Zeitschrift Flugsport

Heft Nr. 4 vom 19. Februar 1941

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Die Zeitschrift Flugsport war die illustrierte, flugtechnische Zeitschrift für das gesamte Flugwesen und wurde im Zeitraum von 1909 bis 1944 von Oskar Ursinus herausgegeben. Über einen Zeitraum von 36 Jahren hinweg wurde in dieser Zeitschrift sowohl über die zivile als auch über die militärische Luftfahrt berichtet. Jedes Heft widmete sich in besonderen Kapiteln u.a. den Themen Segelflug, Motorflug, Luftschiffahrt, Ballonfahren, Modellflug, Luftwaffe oder Luftsport. Ebenso wurden die Bereiche Flugzeuge, Flugzeugtechnik, Flughäfen, Landeplätze sowie Flugnavigation und Luftverkehr im Inland und Ausland behandelt. Alle Seiten aus den Jahrgängen von 1909 bis 1944 sind mit Fotos und Abbildungen als Volltext in der nachstehenden Form kostenlos verfügbar. Erscheint Ihnen jedoch diese Darstellungsform als unzureichend, insbesondere was die Fotos und Abbildungen betrifft, können Sie alle Jahrgänge als PDF Dokument mit Inhaltsverzeichnissen, Seitenzahlen, Fotos und technischen Zeichnungen für eine geringe Gebühr herunterladen. Um komfortabel nach Namen, Themen und Begriffen zu recherchieren, nutzen Sie bitte die verfügbaren PDF Dokumente. Nutzen Sie bitte die kostenfreie Leseproben von Heft 17/1933 sowie von Heft 8/1939, um die Qualität der angebotenen PDF Dokumente zu prüfen.



XXXIII. Jahrgang / Nr. 4

Mittwoch, 19. Fabr. 1941

„Flugiport"-

Erscheinungitage 1941

XXXIII. Jahrgang

Nr. Dalum

5 5. März

6 19. März

7 2. April

8 16. April

9 30. April

10 14. Mai

11 28. Mai

12 11. Juni

13 25. :uni

14 9. Juli

15 23. Juli

16 6. August

17 20. August 3. September

19 17. September

1. Oktober

21 15. Oktober

22 29. Oktober

23 12. November

24 26. November

25 10. Dezember

26 24. Dezember

|Preis80Pf

Printed in Germany

Illustrierte flugtechnische Zeitschrift und Anzeiger für das gesamte Flugwesen

Briet-Adr.: Redaktion und Verlag „Flugsport", Frankfurt a. M., Hindenburg-Platz 8 Bezugspreis für In- und Ausland pro Vierteljahr bei 14täglichem Erscheinen RM 4.50

Telefon: 34384 — Telegr.-Adresse: Ursinus — Postscheck-Konto Frankfurt (Main) 7701

Zu beziehen durch alle Buchhandlungen, Postanstalten und den Verlag Der Nachdruck unserer Artikel ist, soweit nicht mit „Nachdruck verboten" versehen, n u r mit genauer Quellenangabe gestattet.

Nr. 4_19. Februar 1941 XXXIII. Jahrgang

Die nächste Nummer des „Flugsport" erscheint am 5. März 1941

Normung verpflichtet!

Aufruf des Präsidiums des Deutschen Normenausschusses an die Führer der gewerblichen Betriebe.

Die deutschen Normen werden in zunehmendem Maße von Behörden und beauftragten Dienststellen für verbindlich erklärt. Daraus erwächst den Betriebsführern die Verpflichtung, sich folgender Tatsachen und Notwendigkeiten stets bewußt zu sein :

Nur die Normung ermöglicht Massenfertigung und Höchstleistung der Erzeugung und Verteilung.

Höchstleistung schafft Raum und hohe Lebenshaltung für ein wachsendes Volk, sie hebt seine Schlagkraft im Krieg und im Frieden.

Die Normung ist Freund und Diener jedes neuen erschaffenden Gedankens, der zu Gebrauchs- und Verbrauchsgütern und zu Leistungen des Reihen- und Massenbedarfs gestaltet werden soll.

Deshalb wird die Normung auch vom Führer in seinem Erlaß vom 15. November 1940 zur Vorbereitung des deutschen Wohnungsbaues nach dem Kriege eingesetzt.

Diese Erkenntnis verpflichtet jeden, sei er Gestalter, Erzeuger, Verteiler, Verbraucher, Verwalter oder Wissenschaftler, zu seinem Teil zur Aufstellung von Normen sein Bestes beizutragen und die fertigen Normen wo immer möglich und folgerichtig anzuwenden.

Damit der Ernst dieser Verpflichtung stets gefühlt werde, und um Säumige zur Erfüllung ihrer Pflicht anzuhalten, werden die Nonnen seit einiger Zeit durch den Staat oder von ihm Beauftragte für verbindlich erklärt.

Besonders die Betriebe der gewerblichen Wirtschaft und der Behörden tragen eine hohe Verantwortung, wenn sie die Vorteile der Normung zum Besten des Volkes auszuschöpfen versäumen.

Wir rufen deshalb alle verantwortlichen Betriebsführer auf, der Normung den Platz einzuräumen, der ihr gebührt:

Vertrauen Sie die Normung nur wirklich tüchtigen, Ihnen unmittelbar unterstellten Mitarbeitern an. Wirken Sie frühzeitig an der Aufstellung neuer Normen und ihrer Anpassung an die technische Entwicklung

Diese Nummer enthält Patentsammlun.c; Nr. 43; hiermit schließt Band VIII.

mit und bereiten Sie rechtzeitig die Einführung von Normen vor. Qeben Sie nur Fertigungsunterlagen in die Werkstatt, die auf Anwendung der Normen geprüft sind. Sorgen Sie dafür, daß auch Ihre Ein- und Verkaufsabteilungen über die Normen unterrichtet sind und sie beim Einkauf und bei der Werbung anwenden.

Nichtbeachtung dieser Notwendigkeiten hemmt die Leistungssteigerung des deutschen Volkes und bringt dem Säumigen empfindliche Störungen, Verluste und vielleicht noch weitere Folgen.

USA Culver Cadet L=CA Sportflugzeug.

Dieser zweisitzige Sportflugzeug-Tiefdecker, gebaut von der Culver Aircraft Corp. Port Columbus, Ohio, wird mit drei verschiedenen Motoren geliefert, Lycoming 75, Franklin 80 oder Continental A—75.

Flügel freitragend, zweiholmig. Zwischen den Holmen Stahlrohrversteifung. An den Flügelenden in der Nase vor dem Vorderholm feste offene Flügelschlitze. Flügelnase Sperrholz, das übrige stoffbespannt. Flügel im Grundriß unregelmäßig, elliptischer Querschnitt.

Rumpf Holzbauweise, Sperrholzhaut. Führersitz Doppelsteuerung, kabinenartig mit durchsichtigem Pyralin verkleidet. Hinter Führersitz Gepäckraum für 22 kg Gepäckbelastung.

USA Culver Cadet L-CA Sportflugzeug.

Bild: Aviation

% Offene Flügelschlitze des Culver Cadet

L-CA.

USA Culver Cadet L-CA.

Zeichnung Flugsport

Höhen- und Seitenleitwerk freitragend. Ruder mit Trimmklappen. Fahrwerk nach innen hochziehbar. Betätigung durch Handrad (zwei Umdrehungen) zwischen den beiden Führersitzen. Schwenkbares Schwanzrad mit Stoßaufnehmer.

Spannweite 8,1 m, Länge 5,3 m, Höhe 1,6 m, Fläche 11,1 m2. Flächenbelastung 42,4 kg/m2, Leistungsbelastung 7,9 kg/PS, Leergewicht 327 kg, Fluggewicht 592 kg. Mit Continental-A-75-Motor Höchstgeschwindigkeit 225 km/h, Reise- 193 km/h, Lande- 72,4 km/h. Steigfähigkeit 243,8 m/min. Gipfelhöhe 5335 m, Reichweite 965 km. Betriebsstoff 90 1.

Vought=Sikorsky=Bord=Jagdflugzeug XF4U=1.

Der Vought-Sikorsky XF4U—1 ist ein Jagdflugzeug, als Bordflugzeug zur Abwehr entwickelt.

Ganzmetallbauweise. Punktgeschweißt. Knickflügel freitragend, starke V-Form, ein-holmig. Landeklappen bis zum Querruder. Vgl. die untere Abbildung.

Rumpf runder Querschnitt, Motor 18 Zyl. Pratt & Whitney R—2800.

Startleistung 1850 PS, in 6000 m 1600 PS.

Fahrwerk nach hinten in die Flügel hochziehbar, werden durch zwei halbrunde Klappen abgedeckt.

Spannweite 12 m, Länge 9 m. Fluggewicht 4050 kg. Ge-schwindigk.640km/h.

USA Vought - Sikorsky-Bord-Jagdflugzeug XF4U-1.

Werkbild

USA Monocoupe „Wild=Cat" Zweimotor.

Dieser zweimotorige vier- bis fünfsitzige Tiefdecker wird von der Monocoupe Corporation in zwei Ausführungen für zivile Zwecke („Ze-

USA Monocoupe „Wild-Cat" Zweimotor.

Werkbild

USA Monocoupe „Wild-Cat" Zweimotor.

Zeichnung Flugsport

phir", Motoren Lambert R—266, 90 PS. Vgl. Flugsport 1937, S. 177) und als Militärflugzeug gebaut. Die Militärausführung (Verwendung als Schulflugzeug) unterscheidet sichlediglich durch den Einbau von stärkeren Motoren, Menasco D 4 S 150 PS, überkomprimiert, und Plexiglas-ver-kleidung.

Flügel freitragend, ein Kastenholm, stoffbespannt, im Grundriß fast elliptisch. Flügelprofil NACA 2315. Anstellwinkel 4°. V-Form. Querruder Metallgerippe, stofibespannt. Landeklappen Ganzmetall.

Rumpf Stahlrohr geschweißt, hinten stoffbespannt, vorn metallbedeckt. Führersitz Doppelsteuerung, Ländeklappenbetätigung zwischen beiden Sitzen, Dahinter Sitzbank.

Höhenleitwerk freitragend und doppeltem Seitenleitwerk als Endscheiben. Fahrwerk elektrisch hochziehbar. Betriebsstoffbehälter in den Flügeln.

Spannweite lim, Länge 7,5 m, Höhe 2,4 in, Fläche 21,3 nr. Leergewicht 950 kg, Fluggewicht 1530 kg. Mit Menasco-Motoren. Höchstgeschwindigkeit 290 km/h, Reisegeschwindigkeit in 1200 m 265 km/h, in 3600 m 280 km/h, Lande- mit Klappen 78 km/h. Gipfelhöhe 4500 m, Steigfähigkeit 330 m/min. Reichweite 910 km.

USA Grumman „Widgeon" MocL G=44. Wasser=Land=Flugboot.

Grumman Widgeon G—44 ist eine Weiterentwicklung des G—21. Flugsport 1937, Seite 484. Der Gesamtaufbau ist der gleiche geblieben.

Bootsform und Flügel aerodynamisch verbessert. Statt der Sternmotoren sind zwei 200-PS-Ranger-Reihenmotoren eingebaut. Bootsrumpf längeres aerodynamisch besser durchgebildetes Nasenstück. Zweistufig. Ganzmetallbau. Drei Schottenabteile, vordere Schott vor

dem Instrumentenbrett, Führerraum und Rumpfende.

USA Grumman „Widgeon" Modell G-44. Wasser-Land-Flugboot.

Zeichnung Flugsport

USA Grumman „Widgeon" Modell G-44. Wasser-Land-Flugboot. Büd: Aero Digest

Zwei Führersitze mit Doppelsteuerung und schwenkbarem Steuerrad. Dahinter Sitzbank und ein Notsitz für drei Fluggäste.

Flügel Ganzmetall, großer Kastenholm, enthaltend zwei Betriebsstoffbehälter von je 225 1. Flügelprofil NACA 23 000. Landeklappen mit Schlitz hydraulisch betätigt.

Seitliche Stützschwimmer unter den Fügelenden mit zwei Streben gegen den Kastenholm verspannt.

Höhen- und Seitenleitwerk Metallgerippe, Leichtmetallhaut. Ruder stoffbespannt.

Fahrwerk Spurweite 2,3 m, hydraulisch hochziehbar.

Spannweite 12,1 m, Länge 9,5 m, Höhe 2,75 m, Fläche 22,1 m2. Leergewicht 1360 kg. Fluggewicht 2050 kg. Reisegeschwindigkeit 240 km/h. Reichweite 1100 km.

Focke-Wulf Fw 200 C „Condor".

He 111 im Groß=Reihenbau.

Der Groß-Reihenbau war bei dem gewaltigen Aufbau unserer Luftwaffe Voraussetzung. Die Ingenieure der Flugzeugwerke mußten neue Aufgaben lösen. Neue Wege wurden gefunden und praktisch durchgeführt

„Laufendes Band", „Taktverfahren" sind Begriffe in der heutigen Flugzeug-Reihenherstellung, welche nicht mehr unbekannt sind. In nachstehendem wollen wir die Flugzeug-Reihenherstellung und die Arbeitsmethode des Taktverfahrens, wie sie bei der He 111 bei den Ernst-Hein-kel-Flugzeugwerken angewandt wird, beschreiben.

Ein Arbeitsgang, als ein Takt bezeichnet, reiht sich an den nächsten, wobei die Maschine ein Stück ihrer Fertigstellung nähergerückt wird. Es bleibt sich dabei gleich, ob es sich um eine Fertigmontage handelt oder um eine Flugzeuguntergruppe, wie Mittelstück-, Triebwerk- oder Rumpfvormontage. Das Entscheidende ist die Untergliederung in unterteilte Arbeitsstufen.

Die Anzahl der einzelnen Takte für die Gesamtarbeit läßt sich nach der geforderten Produktionszahl (z. B. je Monat), nach den je Maschine erforderlichen Arbeitsstunden festlegen und wird ferner beeinflußt durch die zur Verfügung stehende Hallenfläche und die Konstruktionsart des Flugzeuges. Es ist klar, daß nur soviel Arbeitsstunden auf einen Takt gelegt werden können, wie Arbeiter an dem Werkstück schaffen können, ohne sich gegenseitig bei der Arbeit zu stören, d. h. z. B.: muß ein Takt in sechs Stunden fertig sein und können im Kanzelraum nur drei Mann gleichzeitig ohne gegenseitige Störung arbeiten, so darf die Arbeitszuteilung auch nicht größer sein als für 3 mal 6 = 18 Stunden. Da jedoch Arbeitsgänge von mehr Stunden vorhanden sind, muß die Arbeit über mehrere Takte verteilt werden. Es bedarf einer geschickten Organisation des Ingenieurs, dafür zu sorgen, daß auf alle Fälle gegenseitige Störungen der Arbeitskräfte oder Wartezeiten vermieden werden. Es ist daher zweckmäßig, soweit wie möglich Einbauelemente an der Werkbank vorarbeiten zu lassen, so daß sie lediglich in der Maschine anmontiert oder angeschlossen zu werden brauchen. Für den Konstrukteur erschließt sich hierbei ein wichtiges Gebiet der serienreifen Konstruktion. Für ihn heißt es, die Fülle der wissenschaftlichen und theoretischen Probleme mit den Erfordernissen der Wirtschaftlichkeit zu paaren.

Im folgenden in Kürze der Fertigmontageablauf der He 111:

In der Montagehalle reihen sich in Flugrichtung hintereinander eine Anzahl von Maschinen. Vgl. die Abbildungen. Der erste Blick läßt erkennen, daß jede in dieser „Taktstraße" stehende He 111 einen anderen Bauzustand aufweist.

Fangen wir bei der letzten an. Hier wird als erster Arbeitstakt mit dem Kran der Rumpf auf das schon bereitstehende Mittelstück gesetzt und mit vier starken Bolzen vereinigt. Ebenfalls schaffen in diesem Takt Arbeiter an den Schmierstoff- und Öldruckleitungen sowie der elek-rischen Anlage. Bei der davorstehenden Maschine, also im zweiten Takt, wird der Anbau des Höhenleitwerkes und der Triebwerke vorgenommen. Die im Takt eins begonnenen Arbeiten an den Leitungen werden fortgeführt, hinzu kommt der Einbau von Abwurfwaffen. Der nächste Takt zeigt äußerlich nichts Neues. Rumpf einbauten, Bewaffnungsanlagen und elektrische Leitungen werden ergänzt! Der Klempner beginnt die Bekleidungsbleche, die den Übergang vom Rumpf zum Mittelstück bilden sollen, anzupassen.

„FLUGSPORT" Nr. 4/1941, Seite 73

An den weiteren Maschinen lösen sich

Schlosser, Klempner, Elektriker, Maler usw. in immer wechselnder Arbeitsfolge ab und bringen Takt für Takt das Flugzeug der Fertigstellung entgegen. Nachdem die Flächen und alle Verkleidungen, die Kraftstoffbehälter, Propeller und alle Meß- und Steuerorgane eingebaut sind, wird nochmals eine genaue Funktionsprobe

aller Anlagegruppen

vorgenommen. Dann verläßt die fertige Maschine die Halle und ist reif für den Flugbetrieb.

Ein wichtiger Bestandteile des ungestörten Taktens ist eine gut organisierte Bereitstellung aller Einbauteile. Es muß unbedingt erreicht werden, daß der Werkmann sich ganz auf seine Arbeit konzentrieren kann und nicht durch hohe Verlustzeiten, die z. B. durch weite Wege zum Lager oder durch Wartezeiten am Lager entstehen können, vom Arbeitseinsatz abgehalten wird. DiesesProblem wird gelöst, indem für

He 111 im Groß-Reihenbau. Von oben nach unten: Durch einen Kran wird der Rumpf zum Einbau in das Mittelstück herangebracht. — Blick in die Endmontagehalle der He III. Im Vordergrund sind Rumpf und Motore bereits an das Mittelstück montiert. — Mit einem Kran wird die Tragfläche an Mittelstück und Rumpf der He 111 herangeschafft und dann montiert. — Takt auf Takt schieben sich die He 111 ihrer Fertigung entgegen.

Werkbild

jeden Takt auf elektrischen Bereitstellungswagen die in den betreffenden Takt einzubauenden Teile in sinnvoller Weise herangeschafft werden. Ein solcher Wagen steht unmittelbar neben der Baustelle, so daß der Arbeiter nur die in klarer Übersicht angeordneten Teile herunternehmen und einbauen kann. Die rechtzeitige Beschickung mit Arbeitsteilen erfolgt selbständig vom Lagerpersonal.

Und nun zum Taktvorgang selbst. An der Stirnseite der Halle befindet sich, von überall sichtbar, eine Uhr, deren Zeiger angibt, um welche Zeit die Arbeiten in einem Takt beendet sein müssen. Ist die Zeit des Taktens gekommen, wird durch Sirenensignal die Arbeit unterbrochen, Arbeitsbühnen, Tritte, Kabel- und Preßluftschläuche werden zur Seite gelegt, das Hallentor wird geöffnet und jeder begibt sich darauf au seine ihm zugewiesene Maschine. Ein zweites Signal löst den eigentlichen Vorgang des Taktens aus, indem sämtliche Flugzeuge in der Straße gleichzeitig soweit vorgeschoben werden, bis sie den Platz der vorausgehenden Maschine erreicht haben. Jedes Flugzeug ist somit um einen Arbeitsplatz vorgerückt, es ist von einem Takt zum anderen gekommen. Kurz, es wurde „getaktet". Eine neue stolze He 111 steht vor der Halle.

Sturzflugbremsen.

Mit der Entwicklung von Sturzkampfflugzeugen hat ein neues aerodynamisches Hilfsmittel im Flugzeugbau Eingang gefunden: die Sturzflugbremse, die die Geschwindigkeit im Sturzflug begrenzen soll. Sie besteht aus einfachen, am Tragwerk oder Rumpfwerk angebrachten Widerstandsflächen, die für den Normalflug auf geringsten Widerstand fest eingestellt werden oder die man vollkommen in das Flugzeug einzieht. Vor Beginn des Sturzfluges werden sie ausgefahren, d. h. quer zur Flugrichtung verstellt und erzeugen dann einen zusätzlichen Widerstand, durch den die Sturzgeschwindigkeit je nach Größe der Bremse den Anforderungen angepaßt bzw. verringert wird. Abb. 1 u. 2 zeigen die unter dem Tragflügel angebrachte Sturzflugbremse der Ju 87 in ein- und ausgefahrenem Zustand. Sie ergibt eine Verminderung der Sturzfluggeschwindigkeit um rund 150 km/h.

Die Verminderung der Sturzgeschwindigkeit geschieht aber nicht aus Festigkeitsrücksichten — kann doch z. B. die Ju 87, das bekannteste Sturzkampfflugzeug, auch bei eingefahrener Bremse und vollem Fluggewicht aus größter Sturzgeschwindigkeit vollkommen sicher abgefangen werden —, sondern trägt ausschließlich taktischen Forderungen Rechnung. Erst die Bremse ermöglicht es, nahe an das Ziel heranzukommen, ohne, daß die Besatzung beim Abfangen unter zu großen Beschleunigungskräften zu leiden hat und dadurch in ihrer Zielsicherheit beeinträchtigt wird. Befindet sich nämlich ein Flugzeug in einer stetigen Bewegung und wird es durch Ruderbetätigung in eine andere Fluglage gebracht, so haben sowohl das Flugzeug als auch

Abb. 1 u. 2. Sturzflugbremsen Ju 87. Werkbild

Abb. 3 u. 4.

der menschliche Körper, d. h. die Besatzung, auf Grund des Beharrungsvermögens das Bestreben, in der alten Bewegung und deren Richtung zu verbleiben. Flugzeug und Besatzung müssen also mit Gewalt in die neue Lage hineingebracht werden und sind so verständlicherweise Kräften ausgesetzt, die in ähnlicher Art bei allen schnellen Verkehrsmitteln in Kurven, beim Anfahren usw. auftreten.

Die Beanspruchung beim Abfangen im Sturzflug wird um so größer, je größer die Geschwindigkeit und je kleiner der Radius des beim Abfangen im Sturzflug geflogenen Kreises ist. Legt man

Ohne Sturzflugbremse

Hohe

Sturzfluggeschwindigkeit

Mit Sturzflugbremse

Geringe

Sturzfluggeschwindigkeit

eine höchstzulässige Beanspruchung mit 6 G fest, so sind Sturzgeschwindigkeit und Abfangradius voneinander abhängige Größen. Je höher die Geschwindigkeit ist, um so größer muß der Abfangradius sein, wenn die zulässige Beanspruchungsgrenze nicht überschritten werden soll. Von der Größe des Abfangradius ist fernerhin auch die für den Beginn des Abfangens maßgebende Höhe über dem Erdboden abhängig, und daraus ergibt sich, daß man erst in geringer Höhe mit dem Abfangen zu beginnen braucht, wenn die Sturzgeschwindigkeit genügend klein gehalten wird.

Betrachtet man die Treffsicherheit eines Stukas, so ergibt sich auch ohne nähere Begründung, daß das Ziel bei einem Bombenabwurf aus möglichst geringer Höhe besser erfaßt und getroffen werden kann (Abb. 3 u. 4). Eine klein gehaltene Sturzgeschwindigkeit ist also für den Erfolg des Sturzbombers von wesentlicher Bedeutung.

FLUG

Inland.

Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eis. Kreuzes verlieh der Führer und Oberste Befehlshaber an Hptm. Oesau, Gruppenkommandeur in einem Jagdgeschwader.

Kriegsverdienstkreuz I. u. II. Kl. mit Schwertern im Auftrage des Führers und Obersten Befehlshabers der Wehrmacht, auf Vorschlag des Reichsmarschall Hermann Göring, dem General der Flieger Friedrich Christiansen verliehen.

Frontflugspange für fliegendes Personal als sichtbares Zeichen der Anerkennung für den Fronteinsatz in der Luft, zugleich Ansporn zu höchster Pflichterfüllung vor dem Feind, hat Reichsmarschall Göring gestiftet: 3 verschiedene Ausführungen in Metall, und zwar: die Frontflugspange für Jäger ist eine massive Eichenlaubspange, in der Mitte mit einem Lorbeerkranz, in dem ein stilisierter Pfeil eingesetzt ist. Unterhalb des Pfeiles befindet sich das Hakenkreuz. — Die Spange für Kampfflieger zeigt statt des Pfeiles eine stilisierte Bombe, die Spange für Aufklärer einen stilisierten Adlerkopf. Die Frontflugspange wird von 20 Frontflügen an in Bronze, von 60 Frontflügen an in Silber und von 110 Frnntflügen an in Gold verliehen. Für die Verleihung kommen alle Soldaten des fliegenden Personals in Frage, Flugzeugführer, Beobachter, Bombenschützen, Bordfunker, Bordmechaniker, Bordschützen, ebenso Beamte, Angehörige des Ingenieur- und Nautikerkorps, die in Ausübung ihres Dienstes zu Front-

oder Feindflügen eingesetzt worden sind. Die Frontflugspange wird unmittelbar über der Ordensschnalle in und außer Dienst getragen. Sie verbleibt nach dem Ausscheiden aus dem aktiven Wehrdienst im Besitz des Beliehenen.

Oberstltn. Wiek, Kommodore d. Richthofengeschwaders, ist bei seinem letzten Luftkampf aus 11 000 m Höhe mit dem Fallschirm abgesprungen. Jetzt liegen zuverlässige Einzelheiten vor: Nach Aussagen der Flugzeugführer Oblt. Pflanz, Oblt. Leie und Lt. Fiby, die den deutschen Ritterkreuzträger damals mit ihren Flugzeugen begleitet haben, läßt sich über den Verlauf der Geschehnisse folgendes sagen:

Am 28. November vorm. hatte Major Wiek mit seinem Geschwader bereits einen erfolgreichen Flug gegen den Feind unternommen. Wiek war mit seinen Flugzeugen in 6000 m Höhe geflogen, als er über der Insel Wight Engländer sichtete, die sich in einer Höhe von 11 000 m befanden. Wiek ließ seinen Stabsschwarm sich in die Höhe schrauben. Es kam zum Kampf, dem ersten Luftkampf in einer so großen Höhe. Wiek errang seinen 56. Luftsieg. Er schoß das linksaußen fliegende Flugzeug ab. Die Engländer hatten dann abgedreht. — Am Nachmittag flog Wiek mit seinem Stabsschwarm wieder gegen die Insel Wight, und zwar auf Grund der Erfahrungen des Vormittags in einer Höhe von 11 000 m. Querab der Südküste wurden Engländer ausgemacht. Mit Linkskurve ging Wiek diesmal den Rechtsaußen-Flieger der Engländer an. Brennend stürzte die englische Maschine ab. Plötzlich jedoch erschienen über den deutschen etwa 30 Spitfires. Pflanz, Leie und Fiby drückten ihre Flugzeuge unter den Engländern hindurch, diese jedoch drehten ebenso plötzlich ab, wie sie gekommen waren. Nach kurzer Zeit sah Oblt. Pflanz zwei Apparate vor sich. Eines der Flugzeuge feuerte lebhaft auf das andere. Unmittelbar darauf ging eine der Maschinen steil nach unten. Pflanz erkannte, daß er sich bei dem in gleicher Höhe gebliebenen Apparat um eine Spitfire handelte. Er sah, wie aus dem abstürzenden deutschen Flugzeug sich ein Fallschirm löste. Er jagte zunächst dem Engländer nach und schoß ihn ab. Dann suchte er nach dem abgesprungenen Kameraden, jedoch weit und breit kein Fallschirm, kein Schlauchboot und kein Mann zu sehen. Nach der Rückkehr auf den Einsatzhafen fehlte Major Wiek. Noch in der Nacht gingen deutsche Seestreitkräfte auf die Suche. Kein Wrackstück, nichts wurde gefunden. Die deutschen Kriegsschiffe stießen dafür auf feindliche Seestreitkräfte. Es kam zum Kampf, wobei zwei britische Zerstörer vernichtet wurden.

Reichsmarschall Göring richtete einen Funkspruch an die RAF. Nach zwei Tagen kam Antwort: Kein Major Wiek in den Gefangenenlagern oder den Gefangenenlisten. Über die Ursache des Absturzes von Major Wiek sind sich die Augenzeugen einig: Motorschaden. Niemals hatte bisher eine feindliche Kugel sein Flugzeug auch nur

Links oben: Diesen Flaktreffer erhielt eine Ju 88 beim Angriff auf einen britischen Kreuzer. (Bild JFM-Fr. OKW.) — Rechts: Leuchtbomben werden zu den Kampfflugzeugen gebracht. (Bild PK.-Bankhardt-Weltbild.) — Unten: Leitwerksbeschädigungen einer Ju 88 durch Flakbeschuß, die die Flugsicherheit des Flugzeuges nicht beeinträchtigen konnten. (Bild JFM-Fr. OKW.)

leicht beschädigt. Kamen seine Kameraden mit durchsiebten Tragflächen nach Hause — an seinem Flugzeug bewies nicht einmal eine Schramme die Härte der Kämpfe, die hinter ihm lagen.

75 Führer von NSFK.-Standarten u. Schulen verabschiedete NSFK.-Oberführer Kehrberg im Auftrage des Korpsführers des NS.-Fliegerkorps, die in der Segelflugschule Rhinow zu einem Lehrgang zusammengezogen waren. In seinem Abschlußvortrag sprach Oberf. Kehrberg über die Gegenwarts- und Zukunftsaufgaben des NS.-Fliegerkorps. Für den weltanschaulichen Teil dieser Führerschulung hatte das Amt Rosenberg hervorragende Redner zur Verfügung gestellt. Die gleiche Ausrichtung für die vormilitärische Erziehungsarbeit am Nachwuchs der deutschen Luftwaffe erhielten in dem Lehrgang zuvor die Segelfluglehrer des NS.-Fliegerkorps.

Bordfunkernachwuchs hat im NS.-Fliegerkorps vormilitärische Ausbildung erhalten. Über die Arbeit, die auf diesem Gebiet geleistet wurde, über die dabei gewonnenen Erfahrungen und die erzielten Erfolge berichten die Funksachbearbeiter sämtlicher Gruppen des NS.-Fliegerkorps auf einer Arbeitstagung, die am 6. und 7. Februar in Berlin durchgeführt wurde. NSFK.-Oberf. Kehrberg, der Chef des Ausbildungsamtes im Stab des Korpsführers, wies auf die hohe Verantwortung hin, wie sie das NS.-Fliegerkorps mit der Aufgabe der Sicherung des Bordfunkernachwuchses übernommen habe. Diese Aufgabe gilt es auch und zumal während des Krieges mit verstärktem Einsatz aller zur Verfügung stehenden Kräfte zu erfüllen. NSFK.-Hptstf. Petschelt, der Leiter des Hauptreferats Funk und Unterricht im Stab des Korpsführers, überbrachte den Tagungsteilnehmern die Anerkennung des Reichsluftfahrtministeriums für den hervorragenden Ausbildungsstand der Funkgruppen des NS.-Fliegerkorps. — Die Tagung vermittelte den Funksachbearbeitern einen wertvollen Erfahrungsaustausch; darüber hinaus gab sie ihnen eindeutige Richtlinien für die Arbeit der kommenden Monate.

Ausland.

Norwegen-Flugzeugbestellung von 36 einmot. Douglas-Kampfflugzeugen 8 A-5 und 24 Northrop-Aufklärungs- u. Kampfflugzeugen NPB-3 hat nach einem Jahr Ablieferung begonnen. Abnahme erfolgt in Toronto (Kanada) durch Comander Kristian Ostby.

Japanische Luftwaffen-Erfolge und -Verluste nach offiziellen Berichten Ende 1940. Von der japanischen Marine-Luftwaffe wurden seit Beginn der Feindseligkeiten mit China (1937) 1928 chines. Flugzeuge zerstört.

Jahr bestätigte wahrscheinliche total

1937 ........... 526 52 578

1938 ........... 767 158 925

1939 ........... 115 25 140

1940 ........... 262_23_285

1670 258 1928

Verluste der Japan. Marine-Luftwaffe:

1937 . . 63, 1938 . . 50, 1939 . . 29, 1940 . . 11 = total: 153. Von der Japan. Luftwaffe wurden zerstört:

zerstört am Boden Luftkampf Total Vom Kriegsanfang bis 25. 12. 1939 .... 160 330 490

Vom 26. 12. 1939 bis 5. 12. 1940 ..... 16_82_98_

176 412 588

Nord-Mandschukuo-Grenze Sommer 1939:

Luftkampf am Boden total

Zerstörte Sowjet-Flugzeuge...... 1332 57 1389

Verluste der Japan. Luftwaffe: China-Front bis 5. 12. 1940 ......... 60

Mandschukuo-Front........... 137

total 197

Zusammenfassung: Zerstörte chines. Flugzeuge . . . 2516 Zerstörte Sowjet-Flugzeuge . . . 1389

total 3905 Flugzeuge. Zerstörte Japan. Flugzeuge . . . 350 Flugzeuge. Japan. Japan. Flugzeug mit Admiral Osumi, Konteradmiral Hikojiro Suga und 4 anderen Marineoffizieren verunglückt. Nach einer Mitteilung des Marine-Ministeriums ist das Fahrzeug mit den Offizieren an Bord drei Tage lang vermißt gewesen und jetzt in den Bergen der Provinz Kwangtung aufgefunden worden.

Transcanada Airlines Verkehrsflugzeug in der Nähe von Armstrong (Manitoba) mit 9 Fluggästen und 3 Besatzungsmitgliedern verunglückt.

USA. Jagdflugzeug „Airacobra" hat bei einem Sturzflug 1000 km Geschwindigkeit erreicht.

USA. North American Einsitzerjäger, 12 zyl. wassergek. Allisson-Motor xp 2000 PS, in der Konstruktion.

USA. bildet Fallschirmjäger-Formationen von 4—6000 Mann.

UdRSS. Skifallschirmjäger-Gruppenabsprung aus 5000 m Höhe ausgeführt. Ab-wurf der Skier durch besonderen Fallschirm.

UdRSS. Luftverkehrslinie Moskau—Anadyr (Nordostsibirien) mit 4-mot. Sowjet-russ. Flugzeugen im Betrieb, Streckenlänge 8000 km, Streckenverlauf: Archangelsk— Ust—Kara, Igarka, Chatanga, Koschewnikow, Tiksie-Bucht, Kap Schmidt, Anadyr.

UdRSS. Transport- u. Verkehrsflugzeuge vom Typ B. S. 84 durchfliegen die Strecken: Moskau—Taschkent, Moskau—Alma Ata, Moskau—Kiew—Odessa, Moskau-Kiew—Lemberg, Moskau—Suchum, Moskau—Mineralbäder, Moskau—Sinferopol und Moskau—Petersburg.

UdRSS. Luftverkehrslinien 1941 werden 130 000 km betragen.

Luftwaffe.

Berlin, 31. 1. 41. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Kampfflugzeuge bekämpften auch gestern in rollenden Angriffen kriegswichtige Ziele in London mit Spreng- und Brandbomben. — Kühn geführte Einzelangriffe aus niedrigster Höhe richteten sich gegen Flugplätze, Truppenübungsplätze, Flakstellungen, Kraftwagenkolonnen, Fabrikanlagen und Eisenbahnlinien in Südostengland. Hierbei wurden mehrfach Bombentreffer zwischen abgestellten Kampfflugzeugen vom Muster Bristol-Blenheim erzielt. Auf einem Truppenübungsplatz nordostwärts von London flog ein Munitionslager in die Luft. Bombentreffer zerstörten Fabrikhallen ostwärts Cambridge bei Stortford und Nottingham. — Kampfflugzeuge versenkten etwa 400 km westlich der Donegal-Bucht das Handelschiff „Austvard" (3677 BRT.) und südlich der Humber-Mündung ein kleineres Schiff. — Der Feind flog weder in das Reichsgebiet noch in die besetzten Gebiete ein. — Deutsche Jäger schössen über Dover 5 und über London 7 britische Sperrballone ab. — Ein eigenes Flugzeug wird vermißt.

Berlin, 1. 2. 41. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Am gestrigen Tage griffen Kampfverbände eine größere Anzahl kriegswichtiger Ziele in London und Ostengland an. Hierbei erhielt u. a. das Großöllager von Southampton Volltreffer mit nachfolgender Brandwirkung. Ein feindliches Handelsschiff wurde an der britischen Ostküste stark beschädigt. — Fernkampfflugzeuge versenkten im Seegebiet westlich Irland zwei Handelsschiffe von zusammen 10 000 BRT. — Ein weiterer britischer Hafen wurde planmäßig vermint. — Der Feind flog weder in das Reichsgebiet noch in die besetzten Gebiete ein.

Berlin, 2. 2. 41. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Auch am 1. 2. setzte die Luftwaffe ihre bewaffnete Aufklärung über England fort. Im Tiefflug wurden zwei Flugplätze angegriffen und dabei zahlreiche feindliche Kampfflugzeuge zerstört oder beschädigt. Auch Hallen und Unterkünfte wurden getroffen. In Ostengland wurden zwei Fabriken und ein Hafen wirksam mit Bomben belegt. — Deutsche Jäger schössen ein feindliches Flugzeug beim Eintrug in das besetzte Gebiet ab. — Im Mittelmeer griffen deutsche Kampfflugzeuge mehrere Hafenanlagen an der nordafrikanischen Küste, die der englischen Versorgung dienten, mit großem Erfolg an. Dabei wurden drei feindliche Handelsschiffe mit zusammen 14 000 BRT. versenkt, drei weitere schwer beschädigt. — In der vergangenen Nacht flog der Feind weder in das besetzte Gebiet noch in das Reichsgebiet ein. — Zwei eigene Flugzeuge kehrten von ihrem Einsatz am 31. 1. nicht zurück.

Berlin, 3. 2. 41. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Einzelne Kampfflugzeuge griffen gestern erfolgreich Flugplätze, Fabrikanlagen, Lagerhäuser und Bahnen in Südostengland an. Auf einem Flugplatz wurden feindliche Kampfmaschinen zerstört und Treffer in einer Halle erzielt. Südlich Southend wurde ein Handelsschiff in Brand geschossen. Ein weiteres Handelsschiff erhielt südostwärts Harwich mehrere Bombentreffer. — Der Feind verlor gestern drei Flugzeuge, davon eines im Luftkampf und eines durch Flakartillerie, eines wurde zur Landung gezwungen.

Berlin, 4. 2. 41. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Kampfflugzeuge griffen am 3. 2. kriegswichtige Ziele um London und in Südostengland erfolgreich an. Bei Maidstone trafen Bomben schweren Kalibers eine Fabrikanlage. Auf mehreren Flugplätzen wurden Hallen, Unterkünfte und eine größere Zahl von Flugzeugen zerstört. — Ein Sturzkampfflugzeug versenkte vor Ramsgate ein Handelsschiff von 3000 BRT. durch Bombenvolltreffer. — Das Verminen britischer Häfen wurde fortgesetzt. — In der letzten Nacht griff die Luftwaffe Flugplätze und kriegswichtige Ziele in Ostengland mit guter Wirkung an. — Der Feind flog in das Reichsgebiet nicht ein. — Drei eigene Flugzeuge werden vermißt.

Berlin, 5. 2. 41. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Ein Fernkampfflugzeug versenkte 440 km westlich von Irland ein bewaffnetes Handelsschiff von etwa 4500 BRT., ein weiteres Schiff wurde an der schottischen Ostküste durch Bombentreffer versenkt. — Kampfflugzeuge griffen gestern zwei stark gesicherte Geleitzüge vor der englischen Südostküste mit gutem Erfolg an. — Bei London wurde ein Flugplatz im Tiefflug mit Bomben angegriffen und hierbei ein abgestelltes Flugzeug in Brand geschossen. — Im Mittelmeer richteten sich die Angriffe deutscher Kampfflugzeuge in den gestrigen Nachmittagsstunden gegen die Flugplätze Luca und Halfar auf Malta. Bomben schweren Kalibers zerstörten Hallen und Unterkünfte und riefen große Brände hervor. Ein Munitionslager flog in die Luft. — In der letzten Nacht belegten Kampfverbände trotz schwieriger Wetterlage Anlagen der Rüstungsindustrie in den Midlands und kriegswichtige Ziele und Flugplätze und Bahnanlagen im Osten und Südosten der Insel erfolgreich mit Spreng- und Brandbomben. — Der Feind warf in der Nacht zum 5. 2. mit schwächeren Kräften in Westdeutschland vorwiegend Brandbomben. Der angerichtete Schaden ist gering. Kriegswichtige Ziele wurden nicht getroffen. Nur in der Stadtmitte von Düsseldorf wurden Wohngebäude durch Bomben und Brände zerstört. Die Verluste der Zivilbevölkerung betragen 5 Tote und 24 Verletzte. — Der Feind verlor gestern drei Flugzeuge, davon eins im Luftkampf, zwei durch Flakartillerie. — Drei eigene Flugzeuge werden vermißt.

Berlin, 6. 2. 41. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Der Versuch des Feindes, am Nachmittag .des 5. 2. unter Jagdschutz mit mehreren Wellen von Kampfflugzeugen in das besetzte Gebiet am Kanal einzufliegen, brach, wie schon bekanntgegeben, unter der schlagartig einsetzenden Abwehr zusammen. Der Gegner verlor 17 Flugzeuge, von denen 14 durch Jäger abgeschossen und drei von der Flakartillerie vernichtet wurden. — Deutsche Kampfflugzeuge belegten Feldbefestigungen südwestlich, Harwich und Schiffsziele vor der Themsemündung erfolgreich mit Bomben. Ein Dampfer von 3000 BRT. wurde versenkt, ein größeres Handelsschiff schwer beschädigt und in Brand gesetzt. — Ein Fernkampfflugzeug griff 450 km westlich Irlands ein Handelsschiff mit Bomben und Bordwaffen an. Das Schiff blieb manövrierunfähig liegen. — Angriffe der Luftwaffe in der letzten Nacht richteten sich gegen kriegswichtige Ziele in Südostengland. Zahlreiche Brände entstanden in den Hafenanlagen einer Küstenstadt. — Der Feind flog weder in das Reichsgebiet noch in die besetzten Gebiete ein. — Flakartillerie brachte am 4. 2. ein weiteres feindliches Flugzeug bei Brest zum Absturz, so daß sich die Verluste des Gegners am 4. 2. und 5. 2. auf insgesamt 21 Flugzeuge erhöhen. — Drei eigene Flugzeuge werden vermißt. — Bei den Luftkämpfen des gestrigen Tages errang Hauptmann Oesau, Gruppenkommandeur in einem Jagdgeschwader, seinen 40. Luftsieg.

Berlin, 7. 2. 41. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Die Luftwaffe führte trotz schlechter Wetterlage bewaffnete Aufklärung im Seegebiet um England durch und verminte britische Häfen. — Im Mittelmeer richteten sich Störangriffe von Kampfflugzeugen gegen militärische Anlagen auf der Insel Malta. — Der Feind versuchte in den gestrigen Abend- und Nachtstunden mit einzelnen Flugzeugen in das besetzte Gebiet an der Kanalküste einzufliegen. Lediglich in einer Hafenstadt entstanden durch Abwurf von Brandbomben kleinere Brände, die von der Zivilbevölkerung schnell gelöscht werden konnten. Flakartillerie schoß hierbei ein Kampfflugzeug vom Typ Armstrong-Withley ab. Ein zweites Flugzeug wurde zur Landung gezwungen, die Besatzung wurde gef an gengenommen.

Berlin, 8. 2. 41. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Einzelne Kampfflugzeuge griffen kriegswichtige Ziele auf der britischen Insel erfolgreich mit Bomben an. Hierbei wurde in einer Hafenstadt an der schottischen Ostküste der Kessel eines Gaswerks im Tiefangriff in Brand geworfen. Bomben schwersten Kalibers trafen in Südostengland einen Bahnhof und eine Fabrikanlage. Vor Dundee wurde ein kleines Handelsschiff durch Bombenvolltreffer zerstört. — Im Mittelmeer griffen deutsche Kampfflieger in den

gestrigen Abend- und Nachtstunden im rollenden Einsatz die Flugplätze Luca und Hal-Far, den Seeflughafen Marsa-Scirocco und die Hafenanlagen von La Valetta auf Malta an. Bombentreffer zerstörten Hallen und Unterkünfte und verursachten größere Brände. — Der Feind warf mit schwachen Kräften in der letzten Nacht an der Kanalküste Bomben, ohne nennenswerten Schaden anzurichten. — Flakartillerie schoß ein feindliches Flugzeug ab.

Berlin, 9. 2. 41. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Einzelne Kampfflugzeuge griffen gestern bei Tage und in der Nacht kriegswichtige Ziele in den Midlands und in Südostengland erfolgreich an. — Im Mittelmeer erzielte die deutsche Luftwaffe bei rollenden Angriffen gegen die Flugplätze auf der Insel Malta und den Hafen von La Valetta Bombentreffer schweren Kalibers in Unterkünften und Lagerhäusern. Ausgedehnte Brände entstanden. — Der Feind warf in der letzten Nacht mit wenigen Flugzeugen an drei Stellen Bomben auf Wohngebiete in Westdeutschland. — Von drei feindlichen Flugzeugen, die nach Norwegen einzufliegen versuchten, wurden zwei abgeschossen. — Zwei eigene Flugzeuge werden vermißt.

Berlin, 10. 2. 41. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Fernkampfflugzeuge unter Führung des Hauptmanns Fliegel griffen gestern 500 km westlich der portugiesischen Küste einen durch Kriegsschiffe gesicherten Qeleitzug an, versenkten nach bisher vorliegenden Meldungen Handelsschiffe mit zusammen 24 500 BRT. und beschädigten vier weitere Schiffe schwer. Der Geleitzug wurde völlig zersprengt. — Bewaffnete Aufklärungsflugzeuge stießen bis Island vor und nahmen einen vom Feinde besetzten* Flugplatz auf der Insel unter MG.-Feuer. — Ein Kampfflugzeug griff vor der schottischen Ostküste ein Vorpostenboot erfolgreich mit Bomben an. — In der letzten Nacht richteten sich Angriffe von Kampfflugzeugen gegen kriegswichtige Ziele in London und Südostengland. — In der Nacht warfen einige feindliche Flugzeuge Bomben an zwei Orten in Nordwestdeutschland. Sachschaden entstand lediglich an einem Bauernhaus. — Der Feind verlor gestern zwei Kampfflugzeuge im Kampf vor der norwegischen Küste. Vier Sperrballone wurden zerstört. Zwei eigene Flugzeuge werden vermißt.

Berlin, 11. 2. 41. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Bewaffnete Aufklärungsflugzeuge erzielten Bombentreffer in den Hafenanlagen einer Stadt an der englischen Ostküste. — Kampfflugzeuge griffen in der letzten Nacht britische Flugplätze an und zerstörten elf und beschädigten weitere feindliche Flugzeuge am Boden. — Das Verminen britischer Häfen wurde fortgesetzt. — Im Mittelmeerraum richteten sich erfolgreiche Angriffe der deutschen Luftwaffe gegen militärische Anlagen auf der Insel Malta und gegen einen Hafen an der Küste der Cyrenaika. Luftaufklärung stellte im Suez-Kanal zwei gesunkene Handelsschiffe als Ergebnis des Einsatzes von Kampfflugzeugen fest. — Versuche des Feindes, am Tage mit Kampfflugzeugen unter Jagdschutz in das besetzte Gebiet an der Kanalküste einzufliegen, brachen unter der starken Abwehr der Jäger und Flakartillerie zusammen. Außer einigen Opfern unter der Zivilbevölkerung entstanden nur geringfügige Schäden in Wohnvierteln. Bei diesen Einflügen verlor der Feind sechs Flugzeuge im Luftkampf und drei durch Flakartillerie. In den Abend- und Nachtstunden wiederholte feindliche Angriffsversuche waren erfolglos. — Der Feind warf in der Nacht zum 11. 2. an neun Stellen in Norddeutschland, darunter auch Hannover, vorwiegend Brandbomben. Entstandene Brände konnten schnell gelöscht werden. Wehrwirtschaftlicher oder militärischer Schaden entstand nicht. Der Angriff erforderte jedoch eine Anzahl Toter und Verletzter unter der Zivilbevölkerung. Die Nachtabwehr erwies sich als besonders wirksam. Nachtjäger schössen acht und die Flakartillerie vier der angreifenden Flugzeuge ab. — Marineartillerie brachte an der norwegischen Westküste ein feindliches Flugzeug zum Absturz. Die Gesamtverluste des Feindes betrugen demnach gestern und in der vergangenen Nacht insgesamt 33 Flugzeuge. — Zwei eigene Flugzeuge werden vermißt. — Oberstleutnant Mölders errang seinen 56. Luftsieg.

Berlin, 12. 2. 41. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Bei erfolgreichen Angriffen gegen Schiffsziele im Seegebiet um England versenkten Kampfflugzeuge ein Handelsschiff von 7000 BRT. und beschädigten zwei weitere Schiffe schwer. — Ein Versuch des Feindes, gestern am Tage in das besetzte Gebiet an der Kanalküste einzufliegen, mißlang wiederum. Der Gegner verlor hierbei vier Flugzeuge, und zwar zwei im Luftkampf, eines durch Flakartillerie und eines durch Marineartillerie. — Der Feind warf in der letzten Nacht in Nordwest- und Mitteldeutschland eine kleinere Zahl von Spreng- und Brandbomben auf Wohnviertel. Außer einer geringen Zahl Toter unter der Zivilbevölkerung entstand nur leichter Sachschaden. Genauere Feststellungen haben

ergeben, daß bei dem am 10. 2. gemeldeten Angriff von Fernkampfflugzeugen gegen einen britischen Geleitzug westlich der portugiesischen Küste insgesamt sechs Schiffe mit 29 500 BRT. feindlichen Handelsschiffraumes versenkt worden sind. — Wie bereits gemeldet, wurden beim Angriff auf das Reichsgebiet in der Nacht zum 11. 2. fünf weitere feindliche Flugzeuge abgeschossen, so daß sich die Gesamtzahl der am 10. und in der Nacht zum 11. 2. vernichteten britischen Flugzeuge auf 38 erhöht.

Berlin, 13. 2. 41. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Bei Angriffen gegen militärische Ziele an der Themse- und Humber-Mündung erzielten Kampfflugzeuge Bombentreffer in einer Werft und in Feldbefestigungen. — Bewaffnete Aufklärungsflugzeuge griffen mit gutem Erfolg ein Handelsschiff an der Nordküste Schottlands und ein Vorpostenboot an der englischen Südküste an. — In der nördlichen Cyrenaika erzielte die deutsche Luftwaffe Bombentreffer schweren Kalibers in britischen Truppenlagern und militärischen Anlagen. Auf einem Flugplatz bei Bengasi trafen Bomben abgestellte Flugzeuge. Kraftwagenkolonnen wurden durch MG.-Feuer und Bombenwürfe zersprengt. Kampfflugzeuge griffen den Flugplatz Luca auf der Insel Malta erfolgreich an. Bei Luftkämpfen über der Insel verlor der Feind drei Flugzeuge vom Muster Hurricane. — Seit Mitte Januar richteten sich verschiedene erfolgreiche Luftangriffe deutscher Kampfverbände gegen den Suezkanal. Bei diesen kühnen Angriffsunternehmungen der deutschen Luftwaffe wurden Bombentreffer an den Kanaleinschnitten, an Gleisanlagen und Hafeneinrichtungen erzielt. Wie bereits gemeldet, stellte die Luftaufklärung außerdem zwei gesunkene Handelsschiffe mitten in der Fahrtrinne als Ergebnis des Kampfeinsatzes fest. Die Luftbildauswertung ergab gleichzeitig bedeutende Schiffsansammlungen nördlich und südlich der Sperrstellen. Die auf Grund gelaufenen Schiffe haben demnach zu schweren Stockungen im Schiffsverkehr durch den Kanal geführt. — Ein Unterseebootsjäger schoß gestern an der atlantischen Küste ein britisches Bombenflugzeug nach erfolglosem Bombenabwurf ab. — Der Feind flog in der letzten Nacht weder in das Reichsgebiet noch in die besetzten Gebiete ein. — Drei eigene Flugzeuge werden vermißt. —

Berlin, 14. 2. 41. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Bei Angriffen gegen kriegswichtige Ziele auf der britischen Insel erzielten Kampfflugzeuge Volltreffer in einem Elektrolytwerk bei Glasgow sowie in Hafenanlagen an der schottischen Ostküste und in Südostengland. Ostwärts Peterhead wurde ein Geleitzug erfolgreich angegriffen und zersprengt. Bombentreffer beschädigten sechs Schiffe schwer. Zwei große Handelsschiffe gerieten in Brand und zeigten Schlagseite. Ein Kampfflugzeug versenkte in kühnen Tiefangriffen ostwärts Har-wich einen Tanker von etwa 8000 BRT. Das gleiche Kampfflugzeug erzielte außerdem auf einem großen Handelsschiff und auf einem Unterseeboot so schwere Treffer, daß mit ihrem Totalverlust gerechnet werden kann. — Im Mittelmeerraum zerstörten Kampffliegerverbände der deutschen Luftwaffe gestern und in der letzten Nacht Hallen, Feldlager und abgestellte Flugzeuge des Feindes auf Flugplätzen in der Cyrenaika. Erfolgreiche Tagesangriffe richteten sich gegen militärische Anlagen auf der Insel Malta. — In der letzten Nacht belegte die Luftwaffe Flugplätze und Industrieanlagen um London sowie an der Themsemündung wirksam mit Bomben. — Der Feind flog in das Reichsgebiet nicht ein. — Jagdflugzeuge vernichteten dreiSperr-ballone über Dover. — Marineartillerie schoß ein feindliches Flugzeug an der norwegischen Küste ab.

Me 109 als Bombenträger.

Werkbild

Berlin, 15. 2. 4L (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Jagdflugzeuge schössen gestern über der Südostküste Englands neun britische Flugzeuge vom Muster Spitfire ab. Ein feindliches Kampfflugzeug wurde an der holländischen Küste zum Absturz gebracht. — In der Cyrenaika griffen deutsche Jagdfliegerverbände feindliche Kraftfahrzeugkolonnen und Panzerwagen an und schössen mehrere Fahrzeuge in Brand. — Deutsche Kampfflugzeuge zerstörten durch Bombentreffer militärische Anlagen in Bengasi und den britischen Stützpunkt El Ageila. — Stärkere Kampffliegerkräfte belegten in der letzten Nacht industrielle Ziele in London und eine Reihe von Flugplätzen mit Bomben schweren und 'schwersten Kalibers, die größere Brände und Explosionen hervorriefen. — Der Feind warf in der Nacht zum 15. 2. Spreng- und Brandbomben insbesondere auf eine Stadt in Westdeutschland. Außer einer Anzahl Toter und Verletzter unter der Zivilbevölkerung entstand nur geringer Gebäudeschaden in Wohnvierteln. — Ein eigenes Flugzeug wird vermißt.

Italien.

Rom, 31. 1. 4L (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: Griech. Front: Bomber- und Jagdformationen haben wirkungsvolle Angriffe gegen Brücken, Fahrstraßen und feindliche Batterien unternommen. Im Tiefflug wurden Truppen und Lastwagenkolonnen mit Bomben und MG.-Feuer belegt. — Ein eigenes Flugzeug ist nicht zurückgekehrt. — Cyrenaika: Formationen der Luftwaffe haben englische motorisierte Verbände bombardiert. Unsere Jäger haben zwei Flugzeuge abgeschossen. — Der Feind hat einen Luftangriff auf einen Ort in der Cyrenaika gemacht, wobei drei Tote; einige Verwundete und leichter Sachschaden verursacht wurden. — Ostafrika: Unsere Bomber und Jagdflugzeuge haben Batterien, Truppen und Kraftwagen unaufhörlich mit Bomben belegt. Ein Flugzeug vom Glostertyp wurde abgeschossen, ein weiteres Flugzeug wurde zur Landung auf einem unserer Flugplätze gezwungen. Die Besatzung wurde gefangengenommen. — Flugzeuge des deutschen Fliegerkorps haben wirkungsvoll Suez und Ismailia mit Bomben belegt.

Rom, 1. 2. 41. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: Griech. Front: Feindliche Truppenansammlungen sind im Tiefflug angegriffen und wirksam mit Bomben belegt worden. — Cyrenaika: Bei Dschebel wurden feindliche Panzereinheiten von unserer Luftwaffe bombardiert.

Rom, 2. 2. 41. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: Griech. Front: Feindliche Flugzeuge haben das Lazarettviertel von Valona bombardiert und Schäden und Opfer verursacht. Es sind zehn Tote und einige Verwundete zu beklagen. — Cyrenaika: Abteilungen unserer Luftwaffe haben stellenweise motorisierte Abteilungen mit Bomben belegt. Zwei Flugzeuge vom Hurricane-Typ wurden von unseren Jägern abgeschossen. Vom Feind unternommene Einflüge auf unsere Flugplätze hatten Schäden, aber keine Tote und Verwundeten zur Folge. — Ostafrika: Die Luftwaffe hat an den Kämpfen zwischen Agordat und Barentu (westl. Ebene von Eritrea) teilgenommen und feindliche Stellungen und Truppenkolonnen mit Bomben und MG.-Feuer belegt und zahlreiche Kraftwagen des Feindes vernichtet. Ein Flugzeug vom Hurricane-Typ wurde von unseren Jägern abgeschossen. — Die Verbände des deutschen Fliegerkorps haben mit sichtlichen und wirksamen Ergebnissen die Anlagen und die Häfen von Sollum und Bardia angegriffen. Im Hafen von Bardia wurde ein Dampfer von 10 000 BRT. versenkt. Am Nachmittag des 31. 1. haben die Abteilungen des deutschen Fliegerkorps intensive Angriffe gegen feindliche Schiffe längs der Küste und in den Häfen der Marmarika durchgeführt. Drei Dampfer mittlerer Tonnage wurden versenkt, weitere drei schwer beschädigt.

Rom, 3. 2. 41. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: Griech. Front: Unsere Luftwaffe hat Truppenzusammenziehungen bombardiert. Nordafrika: Unsere Luftwaffe bombardierte motorisierte britische Kolonnen erfolgreich. — Ostafrika: Auch hier beteiligte sich die Luftwaffe an den Kämpfen zwischen Agordat und Barentu mit prächtigem Kampfgeist. — Feindliche vom Westen kommende Flugzeuge haben Sardinien überflogen und Bomben sowie zwei Torpedos erfolglos gegen das Stauwehr des Tirso abgeworfen. Weitere Bomben fielen auf freies Feld, ohne Opfer oder Schaden zu verursachen. — Ein feindliches Flugzeug wurde von der Flak getroffen und stürzte ab: die Besatzung wurde gefangengenommen. — Ein englischer Eindecker vom Spitfire-Typ stürzte in der Nähe von Viareggio ab; der Pilot wurde gefangengenommen.

Rom, 4. 2. 41. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: Nordafrika: Beiderseitige lebhafte Fliegertätigkeit. — Ostafrika: Die Luftwaffe hat Angriffe auf einige Ortschaften von Eritrea und Mogadischu durchgeführt. — Einiger Schaden und viele Opfer unter den Eingeborenen. — Ein englisches Flugzeug wurde abgeschossen. — Zwei eigene Flugzeuge sind nicht zu ihren Stützpunkten zurückgekehrt.

Rom, 5. 2. 41. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: Nordafrika: Beiderseitige Fliegertätigkeit. Englische Flugzeuge haben Bengasi bombardiert. — Ostafrika: Lebhafte Angriffstätigkeit unserer Luftwaffe. — Der Feind hat einige Ortschaften in Eritrea bombardiert, einige Tote unter den Eingeborenen. Zwei englische Flugzeuge wurden abgeschossen. — Aegäisches Meer: Feindliche Flugzeuge belegten in der Nacht zum 4. 2. einen unserer Flugplätze mit Bomben; leichter Materialschaden. — Flugzeuge des deutschen Fliegerkorps haben die Flugplätze von Mikabba und Hai Far auf Malta angegriffen. Flugzeugschuppen, Unterkünfte und Flugfelder erhielten gutliegende Treffer, wobei Explosionen und Brände hervorgerufen wurden.

Rom, 6. 2. 41. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: Nordafrika: Unsere Flugzeuge belegten englische motorisierte Einheiten mit Maschinengewehrfeuer und Splitterbomben. Ostafrika: An der Nordfront im Abschnitt von Keren heftige Kämpfe, an denen auf beiden Seiten die Luftwaffe teilnahm. Unsere Jagdflieger haben drei Blenheim brennend abgeschossen.

Rom, 7. 2. 41. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: Ostafrika: Unsere Fliegerformationen haben Artilleriestellungen, Truppen und Kampfwagen bombardiert und dabei Brände in Munitions- und Brennstofflagern hervorgerufen. — Der Feind führte Luftangriffe gegen Asmara und weitere Ortschaften durch, ohne schwere Schäden anzurichten. Bei Asmara wurde ein Flugzeug vom Gloster-Typ von unseren Jägern abgeschossen. — Ein eigenes Flugzeug ist nicht zurückgekehrt.

Rom, 8. 2. 41. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: Griech. Front: Unsere Luftwaffe hat militärische Ziele in Prevesa bombardiert. — Ostafrika: Abteilungen unserer Luftwaffe haben lagernde feindliche Truppen mit Bomben belegt. Im Kampf mit feindlichen Jägern wurden drei englische Flugzeuge brennend abgeschossen. — Der Feind hat Angriffe gegen Keren, Hargeisa und Javello unternommen.

Rom, 9. 2. 41. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: Griech. Front: Unsere Luftwaffe bombardierte im Tiefangriff wirkungsvoll feindliche Stellungen und Truppen. Desgleichen wurden einige Ziele der Stützpunkte von Prevesa und Navarrino getroffen. Im Verlauf dieser Aktionen wurden ein Flugzeug vom Gloster-Typ sowie eines vom PZL-Typ abgeschossen. — Im westl. Mittelmeer wurde eines unserer Erkundungsflugzeuge von drei Jagdflugzeugen vom Hurricane-Typ angegriffen, von denen eines abgeschossen wurde. — Ostafrika: Somalifront: Unsere Luftwaffe nahm an den Kämpfen mit Tiefangriffen und MG-Feuer auf feindliche Truppen, Kampfmittel und Anlagen unermüdlich teil. Der Feind versuchte Luftangriffe auf Asmara und Adi Ugri, die durch das sofortige Eingreifen unserer Jäger vereitelt wurden. Bei dieser Aktion schoß Hauptmann Mario Visentini zwei feindliche Flugzeuge ab, womit er seinen 16. Luftsieg errang. Ein weiteres feindliches Flugzeug wurde von der Flak abgeschossen. — Drei eigene Flugzeuge sind nicht zurückgekehrt. — Äg. Meer: Feindliche Flugzeuge bombardierten gestern nachmittag unsere Flughäfen. Kein Opfer, leichter Schaden. — In der Nacht vom 7. zum 8. 2. belegten Verbände des deutschen Fliegerkorps mit sichtlichem Erfolg einige Flughäfen auf der Insel Malta mit Bomben. — In der Nacht vom 8. zum 9. 2. wurden Bombenangriffe auf den Stützpunkt Malta von den

Ital. Bomber während der Offensive gegen Griechenland. — Bomben auf Patras.

Archiv Flugsport

deutschen Fliegerverbänden mit bemerkenswerter Heftigkeit und Wirksamkeit wiederholt.

Rom, 10. 11. 41. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: Griech. Front: Lebhafte Tätigkeit unserer Luftwaffe gegen Straßenknotenpunkte, feindliche Stellungen und Truppen sind den ganzen Tag durch zu wiederholten Malen mit Bomben und Maschinengewehrfeuer wirkungsvoll belegt worden. Des weiteren wurden mit sichtbarem Erfolg wichtige griechische Flottenstützpunkte, der Kanal von Korinth und die militärischen Ziele in Saloniki getroffen. In Luftkämpfen haben unsere Jagdflieger elf feindliche Flugzeuge abgeschossen. — Nordafrika: Feindliche motorisierte Kolonne wurde von unserer Luftwaffe mit Splitterbomben und Maschinengewehrfeuer belegt. — Im Gebiet des Äg. Meeres haben feindliche Flugzeuge in der Nacht zum 10. 2. einen unserer Flugplätze überflogen. Von unseren Jagdfliegern angegriffen und von der Flak unter scharfes Abwehrfeuer genommen, entfernten sie sich, ohne Schaden verursacht zu haben. — Ostafrika: Unsere Luftwaffe hat ununterbrochen Bombenangriffe gegen feindliche Truppen, Kraftfahrzeuge und Artilleriestellungen durchgeführt. Ein Verband unserer Jagdflieger hat auf einem im Tiefflug gegen einen feindlichen Flugzeugstützpunkt unternommenen Angriff feindliche Flugzeuge am Boden zerstört. Feindliche Flugzeuge haben Eintrüge auf einige Ortschaften durchgeführt, die dank des raschen Eingreifens unserer Jäger und unserer Flak ergebnislos blieben. Ein Flugzeug des Blenheim-Typs wurde abgeschossen. Eines unserer Flugzeuge ist nicht zu seinem Stützpunkt zurückgekehrt. — Im Morgengrauen des 9. 2. ist, durch starken Nebel begünstigt, ein feindlicher Flottenverband vor Genua erschienen. Trotz sofortigen Eingreifens der Küstenabwehr der Kriegsmarine haben die feindlichen Salven, die keine militärischen Ziele trafen, nach den bisherigen Ermittlungen 72 Tote und 226 Verwundete unter der Zivilbevölkerung sowie beträchtlichen Sachschaden an Wohnhäusern zur Folge gehabt. Die Ruhe und die Disziplin der Bevölkerung Genuas war über jedes Lob erhaben. — Eine unserer Luftformationen hat am Nachmittag die feindlichen Schiffe erreicht und einen Kreuzer durch eine Bombe am Heck getroffen. — Englische Flugzeuge haben einige Einflüge auf Livorno und auf die Umgebung von Pisa durchgeführt, wo kein Schaden festgestellt wurde. In Livorno wurde ein feindliches Flugzeug von der Flak abgeschossen.

Rom, 11. 2. 41. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: Griech. Front: Zahlreiche Verbände unserer Luftwaffe haben Fahrstraßen, Lagerhäuser, Flotten- und Luftstützpunkte, Bahnhöfe und Stellungen des Feindes gründlich bombardiert. Auf dem Flugplatz von Jannina wurden mehrere Flugzeuge beschädigt und vernichtet. Im Verlauf dieser Angriffshandlungen wurden insgesamt zwölf feindliche Flugzeuge brennend abgeschossen. — Ostafrika: Verbände unserer Luftwaffe haben feindliche Truppen mit Splitterbomben belegt. — In der Nacht zum 11. 2. haben feindliche Flugzeuge einige Ortschaften auf Sizilien und in Süditalien überflogen, wobei sie einige Bomben abwarfen, die geringen Schaden in einer Ortschaft Apuliens und in der Gegend von Avellino verursachten, wo vier Tote und einige Verwundete zu beklagen sind. Ein englisches Flugzeug ist von der Flak in Battipaglia abgeschossen worden. Die mit Fallschirm abgesprungene Mannschaft wurde gefangengenommen.

Rom, 12. 2. 41. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: Griech. Front: In den Kämpfen dieser Tage haben sich das 4. Luftgeschwader und die albanische Luftwaffe besonders durch ihren Beistand an den Landoperationen ausgezeichnet, indem sie in ständigen wirksamen und siegreichen Aktionen eingriffen. Im Verlaufe des gestrigen Tages haben Flugzeugformationen wiederum Verbindungslinien, Verteidigungsstellungen und feindliche Truppen bombardiert, mit Brisanzbomben und mit Maschinengewehrfeuer belegt. Es wurden auch militärische Ziele in Prevesa und Larissa getroffen. — Jagdfliegerverbände haben im Tiefflug den Flugplatz von Jannina angegriffen und am Boden 18 Gloster-Flugzeuge zerstört. Zwei weitere Flugzeuge desselben Typs, die sich unseren Angriffen entgegenzustellen versuchten, wurden abgeschossen. — Eines unserer Flugzeuge ist nicht zurückgekehrt. Der Flugzeugführer hat sich durch Fallschirmabsprung gerettet. — Ostafrika: Im Juba-Land hat eine feindliche motorisierte Kolonne, unterstützt von Luftangriffen, Afmadu besetzt. — In Kenia hat unsere Flak am 9. und am 10. 2. vier feindliche Flugzeuge abgeschossen. Ein weiteres Flugzeug vom Typ Gloster wurde im Sudan abgeschossen. Der Feind hat einen Luftangriff auf den Flughafen von Addis Abeba gemacht, wobei es neun Tote, darunter zwei Eingeborene, und einige Verwundete gab und leichter Sachschaden entstand. In der Nacht vom 11. zum 12. 2. haben britische Flugzeuge einige Bomben auf Catania abgeworfen, ohne besonderen Schaden anzurichten.

Rom, 13. 2. 41. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht. Griech. Front: Feindliche

Stützpunkte, Verbindungsstraßen und Artilleriestellungen wurden von Verbänden unserer Luftwaffe wirksam bombardiert. Truppen, Lager und Nachschubkolonnen wurden im Tiefflug angegriffen und mit Splitterbomben belegt. Ein Verband von Jagdflugzeugen hat am 11. 2. einen feindlichen Flugplatz angegriffen und zahlreiche Flugzeuge am Boden mit Maschinengewehrfeuer beschossen und schwer beschädigt. Im Luftkampf wurde ein feindliches zweimotoriges Flugzeug abgeschossen. Eines unserer Flugzeuge ist nicht zurückgekehrt. — Auf Malta wurde der Flugplatz von Micabba von unseren Bombern angegriffen. — Nordafrika: Flugzeuge des deutschen Fliegerkorps führten Angriffe auf Truppenzusammenziehungen, Marschkolonnen und auf einen feindlichen Flugplatz durch. — Ostafrika: Angriffe des Feindes im Abschnitt Keren, die durch Bombenangriffe aus der Luft unterstützt wurden, wurden durch unsere Gegenangriffe glatt abgewiesen. Die Luftwaffe hat unsere Truppen in ihrem heldenhaften Abwehrkampf tatkräftig unterstützt. — In der Nacht zum 12. 2. haben feindliche Flugzeuge einige Bomben und zahlreiche Leuchtraketen über Rhodos abgeworfen. Es wurden zwei Frauen und ein junger Mann getötet und einiger Sachschaden an Wohnhäusern angerichtet.

Segelflug

Segelflugzeug-Ausstellung Madrid am 7. 2. 41 in Gegenwart des spanischen Luftfahrt-Ministers General Vigon, des deutschen Botschafters von Stohrer, des Landesgruppenleiters der NSDAP. Thomsen, eröffnet. In der Ausstellung finden sich neben den Modellen, die bereits nach deutschen Vorlagen in Spanien hergestellt worden sind, die Musterstücke aller deutschen Segelflugzeuge, darunter auch die berühmten, bereits serienmäßig hergestellten Typen „Weihe" und „Kranich", ferner Flugmotoren und Motorflugzeuge, kleine Modelle deutscher Kampfmaschinen und schließlich ein von der Decke schwebender Fallschirmspringer, sowie viele Skizzen und Bilder.

Außer der bereits in Huesca bestehenden Schule für die vorfliegerische Ausbildung wird bei Madrid eine weitere Schule für Modellbauer und Segelflieger errichtet. Ein deutscher Hauptfluglehrer und ein Organisator werden dem spanischen Stammpersonal beigegeben. .. ^ j

Reichswettbewerb für Segelflugmodelle 1?41 am 1. und 2. 6. — Gruppenausscheidungsfliegen April—Mai.

Strömungsaufnahmen eines mitteldicken Profils über den gesamten Anstellwinkelbereich aus dem Darmstädter Rauchkanal, cw min bis ca maXJ mit und ohne Spalt- und Spreizklappe sowie eine Beschreibung des Kanals enthält: „Flugsport" 1938, Heft 20, Seite 539—542.

Literatur.

(Nachsteh. Bücher können, soweit im Inland erschienen, von uns bezogen werden.)

Die mechanischen Eigenschaften verschieden feuchter Hölzer im Temperaturbereich von — 200 bis + 200° C. Von Prof. Dr.-Ing. Franz Kollmann VDI, Eberswalde.

Die Änderung der mechanischen Eigenschaften der Hölzer, Einfluß von Rohwichte und Feuchtigkeit auf physikalische Festigkeitseigenschaften im Bereich von — 200 bis + 200° C wurden planmäßig untersucht. Der Abfall des Elastizitäts-Moduls mit der Feuchtigkeit bei tiefen Temperaturen ist geringer als bei + 20° C. Beziehung zwischen Druckfestigkeit gedarrten Holzes und Temperatur ist linear. Einfluß der Feuchtigkeit auf die Druckfestigkeit gefrorenen Holzem ist in einer Kurve festgelegt. Biegefestigkeit gefrorenen, wassersatten Holzes ist doppelt so groß, wie des gleichen Holzes bei Raumtemperatur. Bruchschlagarbeit im hygroskopischen Bereich nimmt mit der Feuchtigkeit ab.

BMW 6. Die deutschen Flugmotoren, Band 22, Luftfahrt-Lehrbücherei, Preis RM 1.20, Verlag Dr. M. Matthiesen & Co., Berlin SW 68, Ritterstr. 77/78.

Auf Grund von Unterlagen der Baufirma BMW ist der BMW 6, 580 PS Dauerleistung, 690 PS Kurzleistung beschrieben.

Spuk am Himmel. Von Karl Theodor Haanen, Verlagsbuchhandlung Ferdinand Schöningh, Paderborn. Preis RM —.90.

Dieses preiswerte Heftchen, den Flugkapitänen der Deutschen Lufthansa gewidmet, enthält nette, lustige Kurzgeschichten: „Der Meckerer", „Anton schimpft", „Stürmische Nacht", „Die Flucht" und viele andere mehr, besonders geeignet zur Vergütung der Stimmung, mit Zeichnungen von Anneliese Evertz.

Benzinmotoren-Selbstbau. Von A. Feigiebel, Verlag C. J. E. Volckmann Nachf. E. Wette, Berlin-Charl. 2, Preis RM 3.60.

In der vorliegenden 3. Auflage sind verschiedene Unzulänglichkeiten beseitigt und alles Wissenswerte beim Bau und bei der Weiterentwicklung von Selbstbau-motoren gemachten Erfahrungen berücksichtigt. In der Hauptsache haben Ausführung und Formgebung des Zylinderkopfes sowie Anordnung des Kraftstoffbehälters Verbesserungen erfahren.

Segelilug erobert die Welt. Von Georg Brütting. 2. Auflage, Verlag Knorr & Hirth, München, Preis RM 5.50 geb., RM 4.50 kart.

In dieser zweiten Auflage hat die Geschichte der Entwicklung des Segelfluges gegenüber der ersten eine Sonderorientierung erfahren. Verschiedene Kapitel wie: „Erich Off ermann", „Wie fing es 1919 an", „Peter Riedel" sind herausgelassen. Mehrere verdienstvolle Segelflugpioniere wie: Koller, Messerschmitt und viele andere sind ganz vergessen. Wenn einmal die Geschichte des Segelfluges geschrieben wird, so muß sie von Männern geschrieben werden, die die Segelflugbewegung von Anfang an bis heute, und zwar lückenlos, miterlebt haben. Die Segelflugentwicklung war eine Gemeinschaftsarbeit der deutschen Jugend.

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Schwimmwerk (Gr. 43—46).

bil Pat. 699 415 v. 5. 4. 38, veröff. ^^J03 28. 11. 40. Junkers Flugzeug- und -Motorenwerke Akt.-Ges., Dessau"). JYol-schivimmer an Landflugseugen snr Verhinderung des Absinkens bei Wasserungen.

Patentanspruch: Notschwimmer an Landflugzeugen zur Verhinderung des Absinkens bei Wasserungen, dadurch gekennzeichnet, daß an ihnen vorgesehene Stufen, Kimm- oder

Kielkanten im Fluge innerhalb einer besonderen dem Windschnitt dienenden Verkleidung aus einem durch das Aufsetzen der Notschwimmer auf die Wasserfläche zerstörbaren Werkstoff liegen.

*) Erfinder: Boris von Schlippe, Dcsjuu.

b43

'04

Pat. 699 161 v. 19. 11. 38, veröff.

23. 11. 40. Dornier-Werke G. m. b. H. und Dr.-Ing. e. h. Claude Dornier, Friedrichshafen*). Rumpf für Flugboote mit seitwärts und abwärts verschiebbaren Schwimmkörper einheiten .

Patentanspruch: Rumpf für Flugboote, bestehend aus einem zur Aufnahme von Personen, Betriebsstoffen und Gütern dienenden, nicht oder nur bedingt schwimmiähigen Oberteil und einem diesen im Fluge nach unten abschließenden, mit ihm, im Querschnitt gesehen, ein geschlossenes Ganzes bildenden Paar Seite an Seite liegender Schwimmkörpereinheiten, welche ans dieser

Lage gleichzeitig seitwärts und abwärts verschoben werden können, dadurch gekennzeichnet, daß die dem Oberteil und den verschiebbaren Schwimmkörpereinheiten gemeinsamen Begrenzungsflächen aus zwei dachförmig zueinander gestellten Ebenen bestehen.

*) Erfinder: Dr.-Ing. e. h. Claude Dornier, richshafen.

Fried-

b 47o2

Patentansprüche:

1. Flüssigkeitspumpe für Bremsen an Fahrzeugen, insbesondere an Flugzeugen, deren Bedienungshebel in einer Ebene in beiden Richtungen von seiner Mittellage aus schwenkbar ist und auf jeder Seite mit je einem Pumpenkolben verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß am Bedienungshebel selbst Zylinder und Kolben untergebracht sind, die durch Drehen des am Kopfe des Bedienungshebels befindlichen Handrades gegeneinander verschiebbar sind.

2. Flüssigkeitspumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Bedienungshebel aus einem rohrähnlichen Gehäuse (2) besteht, in dem gleichachsig ein Doppelkolben (24) gelagert ist, der mit einem vom Handrad (22) mittels einer Gewindespindel (20) innerhalb des Gehäuses (2) verschiebbaren Zylinder (23) zusammenarbeitet. Hier folgen Ansprüche 5—6.

fl A7 Pat 700711 v- 3- 5. 39, veröff. °*J 02 27.12.40. Dr.-Ing. e. h. Dr. phil. h. c.

Ernst Heinkel, Warnemünde1). Steuervorrichtung für Radbremsen von Fingsengen.

Ka

Erfinder

Schwärzler, Warnemünde.

Bremsmittel (Gr. 47).

Pat. 699 869 v. 30. 9. 37, veröff. 9. 12. 40. Hermann Kurt Weihe, Chemnitz. Flüssigkeitspumpe für Bremsen an Fahrzeugen, insbesondere an Flugzeugen.

' Patentansprüche :

1. Steuervorrichtung für Radbremsen von Flugzeugen, bei denen das Seitensteuerpedal auf dem einen Arm eines auf einem Rollschuh angeordneten Doppelhebels angeordnet ist, dessen anderer Arm mit den Steuerventilen der Radbremse in Verbindung steht, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsschiene für den Rollschuh des Seitensteuers drehbar gelagert ist und durch Hebel und Gestänge einerseits mit dem einen Hebelarm (e) des Seitensteuerpedals (d) und andererseits mit den Bremssteuerventilen verbunden ist.

2. Steuervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der zusammen mit dem Rollschuh auf der Führungsschiene (p) verschiebbare Hebel (g) durch fensterartige Qeffnungen der Rollschuhseitenwände hindurchgreift.

Sonstige Einrichtungen (Gr. 48—50).

bAQ Pat. 699 463 v 10. 8. 37, veröff. ^V 29. 11. 40. Dr.-Ing. Günther Heydt, Hamburg-Harburg. Vorrichtung zum Beseitigen von Eisschichten an Flugzeugteilen. Patentansprüche:

1. Vorrichtung zum Beseitigen von Eisschichten an Flugzeugteilen, insbesondere Flugzeugtragflügeln, unter Verwendung eines elastischen Ueberzuges, dadurch gekennzeichnet, daß der elastische Ueberzug an dem einen Ende flugzeugfest eingespannt, an dem anderen Ende mit einer Zugvorrichtung zum Längsdehnen des Ueberzuges verbunden ist.

2. Vorrichtung zum Beseitigen der Eisschichten an Flugzeugteilen, insbesondere Flugzeugtragflügeln, nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zugmittel für paarweise gegenüberliegende Ueberzüge, deren Dehnungsrichtungen entgegengesetzt verlaufen, mit einem gemeinsamen Antrieb derart verbunden sind, daß dem Spannungszustand des einen Ueberzuges der Entspannungszustand des anderen Ueberzuges zugeordnet ist.

3. Vorrichtung zum Beseitigen der Eisschichten an Flugzeugteilen, insbesondere Flugzeugtragflügeln, nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die elastischen Ueberzüge Gewebeeinlagen enthalten, die in Richtung der Kettenfäden des Gewebes auf Dehnung beansprucht sind.

4. Vorrichtung zum Beseitigen der Eisschichten an Flugzeugteilen, insbesondere Flugzeugtragflügeln, nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die elastischen Ueberzüge Gewebeeinlagen enthalten, die in der Diagonalrichtung des Gewebenetzes auf Dehnung beansprucht sind.

5. Vorrichtung zum Beseitigen der Eisschichten an Flugzeugteilen, insbesondere Flugzeugtragflügeln, nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,5 daß die Größe der durch das Zugmittel hervorgerufenen^ elastischen Dehnung des Ueberzuges durch Verändern des wirksamen Hebelarmes der auf das Zugmittel ar-

beitenden Antriebsvorrichtung bei gleichbleibendem Winkelausschlag des Hebelarmes beeinflußbar ist.

1> 49 Pat" 700 189 v- 10- 7- 37> veröff. 14. U i2. 40. Reichsverwaltung, vertreten durch den Herrn Reichsminister der Luftfahrt, Berlin*). Vorrichtung zum Abtrennen

des Eisansatzes an Flu gzeui/flachen.

Patentansprüche:

1. Vorrichtung zum Abtrennen des Eisansatzes an Flugzeugflächen, bei welcher die an der Flugzeugfläche anliegende Eintrittskante gegenüber den übrigen Teilen dieser Fläche mittels einer Schwingvorrichtung hin und her bewegt wird, gekennzeichnet durch eine Führung (3 bis 6) an dem Flugzeug (2), welche der Eintrittskante (1) eine Bewegung in schräger Richtung zu ihren Rändern erlaubt, und eine Federung (8, 9) zwischen Eintrittskante (1) und der übrigen Flugzeugfläche (7), zufolge der die Ränder der Eintrittskante (1) mit einem für das Abschaben einer Eisschicht ausreichenden Drucke auf der Flugzeugfläche (7) aufliegen.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Eintrittskante (1) durch Lenker (3) mit dem Flugzeug (2) verbunden ist und daß zwischen der

starren Eintrittskante (1) und dem starren übrigen Teil der Flugzeugfläche (2) um Scharniere (8) bewegliche Klappen (7) vorgesehen sind, die durch Federn (9) gegen die Ränder der Eintrittskante (1) gepreßt werden. *) Erfinder: Karl Grüner, Falkensee.

Luftschrauben (Gruppe 1—11) C Qot Pat 699647 v. 28. 10. 33, veröff. ^ X01 3. 12. 40. Hugo Heine, Berlin.

Aus nnverwnn denen Holzdickten zusammen ge~ leimte HoIzInftschraübe.

Patentanspruch: Aus unverwundenen Holzdickten zusammengeleimte Holzluftschraube, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Dickten aus unbehandeltem Holz eine mittlere, bis in die Flügelspitze durchgehende Dickte von größerer Festigkeit angeordnet ist, die aus einer großen Anzahl dünner, verleimter Furnierblätter mit längs und quer bzw. diagonal gerichtetem Faserverlauf besteht

c2c

Pat. 699 648 v. 19. 3. 38, veröff. r01 3. 12. 40. Hugo Heine, Berlin*).

Ein- oder Verstell- L//fischraube»fldyel.

Patentansprüche:

1. Aus Holzlamellen mit Längsfaserverlauf hergestellter und mit Gewinde in eine Metallhülse einzuschraubender Ein- oder Verstell-Luftschraubenflügel^ dessen Schaft mit bis zur Schaftumfläche reichenden, zu den Holzlamellen parallel verlaufenden Verstärkungsplatten durchsetzt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstärkungsplatten aus mit den Holzlamellen verleimten, vollen oder durchbrochenen Metallplatten bestehen.

2. Luftschraubenflügel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Metallplatten in innen oder seitlich an den Holzlamellen befindlichen Aussparungen eingelassen sind.

3. Luftschraubenflügel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die auf die Holzlamellen aufgelegten Metallplatten in das Holz bündig eingepreßt sind.

4. Luftschraubenflügel nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die mit den Holzlamellen zu verleimenden Metallplatten mit einem Holzbelag als Zwischenschicht versehen sind.

5. Luftschraubenflügel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Metallplatten sich mit von der Mitte des Flügelschaftquerschnittes nach außen abnehmender Länge und gegebenenfalls auch abnehmender Breite und Dicke bis in das Flügelblatt erstrecken.

*) Erfinder: Wilhelm Kruschel, Schildow.

c2

02

Pat. 700 306 v. 14. 8. 35, veröff. 17.

12. 40. J. H. Schäfer & Co., Bremen.

Verfahren zum Aufbringen des Kanten schlitz es auf hölzerne Luftschrauben.

Patentanspruch: Verfahren zum Aufbringen des Kantenschutzes auf Luftschraubenkörper aus Holz, bei denen auf die Ein-trittskante das Schutzblech unter Anwendung von Druck und Wärme aufgeleimt wird, dadurch gekennzeichnet, daß zuerst die Druckseite (d) und die Eintrittskante (e) ausgearbeitet werden, während die Austrittsseite zur Aufnahme der von der Andrückvorrichtung (u) herrührenden Druckkräfte die Form eines rechtwinklig

abgeschnittenen Rohlings beibehält, aus welchem nach dem Aufleimen des Kantenschutzes noch die Saugseite (s) und die Austrittskante (a) herausgearbeitet werden.

r a Pat. 699 870 v. 21. 3. 37, veröff. 9. 12. ^ ^ 40. Dornier-Werke G. m. b. H. und Dr.-Ing. e. h. Claude Dornier, Friedrichshafen*).

Metall-Luftschraube, deren Blätter von einem mit Blech überzogenen Melallgerippe gebildet werden.

Patentanspruch: Metall-Luftschraube, deren Blätter von einem mit Blech überzogenen Metallgerippe gebildet werden, dadurch gekennzeichnet, daß das Metallgerippe eines jeden Blattes aus einer in der Längsachse des Schraubenblattes verlaufenden, sich nach der Spitze hin verjüngenden

CO w

Hauptrippe, zwei der äußeren Kontur des Schraubenblattes folgenden, an der Wurzel sich von der Hauptrippe abspaltenden und an der Flügelspitze sich wieder mit ihr vereinigenden, im Querschnitt wesentlich kleineren, gekrümmten Seitenrippen und einer Anzahl weiterer, in einem spitzen Winkel zur Längsachse stehenden, die vorgenannten drei Rippen verbindenden Querrippen besteht, welch letztere mit jenem rhombenähnliche Hohlräume umschließen, deren Flächeninhalt ein Vielfaches der Projektion der Quer- und Seitenrippen ausmachen.

*) Erfinder: Peter Dornier, Friedrichshafen.

Pat. 700 360 v. 19. 1. 38, veröff. 18. 12.

c 1

^ 40. Rheinmetall-Borsig Akt.-Ges., Berlin*). Iniienversleiftes Lnftscliranbenhohlblatt.

Patentansprüche: 1. Innenversteiftes Luftschraubenhohlblatt, dadurch gekennzeichnet, daß es aus einem im Gesenk geschmiedeten, über die ganze Blattlänge sich erstreckenden Träger (5, 6) besteht, dessen Ober- und Unterseite entsprechend dem mittleren Teil des Blattprofils geformt sind und an dessen Vorder- und Rückseite einstückig im Hans Christian Königs, Brüggen, Nie-

Gesenk geschmiedete, schalenförmige, einseitig offene Hohlkörper (7, 8) angesetzt sind, die den Hohlträger zu einem Luftschraubenhohlblatt mit üblichen Außenformen ergänzen.

2. Luftschraubenhohlblatt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger als Hohlträger ausgebildet ist, dessen Teile (5, 6) im Gesenk geschmiedet sind.

c4c

Pat 699 587 v. 22. 11. 33, veröff. *02 2. 12. 40. Hugo Heine, Berlin*).

Einstellbare Lagerung für die Flügel von Verstellnft schrauben.

Patentansprüche:

1. Bei stillstehender Verstelluftschraube einstellbare Lagerung für deren Flügel mit Hilfe getrennter oder baulich vereinigter Lager zur Aufnahme der Flügel-längs- und Querkräfte, gekennzeichnet durch eine Schraubvorrichtung zum Ein- und Nachstellen einer ein schädliches Lagerspiel bei betriebsmäßiger Entlastung von Lagerstellen verhindernden gemeinsamen Vorspannung der Längs- und Querlager jedes Flügels.

2. Lager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Aufnahme der Querbelastung eine konische Gleitlagerung (10, b) und zur Aufnahme der Längsbelastung entweder ein Rillenlager (d, 8) oder ein Stirn-lager (13) dient, wobei Quer- und Längslagerung gegen einen Ansatz (d bzw. g) der Nabe eingestellt werden.

r fi Pat. 700 479 v. 30. 11. 37, veröff. 20. ^ UOi 12. 40. Vereinigte Deutsche Metallwerke AG., Frankfurt a. M.-Heddernheim*).

Vorrichtung zum vorübergehenden Verbessern der Startleistung eines Flugzeugtriebwerks mit Verstelluftschranbe.

Patentansprüche:

1. Vorrichtung zum vorübergehenden Verbessern der Startleistung eines Flugzeugtriebwerks mit Verstell-schraube, deren Blatteinstellung durch einen drehzahlabhängigen Regler im Sinne der Aufrechterhaltung einer gleichbleibenden Luftschraubendrehzahl selbsttätig eingestellt wird, dadurch gekennzeichnet, daß durch das beim Starten übliche Durchschalten des die Brennstoffzufuhr zum Flugzeugmotor regelnden Steuergliedes ein Zeitschalter in Gang gesetzt wird, welcher für die Lauf-' zeit des Zeitschalters die drehzahlabhängige Regeleinrichtung für die Blatteinstellung der Luftschraube im Sinne der geforderten Startdrehzahl beeinflußt, und zwar normalerweise diese auf einen höheren Wert einstellt.

2. Schaltvorrichtung nach Anspruch 1 für Hochleistungsgebläsemotoren mit Zeitschalter für vorübergehende Ladedruckerhöhung beim Start, dadurch gekennzeichnet, daß der Zeitschalter auch gleichzeitig die drehzahlabhängige Regeleinrichtung für die Blatteinstellung beeinflußt.

*) Erfinder: Dr.-Ing. Heinrich Ebert, Frankfurt a. M.

r ^ao Pat 700 307 v. 27. 3. 36, veröff. 17.

^02 12. 40. Westinghouse-Bremsen-Ge-sellschaft m. b. H., Hannover. Vorrichtung zum Ferneinstellen bezw. Feststellen von Luftschrauben fing elblättern, Rudern oder saust igen einstellbaren Teilen an Luftfahrzeugen.

Patentanspruch: Vorrichtung zum Ferneinstellen bzw. Feststellen von Luftschraubenflügelblättern, Rudern oder sonstigen einstellbaren Teilen an Luftfahrzeugen, bei welcher der einzustellende Teil mit dem Kolben eines Druckluft-

3. Lager nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzielung der Vorspannung in beiden Lagerungen eine einen Teil der Längslagerung (d, 8) bildende Hülse (8) vorgesehen ist.

Hier folgen Ansprüche 4—7.

*) Erfinder: Zehlendorf.

Dr.-Ing. Andreas Stamm t, Berlin-

motors, dessen Druckluft von der Befehlsstelle aus gesteuert wird, in mechanischer Antriebsverbindung steht und bei welcher zusätzlich eine Vorrichtung vorhanden ist, die nach erfolgter Ferneinstellung eine weitere Verstellung des einzustellenden Teils unter dem Einfluß außerhalb angreifender Rückstellkräfte verhindern soll, dadurch gekennzeichnet, daß eine auf der Kolbenstange (31) des Druckluftmotors gleichachsig angeordnete steilgängige Spindelhohlwelle (28) verdrehbar ist, auf welcher eine zugleich als Bremstrommel (39) ausgebildete und gegen die Kraft einer Feder (36) an einen feststehenden konzentrischen Bremskranz (35) des Druckluftzylinders anpreßbare Spindelmutter sitzt, und daß ferner auf dem freien Ende der Kolbenstange eine Kupplungstrommel (27) befestigt ist, welche mit einem gleich-achsigen VerStellglied (22) drehfest, jedoch axial verschiebbar verbunden und gegen die Kraft einer gegen

das vorgenannte Versteilglied abgestützten Feder (25) an das als Gegentrommel (26) ausgebildete Spindelende anpreßbar ist.

r C Pat. 700 362 v. 31. 10. 37, veröff. 18.

^02 12. 40. Vereinigte Deutsche Metallwerke A.-G., Frankfurt a. M.-Heddernheim*).

Elektrische Schallvorriclitinig für Ver st eil-Luftschrauben.

Patentansprüche: 1. Mit dem Verstellgetriebe einer Verstelluftschraube über ein Vorgelege gekuppelte elektrische Schaltvorrichtung zum Ab- oder Umschalten des Flügelverstellantriebes, dadurch gekennzeichnet, daß mit einer ins Schnelle übersetzten Welle (f) des Vorgeleges ein Anschlag (d) umläuft, welcher mittels einer von einer langsamer umlaufenden Welle getragenen konzentrischen Nockenbahn (h) radial verschiebbar ist, und daß das Ueber-setzungsverhältnis der diese beiden Wellen antreibenden Räder des Vorgeleges so bemessen ist, daß erst beim Erreichen der zu schaltenden Flügelblattstellung der Anschlag durch die Nockenbahn mit dem Schalthebel (q)

eines Kippschalters o. dgl. in Anschlagstellung gelangt.

2. Schaltvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß durch axiales Verschieben eines Zahnrades (a) des Vorgeleges entgegen einer Federkraft der Zahneingriff mit dem zugehörigen Abtriebsrad (b) des Flügelverstellgetriebes zwecks Aenderung der Arbeitsstellung der Schaltvorrichtung vorübergehend aufhebbar ist.

*) Theodor Müller, Frankfurt a. M., ist als Erfinder genannt worden.

Pat. 700 586 v. 6. 7, 34, veröff. 23. 12. 40. Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft, Berlin. Verstellpropeller.

Patentansprüche:

1. Propeller, dessen Flügelblattanstellwiukel durch Wärmewirkung verstellbar ist, gekennzeichnet durch einen mit dem Flügelblatt gekuppelten, durch Zufuhr von Wärmeenergie willkürlich beheizbaren Verstellkörper.

2. Propeller nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich-

c5«

02

net, daß der Verstellkörper durch Zufuhr elektrischer Energie beheizbar ist.

3. Propeller nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der beheizte Verstellkörper innerhalb der Propellernabe angeordnet und von einem schlechten Wärmeleiter umgeben ist.

4. Propeller nach Anspruch 1 bis 3, gekennzeichnet durch die Anordnung mehrerer elektrisch beheizter Verstellkörper (8), die konzentrisch zur Flügellängsachse liegen und an einer gemeinsamen, die Propellerfiügel drehenden Stellscheibe (6) angreifen.

5. Propeller nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere elektrisch beheizte Verstellkörper hintereinandergeschaltet sind, so daß sich ihre Verstellkräfte zusammenzählen, wobei die Größe der gesamten Verstellkraft durch Zu- und Abschalten eines oder mehrerer Verstellkörper regelbar ist.

r C Pat. 699 746 v. 22. 12. 36, veröff. ^ 002 5. 12. 40. Hugo Heine, Berlin*). Zum

Verstellen der Flügelsteigung von Luftschrauben bestimmte Verstellvorrichtung.

Patentansprüche: 1. Zum Verstellen der Flügelsteigung von Luftschrauben bestimmte Verstellvorrichtung mit einem Kupplungsschneckengetriebe, das nur eine bei dessen Nichtbenutzung stillstehende, durch axiales Verschieben einkuppelbare Planschnecke aufweist, die in beiden Verstellrichtungen durch Elektromotor o. dgl. drehbar und mit ihrer Arbeitsseite bis dicht an zugeordnete, an der Luftschraubennabe gelagerte Schneckenräder heranrückbar ist, wobei zwischen der Planschnecke und dem Schneckenrad jedes Flügelblattes je nur eine zwei-schen den Nabenhülsen befindliche, auf ihrem Umfang

3TJ>

mit Schneckenradverzahnung und auf einer Flachseite mit Planschnecke versehene Zwischenscheibe angeordnet ist, nach Zusatzpatent 696 832, dadurch gekennzeichnet, daß die motorisch angetriebene Schnecke als zwischen die Schneckenräder (15) der Flügelblattfüße (25) gerückte Scheibe (lb) von kleinem Durchmesser mit auf dem Scheibenumfang angeordneter Verzahnung (la) ausgebildet ist, die mit der Schneckenradverzahnung (5a) der zu den Mittelebenen von Flügelfußschneckenrad (15) und Schneckenscheibe (lb) schräg gestellten Zwischenscheibe (5) in Eingriff steht.

2. Verstellvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneckenverzahnung als Spiralverzahnung auf einer Kegelfläche der Schneckenscheibe vorgesehen ist.

3. Verstellvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneckenverzahnung als (iloboidschnecke auf der Zylinderfläche einer gegebenenfalls durch Drehen ein- und auskuppelbaren Scheibe vorgesehen ist.

*) Dr.-Ing. Andreas Stamm f, Berlin-Zehlendorf, ist als Erfinder genannt worden.

c g Pat. 699 649 v. 4. 1. 38, veröff. 3. 12. 40.

Hugo Heine, Berlin*). Bremsluft-

schraube.

*) Eifinder: Adolf Wagenitz, Berlin.

Patentansprüche :

1. Bremsluftscliraube mit Vorrichtung zum Anpassen der Bremsleistung an die jeweilige Triebwerksleistung, dadurch gekennzeichnet, daß auf den Blattseiten nahe den Spitzen der fest eingestellten Flügelblätter angeordnete und das Blattprofil überragende, aerodynamisch profilierte Körper bei stillstehender Schraube um zu den Flügelblättern senkrechte Drehachsen feinstufig zwischen Tangential- und Radialstellung zum Umlaufkreis einstellbar sind.

2. Bremsluftschraube nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß nahe den Spitzen^ der - FlügelbiätteT' in diese an ihrer den profilierten Körper tragenden

^M.i !

Seite eine von einem Rohrbolzen mit Mutter gehaltene und gegen Drehung gesicherte Scheibe mit feiner Verzahnung eingelassen ist, mit der eine Gegenscheibe des profilierten Körpers mittels einer durch den Rohrbolzen gesteckten Schraube mit Mutter in Eingriff gehalten wird.

Triebwerk (Gr. 12—15).

r f 9 Pat 699 747 v- 15- 3- 38' veröff. 9. ^ 1 -406 12. 40. Junkers Flugzeug- und -Motorenwerke Akt.-Ges., Dessau*). Tragein-richtung für Motoren, insbesondere für Luftfahrt eng motoren. Patentansprüche:

1. Trageinrichtung für Motoren, insbesondere für Luftfahrzeugmotoren, bei welcher als Verbindung zwischen Motor und tragendem Körper biegungsfeste Scheiben oder Stabfachwerke benutzt werden, die unter Einschaltung von elastischen Körpern am Motor und/oder

*) Friedrich Klein und Dipl.-Ing. Konrad Eichholtz, Dessau, sind als Erfinder genannt worden.

am tragenden Körper angreifen, dadurch gekennzeichnet, daß die in einer Schwingebene elastischen Anschlußglieder (2) um eine parallel zur Schwingebene verlaufende oder in der Schwingebene liegende Achse drehbeweglich sind.

2. Trageinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens drei elastische Anschlußglieder (2) derart vorgesehen sind, daß die Schwingebenen von mindestens zwei dieser Anschlußglieder (2) einen Winkel miteinander einschließen und die Ebene des dritten Anschlußgliedes nicht mit den Ebenen des ersten oder zweiten zusammenfällt. -

Hier folgen Ansprüche 3—5.

c t 9<vt pat-700 407 v-10- 4- 37' veröff-19-

1 -4 07 12 4Q Dornier-Werke G. m. b. IL, Friedrichshafen*). Abgasanlage für Flugseng-motoreil. Patentansprüche:

1. Abgasanlage für Flugzeugmotoren, bestehend aus einer der Zylinderzahl entsprechenden Anzahl von kurzen, voneinander unabhängigen Qasaustrittsrohren (4), von denen an jedem Motorzylinder ein Stück befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Gasaustrittsrohr an seinem freien Ende (5) geschlossen und, in Flugrichtung gesehen, nach seinem freien Ende hin zugespitzt ist,

5 flbb.4

Flugwind

quer zur Flugrichtung gesehen, aber über seine ganze Länge die gleiche Breite hat und in ihrer quer zur Flugrichtung liegenden Symmetrieebene mit Oeffnungen (6, 7 und 8) zum Austritt der Gase ins Freie versehen ist.

2. Abgasanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an jedem Gasaustrittsrohr (4) in einigem Abstand von ihm gegenüber den Gasaustrittsöffnungen (8) in Richtung der äußeren Luftströmung Bleche (9) angeordnet sind, welche die Gasaustrittsöffnungen (8) sowohl in Flugrichtung als auch quer zu dieser überragen.

*) Hans Keitel, Friedrichshafen, ist als Erfinder genannt worden.

c 12o7 Pat 700 480 V"

11. 36, veröff. 20. 12. 40. Junkers Flugzeug- und -Motorenwerke Akt.-Ges., Dessau"5'). Anlageznr Lnftvorwärmung für Sternmotoren mit einem Samnielring für die Motorabgase.

*) Friedrich Klein, Dessau, ist als Erfinder genannt worden.

Patentanspruch: Anlage zur Luftvorwärmung für Sternmotoren mit einem Sammelring für die Motorabgase, in welchem ein oder mehrere von kalter Luft durchströmte, in sich geschlossene ringförmige Rohre angeordnet sind, welche mit nach außen führenden Luftauffangrohren und einer Warmluftableitung in Verbindung stehen, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftauffangrohre (7, 8, 9) so gegeneinander versetzt sind, daß der Unterschied der zwischen den Fnsch'uftleitungen gemittelten Temperaturen vor don A/uspuffstutzen der Zylinder möglichst gering ist.

r \ *Z Pat. 699 696 v. 11. 10. 35, veröff. *~ 1 4. 12. 40. Deutsche Versuchsanstalt für Luftfahrt E. V., Berlin - Adlershof*).

Hautkühler als Teil des Traguerbandes von Flugzeugen.

Patentansprüche: 1. fiautkühler, die einen Teil des Tragverbandes von Luftfahrzeugen bilden, dadurch gekennzeichnet, daß der Eintritt des zu kühlenden Mediums in den Kühler an den Stellen des Tragverbandes liegt, an denen der

Tragverband die geringsten Kräfte und Momente zu übertragen hat.

2. Hautkühler für Luftfahrzeuge nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kühler mit dem größeren inneren Ueberdruck an den Teilen der Schale angeordnet wird, an denen die freie Strömung in Stromrichtung Druckabfall aufweist, z. B. bei Flügeihaut-kühlern auf der Flügelunterseite.

*) Dipl.-Ing. Bernhard Qöthert, Berlin-Bohnsdorf, ist als Erfinder genannt worden.

c 13o

Pat. 699 697 v. 8. 9. 35, veröff. 01 4. 12. 40. Dr.-Ing. e. h. Dr. phil. h. c. Ernst Heinkel, Warnemünde1). Außenhaiü-kiihler für Luftfahrzeuge.

*) Dipl.-Ing. Friedrich Jahn, Seestadt Rostock, ist als Erfinnder genannt worden.

Patentansprüche :

1. Außenhautkühler für Luftfahrzeuge nach Patent 686 218, der aus glatten Blechen mit Abstandhaltern gebildet ist, die eine schubfeste Verbindung zwischen Rippen und Außenhaut bewirken, dadurch gekennzeichnet, daß die von den Befestigungsmitteln durchsetzten Abstandhalter aus Klötzchen oder Bolzen bestehen.

2. Außenhautkühler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Klötzchen oder Bolzen auf Bändern, Streifen o. dgl. angeordnet sind, die auf der Innenhaut längs über den Rippen, Holmen, Spanten o. dgl. anbringbar sind.

Abwurfvorrichtungen (Gr. 18—20).

C 1 &m Pat- 699 588 v- 15- 6- 34' veröff. *~ 1001 3. 12. 40. Siemens Apparate und Maschinen G. m. b. IL, Berlin. Halleschloß für insbesondere von Luftfahrzeugen aus abwerfbare Lasten.

Patentansprüche: 1. Halteschloß für insbesondere von Luftfahrzeugen aus abwerfbare Lasten, das einen die Last haltenden Riegel mit Sperrklinke enthält, die durch eine zwreite Sperrklinke gesichert ist, welche bei Herausnahme aus ihrer Sperrstellung die andere Sperrklinke freigibt, da-

durch gekennzeichnet, daß die zweite Sperrklinke (10) in ihrer Sperrstellung von der ersten Sperrklinke (8) unbelastet ist und zur Auslösung der ersten Sperrklinke unmittelbar durch die zweite Sperrklinke letzters (10) mit einem nach Freigabe der ersten Klinke gegen dieselbe stoßenden und sie hierdurch ausklinkenden Arm versehen ist.

Hier folgen Ansprüche 2—6.

Fallschirm und sonstige Rettungsvorrichtungen (Gr. 21—23).

C 0\vr Pat- 693 904 v. 9. 7. 38, veröff. ^ ^^03 2Q 7 4Q Friedrich Hermann

Fleck, Waltersdorf, Kr. Zittau. Von Hand zu betätigende Aiislösevorrichtnng für Fallschirm- Verpacknngstaschen.

Patentanspruch: Von Hand zu betätigende Auslösevorrichtung für Fallschirm-Verpackungstaschen, dadurch gekennzeichnet, daß das Auslösekabel aus einem einzigen Stück Drahtseil besteht, das teilweise in spiralenförmigen Windungen zu einem Handgriff geformt ist und dessen

freie Enden etwa parallel verlaufen und daß das Kabel in dieser Form durch verlötete Bindungen (a, b, c, d) gehalten wird.

~ Pat. 697 788 v. 19. 7. 36, veröff. 23.

X*J03 1Q 4Q )?Aut0fiug<« Gerhard Sedl-

mayr, Berlin-Tempelhof. Zweiteiliger Sicherheitsverschluß für Gurte von Flieger- und ahnlichen Ans/ilstungen.

Patentansprüche : 1. Zweiteiliger Sicherheitsverschluß für Gurte von Flieger- und ähnlichen Ausrüstungen, bestehend aus einem ösenartigen Verschlußteil mit länglicher Oeffnung und einem T-förmigen Hakenteil, dessen Quersteg länger ist als die Oeffnung des Oesenteils, dadurch gekenn-d

Kabels befestigten, gespannten und in seiner Längsrichtung federnden Gliede (c) verbunden ist, welches ein Herausziehen des Abzugkabels aus dem Schutzschlauch (1) und somit das Auslösen der Fallschirmverpackungstasche bewirkt, sobald eine zwischen dem Abzugring (d) und einer Oese (f) angeordnete, leicht zerschneidbare Schnur (e) nach vorher eingestellter Zeit durch eine mit einem an sich bekannten Zeitauslöser (i) verbundene Schneidvorrichtung (g) freigegeben ist.

r O-T. Pat. 700 627 v. 13. 1. 37, veröff. ^ ^^03 24. 12. 40. Schroeder & Co. G. m. b. Ii., Berlin-Neukölln. Vorrichtung zum Hand- und selbsttätigen Auslösen des Verschlusses von Fall seid rmpacktasclien.

Patentansprüche: 1. Vorrichtung zum Hand- und selbsttätigen Auslösen des Verschlusses von Fallschirmpacktascheu mit im wesentlichen in einer Ebene liegenden Vorsteckstif-ien für beide Auslösungsarten und mit von der Packtasche unabhängigen, losen Verschlußgliedern, dadurch

zeichnet, daß der kappenförmige Oesenteil (c) einen an

CK

die in seiner Oberseite befindliche längliche Einführungs-Öffnung (d) unmittelbar anschließenden, in seine Seitenwand hinabreichenden Schlitz (e) zur Aufnahme des Schaftes (h) des T-förmigen Hakenteils (f) aufweist.

2. Zweiteiliger Sicherheitsverschluß nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, daß der kappenartige Obertei! (c) der Oese starr auf einem Hohlniet (a) befestigt ist und eine Verdrehung der Oese nach Vernieten des Hohlmetes (a) in dem Werkstück durch eine mit Warzen, Zähnen o. dgl. versehene, sich gegen das Werkstück legende Unterlagsscheibe (k) verhindert wird.

c OX Pat. 700 363 v. 18. 4. 37, veröff. 18.

X>*J05 12 4Q_ Reichsverwaltung, vertreten durch den Herrn Reichsminister der Luftfahrt, Berlin*). Vorrichtung für ein verzögertes Auslösen der Fallschirmverpackungstasche.

Patentanspruch: Vorrichtung für ein verzögertes Auslösen der Fallschirmverpackungstasche, dadurch gekennzeichnet, daß das Auslösekabel (m) mit einem am Abzugring (d) des

gekennzeichnet, daß die Verschlußglieder (12) an beiden Enden mit je einer Oese (122) versehen sind, die über die in an sich bekannter Weise an den Packtaschenlappen befestigten Verschlußkegel (11) zur Aufnahme der Vorsteckstifte (13, 16) gestreift sind.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschlußglieder (12) aus weichem, biegsamen Werkstoff, vorzugsweise aus Metalldraht, bestehen.

Hier folgen Ansprüche 3—6.

rQÄ Pat. 697 352 v. 21. 12. 37, veröff.

A%J IL 10. 40. Dr.-Ing. e. h. Dr. phil. h. c. Ernst Heinkel, Warnemünde'). Einrichtung zur Sogerzeugnng für Meßinstrumente an Luftfahrsengen durch den Fingwind.

Patentansprüche: 1. Einrichtung zur Sogerzeugung für Meßinstrumente an Luftfahrzeugen durch den Flugwind, bei der die Anschlußstelle der Saugleitung im Strak liegt, dadurch gekennzeichnet, daß die Sogleitung in zwei Kanäle ausläuft, die in verschiedener Flügeltiefe an der Flügelnase

*) Hans Riedl, Berlin-Altglienicke, genannt worden.

Erfinder

münden, deren vorderer (b2) für große Anstellwinkel und deren hinterer (bO für kleine Anstellwinkel vorgesehen ist.

2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beide Sauganschlüsse (bi, bs) über Rückschlagventile (g) mit der Saugleitung (h) verbunden sind.

*) Karl Schwärzler, Warnemünde, ist als Erfinder genannt worden.

Pat.-Samml. Nr.43 wurde im„FLUGSPORT" XXXIII., Heft 4, am 19 2.1941 veröffentlicht.

Schluß des Band ¥111.

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