Zeitschrift Flugsport

Heft Nr. 18 vom 3. September 1941

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Die Zeitschrift Flugsport war die illustrierte, flugtechnische Zeitschrift für das gesamte Flugwesen und wurde im Zeitraum von 1909 bis 1944 von Oskar Ursinus herausgegeben. Über einen Zeitraum von 36 Jahren hinweg wurde in dieser Zeitschrift sowohl über die zivile als auch über die militärische Luftfahrt berichtet. Jedes Heft widmete sich in besonderen Kapiteln u.a. den Themen Segelflug, Motorflug, Luftschiffahrt, Ballonfahren, Modellflug, Luftwaffe oder Luftsport. Ebenso wurden die Bereiche Flugzeuge, Flugzeugtechnik, Flughäfen, Landeplätze sowie Flugnavigation und Luftverkehr im Inland und Ausland behandelt. Alle Seiten aus den Jahrgängen von 1909 bis 1944 sind mit Fotos und Abbildungen als Volltext in der nachstehenden Form kostenlos verfügbar. Erscheint Ihnen jedoch diese Darstellungsform als unzureichend, insbesondere was die Fotos und Abbildungen betrifft, können Sie alle Jahrgänge als PDF Dokument mit Inhaltsverzeichnissen, Seitenzahlen, Fotos und technischen Zeichnungen für eine geringe Gebühr herunterladen. Um komfortabel nach Namen, Themen und Begriffen zu recherchieren, nutzen Sie bitte die verfügbaren PDF Dokumente. Nutzen Sie bitte die kostenfreie Leseproben von Heft 17/1933 sowie von Heft 8/1939, um die Qualität der angebotenen PDF Dokumente zu prüfen.



XXXIII. Jahrgang / Nr.

^GEGRÜNDET 1908 U. HERAUSGEGEBEN VON LV OSKAR URSINUS. CIVIL-JNG.

Vergleichsfliegen

USA Meyer Schulflugdoppeldecker OTW

USA Zodiuk Libra-Det ZKL-130 Schultiefdeck.

Flugmotor Bramo

Fafnir Baumuster 323 P

Konstruktions-Einzelheiten

Für Werkstatt und Flugplatz

Flugrundschau Luftwaffe Segelflug Luftpost Literatur

Profilsammlung Nr. 31

„Flugsport"-

Erscheinungstage

1941 XXXIII. Jahrgang

Nr. Datum

19 17. September

20 i. Oktober

21 15. Oktober

22 29. Oktober

23 12. November

24 26. November

25 10. Dezember

26 24. Dezember

Preis 80 Pf.

Printed in Germany

Illustrierte flugtechnische Zeitschrift und Anzeiger für das gesamte Flugwesen

Brief-Adr.: Redaktion und Verlag „Flugsport", Frankfurt a. M., Hindenburg-Platz 8

Bezugspreis für In- und Ausland pro Vierteljahr bei 14täglichem Erscheinen RM 4,50

Telefon: 34384 — Telegr.-Adresse: Ursinus — Postscheck-Konto Frankfurt (Main) 7701

Zu beziehen durch alle Buchhandlungen, Postansialten und den Verlag Der Nachdruck unserer Artikel ist, soweit nicht mit „Nachdruck verboten" versehen, nur mit genauer Quellenangabe gestattet.

Nr. 18_3. September 1941_XXXIII. Jahrgang

Die nächste Nummer des „Flugsport" erscheint am 17. Sept. 1941

Vergleichsfliegen.

Auf einer grünen kilometerlangen Wiese, umsäumt von Buschgruppen mit einem im Hintergrund glitzernden See, stehen vor Holzhallen Motorflugzeuge zum Schleppen und in einer langen Reihe, säuberlich ausgerichtet, Segelflugzeuge aller Art. Dazwischen tummeln sich elastische Gestalten mit braun gebrannten Gesichtern, die Elite des flugtechnischen Nachwuchses.

Konstruieren, Bauen und Fliegen — alles wird fleißig mit Begeisterung geübt, Es sind die flugtechnischen Fachgruppen und Arbeitsgemeinschaften, welche sich zu einem Vergleichsfliegen, das der fliegerischen und technischen Weiterbildung dienen soll, zusammengefunden haben, um auch ihr fliegerisches Können unter Beweis zu stellen.

Die Schulung des Nachwuchses steht nicht still, er wächst heran und wird mit helfen, daß Deutschlands Vorsprung in der Flugentwicklung nicht verloren geht.

USA Meyer Schulflugdoppeldecker OTW.

Der Meyer-OTW-Doppeldecker mit 125-PS-Warner-Scarab-Motor ist als Schulflugzeug für Anfänger und Fortgeschrittene bestimmt.

Flügel, Ober- und Unterflügel gleiche Spannweite, gestaffelt, N-Stre-ben verspannt, erinnert an frühere deutsche Bauweise. Holzbauweise, zwei Spruce-Holme mit Rippen, stoffbespannt. Querruder am Unterflügel, Metallgerippe stoffbespannt.

Rumpf Ganzmetall, Formringe mit aufgenieteter Blechmetallhaut. Führersitze hintereinander.

Seitenleitwerk gegen Höhenleitwerk verspannt.

Fahrwerk 2,4 m Spurweite, zwei an der Unterseite des Rumpfes angelenkte V-Streben mit nach der Rumpfoberseite führenden Federbeinen, Sporn mit Rolle.

Spannweite 9 m, Länge 6,85 m, Höhe 2,58 m, Fläche 24,4 m2. Leergewicht 545 kg, Fluggewicht 810 kg. Betriebsstoff 117 1, Öl 18 1. Flächenbelastung 3,1 kg/m2, Leistungsbelastung 6,35 kg/PS. Höchstgeschwindig-

Diese Nummer enthält Profilsammlung Nr. 31.

USA Meyer Schulflugdoppeldecker

Zeichnung Flugsport

Fahrgestell des USA Meyer Schul flugdoppeldecker.

Zeichnung Aviation

USA Meyer Schulflugdoppeldecker.

Bild: Aviation

keit 193 km/h, Reise 169 km/h, Lande 65 km/h. Steigt in der ersten Min. auf 360 m. Gipfelhöhe 5200 m, Reichweite 640 km.

USA Zodiak Libra=Det ZKL-130 Schultiefdecker.

Die Zodiak Aircraft Co. in Lodi N. J. war bemüht, unter Vermeidung von Metall ein Schulflugzeug in Holzkonstruktion zu schaffen.

Flügel dreiteilig, Kastenholme mit Spruceflanschen, Sperrholzbeplankung von 2,3 mm. Rumpf rechteckiger Querschnitt, vier Längsholme, Sperrholzschotten, sperrholzbeplankt. Sitze hintereinander.

Höhen- und Seitenleitwerk, Bauweise wie Flügel.

Fahrwerk, an der Rumpfunterseite angelenkte Halbachsen mit Federbeinen, wie sie früher in Deutschland üblich waren. Motor Franklin 130 PS.

USA Zodiak Libra-Det. ZKL-130.

Bild: Aviation

Spannweite 10 m, Länge 7,4 m, Höhe 2 m, Fläche 15 m2, Flächenbelastung 5,16 kg/m2, Leistungsbelastung 5,94 kg/PS. Leergewicht 570 kg, Fluggewicht 785 kg. Höchstgeschwindigkeit 195 km/h, Reisegeschw. 172 km/h, Landegeschw. 88,5 km. Steigfähigkeit 248 m/min. Gipfelhöhe 3700 m, Reichweite 520 km.

Flugmotor Bramo Fafnir, Baumuster 323 P*

Während die Baumuster 323 H 2 (vgl. „Flugsport" 1937, S. 437) und 323 J (vgl. „Flugsport" 1937, S. 555) noch mit Vergaser ausgerüstet waren, ist für die Kraftstoffzuführimg bei dem 323 P (Abb, 1) eine Einspritzpumpe vorgesehen, die den Kraftstoff mittels Düsen unter hohem Druck in feinster Verteilung unmittelbar in den Verbrennungsraum der Zylinder spritzt. Die Verbrennungsluft wird durch einen zweistufigen, während des Fluges von Hand umschaltbaren Lader zugeführt. Die Um-schaltung verändert die Übersetzung des Antriebes zum Laderlaufrad so, daß der Lader als Bodenlader (Laderübersetzung 9,6) oder als Höhenlader (Laderübersetzung 12,4) wirkt. Für jeden Zylinder sind zwei Zündkerzen vorgesehen, die durch die beiden voneinander unabhängigen Zündsysteme eines Bosch-Zwillings-Magneten gespeist werden,

Zylinderbohrung von 154 mm und Kolbenhub von 160 mm, Gesamt-

sternmotor BRAMO FAFNIR, Baumuster 323 P. Werkbild

hubraum 26,82 1 sind die gleichen geblieben, wie bei den obengenannten Vergasermotoren. Leistungsregelung durch Einhebelsteuerung. Diese verbindet die Drosselklappe der Luftzuführung, den Kraftstoff-Einspritzpumpenregler und den Hebel für die Zündverstellung so mit dem Gashebel, daß zu jeder Stellung des Gashebels bestimmte Werte der vom Lader geförderten Luftmenge, der eingespritzten Kraftstoffmenge sowie des Zündzeitpunktes gehören.

Die Kraftübertragung zur Luftschraubenwelle erfolgt über ein Planetengetriebe (Abb. 2), das die Kurbelwellen-Drehzahl im Verhältnis 1 : 1,61 untersetzt. Kurbelwelle und Luftschraubenwelle haben dabei den gleichen Drehsinn, und zwar in Flugrichtung gesehen, rechtsherum.

Der Kraftstoff (Abb. 3 u. 4) wird aus dem Kraftstoffbehälter durch die als Kolbenpumpe mit Schiebersteuerung ausgebildete Kraftstoff-Förderpumpe angesaugt und dem Pendelentlüfter zugeführt, der die im Kraftstoff etwa vorhandene Luft abscheidet. Vom Pendelentlüfter, der in jeder Fluglage arbeitet, gelangt der Kraftstoff zur Kraftstoff-Einspritzpumpe. Diese besitzt für jeden Zylinder des Motors ein Pumpenelement in Form einer Kolbenpumpe. Die 9 Pumpenelemente der Kraftstoff-Einspritzpumpe werden durch eine gemeinsame Nockenwelle angetrieben.

Schmierung des Motors Druck-Umlaufschmierung mit Trockensumpf. Schmierstoffpumpe mit je einem Pumpenteil für den Druckschmierstoff und den Rücklauf-Schmierstoff. Die Druckpumpe, in der ein Überdruckventil den Schmierstoffdruck auf 6 bis 8 atü begrenzt, fördert

Abb. 2, BRAMO FAFNIR 323 P. Längsschnitt.

W'erkzeich nuns

den Schmierstoff über das Spaltfilter zu den Lagerstellen im Motor. Die Zylinderlaufbahnen und die Kolbenbolzen sowie die umlaufenden Teile im Kurbelgehäuse erhalten ihre Schmierung teils durch den aus der Lagerung der Hauptpleuelstange abgeschleuderten Schmierstoff, teils durch eine im Kurbelwellen-Vorderteil eingesetzte Spritzdüse. Der Rücklaufschmierstoff sammelt sich im Schmierstoffsumpf, aus dem ihn die Rücklaufpumpe über den Schmierstoffkühler in den Schmierstoffbehälter fördert. Zur Unterstützung der Rücklaufpumpe ist eine weitere Pumpe vorgesehen, die im Gleitflug und im Sturzflug den Schmierstoff aus dem Getriebe in den Schmierstoffsumpf zurückführt.

Kurbelgehäuse zweiteilig. In der vorderen Kammer des Kurbelgehäuse-Vorderteiles sind die inneren Teile der Ventilsteuerung untergebracht. Der das Gehäuse nach vorn abschließende Deckel ist gemeinsam mit dem Getriebegehäuse an dem Kurbelwellen-Vorderteil angeflanscht. Am Kurbelgehäusehinterteil ist das Ladergehäuse befestigt, das den Lader und seinen Antrieb aufnimmt. Daran schließt sich der Gerätedeckel mit den Antrieben für die einzelnen Hilfsgeräte, wie Anlasser, Kraftsstoff-Einspritzpumpe, Schmierstoffpumpe, Zwillings-Zündmagnet usw. Zwischen den beiden unteren Zylindern ist der Schmierstoffsumpf am Kurbelgehäuse-Vorderteil und am Ladergehäuse befestigt.

Kurbelwelle besteht aus zwei, durch einen Klemmbolzen miteinander verbundenen Teilen, Vorderteil mit angeschmiedeten Kurbelzapfen und dem Kurbelwellen-Hinterteil. Die Gegengewichte sind symmetrisch an beiden Seiten der Kurbelwellenwangen mit Schrauben befestigt. Kurbelwelle beiderseits in Rollen gelagert und im vorderen Deckel in einem Kugellager abgestützt.

Hauptpleuelstange ungeteilt. An ihrem Kopf sind die 8, unter sich gleichlangen Nebenpleuelstangen durch Bolzen angelenkt.

Kolben Leichtmetall geschmiedet, schwimmend gelagerte Kolbenbolzen. Zylinder bestehen aus einer Stahllaufbuchse mit aus dem Vollen gedrehten Kühlrippen und aufgeschrumpftem Leichtmetallguß-Zylinderkopf, Je ein Einlaß- und ein Auslaßventil je Zylinder hängend, stehen winklig zur Zylinderachse. Schaft und Teller der Auslaßventile enthalten der besseren Wärmeableitung wegen eine Natriumfüllung; eine Hartmetallauflage auf der Sitzfläche der Auslaßventile verhindert vorzeitigen Verschleiß und dient gleichzeitig als Korrosionsschutz. Die Gehäuse für die am Zylinderkopf befindlichen Teile der Ventilsteuerung sind am Zylinderkopf angegossen. Die Ventilsteuerung erhält ihren Antrieb von

Abb. 3 u. 4. BRAMO FAFNIR 323P, Schema der Kraftstoffversorgung. Links: Kraftstoffleitung, rechts: Kraftstoff-Förderpumpe. Werkzeichnung

der im Kurbelgehäuse-Vorderteil gelegenen Nockentrommel. Sämtliche Teile der Ventilsteuerung sind verkleidet.

Der Lader besteht aus dem Schaufelrad und dem im Ladergehäuse befestigten Leitkranz. Die angesaugte Luft durchströmt Schaufelrad und Leitkranz und gelangt dann in den ringförmigen Sammelraum des Ladergehäuses, von dem. die zu den Einlaßventilen der einzelnen Zylinder führenden Laderohre abzweigen. Der Antrieb der Laderwelle (Abb. 2 u. 5) erfolgt vom federnden Antriebsrad auf der Kurbelwelle über den Planetenträger, dessen Planetenräder in zwei innen-verzahnten Bremstrommeln laufen. Durch wahlweises Bremsen der Trommeln kann die Laderwelle mit zwei verschiedenen Drehzahlen laufen, so daß er entweder als Bodenlader oder als Höhenlader arbeitet. Die Umschaltung wird durch Schmierdruck bewirkt.

Leistungsangaben: (B) = Bodenl. Betriebshöhe Drehzahl Leistungs-(H) = Höhenl. m U/min. PS

0 2500 1000

(B) 1600 2250 840

(H) 4300 2250 780

(B) 2600 2100 680

(H) 4800 2100 660

(B)  2600 2000 620

(H) 4900 2000 580

Größte Länge des Motors 1415 mm, größter Durchmesser 1388 mm, Gewicht mit Motorenzubehör ohne Ausrüstung 580 kg ± 1,5%.

Startleistung Steig- und Kampfflugleistung Höchstzulässige Dauerleistung Reiseleistung

loderschaufelrad

Badenlader 1. Gang Übersetzung ).9.6

ölobfluß

Ölabftuß

Druckötzufluß

WSBm

Trommel 2 abgebremst

Höhenloder 2. Gang Übersetzung 1:12,4

Abb. 5. BRAMO FAFNIR 323P. Links: 2-Gang!ader-Schaltgetriebe, rechts: Umschaltungsschema; unten der Steuerkolben, welcher durch ein Umschaltgestänge wahlweise verschoben wird und den Bremszylinder mittels Drucköl betätigt. Werkzeichnun*

Profilsam mlunq

1941

Berichtigte Profilkennwerte nach Messungen im amerikanischen Ueberdruckkanal. (Schluß Prof.-Samml. 29/30, Flugsport Nr. 17 1941.)

Zahlentafel III.

Profil

dmax

Wölbung

Typ des

Ca max (Abb. 37)

Ca max

«ca = 0

Cwp min

Ca max

(%)

(°/o)

Cwp min

NACA 0009

9

--

A

1,39

0

0,0058

240

NACA 0012

12

A

1,66

0

0,0060

277

NACA 0U18

18

A

1,53

0

0,0070

219

NACA 00 30

30

D

1,06

0

0,0117

91

NACA 23009

9

1.8

A

1,66

-1,1

0,0059

281

NACA 23012

12

1,8

A

1,74

— 1,2

0,0060

290

NACA 23018

18

1,8

Ii

1,58

— 1,2

0,0074

214

NACA 23021

21

1,8

B

1,50

-1,2

0,0080

188

NACA 43012

12

3,7

A

1,84

— 2,3

0,0068

271

NACA 43018

18

3,7

C

1,63

-2,4

0,0078

209

NACA 63012

12

5,5

A

1,84

- 3,5

0,0075

245

NACA 63018

18

5,5

A

1,63

-3,4

0,0080

204

NACA 2412

12

2

B

1.72

- 2,0

0,0061

282

NACA 4412

12

4

D

1,74

-4,0

0,0071

245

Clark Y

11J

3,9

D

1,68

— 5,0

0,0071

237

NACA M 6

12,01

2,4

D

1,51

— 0,8

0,0066

229

Zahlentafel II. Profilkoordinaten.

*) Yu liest für x = 15 oberhalb der Sehne.

x

0 1,25 2,5

7,5 10 15 20 25 30 40 50 60 70

90 95

100

Nasen-Radius

0

0,89

0

1,58

0

3,56

0

9,90

0

0,89

0

1,58

0

3,56

0

4,85

0

1,58

0

3,56

0

1,58

0

3,56

0

1,58

0

1,58

0,12 0

1 1,50

0,26 0,26

 

NACA 0009

NACA 0012

NACA 0018

NACA 0030

NACA 23009 NACA 23012 NACA 23018 NACA 23021 NACA 43012 NACA43018 NACA63012 NACA 63018 NACA 2412 NACA 4412 Clark Y -NACA M 6

yu*>

0

3,50 3,50

1,42;

1,891 2,84 4,74 2,04 0,91 2,67 1,23 4,09 1,83 4, 2, 3,55 0,82 5,40 1,23 4,46 0,50 6,71 0,80 2,15 1,65 2,44 1,43 5,45 1,93 1,97 1,76

1,96 2,67 2,62: 3,56

3,92 6,54 2,83 1,19 3,61 1,71

5,29 2,71 6,14 3,14 4,71 1,00 6,67 1,78 5,84 0,41

8,11 1,09

2,99 2,27 3,39 1,95 6,50 1,47 2,81 2,20

5,33 89 3,93 1,44 4,91 2,26 6,92 3,80 7,93 4,52 6,33 1,06 8,50 2,44 7,77 0,03

10,5011,71

3,15| 3,51 4,20 4,68

6,30

4,70 1,63 5,80 2,61 8,01 4,60 9,13 5,55 7,42 1,09 9,75 2,91 9,07 0,39

7,02

4,01 5,34 02

4,30 5,74 8,61

4,46 4,50 5,94 6,00 8,91 9,00

4,35 3,97 5,80 5,29

8,70

13,36 14,34 14,85 15,00 14,51 13,2411,41

5,26 1,79 6,43 2,92 8,83 5,22

5,85 2,17 7,19 3,50 9,86 6,18

10,3610,5610,5510,04

10,03 11,19 11,8012,05 12,06 11,49 10,40

6,32 8,20 1,21

7,51 9,02 1,66

3,38 9,99 0,50

4,34

0,17

10,1011,4612,4813,54 13,8813,

1,24 4,13 3,01 4,73 2,49

7,90 0,93 4,03 2,73

1,34 4,96 3,46 5,76 2,74 8,85 0,63 4,94 3,03

1,60 5,63

6,06 2,55 7,50 3,97

6,11 2,80 7,60 4,28

6,05 2,96 7,55 4,46

5,69 3,03 7,14 4,48

6,8

7,27

8,30 9,26 2,22

8,76 9,25 2,64

10,6311,' 912,1112,22

5,10

5,62

10,8611,0310,91

0,48

2,50 6,61 4,10 7,89 2,88

3,75 6,59 2,86 9,60 0,42 5,71; 6,82 3,24! 3,47

3,37 7,26 4,23 8,80 2,74

10,6811,36 0,15

0,99

3,99 7,67 4,22 9,41 2,50

0,03 7,551 8,01 3,62'3,71

7,47

7,37

8,95 9,10 2,91

8,83 8,46 3,15

12,1011,3910,20

5,91 10,66 1,38

13,6712,71

4,40 7,88 4,12 9,76 2,26

0 8,22 3,79

6,04 9,80 1,84

4,72

7,80

3,80

9.

1

7,94

3,42 4,56 6,84

5,09 2,86 6,41 4,17 9,05 6,81

8,14 7,53 3,07

5,71 8,64 1,97 11,33 4,60 7,24 3,34 9,19 1,40

11,7011,4010,52

0

8,05 3,90

0 7,26 3,94

4,32 2,53 5,47 3,67 7,75 5,94 8,90 7,07 6,35 2,78 8,67 5,04 7,24 1,90 9,58 4,15 6,36 2,76 8,14 1,00 9,15 0

6,03 3,82

2,75 3,66 5,50 9,16 3,42 2,08 4,36 3,00 6,18 4,82 7,09 5,72 5,00 2,32 6,87 4,12 5,69 1,66 7,53 3,48 5,18 2,14 6,69 0,65 7,35 0

4,58 3,48

1,97 2,62 3,94 6,56 2,41 1,51 3,08 .2,16 4,40 3,48 5,05 4,13 3,52 1,73 4,87 3,02 3,97 1,28 5,32 2,58 3,75 1,50 4,89 0,39 5,22

0 3,06 2,83

1,09 1,45 2,17 3,62 1,31 0,86 1,68 1,23 2,39 1,94 2,76 2,30 1,90 1,00 2,63 1,72 2,12 0,79 2

1,50 2,08 0,82 2,71 0,22 2,80

0 1,55 1,77

0,60 0,81 1,21 2,02 0,72 0,50 0,92 0,7U 1,32 1,09 1,53 1,30 1,02 0,58 1,44 0,99 1,14 0, 1,56 0.88 1,14 0,48 1,47 0,16 1,49 0

0,88 1,08

0,10 0,13 0,19 0,31 0,10 0,10 0,13 0,13 0,19 0,19 0,22 0,22 0,13 0,13 0,19 0.19 0,13 0,13 0,19 0,19 0,13 0,13

0,13 0,13

Rechnerische Untersuchungen über den Verdichtungsstoß bei Joukowsky-Profilen im Unterschallbereich').

Joukowsky-Profile zeichnen sich u. a. dadurch aus, daß die Luft-kraftbeiwerte im Normalflugbereich mit guter Näherung auf rechnerischem Wege bestimmt werden können. Diese Möglichkeit bleibt auch in durch Kompressibilitätserscheinungen gekennzeichneten Bereichen bestehen; darüber hinaus gelingt es, die Lage des Verdichtungsstoßes auf der Profiloberfläche sowie die kritische Mach'sche Zahl rechnerisch zu ermitteln.

Da das erstmalige Auftreten eines Verdichtungsstoßes bei Unterschallgeschwindigkeit an der Stelle der größten Geschwindigkeit erfolgen wird, besteht die Aufgabe zunächst darin, die Geschwindigkeitsoder Druckverteilung über dem Profil zu bestimmen. Für die in der Abb. 1 dargestellten symmetrischen J-Profile von 5, 10, 15 und 30% Dicke sind auf diese Weise die kritischen M-Zahlen und Lagen der Verdichtungsstöße ermittelt worden. Demnach wandert der Verdichtungsstoß bei ansteigendem Anstellwinkel zur Profilvorderkante hin. Bei dicken Profilen ist zu beobachten, daß der durch. Kompressibilität beeinflußte Bereich der Profiltiefe für 0 -r- 10° Anstellwinkel nach rückwärts wandert.

Die kritische M-Zahl läßt sich unter der Annahme, daß der Verdichtungsstoß an der Stelle der größten Geschwindigkeit auftritt,, wie folgt berechnen:

VmaX = Mkrit W

woraus sich unter Benutzung des Bernoullischen Theorems

Abb. 1. Abb. 2.

*J Report of the Aeron. Res. Inst., Tokyo, No. 205, März 1941.

oder

M2

Vmax

u

2

(4)

In den Gleichungen 1—4 bedeuten:

v = Strömungsgeschwindigkeit, c = lokale Schallgeschwindigkeit, c0 = Schallgeschwindigkeit im ungestörten Strömungsfeld, U = Strömungsgeschwindigkeit im ungestörten Strömungsfeld, x = Verhältnis der spez. Wärme cp/cv (für Luft == 1,4).

In der Zahlentafel I sind die

rechnerisch ermittelten Werte x/t für die Lage des Verdichtungsstoßes bei verschiedenen Anstellwinkeln und Profildicken zusammengestellt.

Mit Hilfe der Gleichung 4 ist noch Mknt als Funktion der Profildicke berechnet worden. Die Ergebnisse sind in der Abb. 2 und den Zahlentafeln II—V enthalten. Der Abb. 2 liegen kompressible Strömungsverhältnisse zugrunde. Die Zahlentafeln enhalten für jeden Anstellwinkel auch die Werte für eine Dicke 00 d. i. ein Kreiszylinder, und zwar für den Fall der Zirkulationsströmung. Der Kreiszylinder kann als Grenzfall des symmetrischen J-Profils bei der Bedingung d 00 und d/t = 1 angesehen werden.

p /

/ a

5

10

15

30

x/t

0,0835

0,1122

0,1336

0,1798

0,0056

0,0472

0,0884

0,1510

0,0011

0,0128

0,0419

0,1192

10°

0,0003

0,0032

0,0140

0,0781

Zahlentafel I.

a = 0°

d

d/t

Mkrit

kompr. S'röm.

inkompr. Ström.

5

0,0618

0,835

0,875

10

0,1179

0,746

0,796

15

0,1687

0,686

0,740

20

0,2150

0,643

0,698

30

0,2958

0,584

0,639

50

0,4210

0,520

0,573

oo

1 (Kreis)

0,421

0,466

Zahlentafel II.

Du

d/t

Mkrit

kompr. Ström.

inkompr. Srröm.

5

0,0618

0,633

0,679

10

0,1179

0,650

0,703

15

0,1687

0,617

0,671

20

0,2150

0,587

0,641

30

0,2958

0,542

0,595

50

0,4210

0,490

0,541

OO

1 (Kreis)

0,405

0,450

Zahlentafel III.

a = 5°

d

d/t

Mkrit

kompr. Ström.

inkompr. Srröm.

5

0,0618

0,367

0,401

10

0,1179

0,498

0,544

15

0,1687

0,518

0,567

20

0,2150

0,510

0,561

30

0,2958

0,485

0,535

50

0,4210

0,449

0,497

OO

1 (Kreis)

0,384

0,427

Zahlentafel IV.

« = 10°

 

d/t

Mkrit

d

kompr. Ström.

inkompr. Ström.

5

0,0618

0,200

0,221

10

0,1179

0,322

0,354

15

0,1687

0,380

0,418

20

0,2150

0,401

0,443

30

0,2958

0,406

0,449

50

0,4210

0,383

0,435

OO

1 (Kreis)

0,354

0,395

Zahlentafel V.

Aus der Abb. 2 ergibt sich die Tatsache, daß für von 0° verschiedene Anstellwinkel Mimt ein Maximum bei bestimmten Werten des Dickenverhältnisses erreicht. So ist beispielsweise für a = 2° der Größtwert von Mkrit bei d/t = 0,9, für a = 5° dagegen bei d/t = 0,17 vorhanden. Dieses Verhalten von M ist interessant und verdient besondere Beachtung. Die für inkompressible Strömung berechneten Werte von Mkrit liegen im allgemeinen etwa 10% über den Kurven der Abb. 2.

Entwicklung der Theorie, Schrifttum,

Die zweidimensionale Unterschallströmung einer kompressiblen Flüssigkeit über einem symmetrischen Joukowsky-Profil wurde erstmalig im Jahre 1934 von Poggi (1) rechnerisch untersucht. Eine mehr ins einzelne gehende Behandlung des Problems wurde von Kaplan (2, 3) vorgenommen. In einer ersten Näherung wird zunächst die durch Kompressibilität bedingte zusätzliche Geschwindigkeit auf der Profiloberfläche bestimmt, anschließend erfolgt die Berechnung der Zirkulation. Von dem gleichen Verfasser wurden auch Näherungsmethoden zur Berechnung von Auftrieb und Moment entwickelt, die jedoch auf dünne Flügelschnitte und kleine Anstellwinkel beschränkt sind. Die diesen Methoden anhaftenden Mängel gaben den Anstoß zur Abfassung des vorliegenden Berichtes, (Tokio-Report 205) der darüber hinaus eine Verallgemeinerung bringt insofern, als erstmalig das Geschwindigkeitspotential der kompr. Strömung über einem symmetrischen J-Profil für beliebige Stellen im Strömungsfeld und bei veränderlichem Anstellwinkel bestimmt wird. Die hierbei gewonnenen Erkenntnisse werden darauf mit Erfolg bei den sich ergebenden Problemen in Nähe der Profiloberfläche verwendet.

Im einzelnen ergibt sich die folgende Unterteilung des Rechnungsganges. 1. Bestimmung der zusätzlichen durch Kompressibilität bedingten Geschwindigkeit und 2. der Zirkulation über dem Profil unter der bekannten Kutta'schen Bedingung, daß ein glattes Abströmen von der Profilhinterkante erfolgt. 3. Mit Hilfe von 1 und 2 wurde eine einwandfreie erste Näherung für die zusätzliche durch Kompressibilität hervorgerufene Zirkulation gefunden. 4. gelang es, einen allgemeingültigen Ausdruck für den Auftrieb eines J-Profils zu finden. 5. Bestimmung des Einflusses einer Änderung des Dickenverhältnisses auf die zusätzliche Zirkulation. 6. Bestimmung der sogenannten kritischen M-Zahl; das Verfahren und die Ergebnisse wurden eingangs auszugsweise wiedergegeben. 7. Änderung des Auftriebes durch Kompressibilität: für dünne

(1-M2)1/2

Profile und kleine Anstellwinkel nimmt ca kompr. im Verhältnis--—zu.

(Prandtl-Glauert.)

Zwei weitere Berichte behandeln die Unterschallströmung einer kompressiblen Flüssigkeit über elliptischen Zylindern. (4, 5.)

Nicolaus.

1. L'Aerotecnica (1934) S. 532—549

2. NACA Report 621 (1938)

3. NACA Report 671 (1938)

4. Tokio Report 194 (1940)

5. Tokio Report 201 (1940)

Veröffentlicht in Nr. 18/1941.

KONSTRUKTION INZELHEITRH

Rohrschellen aus Aluminium werden in USA von Adel sowie Bendix mit einem iibrationsaufnehmenden Stoff innen überzogen, in den gangbarsten Größen hergestellt. Die Verbesserungen beziehen sich auf die Befestigung des elastischen Mittels, wobei vermieden werden muß, daß es beim Anziehen der Schelle seitlich heraus gequetscht wird. Das elastische Mittel wird im Wärmeverfahren befestigt. Die Abbildung 1 zeigt eine Schelle von Adel, Abb. 2 und 3 die von Bendix mit Neoprene-Einlage.

Abb.

Abb. 2. Abb. 3.

Archiv Flugsport

Schneekufen der „Federal Aircraft Works", Minneapolis, Minnesota USA. für Flugzeuggewichte bis 2100 kg werden in Metallbauweise in 6 Größen hergestellt. Die Stellung der Kufen im Fluge wird durch eine besondere Federstrebe in ihrer Lage gehalten.

Verschwindfahrwerk vom Brewster XF2A-I. Mitteldecker (vergleiche Typenbeschreibung Flugsport 1938, Seite 389) zeigt nebensteh. Abbildung. Die gekröpften Federbeinstreben sind am Flügelholm angelenkt und bilden mit der nach der Rumpf-unterseite führenden Knickstrebe einen Dreiecksverband. Der Strebenknotenpunkt an der Rumpfunterseite wird durch einen hydraulischen Zylinder hochgezogen, so daß die Laufräder im Unterteil des Rumpfes verschwinden. Durch eine Arre-tier-Vorrichtung wird das eingezogene Fahrwerk gesichert.

Zeichnung: Archiv Flugsport

:furWerksteftu.Fiuqplarz

Fräs- und Sageeinrichtung für Plexiglas ist von den Junkers-Werken als kleine Universal-Maschine entwickelt worden. Das Herausarbeiten der Scheibenteile für Kanzeln und Führerraumdächer aus den großen Plexiglastafeln kann mit Hilfe eines kleinen Sägeblattes erfolgen, das sich, wie auch bei jedem anderen Schaftfräser, in ein auf der Motorwelle angebrachtes Spannfutter einspannen läßt. Ein in der Höhe verstellbarer und in Richtung der Fräserachse schwenkbarer Bock für die Scheibenauflage ermöglicht das Einfräsen von Fassetten an den Scheibenrändern sowie auch Abschrägungen. Gebogene Scheiben können ebenfalls bearbeitet werden. Antrieb erfolgt durch einen Elektromotor, in. den ein Ventilator eingebaut ist, der die abgefrästen Späne fortbläst, damit sie bei der Bearbeitung nicht stören. — Die ganze Einrichtung ist auf eine gemeinsame Grundplatte montiert und leicht an jede Werkbank anzubringen. Für Front-Flugplätze und Reparaturwerften, wo manchmal zerstörte Scheiben einzeln wieder eingebaut werden müssen, ist diese Einrichtung ein unentbehrliches Hilfsmittel.

Fräs- und Sägeeinrichtung für Plexiglas.

Werkbild

Röntgenprüfung eines Motorge-gehäuses des „JUMO 211" bei den Jim-kers-Werken zeigt nebenstehende Abbildung. Vor Einführung der Röntgenprüfung waren Werkstoffuntersuchungen nur durch Bruchproben möglich und auch nur stichprobenweise. Sie waren kostspielig und wenig zuverlässig, da man von der Beschaffenheit einiger weniger Bruchstellen auf die

Gesamtlieferung schließen mußte. Durch die Einführung der Röntgenprüfung, die eine Prüfung jedes einzelnen Werkstückes ermöglicht, ist so eine erhöhte Sicherheit geschaffen worden, die ihrerseits wieder zur Lei-stungs- und Luftüberlegenheit unserer Flugzeuge beiträgt.

Röntgenprüfung eines „JUMO-211"-Motorgehäuses.

Bild Junkers-FM

Stauscheiben-Variometer zeigt die Steig- bzw.

Sinkgeschwindigkeit an. Das Stauscheibenprinzip (vgl. die nebenstehende Abb.) wurde erstmalig von Dr. Horn angewendet. An Stelle einer Dose dient eine federgefesselte und in einer Windkammer frei drehbar eingeschlossene Stauscheibe zur Messung des Druckunterschiedes, der sich bei Veränderung der Höhenlage zwischen der Innenluft eines Vorratsgefäßes und der Außenluft ausbildet, wenn das Vorratsgefäß nur eine kleine Öffnung aufweist. — Das Stauscheibenvariometer wird in großer Norm (Bezeichnung HORN V 7) und in kleiner Norm (Bezeichnung HORN V 5) geführt. Sein Meßbereich erstreckt sich bis ± 5 m/sec. — Dieses Meßverfahren hat eine bis heute unerreichte Einstellgeschwindigkeit der Anzeige auf die jeweils tatsächliche Steig- und Sinkgeschwindigkeit zur Folge und setzt damit den Segelflieger in die Lage, Veränderungen der Aufwindverhältnisse sofort zu erkennen. Gewicht des Meßgerätes 0,200 kg, des Ausgleichsgefäß ebenfalls 0,200 kg. Gewicht des Meßgerätes für Motorflugzeuge 0,34 kg.

 

a

b

c

d

Horn V 7 mm

89

83

47,5

25

Horn V 5 mm

66,7

61

42,5

37

FLUG UNDSCHÄ

Inhalt.

Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verlieh der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht an Oblt. Philipp anläßlich seines 52. Luftsieges.

Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verlieh der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht an: Hptm. Stams, Gr.-Kommand. i. e. Kampfgeschw., Oblt. Bauer, Staffelkpt., Oblt. Olejnik, Staffelkpt, Oblt. Graf von Kageneck, Staffelkpt., Ofw. Dahmer, Flugzeugf., alle in einem Jagdgeschw., ferner Oblt. Leie, Flugzf., Oblt. Pflanz, Flugzgf., Lt. Mayer, Flugzgf., sämtl. in einem Jagdgeschw., weiterhin Hptm. Wilke, Gruppk., Oblt. Mütherich, Staffelkpt., Lt. Pöhs, Flugzf., Lt. Schramm, Flugzf., alle in einem Jagdgeschwader.

Hptm. Kaminski, Grppkom. i. e. Zerstörergeschw., Hptm. Rossiwall, Staffelkpt. i. e. Zerstörergeschw., Lt. Thurner i. e. Kampfgeschw.

Deutsch-Europäisches Patentamt? In der Zeitschrift „Gewerblicher Rechtsschutz" (1941, Mai-Juniheft) macht Dr. v. Knieriem den beachtlichen Vorschlag, dem Reichspatentamt die Neuheits- und Erfindungs-Prüfung aller Patentanmeldungen im europäischen Raum zu übertragen. Durch die Vereinheitlichung des Patentrechts, das derzeit auf dem Kontinent gegen 30 verschiedene Spielarten aufweist, würde dem Erfinder wie der Technik ungemein gedient werden. Daß das Reichspatentamt zur Lösung dieser Aufgabe geradezu berufen ist, geht schon daraus hervor, daß wichtige Patentanmeldungen von Ausländern in ihrem Lande häufig erst nach Abwarten des deutschen Prüfungsergebnisses gestartet werden. Die formale Erteilung des Patents und die Rechtsprechung im Verletzungsstreit soll den einzelnen Staaten verbleiben; eine übergeordnete Instanz würde die Einheit der Rechtsprechung überwachen.

Lilienthal-Preis und Ludwig-Prandtl-Preis 1941.

Am 10. August, dem Todestage von Otto Lilienthal, wurde auch in diesem Jahr das Ergebnis der Bewerbungen um den Lilienthal-Preis und den Ludwig-Prandtl-Preis verkündet. Die Preise stellt der Reichsminister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung der Lilienthal-Gesellschaft zur Verfügung, die ihrerseits die mit der Begutachtung der Bewerbungen und der Auswahl der Preisträger zusammenhängenden Arbeiten übernimmt.

Der Lilienthal-Preis in Höhe von 5000.— RM soll einem Abiturienten einer

höheren deutschen Schule das Studium der Luftfahrtwissenschaft und -technik ermöglichen. Im Jahre 1941 haben sich 5 Abiturienten um den Preis beworben. Drei der Arbeiten bewiesen Fleiß und das Bemühen, die selbstgestellten Aufgaben zu lösen, ließen jedoch z. T. größere Mängel in den wissenschaftlichen Grundlagen erkennen. Da die Verleihung des Lilienthal-Preises eine ganz besondere Auszeichnung eines Abiturienten in jedem Jahre darstellen soll und demgemäß von den Bewerbern nicht nur Fleiß und charakterliche Eignung zum Studium, sondern auch überdurchschnittliche wissenschaftliche Begabung gefordert werden müssen, hat der Preisrichterausschuß — insbesondere auch nach einem Vergleich mit den Arbeiten der Vorjahre — den Lilienthal-Preis in diesem Jahr keinem der Bewerber zuerkannt. Den sauberen und erfolgreichen Arbeiten des Abiturienten German Buck auf dem Gebiet des Flugmodellbaues wurde allerdings die Anerkennung nicht versagt und es wurde den zuständigen Stellen empfohlen, German Buck bei seinem beabsichtigten Studium der Luftfahrtwissenschaft zu fördern.

Der vom Reichsminister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung für 1941 zur Verfügung gestellte Preis soll dazu verwandt werden, im nächsten Jahr gegebenenfalls einem zweiten Abiturienten das Studium der Luftfahrtwissenschaft zu ermöglichen.

Der Ludwig-Prandtl-Preis, der alljährlich in Höhe von 3000.— RM verteilt wird, zeichnet die beste Jahresleistung einer deutschen höheren Schule auf dem Gebiet der Flugphysik in Verbindung mit dem Flugmodellbau aus. Es kann sich hierbei um eine Einzelarbeit von Lehrern oder Schülern oder um eine Gemeinschaftsarbeit handeln. Um den Ludwig-Prandtl-Preis 1941 haben sich drei Schulen beworben. Der Preis wurde der Gewerblichen Berufsschule in Bonn am Rhein zuerkannt für eine Arbeit des Gewerbeoberlehrers F. W. Schmitz, die dieser unter Milhilfe von Schülern. höherer Lehranstalten über das Thema „Zur Aerodynamik des Flugmodells" angefertigt hat. Die Arbeit von Schmitz gibt die bisher fehlende Grundlage für eine spezielle Aerodynamik des Flugmodells, die von derjenigen des großen Flugzeuges grundverschieden ist. Schmitz hat für den Bereich der Reynoldsschen Zahlen Re = 20 000 bis 170 000 exakte Tragflügelmessungen im Windkanal durchgeführt. Diese erstmalige Gewinnung von Polaren der unterkritischen Strömung und der Übergangszone war erst möglich, nachdem es ihm gelungen war, durch Umbau den ihm zur Verfügung stehenden Windkanal weitgehend turbulenzfrei zu machen. Die von Schmitz gewonnenen Zahlenwerte der Polaren ermöglichen erstmalig die Berechnung der Flugleistung und der Längsstabilität von Flugmodellen. Die Meßergebnisse können zugleich als Grundlage dienen für die Deutung von Versuchen in Trudel- und Freiluftwindkanälen, von Versuchen mit Modellschiffsschrauben und beim Entwurf von Ventilatoren. Die Ergebnisse wenden den Modellbau im Sinne Lilienthals zwangsläufig zur Betrachtung des biologischen Vorbildes, zum Vogelfluge hin, da Vogel und Modell im gleichen Re-Zahlbereich fliegen, also aerodynamisch verwandt sind, während zwischen Flugzeug und Flugmodell das Ähnlichkeitsgesetz von Reynolds unerfüllbar ist.

Kehrberg, NSFK.-Obf., zum NSFK.-Brigadef. und Chef des Führungsarntes im Stabe des Korpsführers ernannt.

Eaeumker, Ministerialdirigent, Chef der Forschungsabteilung im Techn. Amt des Generalluftzeugmeisters von der Techn. Hochschule Braunschweig zum Ehrensenator und von der Techn. Hochschule München zum Ehrenbürger ernannt.

Ausland.

Jap. Marineluftwaffenchef jetzt Vizeadmiral Sabamoto.

„Le Vie delPAria" ab 1. 8. 1941 neuer Direktor Oblt. Dr. Salvatore Capezzone.

Brasilien gründete am 6. 5. 1940 die Flugzeugfabrik „Construccoes Aeronauticas S. A." in Lagao Santa mit Gesellschaftssitz in Rio de Janeiro. Die Fabrik soll ihre Tätigkeit im Laufe eines Jahres beginnen und jährlich 400—500 Metallflugzeuge herstellen.

Australische Luftwaffe verbrauchte, nach einer Reutermeldung aus Melbourne, als Dominion mit der Kriegshilfe für England bisher mehr als 45 Mill Pfund Sterling. Zur Zeit werden für die australische Luftwaffe wöchentlich 450 000 Pfund verbraucht; diese Summe soll sich noch auf 1 Mill. erhöhen.

Nordamerika-Westafrika- Luftlinie für Flugzeuglieferungen soll, nach einer Mitteilung Roosevelts vom 18. 8. an die Presse, geschaffen werden. Die Flugzeuglieferungen sind für britische Bedürfnisse im Mittelosten bestimmt. Die Durchführung der Linie übernimmt die „Pan-American-Airways", welche auch den Transport von Westafrika

nach dem Nahen Osten ausführt. Die Flugzeuge sollen von amerikanischen Piloten geflogen werden.

Rearwin-2-Sitzer-Schulflugzeug, hervorgegangen aus dem Rearwin-Cloudster, 120 PS, Spannweite 10,67 m, Gesamtlänge knapp 3,52 m, Reisegeschwindigkeit 193 km/h für Instrumenten-Übungsflüge der Pan American Airways-Piloten bestimmt,

USA Northwest Airlines richtete neue Fluglinie ein, welche den Mittelwesten mit Alaska verbindet; hierdurch ist es möglich, Alaska von New York aus in 24 Stunden zu erreichen. Die Fluglinie geht von St. Paul und Minneapolis nach Fairbanks über Fargom Edmonton und White Horse.

3« NACA-Motorforschungs-Laboratorium wird auf dem Flugplatz von Cleveland mit 8 Mill. Dollar Baukosten errichtet.

Lockheed L-49 Constellation, 4-mot. Langstrecken-Transportflugzeug. Pan American Airways Inc. und Transcontinental & Western Air Inc. bestellten bei der Lockheed Aircraft Corp. in Burbank je 40 Flugzeuge dieses Types. Die 0. P. M. hat jedoch bisher nur die Erlaubnis zur Fabrikation des Prototyps erteilt.

Luftwaffe.

Führerhauptquartier, 15. 8. 41. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Im Kampf gegen die britische Versorgungsschiffahrt vernichtete die Luftwaffe vor der schottischen Ostküste einen Frachter von 5000 BRT. und traf ein zweites großes Handelsschiff schwer. Andere Kampfflugzeuge versenkten aus Geleitzügen ostwärts Cromer und Great Yar-mouth zwei Handelsschiffe mit zusammen 15 000 BRT., warfen zwei Frachter in Brand und beschädigten zwei weitere Handelsschiffe schwer. Andere Luftangriffe richteten sich gegen Hafenanlagen an der englischen Ostküste. — In Nordafrika erzielten Kampfflugzeuge einen Bombenvolltreffer auf einem britischen Zerstörer nördlich von Sidi el Barani. — Bei dem Angriff eines stärkeren deutschen Kampffliegerverbandes auf den Flugplatz lsmaila in der Nacht zum 14. 8. entstanden große Brände in Flugzeughallen und Unterkünften. — An der Kanalküste schössen Jäger und Flakartillerie am gestrigen Tage neun britische Jagdflugzeuge ab. — Der Feind warf in der letzten Nacht an verschiedenen Orten Nordwest- und Norddeutschlands Spreng- und Brandbomben. Nachtjäger und Flak schössen 10 der angreifenden britischen Bomber ab.

Führerhauptquartier, 16. 8. 41. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Vor der englischen Ostküste versenkten Kampfflugzeuge am Tage zwei Handelsschiffe mit zusammen 7500 BRT. und beschädigten bei den Faröer-Inseln ein größeres Handelsschiff. Bei Cambridge wurden wehrwirtschaftliche Anlagen mit Bomben schweren Kalibers belegt. Ein Vorpostenboot schoß im Kanal ein britisches Jagdflugzeug ab. — In der letzten Nacht vernichtete die Luftwaffe vor de britischen Ostküste ein Handelsschiff von 2000 BRT. und griff verschiedene Häfen und militärische Anlagen im Osten der Insel an. — In Nordafrika bombardierten deutsche Sturzkampfflugzeuge mit guter Wirkung

Transport eines Verwundeten in einem Nahaufklärer. PK-Schödi-Weitbild

britische Schiffe im Hafen von Tobruk, Flakstellungen, Munitionslager und Kraftfahrzeugansammlungen des Feindes. — Eine geringe Zahl von Sowjetbombern versuchte in der letzten Nacht, das nördliche und nordöstliche Reichsgebiet anzugreifen. Die Angriffe blieben völlig wirkungslos.

Führerhauptquartier, 17.8.41. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Im Kampf gegen Großbritannien richtete sich ein wirksamer Tagesangriff der Luftwaffe gegen Rüstungswerke in Nordschottland. — In der letzten Nacht versenkten Kampfflugzeuge vor der englischen Ostküste zwei Handelsschiffe mit zusammen 5000 BRT. und erzielten Treffer auf drei größeren Frachtern. Ferner wurden mehrere Flugplätze und Hafenanlagen im Osten der Insel bombardiert. — Bei Versuchen, am gestrigen Tage die Kanalküste anzugreifen, verlor die britische Luftwaffe in Luftkämpfen 15 Flugzeuge. — Britische Bomber warfen in der letzten Nacht an einigen Orten Westdeutschlands eine geringe Zahl von Spreng- und Brandbomben. Es entstanden keine wehrwirtschaftlichen oder militärischen Schäden. Nachtjäger und Flakartillerie schössen 11 der angreifenden Flugzeuge ab.

Führerhauptquartier, 18.8.41. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Nachtangriffe der Luftwaffe richteten sich mit guter Wirkung gegen militärische Anlagen in Moskau sowie gegen verschiedene Eisenbahnlinien. — Im Kampf gegen Großbritannien belegten in der letzten Nacht stärkere Kräfte der Luftwaffe den Versorgungshafen Hull mit einer großen Zahl Bomben aller Kaliber. Volltreffer in Lagerhallen am Humber und in wehrwirtschaftlichen Anlagen der Stadt verursachten mehrere Brände. Andere Kampfflugzeuge vernichteten an der schottischen Ostküste einen Frachter von 4000 BRT. und beschädigten ein zweites Handelsschiff erheblich. Bei Nachtangriffen gegen verschiedene englische Flugplätze wurden starke Explosionen hervorgerufen. — Britische Bomber warfen in der Nacht zum 18. 8. an einigen Orten West- und Norddeutschlands eine geringe Zahl von Spreng- und Brandbomben. Die Angriffe blieben militärisch wirkungslos. Nachtjäger schössen zwei britische Bomber ab.

Führerhauptquartier, 19.8.41. (DNB.) Oberk.d.Wehrmacht: Beim Angriff auf den Hafen von Odessa hat die Luftwaffe 9 große Truppentransporter durch schwere Bombentreffer unbrauchbar gemacht, 3 Kriegsschiffe, darunter einen schweren Kreuzer, beschädigt. — Fernkampfflugzeuge versenkten im Atlantik aus einem stark gesicherten Geleitzug zwei feindliche Handelsschiffe mit zusammen 20 000 BRT. — In der letzten Nacht richteten sich Angriffe stärkerer Verbände der Luftwaffe mit sichtbarem Erfolg gegen das englische Schiffsbauzentrum von Sunderland. Andere Kampfflugzeuge bombardierten verschiedene Flugplätze auf der Insel. — In Nordafrika griffen deutsche und italienische Sturzkampfflugzeuge die Hafenanlagen von Tobruk an. Sie erzielten Bombentreffer in Materiallager und Ausladeplätzen. Ein feindliches Schiff wurde schwer beschädigt. — Britische Kampfflugzeuge warfen in der letzten Nacht an einigen Stellen Westdeutschlands Bomben. Die Zivilbevölkerung hatte geringe Verluste. Militärischer oder wehrwirtschaftlicher Schaden entstand nicht. Nachtjäger, Kampfflugzeuge und Flakartillerie schössen 12 britische Bomber ab. Einzelne sowjetrussische Flugzeuge, die nach Norddeutschland einflogen, wurden zum Abdrehen gezwungen.

Führerhauptquartier, 20. '8. 41. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Im Seegebiet um England beschädigte die Luftwaffe am Tage durch Bombentreffer ein größeres Handelsschiff. Nachtangriffe richteten sich gegen Rüstungswerke und Hafenanlagen an der Ost- und Südküste der britischen Insel sowie gegen mehrere Flugplätze. — Vor der nordafrikanischen Küste versenkten deutsche Sturzkampfflugzeuge einen Transporter von 1500 BRT. und einen Schlepper. Zwei Handelsschiffe wurden erheblich beschädigt. — Deutsche Kampfflugzeuge griffen in der letzten Nacht den britischen Flottenstützpunkt Alexandria an. — Beim Versuch, am gestrigen Tage die Kanalküste anzugreifen, erlitt die britische Luftwaffe wieder eine schwere Niederlage. Jäger und Flakartillerie Schossen 29, Minensuchboote ein feindliches Flugzeug ab. — Eine geringe Zahl feindlicher Bomber warf in der letzten Nacht im nordwestdeutschen Küstengebiet Spreng-und Brandbomben. Die Schäden sind unerheblich. Zwei britische. Bomber wurden durch Nachtjäger und Marineartillerie abgeschossen.

Führerhauptquartier, 21. 8. 41. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Verbände der Luftwaffe fügten den von Odessa und Otschakow über See flüchtenden Sowjettruppen sowie feindlichen Kolonnen ostwärts des Dnjepr-Bogens wieder schwere Verluste zu. Sie versenkten im Schwarzen Meer einen Transporter von 6000 BRT. und beschädigten 3 weitere große Handelsschiffe. — Kampfflugzeuge vernichteten im Seegebiet um England bei Tage aus einem Geleitzug heraus einen Frachter von 3000 BRT. —

An der Kanalküste verlor die britische Luftwaffe in Luftkämpfen 4 Jagdflugzeuge. Vier weitere britische Flugzeuge wurden durch Minensuch- und Vorpostenboote abgeschossen. — Ein Versuch einzelner Sowjetbomber, in der letzten Nacht das norddeutsche Küstengebiet anzugreifen, blieb wirkungslos.

Führerhauptquartier, 22. 8. 41. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Die Sowjetluftwaffe verlor insgesamt 11 250 Flugzeuge, davon wurden 5633 am Boden zerstört, die übrigen in Luftkämpfen und durch Flakartillerie abgeschossen. — An der britischen Ostküste beschädigte die Luftwaffe in der vergangenen Nacht zwei feindliche Frachter durch Bombentreffer. — An der Kanalküste brachen Angriffsversuche der britischen Luftwaffe auch am gestrigen Tage zusammen. Jäger und Flakartillerie schössen 26, Marineartillerie 3 feindliche Flugzeuge ab. Ein Sperrbrecher der Kriegsmarine schoß vor der Atlantikküste ein britisches Kampfflugzeug ab. — In Nordafrika erzielten deutsche Kampfflugzeuge Bombentreffer auf zwei britischen Leichten Kreuzern bei Sidi el Barani. Truppen- und Materialausladungen in Tobruk wurden mit Bomben aller Kaliber belegt, drei britische Jagdflugzeuge in Luftkämpfen abgeschossen. — Der Feind flog weder bei Tage noch bei Nacht in das Reichsgebiet ein.

Führerhauptquartier, 23. 8. 41. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: An der Südostküste Englands versenkten Kampfflugzeuge am gestrigen Tage ein Handelsschiff von 1000 BRT. In der vergangenen Nacht bombardierte die Luftwaffe mehrere Flugplätze auf der Insel. Minensuch- und Vorpostenboote schössen im Kanal zwei britische Bomber ab. — Bei einem Angriff deutscher Kampfflugzeuge auf den britischen Flottenstützpunkt Alexandria in der Nacht zum 22. 8. wurden Bombentreffer in Hafenanlagen und Versorgungsbetrieben erzielt. Größere Brände entstanden. — Britische Flugzeuge warfen in der letzten Nacht an verschiedenen Orten West- und Südwestdeutschlands mit geringer Wirkung Spreng- und Brandbomben. Flak schoß einen der angreifenden Bomber ab.

Führerhauptquartier, 24. 8. 41. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: In Nordafrika war am 22. 8. ein Angriff deutscher Sturzkampfflugzeuge auf den Hafen von Tobruk besonders erfolgreich. Bombenvolltreffer setzten Flakbatterien außer Gefecht, zerstörten Munitionslager und beschädigten mehrere Schiffe. Kampfflugzeuge bombardierten in der letzten Nacht mit guter Wirkung Stapelplätze des Feindes bei Marsa Matruk. Der Feind flog weder bei Tage noch bei Nacht in das Reichsgebiet ein. — In der Zeit vom 22. 6. bis 23. 8. verlor die britische Luftwaffe in Kämpfen über Großbritannien, im Seegebiet um die Britische Insel und in Nordafrika sowie bei Angriffen auf das Reichsgebiet und die besetzten Gebiete insgesamt 1044 Flugzeuge. Davon schössen Verbände der Luftwaffe 916, Einheiten der Kriegsmarine 128 britische Flugzeuge ab. Während der gleichen Zeit gingen im Kampf gegen Großbritannien 127 eigene Flugzeuge verloren.

Führerhauptquartier, 25. 8. 41. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Im Kampf gegen England belegte die Luftwaffe am Tage den Hafen Great Yarmouth mit Bomben schweren Kalibers. — Während der Nacht richteten sich Luftangriffe gegen Hafenanlagen an der britischen Ostküste sowie gegen mehrere Flugplätze auf der Insel. Vorpostenboote schössen vor der niederländischen Küste einen britischen Bomber ab.

Offiziere d. span. Freiwilligen-Fliegerkorps „Blaue Division" während der Vereidigung.

Weltbild

— Eine geringe Zahl britischer Flugzeuge warf in der letzten Nacht an einigen Orten Westdeutschlands Spreng- und Brandbomben. Die Schäden sind unerheblich. Nachtjäger Schossen drei der angreifenden Bomber ab.

Führerhauptquartier, 26. 8. 41. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: An der britischen Ostküste wurden am gestrigen Tage militärische Anlagen bombardiert. In der vergangenen Nacht versenkten Kampfflugzeuge im St. Georgs-Kanal aus einem Geleitzug heraus einen Frachter von 6000 BRT. — In Nordafrika griffen deutsche Sturzkampfflugzeuge am 24. 8. und in der Nacht zum 25. 8. den Hafen von Tobruk an. Durch Volltreffer schweren Kalibers wurden Hafeneinrichtungen zerstört, ein größeres Handelsschiff beschädigt und britische Flakbatterien zum Schweigen gebracht. — Britische Flugzeuge griffen in der letzten Nacht das west- und südwestdeutsche Reichsgebiet an, ohne nennenswerte Wirkung zu erzielen. Flak schoß 7 der angreifenden Bomber ab.

Führerhauptquartier, 27. 8. 41. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Die Luftwaffe führte schwere Schläge gegen Truppenansammlungen ostwärts Kiew und zerstörte mit nachhaltiger Wirkung das Eisenbahnnetz westlich Moskau und im Räume um Leningrad. Im Finnischen Meerbusen versenkten Kampffliegerverbände vier weitere Truppentransporter mit zusammen 9000 BRT., beschädigten vier weitere Truppentransporter schwer und erzielten Bombentreffer auf einem Zerstörer und einem Flottillenführer. Zwei weitere Zerstörer wurden ostwärts der Fischerhalbinsel schwer getroffen. — Im Kampf gegen Großbritannien bombardierte die Luftwaffe in der vergangenen Nacht Hafenanlagen an der englischen Ostküste und Flugplätze auf der Insel. — Bei Versuchen, am gestrigen Tage die Deutsche Bucht und die Kanalküste anzugreifen, verlor die britische Luftwaffe 23 Flugzeuge, von denen 11 in Luftkämpfen, 4 durch Vorpostenboote, je .3 durch Flak und Minensuchboote und 2 durch Marineartillerie abgeschossen wurden. — Bei einem Angriff deutscher Kampfflugzeuge in der Nacht zum 26. 8. auf den Flottenstützpunkt von Alexandria richteten Bombentreffer in Hafen- und Bahnanlagen große Zerstörungen an. — Britische Flugzeuge warfen in der letzten Nacht an einigen Orten West- und Südwestdeutschlands und unter anderem auf Wohnviertel in Köln Spreng- und Brandbomben. Flakartillerie brachte 2 der angreifenden Bomber zum Absturz.

Führerhauptquartier, 28. 8. 41. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Verbände der deutschen Luftwaffe vernichteten am gestrigen Tage 109 Sowjetflugzeuge, außerdem schössen ungarische Jäger 10, italienische Jäger 8 sowjetrussische Flugzeuge ab. — Im Seegebiet um England versenkte ein Kampfflugzeug am Tage bei den Faröer-Inseln einen Frachter von 4000 BRT. — Wirksame Nachtangriffe der Luftwaffe richteten sich gegen mehrere englische Flugplätze. — An der Kanalküste verlor die britische Luftwaffe am gestrigen Tage 11 Flugzeuge in Luftkämpfen und 2 durch Flakabwehr. — Deutsche Kampfflugzeuge erzielten in der Nacht zum 27. 8. Bombenvolltreffer in den Anlagen des Flugplatzes Ismaila am Suez-Kanal. — Britische Flugzeuge griffen in der vergangenen Nacht den Raum um Mannheim an. Die Schäden sind unerheblich. Flakartillerie schoß einen der angreifenden Bomber ab.

Italien.

Rom, 15. 8. 41. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: Einheiten der italienischen Luftwaffe bombardierten gestern mit Erfolg Lagerhäuser und Brennstoffdepots auf Cypern. — Im Laufe der Nacht warfen unsere Flugzeuge Bomben schweren Kalibers auf Flugzeugstützpunkte in Malta ab. Die Ziele wurden voll getroffen. — Die Luftwaffe der Achse setzte ihre erfolgreichen Aktionen fort. Es wurden Verteidigungsund Hafenanlagen in Tobruk und Marsa Matruk sowie ein 3000-BRT.-Dampfer in den Gewässern von Marsa Matruk und ein Zerstörer nördlich von Sidi el Barani getroffen. Englische Flugzeuge führten einen Einflug auf Tripolis durch. — Die englische Luftwaffe bombardierte erneut die Wohnviertel von Gondar. — In der vergangenen Nacht griffen englische Flugzeuge Catania und Augusta an. In Catania gab es drei Tote und zwanzig Verwundete. Das heftige Feuer der Bodenabwehr zwang den Feind, den größten Teil seiner Bomben ins Meer abzuwerfen. Eines der Flugzeuge wurde in Brand geschossen und stürzte ins Meer ab.

Rom, 16. 8. 41. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: In der vergangenen Nacht bombardierten Verbände unserer Luftwaffe erneut Flug- und Flottenstützpunkte auf Malta. Englische Flugzeuge führten wiederum Nachtangriffe auf Catania aus, wo Spreng- und Splitterbomben abgeworfen wurden. Zahlreiche Wohnhäuser wurden beschädigt. Es sind viele Tote und Verwundete zu beklagen. Die Bevölkerung zeigte

eine disziplinierte Haltung. — Bei Angriffsversuchen feindlicher Flugzeuge auf an der Küste von Tripolitanien entlang fahrende Schiffe schoß unsere Flak 3-feindliche Flugzeuge ab.

Rom, 17. 8. 41. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: Die englische Luftwaffe führte in der vergangenen Nacht erneut eine Aktion gegen die Stadt Catania durch und griff Syrakus an, wo sie vom heftigen Feuer unserer Bodenabwehr empfangen wurde. Spreng- und Brandbomben trafen Wohnhäuser. Es gab einige Schäden, jedoch keine Opfer. Bei dem Angriff auf Catania am 16. 8. wurden 18 Tote und 25 Verletzte als Opfer festgestellt. — Deutsche und italienische Flugzeuge bombardierten wirksam im Hafen vor Anker liegende Schiffe und Verteidigungsstellungen Tobruks sowie Bodenziele bei Marsa Matruk, ferner zwei Schiffseinheiten, die sich östlich von Tobruk auf Fahrt befanden. — Englische Flugzeuge griffen Bardia, Derna und Bengasi an. Es sind zwei Tote und einige Verwundete zu beklagen. Die Bodenabwehr schoß ein feindliches Flugzeug ab.

Rom, 18. 8. 41. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: In Nordafrika erzielte die Luftwaffe der Achse weitere Erfolge. Deutsche Flugzeuge griffen erneut Lagerhäuser und Hafenanlagen von Tobruk an, wo Brände hervorgerufen wurden. Es wurde festgestellt, daß ein bei einem früheren Angriff getroffenes 1000-Tonnen-Schiff gesunken ist. Italienische Flugzeuge bombardierten mit guter Wirkung die Anlagen von Marsa Matruk und versenkten in den Gewässern zwischen Marsa Matruk und Sidi el Barani einen von einem Kriegsschiff geleiteten Dampfer. — Im Verlaufe des im gestrigen Wehrmachtsbericht gemeldeten Angriffs auf Bardia wurden zwei feindliche Flugzeuge, die zum Landen gezwungen wurden, von deutschen Einheiten unbeschädigt erbeutet und ihre Besatzungen gefangengenommen. — Britische Flugzeuge führten Angriffe auf Bengasi und auf einen vorgeschobenen Flugplatz durch, wo die Bodenabwehr eine feindliche Maschine abschoß. — In Ostafrika wiederholte der Feind die Luftangriffe auf Gondar und auf die vorgeschobenen Stellungen in diesem Abschnitt. — Im mittleren Mittelmeer wurde eines unserer Aufklärungsflugzeuge von fünf Spitfires angegriffen. Im Verlauf des sich entwickelnden Kampfes gelang es unserem Flugzeug, obwohl es beschädigt war und Verwundete an Bord hatte, ein feindliches Flugzeug abzuschießen und zu seinem Stützpunkt zurückzukehren.

Rom, 19. 8. 41. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: In den frühen Morgenstunden des gestrigen Tages warfen feindliche Flugzeuge in der Nähe von Catania einige Bomben. Es gab weder Opfer noch Schäden. Die Verluste unter der Bevölkerung Catanias bei den Luftangriffen vom 15. auf 16. 8. belaufen sich auf insgesamt 25 Tote und 37 Verletzte. — Deutsche und italienische Sturzkampfverbände, die von italienischen Jägern begleitet waren, griffen mit bestem Ergebnis und trotz heftigem feindlichem Abwehrfeuer Munitions- und Materiallager, Hafenanlagen und Barackenlager von Tobruk an. Ein feindliches Schiff wurde schwer beschädigt. Alle unsere Flugzeuge kehrten, obwohl sie zum großen Teil getroffen waren und einige Verwundete an Bord hatten, an ihre Stützpunkte zurück. Andere italienische Kampfflugzeuge richteten ihr Feuer auf bri-

Sowjet. 2mot. Bombenflugzeug, von deutschen Jägern abgeschossen. Man beachte auf der Unterseite die Sturzflugbremse. Weltbild

tische Kraftfahrzeuge in der Oase Qiarabub. — Englische Flugzeuge griffen Tripolis und Bengasi an. Drei feindliche Flugzeuge wurden von unserer Abwehr abgeschossen und stürzten ins Meer. — In Ostafrika führte der Feind neue Einflüge auf Gondar und Uolchefit durch, wobei Lazarettanlagen getroffen wurden.

Rom, 20. 8. 41. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: Die englische Luftwaffe hat einen Einflug auf Tripolis unternommen. Eine feindliche Maschine wurde getroffen und stürzte brennend in den Hafen ab. — In der Umgebung von Sollum wurde eine Blen-heim gezwungen, hinter unseren Linien niederzugehen; die sechs Besatzungsmitglieder wurden von einer deutschen Abteilung gefangengenommen. — Deutsche Stuka-Verbände haben britische, in den Gewässern von Tobruk fahrende Schiffseinheiten bombardiert und zwei Schiffe versenkt und zwei weitere schwer beschädigt. Zahlreiche Schiffbrüchige der versenkten Dampfer, die mit bewaffneten Fahrzeugen das Land erreichten, wurden von unseren Abteilungen überrumpelt und gefangengenommen. — In Ostafrika anhaltende Lufttätigkeit des Gegners mit Abwurf von Bomben von hoher Sprengwirkung und mit Zeitzündung, die verschiedene Gebäude des Wohnviertels von Gondar beschädigten. — Einer unserer Jagdverbände hat auf der Rückkehr von einem Angriffsunternehmen in der Nähe der sizilianischen Küste feindliche Jäger angegriffen. Zwei Flugzeuge vom Typ Hurricane wurden abgeschossen. Andere Einheiten der Luftwaffe haben die Stützpunkte von Malta bombardiert, die Ziele getroffen und Brände verursacht. Alle unsere Flugzeuge sind zu ihren Stützpunkten zurückgekehrt.

Rom, 21. 8. 41. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: Britische Flugzeuge unternahmen einen Einflug auf Augusta; einige Verwundete unter der Zivilbevölkerung, geringfügige Materialschäden. Die sofort in Tätigkeit tretende Bodenabwehr schoß eines der angreifenden Flugzeuge ab. — Die Stadt Bengasi wurde neuerlich von englischen Flugzeugen mit Bomben belegt; keine Opfer, einiger Gebäudeschaden. — In Ostafrika wurden vom Feind unternommene und von Luftstreitkräften unterstützte Angriffsversuche aufgedeckt und mit beträchtlichen Verlusten zurückgeschlagen. — Im östlichen Mittelmeer versenkten zwei unserer Torpedoflugzeuge unter dem Befehl des Piloten Oblt. Cesare Graziani, Lt. Aldo Forzinetti und Beobachter Kapitänlt. Pietro Riva einen vollbeladenen Tanker von 10 000 BRT.

Rom, 22. 8. 41. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: Unsere Jagdverbände überflogen im Tiefflug den Luftstützpunkt Haifa (Malta) und nahmen mit Erfolg Flugzeuge am Boden und Flakbatterien unter MG.-Feuer. Einige feindliche Flugzeuge gerieten in Brand, andere wurden schwer beschädigt. — In Nordafrika wurde bei einem Einflug der englischen Luftwaffe auf Bengasi, der weder Opfer forderte noch Schaden verursachte, ein feindliches Flugzeug abgeschossen. — Deutsche Flugzeuge griffen nordöstlich Sidi el Barani einen feindlichen Schiffsverband an, trafen zwei Leichte Kreuzer und bombardierten in mehreren Wellen den Hafen, Truppen- und Materiallager von Tobruk. In Luftkämpfen schössen die deutschen Jäger eine Curtiss und zwei Hurricane-Flugzeuge ab. — Im Cyrenaika-Sahara-Abschnitt bombardierten italienische Flugzeuge bei bewaffneter Aufklärung feindliche motorisierte Einheiten und belegten sie mit MG.-Feuer. — In Ostafrika verursachten systematische feindliche Luftaktionen gegen Gondar und andere Stützpunkte nur leichte Materialschäden. — Italienische Flugzeuge belegten Famagosta (Cypern), Hafenanlagen und Schiffe mit Bomben. Es wurden Depots, ein Dampfer und ein kleineres Schiff getroffen, das gesunken ist. — Im östlichen Mittelmeer griffen unsee Flugzeuge Einheiten der britischen Marine an und torpedierten einen Torpedobootszerstörer vom Typ „Eith", der mit Schlagseite stilliegend beobachtet wurde.

Rom, 23. 8. 41. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: Den siegreichen Aktionen der Luftwaffe gegen feindliche Flotteneinheiten und Ziele von Tobruk, die im gestrigen Wehrmachtsbericht gemeldet wurden und an denen auch italienische Jagdverbände teilnahmen, haben sich neue glänzende Erfolge der deutschen Jäger angereiht, die im Luftkampf weitere zehn britische Apparate abschössen. — Englische Flugzeuge unternahmen ohne nennenswerten Erfolg Einflüge auf die Städte Tripolis und Derna.

Rom, 24. 8. 41. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: In der Cyrenaika lebhafte Tätigkeit der Artillerie und der Luftwaffe der Achse an der Tobrukfront. Deutsche Flugzeuge bombardierten gestern Flakbatterien in Tobruk sowie Schiffe. Italienische Jäger schössen ein feindliches Flugzeug ab. — Britische Flugzeuge bombardierten Bengasi, wobei einiger Schaden angerichtet wurde. — In Ostafrika neue feindliche Luftangriffe auf die Stellungen von Uolchefit. — In der vergangenen Nacht bombardierten italienische Flugzeuge den Flughafen von Mikabba auf Malta und verursachten zahlreiche Brände.

Rom, 25. 8. 41. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: In der Nacht zum 24. 8. warfen feindliche Flugzeuge Brandbomben auf Tempio Pausania (Sassari). Der Angriff richtete geringen Schaden an und forderte ein Todesopfer und vier Verletzte. — Beim Einsatz über dem Mittelmeer gelang es einem unserer von einem feindlichen Jagdverband angegriffenen Flugzeuge, obgleich es schwere Treffer erhalten und Verwundete an Bord hatte, sich vom Gegner zu lösen, nachdem es ein feindliches Flugzeug abgeschossen hatte.

Rom, 26. 8. 41. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: Einheiten der italienischen Luftwaffe haben in der letzten Nacht den Flugplatz Miccaba auf Malta bombardiert. — Deutsche Stuka-Verbände haben unter italienischem Jägerschutz militärische Ziele in Tobruk angegriffen. Ein 2000-Tonnen-Schiff und Flakstellungen erielten schwere Bombentreffer. Ein erneuter Einflug britischer Flugzeuge auf Tripolis forderte einige Opfer unter der Bevölkerung und verursachte einige Gebäudeschäden. — Am 25. 8. griffen englische Flugzeuge unsere auf der Rückfahrt begriffene Kraftfahrkolonne an. Drei der englischen Flugzeuge wurden von den Truppen der Besatzung von Culquabert und Fercaber abgeschossen. Am gleichen Tage griffen andere englische Flugzeuge Gondar selbst an. Ein Flugzeug wurde von der Bodenabwehr abgeschossen. — Im Mittelmeer erzielten unsere Flugzeuge vor der Cyrenaika-Küste nördlich Sollum Torpedotreffer auf einem Kreuzer der „Dido"-Klasse.

Rom, 27. 8. 41. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: Englische Flugzeuge warfen zahlreiche Bomben auf Tripolis und Bengasi. Es sind einige Opfer zu beklagen und es entstand einiger Schaden. Die Bodenabwehr von Bengasi schoß ein feindliches Flugzeug brennend ab. — Im mittleren Mittelmeer nahmen unsere Jagdflugzeuge den Kampf mit einem zahlenmäßig überlegenen feindlichen Verband auf. Zwei Hurri-cane wurden abgeschossen. Der Flugplatz von Mikabba (Malta) wurde erneut von Einheiten der italienischen Luftwaffe angegriffen.

Rom, 28. 8. 41. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: Die Luftwaffe der Achsenmächte richtete am 27. 8. heftige Angriffe gegen Tobruk. Begleitet von unseren Jägern, griffen starke italienische und deutsche Kampffliegerverbände Hafenanlagen, Batterien und andere Anlagen wirksam an. Über Sidi el Barani schössen deutsche Jäger 2 britische Curtiss-Flugzeuge ab. Italienische Luftwaffenverbände bombardierten feindliche Stellungen in der Oase Giarabub. — Die englische Luftwaffe griff Tripolis und Bengasi erneut an. — In Ostafrika setzten unsere Truppen unter dem wirkungsvollen Einsatz unserer kühnen Flieger dem heftigen feindlichen Angriff gegen Uolchefit zähen Widerstand entgegen. — Torpedoflugzeuge der italienischen Luftwaffe griffen im Mittelmeer in aufeinanderfolgenden Wellen zwei britische Einheiten, einen Leichten Kreuzer und einen 12 OOO-Tonnen-Hilfskreuzer an und erzielten Treffer. Eines unserer Flugzeuge ist nicht zurückgekehrt.

Rom, 29. 8. 41. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: Britische Flugzeuge unternahmen Einflüge gegen Bengasi und Horns und warfen Bomben. Einige Verletzte und leichte Schäden sind zu verzeichnen.

Rom, 30. 8. 41. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: Italienische Flugzeuge bombardierten feindliche Anlagen in der Oase von Giarabub. Deutsche Jagdflugzeuge schössen bei Sollum zwei feindliche Flugzeuge ab. — Feindliche Flugzeuge führten Einflüge auf Catania und Bengasi durch. Es gab weder Opfer noch Schäden.

Ii

Stukas starten gegen Tobruk. Jeder Start auf den nordafrikanischen Flugplätzen wirbelt

riesige Staubwolken auf. Weltbild

Segelflug

Großrtickerswalde-Segelflugschule jetzt „Otto-Bräutigam-Schule" benannt auf Anordnung des Korpsführers des NSFK., General der Flieger Christiansen, als Zeichen des Dankes für die Einsatzbereitschaft und seine Leistungen — erhielt nach erfolgreichem Einsatz beim Fort Eben Emael EK. I und II — sowie in Anerkennung der großen Verdienste, die Otto Bräutigam als Weltrekordinhaber und Adolf-Hitler-Preisträger sich um den motorlosen Flug erwarb. Otto Bräutigam war vor dem Kriege Leiter der Segelflugschule Großrückerswalde.

Ith-Segelflug wurde vor 10 Jahren begonnen, wobei erstmalig ein doppelsitziges Segelflugzeug zum Flug über diesem Gelände startete. Der Ith, ein Höhenzug im Weserbergland, hat sich seitdem zu einem der bedeutendsten Segelfluggelände entwickelt. Bei dem ersten Segelflug im Jahre 1931 erreichte der heutige NSFK.-Stf. Weber, Hannover, eine Flugzeit von 29:26 Min. Später wurde in jedem Jahr ein Ith-Segelflugwettbewerb ausgetragen; an dem Segelflieger des NS.-Fliegerkorps und der Luftwaffe aus den NSFK.-Gruppen Nord, Nordwest und Weser-Elbe teilnahmen. 10 843 Flugkilometer wurden im Wettbewerb des Jahres 1939 erreicht. 4420 m Höhe wurden für den besten Höhenflug gewertet. Heute befindet sich auf dem.Ith eine Reichssegel-flugschule des NS-Fliegerkorps und ein Segelfluglager der NSFK.-Gruppe Weser-Elbe. Beide Einrichtungen dienen der fliegerisch-vormilitärischen Ausbildung des Nachwuchses für die Fliegertruppe durch das NS.-Fliegerkorps.

Eingesandt.

Wolkenbildung und Segelflug. Hierzu äußert sich Wolf Hirt h: Leider habe ich nicht genügend ungenutzte Zeit, um zu dem Aufsatz über „Wolkenbildung und Segelflug" in Nr. 16, Seite 333, ausführlich Stellung zu nehmen. — Wenn Herr Fricke aber sagt (um einen Punkt herauszugreifen): Die Segelflieger benutzen vielfach die Rückseite der Gewitterwirbel, um sich in riesige Höhen hinauftragen zu lassen, so wundere ich mich etwas, weil meine Gewitterflüge und die etlicher Kameraden eindeutig auf der Vorderseite gemacht wurden: Nach Frickes Theorie müßten sie freilich auf der Rückseite sein.

Hiernach Dr. Fricke :

Zu der Bemerkung „Nach Frickes Theorie müßten sie freilich auf der Rückseite sein4' verweise ich auf Abb. 2. Danach verlaufen nach Rümelin die Wälzvorgänge mit Bezug auf die Windrichtung (bzw. Strömungsrichtung) zweigestaltig, d. h. ein Teil der Walzen bewegt sich gegenläufig. Mindestens für diese Art der Strömung wäre dann wohl die Vorderseite die richtige.

Außerdem soll meine Fließtheorie ja auch die bisherigen Auffassungen nicht in jedem Fall beseitigen, sondern nur um ein neues Moment vervollständigen. Es gibt vermutlich verschiedene Arten von Gewittern, von denen die einen der aufsteigenden Luft über erhitztem Gelände, die anderen den Wälzvorgängen ihre Entstehung verdanken.

Vielleicht ist gerade diese Rümelinsche Darstellung besonders geeignet, die Benutzung der Vorderseite auch bei Wälzvorgängen zu erklären.

Über den Stand des Kunststoffverfahrens und warmgeformte Holzbauweise werden wir in Kürze ausführlich berichten.

Erster Schleppstart, und zwar von einem Pferd gezogen, Flugzeugführer auf dem Bauch liegend, wurde von Dipl.-Ing. Dorner 1908 bei Deutsch-Wusterhausen ausgeführt. Er erreichte dabei 80 m Länge und 7 m Höhe. Abbildungen im „Flugsport" 1910, Seite 104, die Versuche von Dorher sind auf 7 Seiten ausführlich beschrieben.

Literatur«

(Nachsteh. Bücher können, soweit im Inland erschienen, von uns bezogen werden.)

Der Fertigmonteur und Verspanner. Von Ing. Rieh. Hofmann, Verlagsbuchhandlung Carl Marhold, Halle a. S., Preis 2.20 RM kart.

Vielfach sind die von den Herstellerfirmen herausgegebenen Montageanweisungen nicht zur Hand. In vorliegendem Bändchen ist alles Wissenswerte zusammengestellt, um dem Anfänger die notwendige Kenntnis für Ausführung von Montagearbeiten zu vermitteln, besonders eingehend ist die Luftschraubenmontage und Einstellung der Schraubenblätter beschrieben.

Tandem - Motorflugmodell von Ulrich Engelke, Schäfers Bauplanreihe, Verlag Moritz Schäfer, Leipzig C 1, Preis 1.— RM.

Spannweite 1200 mm, Gesamtlänge 900 mm, Flügelinhalt 18 dm2, Gewicht 270 gr, Flugdauer 2 Minuten mit Bauanleitung.

Segel- und Gummimotor-Flugmodell „Motorsegler" von Rudolf Elger, Schäfers Bauplanreihe, Verlag Moritz Schäfer, Leipzig C 1, Preis —.75 RM.

Kann als Segel- oder Antriebsflugmodell, wobei Gummimotor im Fahrwerk eingebaut wird, verwendet werden. Spannweite 1000 mm, Länge 740 mm mit Bauanleitung.

Leistungs-Saalflugmodell „He S 9" von Hermann Hebel, Schäfers Bauplanreihe, Verlag Moritz Schäfer, Leipzig C 1, Preis —.80 RM.

Spannweite 790 mm, Länge 650 mm, Schraubendurchmesser 400 mm, Gewicht 4,65 g, Mikrofilm bespannt, mit Bauanleitung.

Segelflugmodell „Sperber"We 371 von Helmut Wechler, Schäfers Bauplanreihe, Verlag Moritz Schäfer, Leipzig C 1, Preis 1.— RM.

Spannweite 1950 mm, Länge 1335 mm, Flügelenden von 745 min Länge V-Form, Flächenbel. 23 g/dm2, mit Bauanleitung.

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