Zeitschrift Flugsport

Heft Nr. 26 vom 18. Dezember 1940

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Die Zeitschrift Flugsport war die illustrierte, flugtechnische Zeitschrift für das gesamte Flugwesen und wurde im Zeitraum von 1909 bis 1944 von Oskar Ursinus herausgegeben. Über einen Zeitraum von 36 Jahren hinweg wurde in dieser Zeitschrift sowohl über die zivile als auch über die militärische Luftfahrt berichtet. Jedes Heft widmete sich in besonderen Kapiteln u.a. den Themen Segelflug, Motorflug, Luftschiffahrt, Ballonfahren, Modellflug, Luftwaffe oder Luftsport. Ebenso wurden die Bereiche Flugzeuge, Flugzeugtechnik, Flughäfen, Landeplätze sowie Flugnavigation und Luftverkehr im Inland und Ausland behandelt. Alle Seiten aus den Jahrgängen von 1909 bis 1944 sind mit Fotos und Abbildungen als Volltext in der nachstehenden Form kostenlos verfügbar. Erscheint Ihnen jedoch diese Darstellungsform als unzureichend, insbesondere was die Fotos und Abbildungen betrifft, können Sie alle Jahrgänge als PDF Dokument mit Inhaltsverzeichnissen, Seitenzahlen, Fotos und technischen Zeichnungen für eine geringe Gebühr herunterladen. Um komfortabel nach Namen, Themen und Begriffen zu recherchieren, nutzen Sie bitte die verfügbaren PDF Dokumente. Nutzen Sie bitte die kostenfreie Leseproben von Heft 17/1933 sowie von Heft 8/1939, um die Qualität der angebotenen PDF Dokumente zu prüfen.



Illustrierte flugtechnische Zeitschrift und Anzeiger für das gesamte Flugwesen

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Nr. 26_18^ Dezember 1940 XXXII. Jahrgang

Die nächste Nummer des „Flugsport" erscheint am 8. Januar 1941

Ende 1940.

Ende 1939 wurde die Friedenshand des Führers zurückgewiesen und uns der Krieg aufgezwungen. Es blieb nur eins, dem Gegner die Waffe aus der Hand zu schlagen.

Unsere Gegner im Norden und Westen, die Deutschland vernichten sollten, sind niedergeschlagen und entwaffnet. Unsere Luftwaffe beherrscht den Luftraum jetzt nicht nur bis zum Kanal, sondern weit bis in das Innere Großbritanniens.

Die Aufgaben unserer Luftwaffe haben eine solche Größe und Vielseitigkeit angenommen, daß es unmöglich ist, diese hier näher darzulegen. Einen Ausschnitt aus der Tätigkeit im vergangenen Jahr geben die von uns regelmäßig veröffentlichten Berichte „Luftwaffe" aus den Mitteilungen des Oberkommandos der Wehrmacht. Wenn man diese Berichte im Zusammenhang jetzt wieder nachliest, kann man sich erst einen Begriff über die nachhaltige Einwirkung unserer Luftwaffe machen. Die Tätigkeit unserer Aufklärer, Stukas, Bomber, Jäger, Zerstörer, Torpedoflugzeuge und Transportflugzeuge mit dem heldenhaften Einsatz unserer Fallschirmjäger waren so umfangreich und vielseitig, daß in der kurzen Zeit der aufeinanderfolgenden Ereignisse diese für den Fernstehenderen kaum zu übersehen sind.

Die Leistungsfähigkeit unserer Luftwaffe ist dann weiterhin im vergangenen Jahr in der Zahl der Maschinen wie der Besatzung ganz gewaltig gesteigert. Die letzten Erfolge in der Luft über England haben eine ganz bedeutende Ueberlegenheit bewiesen.

Und wie im vergangenen Jahre die Luftwaffenschmieden ihre Leistungen zu steigern vermochten, so muß man jetzt feststellen, daß die Steigerung unentwegt weitergeht.

Verehrte Leser des „Flugsport"! Bitte sparen Sie unnütze Nachnahmespesen und senden Sie uns die fällige Bezugsgebühr für das I. Vierteljahr 1941: RM 4.50, möglichst auf unser Postscheckkonto 7701 Frankfurt a. M. Nach dem 5. Januar werden wir diese zuzüglich 30 Pf. Spesen durch Nachnahme einziehen.

Diese Nummer enthält Inhaltsverzeichnis und Patentsammlung Nr. 39.

Ital. Segelschulflti^zeu^ Cat.-15.

Dr. Ettore Cattaneo, einer der ältesten ital. Segelflieger (flog schon in Asiago), hat in seinem Segelflugzeugbau, Taliedo, mehrere Flugzeugmuster entwickelt, darunter einen abgestrebten Hochdecker, Cat.-15, welcher als Schulflugzeug bis zur C-Prüfung dient und mit einem IT-Gerät ausgerüstet ist, so daß der Fluglehrer den Schüler dauernd verbessern kann.

Flügel zwei Sperrholzholme, gleichbleibende Flügeltiefe, abgerundete Flügelenden, verdrehungssteife Sperrholzflügelnase, stoffbespannt. Leitwerksträger mit den Flügeln verspannt. Sitze verkleidet, mit Formleisten, Stoffbespannung.

Spannweite 10,7 m, Länge 5,6 m, Höhe 2 m, Flügelfläche 14,7 m\ Leergewicht 94 kg, Flächenbelastung 11,2 kg'm2, Gleitwinkel 1 : 15, Sinkgeschwindigkeit 1 m/sec.

UdRSS Jagdeinsitzer 1-16.

Der von den Sovjets entwickelte Jagdeinsitzer 1-16 mit luftgekühltem 9-Zyl.-Sternmotor „M 25u 750 PS ist durch seine Leistungsfähigkeit in Spanien bekannt geworden.

Flügel Tiefdecker freitragend. Charakteristisch die weit nach hinten am Rumpf zurückgezogenen Flügelwurzeln münden ca. 30 cm unterhalb des Höhenleitwerkes. Holzbauweise mit Stoffbespannung. Rumpf gedrungen, vorn runder, hinten ovaler Querschnitt. Holzbau-

weise, Sperrholzbeplankung. Kopfabfluß vom Führer in das Seitenleitwerk übergehend. Höhenleitwerk und Seitenleitwerk freitragend.

Fahrwerk große Spurweite, nach innen in den Flügel einziehbar. Sporn fest.

Bewaffnung vier MQ. außerhalb des Luftschraubenkreises im Flügel.

Spannweite 10,2 m. Fluggewicht 1450 kg, Höchstgeschwindigkeit 450 km/h, Reise 360 km/h, Steigzeit 4C00 m in 5,2 min, Gipfelhöhe 9000 m, Reichweite 680 km. Flugdauer l3/4 h.

UdRSS Jagdeinsitzer 1—16.

Zeichnung Flugsport

Curtiss P-40 Jagdeinsitzer mit 12 Zyl. V-Allison GV-1760D, 1260 PS. Vgl. Typenbeschreibung „Flugsport" 1939, Seite 354. Zeichnung: Aviation

Konstruktionsvorschläge zweimotoriger Jagdflugzeuge*

Als Standardtyp des Jagdflugzeuges hat sich heute der aerodynamisch hochgezüchtete einmotorige Tiefdecker mit Zugschraube durchgesetzt, so daß die in früheren Jahren bestehende Streitfrage: Eindecker oder Doppeldecker, endgültig zugunsten des ersteren entschieden zu sein scheint. Der höheren Horizontalgeschwindigkeit und Steigleistung des Eindeckers stehen größere Wendigkeit, geringeres Gewicht und höhere Festigkeit des Doppeldeckers gegenüber. Diese Vorteile sind es auch, die einige ausländische Luftwaffen dazu bewogen haben, den Doppeldecker als volleinsatzfähiges Jagdflugzeug vorerst noch beizubehalten. Und zwar trifft dies für Italien, UdSSR und USA zu.

Als Begleitflugzeug für moderne Bomber kommt heute ausschließlich der schnellere Tiefdecker in Frage. Werden in Zukunft die Geschwindigkeiten der Bomber weiter gesteigert, muß auch der begleitende Jäger seine Geschwindigkeit erhöhen, was nur durch weitere aerodynamische Verfeinerung, in erster Linie aber durch Steigerung der Motorleistung erreicht werden kann. Diese Forde*-rung wird sich u. U. nur durch Einbau von 2 Motoren verwirklichen lassen, eine für ein Jagdflugzeug nur mit erheblichen konstruktiven Schwierigkeiten verbundene Aufgabe, was auch darin zum Ausdruck kommt, daß die bisher gebauten zweimotorigen Jäger Einzelerscheinungen geblieben sind und nur geringe praktische Bedeutung erlangt haben. Im folgenden bringen wir einige Konstruktionsvorschläge*) zweimotoriger Jäger.

Allen diesen Entwürfen gemeinsam ist die weitgehende Konzentration der schweren Motormassen in Nähe des Schwerpunktes und die durch die gegenläufigen Schrauben aufgehobenen Drehmomente. Die erste Lösung (Abb. 1) sieht die etwas ungewöhnliche und praktisch wenig erprobte Fernübertragung der Motorleistung auf die seitlichen Schrauben vor. Den idealen Sicht- und Schußverhält-riissen stehen die erheblichen konstruktiven Schwierigkeiten und der ungenügende Schutz gegen Beschuß entgegen.

Der Vorschlag nach Abb. 2 ist bereits bei dem Baumuster Fok-ker D 23 zur Ausführung gekommen. Erforderlich sind Dreiradfahrwerk und besondere Leitwerkträger. Die Sicherheit gegen Beschuß ist ausgezeichnet. Es dürfte außerordentlich schwierig sein, die Maschine bei laufenden Schrauben mit dem Fallschirm zu verlassen. Sicht- und Schußverhältnisse beschränkt.

*) Rivista Aeronautica, Nr. 9, 1940.

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Die dritte Lösung (Abb. 3) verwendet zwei koaxiale, gegenläufige Schrauben, die mittels Voll- und Hohlwelle über ein Getriebe einzeln angetrieben werden. In konstruktiver und fliegerischer Hinsicht dürfte es sich hier wohl um die brauchbarste Lesung handeln, die übrigens bei den bekannten italienischen Wasserrennflugzeugen mit Erfolg zur Anwendung gekommen ist. Sicht- und Schußverhältnisse beschränkt. Gute Sicherheit gegen Beschuß von vorn.

Die vierte Lösung (Abb. 4) stellt insofern eine Abwandlung der dritten dar, als die gleiche Motor-Schraubenkombination als Druckschraubenantrieb arbeitet. Dadurch bessere Wirkungsgrade, nur geringe Störung der laminaren Grenzschicht von Rumpf und Flügel. Aerodynamisch beste Lösung. Erforderlich Dreiradfahrwerk und Leitwerkträger. Ideale Sicht- und Schußverhältnisse, ungenügender Schutz gegen Beschuß von vorn.

Pitcairn Sprung-Tragschrauber-Aulo.

Die Bemühungen, das Flugzeug zu einem Straßenfahrzeug zu entwickeln, sind alt. Mehrere Jahre schon vor dem Weltkriege machte ein schweizer Erfinder von sich reden, der diese Aufgabe mit einem Motorrad lesen wollte. Auch hat es nicht an Vorschlägen gefehlt, das Flugzeug unter Belassung seiner üblichen Rumpfform als Auto auszubilden, indem man die Laufräder steuerbar und mit dem Schraubenmotor kuppelbar machte und die Tragflügel mit Gelenken ausstattete, die sich an den Rumpf anlegen lassen. Etwas Lebensfähiges ist auf dieser Grundlage bisher nicht entstanden. In neuerer Zeit hat man den Tragschrauber zur Lösung der genannten Aufgabe*) herangezogen. So hat Cierva sich auf eine Ausführungsform Patentschutz (DRP. 671 177, s. Patentsammlung des

*) Ein früherer derartiger

Vorschlag war, an einem Modell dargestellt, 1932 auf der Dela zu sehen; hier bestand die Vortriebseinrichtung aus auf den Drehflügelenden aufgesetzten Schaufeln, die nach Rohrbach scher Art gesteuert werden sollten: s. „Flugsport" 1932, S. 387.

Abb. 1. Pitcairn Sprung-Tragschrauber-Auto „P A 35".

tu

„Flugsport" 1939, Nr. 2) erteilen lassen. Mit besonderem Interesse hat sich die mit Lizenzen Ciervas arbeitende, unter Leitung von H. F. P i t c a i r n stehende Autogiro Co of America in Willow Qrove (Pa) des Flugautos angenommen und bereits mehrere derartige Muster in den Jahren 1^34 und 1936 herausgebracht.

Vor kurzem ist dort ein neues Sprungstart-f lugauto „P A 36" (Abb. i 1) flugfähig vorgeführt worden. Es ist ein starrflügelloser, zweisitziger,' auf; Straßen fahrbarer Tragschrauber mit zurückklappbaren Drehflügeln und einem 175pferdigen Warner-Sternmotor, der im Gegensatz zu früheren Ausführungen nicht vor, sondern hinter dem Führersitz eingebaut ist, was schon der besseren Straßensicht wegen erforderlich schien. Das Kühlgebläse saugt aus Oeffnun-gen in der Rumpfspitze hinter der vierflügeligen Vortriebsluftschraube die Luft an. Ein Wechselgetriebe gestattet, entweder den i Propeller oder die Steilschraube auf höhere Drehzahlen zu bringen, letzteres zu dem Zwecke des Sprungstarts.

Der Motor setzt die Steilschraube zunächst mit übernormaler Drehzahl In Umlauf, wobei die Blattprofile auf Nullauftrieb eingestellt sind, die Steilschraube also leer läuft und Drehwucht speichert. Wird die Steilschraube und die Vortriebsschraube auf volle Drehzahl gebracht, unter gleichzeitiger Vergrößerung des Blatteinstellwinkels, so verbraucht die Steilschraube als Hubschraube die gespeicherte Energie bei einem Hochsprung des Fahrzeugs auf etwa 4—5 m. Währenddem nimmt die Vortriebswirkung um soviel zu, daß am Ende des Sprungs Vor- und Steilschraube zusammen das Fahrzeug a,ls Tragschrauber tragen und fortführen.

Die Steuerung in der Luft geschieht in der Längsebene durch Rippen der Steilschraubennabe. Zur Unterstützung dieser Höhen-Steuerung und für Qüerruderwirkung sind zwischen dem schlanken Rumpf und außergewöhnlich großen, schräggestellten Seitenflossen Klappen angeordnet. Der Rumpf läuft in eine dritte mittlere Seitenflosse und in ein Seitenruder aus. Die großen Leitwerkabmessungen sollen die vom Propeller und von der Lagerreibung der Steilschraube herrührenden Rückdrehmomente beseitigen. Die Betätigung der Steuerung geschieht mittels Handrades und Fußsteuerung in der üblichen Weise.

Abweichend von den bisherigen Ausführungen werden bei dem „PA36" hydraulische Gestänge angewandt, nach den ame-rikanschen Patenten Pitcairns und seiner Mitarbeiter Larsen und Ray, siehe in Abb. 2 das Schema und in Abb. 3 einen Schnitt durch die als kippbar zu denkende Nabe dieser Steuerung (amer. Patent 2 183 119).

Jeder der in 10 und 12 kardanartig gelagerten Drehflügel wird mittels einer weiter unten beschriebenen Einrichtung 14,15,16 durch 0eidruck in die Nullauftriebslage eingestellt und geht bei Aufhören des Oeldrucks in die Lage für Eigendrehung (Autorotation) über. Das Drehmoment der Motorwelle 17 wird über die Kupplung 18, Welle 23, Freilauf 30 und Scheibe 31 auf die Rotorwelle 29 übertragen. Mit der Scheibe ist eine Bremstrommel 33 verbunden, die von dem Hebel 71 über Seil 35 bedient wird. Eine Zahnradölpumpe 39,40 innerhalb des Nabengehäuses sitzt am unteren Ende der Rotorwelle 29. Das Oel läuft aus einem Behälter 42 durch Rohr 43 zu und durch Rohr 46 in einen Dreiweghahn 47 ab. Bei der in Abb. 3 gezeigten Hahn Stellung läuft das Oel über Rohr 50 mit geringem Druck in den Behälter zurück (Rohr 49 ist bei 65 gesperrt). Wird nun die Kupplung 18 mittels des Hebels 61 eingerückt und über das Seil 57 der Hahnhebel 52 gesenkt, so wird unter Absperrung des Rohres 50 das Drucköl in den Kolben 15 zur Wirkung gebracht, um die Drehflügel

auf Nullauftrieb zu stellen. Gleichzeitig wird das Ventil 65 für die Laufradbremse 64 aus der in Abb. 2 geschlossen gezeichneten Stellung heraus geöffnet. Sobald also der Motor (17) die Rotornabe in Umlauf setzt, werden die Drehflügel auf Nullauftrieb gestellt und die Laufräder 63 gebremst. Schaltet der Pilot die Kupplung 18 nach Erreichen der Hcchstdrehzahl des Rotors aus, so wird die Leitung 16 drucklos, und das Drehflügelsystem stellt sich unter dem Einfluß der Schleuderkraft und eines federnden Organs auf den für die Eigendrehung notwendigen kleinen Winkel ein. Während der Andrehzeit kann sich somit das Fahrzeug nicht von der Stelle bewegen. Wird der zur Bedienung der Rotorbandbreinse dienende Hebel 71 angezogen, so wird ebenfalls die Einrichtung 14, 15, 16 mit Drucköl beschickt, um die Flügel auf Nullauftrieb zu stellen.

In den Abb. 4—6 ist nach dem später angemeldeten amer. Patent 2 151 216 die Art der EinStelleinrichtung der Flügel gezeigt*). Die Rotorflügelwurzeln 6 sind in Gummi 1 einvulkanisiert. Der Flügelholm endet in einem zugespitzten Ansatz 3, der bei 4 gegen eine Kerbe in einem Führungszylinder 7 anliegt, solange der Flügel Eigendrehungseinstellung (7) hat. Wird er in der vorbeschriebenen Weise aus dieser heraus in die Nullauftriebsstellung (8) gebracht, und zwar dadurch, daß der Kolben 2 von Drucköl beaufschlagt wird, so steigt die Zuspitzung bei 4 gegen die federnde Wirkung der Gummimanschette 1 aus der Ruhelage heraus und auf den Flanken der *) Die Anlenkung der Flügel an die Nabe ist hier etwas anders als zuvor dargestellt.

Abb. 4—6. Gummilagerung der Drehflügel wurzeln für einen Sprungstart-Trag-schrauber.

Abb. 2 u. 3. Schema und Nabenkopf einer

hydraulischen Steuerung für einen Sprungstart-Tragschrauber.

Kerbe 4 hoch. Hört der Oeldruck auf, so bringt die Qummitorsion im Verein mit der Schleuderkraft die umlaufenden Flügel wieder in die normale Eigendrehungslage.

Dadurch, daß die Flügel nur zwei Einstellungen haben, ist die Sprungstarteinrichtung gegen frühere Konstruktionen Ciervas erheblich vereinfacht worden. Doch wird sich erst noch zeigen müssen, ob hiermit auch ein genügender Grad von Betriebssicherheit erreicht werden kann.

Ueber die Ausstattung des Fahrzeugs als Auto sind nähere Angaben noch nicht gemacht worden.

Ferngesteuerte Flugzeugwaffen.

Als folgerichtige Weiterentwicklung im Kriegsflugzeugbau werden wir in naher Zukunft Flugzeuge mit ferngesteuerten Bordwaffen haben. Im folgenden bringen wir einige Konstruktionen der englischen Firmen Fairey, Boulton Paul und Blackburn*).

Die Abb. 1 und 2 stellen die Ausführungsbeispiele von Fairey dar, und zwar die Abb. 1 die Gesamtanordnung, Abb. 2 den Schützenstand mit der Visiereinrichtung. Auf dem horizontal drehbaren Turm A sind 4 MG. montiert; der Turm wird mittels des in den äußeren Zahnkranz C eingreifenden Ritzel B gedreht. Die Drehung der Waffen in der vertikalen Ebene erfolgt durch die Schnecke D und den Quadranten E. Durch eine ähnliche Vorrichtung wird der Schützenstand gedreht. Der Sitz ist verstellbar, die Kopfstütze F dient der bequemen Bedienung des Reflexvisiers G. Sowohl die horizontalen wie auch die vertikalen Bewegungen der beiden Türme werden durch die Antriebseinheit H (Elektromotor) ausgeführt. Die eigentliche Verstellung wird jedoch durch das stufenlos regelbare und umsteuerbare Getriebe J bewerkstelligt, das vom Schützenstand aus mittels des Handgriffes K hydraulisch betätigt wird. Eine besondere Anordnung sorgt dafür, daß die Bewegungen in der

Horizontalen oder Vertikalen einzeln oder gleichzeitig beeinflußt werden können, indem nämlich das Getriebe J die Bewegungen in jeder beliebigen Richtung beschleunigt oder verzögert. Sobald der Druck auf den Handgriff K aufhört, werden sämtliche Bewegungen automatisch gestoppt. Die Uebertragung der Kräfte

^_______ auf die Türme erfolgt

/ - Abb. 2. durch besondere Spindeln.

Die bei der vertikalen Verstellung auftretenden Schwierigkeiten werden durch die voneinander unabhängigen Differentialgetriebe L beseitigt. Dadurch wird es möglich, den Turm bei unverändertem Höhenwinkel zu drehen oder die Waffen vertikal zu richten, ohne daß der horizontale Winkel sich ändert.

*) Bearbeitet nach englischen Patentschriften.

Abb. 3.

Die Konstruktion von Boulton Paul zeigen die Abb. 3—5, letztere für Großflugzeuge. In allen Abbildungen bedeuten: A Höhenflosse, B Höhenruder, C Seitenflosse, D Seitenruder, E Tragarme (Ausleger), F MG.-Träger. Das Ausführungsbeispiel für ein einzelnes Gewehr oder eine Gruppe von Gewehren zeigt die Abb. 3; Drehbereich von E = 360°, Winkelausschlag von F = 180°, so daß es also tote Winkel praktisch nicht gibt. Eine Erweiterung des Winkels von F würde ein Schießen nach vorn unter den Rumpf hindurch zulassen. Bei der Ausführung nach Abb. 4 schwenkt "der horizontale Arm E um mehr als 180°, während der Träger F um 360° drehbar ist. Schließlich zeigt die Abb. 5 noch eine Ausführung für große Flugzeuge mit zwei Seitenrudern. Der Heckschütze sitzt in der verglasten Kabine, die durch die Verlängerung des Rumpfes über die Höhenflosse hinaus gebildet wird. Auf dem seitlichen Ausleger G sitzt der Arm E, der um 180° gedreht werden kann, während die Waffe wieder wie bei der Ausführung nach Abb. 4 um nahezu 350° verschwenkt werden kann, und zwar entsprechend dem Kreis H. Begrenzung durch Höhenflosse und Flügel. In dem Ausleger G sind die Bedienorgane sowie gegebenenfalls Munitionstrommeln untergebracht.

Bei der elektrisch gesteuerten Ausführung von Blackburn (Abb. 6) folgt der Turm in seinen Bewegungen automatisch dem Visier. Die Drehungen -des Turmes um eine vertikale und horizontale Achse besorgen zwei Servomotoren. Die 4 MG. sind in dem kugelförmigen Turm A, dessen oberer Teil B zu Kontroll- und Reparaturzwecken abnehmbar ist, ge'agert. Zur Einstellung des Höhenwinkels wird der Turm um die Achse C verschwenkt, und zwar durch eine vom Motor E angetriebene Schnecke, die auf D gelagert ist. Bei horizontaler Drehung gleitet der Turm in dem Profilring F, Antrieb über eine Schnecke vom Motor G aus. Die Schnecke steht mit dem Ring H in Eingriff. Das Teil D dreht sich dabei um eine senkrechte Achse, so daß die untere Schnecke in Eingriff bleibt. Die Drehung des Schützensitzes erfolgt ebenfalls durch den Motor G. Das Reflexvisier ist auf dem Arm J befestigt, dessen Bewegung mit dem Elektromotor E gekuppelt ist. Der Handgriff K ist mit dem Arm J verbunden und trägt die elektrischen Auslösehebel für die Waffen. Bei allen besprochenen Ausführungen ist ein Austausch der Waffen gegen fotografische Kameras möglich.

Abb. 4

Abb. 6.

^—FLUG UMDSCHA

Inland-Ritterkreuz z. Eisernen Kreuz verlieh der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehnnacht auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Reichsmarschall Göring, in der Luftwaffe an Hptm. Adolph, Kmdr. ein. Jagdgr.; Hptm. Krahl, Führer ein. Jagdgr.

Beförderungen in der Luftwaffe durch den Führer und Obersten Befehlshaber der Wehrmacht mit Wirkung vom 1. 12. 1940: zum General d. Flakartillerie: Generalleutnant Ruggera; zu Generalleutnanten: die Generalma:oreVieiiing, Schulz, Dierstling, Süßmann, Koch, Somme, Fischer, Haehnelt, Dr. Weißmann; mit Wirkung vom 1. 11. 1940: zu Generalmajoren: die Obersten v. Dewall, Mensching, v. Hachenburg, v. Egan-Krieger, Langemeyer, Steinkopf, Harting; mit Wirkung vom 1. 12. 1940: zu Generalmajoren: die Obersten Stutzer, Lackner.

Generalmajor Wolf v. Stutterheim t. Inhaber des Pour-le-merite und des Ritterkreuzes zum Eisernen Kreuz, 45 Jahre alt, gestorben, v. Stutterheim kam 1930 nach der Wasserkuppe, lernte Segel- und Motorfliegen, wurde Ortsgruppenleiter

beim Deutschen Luftsportverband. Später berief der Oberbefehlshaber der Luftwaffe Wolf v. Stutterheim als Major wieder zum aktiven Dienst. Nach seinem Sturz als Teilnehmer im Olympiasternflug 1935 wieder hergestellt, wurde er Gruppenkommandeur gegen Polen und später Frankreich. Am 15. 6. wurde er im Luftkampf schwer verwundet. Dieser, seiner 18. Kriegsverletzung ist er nun erlegen.

Mafor Wiek, der Kommodore des bekannten Richthofen-Geschwaders und Träger des Ritterkreuzes mit Eichenlaub, ist am 28. 11. von einem Feindflug, auf dem er seinen 55. Gegner abschoß, nicht zurückgekehrt und wird seitdem vermißt.

(Vgl. unter Luftwaffe Wehnnachtsbericht v. 4. Dezember, S. 459.)

Ma;or Wiek.

Weltbild

Ausland.

Lufthansa Südost-Luftverkehrsstrecke Schnellverbindung Bukarest—Sofia, werktäglich in jeder Richtung einmal verkehrend, Flugzeit 1 h 40 min, 12. 12. in Betrieb genommen.

Fachschule für Flugzeugtechniker d. Dornier-Werke A. G., Altenrheln (St. G.),

vom Erziehungsdepartement d. Kantons St. Gallen konzess. Fachschule für Flugzeugbau mit staatl. Diplomabschluß für Flugzeugtechniker. Kursdauer: 28. 4. 1941 bis 30. 4. 1942. Anmeldeschluß 31. 12. 1940. Aufnahmebedingungen: Diplom als Maschinen- oder Elektrotechniker. Andere Bewerber müssen Aufnahmeprüfung

Frauen helfen Flugzeuge bauen. Links: Bei der Montage des Jumo 205-Schweröl-motors im drehbaren Rahmengestell. Rechts: Als Nieterin im Flugzeugbau.

Bilder: JFM

machen. Prospekte, Anmeldeformulare und Auskünfte durch das Sekretariat der Schule, Dornier-Werke A. G., Altenrhein, St. G., Schweiz.

Ital. Militärflugzeug auf dem Flug von Rom nach Turin, mit Luftgeschwadergeneral Aldo Pellegrini und Armeegeneral Pietro Pintor, Mitgliedern der ital. Waffenstillstandskommission für Frankreich, an Bord, am 7. 12., Ursache unbekannt, in der Nähe von Acuil abgestürzt. Pellegrini, geb. 20. 8. 1888 in Bologna, trat nach seiner Teilnahme am italienisch-türkischen Kriege 1911/12 zur Luftwaffe über, 1926/29 Kabinettschef des Luftministeriums, 1940 nach seiner Ernennung zum Luftgeschwadergeneral Mitglied der ital.-franz. Waffenstillstandskommission.

London—Lissabon—Flugverkehr unter dem Druck der Kriegszustände eingestellt.

Span. Militärflugzeug von englischen Jagdfliegern, welche von einem Flugzeugträger aufgestiegen waren, in der Nähe der Westküste der Balearen abgeschossen. Die drei Insassen kamen ums Leben.

Franz. Zivilflugzeug mit dem neuernannten französischen Oberkommissar von Syrien, Chiappe, an Bord ist von englischen Militärflugzeugen über dem Mittelmeer abgeschossen worden.

USA United Air Lines-Verkehrsflugzeug am 4. 12. in der Nähe des Flughafens Chicago, von New York kommend, abgestürzt. 13 Fluggäste kamen ums Leben.

Schwed. Blindflugschulung von Fliegeranwärtern wurde durch plötzlich einsetzenden Witterungsumschlag empfindlich gestört. Nur einer Maschine gelang es,

Japan. Riesendrache „Wan-Wan"

wird als Volkssport für Volkswettbewerb, an dem sich Tausende von Menschen beteiligen, gebaut. Die Abb. zeigt den bunt mit Papier beklebten, vielbekannten Drachen, genannt Wan-Wan, der Prächtige der Luft. Spannweite 24 m. Damit der Wind sich sofort fangen kann, wird der Drachen vor dem Aufstieg mit Bambusstangen abgestützt. Weltbild

wieder nach dem Flughafen zurückzufinden, während von den übrigen 3 Maschinen in völlig zerstörtem Zustand aufgefunden wurden und die 2 anderen noch vermißt gemeldet sind.

Luftwaffe.

Berlin, 29. IL 40. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Die Luftwaffe setzte in der Nacht zum 28. und im Laufe des 28. 11. ihre Vergeltungsangriffe gegen kriegswichtige Ziele im Stadtgebiet von London fort. Neue Brände und starke Detonationen wurden beobachtet. — Stärkere Kräfte griffen in der Nacht zum 28. November, wie bereits gemeldet, Stadt und Hafenanlagen von Plymouth konzentrisch an und verursachten mehrere starke Explosionen sowie größere und kleinere Brände. Außerdem wurden Bahn- und Industrieanlagen einer anderen größeren Stadt in Schottland wirkungsvoll mit Bomben belegt. — In der Nacht zum 29. 11. warfen mehrere britische Flugzeuge in Nord- und Westdeutschland Spreng- und Brandbomben. An einigen Häusern wurden erhebliche Sachschäden verursacht. Dachstuhlbrände konnten bald gelöscht werden. Eine Bombe traf ein Reservelazarett. — Die Verluste des Gegners betrugen gestern insgesamt 13 Flugzeuge, davon 11 im Luftkampf und zwei durch Flak- und Marineartillerie. Vier eigene Flugzeuge werden vermißt.

Berlin, 30. 11. 40. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: In der Nacht zum 29. und am 29. 11. war London wieder das Ziel von Vergeltungsangriffen der Luftwaffe. Es wurden umfangreiche Brände in den Victoria-Docks sowie im Südwesten Londons beobachtet. — Starke Kampffliegerverbände belegten in rollenden Nachtangriffen militärische Ziele in der Hafenstadt Liverpool sowie die Dockanlagen des gegenüberliegenden Birkenhead mit Bomben, darunter eine große Zahl schwersten Kalibers. Gewaltige Explosionen und Brände in den ausgedehnten Lagerhäusern erleuchteten weithin die Nacht. Auch andere kriegswichtige Ziele in Schottland sowie in Süd- und Mittelengland, wie Birmingham, Bristol, Portsmouth und Southampton, wurden mit zahlreichen Bomben angegriffen. — Südlich von Lizard Point griffen Kampfflugzeuge einen Geleitzug an und beschädigten ein Handelsschiff durch schwere Bombentreffer. — Britische Häfen wurden weiter vermint. —■ Durch Angriffe britischer Flugzeuge in Nord- und Westdeutschland in der Nacht zum 30. 11. wurden außer einer kleinen Fabrikan1age wieder mehrere Häuser beschädigt, zwei Personen schwer- und mehrere leichtverletzt. — Vier feindliche Flugzeuge wurden gestern abgeschossen, davon zwei im Luftkampf, zwei durch Flakartillerie. Zwei eigene Flugzeuge werden vermißt.

Berlin, 1. 12. 40. (DNB) Oberk. d. Wehrmacht: In der Nacht zum 30. 11. unternahm die Luftwaffe einen neuen Großangriff auf London. Welle auf Welle überflog die Stadt und warf Bomben schweren und schwersten Kalibers unter anderem auch auf Paddington, Kensington und Battersea. Gewaltige Brände erleuchteten die Stadt und wiesen den angreifenden Flugzeugen das Ziel. Auch andere kriegswichtige Ziele wie Liverpool, Birmingham und Plymouth wurden mit Erfolg angegriffen. Am Tage beschränkte sich die Tätigkeit der deutschen Flugzeuge auf bewaffnete Aufklärung. Sie stellte fest, daß in Plymouth immer noch starke Brände, besonders in den. Tankan^agen, wüten. London wurde im Verlauf dieser Flüge erneut mit Bomben belegt. An der Kanalküste kam es zu mehreren Luftkämpfen. — In der Nacht zum 1. 12. unternahm die deutsche Luftwaffe einen Großangriff auf einen lebenswichtigen Hafen an der Kanalküste. — Die britische Luftwaffe trat in dieser Nacht nicht in Erscheinung. — In den Luftk^mpfen des gestrigen Tages wurden sechs feindliche Flugzeuge abgeschossen. Vier eigene Flugzeuge werden vermißt.

Berin, 2. 12. 40. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: In der Nacht zum Sonntag griffen, wie bereits gemeldet, starke Kampffliegerverbände in rollenden Anflügen die HaFenstadt Southampton mit Bomben shwersten Kalibers an. Ueber 60 große und zahlreiche kleine Brände, die sich im Laufe der Nacht zu einem großen Flammenmeer zusammenschlössen, konnten beobachtet werden. Ein großes Kraftwerk wurde getroffen, am Test-Kai und in anderen Ha*enteilen standen ausgedehnte Lagerhallen in Flammen. In der gleichen Nacht und am Tage überflogen schwere und leichte Kampfflugzeuge London und warfen dort Bomben. — Im übrigen beschränkte sich die Tätigkeit der Luftwaffe, am Tage auf Aufklärung sowie auf Jagdvorstöße, die zu mehreren erfolgreichen Luftkämpfen führten.— In der Nacht zum 2. 12. wurden die Angriffe auf Southampton und andere Städte fortgesetzt, während britische Flugzeuge auch in dieser Nacht wieder nicht in Tätigkeit traten.

Erst in der Morgendämmerung warfen einige Flugzeuge, von der Nordsee kommend, im Küstengebiet auf Wohnviertel einer Stadt Bomben, die mehrere Zivilpersonen verletzten. — Jagdflieger schössen gestern über Südengland elf feindliche Flugzeuge ab. Zwei eigene Flugzeuge gingen verloren.

Berlin, 3. 12. 40. (DNB.) Oberk. d. Wehnnacht: Wie bereits gemeldet, haben stärkere deutsche Kampffliegerverbände in der Nacht zum Montag die Angriffe auf Southampton fortgesetzt und die noch anhaltenden Brände erweitert. Explosionen in den Lagerhäusern und Hafenvierteln waren weit über den Kanal bis nach Frankreich sichtbar. Die Schwäche der britischen Abwehr erhöhte die Treffsicherheit der Flugzeuge. Auch London, Birmingham und Liverpool wurden mit Bomben angegriffen. — Die Tätigkeit der Luftwaffe am Tage beschränkte sich auf Aufklärung. Dabei wurden südwestlich von Irland ein Handelsschiff durch Bombentreffer versenkt. In der Nacht zum 3. 12. griffen stärkere deutsche Verbände eine Hafenstadt an der britischen Westküste an. — Die nächtliche Tätigkeit der britischen Luftwaffe beschränkte sich auf einige Einflüge in die besetzten Küstengebiete. — Ein deutsches Flugzeug wird vermißt.

Berlin, 4. 12. 40. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Wie bereits gemeldet, griffen in der Nacht zum 3. 12. stärkere Kampffliegerverbände die Hafenanlagen von Bristol mit Bomben aller Kaliber an. Bei der allgemein schlechten Wetterlage stießen die Flugzeuge teilweise bis zur tiefliegenden unteren Wolkendecke durch, um die befohlenen Ziele mit Erdsicht anzugreifen. Zahlreiche Beobachtungen bestätigten die gute Trefferlage im Ziel. — Außerdem wurde in dieser Nacht Southampton wiederum mit Bomben belegt. — Im Laufe des Tages griffen leichte und schwere Kampfflugzeuge Flugplätze, Truppenlager, Verkehrsanlagen und Rüstungsbetriebe an. So wurden auf London und auf ein Rüstungswerk in Grantham Bornben geworfen. Auf dem Flugplatz in Shoreham gelang es, Hallen zu treffen und mehrere Flugzeuge am Boden zu zerstören. — Ein Fernbomber griff 400 km nordwestlich Irlands einen großen gesicherten Geleitzug an und brachte dabei ein Handelsschiff von 4900 BRT. durch Volltreffer zum Sinken. — In der Nacht zum 4. 12. fanden trotz der schlechten Wetterlage Angriffe auf verschiedene kriegswichtige Ziele in Mittel- und Südengland statt. —■ Einzelne britische Flugzeuge warfen in dieser Nacht in West- und Südwestdeutschland Bomben, richteten aber nur leichten Gebäudeschaden an, ohne Personen zu verletzen. — Der Kommodore des Jagdgeschwaders Richthofen, Major Wiek, kehrte nach seinem 56. Luftsieg vom Feindflug nicht zurück. Damit hat die deutsche Luftwaffe einen ihrer kühnsten und erfolgreichsten Jagdflieger verloren. Major Wiek, der für seinen heldenhaften Einsatz im Kampf für die Zukunft des deutschen Volkes mit dem Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet war, wird im deutschen Volke und vor allem in der deutschen Jugend als Vorbild fortleben.

Berlin, 5. 12. 40. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: In der Nacht zum 4. 12. griffen Kampfflugzeuge trotz schlechter Wetterlage London und Birmingham an. In den

Im Luftkampf mit englischen Jägern, von Kriegsberichtern aufgenommen. Abwehr zweier englischer Jäger im Angriff. Beide werden abgewehrt und ziehen nach unten ab. Die Do 17 fliegt ihren Kurs weiter.

Bilder PK-Speer-Wcltbild

Londoner Stadtteilen Paddigton, Kensington und Battersea wurden starke Brände beobachtet. Auch in Birmingham entstanden nach heftigen Explosionen neun große und zahlreiche kleine Brände. Ferner wurden Southampton und einige andere Städte angegriffen. — Am Tage beschränkte sich die Tätigkeit der Luftwaffe auf Aufklärungsflüge. — In der Nacht zum 5. 12. richteten sich Angriffe gegen Süd- und Mittelengland. — Britische Häfen wurden weiterhin vermint. — Einige britische Flugzeuge warfen in der Nacht in Westdeutschland Bomben und beschädigten einige Wohnhäuser. — Gestern wurden drei feindliche Flugzeuge abgeschossen, davon zwei durch Flakartillerie. Drei eigene Flugzeuge werden vermißt.

Berlin, 6. 12. 40. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: In der Nacht zum 5. 12. griffen Kampfflugzeuge London, Birmingham und Southampton an. In allen drei Städten wurden kleinere und größere Brände als Folgen des Bombenabwurfs beobachtet. — Im Laufe des Tages beschränkte sich die Tätigkeit der Luftwaffe auf Einzel-Störangriffe gegen London und einige weitere Ziele in Süd- und Mittelengland. — In der Nacht zum 6. 12. waren wiederum London und Portsmouth das Ziel deutscher Luftangriffe. — Das Verminen britischer Häfen wurde fortgesetzt. — Einige britische Flugzeuge flogen in der Nacht zum 6. 12. in das westliche Reichsgebiet ein, ohne Bomben abzuwerfen. Die Qesamtverluste des Feindes betrugen gestern 10 Flugzeuge, davon sechs im Luftkampf. Sieben eigene Flugzeuge werden vermißt.

Berlin, 7. 12. 40. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Trotz schlechter Wetterlage griffen Kampfflugzeuge, wie bereits gemeldet, in der Nacht zum 6. 12. London und Portsmouth an. Zahlreiche Bombentreffer riefen starke Brände hervor. — Im Laufe des Tages führte die Luftwaffe Aufklärungsflüge und einzelne Störangriffe durch. — In der Nacht zum 7. 12. belegten Kampfflugzeuge Bristol und andere kriegswichtige Ziele an der Kanalküste mit Bomben. — Der Feind unterließ in der letzten Nacht jegliche Versuche, in das deutsche Reichsgebiet einzufliegen. — Bewachungsfahrzeuge der Kriegsmarine schössen zwei britische Torpedoflugzeuge ab. — Eigene Flugverluste traten nicht ein. — Von den gestern als vermißt gemeldeten sieben deutschen Flugzeugen sind inzwischen noch zwei zurückgekehrt.

Berlin, 8. 12. 40. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Wie bereits gemeldet, griffen Kampffliegerverbände in der Nacht zum 7. 12. die Hafen- und Dockanlagen sowie andere kriegswichtige Ziele von Bristol an. In verschiedenen Teilen der Stadt, besonders in der Nähe der Wasserwerke, wurden Explosionen und mehrere Brände beobachtet. — Am 7. 12. beschränkte sich die Tätigkeit der Luftwaffe auf Störangriffe gegen einzelne kriegswichtige Ziele an der Südostküste Englands. — Im Zuge der bewaffneten Aufklärung im Seegebiet ostwärts und nordostwärts von Great Yarmouth wurden zwei Handelsschiffe aus niedrigster Höhe mit Bomben angegriffen. Beide Schiffe erhielten Treffer und gerieten in Brand. — In der Nacht zum 8. 12. flogen britische Flugzeuge in die besetzten Gebiete sowie in Westdeutschland ein und warfen mehrere Bomben ab. An drei Stellen wurden Fabrikanlagen unerheblich beschädigt. Außerdem traten an mehreren Stellen Häuserschäden ein, wobei sechs Personen getötet und mehrere verletzt wurden. Fast alle getöteten oder verletzten Personen befanden sich außerhalb der Schutzräume. —- Vier feindliche Flugzeuge wurden abgeschossen, davon drei durch Flakartillerie. — Zwei eigene Flugzeuge werden vermißt.

Berlin, 9. 12. 40. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Als Vergeltung für die englischen Luftangriffe auf westdeutsche Städte führte die deutschen Luftwaffe in der Nacht zum 9. 12. einen Großangriff auf London mit sehr starken Kräften und in rollendem Einsatz von Einbruch der Dämmerung bis zum Morgen durch. Bei guter Beleuchtung warfen Kampfflugzeuge Bomben auch der schwersten Kaliber auf die Stadt und besonders auf lebenswichtige Versorgungsanlagen. An vielen Stellen entstanden gewaltige Brände, die sich im Laufe der Nacht an mehreren Punkten zu einem großen lodernden Feuermeer vereinigten. Gasbehälter flogen mit hoher Stichflamme in die Luft. Erdöllager gerieten unter starken Raucherscheinungen in Brand. — Einzelne britische Flugzeuge warfen in der Nacht in Westdeutschland wieder an mehreren Stellen Bomben. In Düsseldorf, München-Gladbach und einigen anderen Orten wurden Wohnviertel getroffen, einige Häuser in Brand gesetzt und dabei neun Zivilpersonen getötet, siebzehn schwer und vierundzwanzig leicht verletzt. Sämtliche getöteten oder verletzten Personen befanden sich außerhalb der Luftschutzräume. Militärischer oder wehrwirtschaftlicher Schaden ist an keiner Stelle entstanden. — Zwei englische Flugzeuge wurden durch Flakartillerie abgeschossen. Ein eigenes Flugzeug wird vermißt.

Berlin, 10. 12. 40. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Nach dem bereits gemeldeten besonders erfolgreichen Vergeltungsangriff auf London in der Nacht zum 9. 12.

beschränkte sich die Tätigkeit der Luftwaffe am 9. 12. und in der Nacht zum 10. 12. infolge der ungünstigen Wetterlage auf bewaffnete Aufklärung. — Im Laufe der Nacht zum 10. 12. warfen einige britische Flugzeuge im besetzten Gebiet und in Norddeutschland eine Anzahl Spreng- und Brandbomben, die geringen Gebäudeschaden verursachten. — Der Feind verlor gestern drei Flugzeuge, davon wurden zwei im Luftkampf und eines durch Flakartillerie abgeschossen. Drei eigene Flugzeuge kehrten von dem Großangriff auf London nicht zurück.

Berlin, 11. 12. 40. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Schlechte Wetterlage beschränkte die Tätigkeit der Luftwaffe auch am 10. und in der Nacht zum 11. 12. auf bewaffnete Aufklärung. In Frinton on Sea wurden Treffer im Hafengelände mit großer Rauchentwicklung, ferner Treffer in einem Fabrikgelände zwischen Folke-stone und Canterbury beobachtet. Vor Harwich wurde ein Handelsschiff mit Bomben und mit Bordkanonen angegriffen. — In der Nacht zum 11. 12. warfen einige feindliche Kampfflugzeuge eine Anzahl von Spreng- und Brandbomben im besetzten Gebiet und in Südwestdeutschland. Außer der erheblichen Beschädigung eines Kinderheimes in einer südwestdeutschen Stadt und leichten Gebäudeschäden in einigen Orten in der Eifel entstand kein nennenswerter Sachschaden. Im Reichsgebiet wurden zwei Zivilpersonen schwer und eine Person leicht verletzt, im besetzten Gebiet ein Kind getötet und zwei Zivilpersonen verletzt. — Flakartillerie schoß gestern zwei feindliche Flugzeuge vom Muster Bristol-Blenheim ab. Eigene Verluste traten nicht ein.

Berlin, 12. 12. 40. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Am 11. 12. richteten sich im Zuge der bewaffneten Aufklärung die Angriffe der Luftwaffe in der Hauptsache gegen Schiffsziele. Bei Feuerschiff „Kentish Knock" gelang es, ein Schiff, das von einem Frachter geschleppt wurde, durch Bombentreffer schwer zu beschädigen. Südwestlich Clacton on Sea wurden ein Handelsschiff von 15 000 BRT. versenkt, ein Tanker mit Kanonen und MG. angegriffen und ein weiteres Handelsschiff von 15 000 BRT. beim Angriff aus niedrigster Höhe so schwer getroffen, daß es mit Schlagseite in sinkendem Zustand liegen blieb. — In der Nacht zum 12. 12. griffen starke Verbände kriegswichtige Ziele in Mittel- und Südengland mit gutem Erfolg an. — Einige britische Flugzeuge warfen in der vergangenen Nacht im besetzten Gebiet und in Südwestdeutschland an mehreren Stellen Spreng- und Brandbomben, durch die aber nur geringer Sachschaden verursacht wurde. Das Kesselhaus einer kleinen Fabrikanlage wurde durch Brand beschädigt. Im besetzten Gebiet wurden ein Franzose und ein Belgier getötet, mehrere Zivilpersonen verletzt. — Flakartillerie schoß vier feindliche Flugzeuge ab, zwei eigene Flugzeuge werden vermißt.

Italien.

Rom, 29. 11. 40. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: Griech. Front: Rund 300 Flugzeuge unserer Luftformationen haben die Zentren und die Verbindungswege bombardiert und dabei insbesondere in der Zone von Erseke und Sopiki die Ziele wiederholt getroffen, wobei Explosionen und Brände hervorgerufen wurden. In Erseke ist ein Brennstofflager unter MG.-Feuer genommen und in Brand gesteckt worden. In den Luftkämpfen sind vier feindliche Jäger abgeschossen worden. Zwei eigene Flugzeuge sind nicht zurückgekehrt. An der Front der 9. Armee hat unsere Flak zwei Flugzeuge brennend abgeschossen. Ein Bomber landete im Flußbett des Devoli; die aus einem Offizier und zwei Unteroffizieren bestehende Besatzung wurde gefangengenommen. Andere Luftformationen haben die Ziele von Korfu bombardiert. Die militärischen Anlagen dieses Stützpunktes wurden von unseren Streitkräften am Morgen des 28. 11. aus kurzer Entfernung einer längeren Bombardierung unterzogen. Dabei wurden folgende Ziele mit offensichtlich zerstörender Wirkung getroffen: die Batterien von St. Salvator, St. Stefano, Cultura und Roda, ferner die Verteidigungsanlagen sowie die Kaserne von Sidari, die Rundfunkstation von Tignola sowie ein Beobachtungsposten. Die feindliche Abwehr war plan- und wirkungslos. Unsere Einheiten haben keinerlei Schaden erlitten. — Eine in der Nähe von Malta gesichtete feindliche Marineformation wurde von unseren Luftstreitkräften erreicht und angegriffen. Ein großes Kriegsschiff erhielt durch eine Bombe schweren Kalibers einen Volltreffer. Bei den folgenden heftigen Luftkämpfen zwischen unseren von Jagdflugzeugen begleiteten Bombern und feindlichen Jägern wurden fünf feindliche Flugzeuge abgeschossen und vier ernsthaft beschädigt. Ein eigenes Flugzeug ist nicht zurückgekehrt. Während der Nacht haben unsere Flugzeuge den Hafen von Valetta (Malta) bombardiert. — In Ostafrika blieben feindliche Luftangriffe auf Tessenei ohne Folgen, während in El Uak zwei Personen

verwundet und in Comar (Metemma) einige Eingeborene verwundet und ein Kind getötet wurden. — Feindliche Flugzeuge versuchten die Städte Brindisi und Tarent zu erreichen. Auf Grund des heftigen Sperrfeuers der Flak konnte der Gegner nur in der Nähe von Brindisi Spreng- und Brandbomben abwerfen, die auf freies Feld und ins Meer fielen.

Rom, 30. 11. 40. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: Zwei Luftgeschwader wurden während des ganzen Tages zu Bomben- und Sprenggranaten- sowie MG.~ Angriffen gegen die bei den in Gang befindlichen Operationen an der albanischgriechischen Front interessierenden Ziele eingesetzt. Militärische Anlagen, Straßenknotenpunkte, Truppenzusammenziehungen und feindliche Stellungen wurden wiederholt voll getroffen. In Policani wurden Truppenabteilungen wirkungsvoll unter MG.-Feuer genommen. Auf der Straße westlich von Sajada wurden Feldlager und Kraftwagen im Tiefflug angegriffen und wirkungsvoll getroffen. Ueber Shkore wurden drei unserer Bomber von neun feindlichen Flugzeugen vom Gloster-Typ angegriffen. Nach lebhaftem Kampf wurde ein feindliches Flugzeug abgeschossen. Alle unsere Flugzeuge sind zu den Stützpunkten zurückgekehrt. — Am 27. 11. wurden von unseren Jägern in Luftkämpfen drei feindliche Flugzeuge vom Gloster-Typ und eins vom Blenheim-Typ abgeschossen, dessen Besatzung gefangengenommen wurde. Drei eigene Flugzeuge sind nicht zurückgekehrt. — Während einer Aufklärung in der Nähe von Malta haben unsere Flugzeuge schon aus großer Entfernung das Lodern eines ausgedehnten Brandes festgestellt, das bei der gestern gemeldeten Bombardierung von La Valetta verursacht wurde. — In Nordafrika haben unsere Flugzeuge Artilleriestellungen in der Zone von El Dawaia und Wadi Halazin (60 und 100 km östlich von Sidi Barani) wiederholt mit MG.-Feuer bestrichen. Feindliche Flugzeuge haben erfolglos Bomben auf Sidi Barani abgeworfen. — In Ostafrika haben unsere Flugzeuge feindliche Kraftwagen in der Zone von Menze (nordwestlich von Gubba) mit Sprengbomben belegt und dabei zwei Brände hervorgerufen. Feindliche Bombenangriffe auf Cheren haben leichte Schäden angerichtet. Bei MG.-Angriffen auf den Hafen von Assab wurden sechs Personen verwundet.

Rom, 1. 12. 40. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: In Nordafrika sind feindliche Kraftwagen von einer unserer Staffeln, die einen Offensiv-Erkundungsflug in der Zone von El Auenat durchführte, im Tiefflug beschossen und in die Flucht geschlagen worden. — Zwei feindliche Flugzeuge haben Bomben auf Montelao (Cyrenaika) abgeworfen, die weder Schäden noch Opfer verursacht haben.

Rom, 2. 12. 40. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: Feindliche Flugzeuge haben ergebnislos Bomben auf unbewohnte Gebiete einiger Inseln des Dodekanes abgeworfen. — In Ostafrika haben unsere Jagdflieger ein Flugzeug vom Wellesley-Typ auf dem Flugplatz von Ghedaref in Brand geschossen. Feindliche Flugzeuge haben in der Zone von Kassala Bomben abgeworfen; unter der Bevölkerung gab es

Ital. Jagdflugzeug Macchi C. 200. Einführung der gefüllten MG.-Gurte.

Vgl. Typenbeschr. „Flugsport" 1939 S. 46. Archiv Flugsport

zAvei Tote und vier Verwundete. Ein feindliches Flugzeug wurde von unserer Flak abgeschossen. Weitere Einflüge haben bei Burac, wo zwei Frauen verwundet wurden, bei Assab und bei Metemma, wo es drei Tote und siebzehn Verwundete gab, stattgefunden.

Rom, 3. 12. 40. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: Griech. Front: Unsere Luftwaffe hat mit den Truppen zusammengearbeitet, indem sie Verbindungsstraßen bombardiert und feindliche Stellungen und Lastwagen im Tiefflug angegriffen hat. Unsere Luftformationen haben das neue Fort und andere militärische Ziele auf Korfu bombardiert. — Im Mittelrneer haben unsere Jagdflieger ein feindliches Flugzeug vom Blenheim-Typ abgeschossen. — In Nordafrika haben unsere Flugzeuge die englische Stellung von Ain el Prinz im Tiefflug angegriffen und beschossen. — In Ostafrika haben feindliche Einflüge auf Adi Ugri und Zula sehr leichten Sachschaden und keine Opfer verursacht. In Metemma ist ein feindliches Flugzeug von unseren Truppen abgeschossen worden. — Feindliche Flugzeuge haben einige Bomben auf Neapel und auf Augusta abgeworfen, die unbedeutende Schäden und einige leichte Brände verursacht haben, die gleich gelöscht werden konnten. Es sind keine Opfer zu beklagen.

Rom, 4. 12. 40. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: Griech. Front: Unsere Luftverbände haben die Aktionen der Truppen unterstützt, indem sie besonders in der Zone westlich von Erseke heftige Bombardierungen durchführten. Unsere Bomber griffen mit Erfolg die Häfen von Prevesa und S. Maura an. Einer unserer Luftverbände hat bei einer Begegnung mit einer feindlichen aus PZL.-Flugzeugen bestehenden Formation über Tirana sechs davon brennend zum Absturz gebracht. Drei unserer Flugzeuge sind nicht zurückgekehrt. — Feindliche Flugzeuge haben Bomben auf Mirake Elbassan abgeworfen, die zwei Frauen, ein Kind und einen Arbeiter getötet, aber keinen Schaden verursacht haben. — Unsere Torpedoflugzeuge haben in der Suda-Bucht zwei feindliche Kreuzer torpediert.

Rom, 5. 12. 40. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: Griech. Front: Unsere normalen und Sturzflugbomberstaffeln bombardierten, kräftig unterstützt von Jagdfliegern, militärische Anlagen, Straßen, Brücken, Kampfwagen und Proviantkolonnen sowie auf dem Marsch befindliche Truppen. Die Straße Premeti-Perati wurde besonders wirksam und wiederholt angegriffen und an verschiedenen Stellen unterbrochen. Die Stützpunkte von Korfu, Zante und Prevesa wurden mit Bomben belegt. Bei einem Kampf zwischen einer unserer Jagdstaffeln und einer feindlichen Fliegerstaffel wurden fünf feindliche Jagdflugzeuge abgeschossen. Zwei unserer

Hafen von Alexandria mit einem Teil der engl. Flotte.

Archiv Flugsport

Flugzeuge sind nicht zurückgekehrt. — Feindliche Einflüge auf Cheren und Ghinda haben weder Opfer noch Schäden verursacht. Ein feindliches Flugzeug wurde von unseren Jägern abgeschossen. — Feindliche Flugzeuge, die über die Schweiz kamen, warfen Bomben über Turin ab. Sie verursachten einen Toten und drei Verwundete in der Nähe eines Krankenhauses. Ferner entstanden einige Brände in einer Färberei, einer Wollspinnerei und einer Teppichfabrik, die sofort gelöscht wurden. Militärische Ziele wurden nicht beschädigt.

Rom, 6. 12. 40. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: Griech. Front: Unsere Luftwaffe hat mit Erfolg Verbindungsstraßen und Truppenansammlungen des Gegners mit Bomben und Maschinengewehrfeuer angegriffen. Alle unsere Flugzeuge sind zurückgekehrt. — Die feindliche Luftwaffe hat einige Bomben im Gebiet von Tobruk, wo es zwei Tote und einen Verwundeten gab, und in den Gebieten von Sollum und Sidi-el-Barani abgeworfen, wo es weder Opfer noch Sachschaden gab.

Rom, 7. 12. 40. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: Griech. Front: Unsere Luftwaffe hat trotz sehr ungünstiger Witterungsverhältnisse und der heftigen Bodenabwehr des Feindes zahlreiche Angriffe im Tiefflug durchgeführt und dabei Truppen-, Lastwagen- und Nachschubkolonnen bombardiert und mit MG.-Feuer belegt sowie Fahrstraßen unterbrochen und Hauptverkehrspunkte getroffen. Die militärischen Ziele von Zante und Arta wurden heftig bombardiert. In Erseke wurde ein Munitionslager in die Luft gesprengt. — In Ostafrika haben vier feindliche Flugzeuge vom Wellesley-Typ Burie mit MG.-Feuer beschossen, was einen Toten und einige Verwundete zur Folge hatte. Unsere Jagdflugzeuge haben drei der feindlichen Flugzeuge abgeschossen. Weitere feindliche Flugzeuge bombardierten ein Dorf nordöstlich von Sabderat, wo einige Eingeborene getötet und verwundet wurden, und Gheleba (Cal lam), wo drei Frauen und vier Kinder unter der eingeborenen Bevölkerung verwundet wurden. Feindliche Einflüge auf Metemma und den Engpaß von Sabderat haben weder Opfer noch Schäden verursacht. In Neghelli wurde ein Askari getötet.

Rom, 8. 12. 40. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: Unsere Flugzeuge haben militärische Ziele in Prevesa und auf Ithaka bombardiert. — Feindliche Flugzeuge haben Einflüge auf Vallona unternommen. Sie begegneten der sofortigen Abwehr unserer Flak und wurden von unseren Jägern angegriffen. Ein feindliches Flugzeug wurde dabei von unserer Marineflak, ein weiteres brennend von unseren Jägern abgeschossen. Zwei weitere feindliche Flugzeuge, von unseren Jägern verfolgt, verschwanden mit Branderscheinungen an Bord in den Wolken. — In Nordafrika hat eine unserer Jägerformation im Tiefflug zahlreiche feindliche Kraftwagen östlich von Bir Enba mit Maschinengewehrfeuer angegriffen. Einige Kraftwagen konnten die Fahrt nicht fortsetzen. Eines unserer Flugzeuge hat militärische Anlagen des Gegners längs des Uadi el Raml bei Marsa Matruk bombardiert. In Ostafrika hat unsere Luftwaffe etwa zwanzig feindliche Kraftwagen in Mecali Welles nördlich von Kassala, den Bahnhof von Malawiya südlich von Kassala, und ein Wellesley-Flugzeug auf dem Flugplatz von Saraf Said angegriffen. Alle unsere Flugzeuge sind zurückgekehrt.

Rom, 9. 12. 40. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: Unsere Luftwaffe belegte trotz ungünstiger Witterungsverhältnisse militärische Ziele von Santa Maura und am Artagold mit Bomben. — Die Ueberreste eines der feindlichen Flugzeuge, die im gestrigen Wehrmachtsbericht als schwer getroffen erwähnt worden waren, sind auf unserem Gebiet gefunden worden. Ein englischer Fliegeroffizier, der mit dem Fallschirm abgesprungen war, wurde schwerverwundet aufgefunden. — Feindliche Verbände griffen den Flughafen von Tripolis und die Orte Gargaresc-Zanzur und Tarhuna an, wobei es einen Toten, fünf Verwundete und einigen Sachschaden gab. Andere feindliche Flugzeuge griffen den Flughafen von Bengasi an, wobei ein Flugzeug und ein Flugzeugschuppen beschädigt wurden sowie erfolglos Ain Gazala. Drei feindliche Flugzeuge wurden von unseren Jägern abgeschossen, ein viertes von der Marineflak. — In Ostafrika gab es feindliche Luftangriffe auf Gallabat und Gherille (Somaliland), die etliche Tote und einige Verwundete zur Folge hatten. Andere Luftangriffe auf Moyale und Mega haben weder Opfer noch Schaden verursacht.

Rom, 10. 12. 40. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: In Nordafrika sind vier feindliche Flugzeuge abgeschossen worden. — Feindliche Luftangriffe auf Assab und längs der Eisenbahn von Djibuti haben keinen nennenswerten Schaden verursacht.

Rom, 11. 12. 40. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht (auszugsw. gek.): Während des 9. 12. und am gestrigen Tage fanden zwischen den feindlichen und unseren

Truppen bei Sidi Barani Kämpfe von einer außergewöhnlichen Heftigkeit statt. Unsere Luftwaffe überflog während all dieser Kämpfe das Schlachtfeld und warf dabei Bomben auf die feindlichen Panzerformationen ab, die außerdem mit Maschinengewehrfeuer bestrichen wurden.

Rom, 12. 12. 40 (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: Unsere Luftstreitkräfte haben trotz ungünstiger Wetterlage Bombenangriffe gegen Truppenzusammenzie-hungen im Abschnitt von Berova sowie gegen Schiffe im Innern des Golfes von Patras durchgeführt. — Bei dem vorgestern gemeldeten Luftkampf wurden nicht vier, sondern dreizehn feindliche Flugzeuge abgeschossen, die, wie mit Sicherheit festgestellt wurde, am Boden zerschellten. Sieben eigene Flugzeuge sind nicht zurückgekehrt. — (Ostafrika.) Eines unserer Aufklärungsflugzeuge hat, von sieben feindlichen Jägern angegriffen, einen Jäger brennend abgeschossen und ist unversehrt zurückgekehrt. — Feindliche Flugzeuge haben die Gegend von Arghaisa und El-Uak im früheren Britischen Somaliland bombardiert.

2. Reichswettbewerb f. Saalflugmodelle d. NSFK. 30. 11. u. 1. 12. wurde in der Breslauer Jahrhunderthalle (Höhe 42 m, Spannweite 67 m) von NSFK.-Ober-gruppenführer Sauke eröffnet. Erschienen waren 157 Flugmodellbauer mit 181 in 7 verschiedenen Klassen zur Teilnahme gemeldeten Flugmodellen (Hubschrauber, Tragschrauber, Enten, Tandems undNurflügelmodelle), die alle zusammen nicht mehr als 1 kg wogen. — Leider trat durch die Art der Beheizung der Halle eine starke Verwirbelung der Luft ein, die sehr häufig zur Folge hatte, daß die Flugmodelle aus ihrer vorher auf Kreisflüge eingestellten Bahn geworfen und gegen die Wand gedrückt wurden. Um so höher müssen die tatsächlich erzielten Leistungen bewertet werden. Es waren dies Leistungen, an denen gerade die jüngeren Jahrgänge der deutschen Modellflieger, also die Pimpfe aus den Modellfluggruppen des DJ. und die Angehörigen der Flieger-HJ. größten Anteil hatten,

Sieger des Wettbewerbes wurde mit einer Punktzahl von 667 der Hitlerjunge Kermeß. Flugdauer 11 min 7 sec. Er erhielt den Wanderpreis und die Goldene Plakette des Korpsführers des NSFK.

In der Klasse B war zum erstenmal der Versuch gemacht worden, neben den mikrofilmbespannten Saalflugmodellen auch solche mit Papierbespannung auf eine Eignung für derartige Wettbewerbe zu prüfen. Die in dieser Klasse erzielten Flugleistungen übertrafen noch bei weitem die Erwartungen. Die Flugmodelle zeigten sich gegen die Luftbewegung in der Halle nicht so empfindlich wie die mikrofilmbespannten Flugmodelle der Klasse A und AI. Obwohl diese B-Flugmodelle das 4—5fache Gewicht gegenüber den A I-Flugmodellen aufwiesen, erreichten sie Flugzeiten von über 6 min, also 50% der A I-Klasse.

2. Reichswettbewerb f. Saalflugmodelle d. NSFK., Breslau. Obergrf. Sauke, Chef d. Stabes, spricht während der dem Wettbewerb vorausgegangenen Gruppenführertagung. — Von links nach rechts: NSFK.-Grf. Krüger, NSFK.-Obergrf. v. Bülow, der Chef d. Stabes, NSFK.-Grf. Sieler u. NSFK.-Grf. Schröder. Bilder nsfk. (Riehme)

Beachtliche Flugzeiten erflogen auch die Enten und Tandems der C-Klasse. Sie blieben nur um Sekunden hinter den Besten der A I-Klasse zurück.

In der Klasse C I ging der einzige hoffnungsvolle Tragschrauber bereits beim Einfliegen zu Bruch. Die von den Wettbewerbern an den Start gebrachten Hubschrauber bestanden durchweg nur aus einem Stab, an dessen beiden. Enden je eine gegenläufige Luftschraube angebracht war. Dieser Stab flog, durch die obere Luftschraube gezogen, durch die untere Luftschraube gedrückt, senkrecht bis zur 42 m hohen Hallenkuppel hinauf, um nach Ablauf der beiden Gummistränge aus dieser Höhe herunterzufallen. Die längste „Flugzeit" eines dieser „Hubschrauber" betrug 159 sec.

Am meisten fanden jedoch bei den Fachleuten die von dem NSFK.-Mann E. v. Holst, Göttingen (NSFK.-Gr. 9), in der Klasse C II gemeldeten Vollschwingenflugmodelle Beachtung, v. Holst, der als Dozent am Zool. Institut, Göttingen, tätig ist und sich bereits über ein Jahrzehnt mit dem Studium des Vogel- und Insektenfluges beschäftigt, ist eigene Wege gegangen. Um ein Heben und Senken des Rumpfes während des Fluges zu vermeiden, erfolgt der Auf- und Abschlag der Schwingen nicht gleichmäßig, sondern der Abschlag der Flügel, die sich dabei auch gleichzeitig um ihre Längsachse drehen, erfolgt durch ein besonderes Ausgleichsgetriebe mit der 3fachen Geschwindigkeit des Aufschlages, v. Holst erzielte als beste Flugleistung mit einem solchen Vollschwingenflugmodell 44 sec. Dabei gelang es dem Flugmodell, Höhen von etwa 6 m zu erreichen. An einem zweiten Flugmodell führte v. Holst den Insektenflug, nämlich den der Libelle, vor. Das Flugmodell besitzt zwei hinterein-anderliegende Flügelpaare, die durch ein besonderes Getriebe gegensinnig arbeiten, z. B. wenn der linke vordere und der rechte hintere Flügel sich aufwärts bewegte, schlug der rechte vordere und der linke hintere Flügel zur gleichen Zeit abwärts. Auch mit diesem Flugmodell wurden Steigflüge bis zu 6 m Höhe erzielt.

In Anerkennung seiner in den Flugmodell-Entwürfen zum Ausdruck kommenden besonderen technischen Leistungen erhielt NSFK.-Mann von Holst die Bronzene Plakette des Korpsführers.

Ergebnisse: Modellflieger unter 16 Jahren mit mikrofilmbespannten Normalmodellen: 1. Hitler-Junge Vahlenbreder (Danzig) 454 Punkte; 2, HJ. Pfitzner (Schlesien) 279 P.; 3. Pimpf Wogatz (Nord) 367 P. — Modellflieger über 16 J.: 1. HJ.-Kam.-Führer Mischke (Ostland) 664 P.; 2. HJ. Sämann (Weser-Elbe) 582 P.; 3. HJ.Rottenführer Probst (Schwaben) 525 P. — Modellflieger mit papierbespannten Normalflugmodellen, ohne Altersunterschied: 1. HJ. Domaschke (Elbe-Saale) 378 P.;

2. HJ. Rudolph (Elbe-Saale) 361 P.; 3. HJ.-Scharf. Balau (Danzig) 357 P. — Modellflieger mit neuartigen Flugmodellen, ohne Altersunterschied: 1. NSFK.-Mann Friz (Schwaben) 637 P; 2. NSFK.-Mann Oswald (Schwaben) 610 P.; 3. NSFK.-Mann Mertins (Ostland) 551 P. — Modellflieger mit Hubschraubern u. a.: 1. HJ. Rieke (Berlin-Brandenburg) 159 P.; 2. HJ. Militky (Elbe-Saale) 157 P.; 3. HJ. Kermeß (Bayern-Süd) 97 P. — Modellflieger mit Schwingenflug-Modellen: 1. HJ.-Kam.-Führer Rösler (Schlesien) 51 P.; 2. NSFK.-Mann v. Holst (Weser-Elbe) 44 P.;

3. Pimpf Kugler (Bayern-Süd) 42 P. — Bemifs-Flugmodellbauer: 1. NSFK.-Truf. Czech (Mitte) 624 P.; 2. NSFK.-Scharf. Wagener (Nordwest) 492 P.; 3. NSFK.-Truf. Anthöfer (Nordwest) 473 Punkte.

Schwingenflugmodelle v. Holst auf dem Reichswettbewerb für Saalflugmodelle. V. 1. n. r.: Schwingenflugmodell, Auf- und Abschlag nicht gleichmäßig; Schwingenflugmodell mit zwei hintereinanderliegenden wechselseitig schlagenden Flügeln; Schwingenflugmodell mit Doppelschwingen (Schmetterling). Bilder nsfk.

2. Reichswettbewerb f. Saalflugmodelle d. NSFK. Breslau. — Links: Start eines Huckepack-Saalflugmodells. Rechts: Bauprüfung der Modelle auf einer Feinwaage.

Bild NSFK. (Riehme)

Geheimpatent. — Eine Bestimmung wie die des deutschen Patentgesetzes (§ 30, Abs. 5), daß, wenn ein Patent vom Reich für Zwecke der Landesverteidigung nachgesucht wird, es auf Antrag ohne jede Bekanntmachung und auch ohne Eintragung in die Patentrolle erteilt wird, findet sich in allen Kulturstaaten. Eine Einspruchsmöglichkeit ist in diesem Falle nicht gegeben, auch nicht nach Beendigung des Krieges, wenn wie nach dem Weltkriege die Geheimpatente veröffentlicht werden, was wohl anzunehmen ist; an die Stelle des Einspruchs kann dann das Nichtigkeitsverfahren treten. Es liegt in der Natur der Sache, daß über die Zahl der Geheimpatente nichts bekanntgegeben wird; deswegen enthält auch unser Leitaufsatz in Heft 25 keine Angaben hierüber. Legen schon die dort angeführten Vergleichszahlen eine erhebliche Entwicklungssteigerung in der deutschen Flugindustrie dar, wobei noch eine Phasenverschiebung zu berücksichtigen wäre, da das Prüfverfahren länger als ein Jahr dauert, so wird sich erst nach dem Kriege die fruchtbare Tätigkeit des deutschen Erfinders in vollem Umfange feststellen lassen.

Weltrekordsegelflüge 1922. Am 18. August flog Martens a. Vampyr 1 Std. 6 Min. Landung erfolgte in 9,5 km Entfernung. Vgl. „Flugsport" 1922, S. 260. Hentzen flog am 24. 8. 22 3 Std. 10 Min. Vgl. „Flugsport" 1922, S. 288.

Segelflugzeug „Konsul", von Botsch und Spies konstruiert, Typenbeschr. und aerodyn. Erwägungen v. Friedrich Hoppe, vgl. „Flugsport" 1923, S. 170—73.

Buchbinder-Anweisungen beim Binden des „Flugsport"-Janrgangs 1941. Reihenfolge: 1. Titelblatt mit Inhaltsverzeichnis; 2. „Flugsport"-Hefte Nr. 1—25, S. 1—468 (ohne Beilagen; die Tafeln bleiben jedoch an den gleichen Stellen, wie sie den Nummern beigeheftet sind); 3. Profilsammlung Nr. 20—22, S. 77—88; 4. DIN-Normblätter Luftfahrt Nr. 7, S. 29—32; 5. Report-Sammlung des „Flugsport" Nr. 18 bis 23, S. 71—94; 6. Patentsammlung Nr. 19—39, S, 73—160.

Segelflugbetrieb auf Helgoland ist in der Notiz „Flugsport" 1940 S. 445 nachzutragen: Die angegebenen über 1000 Starts, 22 A- und 7 B-Prüfungen wurden von Angehörigen der NSFK-Schar und der Flieger-HJ. insgesamt erflogen, die Prüfungen und der größte Teil der Starts auf dem Festland. Das neue Fluggelände auf Helgoland läßt z. Z. erst Flüge bis fast zur A-Prüfung zu.

Berichtigung. Grünau Baby II B, Veröffentlichung „Flugsport" 1940 Nr. 25 S. 423, muß es in der 6. Zeile richtig heißen „Fluggewicht 240 kg" statt „200 kg".

Literatur.

(Nachsteh. Bücher können, soweit im Inland erschienen, von uns bezogen werden.)

Duralumin und die anderen Dürener Leichtmetalle. Werkstoffblätter (Neuauflage) der Dürener Metallwerke A. G., Hauptverwaltung, Abt. 310, Berlin-Borsigwalde, enthalten viele Aenderungen und Zusätze, neue Duraluminnietlegierungen, Gestaltungsrichtlinien für Gesenkpreßteile, wichtige Richtlinien für die Wahl der geeignetsten Legierung u. v. a. m.

Saalflugzeugmodell „Zeisig1*, v. Joh. Schönleitner, Aichkirchen, Post Lambach, Oberdonau, zu beziehen.

Spannweite 630 mm, Länge 460 mm, Gesamtgewicht mit Fahrwerk 8,43 g. Flugdauer 4—5 Min.

Flugzeug-Leichtmetallbau (Der Leichtmetallschlosser). Herausgeg. v. Dr.-Ing. Adolf Erlenbach. 208 S. m. 218 Abb. Verlag Dr. M. Matthiesen & Co., Berlin SW 68. Preis RM 4.20.

Die vorliegende 2. Auflage ist entsprechend dem heutigen Stand der Entwicklung im Flugzeugleichtmetallbau ergänzt und erweitert. Die Abbildungen haben sich auf 218 erhöht. Neu hinzugekommen sind die Abschnitte „Warmbehandlung von Duralumin" und „Oberflächenschutz". Weggefallen sind die Tabellen und Normblätter.

Mitiweida

(Maschinenbau / Elektrotechnik _Druckschriften kostenlos.

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Herausgegeben durch italienisches

Luftfahr tministerium Ministero dell' Aeronautica, Roma

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