Zeitschrift Flugsport

Heft Nr. 9 vom 29. April 1942

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Die Zeitschrift Flugsport war die illustrierte, flugtechnische Zeitschrift für das gesamte Flugwesen und wurde im Zeitraum von 1909 bis 1944 von Oskar Ursinus herausgegeben. Über einen Zeitraum von 36 Jahren hinweg wurde in dieser Zeitschrift sowohl über die zivile als auch über die militärische Luftfahrt berichtet. Jedes Heft widmete sich in besonderen Kapiteln u.a. den Themen Segelflug, Motorflug, Luftschiffahrt, Ballonfahren, Modellflug, Luftwaffe oder Luftsport. Ebenso wurden die Bereiche Flugzeuge, Flugzeugtechnik, Flughäfen, Landeplätze sowie Flugnavigation und Luftverkehr im Inland und Ausland behandelt. Alle Seiten aus den Jahrgängen von 1909 bis 1944 sind mit Fotos und Abbildungen als Volltext in der nachstehenden Form kostenlos verfügbar. Erscheint Ihnen jedoch diese Darstellungsform als unzureichend, insbesondere was die Fotos und Abbildungen betrifft, können Sie alle Jahrgänge als PDF Dokument mit Inhaltsverzeichnissen, Seitenzahlen, Fotos und technischen Zeichnungen für eine geringe Gebühr herunterladen. Um komfortabel nach Namen, Themen und Begriffen zu recherchieren, nutzen Sie bitte die verfügbaren PDF Dokumente. Nutzen Sie bitte die kostenfreie Leseproben von Heft 17/1933 sowie von Heft 8/1939, um die Qualität der angebotenen PDF Dokumente zu prüfen.



XXXIV. Jahrgang

GEGRÜNDET 1908 U. HERAUSGEGEBEN VON OSKAR URSINUS.CIVIL-JNG.

Aufstieg

Short Stirling Kampfflugzeug

' Jagdflugzeug Fodce Wulf Fw 190

USA Ford V-12-Flugmotor

Werkmeisterheranbildung in der Luftfahrtindustrie

Ansthärfgerät Vereisungs-Anzeiger Flugrundschau Luftwaffe Segelflug Modellflug Luftpost

Patent-Sammlung Nr. 28

„FLUGSPORT"-I Erscheinungstage

1942 IXXXIV. Jahrgang

[Nr. Datum

10 13. Mai

11 27. Mai

12 10. Juni

13 24. Juni

14 8. Juli

15 22. Juli

16 5. August

17 19. August

18 2. September 1? 16. September

20 30. September

21 14. Oktober

22 28. Oktober

23 11. November

24 25. November

25 9 Dezember

26 23. Dezember

|Preis 80 Pf.

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Illustrierte flugtechnische Zeitschrift und Anzeiger für das gesamte Flugwesen

Brief-Adr.: Redaktion und Verlag „Flugsport", Frankfurt a. M., Hindenburg-Platz 8 Bezugspreis für In- und Ausland pro Vierteljahr bei 14täglichem Erscheinen RM 4.50

Telefon: 34384 — Telegr.-Adresse: Ursinus — Postscheck-Konto Frankfurt (Main) 7701

Zu beziehen durch alle Buchhandlungen, Postanstalten und den Verlag Der Nachdruck unserer Artikel ist, soweit nicht mit „Nachdruck verboten" versehen, n u r mit genauer Quellenangabe gestattet.

Nr. 9 29, April 1942 XXXIV. Jahrgang

Die nächste Nummer des „Flugsport'' erscheint am 13. Mai 1942

Aufstieg«

Wer sich in der jetzigen großen Zeit nicht fliegerisch betätigt oder in der F]Ligzeuggestaltung und -Herstellung als Schaffender eingesetzt ist, hat einen Teil des Zeitgeschehens nicht erlebt. Der Erwerb der Vorbedingungen, um an den großen Aufgaben mitarbeiten zu können, wird jedem, seinen Fähigkeiten, sogar Neigungen entsprechend, durch geeignete Vorschulung erleichtert. Die Vorschule für deutsche Flieger ist das NS.-Flie-gerkorps. In 5jähriger erfolgreicher Tätigkeit hat das NS.-Fliegerkorps an dem gewaltigen Aufbau der Luftwaffe durch Auswahl und Ausbildung der fliegenden Besatzung mitgewirkt. Ein großer Teil des vorgebildeten Nachwuchses befindet sich an der Front.

Auch auf anderen Gebieten sind dem Nachwuchs die Wege geebnet. Durch das Berufserziehungswerk in der Luftfahrtindustrie sind außerordentlich umfangreiche berufsfördernde Maßnahmen nicht nur für die Lehrlingsausbildung, sondern für die Ausbildung vom ungelernten Spezialarbeiter zum Facharbeiter, vom Facharbeiter zum Vorarbeiter und Vorarbeiter zum Werkmeister geschaffen worden. Es ist dies eine Aufstiegsschulung, welche jedem ermöglicht, vorwärts zu kommen. Durch diese Maßnahme ist der Leistungsstandard bedeutend gehoben. Diese Erfolge werden nicht nur für den jetzigen Krieg, sondern für die zukünftige Entwicklung der Friedensindustrie von ungeheurer Bedeutung sein.

Engl Short Stirling Kampfflugzeug.

Short Stirling ist ein 4motoriger Bomber für 7 Mann in Ganzmetallbauweise.

Flügel, Mitteldeckeranordnung, freitragend nach den Enden sich stark verjüngend, 2 Hauptholme, Gitterträgerbauart, Betriebsstoffbehälter zylindrische Form zwischen den Holmen über den Flügeln verteilt. Querruder in den Ansatzflügeln nach dem Rumpf zu Landeklappen. Die mittleren Motoren sind etwas tiefer vor dem Flügel angeordnet, um den Raum für das eingezogene Fahrwerk zu gewinnen. Im eingezogenen Zustand steht das Fahrwerksrad um Reifendicke heraus.

Diese Nummer enthält Patentsammlimg Nr. 28.

Sporndoppelroll-

werk, hochziehbar, des Short Stirling. Die beiden Spornräder sind

auf einer Traverse nebeneinander gelagert, vgl. die obere Abb. In der unt. Abb. sind die Räder in ihrer Lagerung um 90° gedreht, wobei sie hintereinander spuren. Daneben Abdeckklappen.

Archiv Flugsport

Rumpf rechteckig, auffallend lang, nach hinten mit Rücksicht

auf den hinteren MG.-Stand sich wenig verjüngend. Von vorn nach hinten, vgl. die nebenstehende Abb., Bug-MG.-Stand mit Zwillings-MG., dahinter, durch eine Treppe erreichbar, Raum für Flugzeugführer, dahinter Funk- und Navigationsraum, darunter bis Flügelhinterkante verteilt Bombenmagazine. Auf der Hinterrumpfoberseite drehbare Kuppel für Zwillings-MG.

Höhenleitwerk, Mitteldeckeranordnung, Seitenleitwerk ohne Übergänge, Rumpf oberseite aufgesetzt.

Bedeckung von Flügeln, Rumpf und Leitwerk Glattblech. Fahrwerk, hydraulisch, unter den Innenmotoren, nach hinten hoch-

Short Stirling Kampfflugzeug.

Archiv Flugsport

ziehbar, Sporn 2 Räder nebeneinander.

4 luftgekühlte Motoren, Doppelsternschiebermotoren, Bristol Hercules, 1600 PS. 3-Blatt-

Metallschrauben des Havilland Hy-dromatic.

Spannweite 30,48 m, Länge 27,00 m, Höhe 6,7 m, Rumpf-höhe 2,65 m, -breite 2 m, Leergewicht 23,5 t, Fluggewicht 30,5 t, Bomben 8 t.

Geschwindigkeit 480 km in 4200 m Höhe. Reisegeschwindigkeit 320 km/h mit Reichweite 3200 km.

Short Stirling Kampfflugzeug.

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Focke=Wulf Fw 190 Jagdflugzeug.

Das schnellste, bereits im OKW.-Bericht erwähnte, neue Jagdflugzeug Focke-Wulf Fw 190 mit BMW-Doppelsternmotor hat sich bei seinen bisherigen Einsätzen an allen Fronten hervorragend bewährt. Konstrukteur Wehrwirtschaftsführer Dipl.-Ing. Tank.

Die kurze Bauart und die günstige Schwerpunktlage verleihen dem Flugzeug trotz seiner hohen Geschwindigkeit eine besondere Wendigkeit. Die überaus starke, aus MGs und Kanonen neuester Konstruktion bestehende Bewaffnung machen das Flugzeug im Luftkampf zu einer überlegenen und gefürchteten Waffe. Durch das breit angeordnete, nach innen einziehbare Fahrwerk erhält der Jäger besonders gute Start- und Landeeigenschaften. '

Focke-Wulf Jagdflugzeug Fw 190

Weltbild

USA Ford V=12=Flugmotor.

1940 begann Ford den Rolls-Royce-Merlin-Motor in Lizenz zu bauen. Kurze Zeit darauf entschloß er sich, da ihm 1200 PS nicht genügend erschienen, einen eigenen Motor auf eigene Verantwortung in der Größe von 1500 bis 1800 PS zu entwickeln. Dabei sollte das Hubvolumen mit Rücksicht auf Gewichtsersparnis so klein wie möglich gehalten werden. In der Hauptsache sollte die Leistung durch einen auspuffgetriebenen Lader statt der bisherigen Vergasung mit Einspritzung erreicht werden.

In 3V2 Monaten wurde zunächst ein Versuchs-Zweizylindermotor fertiggestellt. Die Versuche ergaben die Möglichkeit, bei 3600 Kurbelwellen-„____ ...... . .. Umdrehungen die ge-

plante Leistung zu erreichen. Die Reisedreh-j zahl sollte 3000 bis 3200 I Umdrehungen betragen. I Um die Massenfabrikation zu erleichtern, wurden zentrifugal gegossene Stahlpreßteile, wie bei Kurbelwellen, verwendet, wodurch vor allen Dingen an Mate-

USA Ford V-12-Flugmotor.

rialbearbeitung gespart wird. Zylinderlaufbüchsen aus zentrifugal gegossenem, ölgehärtetem Stahl, Kühlmäntel, welche über die Laufbüchsen hinausragen, sowie Kurbelgehäuse aus hochwertigem Aluminiumguß. Sechs Kurbelkröpfungen mit Gewichtsausgleich. Kolben gleichen Durchmessers und Höhe mit Rücksicht auf die Wärmeverteilung. Je Zylinder zwei Einlaß- und zwei Auslaßventile.

Der erste Zwölfzylinder sollte im Laufe des Jahres 1941 fertig werden. Man erwartet 1800 PS Startleistung bei 3000 Umdr. und 1500 PS in 9000 m Höhe. Geschätztes Gewicht 720 kg.

Werkmelsterheranbildung In der Luftfahrtindustrie«

Von Dr.-Ing. E. K r a u s e.

Die Frage des Werkmeisternachwuchses als Rückgrat der Betriebe steht heute im Brennpunkt des Interesses, sie ist auch für die Luftfahrtindustrie von vordringlicher Bedeutung. Es soll deshalb hier in folgendem kurz geschildert werden, wie die Heranbildung von Werkmeistern in der Luftfahrtindustrie in Zukunft erfolgen wird.

Arbeitsgebiet«

Halten wir uns zunächst einmal kurz vor Augen, was alles zum Arbeitsgebiet des Werkmeisters gehört. Seine Tätigkeit umfaßt das Verteilen oder Zuweisen der einzelnen Arbeiten seiner Abteilung an die ihm unterstellten Gefolgschafter, das Eingreifen bei Arbeitsstörungen und deren Behebung. Ferner muß der Werkmeister ständig um die Beschaffung, Instandhaltung und Verbesserung der Arbeitsmittel und Werkstatteinrichtungen besorgt sein. Dann aber soll er die ihm unterstellten Gefolgschaftsmitglieder in der Ausführung ihrer Arbeiten anleiten und überwachen, er soll sie vor allem in menschlicher Hinsicht betreuen. Schließlich hat er bei der Planung des Arbeitsablaufes und bei der Regelung von Lohn- und Akkordfragen mitzuwirken.

Anforderungen.

Aus diesen hochwichtigen Aufgaben, die auf den Schultern der Werkmeister lasten und mit denen sie das Schwergewicht der betrieblichen Verantwortung tragen, ergeben sich die hohen fachlichen und führungsmäßigen A nforderungen, die an unsere Werkmeister gestellt werden müssen.

Fachlich müssen sie über ein solides allgemeines handwerkliches Können verfügen und die wichtigsten Fertigkeiten auf ihrem engeren Spezialgebiet meisterhaft beherrschen. Es ist aber für einen Werkmeister heutzutage genau so unerläßlich auch entsprechendes Fachwissen zu besitzen, weil sonst ein planmäßiges Anleiten der Gefolgschaft oder ein sachliches Eingreifen in den Arbeitsablauf nicht möglich ist.

Während es sich bei diesen fachlichen Eigenschaften um erlernbare Fähigkeiten handelt, muß der Werkmeister die führungsmäßigen Voraussetzungen gewissermaßen von Hause aus als vorhandene Substanz mitbringen, weil sie nicht erlernbar sind. Eine Gefolgschaft führen wird immer nur derjenige können, der durch vorbildliche innere Haltung, eisernes Pflichtgefühl und Selbstbewußtsein seine Mitarbeiter mitzureißen versteht, der aber auch Verständnis für die kleinen und großen menschlichen Sorgen hat und über ausgesprochenen Gerechtigkeitssinn verfügt.

Auslese.

Diese fachlichen und menschlichen Qualitäten sind nicht sehr häufig in einer Person vereinigt und darum muß eine für den Erfolg entscheidende Aufgabe des Betriebes die sein, unter Berücksichtigung des Bedarfs an Werkmeistern die hierfür geeigneten Menschen in sorgfältigster Auslese h e rau s z ufin den. Der Bedarf wiederum hängt von der Struktur des Betriebes, den evtl. Erweiterimgsabsichten, ferner von dem Bestand an vorhandenen Werkmeistern, ihrer Altersgliederung und Leistungsfähigkeit ab.

Unter Ber ücks ich tigung der geschilderten Anforderungen an den künftigen Werkmeister werden die geeigneten Bewerber unter den bewährten Gefolgschaftsmitgliedern durch den Betriebsführer bzw. durch die von ihm hiermit Beauftragten unter Einschaltung des Betriebsobmannes ausgewählt. Sie müssen eine Reihe von Voraussetzungen erfüllen, um zu der vorgesehenen Ausbildung zugelassen zu werden. U. a. müssen sie den Nachweis der Fach a r b ei t erprüfimg in einem einschlägigen, anerkannten Lehrberuf (Metallflugzeugbauer, Flu gmo t o ren s chlo s s e r, We rkz e u gm acher, Maschinenschlosser, Mechaniker usw.) führen, 3 bis 5 Jahre als Fach- und Vorarbeiter möglichst in verschiedenen Betriebsabteilungen tätig gewesen sein und über eine gewisse menschliche Reife verfügen. Sie sollen daher möglichst nicht jünger als 26 Jahre sein. Schließlich müssen sie eine Aufnahmeprüfung ablegen, bei der das Vorhandensein der fundamentalen Kenntnisse überprüft wird, auf denen die Werk-meisterausbildung aufbauen muß.

Ausbildung.

Die Ausbildung des Werkmeisternachwuchses hat im Rahmen des Berufserziehungswerkes der Betriebe zu erfolgen, das in der Luftfahrtindustrie auf Grund einer Vereinbarung zwischen dem ULM, Amtsgruppe Technische Ausbildung und der DAF., Amt iüf Berufserziehung und Betriebsführung besonders geregelt ist.

Für die wissens mäßige Ausbildung von Werkmeistern im Metallfiugzeugbau und im Flugmotorenbau sind die Ausbildungs- und Stoff giiederuugspläne bereits aufgestellt worden und verbindlich. Sie umfassen vier Halbjahre mit je 160 Stunden, also insgesamt 640 Stunden (je 45 Minuten). Wie schon eingangs erwähnt, muß der Werkmeister in bezug auf das erforderliche Wissen sattelfest sein, so daß die hier vorgesehene Stundenzahl kaum unterschritten werden kann, so wünschenswert dies an sich scheinen mag.

Jedes der drei ersten Halbjahre wird mit einer Beurteilung der Teilnehmer in persönlicher und sachlicher Hinsicht (Zwischenprüfung) abgeschlossen, von der das Aufrücken in die nächste Stufe bzw. die weitere Teilnahme abhängt.

Prüfung.

Es ist beabsichtigt, die auf diese Weise in den einzelnen Werken vorgebildeten Wer knie i s t e r - Anwä r t er dann zu einem abschließenden etwa 4- bis 6wöchigen Lehrgang an der Berufserziehungsschule des RLM/A.T. A. in Lübeck zusammenzuziehen, um sie hier kurz handwerklich zu überholen und vor allem hinsichtlich des theoretischen Wissens einheitlich auszurichten. Zum Abschluß des Lehrganges werden die Teilnehmer einer Prüfung durch eine Kommission unterzogen, die aus mehreren Praktikern, Vertretern des RLM und der Industrie- und Handelskammer Lübeck besteht. Die Prüfung sieht neben der Anfertigung einer praktischen Arbeit einen schriftlichen und einen mündlichen Teil vor. Die schriftliche Prüfung erstreckt sich auf Technisches Rechnen, Technisches Zeichnen, Fragen der Werkstoffkunde bzw. Fertigungsverfahren, Fragen aus Flugzeugbzw. Flu gmo t o r enkun de.

Die Prüfung beschränkt sich nur auf die wichtigsten praktischen Fertigkeiten und auf eine Feststellung des Wissensstandes, also der fachlichen Qualitäten. Die menschlichen Eigenschaften, die für die Tätigkeit des Werkmeisters, wie eingangs betont, von ausschlaggebender Bedeutung sind, können natürlich nicht im Rahmen einer Prüfung ermittelt werden, wenngleich sich manchmal hierfür wichtige Fingerzeige gewinnen lassen. Daher muß auf eine einwandfreie Auslese der Bewerber durch die Betriebe gerade im Hinblick auf die führungsraäßigen Voraussetzungen denkbar größter Wert gelegt werden. Der Betrieb wird auf Grund der mehrjährigen Bewährung des Betreffenden am besten beurteilen können, ob es sich um eine einwandfreie und für die Führung von Menschen geeignete Persönlichkeit handelt.

Zeugnis.

Nach Abschluß der Prüfung in Lübeck erhält der Werkmeister-Anwärter ein Zeugnis darüber, daß er die fachlichen Voraussetzungen zur Bekleidung eines Werkmeisterpostens im Flugzeug- bzw. F1 ugmotorenbau erfüllt. Aus diesem Zeugnis kann der Betreffende selbstverständlieh keinerlei Rechtsanspruch auf Verwendung als Werkmeister herleiten, zumal die vorgesehene Ausbildung auch noch nicht abgeschlossen ist.

Es ist nämlich vorgesehen, daß die Werkmeister an wärt e r noch eine bestimmte Zeitlang, etwa ein halbes bis ein Jahr lang durch die für die Fertigung ihres Betriebes wichtigsten Büros und Werkstätten geschleust werden, um hier in praktischer Mitarbeit mit den wichtigsten Aufgaben vertraut zu werden. Hierfür kommen beispielsweise die Arbeitsvorberei-

tung, die Werkzeug- und Masehhienbeschaffung, das Arbeiterpersonalwissen, das Abrechnungswesen und andere wichtige Betriebsabteilungen in Frage, soweit sie für den Einsatz des Betreffenden von Belang sind. Die Wahl der Abteilungen und die anzusetzenden Zeiten müssen sieb natürlich je nach dem geplanten Einsatz richten. Der Werkmeister-Anwärter hat über seine Tätigkeit in den verschiedenen Abteilungen Bericht zu führen, aus dem zu erkennen sein muß, daß er die gewonnenen Kenntnisse und Erfahrungen verarbeitet hat. Werkmeisterbrief.

Danach wird der Werkmeister endgültig als Hilfsmeister in der Abteilung eingesetzt, für die er vorgesehen ist. Er muß sich hier selbstverständlich in sein Aufgabengehiet einarbeiten. Ist diese Einarbeitung abgeschlossen, und liegt Bewährung als Meister vor, so soll der Werkmeister seine Bestätigung durch ein amtliches Dokument in Form eines Werkmeisterbriefes erhalten.

Diese Regelung der Werkmeisterfrage in der Luftfahrtindustrie wird in Zukunft verhindern, daß noch zahlreiche Betriebangehörige unter Aufwand von Zeit, Geld und Kraft die Meisterprüfung vor der Handwerkskammer ablegen, die einen ganz anderen Charakter hat und für die Industrie nur von sekundärer Bedeutung sein kann. Es steht außer Frage, daß der hier beschriebene Weg zu erstklassigen Werkmeistern für die Luftfahrtindustrie führen wird.

Für Werkstatt und Flugplatz.

Anschärf gerät zur Blechkanten-Bearbeitung benutzt Junkers Flugzeug- und -Motorenwerke A.-G., Dessau, nach Pat.-Nr. 675 973. Es eignet sich vor allem für alle Reparaturstellen, die mit behelfsmäßigen Mitteln doch gute Arbeit leisten müssen. Eine Handbohrmaschine mit elektrischem oder Preßluftantrieb, oder sogar ein Bohr- und Fräsgerät mit biegsamer Welle, stehen meistens immer zur Verfügung. Schon sind sie in Verbindung mit dem Anschärfapparat ein gutes Gebrauchs Werkzeug für diesen Sonderzweck. Mühsame und unsaubere Arbeit durch Anspitzen bzw. Anschärfen der Blechkante mit der Feile erübrigt sich.

Infolge der Rollenführung können Bleche mit wechselnder Oberflächen-krümmung (z. B. Wellblech, Rohre usw.) mit der Krümmung laufend an geschärft werden. liautbleehe für die Flugzellenbekleidung werden am besten auf der Werkbank liegend bearbeitet, indem man entsprechend dem Fortschritt der 'Zerspanung das Werkzeug entlang führt und mitgeht. Bei kürzer und

stärker Ter formten Werkstücken wird der Anschärfapparat zweckmäßig unter Zwischenschaltung eines Holzfutters in den Schraubstock eingespannt. Die Werkstücke werden nu n zwanglos durch die Füh-rimgsrollen des Gerätes geführt.

Der Rollen ab st and kann mit Endanschlag sowohl fest eingestellt als auch unter Feder -

Abb. 1-3. Anschärfgerät.

Biid JFM.

Wirkung gehalten werden. Der eine Fertiger hat eine leichte Hand und zieht die federnden Rollen ohne Endbegrenzung vor, der andere arbeitet lieber mit Endanschlag, weil er so sicher ist, daß ein unbeabsichtigtes Verkanten des Anschärf gerätes oder des Werkstückes nicht gleich zu Ausschuß führt.

Eine Gewißheit hat der Benutzer aber immer, nämlich die, daß die Tiefe der Anschärfung, und damit wegen des guten Aussehens auch ihre Breite, immer gleich bleiben, ungeachtet aller Kantenbeschaffenheit betr. Beulen, Knicke, Gratbildung und nicht zuletzt der Blechdickenänderung in einer Tafel.

Die Einstellung einer gewünschten Frästiefe kann ebenfalls durch Endanschläge vorgenommen werden, doch ist eine Veränderung selten erforderlich, da meist mit „immer gleicher Abfräsung" gearbeitet wird.

An geschärft wird meistens zur Erlangung eines guten Oberflächenverlaufes, so daß in der Beplankungsarbeit das Haupteinsatzgebiet des Anschärf gerätes zu sehen ist. Es ist üblich, auch die angeschärften Blechkanten mit einem Anreif-k gerät anzureifen, und zwar durch Abbiegen nach der bearbeiteten Seite hin.

Abwandlungen dieses Anschärfgerätes wurden für andere Arbeitsumstände und weitergehende Forderungen geschaffen und behaupten ebenfalls ihren Platz. (S. Abb. 2 und 3.)

Vereisungs-Anzeiger.

Ein im hinteren Raum einer dem Fahrtwinde ausgesetzten Expansionsdüse . (Venturirohr) 3 angeordneter windschnittiger Hohlkörper 1 hat zwei Bohrungen 4, 5 an der Stirnseite, von denen die mit 5 bezeichnete kleiner als die andere ist. Beide stehen durch Rohre 6 bzw. 12 mit einem, durch eine Membran 7, unterteilten Hohlraum 8, 9 in Verbindung. Infolge der Expansion der durchströmenden Luft hinter dem engsten Querschnitt des Rohres 3 fällt die Temperatur dort. Wenn eine Vereisung bevorsteht, tritt sie daher zunächst an der Stirnseite des Körpers 1 auf, und macht sich zuerst an dem kleinen Loch 5 bemerkbar, das infolgedessen in den Raum 8 keinen oder einen geringeren Staudruck liefert, als das Loch 4 in

dem Raum 9. Die Membran 7 biegt sich daher durch, schaltet die Lampe 20 oder ein anderes Anzeigeorgan im Führerraum und zugleich die Heizspirale 13 ein, die die Eis-Verstopfung des Loches 5 wieder beseitigt. Damit nicht auch das Rohr 3 vereist, kann ein Teil desselben durch eine Heizspirale 16 leicht erwärmt werden, auch mit von der Temperatur abhängiger selbsttätiger Schaltung; eine Wärmeisolation 15 schützt das Innenrohr 3 vor einer für den Anzeigebetrieb abträglichen Erwärmung. Weitere Einzelheiten können der schweizerischen Patentschrift 213 362 (veröff. 1. 5. 1941) entnommen werden. Erwähnt sei nur noch, daß der Hohlkörper 1 mit Zubehör z. B. auch durch einen vom Luftstrom in Schwingung versetzten Körper ersetzt werden kann. Die Schwingungen lassen sich mittels Steuerung eines Schwingungskreises bezw. seiner Verstimmung dem Flugzeugführer sichtbar werden; vereist wird der Schwingungskörper schwerer, die Schwingungszahl also kleiner.

FLUG

urascHAi

Inland.

Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verlieh der Führer an: Hptm. Wilhelm Spieß, Gruppenkommandeur in einem Zerstörergeschw.; Oblt Wolfgang Späte, Stffkapt. in einem Jagdgeschwader.

Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verlieh der Führer an: Oblt. Otte, Flgzf. in einem Stukageschw.; Oblt. Platzer, Stfflf. in einem Sturzkampf geschw.; Obfeldw.

Kroll; Obst. Koller, Chef des Generalstabes einer Luftflotte; Obst. Friedrich Morzik, Kommodore und Lufttransporte

Beförderungen in der Luftwaffe. Der Führer hat befördert mit Wirkung vom 1. April 1942 zu Generalen der Flieger: die Generalleutnante: Ritter, Siburg; zu Generalleutnanten: die Generalmajore: Langenmeyer, Fiebig, Schubert; zu Generalmajoren: die Obersten: Zech, Raithel, Olbrich, Baier, Metzner, Kathmann, Heydenreich; zu Obersten: die Oberstleutnante: Schramm, Lessing, von Cramon-Taubadel, von Wurmb, Witt, Klähn, Nicolai, Kosch, von Lachemair, Schulz (Ludwig), Bormann, Hagen, Schalk, Grabmann, Schulz-Heyn, Heydemeyer, Menzel, Siegmimd, Friedmann, Badetübner, Krahl, Laicher, Boner, Lieb, von Oppeln-Bronikowski, Pfeffer, Wucherer, von Dähne, Martin, Otto, Weber, Kays er, Bolle, Matthey, Hartmann, Schuermann, Riba, Wichmann, Hinke, Konopatzki, Kuprian, Hochschwender, Hoffmann (Willy), Graf von Rothkirch und Trach, Appel, Maske, Barenthin, Doench, von Barsewisch, Ueberhorst, Schweers, Kahler, Gehrts, Cless, Lüder, Kautz, Marschner, Jüngling, Nötzel, Milz, Hensgen, Hülsenbusch, Beckh, Hey, Marsch owsky, Brockenhagen, Schultes, Eichhorn, Goes, Bretting, von Senden, Röhre, Müller (Erich), Busch, Nowarth, Schäfer, Saxadler, Springer, Elle, Streppel, Dreßler, Jensen (Hans), Tautz, von Gossel, Schuster, Christehn, Lange, Däumling; zu Oberstärzten: die Oberfeldärzte: Dr. Bengsch, Dr. Thiele, Dr. Saupe, Dr. Landgraf, Dr. Liebermann, Dr. Peterssen, Dr. Bayer, Dr. Stein, Prof. Dr. v. Diringshofen; zu Oberstingenieuren: die Flieger-Oberstabsingenieure Dr. Spieweck, Christensen, Dr. Leyensetter, Platz, Dr. Fischer, Bröcker.

Luftangriff auf Augsburg am 17. 4. wurde, wie das Oberkommando der Wehrmacht mitteilt, von einem 4motorigen britischen Bomber, Baumuster „Beaufighter-Lancaster" ausgeführt. Die in mehreren Ketten anfliegenden Bomber wurden kurz nach dem Ein fing in den nordfranzösischen Küsten räum von deutschen Jägern gestellt, wobei von den zwölf Lancaster vier abgeschossen wurden; der Rest dieses Verbandes flog weiter. Bei Augsburg gerieten die Britenbomber bei ihrem Angriff in außerordentlich heftiges Flakfeuer, durch das weitere drei Flugzeuge zum Absturz gebracht wurden. Ferner erhielten alle anderen Lancaster, wie der britische Rundfunk zugeben mußte, Beschädigungen. Von den nach dem Angriff zurückkehrenden Bombern wurde das achte Flugzeug über Frankreich abgeschossen, so daß nur ein Drittel der eingesetzten Bomber zurückkehrte. Der angerichtete wehrwirtschaftliche Schaden, der Produktionsstörungen für wenige Tage in einem Betrieb verursachte, wurde also mit acht neuen viermotorigen Flugzeugen bezahlt. Über fünfzig Mann des fliegenden Personals mußten dieses kostspielige Unternehmen mit dem Leben bezahlen.

Planmäßige Wehrmachtsbetreuung des Ingenieurnachwuchses hat der Reichsminister der Luftfahrt und Oberbefehlshaber der Luftwaffe, die Deutsche Versuchsanstalt für Luftfahrt durchzuführen, beauftragt. Zweck dieser Maßnahme, so sagt dazu ein Erlaß des Reichserziehungsministers. sei insbesondere die För-

Aniäßlieh des 5. Jahrestages der Gründung des NS.-Fliegerkorps legte NSFK.-OGrf. Sänke in Begleitung von Ritterkreuzträgern des NSFK. am Ehrenmal Unter den Linden einen Kranz nieder. Weitbild

derung der weiteren technischen Ausbildung dieser Männer während des Krieges, soweit Dienst und militärische Lage es gestatteten. Die Betreuung solle sich erstrecken auf sämtliche Luftwaffenangehörige, die ein Studium in einer maschinen-technischen Fachrichtung (Maschinenbau, Elektrotechnik, Hochfrequenztechnik, Fernme Idetechnik, Luftfahrttechnik, Gas- und Wasserinstallation, Heizung und Technik) infolge Einberufung unterbrochen hätten, ferner auf sämtliche Angehörige des Heeres und der Kriegsmarine, soweit diese ein luftfahrttechnisches Studium oder ein sonstiges maschinentechnisches Studium aufnehmen wollten oder unterbrochen hätten und einen späteren Einsatz im Bereich der Luftfahrt erstrebten.

Luftfeldpostdienst zur Beförderung eiliger Nachrichten zwischen Heimat und Ostfront wird in nächster Zeit eingerichtet. Zugelassen sind gewöhnliche Postkarten und Briefe bis zum Höchstgewicht von 10 Gramm, die in der rechten oberen Ecke mit einer Luftfeldpostmarke zu versehen sind. Die Luftfeldpostsendungen sind an die gewohnte Fe 1 dp o st an s ehr if t zu richten und müssen den farbig unterstrichenen Vermerk „Luftfeldpost" sowie ein rotes Kreuz quer über die Anschriftseite tragen. Die Luftfeldpostmarken selbst werden der Heimat durch ihre Angehörigen an der Front zugeschickt, sie sind nicht durch die Dienststellen der Deutschen Reichspost erhältlich. ;:

Ausland.

Admiral Darlan zum Oberbefehlshaber der Land-, See- und Luftstreitkräfte auf Veranlassung von Marschall Petain ernannt.

Erster Luftangriff auf Japan erfolgte am 16. 4. 42, 12.30 Uhr, wo feindliche Flugzeuge in verschiedenen Richtungen in das Gebiet Tokio-Tokohama einflogen. Diese wurden sofort Ton Jagdflugzeugen und der Bodenabwehr angegriffen, wobei 9 feindliche Flugzeuge abgeschossen und der Rest vom japanischen Festland abgedrängt wurde. Geringe Anzahl abgeworfener Bomben, darunter Brandbomben, verursachten nur geringen Schaden. Die Angriffe wurden von Flugzeugen unternommen, die nicht zu den Trägern zurückflogen, sondern sich nach China wTandten. Es scheint nach dem Bericht von „Asahi", sich um USA-Flugzeuge gehandelt zu haben.

Australische Verluste belaufen sich insgesamt auf 140 Flugzeuge, wie das Kais. Jap. Hptqrt. bekannt gibt. Über Port Moresby und Port Darwin wurden in der Zeit vom 1. bis 20. April 68 feindliche Flugzeuge abgeschossen. Bis zum 31. März waren bereits 72 feindliche Flugzeuge abgeschossen oder am Boden zerstört worden.

Luftwaffe. .

Führerhptquart, 10. 4. 42. (DNB.) OKW.: Auf der Halbinsel Kertsch wurde gegenüber starken, von Panzern und Luftwaffe unterstützten Angriffen ein voller Ab wehr er folg erzielt. Neben hohen blutigen Verlusten des Gegners sind nach bisherigen Meldungen 56 feindliche Panzer vernichtet und weitere 26 bewegungsunfähig geschossen. — Die Angriffe auf die Insel Malta wurden bei Tag und Nacht durch deutsche Kampf-, Sturzkampf- und Jagdfliegerverbände fortgesetzt. In den Staats werften, Hafen- und Dockeinrichtungen sowie in den Flugplatzanlagen verursachten Bombenvolltreffer weitere schwere Beschädigungen. — An der englischen Südküste erzielten leichte Kampf flu gz eu ge Volltreffer in einem Gaswerk. Durch die Explosion eines Gasometers entstanden schwere Beschädigungen in den umliegenden Fabrikanlagen. — Über der Deutschen Bucht schoß Marineartillerie drei britische Bomber ab.

Führerhptquart., 11. 4. 42. (DNB.) OKW.: An der Küste des Schwarzen Meeres bombardierten deutsche Kampfflugzeuge Hafenanlagen der Sowjets und beschädigten zwei größere Handelsschiffe durch Volltreffer. — In Nordafrika wurden südlich Tmimi schwächere britische Kräfte zurückgeschlagen. Der Feind verlor eine Anzahl von Gefangenen. Kampf- und Jagdfliegerverbände griffen mit gutem Erfolg britische Feldstellungen und Kraftfahrzeugansammlungen in der Marmarica an und belegten die Wüstenbalin und andere rückwärtige Verbindungen des Feindes mit Bomben. — Die Luftwaffe setzte ihre Großangriffe auf die Insel Malta fort. In Luftkämpfen schössen deutsche Jäger elf britische Flugzeuge ab. — Am Kanal und vor der norwegischen Küste schössen deutsche Jäger am gestrigen Tage

sieben britische Flugzeuge in Luftkämpfen ab. — Aus britischen Bomberverbänden, die in der letzten Nacht Störangriffe auf West- und Nordwestdeutschland durchführten, schössen Nachtjäger und Flakartillerie zwölf Flugzeuge ab.

Führerhpquart., 12. 3. 42. (DNB.) OKW.: Auf der Halbinsel Kertsch brachen erneute, von Panzern und Luftwaffe unterstützte Angriffe stärkerer feindlicher Kräfte zusammen, weitere 14 Panzer wurden vernichtet. — Deutsche Kampfflugzeuge griffen Hafenanlagen an der Kaukasus-Küste an und beschädigten ein großes sowjetisches Fahrgastschiff durch Bombentreffer. — Im Nördlichen Eismeer griffen Kampfflugzeuge einen gesicherten feindlichen Geleitzug an und warfen zwei Handelsschiffe in Brand, ein weiteres Schiff wurde durch Bombenwurf beschädigt. — In Nordafrika lebhafte Artillerie- und Aufklärungstätigkeit. Schwere und leichte Kampfflugzeuge griffen in der Marmarica die rückwärtigen Verbindungen der Briten erfolgreich an. Begleitende Jäger schössen in Luftkämpfen sechs feindliche Flugzeuge ab. — Bei Luftangriffen gegen die militärischen Anlagen der Insel Malta erhielt ein im Dock liegender britischer Zerstörer mehrere Bomben Volltreffer. Deutsche Jäger schössen in Luftkämpfen über der Insel 13 britische Flugzeuge ab.

Fiihrerhptquart, 13. 4. 42. (DNB.) OKW.: Im mittleren Abschnitt der Ostfront unterstützten Kampf- und Jagdf 1 iegerverbände die Operationen des Heeres mit besonderer Wirkung. — Kampfflugzeuge griffen die Hafenanlagen von Murmansk mit guter Wirkung an. — In Nordafrika beiderseitige Artillerie- und Spähtrupp-tätigkeit. Britische Kraftfahrzeugansammlungen wurden erfolgreich bombardiert. — Die bei Tag und Nacht fortgesetzten Angriffe auf militärische Anlagen und Flugplätze der Insel Malta verursachten erneute Zerstörungen in den Zielen. — Deutsche Jäger und Flakartillerie schössen bei Tage am Kanal, im norddeutschen Küstengebiet und vor der norwegischen Küste 15 feindliche Flugzeuge ab. — Britische Bomber griffen in der letzten Nacht Westdeutschland an. Die Zivilbevölkerung hatte einige Verluste an Toten und Verletzten. Flakartillerie und Nachtjäger schössen neun der angreifenden Flugzeuge ab. — Ein im Westen eingesetztes Jagdgeschwader errang am gestrigen Tage den 1000. Luftsieg.

Fiihrerhptquart, 14. 4. 42. (DNB.) OKW.: Wie bereits durch Sondermeldung bekanntgegeben, griffen deutsche Unterseebote im Nordmeer einen aus Murmansk ausgelaufenen Geleitzug an und versenkten zwei amerikanische Transporter mit zusammen 12 200 BRT., von denen einer bereits durch Bomben deutscher Flugzeuge beschädigt worden war. — Kampf flu gzeu ge versenkten aus Geleitzug einen Tanker von 4000 BRT. und beschädigten ein großes Handelsschiff so schwer, daß mit seinem Verlust gerechnet werden muß. — In der Marmarica wurden britische Kraftfahrzeugansammlungen und ein Flugplatz bombardiert. — Die Angriffe auf militärische Anlagen der Insel Malta wurden bei Tag und Nacht fortgesetzt. — Leichte Kampff 1 ugzeuge griffen am Tage Hafenanlagen und Versorgungseinrichtungen an der englischen Südküste erfolgreich mit Bomben an und zerstörten eine Fabrikanlage. :— In der vergangenen Nacht bombardierten Verbände schwerer deutscher Kampf flu gzeu ge einen versorgungswichtigen Hafen an der Humber-Mündung mit guter Wirkung. — Eine geringe Anzahl britischer Bomber versuchte in der Nacht zum 14. April das nordwestdeutsche Küstengebiet anzufliegen. Ein feindliches Flugzeug wurde abgeschossen. — Die Besatzung eines deutschen Flugzeuges, bestehend aus Oberfeldwebel Nitsch, Feldwebel Schäfer, Feldwebel Richter und Obergefreiter Hartmann, hat ungeachtet stärkster feindlicher Boden- und Jagdabwehr einen wichtigen Auftrag über dem Kanal von Suez mit großem Schneid durchgeführt.

Fiihrerhptquart., 15. 4. 42. (DNB.) OKW.: Erfolgreiche Angriffe deutscher Kampfflieger richteten sich gegen Hafenanlagen und einen Flugplatz in Sewastopol. — In Nordafrika lebhafte beiderseitige Aufklärungstätigkeit. — Kraftfahrzeug ansammhingen und Flugplätze der Briten wurden mit guter Wirkung bombardiert. — Die Angriffe auf militärische Anlagen und Flugplätze der Insel Malta wurden bei Tag und Nacht fortgesetzt. Dabei wurde ein Funkturm der Sendeanlage Rinella durch Bomben volltreffer zum Einsturz gebracht. Deutsche Jäger schössen über Malta und vor der nordafrikanischen Küste neun britische Flugzeuge ab. — In Luftkämpfen über dem Kanal und an der norwegischen Küste wurden am gestrigen Tage neun britische Flugzeuge zum Absturz gebracht. — Britische Bomber griffen in der vergangenen Nacht Westdeutschi an d an. Die Zivilbevölkerung hatte einige Verluste an Toten und Verletzten. Flakartillerie und Nachtjäger schössen zehn der angreifenden Bomber ab.

Führerphtquarl, 16. 4. 42. (DNB.) OKW.: Bei Luftangriffen auf Murmansk wurden zahlreiche Bombentreffer in Kai-Anlagen und Lagergebäuden erzielt. Ein großes und zwei mittlere Handelschiffe gerieten in Brand. Begleitende Jäger schössen sieben feindliche Flugzeuge ab. — In Luftkämpfen über dem Kanal und bei Einflügen des Feindes in die Deutsche Bucht schössen Jäger und Marineartillerie zehn britische Flugzeuge ab. — Kampfflugzeuge griffen in der Nacht zum 16. April den wichtigen britischen Hafen- und Schiffsbauplatz Sund er 1 and an. Nach Bombentreffern schweren Kalibers wurden ausgedehnte Brände beobachtet. — Britische Bomber führten in der letzten Nacht Störangriffe auf verschiedene Orte in Westdeutschland durch. Die Zivilbevölkerung hatte geringe Verluste. Ein feindliches Flugzeug wurde abgeschossen.

Führerhptquart, 17. 4. 42. (DNB.) OKW.: Bei Lutfangriffen auf rückwärtige Verbindungen und Flugplätze der Sowjets erlitt der Feind empfindliche Verluste an Flugzeugen und rollendem Material. — Auf der Halbinsel Kertsch wurden Hafenanlagen mit guter Wirkung bombardiert. — Über dem Kanal und über der englischen Südküste schössen deutsche Jäger am gestrigen Tage in Luftkämpfen elf britische Flugzeuge ab. — Kampffliegerverbände griffen in der letzten Nacht Versorgungsanlagen in Southampton mit beobachteter Spreng- und Brandwirkung an.

Führerhptquart., 18. 4. 42. (DNB.) OKW.: Im Schwarzen Meer versenkten deutsche Kampfflugzeuge ein feindliches Handelsschiff von 7000 BRT. — Die Luftwaffe zerstörte Truppen- und Panzerbereitstellungen des Feindes und richtete wirksame Angriffe gegen rückwärtige Verbindungen der Sowjets. — In der Zeit vom 21. März bis zum 10. April 1942 verlor die sowjetische Luftwaffe 872 Flugzeuge; davon wurden 631 in Luftkämpfen und 95 durch Flakartillerie abgeschossen, der Rest am Boden zerstört. — Während der gleichen Zeit gingen an der Ostfront 88 eigene Flugzeuge verloren. — An der englischen Südküste wurden durch leichte deutsche Kampfflugzeuge bei Tage verschiedene Hafenanlagen, bei Nacht durch Kampffliegerverbände der Hafen von Southampton angegriffen und schwere Schäden verursacht. — Britische Bomber flogen während des gestrigen Tages unter starkem Jagdschutz in die besetzten Westgebiete ein. Von deutschen Jägern gestellt, verloren sie in heftigen Luftkämpfen 17 Flugzeuge, darunter eine Anzahl viermotoriger Bomber. Hierbei errang ein weiteres Jagdgeschwader im Westen seinen tausendsten Luftsieg. — In den gestrigen Abendstunden griff eine geringe Anzahl britischer Flugzeuge Industrieanlagen in Augsburg an. Es entstand geringer Personen- und Sachschaden. Flakartillerie schoß drei der angreifenden Flugzeuge ab. — In der letzten Nacht warfen britische Flugzeuge Bomben auf Wohnviertel in Hamburg. Die Zivilbevölkerung hatte Verluste an Toten und Verletzten. Eine Anzahl von Häusern wurde zerstört oder beschädigt. Flakartillerie und Nachtjäger schössen sieben der angreifenden Bomber ab. — Damit verlor die britische Luftwaffe am gestrigen Tage und in der letzten Nacht 27 Flugzeuge.

Führerhptquart, 19. 4. 42. (DNB.) OKW.: Erfolgreiche Luftangriffe richteten sich gegen den Kriegshafen Sewastopol und Hafenanlagen an der Kaukasusküste.

— Starke Kampf- und Sturzkampffliegerverbände griffen bei Tag und Nacht die militärischen Anlagen der Insel Malta an. In den Staats werften von La V aletta, in Ve r s o r gu n g s e in rieh tu n ge n, Betriebsstoff-, Torpedo- und Munitionslagern riefen zahlreiche Bombenvo 111reffer schwerste Zerstörungen hervor. Die Angriffe auf die Flugplätze Luka, Haifar und Calafranca waren besonders erfolgreich; eine Anzahl von Flugzeugen wurde am Boden zerstört oder beschädigt. — Kampfflieger-verbände griffen in der letzten Nacht den kriegswichtigen britischen Hafen Grimsby an. In Großmühlen und Dockanlagen entstanden starke Brände und Explosionen. — Nach den im gestrigen Wehrmachtsbericht gemeldeten schweren britischen Flugzeugver lasten, die sich auf 29 abgeschossene Flugzeuge erhöhten, flog die britische Luftwaffe weder bei Tage noch bei Nacht in das Reichsgebiet ein. — In der Zeit vom 20. März bis 10. April verlor die britische Luftwaffe 273 Flugzeuge, davon 97 über dem Mittelmeer und in Nordafrika. Während der gleichen Zeit gingen im Kampf gegen Großbritannien 66 eigene Flugzeuge verloren.

Führerhptquart., 20. 4. 42. (DNB.) OKW.: An der Kaukasusküste bombardierten deutsche Kampfflugzeuge mit guter Wirkung Hafenanlagen und Versorgungseinrichtungen. Ein großer Sowjettanker wurde durch Bombentreffer beschädigt.

— Im südlichen Abschnitt der Ostfront schössen deutsche Jäger in Luftkämpfen,

ohne eigene Verluste, 22 feindliche Flugzeuge ab. — Bei erfolgreichen eigenen Angriffunternehmungen im nördlichen Frontabschnitt wurden an einer Stelle in mehrtägigen Kämpfen elf Geschütze sowie fünftig Granatwerfer und Maschinengewehre vernichtet oder erbeutet. Starke Verbände der Luftwaffe griffen besonders erfolgreich in die Erdkämpfe ein und zerschlugen rückwärtige Verbindungen der Sowjets. — Im Eismeer versenkten U-Boote aus einem Geleitzug heraus gemeinsam mit der Luftwaffe zwei feindliche Schiffe mit zusammen 12 000 BRT., darunter einen Tanker; drei weitere große Schiffe wurden beschädigt. Auf geleitenden Kriegsschiffen wurden ebenfalls Treffer erzielt. — Die Großangriffe der Luftwaffe gegen die militärischen Anlagen der Insel Malta wurden fortgesetzt. Bomben Volltreffer schweren Kalibers verursachten besonders in Versorgungsanlagen umfangreiche Zerstörungen, Brände und Explosionen, und weitere schwere Schäden entstanden in den Flugplatzanlagen der Insel. — Leichte deutsche Kampfflugzeuge griffen am gestrigen Tage Fabrikanlagen und Schiffsziele an der englischen Südküste mit Bomben und Bordwaffen an. — Hauptmann Ihlefeldt errang an der Ostfront seinen 85. bis 88. Luftsieg.

Führerhptquart., 21. 4. 42. (DNB.) OKW.: Bei eigenen Angriffs- und Stoßtruppunternehmungen im nördlichen Frontabschnitt wurden mehrere Ortschaften genommen, feindliche Kampfanlagen zerstört und zahlreiche Waffen erbeutet. Sturzkampfflieger zerstörten in kühnen Angriffen eine Anzahl von Brücken, die für den feindlichen Nachschub von Bedeutung waren. — Starke Kampf- und Jagdflieger verbände setzten die rollenden Angriffe auf militärische Anlagen und Flugplätze der Insel Malta mit vernichtender Wirkung fort. Im Seegebiet um Malta und Nordafrika schössen deutsche Jäger sechs britische Flugzeuge ab und zerstörten fünf weitere am Boden. — Leichte deutsche Kampfflugzeuge griffen am gestrigen Tage Eisenbahnanlagen an der englischen Südküste mit Bomben und Bordwaffen an. — Ein einzelnes britisches Flugzeug, das in der letzten Nacht einen Störflug in das Reichsgebiet unternahm, wurde in Süddeutschland zum Absturz gebracht. — Hptm. Ihlefeld errang gestern an der Ostfront seinen 89. bis 95., Oblt. Geißhardt der gleichen Jagdfliegergruppe seinen 52. bis 56. Luftsieg.

Führerhptquart., 22. 4. 42. (DNB.) OKW.: Im mittleren und nördlichen Abschnitt der Ostfront wurden mehrere örtliche Angriffe des Feindes abgewiesen, bei einem eigenen Angriff durchbrachen Verbände des Heeres und der Waffen-jj zäh verteidigte feindliche Waldstellungen, machten eine größere Anzahl Gefangene und erbeuteten dreizehn Geschütze. Kampf- und Sturzkampffl ieger-verbände griffen Eisenbahnanlagen hinter der feindlichen Front an. Drei Munitionszüge flogen nach Bombentreffern in die Luft. Zahlreiche Bahnstrecken wurden unterbrochen und umfangreiches rollendes Material zerstört. — In den militärischen Anlagen von La Valetta und auf den Flugplätzen der Insel Malta wurden durch rollende Luftangriffe erneute schwere Zerstörungen angerichtet. Der Feind verlor durch Zerstörung am Boden neun und in Luftkämpfen über der Insel sieben Flugzeuge. — Vor der englischen Südküste versenkten leichte Kampfflugzeuge am gestrigen Tage ein feindliches Handelsschiff von 3000 BRT. — In der letzten Nacht erzielten Kampfflugzeuge Bombentreffer mit nachfolgender Explosion in einer Sprengstoffabrik in Südengland.

IIP

¡111

Das plötzlich einsetzende Tauwetter an der Südostfront stellte den Feldflugplatz

teilweise unter Wasser. Weltbild

Großes Segelfliegerabzeichen ist ein fliegerisches Leistungsabzeichen (vgl. „Flugsport" S. 93) und kann nach den Bedingungen einer der folgenden Leist im gsgr uppen erworben werden:

A. Leistungsgruppe I. Erforderliche Prüfungen und Nachweise:

1. Ausbildungsstufe:

Vollendete fliege lisch-vormilitärische Ausbildung nach den Ausbildungsvorschriften des Korpsführers des NS.-Fliegerkorps:

a) Fliegerische Ausbildung,

b) Fliegerhandwerkliche Ausbildung,

c) Luftfahrtkunde.

2. Prüfungslehrgang auf einer Reichssegelflugschule:

Erfolgreiche Teilnahme an einem Lehrgang zum Erwerb des Großen Segelfliegerabzeichens.

B. Leistungsgruppe II. Erforderliche Prüfungen und Nachweise:

1. Ausbildungsstufe :

Lu ftf ahrerschein für S e gel flu g zeu g f ü h r er Klasse II.

2. Dauerflug:

Ununterbrochener Segelflüg von mindestens 5 Stunden Flugdauer mit Rückkehr zur Startstelle.

3. Höhenflug:

Dreimal 1000 m Höhengewinn mit einem Flug. Das Abzeichen kann nur von Angehörigen des NSFK. und der Luftwaffe, in Sonderfällen von Angehörigen der Flieger-HJ. erworben werden.

Schwanzloses Gummi motor-Flugmodell von Hitlerjunge Wolf gang Hölzer,

Königsberg (Pr.).

Bisher erreichte Bestleistung 3 min 4 sec, Durchschnittsleistungen 1 min 30 sec. Zahl der bisherigen r lüge 60 bis 70. Geschätzte Gleitzahl und geschätzte Sinkgeschwindigkeit 1:7; 0,70 m/sec.

Spannweite 1030 mm, Länge über alles 600 mm, Tragflügelinhalt 15,5 dm2. Fluggewicht 130 g. Flächenbelastung 8,4 g/dm2.

Einstellwinkel des Tragflügels 0°. Verwindung des Tragflügels (Differenz zwischen dem Winkel des Endprofils und dem Winkel des Flügelwurze 1 profi 1 s) 10°.

Gummistrangquerschnitt 72 mm2.

Luftschraubensteigung 400 mm, Luftschraubendurchmesser 380 mm.

Werkstoff für Rumpf werk Balsa, Werkstoff für Tragwerk Balsa. Durchschnittliche Rippenstärke 1 mm, durchschnittliche Spantenstärke 2X3 mm starke Stege. Querschnitt der Rumpflängsholme 3X3 mm, Querschnitte der Tragflügelholme bzw. Leisten 3X3, 3X10 mm. Stahldrahtdurchmesser des Fahrgestells 1,2 mm.

Sonstige Besonderheiten: Tragflügelmittelstück Clark Y, Außenflügel S-förmiges Profil.

Nurflügel-Guminimotor-Flugmodell von Hitlerjunge Alfred Militky, Gablonz a. N.

Bisher erreichte Bestleistung 1 min 34 sec, Durchschnittsleistungen 1 min 20 sec, Zahl der bisherigen Fitige etwa 25. Verhältnis von Kraftflugzeit/Gleitflugzeit 1 : 1,7. Geschätzte Gleitzahl und geschätzte Sinkgeschwindigkeit 1 : 8; 0,75 m/sec.

Spannweite 1030 mm. Länge über alles 520 mm. Tragflügelinhalt 12,8 g/dm2, Fluggewicht 104 g, Flächenbelastung 8,2 g/dm2.

Einstellwinkel des Tragflügels 1,5°. Verwindimg des Tragflügels (Differenz zwischen dem Winkel des Endprofils und dem Winkel des F1 üge 1 wurzelprofils 9°.

*9oM - 2 Zeichnungen NSFK.

Guministr angquer schnitt 64 mm2.

Luftsehraubens tei gung 530 mm, Luftschraubendurchmesser 400 mm. 1 Werkstoff für Rumpfwerk Balsa, Werkstoff für Trag werk Balsa. Durchschnittliche Rippenstärke 3X5 mm starke Stege. Querschnitt der Rumpflängsholme 5X5 mm. Querschnitte der Tragflügelholme bzw. Leisten 4X4, 4X8, 3X8 mm.

Stahldrahtdurchmesser des Fahrgestells 1,2 mm.

LicMnogeiisch weißt erap er atur (Schweißhitze 3500°—4000° C) am -f Pol beträgt die Lichtbogentemperatur 600° C mehr als am —Pol. Aus diesen Gründen wird der + Pol an das Werkstück gelegt, um es schnell heiß zu bekommen.

Patentschriften können Sie in der dortigen Auslegestelle einsehen. Sie finden dort auch Verzeichnisse über Gruppeneinteilung der 89 Patentklassen: Luffahrt-patente Kl. 62, Brennkraftmaschinen Kl. 46, Regler für Maschinen Kl. 60.

Patentzeichnungen Papiergröße 297 mm hoch, 210 mm breit (DIN A 4). Am besten setzen Sie sich mit einem Patentanwalt in Verbindung.

Literatur.

Das Nationalsozialistische Fliegerkorps — die Vorschule der deutschen Flieger. Von Arno Kehrberg, NSFK.-Brgf., Chef des Führeramtes des NSFK. mit einem Geleitwort des Korpsführers des NSFK. Fr. Christiansen, General der Flieger. 108 Abb., 6. Farbdrucktafeln. Verlag Bild und Buch, Anton Schuhmacher, Berlin SW 68, Lindenstraße 71.

„Das NS.-Fliegerkorps blickt jetzt", so sagt der Korpsführer in seinem Geleitwort, „auf eine Aufbauzeit von 5 Jahren zurück, eine Zeit begeisterungsvoller Einsatzbereitschaft. NSFK.-Führer und -Männer haben alles darangesetzt, mitzuhelfen, die dem NS.-Fliegerkorps vom Führer und Reichsmarschall gestellten Auf-

gaben zur Durchführung zu bringen. Der Aufbau des NS.-Fliegerkorps ist durchgeführt, die ihm gestellten Aufgaben werden erfüllt!" —

Das NSFK. wurde bekanntlich am 17. 4. 37 vom Führer unter gleichzeitiger Auflösung des Deutschen Luftsportverbandes (DLV.) gegründet. In den ersten Kapiteln gibt NSFK.-Brgf. Kehrberg einen Überblick über die Vorgeschichte des NSFK. und erläutert die Aufgaben und Ziele der Sturm- und Förderorganisation, ferner in weiteren Kapiteln über die weltanschauliche Führung: Wehrsport und Luftsport im NSFK.

Über die Verbundenheit der Luftwaffe und des NSFK. und der hier anfallenden Aufgaben stellt der Chef des Ausbildungswesens der Luftwaffe, General der Flieger Kühl fest: „Der jetzige Krieg zeigt eindeutig, wie wertvoll diese Vorarbeit durch das NS.-Fliegerkorps für die Luftwaffe ist. Mit fortschreitender Entwicklung wird diese Zusammenarbeit zwischen Luftwaffe und NS.-Fliegerkorps immer enger und erfolgreicher werden. Das NS.-Fliegerkorps ist mithin ein Faktor, der von der deutschen Luftwaffe nicht mehr fortzudenken ist."

Die Richtlinien von der Zusammenarbeit von Hitlerjugend und NSFK. und der dazu gehörigen Ausführungsbestimmungen werden von Obergebietsführer Schlünder, Chef des Hauptamtes II und des Amtes Wehr er tüchtigun g der Reichsjugendführung, behandelt. An diesem Buch haben weiter mitgearbeitet: Obf. Kunz, NSFK.-Obf. H. Hacker über das Führerkorps, Segelflugstandartenführer Eichhorn, fliegertechnische Ausbildung; NSFK.-Stbf. Solmecke, Ballonwesen; NSFK.-Stbf. Petschelt, vormilitärische Bodenfunkausbildung, luftfahrkundlicher Unterricht; NSFK.-HStf. Haas, Modellflug; NSFK.-HStf. Juhre.

Ein bedeutsames Buch in dem zum ersten Male lückenlos die vielseitigen Arbeiten des NSFK. in übersichtlicher Weise aufgezeichnet werden.

Der Fingmotorenschlosser. Von Fliegerst.-Ing. Dr. Erwin Krause. Verlag B. G. Teubner, Leipzig C 1. Preis kart. 1,50 RM.

Der Beruf des Flugmotorenschlossers hat in der Luftfahrtindustrie außerordentlich hohe Aufgaben zu erfüllen. Hier gilt es, die Besten unserer Jugend heranzuführen. Das Arbeitsgebiet ist, wie es der Verfasser im vorliegenden Buch mit 40 Seiten und Abbildungen schildert, sehr interessant und wird jeden Jungen begeistern. Vermittelt wird ein kurzer Überblick über Fähigkeiten des Fachwissens, daneben im Abschnitt Berufserziehung über körperliche Ertüchtigung, charakterliche Formung, Ausrichtung auf die Gemeinschaft, Angaben über Facharbeiterprüfung sowie über Berufsaussichten gesprochen. Diese vorliegende kleine Berufskunde ist auch den Eltern von angehenden Lehrlingen zu empfehlen und sollte schon in den Schulen verbreitet werden.

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Wie werden die zur Dreipunkt-

tage nötigen

Längsmamenfe

aufgebracht?

Um das Flugzeug jederzeit in der Luft in Dreipunktlage (= die Vorbedingung zur sog. Sacklandung mit kürzestem Auslauf) bringen zu können, sind neben anderen Voraussetzungen auch sehr große Längsmomente erforderlich Sie

werden beim „Storch" auf folgende Weise aufgebracht- Das groß bemessene Leitwerk des „Storch" besitzt Flossentrimmung und als Besonderheit einen Hilfsflügel, der die Strömung auch am stark ausgeschlagenen Ruder zum Anliegen bringt. Kippt dann aber das Flugzeug bei den im Sackflug auftretenden Anstellwinkeln nicht ab?

Das finden Sie erklärt in der nächsten Anzeige, die an derselben Stelle veröffentlicht wird.

=Z_R I E M E AT ;

£in Begriff für photog raphifche Wertarbeij

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