezw. des Kreuzstückes /■') in der Weise srhlnlT verbunden, dass die Schnüre erst durch die .infolge der Belastung des Apparates.! auf den Luftschichten eh)tretende Spannung der Segel straff weiden Sind die so abgefangenen Gesell säiurritlu her beim Flugvorgange gespannler Segelrippen als feste Punkte zu betrachten, so dienen dieselben nunmehr zum gegenseitigen Ab fangeii der beim Klugvorgange in noch höherer Spannung befindlichen Segelei ken, indem die (lesen tibfle f mit den (lesen bis o* und die (lesen i gegenseitig verbunden werden. Diese Verbindungen werden durch die Schnüre </ hergestellt und gleichfalls i'rsl beim Klugvorgange slralf.

Hei lier für Obel Schichtung dargestellten linken Klugscgel-hSlfle von Fig. II werden hiernach die (lesen I bis IV der inneren Segeleetten mittelst Zugschur nach der Oeae r des Kreuzstückes d-i.

die Oesi'ii V bis VI dagegen mit den gleichnamigen (legen der anderen gleii hgesrliii htrlcii Flugsegclliälfle fesl verschnürt. Während bei dieser Anordnung die als X I bis VI bezeichnete Duldung gegen übermässige Abllutliung dei Luflstr.ime durch die inneren Segelecken selbst erfolgt, bedarf die für Enlei Schichtung dargestellte rechte Klugsegelhälfle von Kig. il zu demselben Zwecke eines besonderen Di< hlniigssegels x. Dasselbe wird unler dem ersli-n Segel ê der vordenm Querstange .VI befestigt und durch seine (lesen E bis IV mittelst Schnüre in den (lesen oXi'Sei und r der Qucrslange S'l fest angezogen. Die Oese \" kann mit ihr entsprechenden Oese des Dil hlungssegels für die linke Klug-segelhälle verschnürt werden. Diese beiden Arten der I >n Eittings -

versrhntirung vermögen <1ip Spannung der Segelrippen mit ihren Segeln eben so wenig zu hindern, wie die oben beschriebene feste Yerschniirung dieser T heile zum /.werke du er Spreizung.

Diese Erklärung ilU-r Konstruktion und Wirkungsweise des vorderen oder Klugsegels ist in alten wesentlichen Punkten auf die gleichartige Ucschalhiiheit der hinteren Scgelgitippe anwendbar, ltie mit dem Kreuzstück der hinteren Oiiei-stanze w gelenkig verbundenen Segelrippen l' bis ;Y mit ihren zugehörigen Segeln bilden in ihrer fiesainiiithiit die hintere Segelgruppe oder das Steueisegel Die Spreiziing der Segel erfolgt in derselben Weise wie heim Elugsegel auf deren Unterseite durch feste gegenseitige Vers»hrnirutig der Segelrippen in den Mittelpunkten ihrer Länge, wie durch die slrichpLinkl.-le liichtuiigskurve angegeben, Links sind die Segi I in flheischh blutig, rechts m Unters« hichtung dargestellt , die Segelrippen sitzen auf den lielenkhol/en t/i Ih-zw. Der gegenseitige Verband der (Jeseli o bis >it wird in der für das Flugsegel beschriebenen Straffheit mittelst der Schnüre t* bis t" hergestellt, alsdann erfolgt die Verbindung der äiisseesleii Oesen n mittelst ti nach den (lesen >,-.<. iler hinteren ouerstaiige sowie die fernere Verbindung der äusseren Segelccken durch die Schnüre b1 zwischen den (lesen «• bis «/' und «1 bis <>*. Die der Langstange S zunächst liegenden gleichnamigen Segelrippen 5' tragen ein gemeinsames Sehhisssegel. hei I nlersc hichtung der Sti'Uersegelgruppe wird die Segedöse d1 Irechle seilei mit der gleichnamigen (lese der anderen Seite verbunden

Ferner hat bei fibersclüclilung der Segelrippen die fesle gegenseitige Versrhiiiü ung der linieren Segelccken durch die fiesen 1 bis IV (linke Seite). Ih-i Unters« hichtung «Ii«: Vcrsclinürung des unter «ler Si'üelrippe U befestigten Dichliingssi'gels tuittelsl der llesi- '" irechte Seitei nach der Langstange .V zu erfolgen.

iVird das hintere Kreuzstück ki auf der Langstange ,S drehbar 're .geil, so sind die Schwingungswiiikel ihr zugehörigen Uiiet «l ngi- S> durch die Schnüre t zu bestimmen, welche zwischen den 0"Sen v ■ und <• von S'* und .si angeordnet werden, Hei fester Lagerung von ts auf .">' kann auf die Anordnung «hrr hinteren Otierslangc .S*s verzichtet werden. Die äusseren Scgelrippc-nö.sen «> de» Steucrsegcls sind alsdann mit u der Onerstang«- .sS zu verschnüren. Das Erforderniss grösster WiderslandsfaIiigk■-iI kann ausserdem «Iii- Anordnung der tiuersl.inge .s';i «-Iwa nach der Ebene <»«> des Sl«-u<-rsegels bedingen, gleichgültig, ob dasselbe fest oder scliwinghar gelagert wird.

Die Dullcreinrichtung besieht aus Schnüren .»/' bis rp, w« h he durch die (lese O des Kopfes der Langstange ,s' mit den Oes«'U I» eil H und r!> der vorderen Ouerslangi- verbunden werden. Die in Fig. 10 gegebene Darslcllung zeigt die Seilenaiisichl lies Apparates in der Hichtung von .1 nach Ii gesehen, mit durch den Luftdruck gespanntem Flug und Steuersegel. Die Segelrippen mit ihren Segeln befinden sich, so weil dieselben in «lii-si-r Projektion verkürzt sichtbar sind, nach der für die linke seile von Fig. S gegebenen Darslelluug und Hcschreihiing in Uberschichliing. Unter der Langstange N ist der mittelst zweier Holzen «■*! an den Kreuzstücken i- und 1-1 befesligti- Stab w «largesiellt. auf dem die Einstellung des zur Spannung des Apparates beim liugvoi gange erforderlichen llewichles V, im Fläsi hensi hwerpiinkte des Apparates zu erfolgen hat.

Wirkt durch die Belastung des Apparates die tragende Kraft de« Lull ströme unter der Flug- und Sleiiers«-ge|gruppe in Hichtung der senkrechten Pfeile spannend auf deren Segel, so kann die .\|>-llulhiiiig dieser Ströme und damit deren Spaiiuungsaiv gleich nur in schräger bezw. kurvenarliger Hu htung nach oben slaltlimlen. Dose Ablhithungsrii litung isl durch zwei schräg aufwärts gerichtet«' Pfeile angedeutet.

Die lliiiweisuiigs/eii ben der in Fig In-ichlbareii Segelrippen.

Segelllächen, (lesen, Vcrbindlingssrlinürt- und sonstigen KoilslrrA-tionsiheih- entsprechen denjenigen von Fig. Ii. Di<- in Iis. II sein inalisi Ii dargestellten gespannten Flugsegtdhälften bi-id-r Schichtutigsforiiicn sind in der Ansii hl von hinten gegeben. wi, dieselben aus der S« hnitlebiiie von A Ii unter Fortfall der ilahindi lugenden Konstruktion»!!*'ih; sichtbar sind. Die eingetragen, , Pfeih' erklären die Abllutlmiigsiichlung der Lull und ist deren fjjv im lirundriss so zu denken, dass die Feilem der Pfeile unter di r lull «ter (juerstange v< rhutldeiieii Segeltläclnil * liegen, wo ih-Spannungswnkuiig der Irägembii Luftschichten beginnt, wäheim die Pfeilspilzen die hilller «leu hochgespannten Segelllä« heu v I-zogi'te- Ablltithiing der Lultslröuie bezeichnen.

Während durch die äusseren pfeile die schnellere Abllalhun; ihr tragenden Lullscliichlen gekennzeichnet wird, dürfte aus .1-: — durch die Indie Spannung und gegenseitige Lage der Koilslruk-lioiislheile — heilingleii Hichtung der inneren Pfeile ohm- Weiler-» hervorgehen, dass unter den der Langstange S zunächst gì legnar Si'gelll.iclieu durch das Zu3amruciillii'««cii der Luflströiiu- <—i stärkerer Luftdruck -lattlitiden muss

Die gesteigerte Wirksamkeit der Lultslröuie in dieser SU e. |-zone bildet linier dem Einflüsse der Belastung des Apparate- li.' 1 iilcrxiülziingspunklc zur Herstellung der (üeichgi-wichlslage ,|,-, Apparates heim Flugvoigange.

d.r.p. Nr. 111523. Michel Heinrich und Franz Iii.Ii-fehl Im Illing. Luftschiff mit einer zum Ballon um ihn -,rl ioide achse drehbaren (iondel. P.ihiitirl vom -j(. juni IH'.ih ali

Du- vorliegend«- Eiiindiing betrifft ein Luits« hilf, bei web Ii-i • In- fiondi l in bekannter weise um ihre senkrecht«- Achse im. Ballon drehbar ist, bei weh b«iti aber der Ballon mit feilt; Flossen versehen oder auf .indire Weise zum Aiigrilfspuiikle • Las! unsyinnietriseh gestaltet und der die Drehung der tinnii

g«-slalleiiib- Tragring am li.illnn iiiilli-lsl eines «-iidhisiil Stile aufgehängt isl. Hierdurch soll erreicht wenlfii. dass der llal'"" sich selbst in die Itiehlirig ihr Si hiauhena« h-e einstellt und auch in jeder Bichlung zur (imitici und zur Schraubenathsc ei'i-

ge-teltt Wlldell katllV

Die Figur Vi zeigt ein derartiges Luftschiff Die (I..odcl » hängt iiiillelst eiie-s Flanlsihes U Irci ilrclil'-" zweckmässig unter Zwischenschaltung von Kugeln, in Hinge r. und zwar so. dass sie nach oben lieraiejeliiil« n «"'''n kann. Dn-ser Hing t isl mitbist eines über Hollen hiuli'h'1"' endlosen Taue- au dem Italioti .1 aufgehängt.

•17

Der Ration A ist sn gestaltet, dass er sicli unter dem Einflüsse des Windes selbstlhiUlg gegen die Gondel drehen kann. Dies wird dadurch erreicht, dass der Italinn entweder, wie in der Zeichnung dargestellt ist. ZU der Drehachse der (iondel eine unsymmetrische Ccslutl hat oder hei an sich symmetrischer Gestalt an dem einen Ende mit einer feststehenden Fisebllussc ausgestattet ist.

Die Wirkungsweise des beschriebenen Luftschiffes ist folgende:

Em eine bestimmte Dichtung einzuschlagen, wird der durch einen beliebigen Motor angelrielieue vorn an der floitdel angebrachte Propeller in die erforderliche Dichtung gestellt, indem man, an dem Dinge r sich festhaltend, die (iondel dreht, bis der Propeller die gewünschte Dichtung einnimmt. la-ilel man nun die Kraft ein. so dass sich die (iondel sanimt dem Haiion in einer bestimmten Dichtung in Dcwegiing setzt, so stellt sich der Ha Ihm A nach Art einer Wetterfahne in die Höhlung der Krafl ein. so dass er der DcWCgung möglichst wenig Widersland bietet.

Das endlose Tau il sichelt die Lage der (iondel gegen vertikale Windstösse. welche den Ha Ihm A treffen. Die (iondel behält infolge der Aufhängung am endlosen Taue stets ihre horizontale Lage bei, wie auch der Halton sich um seine horizontale Achse drehen mag.

Kin Segeln soll mit dem beschriebenen Luftschiffe dadurch ermöglicht werden, dass mittelst des endlosen Taues'der Itallon, der eine entsprechende Geslall erhält, zu der (iondel hezw. zur Schrauhenacbse in einer beliebigen Dichtung verstellt wird. Die AngrilTsllache des Windes kann hierbei noch durch ein verschiebbares Steuerruder «' vergrösscrl oder durch Drehung desselben in der Dichtung verändert werden.

Die Anordnung der Gondel derart, dass dieselbe sieh nach oben aus dein Tragring ausheben kann, hat den Vorlheil, dass ta-nn Aufslossen auf den Hoden beim Landen der Halhm von einem Theile seiner Lasl befreit wird. Diene Wirkung würde

zwar auch dadurch eintreten, dass heim Auflreffen der Gondel auf den Hoden die Taue schlaff werden. Letzleres soll aber bei der voliegenden Erfindung vermieden werden, weil beim Schlaff-Wcrden das endlose Tau von den Dollen herunterfallen würde, wenn nicht elwa das Tau auf den Dollen durch besondere Vorrichtungen gehalten wird, welche eine erhebliche Gcwichlsver-mchning bedingen. Die Aushebliarkeil der (iondel bewirkt also beim Landen eine Entlastung des Dallons, ohne dass das endlose Tan schlaff wird und herunterfallen kann.

Zur üftVtilliehen Auslcirniii; "xlniHfle Patent-iiiiineliiuimcn

in der Zeil vom 2S Februar bis 31), Mai PK» Finsprnchsfiisl zwei Monate vom Tage der Auslegung an.

Aktenzeichen :

N -MW. Rad mit beweglichen Schaufeln für Luft- und Wasserfahrzeuge. Pimi Nlpkow, Iterila. Angemeldet Hl. September IK'.I7, ausgelegt I. März I iK Hl.

D 21433. Luftschiff, .lob. Mick, »reiner, 1-elpzig-t ounewllz.

Angemeldet 17. März IM!W, ausgelegl 12. März DHX).

C N.'iKH. Luftschiff mit Jalousieklappeulhigelii. Herrn, ('nni)ie, Berlin. Angemeldet 2.Y Oktober lHt)!). ausgelegt 25 März l!NM>.

tielÒNclite 1). It. Putente

in der Zeit \oui 2S Februar liNXt bis :M). Mai )<HXi.

Nr. 96 288. l>r. Heinrich Rudolph in Goarshausen a. Rh.

Fesselballon mit Orai boriila, he,

Nr. 94 893. l'ari Kleider In Berlin. Verfahren zur Veränderung des Auftriebes von Fesselballons mit einem als eb-kl 'is-her Zweileiler ailsgebildelen llalleseil

Zeitschriften-Rundschau.

„Zeitschrift dir Luftschiffahrt und Physik der Alme-phHrc".

Ilcrt 2. DHU). Februar. Vorbeiuerkniig des Itedaktionsausschiisses.— Victor Silberer: Der heutige Stand der Luftschiffahrt und die Zweckmässigkeit der tiiüiidung eines Aoro-Chih in Wien. — Willibald Karos: Das Kreisel-pnazip und der rnivcrsal-Flugappara!. — Vereinsnar briehlen: Deutscher Verein mir Forderung der Luftschiffahrt zu Herlin. Protokoll der Vereirisversammlung am 211. Januar l!NKI liehcbl des Fabilenaiisschnsses über die Hallonfabrlcn im Jahre DilHI. -Wiener Flugtechnischer Verein: Prolokolle der Plenarversamm-Inngen vom '2H. November und lfi. Dezember 1H1H). Heft 3. DK*). März. Victor Silbercr: Der heutige Stand der Luftschiffahrt und die Zweckmässigkeit der Gründung eines Aorn-C.lub in Wien, (Schluss, i — Willibald Karos: Das Kreisclprim.ip und cler l'niversal-F'lug-apparat. (Schluss.) Kleinere Mitlheilungen: Kreiss: Der Wcllen-llng. fKrwiderung.) — Vercinsnarhrirhlcn- Deutscher Verein zur Förderung der Luftschiffahrt zu Herlin, Vereinsfahrteii am :t.. I!). und 22. Februar. 21. und :tt. März, ö und 7 April HHH). — Protokolle der Vereinsversammlungen am 2tl Febr. und 2li. März IWtKi. Umschau.

..Tbe Aeroaaallral Journnl". April 1900. N" IL Vol. IV.

Noticcs of Ihe Aeronantical Society. — Lord Ravleigh oti • Fliglil». — Major Haden-Powi-H's War Kxpcrienees. — Aero-naulieal Soiree al the Royal Institution - The Pilehcr Coli cot n.n

i«r Soaring Machines. — Tbe Ha 1 loon Work of the bile Mr. Cox-well (Illustrated). Hy Eric Stuart Druce. M A.. <»\on. — A Theory of Flight, Hy D M. Dowyer Smyth. — Recent Publications: • Sailing Dirds are Dependent on Wave Power., with Review by Mr. Iliriun Maxim. — Notes: The Grand Prize ul" Ihe Paris Aero-Club—The Triumph of Ihe Halloiin in South Africa- Men of the Moment F'lcclrir Ralloon Signalling al Ihe Paris Exhibition—A New ITjing Mai him—Novel l'se for Rallo.ms The Number of ("oxwell's and Godard s Ascents—The F'irst l se of the Knlloon in South Africa. — Oliiln.ity : Professor Hughes—Colonel EUdalc. — F'oreign Aeronautical Periodicals. — Notable Articles. — Applications for Patents- Patents Published. — Notice lo a Correspondent.

ML'Aéronautru. Bulletin mensnel illusile dr la Soelélé Ouaenise de Vai Ica!km aérienne. Fcvrirr I'.UHI. N'» 2.

Sncicté francaise de Navigation aérienne: ateneo du l"r février I'.'OD, M. .1. l-eloup. — Conference de M te comic de In VauK. — Observatoire-sonde enlevc par cerfs-volanls (2 planches . Coni-munication de M. Weiiz. — Formule pour la puissance sprriliirue minima nécessaire a un volateur. — M. le capitarne Marc-olle. — Communications diverses. — Necrologie: M. Maurand. — M. A Hrisscmnet. — '*<• lisle du Congrés aéronau(ii|ue de DKK). Communications y relatives.

Mars I'.llXt. N" 3

Socie té francaise de Navigation aérienne. scarne du L'i février

1 !•**>, présiih-c pi»r M. |i prince Holand Bonaparte — Séance iln i*' mars. M K Wagner, seerélaire. - Commiiniipiè «le M Kmiiia-uuel Aimé sur la thermosphère dont il esl l'inventeur. • Contours il'iilijcclifs ¿1 long loyer |iour la lélépliotogiaphic en liallon. il> iision ministérielle ilu féviicr l'.NKi — Concours d'aéroslalion ,i l'Ex-(Hisilmn cli- Vilii ennis, enrurtage dans le préscill numéro — AéroClub -- la* liallon i l'Orient- - Le grand-prix île I Aéro-Club La bouée il'Amlrée. Lettre île M Sivi ilcnberg. Noie sur les ballons-sondes. — Coclilieatioii — iV liste du Congres aéronau-tu|Ue de P.'ltO — iJélcgiié* des unlii hies de la Marine et de la I «lierre.

Avril l!liH> N" I.

Société française de Navigation aérienne séances des .'i mars et 5 avril. M. K. Wagner !.«• vol des oiseaux expliqué par

M ItoUX, arclllteele. résumé des colllllttlllif allons failes dalls «•«-;. deux séances (A suivre.i - li- liste du Congres aérntiuutii|iie de I!mk1. — Notes relatives a ee Gongris: M. (iartcl. délégué principal pour les Curigrés de l'Exposition, Mai l'.Ml. N« 5. Sucielé française de Navigation aérienne: séances des pl avril cl :t mai, M. K. Wagner, secrétaire. - Le vol des oiseaux explnpié par M. RoilS, architecte isuile et lin:. - \a s asi élisions de l'Aéro. Club et ilivers. — Nécrologie. Madame V vi- lliireau de Villeneuve.

— ?•• liste des Congrès aéroiiaulh|tlcs de 1!mk*.

.,l.".térophilc". Hrvue mensuelle 11 lustrée de eaérimianlh|iie cl des selenres ijul s') nit Incitent. Février l'.ltll. N" 2.

Portraits d'aéroiiaulcs conleinpoiunis Fugéne foulard ii iWillnd de Eonvicllci. — L'ai ronaulnpie a Et-I.xposiliou «Je l'.'iM: Extraits du lïégleiueilt général des Coilcoins de la Section N: liâtes des Concours et natures îles récompenses — Les ballons militaires en Afii'iuc australe Paul Amélie). — Nolice sur la télégraphie sans lil P. it i l.'aéroslation en Allemagne A Clér\t. - Informations: Expérience-, ai ios|,iln|ii<s ,i Toulon: l«es Palmes ai adeiui'ilies et l'Aci ostaliou . Ilullelm des Ascensions. M.o ¡'«'-1 \- ;\,

Portraits d'aéronaules coiileiiiporains .lacune . F.iurc iWiliiid «le Fotiviellet — Modifications ap|-ulées aux ballons-sondea .Georges Bc>aiu.on), -- Ascensions sci.-nlilnpies .i Berlin iGustave llcrmitçi — Notice sur la télégraphie sans Id iP. Il i ... le ballon «In comte Zeppelin iPaul Amélie) — I. aéroriaulii|ue a rhVxpoaititftl de limki : >cition X, Aérostat mu. Comité d'installation de la classe 'M: Congrès d ac roiiau1c|iie il. Niivillc'c — Aéro-Club iA. Cléryi. — Informations: liulletin des ascensions. Ascension périlleuse a Toulon: Les expériences de M, t'ailletel; La bouée il Andrée. Annuaire pour DU") de IObservatoire royal «le Belgique. Avril DM). N" I.

Portraits d'aéronaules contemporains: Comte Jules Carelli (Willrid de Foiiviellev • l'elile expérience de ball.afe dirigeable .Comte Jules Carelli . — L'aérostatum et la carte postale illustrée (Emile Strausi. — Commission .iéroti,ui(:.|Ue mliinalioiiale l'A Ni«n|le.ruI -- Eludes sur I'. let ■Incite aluiosplu ri pie (aClcry). -- Nécr'ilugie : M Anatole Itrissonnel : M. Pierre de Itala-eliolf (Gouges Besançon'. Iti'jletnelll du Grand Prix de l'acio-t lllll

— Correspondante: Lettre de M. le lieutenant Eslitccl.

„lai France térlcnur*.. N'' 5 Du I" au l.'i Mars 1!imi.

Bulletin tnéléoro|ogii|iie mensuel m.us l'.mi — La Colon bo-piulie au Jour le jour E Caillé. — 1. Aerimaull'iuc a l'étranger. M D - La Coloiiibicii|;nie parisienne depuis les Iciup» les plus reculés jiis.|ii a nos jours suite- Paul Wnc.pnz. ■ Fédération Coloinhopluli de Seiiie-el-Marue: La |éila«lion. — llevuc de Presse • A la nili'i' Parle Ultcraire: Le château des Tourelles deinnl

la postérité; ftaronne d'Aey. Académie d'aéroslalinn mélénrn-lugi.pie de Fiance.

N" H. Hu Lì au :ll Mars UN»

Aéron.nili.pie i eliospei live : Il y a douze ans. Docteur Ox — Appareil pour gonfler et entretenir les ballons dans l'atmosphère: iv. .Iutieri La Coloni Impili lie au jour le jour: L'alimentât n m pendant l'élevage: F. Caillé — La Fraine aérienne en Améri«(ii«-, ti ad m t de l'anglais par Mail. G Johcrt — llevuc de presse. — Xéciologie. -- A la volée. - Paille lilléraire: Le ch.ïleau «les Tourelles: llamniie d'Aey. Prière dune vierge: Km de Crueln-I ■- la» rapilaine (iiron: Nouvelle aérostati«|iie: Ha) mond Bouchard. -- Académie d'aérostalioii iiiélèorologiitiic en France, séance du 21 février 11« si.

N" 7 Du au là Avril DM».

liulletin météiiroliigupie mensuel: Avril. - Partie officielle Exposition universelle de PUS), Bégleiueiit des concours nationaux de colombophilie. Le preseli! C tuberi. — Tableau des dates des concours «-1 des prix. Aérostation. Exposition universelle de iikhi. - La coloinobiphilie algérienne: E. Caillé. Exposition annuelle des aviculteurs français: Maurice Ptifour. — Colombophilie inililaire: E Caillé — llevuc de presse — Académie da«iostatimi méh'-orologiipie de Fiance, séance du 7 mars l'.ml N« S. Du là au :») avril I lit 10.

Aéi'oiiautiijiie rétrospective. Il y a douze ans' Docteur llx.

— Combattons la nature'... Conile Jules Carelli. — Un progrès en colombophilie : K. Caillé. — Tribune libre A propos «lu Grand Prix de l'Aéro-Club. Pari"' littéraire. Le Pigeon de Collimici-' ; Emi lil - 1 s . i 1 . ;i i l'i.ll' el \ i. ,i ■•' Ma'. - ,h i il le. I

i npilaiiie Giron Koiivelte aérostatiipie .snilei: H.tviiioud Boucliarj

— Le cimi de l'Exposition: Toujours dans les airs; Pierre Gauthier — A la Volée

N" ii. Du l-r au 15 Mai I'hmi Ihilleliii iiièléiirol'igii|ue mensuel: Mai. Partie officielle Exposition universelle «h- l'.hsi, circulaire concernant les concours de colombophilie - L'Aéronaulii|uc au jour le jour Pléthore d'expérimentations: IH "x -- ltall"ii dirigeable et Poisson Conile Carelli - ■ A propos du dernier acculent survenu au>. aleliers de Meuduri: C .lidwil — La colombophilie au jour: Noir» élevage en l'.Uttl: F. Caillé — Bibliographie siieiililn|ue : C Joberl.

— Kedèr.ition i-ohmilsiphile de la Seine. - La rolomhicullure parisienne depuis les lernps les plus reculés jusipi a nos juur-(suite): y. Wacipie/. — Tribune libre. — A la volée. — Partie lilli rane: Canards colombophiles, les vitesses d'antan: K. ("dille

— Variétés: La France aérienne a l'Exposition. — Le ballon Cineoraina. — Académie d'ai-roslalion météorologique de France Stances «les 21 mars el lavili DKK)

Y- HI Du 15 au :ll Mai l'.MO. La colombophilie au pays des tzars . D' Ox. — \a\ colombophilie au jour le jour: A propos d«-s lâchers de l!**j; E. Cad'e Le pomi d'appui laver ligtiret: Comte Jules Carelli. — 1.» France aérienne en Normandie: ltéunion solennelle de la Fédération a Itimeli - L'Alliance de Itihorel: Progiamme îles reiicoiirs de liMm. La Colombo ebroicieime: littralncmeiils el concours .le iîski La France aérienne en Vendei-: Pigeon. — La France aérienne en Chumpagiie : Maurici Dufoiir — llevuc de presse I tilis.iltoii des pigeons voyageurs dans la marine de pèche. André ( hroinipic bibliiigr.iphii|tie Ile»lie ,|«- presse étrangère, avril li*"t M""- C. Joberl. A la volée: La Fiance aérienne à l'Exposition Le ballon l'.ineor.iina. Acadéuiie d'aérostation niéléorol'e gn|iie île France Séance du |h avril ihwi N" Il Du Dr „u 15 Juin l'.MK). liulletin iiiétéoî«i|iign|ue mensuel: Partie ofhciellc : Concoui s de i olotubophilie — l..i colombophilie au jour le jour. K. Caillé

- Le veni : Pillili' ile le riunii' Carelli. — l'in- Iòle intimi'. — Li Franco aérioiine à l'Kxposilion. — Revue de prosar. — i,iii>'l<pn's notes d'èlevage E Cottili, l.a Krame ui-rientie .1 l'élranger. -- A la voice Soeii-Ié rolouibophiic . |,a Manche . ile Dieppe. — Aeadéinie d'acrostatioii metcnrnlogiipje de Fraine Nanu- dn 2 mai IIH»».

An» anderen Zelt»elirlflen.

Prometheus Nr. i.W und :VW, Jahrgang XI, Ii«»». H W. I.. Moedc-beek. die Krage des Luftschiffes linier besonderer Bezug-iialime auf das Luftschiff des (irafen v. Zeppelin. D* Spalten mit 7 Abbildungen. Verfasser verliebt den Standpunkt, dass dynamische Flug-niaschiuon in alwehharor Zeit noch keinen praklisehen Werth hatten, dass gegenwärtig erst die Zeil acrtistatischor laiflsclulTc gekommen sei, an deren Herstellung vor Kttt Jahren zu denken in der Thal eine Utopie gewesen Ware. Ks lulgl eine eingebende

Retrachtung über das Zeppelin sehe Luftschiff, dem eine Geschwindigkeit von X. 12 in p. Sek. als wahrscheinlich erreichbare zugeschrieben wird. Zum Schluss tritt Verfasser den Anschauungen entgegen, dass ein l.ufUchilT dieser Art 111 Bezug auf sein Landen mit eitlem Gasballon verglichen und daraus ungünstige Folgerungen gezogen werden. Kr verlangt bei solchen Fahrzeugen vorbereitete Anlagen zum Landen und gibt eine Skizze, wie er selbst sich einen derartigen LuftschifThafen vorstellt.

Journal of Hie l'alted Males Art Hier), May June liXKl A. v. Parseval, The dragon ballooii. 7 Seiten mit I Figuren. Forlsetzung folgt. Eine l'eberscl/iing der bekannten Arbeit von Parseval.

Selrntllie «mericiin, Hl. Mai HM»». F. A. A Talbot, Aerial-Phnlograpbie. I Spalte, I Bild.

2ti. Mai ItKJtl. (limnl von Zeppelins Airclüp. 3 Spulten, ¡1 Figuren.

Auszug aus der angeführten Arbeit von Moedebeck in Prometheus.

_______

Humor und Karrikaturen.

Luftsohlffer-Menu.

Am B. Juni d. .Is. feierte die h. und K. Luflschiffer-Ablhriluttg in Wien im Hotel ile France daselbst das lltjährigc Bestehen der Militär-AiTtuiaulischen Anstalt. Den zahlreich erschienenen früheren und jetzigen Angehörigen der österreichischen Luft schifici- Alti hei lune wurde hierbei auf künstlerisch ausgestatteten Tischkarten folgendes humoristische Menu hingelegt :

Mena für ein Landungsdiner. Sandsarksuppo mit eingekochten grossen Gftn«cftts«on. Fliegender Fogns aus dem Neusiedler See mit Paragiiiiimi Mayonnaise. Filet de Balloll — gainirl. Brieftauben eigener Zucht mit Salat vom Steinfehl • tbsl und Käs«- ■;, lAppeinbv

A Hets".

Kyrii» ! Kin Rennen. Stessen, Drängen' D Ita. kehiiwe allen voran beginnen einen tollen Weltlauf durch die Strassen, dahinter wie leibhafte Teufel ein paar Kaminfeger, gefolgl vun einer wilden Rotte Wan-Waus, die das jäinmerlu liste Geheul anstimmen und ab und zu einen kühnen Schnapper 111 das russgeschwärzte oder itiehlhestäubte Wadengrbein der Stürmenden riskiren. Eine Fska-ilmn Kücheiidiagonei rückt -leicht liesi-hwingl ■ lienin ; wie dm Ihn kellen Ihegeli, wie die Füsse trippeln mit einer Rehelidigkeit. die die 'Gnädige, auf Befragen mit gutem Gewissen geleugnet halle, ila die Rosa einen Beweis von solcher Geschwindigkeit bis jetzt noch nicht erbracht. -.ielle. Liese, del is ja schauerlich, (lenk, mein armes Kail, hen i> ..... h noch Bursche bei 11 l.citn.rnl'

Rosas Klagen verlieren sich 111 dem Gepnste des linken Rentiers • ■lebnis, der. fühlbare Angst auf seitn-ui feltglaiizeuden Gesichl gemalt, die liullelilgiit.se heraufslüriiit s-Gciniesinai ie iis der Triiiiipetergass" hat ihren Rühen- unii Grünzeugslaud allen guten Geistern anvertraut und ist in wildem lagen dem Rentier Gieluiix Sof"lg!. -Awer, Heir Giebniv•. winselt sie, -diss isch Jo giyserhoh, die sinn jo verlöre mit Hütt 1111 mit llo..r, kennt tur ne denn nil helfe?» Allew.ij keiinl m'r.- giebl der von dieser Anrede

tiiehl sonderlich angenehm berührte Gicbnix zurück, -in'r kennt jo Sie nulTschicke mit-ere Mondello Kau de rouragc un eine gliele

wulleue Diiesch'- D'Gemiesmane ist oh solcher Abfuhr für ihre Mitlheilsamkeit sprachlos stehen gehlielien und ihre Erstarrung lost sich erst dann wieder in belli' Schadenfreude, als (iubiiix im Woiterslüriiion mit einem Briefkasten kolllilirt. sodass später noch einige Heulen zu sehen waren. — am Briefkasten nämlich.

Docli lieber Leser. Du weisst noch immer nicht, um was es sieh handelt. Die revolutionäre Bewegung war vom Stoinlhor ausgegangen und hatte sich mit rasender File wie eine Feuerwelle bis zum Allen Bahnhof gewälzt. Dort war Markt — es war vielmehr bald kein Markt mehr Denn plötzlich hatte sich der Aufrubi der Strasse auch d-in Tempel vulgo Waarenhaus Merkurs mit-gellieilt Man eilte ins Freie, schlug die Hände i'ibor'tn Kopf zusammen, wo/n man natürlich erst Marktkorhc und andere Kampf-uiiis-|la-eiii-\V atf-n auf das Pllasler setzen musste, und stimmte dann, die kopfe entsetzt in einem Winkel von üher -10 Grad zur Höh" gerichtet, m den allgemeinen Wehruf mit ein: -D'r Luft-ba Hon i sc Ii a hger 1 s se ! ■

lud in der Thal. In geringer hauleiir. so dass man ganz, deutlich die Gestalten 1111 SrlulT des Ballons unterscheiden konnte, baumelte, hangend und bangend in schwebender Pein, wie der l'nlerleitianor Emil Ireifend bomerkle, ein mächtiger Luflhalloll direkt iiber'm Allen Rnhnhnf. «Scborscbol, sie bann gewuiike, sollscli iiiillloiiinie. > hänselten sich einige Spassvögel untereinander. • Sperr'« Mull l|(T, • antwortete der aber schlagfertig, -es gilt clis uuiesuunclit ,-e schlucke- Damit meinte er den Sand, der in gelben Strähnen eben von luftiger Höhe lierahriesello und der ein schlagender Beweis dafür war. dass es sich nicht um einen Kesselballon, sondern um einen ganz normalen Freifuhr Iba lln n handelte. Die falsche Auffassung war ..(teilbar von einem .spassvögel unter die Menge verplhinzt worden und die Menge schien 111 ihrem Glauben durch das lang herunter baumelnde Tau bestärkt worden zu sein lud so stark war der Glaube au den Durchbrenner, dass einige entrüstete Badler mit stark ausgeprägt.111 Gerechtigkeit», gelühl sub auf ihn- Räder schwangen, diu. bs Thor sausten und sich bemühten, den Deserteur einzuholen, der, höber und hoher steigend, bald dem Auge entschwand . , .

Die Froiballoiifjhrl war vom -Olierrbeinischeli LttflschiiTer-vi'iein. verunstaltet worden und ging um Dt Ehr früh vom t'ebungs-platz vor dem Slejnlhor Hott von statten. (Strassb. Mürgerzlg i

im

A' g*nx O'schcldta.

tin rilltlhtllon stehl dcr Scpp und ti Wet'; Sic jainiiu-it und wiusell: ■ <( mei'. Sepp. " mei'. Wann jclzt dcr Hallou plal/l, uus is's und g felt!• —

• tieh". soi nil sn diiiiiiu-. innniil dor Seppl gar g'schcidt.

• '/.» was waar' drum narlia der Slnck chba da,

Als dass ma' si' roc hi Klin srldad ra'lass'n * ka '' * herablassen. iFlicgende Mallei

Aus der Zoit der Lex-Heinze-Bewegrungr-

Lelltfl Zuflurlit. — Wer lei(htfoiligeii namri) eine Wohnung überlässt, mar hl sieh nach dem neuen Oeselz, seihst wenn er keinen Gewinn daraus zieht, der Kuppelei schuldig. Es bleibt also mrhls anderes (ding, als dieses staatlich kou/cssmiurtc Gewerbe frei in der Euft schwebend in Fesselballons zu betreiben.

(Simpbcissiiiius.)

Auch daa noch.

A.: Die Hühnerjagd ziehen Sie wühl der Hasenjagd vor? ha kiunion Sie keinen Treiber anschlössen!

Sonntagsjäger: So'J Dafür habe ich kürzlich einem Luflsr hilfcr ein's 'naiifgehranul.

(Fliegende lllätler.i

» ■ ..... ^l^lMiM

Hochgefühl.

• Darr ich fragen. l»!ni ::n idiges Fräulein, • «» wohl bei Ihrer Halle-

l..ll' I den .....V|. I t>

drurk auf Sie jcroa'h' bat ?.

•Als ich beim Fni|n«-sloigcn die liaromn t» t ief unter mir »Ich-« sah!. .

(Fliegende BISD-r

Höchste Zerstreutheit. Ein Professor, der eitim Fallschirm i-i fluiden, steigt mit dem Italioti hoch, springt aus de»*1**-selhslverstiindlirh — ohne Fallschirm.

I>ir 1,'tiliitiioH ln'ilt sich u/'c/i/ für rrrtiiilmuilicli für ihn iri*sr>i*-linftfi<-liiii IiiIkiII ihr mit S'twiii rrrsrhriifli /trffW* jflte Rechte vorbehalten; theilrveisc jfussüge nur mit Quellenangabe gestattet.

Die Redaktion.


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