Zeitschrift Flugsport

Heft Nr. 7 vom 1. April 1942

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Die Zeitschrift Flugsport war die illustrierte, flugtechnische Zeitschrift für das gesamte Flugwesen und wurde im Zeitraum von 1909 bis 1944 von Oskar Ursinus herausgegeben. Über einen Zeitraum von 36 Jahren hinweg wurde in dieser Zeitschrift sowohl über die zivile als auch über die militärische Luftfahrt berichtet. Jedes Heft widmete sich in besonderen Kapiteln u.a. den Themen Segelflug, Motorflug, Luftschiffahrt, Ballonfahren, Modellflug, Luftwaffe oder Luftsport. Ebenso wurden die Bereiche Flugzeuge, Flugzeugtechnik, Flughäfen, Landeplätze sowie Flugnavigation und Luftverkehr im Inland und Ausland behandelt. Alle Seiten aus den Jahrgängen von 1909 bis 1944 sind mit Fotos und Abbildungen als Volltext in der nachstehenden Form kostenlos verfügbar. Erscheint Ihnen jedoch diese Darstellungsform als unzureichend, insbesondere was die Fotos und Abbildungen betrifft, können Sie alle Jahrgänge als PDF Dokument mit Inhaltsverzeichnissen, Seitenzahlen, Fotos und technischen Zeichnungen für eine geringe Gebühr herunterladen. Um komfortabel nach Namen, Themen und Begriffen zu recherchieren, nutzen Sie bitte die verfügbaren PDF Dokumente. Nutzen Sie bitte die kostenfreie Leseproben von Heft 17/1933 sowie von Heft 8/1939, um die Qualität der angebotenen PDF Dokumente zu prüfen.



XXXIV. Jahrgang / Nr. 7

Mittwoch, 1. April 1942

Offensive Gestaltung

Arado Ar 80

Arado Ar 81

Arado Ar 198

Arado Ar 199

Franz. Zweisitzer Delanne 20-T-02

Anreifgerät

Einwalz-Vorrichtungen von Kugel-und Gelenklagern

Flugrundschau

Luftwaffe

Modellflug

Luftpost

Patent-Sammlung Nr. 26

„FLUGSPORT"-Erscheinungstage

1942 | XXXIV, Jahrgang

Nr. Datum

8 15. 9

10 13.

11 27.

12 10.

13 24.

14 8.

15 22. 1Í 5. 17 19.

18

19 16.

20 30.

21 14.

22 28.

23 11.

24 25.

25 9. D

April April

Mai Mai 3uni Juni Juli Juli

August September September September Oktober Oktober November November

ezember

2i 23. Dezemb

I Preis 80 Pf.

Printed in Germany

H-FiUGZEUGRÄDER aus Elektron-Guß mit mechanischen, hydraulischen und Luftdruck-Bremsen, Bremsbetätigungen.

£. SPORNRÄDER aus Elektron-Preßguß, geteilt mit Flach« bettfeige.

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g- SPRITZGUSS für Bordinstrumente und Zellenteile.

Illustrierte flugtechnische Zeitschrift und Anzeiger für das gesamte Flugwesen

Brief-Adr.: Redaktion und Verlag „Flugsport", Frankfurt a. M., Hindenburg-Platz 8 Bezugspreis für In- und Ausland pro Vierteljahr bei Htä'glichem Erscheinen RM 4.50

Telefon: 34384 — Telegr.-Adresse: Ursinus — Postscheck-Konto Frankfurt (Main) 7701

Zu beziehen durch alle Buchhandlungen, Postanstalten und den Verlag Der Nachdruck unserer Artikel ist, soweit nicht mit „Nachdruck verboten" versehen, n u r mit genauer Quellenangabe gestattet.

Nr, 7 1. April 1942 XXXiV, Jahrgang

Die nächste Nummer des „Flugsport'7 erscheint am 15. April 1942

Offensive Gestaltung.

Der Geist und das Gefühl für das Kommende in der heutigen deutschen Luftwaffenschmiede sind anders wie seinerzeit während des Welt-krieges. — Von den großen Erfolgen und Luftüberlegenheit an allen Fronten gar nicht zu sprechen.

Die überall fühlbare Gestaltungsfreudigkeit in Wollen und Können, allein in der Flugzeugindustrie, wirkt erfrischend und mitreißend und hilft über manches im jetzigen Zeitgeschehen hinweg.

In der alten Zeit war es oft für den jungen Ingenieur, dem gestaltenden und forschenden Menschen, nicht leicht, das zu erstrebende Ziel zu erreichen. Die Überwindung von Hindernissen, Mangel an Befürwortung und an finanziellen Mitteln, verursachte unnütze Kraftanspannung. Viele kamen wegen der oft künstlich in den Weg gelegten Hindernisse überhaupt nicht zum Ziel. Hier haben wir aus der Geschichte gelernt, dem offensiv gestaltenden Ingenieur freie Bahn zu schaffen. Das Wesen der Fliegerei in der Gegenwart ist daher ganz anders als in der alten Zeit, wie wir es in der letzten Nummer an dieser Stelle skizzierten. Dementsprechend werden sich auch die Entwicklungsmöglichkeiten in der Zukunft in breiteren Bahnen bewegen können. Es wird sich ein Betätigungsfeld von bisher nicht gekanntem Ausmaß eröffnen.

Arado Ar 80 Tiefdecker Jagdflugzeug.

Das Baumuster Ar 80, Entwicklungs- und Baujahr 1934, wurde in drei verschiedenen Ausführungen, davon eine mit Rolls-Royce-Kestrel und zwei Stück mit Jumo-210-C als erste Ganzmetallmaschine fertiggestellt.

Flügel Knick an der Fahrwerksanlenkung, Fahrwerk fest.

Rumpf vorne Blechverkleidung, hinten Stoff.

Motor: Jumo-210-C-Reihenmotor, fiüssigkeitsgekühlt, V-Form mit hängenden Zylindern; Leistung: 610 PS. Rolls-Royce-Kestrel-Reihenmotor, fiüssigkeitsgekühlt, V-Form mit stehenden Zylindern; Leistung 575 PS.

Spannweite 11,80 m, Länge über alles 10,27 m, Höhe über alles 2,65 m, Fläche mit Rumpfanteil 21 m2; Gewichte: Jumo (in Klammern Rolls-Royce): Leergewicht 1645 kg (1630), Zuladung 455 (470) kg, Fluggewicht 2100

Diese Nummer enthält Patentsammlung Nr. 26.

Arado Ar 80 Tiefdecker Jagdflugzeug.

Werkbild.

(2100) kg, Belastungen: Flächenbelastung 100 (100) kg/m2, Leistungsbelastung 3,45 (3,66) kg/PS. Leistungen: Steigleistung 0—6000 m 9.50 (10) min,

Gipfelhöhe 10 000 (10 500) m, Geschwindigkeit max, in Bodennähe 360 (350) km/h, in 4000 m 425 (425) km/h, in 6000 m 410 (415) km/h. Landegeschwindigkeit 96 (96) km/h. — Geschwindigkeit und Steigleistung

sind errechnet unter Annahme der Verwendung einer im Fluge

verstellbaren Luftschraube.

Arado Ar 81 Sturzkampf-Donpeldecker.

Ar 81 Entwickkings- und Baujahr 1935/36. Ganznietall für Stukazwecke. Von den 3 Mustermaschinen hat die V 1 und V 2 eingezogenen Puimpf und Doppelseitenleitwerk und die V 3 durchgehend geschalten Rumpf mit Zeiitralseitenleitwerk.

Flügel gestaffelt, N-Streben verspannt. Unterflügel an Fahrwerks-

Arado Ar 8t Sturzkampf-Doppeldecker mit doppeltem Leitwerk, Werkbild

Araclo Ar 81 Sturzkampf-Doppeldecker mit einfachem Leitwerk. Werkbild

Arado Ar 81 Sturzkampf-Doppeldecker.

anlenkung Knick.

Motor Jumo-210-C-Reihen-motor, flüssig-keitsgekülilt, V-Form mit

hängenden ZylindernXei-stung 610 PS.

Spannweite 11,2 m, Länge über alles 11,65 m, Höhe über alles 3,57 m, Fläche mit Rumpf an teil 35,60 m2, Gewichte (2Mann Besatzung): Leergewicht

1925 kg, Zuladung 1145 kg, Fluggewicht 3070 kg, Flächenbelastung 86,50 kg/m2, Leistungsbelastung 5,03 kg/PS. Steigleistung 0—4000 m in 11 min, Gipfelhöhe 7700 m, Geschwindigkeit max. in Bodennähe 300 km/h, in 4000 m 345 km/h, Landegeschwindigkeit 97 km/h, Endsturzgeschwindigkeit 600 km/h, Reichweite in 4000 m 690 km.

All

Arado Ar 198 Schulterdecker.

Werkbild

Arado Ar 198 Schulterdecker.

Ar 198 wurde 1938 entwickelt und gebaut. Flügel freitragend.

Rumpf Vorderteil geschweißtes Stahlrohr-Fachwerk. Hinterer Teil Ganznietall, Schalenbauweise.

Das Baumuster kann zur taktischen und Gefechtsluftaufklärung eingesetzt werden. Zu diesem Zweck wird ein kleines oder mittleres Reihenbildgerät aufgehängt, das leicht ausgebaut werden kann. Die Windschutzscheibe wird einschließlich der beiden Seitenscheiben aus splitterfreiem Hartglas hergestellt, während die Glasbeplankung der übrigen Haube aus

Plexiglas besteht. Die linke Seitenscheibe des Windschutzes ist zur Frisch-luftziiführuiig abklappbar. — Die reichliche Verglasung des Beobachterraumes gewährt eine weite, nach allen Richtungen vom Horizont begrenzte Bodensicht.

Motor: Bramo-322-A-9-Zylinder~Sternmotor, Leistung 830 PS. Spannweite 14,9 m, Länge 11,8 m, Höhe 4,5 m, Flügelinhalt 35,2 m2.

Arado 199 Wasserflugzeug.

Ar 199 Zweischwimmer-Flugzeug, Entwicklungs- und Baujahr 1939. dient nicht nur zur Anfängerschulung, sondern auch als See-Übungsflug-zeug.

Freitragender Tiefdecker, Ganzmetall. Landeklappen, ausgeglichene Ruder.

Rumpf Stahlrohr-Fachwerk, hinterer Teil Schalenbauweise. Beide Teile sind für Reparatur austauschbar. Vollkommen verglaste Kabine, regensichere Be- und Entlüftung. Zwei Sitze für Lehrer und Schüler neben-

Arado 199 Wasserflugzeug.

Werkbild

einander. Eine Ausführung, die auch für Überseeflüge geeignet ist, dient der Schulung mit Funkgerät. Dafür ist die Mitnahme eines dritten Besatzungsmitgliedes vorgesehen, das sich mit der gesamten FT-Ausrüstung hinter den beiden vorderen Plätzen befindet.

Schwimmer Hyclronalium. einstufig mit gekieltem Boden, Wasserruder, Katapultbeschläge. — Motor AS-410-C-Reihen-lnolor.V-Forni mit hängenden Zylindern 380/450 PS.

Spannweite 12,7 m, Länge 10,54 m, Höhe 4,36 m, Fläche

mit Rumpfaiiteil, Querruder und Landeklappen 30,4 m2, Steigleistung 3000 m in 11 Min., Gipfelhöhe 6500 in, Geschwindigkeit max. in Bodennähe 227 km/h, in 3000 m 260 km/h, Höchstgeschwindigkeit in 3000 m ca. 350 km/h, Lande- 80 km/h.

Franz, Zweisitzer Delanne 20=T=02*

Im Flugsport 1938, Seite 88, veröffentlichten wir ein Jagdzweisitzer-projekt Delanne mit 860 PS Hispano Suiza Kanonenmotor, welches eine Geschwindigkeit von 600 km/h erreichen sollte.

Inzwischen ist eine Versuchsmaschine mit 180 PS Regnier Motor

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Delanne 20-T-02. Bi d L'Aerophile

gebaut worden, wobei sich eine Geschwindigkeit von 262 km/h ergab. Vordere Flügel aas der Oberseite des Rumpfes herauswachsend, gebogen mit leichter V-Stellung, gegen die Rumpfnnterseite mit V-Streben abgestrebt. Flügeltiefe im Grundriß gesehen, um ein besseres Gesichtsfeld nach vorn zu erreichen, stark verringert. Bauweise Ganzholz, zwei Hauptkastenholme mit Sprucerippen. Schlitzquerruder sperrholzbedeckt. Ausschlag + 13°, 30 — 25°. Landeklappen gleichzeitig mit den Nasenslots hydraulisch betätigt.

Hinterer Flügel Trapezform, aus einem Stück, leichte V-Form, Mitteldeckeranordnung, mit Endscheiben als Seitenruder, Holzbauweise, Sperrholzbeplankung. Am Boden Einstellwinkel verstellbar. Querruderverstellung + 30° — 30°. Höhenruder + 22 — 20°, 30.

Rumpf Ganz-holzb auweise, vier Spruce-Längsholme. Beplankung Sperrholz mit Stoff verleimt, Kabinenaufbau, zwei Sitze hintereinander, ab wer f-bar.

Fahrwerk Oleostoßaufnehnierstreben mit Stahlrohrverstrebungen. Räder stromlinienverkleidet, ebenso Spornrad.

Luftgekühlter 180 PS Regnier Motor, Ratier Versteilschraube.

Spannweite 7,86 m, Länge 6,78 m, Flöhe 2,40 m, Flügel 14m2. Höchstgeschwindigkeit 262 km/h, Landegeschwindigkeit 70 km/h.

Anreifgerät zum Anreifen von Blechkanten bei Behäutungen im Flugzeugbau wurde von den Junkers-Werken ein Gerät geschaffen, das wertvolle Dienste leistet. Überall da, wo Blechbahnen an eine Fhigzeugzelle zusammenzufügen sind, wird die Einhaltung eines möglichst glatten Oberflächenverlaufes gefordert. Heute wird als Verbindung die Überlappungsnaht mit einer oder mehreren Nietreihen am meisten angewendet.

Bleche aus Aluminium-Knetlegierung sind sehr empfindlich gegen mechanische Einflüsse und müssen besonders dann, wenn sie mit Reinaluminium plattiert sind, sehr sorgfältig behandelt werden. Da ihre Dicke meistens nur 0,5 bis 0S8 mm beträgt, kann man sie schon durch Unvorsichtigkeit einknicken. Sowohl beim Nieten als auch beim Biegen solch dünner Bleche ist eine sehr schonende Behandlung erforderlich.

Um einen Dichtschluß der Überlappungsblechkante mit der unterliegenden Blechbahn zu erreichen, wird dieselbe in einer Breite von 2 mm leicht umgebogen, d. L angereift. Früher geschah dieses an den fertigen konturmäßig zugeschnittenen und gewölbten Blechbahnen durch Hämmern mit dem Holzhammer.

Mit dem neuen Anreifgerät, das als DRP. angemeldet ist, lassen sich heute Blechkanten vollkommen gleichmäßig und schnell anreifen. Das Gerät liegt hierbei mit seinem Muschelgriff arbeitsgerecht in der hohlen Handfläche. Der Muschelgriff bietet zugleich einen Schutz gegen Verletzungen der Hand an der scharfen Blechkante. Der Kraftangriff ist äußerst günstig, da er gleichmäßig im Halbkreis um die Verformungsstelle, die im Mittelpunkt dieses Kreises liegt, erfolgt. Einem Verkanten ist daher weitgehenclst vorgebeugt. Während des An-reifens wird das Gerät von der Blechbahn geführt und mittels Handkraft darauf abgerollt. Zwei Rollenpaare, von denen eines unter der Wirkung einer Blattfeder steht, nehmen das Blech federnd zwischen sich auf. Die Rollen bilden schmale, gehärtete und geschliffene Kugellageraußenringe, deren Kanten ebenfalls abgerundet sind. Diese Anordnung kann dem konkaven oder konvexen Blechkantenverlauf zwanglos folgen, so daß die Anreifwirkung immer im Lot zur jeweiligen Kantenkrümmung stattfinden kann. Ein zwangsläufiges Ablaufen tangential aus der Arbeitsstelle ist infolge dieser „Mehrrollen"-Führung nicht möglich.

Anreifgerät.

B U JFM;

Trotz des gewählten weiten Rollenabstandes kann sich beim Durchfahren einer Krümmung jede Rolle zwangsläufig abwälzen, wobei auch durch Verkanten ans der Blechebene keine Laufspuren auftreten. Scheuer- und Kratzspuren durch Richtungsänderung während der Arbeitsstellung treten ebenfalls nicht auf. Auch bei bombierten Blechen läßt diese „Mehrrollen"-Anordnung immer noch ein Anreifen zu.

Das eigentliche Abbiegen, auch bei unbegrenzt breiten Blechbahnen, geschieht mit der Biegerolle, die ebenfalls ein Kugellager und mit der auswechselbaren Anschlagrolle in einem Segmentkörper gelagert ist. Der Abkantwinkel kann durch Schwenken des Segmentkörpers um den Biegemittelpunkt eingestellt werden. Bleche können sowohl auf der Werkbank liegend als auch bei teilweiser Heftung an der Flugzeugzelle bearbeitet werden. Walk.

Einwalz-Vorrichtungen von Kugel- und Gelenklagern waren bisher recht wenig entwickelt. Als Einwalz werkzmig verwendete man ein Gerät, welches aus zwei an einer stehenden Welle mit auswechselbarem Führungszapfen seitlich gelagerten Hartmetallrädchen bestand. Dieses Gerät wurde in eine Bohrmaschine eingespannt und mit seinem Führungszapfen derart in die zentrale Lagerbüchse eingeführt, daß die beiden Rädchen auf der Werkstückoberi'Jäche am Umfange des Kugellagers zur Auflage kommen. Durch Drehen und Andrücken des Gerätes wurde nunmehr der von den Rädchen erfaßte Werkstoff verdrängt und gewissermaßen über den abgeflachten Rand des Kugellagers geknetet. Jedes dieser Werkzeuge ist nur für eine bestimmte Kugellagergröße verwendbar. Hieraus ergibt sich der große Nachteil, daß besonders dort, z. B. wie im Flugzeugserienbau, wo Lager aller Art und Abmessungen vorwiegend Kugel- und Gelenklager zum Einbau gelangen, stets ein großer Vorrat an diesen Werkzeugen vorhanden sein muß, der den Betrieb stark belastet. Hinzu kommt noch der verhältnismäßig große Verschleiß dieser Werkzeuge, deren Rädchen sich bei längerer Beanspruchung in ihren Lagern lockern und nach außen stellen, so daß sie den Werkstoff nicht zum Kugellager hin, sondern von diesen wegdrängen, also keine Einfassung des Kugellagers mehr formen können. Dieses mit der Zeit ungenaue Arbeiten der Rädchen wird noch durch die schnelle und vorwiegend einseitige Abnutzung ihres Umfanges beschleunigt. Ferner erzeugen die Rädchen stets einen scharfen Rand der Einrollnarbe, der eine sehr umständliche und zeitraubende Nachbearbeitung notwendig macht.

Das von den Arado Flugzeugwerken entwickelte Gerät vermeidet diese Nachteile bekannter Vorrichtungen dadurch, daß die Einwalzkörper vorzugsweise aus je einer Kugel bestehen und relativ zum Führungszapfen radial verstellbar angeordnet sind, indem jede Kugel am unteren Ende je eines schwenkbar an einem Träger an-gelenkten LIebels gelagert ist, dessen freier Schenkel zur Welle hin gerichtet ist, und der mit einem Steuerkörper in Eingriff steht. Träger und Steuerkörper sind auf der zentralen Welle derart relativ zueinander verschiebbar gelagert, daß das Maß der relativen Verschiebung des Trägers zum Steuerkörper den Abstand der Kugel von dem Führungszapfen bestimmt.

Eüwalz-Vorrichtungen von Kugel- und Gelenklagern.

Bild Arado

Der besondere Vorteil der Vorrichtung liegt in der Verstellbarkeit der Einwalzkörper, wodurch es möglich ist, mit ein und demselben Werkzeug Kugel- und Gelenklager verschiedener Größen einzuwalzen, so daß also der hierfür früher notwendige Vorrat verschieden großer Werkzeuge für die einzelnen Kugellager entfällt. Da die Abnutzung der Kugeln stets gleichmäßig erfolgt, beeinträchtigt sie nicht die Bildung einer gut anliegenden und dauerhaften Einfassung des in das Werkstück eingesetzten Kugel- oder Gelenklagers. Außerdem ist die Einwalznarbe nicht mehr wie früher scharf randig und bedarf daher keiner Nachbearbeitung.

Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verlieh der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht an: Oblt. Huy, Stfflkpt. in einem Jagd-geschw., Lt. Strelow, Flgzgf. in einem Jagdgeschw.

Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verlieh der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht an: Oblt. Fritz Schulze, Stffkpt. in einem Zerstörergeschw., Hptm. Petersen, Stfflkpt. in einem Kampfgeschw., General d. Flieger Bogatsch.

Lieth-Thonisen, General der Flieger, Feldflugchef u. Chef des Generalstabes aus dem Weltkrieg, beging am 10. 3. seinen 75. Geburtstag.

Neue Normblätter, Luftfahrt, Leichtmetall-Halbzeug. DIN 9711 Grundmasse für Profile gepreßter Stangen aus Aluminium, Aluminiumlegierungen und Magne-smmlegierungen; DIN 9712 I-Profile aus Aluminium, Aluminiumlegierungen und Magnesiumlegierungen, gepreßt; DIN 9713 U-Profile aus Aluminium, Aluminiumlegierungen und Magnesiumlegierungen, gepreßt; DIN 9714 T-Profile aus Aluminium, Aluminiumlegierungen und Magnesiumlegierungen, gepreßt (Träger: Fachnormenausschuß für Halbzeug aus Nichteisen-Metallen).

Edelweißabzeichen an der Dienstmütze ist den Angehörigen der NSFK-Grup-pen 14 und 17, an der linken Seite der Kopfbedeckung zu tragen, genehmigt worden.

Franz. Luftfahrtwoche 4.—11. 4. Vichy, mit einer Ausstellung, in der die verschiedenen Tätigkeitsgebiete der Luftfahrt gezeigt werden, vom franz. Staatssekretariat für Luftfahrt veranstaltet.

Vichy-Paris-Luftverkelirslinie vom französ. Staatsminister Benoist-Mechin eröffnet.

Jap. Luftangriffe auf Australien, Neu-Guinea und die Andamanen nach einer Mitteilung des Domei vom 23. 3. von Marineluftwaffe erfolgreich durchgeführt. Die jap. Luftangriffe richteten sich auch gegen die nordaustral. Häfen Port Darwin, Derby und Winclham,gegen die zwischen dem austral. Festland und Neu-Guinea liegende Insel Horn, gegen Port Moresby an der Südküste von Neu-Guinea, gegen Tulag auf den Salomon-Inseln sowie gegen den Hauptort der im Ind. Ozean gelegenen Adamanen-Inseln, Fort Blair.

Paul Louis Breguet, Sohn des bekannten französ. Flugzeugkonstrukteurs Louis Breguet, der unter der Anklage sich staatl. Material angeeignet zu haben, angeklagt war, wurde durch amtliche Bekanntmachung vom 23. 1. 42 hiervon freigesprochen und festgestellt, daß er in absolutem gutem Glauben gehandelt hat.

Schweden stellte 5jährigen Luftaufrüstungsplan auf. Außer den bestehenden 11 Geschwadern sollen gebildet werden: 1 Kampfgeschwader, 1 Torpedo-Kampfgeschwader auch für Verminung zu verwenden und 3 Jagdgeschwader. Sitz der Jagdgeschwader: Norrköping, Urnen und Uppsala, des Torpedo-Kampfgeschwaders: Karlskrona und des Kampfgeschwaders: Halmstadt. DieFlugzeugfabriken in Linköping und Västeras sollen durch eine dritte Fabrik ergänzt werden. Das

Inland.

Ausland,

Kommando der Luftabwehr soll seinen Sitz in Gotland haben, außerdem ist die Errichtung einer neuen Kadetten-Schule der Luftwaffe in Uppsala vorgesehen.

Span.-argent Fluglinie, sowie einer Dampferlinie unter Flaggen beider Länder fahrend, geplant. Es ist beabsichtigt, wie „Buenos-Aires-Herald" meldet, die Flugzeuge der Gesellschaften „Conclor" und „Lati" für den Luftdienst, in dem nur spanisches und argentinisches Personal beschäftigt werden soll, hierfür zu erwerben. Der argent. Botschafter in Madrid, Escobar, welcher sich um die Festigung der span.-argent. Beziehungen bemüht, ist die treibende Kraft.

Luftwaffe.

Führerhptquart, 15. 3. 42. (DNB.) OKW: In Nordafrika wurde bei Luftangriffen auf Tobruk ein feindl. Handelsschiff schwer getroffen. Ital. Jäger schössen ohne eigene Verluste in Luftkämpfen 8 brit. Flugzeuge ab. Im Ostteil der Cyre-naika wurden Panzeransammlungen und Zeltlager der Briten bombardiert. — Die Luftangriffe auf brit. Flugplätze der Insel Malta wurden fortgesetzt. Durch Bombentreffer entstanden Brände in Hallen und Unterkünften.

Führerhptquart, 16. 3. 42. (DNB.) OKW: Starke Kampf- und Jagdfliegerverbände unterstützten in rollenden Angriffen die Kämpfe auf der Erde und vernichteten 45 feindl. Flugzeuge an der Ostfront. Ein eigenes Flugzeug ging verloren. — An der Murmanküste wurde ein großer Transporter in Brand geworfen und Hafen- und Bahnanlagen in Murmansk erfolgreich bombardiert. — Ein brit. Flugplatz im ägypt. Küstengebiet sowie milit. Anlagen in Tobruk wurden erfolgreich bombardiert. Bei Luftangriffen auf feindl. Kraftfahrkolonnen in der östl. Cyrenaika wurden mehrere Fahrzeuge in Brand geschossen. — Auf Malta griffen deutsche Kampf- und Jagdflugzeuge bei Tag und Nacht brit. Flugzplätze und Flakstellungen sowie milit. Anlagen von La Valetta an. — Im mittl. Atlantik versenkte ein deutsches Kampfflugzeug ein brit. Handelsschiff von 2000 BRT.

Führerhptquart, 17. 3. 42. (DNB.) OKW: Die Luftwaffe zerschlug mit starken Kampf- und Jagdfliegerverbänden in rollendem Einsatz bereitgestellte und angreifende Truppen der Sowjets, warf belegte Ortschaften in Brand und unterbrach Nachschubwege des Feindes. Bei 4 eigenen Verlusten wurden 70 feindl. Flugzeuge in Luftkämpfen oder am Boden vernichtet.

Führerhptquart, 18. 3. 42. (DNB.) OKW: Auf der Halbinsel Kertsch wurden weitere feindl. Angriffe teils durch Bekämpfung aus der Luft zerschlagen. — Die Sowjet. Luftstreitkräfte verloren am gestrigen Tage 68 Flugzeuge, hiervon

MG.-Stände eines deutschen Kampfflugzeuges. Weltbild

56 in Luftkärnpfen; ein eigenes Flugzeug wird vermißt. — Auf Malta verursachten Tages- und Nachtangriffe deutscher Kampffliegerverbände große Brände und heftige Explosionen in Flugplatz- und Hafenanlagen. — Ein einzelnes brit. Flugzeug unternahm am Tage im Schutze tiefliegender Wolken einen milit. wirkungslosen Angriff auf westdeutsches Gebiet.

Führerhptquart., 19. 3. 42. (DNB.) OKW: In Nordafrika richteten sich wirkungsvolle Angriffe deutscher Kampfflugzeuge gegen milit. Anlagen der Festung Tobruk. — Die bei Tag und Nacht fortgesetzte Bombardierung von Flugplätzen der Insel Malta verursachte heftige Brände und Explosionen. — Im Mittelmeer wurden in Luftkärnpfen 8 feindl. Flugzeuge abgeschossen und 3 am Boden zerstört. — Lt. Strelow^, Flugzeugf. in einem Jagdgeschwader schoß am gestrigen Tage an der Ostfront 7 Sowjet. Flugzeuge ab.

Führerhptquart., 20. 3. 42. (DNB.) OKW: Südlich Sewastopol wurde am 18. 3. ein großer Tanker durch Lufttorpedotreffer vernichtet. — Die Luftwaffe führte vernichtende Schläge gegen Panzer und Truppenbereitstellungen der Sowjets auf der Halbinsel Kertsch und bekämpfte mit besonderem Erfolg Flugplätze und Eisenbahntransporte im mittleren Frontabschnitt. Der Feind verlor gestern 62 Flugzeuge, von denen 42 in Luftkärnpfen abgeschossen wurden. 5 eigene Flugzeuge kehrten nicht zurück. — Auf der Insel Malta wurden Flugplätze und Flakstellungen bombardiert. Ein deutsches Jagdgeschwader im Mittelmeerraum erzielte mit dem Abschuß von 3 brit. Flugzeugen seit Kriegsbeginn seinen 1000. Luftsieg. — Im Seegebiet um England versenkten Kampfflugzeuge in der vergangenen Nacht südlich Portland ein Handelsschiff von 6000 BRT., zwei weitere Schiffe mittlerer Größe wurden so schwer getroffen, daß auch mit ihrer Vernichtung zu rechnen ist. Weitere Luftangriffe richteten sich gegen eine Hafenstadt an der engl. Südküste. — In der Zeit vom 10. bis 19. 3. 42 verlor die brit. Luftwaffe 62 Flugzeuge, davon 28 über dem Mittelmeer und in Nordafrika. Während der gleichen Zeit gingen im Kampf gegen Großbritannien 16 eigene Flugzeuge verloren.

Führerhptquart., 21. 3. 42. (DNB.) OKW: Im Hafen der Festung Sewastopol versenkten Sturzkamfflugzeuge ein Handelsschiff von 4000 BRT. und beschädigten einen großen Tanker so schwer, daß mit seiner Vernichtung zu rechnen ist. Bombenvolltreffer richteten in einer Schiffswerft, einem Kraftwerk und in Brennstoff lagern große Zerstörungen an. — In der Zeit vom 13. bis 20. 3. 42 verlor die sowjet. Luftwaffe 386 Flugzeuge; davon 298 in Luftkämpfen und 14 durch Flakartillerie, der Rest am Boden zerstört. Während der gleichen Zeit gingen an der Ostfront 22 eigene Flugzeuge verloren. — Auf Malta wurde der Flugplatz La Venezia und der Hafen La Valetta am Tage von deutschen Kampfflugzeugen in rollenden Angriffen mit Sprengbomben schweren und schwersten Kalibers belegt. In Luftkämpfen über der Insel und in Nordafrika verlor der Feind 5 Jagdflugzeuge. — Im Seegebiet um England versenkte die Luftwaffe aus einem Geleitzug heraus einen Frachter von 4000 BRT. Ein weiteres größeres Handelsschiff wurde durch Bombenwurf beschädigt.

Führerhptquart., 22. 3. 42. (DNB.) OKW: Die Luftwaffe bombardierte die Hafenanlagen von Kertsch und griff vor allem im Donezgebiet, im mittleren Abschnitt der Ostfront sowie südlich des Ilmensees mit starken Kampf- und Jagdfliegerkräften wirksam in die Erdkämpfe ein. Bei Luftangriffen auf Eisenbahnanlagen wurden 24 Nachschubzüge der Sowjets schwer getroffen und große Zerstörungen in AuslaclebahnhÖfen verursacht. Am gestrigen Tage verlor der Feind an der Ostfront 51 Flugzeuge. — An cler Swir-Front zerstörten finnische Luftstreitkräfte am 20. 3. motorisierte feindl. Kolonnen. — In Nordafrika wurden durch Bombenvolltreffer und Beschuß mit Bordwaffen eine größere Anzahl brit. Panzerspähwagen und Kraftfahrzeuge vernichtet, zwei Batterien außer Gefecht gesetzt und mehrere Flugzeuge am Boden beschädigt. — Auf Malta griffen starke Verbände deutscher Sturzkampfflugzeuge während des ganzen Tages milit. Anlagen der Insel an. Hierbei wurden die Flugplatzanlagen von La Venezia schwer getroffen und 6 brit. Flugzeuge am Boden zerstört. 4 weitere feindl. Flugzeuge wurden in Luftkämpfen abgeschossen.

Führerhptquart., 23. 3. 42. (DNB.) OKW: Bei Luftangriffen wurden über 300 feindl. Fahrzeuge aller Art und 23 Eisenbahnzüge zerstört. Die Sowjets verloren am gestrigen Tage 54 Flugzeuge. — In Nordafrika versenkten deutsche Kampffliegerkräfte vor der nordafrikanischen Küste in kühnem Angriff aus einem

Eichenlaub z. Ritterkreuz: V. 1. n. r.: Graf von Kageneck f> Hptm. Kaldrack t, Oblt. Ostermann, Hptm. Eckerle f. Weltbild (4)

von brit. Seestreitkräften gesicherten Geleitzug ein Handelsschiff von 6000 BRT. Zwei weitere Handelsschiffe blieben nach Bombentreffern liegen. — Auf Malta erzielten deutsche Jagd- und Sturzkampfflugzeuge Bombenvolltreffer in Flugplatzanlagen. 7 brit. Flugzeuge wurden am Boden zerstört, 2 weitere in Luft-kämpfen abgeschossen.

Führerhptquart., 24 3. 42. (DNB.) OKW: Im Seegebiet südlich Sewastopol versenkten Kampfflugzeuge durch Lufttorpedotreffer ein Handelsschiff von 3000 BRT. und vernichteten in einem Hafen der Kaukasusküste ein Unterseeboot. Zwei weitere Unterseeboote erhielten Bombentreffer. — In Nordafrika verlor der Feind bei einem Angriffs versuch auf einem Flugplatz in der Cyrenaika durch Jagd- und Flakabwehr 5 Flugzeuge. — Im Zusammenwirken mit ital. Luft- und Seestreitkräften gelang es der deutschen Luftwaffe einen auf Malta zusteuernden Geleitzug zu zerschlagen. Dabei versenkten deutsche Flugzeuge allein 3 Handelsschiffe mit etwa 18 000 BRT. und beschädigten 3 weitere Handelsschiffe, einen Kreuzer und einen Zerstörer schwer. — Im Kampf gegen die brit. Insel vernichtete die Luftwaffe am Tage im Hafen von Newhaven ein Handelsschiff von 3000 BRT. und belegte Munitions-, sowie Betriebsstofflager dieses Schnellbootstützpunktes erfolgreich mit Bomben. — Wirksame Nachtangriffe von Kampfflugzeugen richteten sich gegen milit. Ziele der Hafenstadt Dover und Portland.

Führerhptquart., 25. 3. 42. (DNB.) OKW: In allen Abschnitten griffen Verbände der Luftwaffe wirksam in die Erdkämpfe ein. — Im Hafen von Murmansk gelang es bei Luftangriffen, ein größeres Handelsschiff sowie Kaianlagen erheblich zu beschädigen. Deutsche Jäger schössen im hohen Norden 7 Jagdflugzeuge des Musters Hurricane und 1 Sowjet. Flugzeug ab. — Eine Jagdstaffel des ital. Expeditionskorps hat sich an der Ostfront als Begleitschutz deutscher Flugzeuge besonders bewährt. — Schiffsziele des Hafens La Valetta auf Malta wurden am Tage in rollendem Einsatz erfolgreich bombardiert. Hierbei erhielt ein Kreuzer mittschiffs einen Bombentreffer, während andere Bombeneinschläge in unmittelbarer Nähe von zwei Handelsschiffen sowie in Dockanlagen und im Arsenal

Ritterkreuzträger: V. 1. n. r.: Oblt. Felgenhauer, Oblt. Karbe, Lt. Stadermann,

Obfw. Bender. Weltbild (4)

beobachtet wurden. Weitere Luftangriffe richteten sich gegen Flugplätze der Insel. Begleitende Jäger brachten 2 brit. Flugzeuge zum Absturz. — An der Südküste Englands belegten Kampfflugzeuge in der vergangenen Nacht die Häfen von Portland und Weymouth mit Bomben. Mehrere milit. Ziele wurden schwer getroffen. — Bei wirkungslosen Angriffsversuchen eines gemischten brit. Jagd-und Bomberverbandes am Tage auf das französ.-belg. Küstengebiet verlor der Feind durch Jagclabwehr 8 Flugzeuge. In der letzten Nacht schössen Flak und ^larineartillerie 2 brit. Bomber ab.

Führerhptquart. 26. 3. (DNB.) OKW: Am 24. März warfen Kampfflugzeuge in einem Hafen an der Kaukasusküste ein Handelsschiff mittlerer Größe in Brand. — Deutsche Kampfflieger griffen den Hafen La Valetta auf Malta mit guter Wirkung an. Vor der Bucht Marsa Scirocco erhielt ein britisches Vorpostenboot einen Bombentreffer. — Nachtangriffe der Luftwaffe mit Bomben schweren Kalibers auf das Hafengebiet von Dover und kriegswichtige Anlagen der Stadt verursachten große Schäden. Ein zur Aufklärung eingesetztes Kampfflugzeug schoß am Tage über der Südostküste Englands ein britisches Jagdflugzeug ab. — Der Feind warf in der vergangenen Nacht Spreng- und Brandbomben auf mehrere Orte in Westdeutschland. Die Zivilbevölkerung hatte Verluste an Toten und Verletzten. Slörungsflüge einzelner feindlicher Flugzeuge führten in das südliche Reichsgebiet. Nachtjäger und Flakartillerie schössen acht der angreifenden Bomber ab. Hierbei erzielte Obltn. Becker seinen 15. und 16. Nachtjagdsieg. — Hptm. lhlefeld schoß am 24. 3. seinen 70. bis 74. Gegner im Luftkampf ab.

Deutsche erfolgreiche Flugmodelle 1941.

Die Entwicklung des Modellflugwesens hat im NSFK. beachtliche Fortschritte gemacht. Die fortgesetzte Leistungssteigerung geht am besten aus den in dieser Zeitschrift regelmäßig veröffentlichten Listen der deutschen Modellflug-Höchstleistungen hervor. Diese Leistungssteigerung ist nur möglich, wenn auch am Bau von neuartigen Flugmodellen unentwegt gearbeitet wird. So zeigen auch die neu eingeführten Klassen gute Leistungssteigerungen. Nachstehend bringen wir einige von NSFK.-Stf. W. Haas im „Modell-flug" veröffentlichte Baumuster. Über weitere werden wir in späteren Nummern des „Flugsport" berichten.

Schwingen-Saalflugmodell von Hitlerjunge Alfred Militky, Gablonz a. N. Bisher erreichte Bestleistung 2 min 7 sec, Durchschnittsleistungen 1 min 30 sec, Zahl der bisherigen Flüge 24, geschätzte Gleitzahl und geschätzte Sinkgeschwindigkeit 1:6; 0,17 m/sec.

Spannweite 790 mm, Länge über alles 710 mm, Tragflügelinhalt 9,2 dm2, Fluggewicht 4,65 g, Flächenbelastung 0,5 g/dm2, Inhalt des Höhenleitwerkes 4,5 dm2.

Einstellwinkel des Tragflügels 2°,

Gummistrang-cfuerschnitt 8 mm"2, Werkstoff für das Rumpfwerk Strohhalme, Werkstoff für Trag werk Balsa, durchschnittliche Rippenstärke 0,7 mal

0.7 mm. Querschnitt der Tragflügelholme 3X1 mm hochkant.

Schwingen-Saalflugmodell von Hitler junge Alfred Militky, Gablonz a. N.

Saalflugmodell mit Schwingenantrieb von HJ.-Oberrottenf. Walter Loofs,

Markkleeberg.

Bisher erreichte Bestleistung: 55 sec, Durchschnittsleistungen: 40 bis 50 sec, Zahl der bisherigen Flüge: etwa 15, Verhältnis von Kraftflugzeit/Gleitflugzeit: etwa 1 : 0,15.

Spannweite 680 mm, Länge über alles 540 mm, Tragflügelinhalt 1) 2,52 dm2 (ohne Schwingen); 2) 5,32 dm2 (mit Schwingen), Flächeninhalt des Höhenleitwerkes 1,50 dm2, Fluggewicht 9,2 g, Flächenbelastung 1) 3,56 g/dm2 (ohne Schwingen); 2) 1,73 g/dm2 (mit Schwingen).

Einstellwinkel des Tragflügelmittelstückes 8°. Verwindung des Tragflügelmittelstückes 5° (am Schwingenansatz beträgt der Einstellwinkel noch + 3°. Die Schwingen schlagen also nicht genau senkrecht, s onclern etwas von oben-hinten nach vorn-unten). Motor: 2 Gummimotoren zu je 12 mm2 Querschnitt und 200 mm Länge (Stoßstangen aus Strohhalmen, auf Perlen laufend. Doppelkurbekmrchmesser 35 mm).

Werkstoff für das Rumpfwerk Strohhalme, Werkstoff für das Tragwerk Balsa-gerippe, einseitig mikrofilmbespannt, durchschnittliche Rippenstärke 0,7X0,7 mm, Querschnitt des Tragflügelholmes 2X3 mm, verjüngt auf 1,5X2 mm, Stahldrahtdurchmesser der Doppelkurbel 0,5 mm, Stahldrahtdurchmesser der Schwinghebel 0,3 mm.

Sonstige Angaben. Schwingenausschlagwinkel 78° (im Fluge durch die Elastizität des Tonkin-Schwingenholmes über 90°!). Endleiste des Tragflügelmittelstückes vibriert im Fluge mit (etwa 20 mm). Schwingen mit sehr dünnem, aber sehr reißfestem Cellophan bespannt (straff, ohne lange Fahne). Bespannung an der Ansatzstelle unmittelbar an das feste Mittelstück angeleimt.

Saalflugmodell mit Schwingenantrieb vo

HJ.-Oberrottenf. Walter Loofs, Markkleeberg. (2) zeichn. Modeilflu

Vom Vogelflug zum Menschenflug.

Berichtigung. Als Entgegnung auf die Ausführungen im „Flugsport" Nr. 2, S. 21—27, ging uns ein Schriftsatz mit der Bitte um Veröffentlichung zu, in dem der Verfasser des besprochenen Buches zwar einleitend von seiner Absicht spricht, die Widerlegung jener Ausführungen dem gesunden Menschenverstand zu überlassen, immerhin jedoch einige der von Alexander Lippisch berührten Punkte kritisch herausgreift. Da der Verfasser des Buches zugleich das baldige Erscheinen einer Abhandlung „mit einer eingehenden Widerlegung der LippischschenTheorie" ankündigt, haben wir keinen Anlaß, von dem uns übergebenen Schriftsatz mehr zu bringen, als er persönliche Angaben richtig stellt. Nachstehend die Berichtigungen:

„ ... stelle ich unter Beweis, daß mein Buchmanuskript schon vor Herausgabe verschiedenen amtlichen und wissenschaftlichen Stellen vorgelegen hat, darunter auch der Hauptstelle für naturwissenschaftlichen Unterricht, und daß von dieser Stelle und auch von anderen Wissenschaftlern meine Theorie als völlig richtig anerkannt wurde ..."

„Wahr ist im Gegensatz zu Lippischs Angabe, daß ich schon tausende Kilometer im Motorflugzeug zurückgelegt habe, daß ich das praktische Fliegen als Gleitflugschüler selbst und als Passagier beim längeren Segelflug kennengelernt habe, also durchaus nicht nur Theoretiker bin." gez. Hans Mascow, Neisse O/S.

%uft-9ost.

Gebläse oder Luftschraube? Das Gebläse dient wie die Luftschraube der Erzeugung eines Strahles, dessen Impuls beim Ausströmen eine Kraft P = m v/t

ergibt. In der Art der Strahlerzeugung unterscheiden sie sich. voneinander: Die Luftschraube liefert einen Strahl, dessen Leistungsinhalt fast nur auf Geschwindigkeit beruht, während Schleudergebläse dort anwendbar sind, wo das

Stiömmittel statischen Druck braucht, z. B. wenn sich an das Gebläse noch andere Euer-giewandler anschließen. Daher ist ein nur als Ersatz der Luftschraube dienendes Gebläse als Yortriebsmittel zunächst ein Rückschritt, denn der im freien Strahl abwandernde Druck erfordert annutzbaren motorischen Aufwand und senkt somit den Wirkungsgrad des Trieb-Steilschraube Stromungsbild. werks Die Führung des

Zeichnung Flugsport Luftschraubenstrahls in einer Leitung (Rohr) kann unter bestimmten Voraussetzungen Gewinnbringen (DRP. 390728), doch steht dieser selten in einem günstigen Verhältnis zum Gewicht und Raumbedarf solcher Rohre, die außerdem Reibungs- und Um-lenkungsverluste verursachen. Die vielfach in älteren Patentschriften sich findende Begründung, durch Einhäusung der Luftschraube das radiale Abschleudern der Luft von den Propellerflügeln verhindern zu wollen, entspringt irrtümlicher Anschauung, denn an den Flügelspitzen tritt Strömung nach der Nabe zu auf, siehe nebenstehendes Stromungsbild einer Stellschraube im Stand.

In ihrem Wirkungsbereich ist die Luftschraube die leistungsfähigste und zugleich einfachste Triebeinrichtung; man braucht sie sozusagen nur auf eine Motorwelle zu stecken. Daß man dem Gebläse als Triebeinrichtung heute mehr Beachtung schenkt, hat darin seinen Grund, daß die Luftschraube bei weiter zunehmender Flugzeug-Geschwindigkeit einmal an die Grenze ihres Wirkungsbereiches gelangt, weil ihre Umfangsgeschwindigkeit nicht mehr in genügendem Abstand unter der Schallgeschwindigkeit gehalten werden kann, bei der die im Unterschallgebiet keine wesentliche Rolle spielende Kompressibilität der Luft die Strömungsvorgänge auf eine völlig andere Grundlage stellt. Gebläse mit Brennstoffeinspritzung in die verdichtete Luft (Heizstrahlrohre) weisen einen (noch recht weiten) Weg zur Weiterentwicklung des Flugzeug-Triebwerks.

Klemmschrauben-Sicherung bei elektrischen Leitungen, auch alle selbstsichernden Schrauben bis 4 mm werden mit Sicherungslack (vorgeschriebene Tube) bewirkt. Arbeitsgang: Schraube festziehen; Schraubenkopf 1/s des Umfangs durch Lacktropfen sichern.

Literatur.

Dizionario di Aeronautica — Wörterbuch des Flugwesens und der verwandten Fachgebiete, Italienisch-Deutsch-Deutsch-Italienisch von Enrico Pavesi, Verlag Ulrico Lloepli, Milano, Preis kart. 80.— Lire. geb. 100.— Lire. — Bei dem hohen Stand der Entwicklung des Flugwesens in Deutschland und Italien und mit Rücksicht auf die Zusammenarbeit beider Länder, ist eine Verständigung in Wort und Schrift Voraussetzung. — Verfasser hat in vorliegendem Wörterbuch einen umfangreichen Wörterschatz zusammengestellt, wie er in einer solchen Reichhaltigkeit bisher in der ital. Luftfahrt-Literatur nicht zu finden war.

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Welche Start- und Landefläche braucht der „Storch"?

Vom Fieseler „Storch", dem bekannten Ver bindungs-Flugzeug der deutschen Wehrmacht, sagt man, daß es überall starten und landen könnte. Was ist daran wahr? Der „Storch" braucht zum Landen nur etwa 25 m Auslauf und zum Starten einen Anlauf von rund 65 m, je nach Zuladung. Bei Landungen auf Ackerboden genügen sogar schon im äußersten Fall 12 m Auslauffläche. Diese Zahlen beziehen sich auf Windstille. Da meist etwas Wind herrscht, werden die Strecken in der Praxis noch kürzer!

Wieso das technisch möglich ist, das finden Sie erklärt in der nächsten Anzeige, die an derselben Stelle veröffentlicht wird.

£in Begriff für photographifcheWertarbei


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