Zeitschrift Flugsport

Heft Nr. 24 vom 20. November 1940

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Die Zeitschrift Flugsport war die illustrierte, flugtechnische Zeitschrift für das gesamte Flugwesen und wurde im Zeitraum von 1909 bis 1944 von Oskar Ursinus herausgegeben. Über einen Zeitraum von 36 Jahren hinweg wurde in dieser Zeitschrift sowohl über die zivile als auch über die militärische Luftfahrt berichtet. Jedes Heft widmete sich in besonderen Kapiteln u.a. den Themen Segelflug, Motorflug, Luftschiffahrt, Ballonfahren, Modellflug, Luftwaffe oder Luftsport. Ebenso wurden die Bereiche Flugzeuge, Flugzeugtechnik, Flughäfen, Landeplätze sowie Flugnavigation und Luftverkehr im Inland und Ausland behandelt. Alle Seiten aus den Jahrgängen von 1909 bis 1944 sind mit Fotos und Abbildungen als Volltext in der nachstehenden Form kostenlos verfügbar. Erscheint Ihnen jedoch diese Darstellungsform als unzureichend, insbesondere was die Fotos und Abbildungen betrifft, können Sie alle Jahrgänge als PDF Dokument mit Inhaltsverzeichnissen, Seitenzahlen, Fotos und technischen Zeichnungen für eine geringe Gebühr herunterladen. Um komfortabel nach Namen, Themen und Begriffen zu recherchieren, nutzen Sie bitte die verfügbaren PDF Dokumente. Nutzen Sie bitte die kostenfreie Leseproben von Heft 17/1933 sowie von Heft 8/1939, um die Qualität der angebotenen PDF Dokumente zu prüfen.



XXXII. Jahrgang / Nr. 24

Mittwoch, 20. Nov. 1940

lOornier Do 18 Hochleist.* Seeflugboot

GEGRÜNDET 1908 U. HERAUSGEGEBEN VON^fl OSKAR URSINUS.CIVIL-JNG.

Illustrierte flugtechnische Zeitschrift und Anzeiger für das gesamte Flugwesen

Brief-Adr.: Redaktion und Verlag „Flugsport", Frankfurt a. M., Hindenburg-Platz 8 Bezugspreis für In- und Ausland pro % Jahr bei Htäglichem Erscheinen RM 4.50

Telef.: 34384 — Teleur.-Adresse: Ursinus — Postscheck-Konto Frankfurt (Main) 7701

Zu beziehen durch alle Buchhandlungen, Postanstalten und Verlan: Der Nachdruck unserer Artikel ist. soweit nicht mit ..Nachdruck verboten" versehen. _nur mit genauer Ouellenangabe gestattet.

Nr. 24 20. November 1940 XXXII. Jahrgang

Die nächste Nummer des „Flugsport" erscheint am 4. Dezember 1940

Segelflug-Anerkennunjj.

Der Segelflug hat seinen Befähigungsnachweis erbracht. Die Bedeutung des Segelfluges als Mittel zur Schaffung eines geeigneten Nachwuchses für die Luftwaffe ist jetzt von allerhöchster Stelle anerkannt worden.

Der Reichsminister der Luftfahrt und Oberbefehlshaber der Luftwaffe hat sich von dem Höheren Fliegerausbildungskommando die Erfahrungen melden lassen, die mit Segelfliegern in der Ausbildung zu Flugzeugführern gemacht worden sind. Die Meldungen besagen eindeutig, daß der Segelflug als Vorschulung für den Motorflug sich bewährt hat; es wurden durchweg gute Ergebnisse mit Schülern aus dieser Ausbildung erzielt. Der Reichsminister der Luftfahrt und Oberbefehlshaber der Luftwaffe hat daher angeordnet, daß alle Kommandodienststellen dem Segelflug vollstes Verständnis und Unterstützung entgegenzubringen haben.

In einer besonderen Verfügung wurden die Luftgaukommandos ermächtigt, mit sofortiger Wirkung auf Antrag der Dienststelle Segelfluglehrer für den Bereich der Luftwaffe zu ernennen. Erfahrene Segelfluglehrer der Luftwaffe sind in ausreichender Zahl zu Segelflugsachverständigen zu ernennen.

USA Luscombe Schulflugzeug 1941.

Der letzte Typ 1941 der Luscombe Airplane Corp. West Trenton, N. J., ist ein Schulflugzeug in Ganzmetallbau. (Vgl. Luscombe Fifty, „Flugsport" 1939, Seite 174.)

Aufbau des Flugzeugrumpfes und Ausstattung wesentlich vereinfacht. Sitze hintereinander beweglich und vergrößert, um Raum für Fallschirme zu schaffen.

Flügel zweiholmig Dural mit aufgenieteten Rippen. Flügelnase Duralblech. Flügelenden duralblechbekleidet, leicht reparierbar bei Beschädigungen durch Bodenberührung. Das übrige des Flügels stoffbespannt.

Diese Nummer enthält Patentsammlung Nr. 37.

USA. Luscombe Metallrumpf.

Zeichnung: Aviation

USA. Luscombe Hochdecker.

Bild: Aviation

Querruder Duralgerippe Bedeckung mit 17 St Alclad. Rumpf ovale Formringe mit weichgenieteten vorher hohl gewalzten Platten aus 0,8 mm 17 St. Alclad. Höhen- und Seitenleitwerk freitragend Rahmenwerk Dural bedeckt. An Stelle des Fahrwerkes kann ein leicht auswechselbares Schwimmwerk geliefert werden. Zwei einstufige, stark gekielte, schlanke Schwimmer mit Wasserrudern, einfacher V-Strebenverband mit zwei waagerechten Streben, an der Oberkante des Schwimmers angreifend. An Stelle des Schwanzrades ein kleiner Stützschwimmer direkt unter dem Rumpf.

Motor 65 PS Lycoming. Betriebsstoffbehälter 68 1 im Führerraum.

Spannweite 10,5 m, Länge 6 m, Höhe 1,8 m, Fläche 12,9 m2. Flächenbelastung 3,3 kg/m2.

Leergewicht 300 kg, Fluggewicht 540 kg. Reichweite 600 km. Geschwindigkeit 162 km, Lande 56 km. Preis 1785 $.

Breda 88.

Der Schnellbomber Breda 88, welcher 1938 zum erstenmal auf der Ausstellung in Belgrad gezeigt und im „Flugsport" 1938 S. 312 und 1937 S. 584 kurz beschrieben wurde, ist seit dieser Zeit wesentlich verfeinert worden.

Freitragender Hochdecker in Ganzmetallbauweise, kommt als Jagdmehrsitzer und mittlerer Bomber zur Verwendung.

Flügel glattblechbeplankt, Spaltvorflügel, Spreizklappen zwischen Querruder und Motorgondel. Flügelenden stark abgerundet, große Querruder.

Rumpf von ovalem Querschnitt, Stahlrohrfachwerk mit Formgerippe aus Duralumin mit Glattblechhaut. Doppeltes Seitenleitwerk, Höhenleitwerk abgestrebt, Ganzmetallbauweise. Rahmenfahrwerk nach hinten in die Motorgondel hochziehbar, V erschwind-spornrad.

2 Piaggio P. XIR. C. 40 Sternmotoren je 1000 PS. 3 starre MG. im Rumpf bug,

darunter 2 Großkaliber. Bombenlast über 1000 kg.

Ital. Breda 88.

Bild „Le Vie _dell' Aria"

Spannweite 15,5 m, Länge 11,5 m, Höchstgeschwindigkeit 550 km/h, Landegeschw. 110 km/h.

DornierDol8Hochl.-Seeflusboot2SternmotoreBMW.132.

Das Hochseeflugboot Do 18 (vgl. „Flugsport44 1935 S. 469 und 1936 S. 489) hat sich bei seinen Flügen als Patrouillenboot, im Handelskrieg, im U-Bootschutz oder Hilfeleistung, bei denen die Hochseefähigkeit, Start und Wasserung bei Seegang im offenen Meere, ausschlaggebend für den Erfolg der Kampfhandlung war, außerordentlich bewährt. Werkbilder

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Abb. 1 u. 2. Dornier Do. 18 mit luftgekühlten Motoren BMW 132. Unten: Motorgondel mit zwei luftgekühlten BMW-Motoren. Der Kühllufteintritt für den hinteren Motor erfolgt an der Stufe der Oberseite. Der Kühlmftaustritt für beide Motoren erfolgt seitlich (auf beiden Seiten der Motorgondel). Die Klappen sind weit geöffnet.

Um eine weitere Leistungssteigerung herbeizuführen, wurden an Stelle der bisherigen Dieselmotoren, die mit ihrem geringen Kraftstoffverbrauch seinerzeit zu dem Weltrekord über 8400 km nach dem Katapultstart führten, jetzt 2 luftgekühlte Sternmotoren BMW 132 eingebaut, da der Einsatz jetzt auf kürzere Strecken erfolgt, wo gewichtlich der Benzinmotor von Vorteil ist. Ein Katapultstart ist daher nicht mehr notwendig.

Heute, wo man gelernt hat, durch Strömungshauben den Kühlaufwand bei luftgekühlten Motoren zu senken und die Kühlung zu verbessern, war es möglich, den Einbau der luftgekühlten Motoren in der Tandemanordnung beizubehalten. Vorteile der Tandemanordnung: Verringerung des Stirnwiderstandes, Schutz des Propellers vor Spritzwasser, leichte Wartung auch während des Fluges, Reparaturmöglichkeit auf hoher See, günstigste Leistungsausnutzung bei Ausfall eines Motors, wobei die Druckschraube eine bessere Leistungsumsetzung ergibt. So wurden angeblich mit der laufenden Druckschraube bei der neuen Do 18 unter gleichen Bedingungen ca. 400 kg mehr gestartet als mit Zugschraube.

Da als Zugschrauben- und als Druckschraubenmotor derselbe Motor ohne Aenderung der Kühl-Leitbleche oder gar etwa der Zylinderköpfe verwendet wird, wurde für den hinteren Motor Zwangskühlung vorgesehen, d. h. die Kühlluft wird nicht nur unter dem Einfluß des Staus des Flugwindes, sondern mit Hilfe eines einstufigen Hilfsgebläses durch den Zylinderstern des Motors gedrückt. An der Oberseite der Gondel, etwa hinter dem zweiten Motor, befindet sich eine Stufe in der Motorengondel-Verschalung (vgl. Abb. 2 u. 4). Durch eine Oeffnung an der Stufe strömt die Frischluft an der Stelle in den Raum ein, wo sich die Verlängerungswelle zur Druckschraube befindet. Damit keine erwärmte Kühlluft des vorderen Motors dem hinteren Motor zufließt, erfolgt der Austritt der Kühlluft beim vorderen Motor nicht ringförmig, wie es vielfach üblich ist, sondern durch seitlich an der Qondel angeordnete Klappen. Diese Klappen sind gerade, so daß der Betätigungs-Mechanismus zur Regelung sehr

Abb. 3 u. 4. Do 18 auf dem Schleppwagen. Rechts: Blick auf die Motorgondel von vorn oben nach rückwärts. Einige Verkleidungsbleche sind abgenommen. Deutlich ist die Fernwelle, der Kühllufteintritt für den hinteren Motor, dann der Motor selbst mit dem Kühlluftgebläse zu erkennen. Werkbilder

einfach ist. Die im Räume der Verlängerungswelle befindliche Frischluft wird durch einen Lüfter, der von der Verlängerungswelle angetrieben wird, durch den Motor entgegen der Flugrichtung gedrückt. Der Motor wird auf diese Weise normal gekühlt. Eine Aen-derung der Kühlbedingungen für den hintenliegenden Motor konnte so vollständig vermieden werden. Aus dem Raum hinter dem Motor, dem Geräteraum, strömt nun die gebrauchte Kühlluft durch zwei seitliche Klappen ins Freie. Auf diese einfache Weise ist es gelungen, ohne Schwierigkeiten und ohne jede Veränderung des normalen Motors, mit einem Aufwand von ca. 30 PS das Kühlungsproblem einwandfrei zu bewältigen.

Mit dieser Lösung wurde auch die Kühlung des hintenliegenden Motors beim Einmotoren-Flug ohne weiteres zufriedenstellend gestaltet, da die Einflüsse der Geschwindigkeit und des Luftschraubenstrahls auf die Kühlung durch die Zwangskühlung ausgeschaltet sind. Wie sehr die Leistungen des Flugbootes Dornier Do 18 durch den Einbau des neuen Motors gestiegen sind, kann man daraus erkennen, daß statt des früheren normalen Katapult-Startgewichtes von 10 t heute von dem neuen Dornier-Flugboot Do 18 12,2—13,5 t, je nach Windstärke, ohne Starthilfe in die Luft gebracht werden. Selbstverständlich ist auch eine Steigerung der Geschwindigkeit entsprechend der erhöhten Motorenleistung eingetreten. ,

Vought^Sikorsky-Hubschrauber „V S 300u.

Der zunächst als Versuchsmaschine (Abb. 1) herausgebrachte Hubschrauber hat eine einzige große Hubschraube von 8,5 m & im Schwerpunkt angeordnet; sie liefert praktisch den ganzen Auftrieb mit einer minutlichen Drehzahl von 255 und wird von einem 90 PS 4 zyl. Franklin-Motor angetrieben. Da das Gesamtgewicht 522 kg beträgt, ist die Leistungsbelastung 7 PS/kg und die Schraubenkreisbelastung etwas über 9 kg/m2. Das Rückdrehmoment der Hubschraube wird durch eine am Rumpfschwanz in senkrechter Ebene umlaufende einflügelige Verstell-Luftschraube H von 2 m & und 1700 Uml./min (Neutralschub 27 kg) ausgeglichen, die zugleich der Seitensteuerung dient. Die Höhen- und Querrudersteuerung wird durch zwei rechts und links am Rumpfende auf Auslegern vorgesehene, waagerecht umlaufende Verstelluftschrauben R und L (Abb. 2) gleicher Ausbildung, Größe und Drehzahl wie die Ausgleichsschraube bewirkt, je nach ihrer Blatteinstellung: Wird diese bei beiden Schrauben in gleichem Sinne geändert, so wird der Hubschrauber um seine Querachse gedreht, Einstellungsänderung in gegenläufigem Sinne hat Querruderwirkung. Diese beiden Schrauben werden wie die entsprechenden Flugzeugruder vom Knüppel, die Ausgleichsschraube wird von einem Fußsteuer bedient. Der Draht A (Abb. 2)

Abb. 1.

Vought-Sikorsky-

Hub-schrauber „V S 300".

Abb. 2. Leitwerk des „V S 300" aus einflügeligen Schrauben.

wirkt über eine Achse und Schubstange im Innern des Zylinders B auf eine an der Blattvorderkante angreifende Hebelei C der rechten Steuerschraube; F ist deren Steuerzug. Die über eine Freilaufkupplung vom Motor ausgehende Triebwelle D treibt die Ausgleichsschraube H unmittelbar über ein Getriebe und die beiden Steuerschrauben R und L über Riemenzüge E an. Die Freilaufkupplung (Abb. 3) oberhalb des Motors und Kühlgebläses gestattet allen vier Luftschrauben Eigendrehung, wenn sie nicht angetrieben werden.

Die Hubschraube ist zwecks Auftriebsregelung ebenfalls flügelverstellbar, und zwar durch einen Sonderhebel an der linken Seite des Führersitzes. Ihre Einstellungsänderungen machen indessen gleichzeitig gewisse andere Aenderungen am Motor und an den hinteren Leitschrauben erforderlich, z. B. Drosseländerung zur Vermeidung der Ueberlastung des Motors, Schubänderung sowohl der Ausgleichsschraube zur Anpassung an das sich ändernde Rückdreh-moment als auch der Steuerschrauben, wenn z. B. der Rumpf schwänz infolge Vertikalbeschleunigung zurückbleibt. Zur Vereinfachung des Betriebes werden diese Aenderungen selbsttätig durch entsprechende Einrichtungen am Haupteinstellungshebel herbeigeführt. Die Versuchsmaschine ist für einen Insassen bestimmt. Nach den Flugergebnissen ist anzunehmen, daß 90 PS zu wenig hergeben und 100 PS je Insasse für normalen und mehr noch für Schnellflug erforderlich sind. Die rein senkrechte Abstiegsgeschwindigkeit bei abgestelltem Motor liegt zwischen 7,5 und 9 m/sec; bei geringer Vorwärtsgeschwindigkeit ist sie halb so groß.

Abb. 3.

Vought-Sikor-sky-Hubschrau-ber.

Mittelstück des „V S 300" mit Motor, Gebläse und Freilaufkupplung; davor der Führersitz.

Leistungssteigerung amerik. Leichtflugmotoren.

Die neuerdings im amerik. Leichtflugzeugbau geforderten höheren Steigflug- und Startleistungen haben die Firmen Continental und Lycoming veranlaßt, ihre Motoren ohne wesentliche Abänderungen diesen Verhältnissen anzupassen. Beim Continental-Motor (s. „Flugsport44 1934, S. 461) wurde eine 30°/oige Leistungssteigerung durch Höherverlegung der Betriebsdrehzahl, des Verdichtungsverhältnisses und Anwendung der Kraftstoffeinspritzung erreicht. Um den höheren mechanischen und thermischen Beanspruchungen gerecht zu werden, wurden vor allen Dingen der Zylinderkopf mit größeren Kühlrippen versehen und der Abstand der beiden Ventile erweitert (s. Abb. 1), wodurch die Kühlung nicht unwesentlich verbessert wände. Die Ventilsitze bestehen aus austenitischem Stahl wie auch die Ventile. Die Kolben wurden innen reichlich verrippt und werden dauernd durch das durch die hohle Kurbelwelle zugeleitete Kühlöl gekühlt (s. Abb. 2). Die Einspritzung des Kraftstoffes erfolgt direkt vor das Lufteinlaßventil. Durch die Kraftstoffeinspritzung ergeben sich nach Angaben der Firma größere Leistung, Kraftstoffersparnis, ruhiger Lauf, eine Verminderung der Feuersgefahr und Schutz vor Vereisung und Aussetzen infolge Wassertröpfchenbildung der Vergaserdüse.

Beim Lycoming-Motor (s. „Flugsport44 1938, S. 207) wurde die Leistungssteigerung auf ähnliche Weise erzielt. Interessant ist bei diesem Motor noch das Untersetzungsgetriebe. Die auf Kupfer-Blei-Gleitlager laufende Luftschraubenwxlle bildet mit dem mit Innenverzahnung versehenen Untersetzungsrad ein Stück und liegt ca. 22 mm tiefer als die Kurbelwelle des Motors. Bei beiden Motoren

Leistungssteigerung amerikanischer Leichtflugzeugmotoren. Abb. 1 Zylinderkopf des Continental-Motors. A = alte Ausführung, B = neue Ausführung. Abb. 2 Schmierung bzw. Kühlung der Kolben beim Continental-Motor. Abb. 3 Kurbelwelle mit Untersetzungsgetriebe und dynamischen Schwingungsdämpfern beim Lycoming-Motor. Abb.- 4 Einspritzpumpe des Continental-Motors. Abb. 1 _____ ._

handelt es sich bekanntlich um 4 Zylindermotoren in Boxerform, d. h. mit je 2 gegenüberliegenden Zylindern, bei denen die Frage der Drehschwingungen 2. und 4. Ordnung besonders wichtig wird, die dadurch gelost ist, daß dynamische Dämpfer in Paaren eingebaut wurden, und zwar dergestalt, daß am 2. Kurbelarm ein Dämpferpaar 4. Ordnung und am 5. Kurbelarm ein Dämpferpaar 2. Ordnung vorgesehen wurde (s. Abb. 3).

Die wesentlichen Daten der beiden Motoren sind folgende :

Lycoming-Motor

Continental-Motoi 4 98 92 0,94 2,76 7,5 9,59

Zylinderzahl Bohrung Hub

Hub/Bohrung Hubraum

Verdichtungsverhältnis mitt. wirksamer Druck Oktanzahl

Gewicht 84,0

Drehzahl 2700

Untersetzungsverhältnis 0,704

Drehzahl d. Luftschraube 1900

Zylinderleistung 20,00

Hubraumleistung 28,90

Einheitsgewicht 1,04

Hubraumgewicht 30,40

4

92 mm 89 mm

0,97

2,361

6.5 — kg/cm2 73

82,5 kg 3200 U/min

0,63 2015 U/min 18,75 PS 31,80 PS/l

1,10 kg/PS 34,90 kg/1

Siehe auch Bericht des Ausschusses für Triebwerksforschung des NACA (National Advisory Committee for Aeronautics 1939), „Flugsport" 1940, S. 205.

Flak - Horchgerät mit in der

Säule des Fußes eingebautem Schallverzugsrechner zeigt die nebenst. Abbildung. Letzterer dient zur Berechnung der Abweichungen der akkustischen Peilwerte von den optischen Werten. Bis nämlich die Schallwellen das Gerät erreichen, hat das Flugzeug bereits ein beträchtliches Stück Weg zurückgelegt. Die Lichtgeschw. ist dagegen so groß, daß sie vernachlässigt werden kann. Außerdem müssen noch der Wind, der Temperaturgradient, der Windgradient und der Stellungsunterschied zwischen Richtungshörer und einzuweisendem Gerät berücksichtigt werden. Der Schallverzugsrechner kann nach 3 verschiedenen Verfahren arbeiten. Es können die Wegrichtung und Höhe des Zieles an Hand von Winkelfunktionen berechnet werden, wenn man das Bild des Zielweges auf einer waagerechten Ebene darstellt, oder aber man berechnet die optische Peilgröße aus dem Produkt von Schallaufzeit und Winkelgeschw. Als dritte Lösung bildet man das im Raum liegende Dreieck nach, dessen Seiten der akkustische, der optische Peilstrahl und der Zielweg sind. Ein solches Gerät nach einem dieser Verfahren arbeitend, muß genaue Werte liefern, einfach zu bedienen sein, darf keine empfindliche Teile haben und muß konstruktiv am Richtungshörer gut unterzubringen sein. Die hochentwickelte deutsche optische Industrie bürgt uns dabei für beste Geräte.

Flak-Horchgerät.

Bild Grosse-PK-Weltbild

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Inland.

Beförderungen in der Luftwaffe durch den Führer und Obersten Befehlshaber der Wehrmacht mit Wirkung vom 11.11.40:

Zum General der Flieger: Generalleutnant Wenninger,

zu Generalleutnanten: die Generalmajore Dipl.-Volksw. Weigand, Cranz, Ritter, Siburg, Mußhoff, Mahncke, Ritter von Mann, Edler von Tiechler, Lech, Bruch, Kolb, den charakterisierten Generalleutnant Hermann;

zu Generalmajoren: die Obersten Wagner, Becker, Scheurlen, Weese, Thym, Dipl.-Ing. Kuttig, Mensch, Teschner, Dörffler, Wilck, Freiherr von Wangenheim, Lorenz, Stein, Homburg, von Tippeiskirch, Siesz, Kammhuber;

zum Obersten: den charakterisierten Obersten Freiherrn von Treusch von Buttlar-Brandenfels.

Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz verlieh der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Reichsmarschall Göring, an Hptm. Hrabak, Kmdr. ein Jagdgr.; Hptm. Bretnütz, Kmdr. ein Jagdgr.; Obltn. Priller, Staffelkpt. i. ein. Jagdgeschw.; Obtln. Philipp, Staffelkapitän i. ein. Jagdgeschw.; Maj. Hahn, Kmdr. ein Kampfgr.; Maj. Petersen, Kmdr. ein. Kampf gr.; Maj. Kleß, Kmdr. ein. Kampf gr.; Hptm. Storp, Kmdr. ein. Kampf gr.; Obltn. Peltz, Staffelkpt. i. ein. Sturzkampfgeschw.; Oberst Angerstein, Kommod, ein. Kampfgeschw.; Hptm. Bertram, Gruppenkmdr. i. ein. Jagdgeschw.; Hptm. Kaldrack, Gruppenkmdr. i. ein. Zerstörergeschw.; Hptm. Nacke, Staffelkpt. i. ein. Zerstörergeschw. und Hauptm. Knapp, Staffelkpt. i. ein. Aufklärungsgr.

Sauke, NSFK.-Obergruppenführer, Führer der NSFK.-Gruppe 4 (Berlin-Mark Brandenburg) vom Korpsführer des NS.-Fliegerkorps, General der Flieger Fr. Christiansen, zu seinem kommissarischen Vertreter berufen und gleichzeitig mit der Wahrnehmung der Geschäfte des Chefs des. Stabes des NS.-Fliegerkorps beauftragt. Obergrf. Sauke tritt damit an die Stelle des NSFK.-Obergrf. Sporleder, der auf eigenen Antrag aus dem Amt geschieden ist, dem NSFK. aber weiter als ZV.-Führer angehört. Die Führung des NSFK. Gruppe 4 (Berlin-Mark Brandenburg) behält Obergrf. Sauke bei.

England—USA-Luftlinie wird zur Zeit, wie Aviation von Okt. meldet, unregelmäßig von dem Pan American Transatlantic Service, New-York—Lissabon und von der British Overseas Airways, Lissabon—England durchgeführt. Diese Linie bringt Post, Expreß und politische Missionen von und nach New-York.

Royal Airforce stellvertretender Chef des Generalstabes Sir W. Freeman am 3. 11. ernannt worden.

Brasil. Verkehrsflugzeug über der Bucht von Rio de Janeiro beim Stadtteil Botafogo am 8. 11. mit einem Privatflugzeug zusammengestoßen. 17 Fluggäste des Verkehrsflugzeuges, darunter der kubanische Gesandte in Brasilien und der bekannte Tropenkrankheitsforscher Dr. Evandro Chags, fanden den Tod.

„SCADTA" Sociedad Colombo-Alemana de Transportes Aereos (Deutsch-Kolumbianische Luftfahrtgesellschaft), welche durch den deutschen Kaufmann W. Kaemmerer, der 1919 Südamerika bereiste, ins Leben gerufen wurde, ist jetzt laut Generalversammlungsbeschluß der Aktionäre vom 8.6.1940 nationalisiert. Die neue Gesellschaft ist in ein rein amerikanisches Unternehmen umgewandelt worden und hat den Namen „Avianca" (Aerovias Nacionales de Colombia) erhalten. Die in den 20 Jahren geleistete gewaltige deutsche Pionierarbeit ist für Kolumbien nicht umsonst gewesen.

USA United Air Lines Verkehrsflugzeug mit 7 Fluggästen und 3 Mann Besatzung an Bord bei Centerville im Staate Utah mit sämtlichen Insassen, die den Tod fanden, verunglückt.

USA-Air-Show findet 10., IL, 12. 1. 1941 in Miami statt.

Ausland.

Menasco Manufacturing Company, Betrieb von Los Angeles nach Burbank verlegt.

Kanadische Flugzeugindustrie. Das Arbeitsfeld erstreckt sich nach Angaben von James Montagnes („Aviation", Oktober-Nr. 1940) auf Flugzeuglieferungen für die englische Regierung, für das kanadische Air Force und für den britischen Schulungsplan. Die Bestellungen der britischen Regierung umfaßten 600 Hurricane-Jagdflugzeuge, welche die kanadische Car & Foundry Co., Montreal, baute, Handley Page Hampden-Bomber bei der Canadian Associated Aircraft Co. Ltd., Montreal und Toronto.

Die größte Aufgabe war, Flugzeuge für den britischen Flugschulungsplan (5000 Flugzeuge) zu bauen. Anfangsschulmaschinen lieferten Fleet Aircraft Ltd., Fort Erie und die De Havilland Aircraft of Canada Ltd., Toronto. Motoren für diese, Fleet Finch und De Havilland Tiger Moth, lieferte USA (Menasco). Die Noorduyn Aviation Ltd., Montreal, baut den Noorduyn Norseman, Truppentransport- und Trainingsflugzeug, sowie den North American Harvard für Fortgeschrittene, als Ersatz für den Fairey Battie. National Steel Car Corp., Toronto, baut den Westland Lysander, Fairchild Aircraft Ltd. in Montreal den Bolingbroke-Bomber, eine Abart des britischen Bristol Blenheim-Bomber. Canadian Vickers Ltd., Montreal, baut zweimotorige Supermarine Stranrear-Flugboote.

Bei der Bestellung für den britischen Flugschulungsplan bestand die Hauptanfrage für den Avro Anson-Bomber (1600 Stück). Einzelteile für diese Flugzeuge bauen: Boeing Aircraft of Canada, Vancouver; MacDonald Aircraft Ltd., Winni-peg; Cockshutt Plow Co., Ltd., Toronto; De Havilland Aircraft of Canada, Toronto; Canadian Vickers Ltd., Montreal; Canadian Car & Foundry Co. Ltd., Amherst. Zusammengebaut werden die Einzelteile in vier Werken in Winnipeg. Toronto, Ottawa und Amherst. Dieser kanadische Avro Anson ist ausgerüstet mit USA-Jacobs-Motoren, von denen 3000 in USA bestellt wurden. Der Umbau des engl, in den kanadischen Avro Anson erforderte ein Heer von Ingenieuren. 5000 Blaupausen wurden angefertigt. Die Gesamtproduktion dieser Maschine erhielt Federal Aircraft. Die ersten Ablieferungen werden im März 1941 erwartet.

Für das kanadische Royal Air Force sollen zweimotorige Airspeed Oxford, Short Sunderland, Supermarine Spitfire, Blackburn Shark Torpedo-Bomber von England und Douglas Digby, Lockheed Hudson und Boeing Transport geliefert werden.

Das kanadische Air Force hat Schulen in St. Thomas, Ontario und Montreal eingerichtet, wo Mechaniker und Ingenieure ausgebildet werden sollen. Jeder dort Ausgebildete wird dann sofort in eine Flugschule eingereiht.

USA-Flugzeugaufträge werden in USA-Fachzeitschriften recht verschieden angegeben. So veröffentlicht „Aviation", Oktober-Nr. 1940, eine Zusammenstellung der Flugzeugbestellungen von Armee und Marine ab 1. 6. bis 1. 10. 1940, wobei gleichzeitig mitgeteilt wird, daß diese Angaben um einige Staffeln differieren könnten. Die Zusammenstellung ist ein Teil des neuen „4247-Flugzeug"-Pro-gramms. Nach einer Rede des Verteidigungs-Kommissars Knudsen während einer Inspektionsreise soll die Erhöhung der Flugzeugproduktion bis Juli 1942 3000 Flugzeuge im Monat betragen. Bis April 1942 sollen 33 000 Flugzeuge fertiggestellt sein, wovon 14 000 nach England zu liefern sind. Von den 19 000 für USA sind 60% Kriegsflugzeuge und die übrigen Verkehrs- und Schulflugzeuge. Die Flugmotoren-Produktion, die jetzt monatlich 2200 beträgt, soll bis Juli 1941 auf 3500 im Monat erhöht werden.

Luftwaffe.

Berlin, 1. 11. 40. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Besonders ungünstiges Wetter veranlaßte die Engländer, ihre Kampftätigkeit in der Luft gestern völlig einzustellen. Die deutsche Luftwaffe hingegen setzte ihre Angriffe gegen London und andere kriegswichtige Ziele in Süd-, Mittel- und Westengland fort. Im Südwestteil von London waren als Folge von Bombenangriffen auf eine Bahnanlage und ein größeres Fabrikgebäude Brände zu beobachten. Bei Birmingham und am Südrand von Bristol sind wichtige Rüstungswerke erfolgreich mit Bomben belegt worden. Beim Angriff auf ein Munitionslager westlich von London flogen mehrere Munitionsschuppen in die Luft. Ein Eisenbahnzug wurde zum Entgleisen gebracht. — Bei weiteren Angriffen gegen britische Flugplätze konnten Volltreffer in Hallen, Schuppen und Unterkünften festgestellt werden. Eine Anzahl am Boden stehender Flugzeuge wurde im Tiefangriff mit Maschinengewehrfeuer belegt und

beschädigt. — In den Gewässern westlich von Irland wurde ein britisches Transportschiff von etwa 6000 BRT. durch Bombentreffer versenkt. An der Südostküste Englands zersprengten Kampfflieger einen Geleitzug. Sie erzielten mehrere Volltreffer und trafen ein Schiff so, daß es mit Schlagseite liegen blieb. — Vor der norwegischen Westküste wurde ein feindliches Flugzeug vom Muster Lockheed-Hudson im Luftkampf, ein weiteres durch ein Minensuchboot abgeschossen. Eigene Flugzeugverluste sind nicht entstanden.

Berlin, 2. 11. 40. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Die Luftwaffe setzte ihre Vergeltungsangriffe auf London fort. Am frühen Morgen sowie am Abend griffen einzelne Kampfflugzeuge wieder britische Flughäfen an. Dabei setzten sie Hallen und Betriebsstofflager in Brand und zerstörten mehrere Flugzeuge am Boden. Weitere Angriffe richteten sich gegen Hafen- und Fabrikanlagen Südenglands, wobei es vor allem in Portsmouth gelang, ein Großkraftwerk zu treffen. — Sturzkampfflugzeuge unternahmen im Laufe des Tages Angriffe auf drei Geleitzüge vor der englischen Südostküste. Dabei wurden 13 Schiffe von insgesamt 47 000 BRT. versenkt, 9 weitere beschädigt. Bei Great-Yarmouth versenkte die Besatzung einer Heinkel He III im kühnen Tiefangriff einen Zerstörer und drei Frachtschiffe aus einem stark gesicherten Geleitzug. — Im Laufe des Tages kam es zu mehreren für uns erfolgreichen Luftkämpfen. — Die Vergeltungsflüge auf London nahmen in der Nacht wieder stärkeren Umfang an. Hier und in den Industrieanlagen von Birmingham und Coventry sowie im Hafen von Liverpool entstanden zahlreiche neue Brände. Heftige Angriffe richteten sich auch gegen eine Anzahl schottischer Industrie- und Hafenplätze. — Das Verminen britischer Häfen nahm seinen Fortgang. — Bei ihren Einflügen nach Holland und in das Reichsgebiet griffen britische Flieger wieder wie gewöhnlich in erster Linie nichtmilitärische Ziele an. In Amsterdam wurde ein Lazarett getroffen und dabei 19 Soldaten getötet und 20 schwer verletzt. An anderer Stelle wurden weitere 7 Holländer getötet. — Bei dem Versuch, die Reichshauptstadt anzugreifen, wurden die meisten feindlichen Flugzeuge durch die starke Abwehr nach Norden und Süden abgedrängt. Einzelne Flugzeuge, denen es gelang, das Weichbild Berlins in großer Höhe zu überfliegen, warfen Spreng- und Brandbomben auf Wohn- und Siedlungsgebäude ab, wobei mehrere Häuser beschädigt und ein Sägewerk in Brand gesetzt wurde. Auf das Virchow-Krankenhaus fielen erneut Brandbomben. Durch den tatkräftigen Einsatz des Sicherheits- und Hilfsdienstes und des zivilen Luftschutzes gelang es, entstehende Dachstuhlbrände schnell zu löschen. Es sind mehrere Tote und Verletzte zu beklagen. — Der Gegner verlor gestern im Luftkampf 10 Flugzeuge. 2 deutsche Flugzeuge werden vermißt. Major Galland schoß seinen 50. Gegner ab.

Berlin, 3. 11. 40. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Trotz ungünstiger Wetterlage, die insbesondere bei Nacht die Anflüge und Angriffe durch Sturm, starke Böen und Regenschauer, teilweise tiefliegende Wolken sowie durch Vereisung außerordentlich erschwerte, setzte die deutsche Luftwaffe am 2. 11. und in der Nacht zum 3. 11. ihre Vergeltungsflüge gegen London fort und belegte vor allem Versorgungsbetriebe wirksam mit Bomben. Auf mehreren Flugplätzen wurden Hallen und Unterkünfte bombardiert. Weitere Angriffe richteten sich gegen Hafen-nnd Industrieanlagen. Ein Rüstungswerk in Castle-Bromwich erhielt schwere Treffer. An der britischen Ostküste versenkte ein Kampfflugzeug ein Handelsschiff von 6000 BRT. Damit hat der Kommandant dieses Flugzeuges, Major i. G. Harlinghausen, sein 20. Handelsschiff und mit ihm eine Gesamttonnage von über 100 000 BRT. vernichtet. — Der Gegner unternahm nur vereinzelte Einflüge. Der Versuch einiger feindlicher Flugzeuge, am frühen Morgen gegen die Küste Nordfrankreichs anzufliegen, wurde durch Flakartillerie bereits am Kanal abgewehrt. Zwei von ihnen wurden dabei abgeschossen. Zwei weitere Flugzeuge verlor der Gegner bei den Luftkämpfen des Tages über London. Hier sowie bei den unter schwierigen WTitterungsverhältnissen durchgeführten Nachtangriffen gingen sieben deutsche Flugzeuge verloren.

Berlin, 4. 11. 40. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Das ungünstige Wetter hat die Luftwaffe nicht gehindert, ihre Angriffe auf London und andere kriegswichtige Ziele in England und Schottland, wenn auch in geringerem Ausmaße, fortzusetzen. Im kühnen Tiefanflug griffen Kampfflugzeuge einen Verschiebebahnhof in Nordlondon an und trafen Bahngebäude und Verkehrsanlagen. Beim Abflug brachten sie mehrere Flakgeschütze durch Maschinengewehrfeuer zum Schweigen. — Angriffe auf britische Flugplätze hatten auch gestern Erfolg. In Stratishall stehen die Flugplatzanlagen in Flammen, in Wattisham wurden Hallen und Flugzeuge

zerstört. Weitere Flugplätze und kriegswichtige Industrieziele, vor allem in Schottland, wurden erfolgreich bombardiert. Bei Irland und an der schottischen Ostküste griffen Kampfflugzeuge einzelne Schiffe und Geleitzüge an. Ein Handelsschiff von 19 000 BRT. erhielt einen schweren Treffer. Bei Kinnaird-Head wurden ein Zerstörer, ein Wachboot, ein großer Handelsdampfer sowie ein Frachter schwer getroffen. — Britische Flugzeuge unternahmen nur vereinzelte Einflüge nach Holland und Norddeutschland. In Holland wurden zwei Häuser zerstört, zwei Personen getötet und zwei verletzt. In Deutschland fielen nur an drei Stellen Bomben, die keinerlei Schaden anrichteten. — Der Feind verlor gestern drei Flugzeuge. Zwei deutsche Flugzeuge werden vermißt. — Die Besatzungen einer Kampfgruppe unter Führung ihres Kommandeurs Hptm. Storp zeichneten sich durch erfolgreich geführte Angriffe gegen britische Flugplätze und kriegswichtige Ziele in London aus.

Berlin, 5. 11. 49. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Trotz der auch weiterhin besonders ungünstigen Wetterlage griff die Luftwaffe bei Tag und Nacht England, Schottland und als Hauptziel London an. In der Zeit von 19 bis 6.30 h warfen Kampfflugzeuge in rollendem Angriff auf die britische Hauptstadt insgesamt über 1500 Bomben aller Kaliber. — Am 4. 11 und in der Nacht zum 5. 11 unternahmen Kampffliegerverbände außerdem zahlreiche Angriffe auf kriegswichtige Ziele, wie Flugplätze: Industrie- und Verkehrsanlagen sowie Munitionsanstalten und Barackenlager. Dabei wurden u. a. in Wattisham und Ford erneut Hallen getroffen und eine große Anzahl von Flugzeugen am Boden zerstört. — Nach nächtlichen Angriffen auf Coventry und Liverpool konnten mehrere starke Explosionen und Brände beobachtet werden. In Hillington. Edinburgh-Leith und anderen Orten Schottlands erhielten Industrieanlagen schwere Treffer, die heftige Explosionen hervorriefen. — Das Verminen britischer Häfen nahm seinen Fortgang. — Der Gegner unternahm keinerlei Einflüge in das Reichsgebiet. Ein britisches Flugzeug, das sich der Kanalküste näherte, wurde abgeschossen; ein eigenes Flugzeug wird vermißt.

Berlin, 6. 11. 40. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Kampffliegerverbände setzten am 5. 11. und in der Nacht zum 6. 11. ihre Vergeltungsflüge gegen London fort und verursachten an vielen Stellen neue Brände und Explosionen. Zahlreiche Luftangriffe richteten sich außerdem auf Hafen-. Industrie- und Verkehrsanlagen in Süd- und Ostengland, wobei vor allem in Great Yarmouth heftige Explosionen zu beobachten waren. Im Laufe des Tages kam es zu mehreren für uns erfolgreichen Luftkämpfen. Deutsche Jäger schössen allein vor Portland neun feindliche Flugzeuge ohne eigene Verluste ab. — Bei nächtlichen Angriffen auf schottische Hafen- und Industrieanlagen konnten in Dundee besonders starke Brände festgestellt werden. — Am Pentland-Firth erhielten zwei feindliche Vorpostenboote so schwere Treffer, daß mit ihrem Verlust zu rechnen ist. — Das Verminen britischer Häfen wurde fortgesetzt. — Britische Flugzeuge flogen bei Nacht in Holland und in das Reichsgebiet ein und warfen an verschiedenen Orten Bomben. Nur an einer Stelle gelang es ihnen, eine Industrieanlage zu treffen und dabei in einer Spinnerei ein Nebengebäude in Brand zu setzen. Das Feuer konnte jedoch in Kürze gelöscht werden. Die übrigen Bomben fielen entweder auf freies Feld oder in Wohnviertel, wo einige Häuser beschädigt, zwei Zivilisten getötet und mehrere verletzt wurden. — Die gestrigen Verluste des Feindes betrugen 23 Flugzeuge, davon 21 im Luftkampf, eins durch Flakartillerie und eins durch Marineartillerie. Sechs eigene Flugzeuge werden vermißt. — Beim Verminen britischer Häfen zeichnete sich das Kampfgeschwader „General Wever" in ununterbrochenem Nachteinsatz auch unter ungünstigsten Wetterverhältnissen besonders aus.

Dieser Tagesbericht enthält ferner Angaben, wonach durch Verbände der Luftwaffe seit Kriegsbeginn 1 638 200 BRT. feindlichen oder dem Feinde nutzbaren Handelsschiffsraums vernichtet worden sind, ungerechnet der durch die Luftwaffe zum großen Teil schwer getroffenen Handelsschiffe von mehr als 3 Millionen BRT., von denen mit Sicherheit angenommen werden kann, daß ein Teil ihre Heimathäfen nicht mehr erreicht hat oder nicht mehr wiederhergestellt werden konnte.

Berlin, 7. 11. 40. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht. Kampffliegerverbände setzten die Vergeltungsangriffe auf London bei Tage und besonders bei Nacht mit starken Kräften fort und belegten auch sonstige kriegswichtige Ziele erfolgreich mit Bomben. In den Dockanlagen und Lagerhäusern von Southampton und an anderen Stellen Südenglands brachen Brände aus. Erfolgreiche Nachtangriffe richteten

sich ferner auf Coventry, Birmingham und Liverpool. Hallen und Unterkünfte der Flugplätze von Great Driffield, Leeming und Rum wurden in Brand gesetzt, Flakbatterien durch Maschinengewehrfeuer zum Schweigen gebracht. — An der Kanalküste schössen Jagdflieger wiederum 9 britische Jäger ab. — Im Atlantik, 500 km westlich von Irland, griffen deutsche Kampfflugzeuge einen Geleitzug an und trafen drei Frachter von je 6000 BRT. so schwer, daß mit ihrem Verlust gerechnet werden muß. Südlich der Orkneys wurde ein Handelsschiff von 8000 BRT. mittschiffs getroffen und versenkt, ein zweites schwer beschädigt. Ein weiterer Frachter wurde an der britischen Ostküste mit Bomben belegt. Bei den Angriffen auf den Hafen Kinloch Castle an der Westküste Schottlands erhielt ein großes Handelsschiff zwei schwere Treffer. Lagerhäuser wurden in Brand gesetzt. — Auch gestern wurden britische Häfen vermint. — Nächtliche Bombenwürfe des Feindes trafen im Reichsgebiet in der Mehrzahl freies Gelände und verursachten nur Flurschäden. Nur in zwei Fällen griffen feindliche Flugzeuge Industrieanlagen an. Sie beschädigten dabei unerheblich ein Kesselhaus und eine Laderampe. Bei weiteren Angriffen auf Wohnviertel sind mehrere Tote und Verletzte zu beklagen. In Westdeutschland erfolgte ein Angriff auf ein mit dem Roten Kreuz kenntlich gemachtes Krankenhaus. — Die Verluste des Gegners betrugen gestern insgesamt 9 Flugzeuge. Drei eigene Flugzeuge werden vermißt.

Berlin, 8. 11. 40. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Die Luftwaffe griff am 7.11. und in der Nacht zum 8. 11 zahlreiche kriegswichtige Ziele in London, Süd- und Mittelengland und in den englischen Gewässern an. — In London riefen Angriffe auf die Tilbury-Docks Explosionen und mehrere große und kleine Brände hervor, die sich weit ausbreiteten. In den Flugmotorenwerken und Fabrikanlagen von Coventry entstanden nach dem Bombenwurf Explosionen und ein großer Brand. Der Flugplatz Scampton wurde während der britischen Vorbereitungen zu Nachtflügen aus niedrigster Höhe im Tiefflug mit Bomben und MG-Feuer angegriffen, mehrere Flugzeuge beschädigt und zwei Hallen in Brand gesetzt. In Brixton gelang es, Lagerhallen durch Volltreffer zu zerstören. In Dover konnten Treffer in der Nähe des Hafens beobachtet werden. — Ein Verband von Sturzkampffliegern griff, wie bereits gemeldet, vor der Themsemündung einen größeren Geleitzug an. Hierbei wurde ein Kreuzer von 10 000 t getroffen und schwer beschädigt. Ein Handelsdampfer von der gleichen Größe erhielt einen Volltreffer auf das Vorschiff und blieb mit Schlagseite liegen. Ein Frachter von 5000 BRT. wurde durch einen Volltreffer zum Stoppen gebracht und in Brand gesetzt. Ein weiteres Handelsschiff von 5000 BRT. sank unter starken Explosionserscheinungen. — Im Seegebiet vor der Grafschaft Norfolk gelang es, ein feindliches Handelsschiff zu versenken, ein anderes in Brand zu setzen. Weiter südlich wurde ein Handelsschiff von 6000 BRT. durch zwei Bomben so schwer beschädigt, daß es in große Rauchwolken gehüllt liegen blieb. — In den sich hierbei entwickelnden Luftkämpfen wurden mehrere feindliche Flugzeuge abgeschossen. — In der Nacht zum 8. 11. flogen britische Flugzeuge in Westdeutschland ein und warfen Spreng-und Brandbomben. Es entstand in einigen Städten in Rheinland Häuserschaden. Einige Tote und Verletzte sind zu beklagen. — Die Gesamtverluste des Gegners betrugen am gestrigen Tage 11 Flugzeuge und einen Sperrballon. Drei eigene Flugzeuge werden vermißt. — Major Wiek errang im Laufe des 6. und 7. 11. durch den Abschuß von 6 feindlichen Flugzeugen seinen 48. bis 53. Luftsieg. — Mit der kürzlich gemeldeten Versenkung eines Dampfers von 6000 BRT. an der Ostküste Schottlands hat der Obltn. zur See Barth, Kommandant eines Seeflugzeuges, insgesamt 30 000 BRT. feindlichen Schiffsraumes versenkt.

Berlin, 9. 11. 40. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht. Deutsche Kampffliegerverbände setzten die Vergeltungsflüge auf London am Tage und in der Nacht erfolgreich fort, sie erzielten zahlreiche Treffer in Versorgungsbetrieben und Dockanlagen. Die Angriffe erstreckten sich auch auf Häfen an der Ostküste Englands, wobei besonders Great Yarmouth mehrere schwere Treffer erhielt, sowie auf Flugplätze in den Grafschaften Norfolk und Yorkshire. Hier gelang es, Hallen und Unterkünfte in Brand zu setzen. In der Nacht wurden Industriewerke in Birmingham und Coventry sowie Hafenanlagen in Liverpool mit Bomben belegt und danach zahlreiche Explosionen beobachtet. — Sturzkampfverbände des Generalfeldmarschalls Kesselring griffen wiederum Schiffsziele und Geleitzüge im Seegebiet vor der Ostküste der britischen Insel an und fügten dem Gegner schweren Schaden zu. Dabei wurden, wie bereits bekanntgegeben, mit Sicherheit 6 Handelsschiffe von insgesamt 34 000 BRT. versenkt, zwei weitere von

zusammen 7000 BRT. mit großer Wahrscheinlichkeit vernichtet. Ein Kreuzer von 10 000 BRT. wurde von zwei Bomben so schwer getroffen, daß mit seinem Verlust zu rechnen ist. Fünf Handelsschiffe erhielten schwere Treffer, nach denen Brände und Explosionen entstanden. Ein weiterer Kreuzer von 10 000 BRT. und vier Handelsschiffe wurden beschädigt. — Im Atlantik, westlich von England, versenkten unsere Kampfflugzeuge zwei Handelsschiffe von zusammen 9000 BRT. —■ Das Verminen britischer Häfen nahm seinen Fortgang. —■ Der Gegner flog in der Nacht zum 9. 11. in das Reichsgebiet ein und warf eine Anzahl Bomben ab. Einige Treffer wurden in München, Stuttgart und einigen kleineren Orten Württembergs erzielt. Der angerichtete Sachschaden ist gering. Bei den Angriffen auf Wohnviertel wurden Häuser durch Dachstuhlbrände beschädigt und zwei Personen verletzt. — Bei den Luftkämpfen des gestrigen Tages verlor der Gegner 17 Flugzeuge, ein weiteres wurde im Laufe der Nacht durch Flakartillerie abgeschossen. Vier eigene Flugzeuge werden vermißt.

Berlin, 10.11.40. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Unsere Kampffliegerverbände setzten am Tage und in der Nacht die Vergeltungsangriffe auf London fort, sie trafen wieder zahlreiche kriegswichtige Betriebe. Weiter belegten unsere Kampfflugzeuge, oft in kühnem Tiefanflug, Rüstungswerke und Flugplätze mit Bomben und riefen an mehreren Stellen heftige Explosionen hervor. An verschiedenen Punkten wurden Verkehrswege erfolgreich mit Bomben belegt und der Eisenbahnverkehr gestört. An der Südküste waren Hafenanlagen, ein Truppenlager und ein Kraftwerk das Angriffsziel unserer Kampfflieger. Bei Nacht wurden außer London wieder Birmingham und Liverpool angegriffen und an mehreren Stellen Brände verursacht. Bei Angriffen auf Schiffsziele gelang es, 500 km westlich von Irland ein großes Handelsschiff von etwa 25 000 BRT. durch mehrere schwere Bomben zu beschädigen. Im Seegebiet ostwärts Harwich erhielt ein Frachter von 3000 BRT., der in stark gesichertem Geleitzug fuhr, einen so schweren Treffer, daß beide Bordwände aufgerissen wurden. Bei einem Angriff auf einen Geleitzug an anderer Stelle beschädigten unsere leichten Kampfflugzeuge einen weiteren Frachter von 8000 BRT. durch Bombenwurf. — Der Gegner unternahm keine Einflüge in das Reichsgebiet. — Ein feindliches Jagdflugzeug wurde im Luftkampf abgeschossen. Zwei eigene Flugzeuge werden vermißt. ■— Das Stukageschwader des Oberstltn. Hagen hat seit Kriegsbeginn 210 000 BRT. feindlichen Handelsschiffsraum versenkt und 305 000 BRT. so schwer beschädigt und zum Teil in Brand gesetzt, daß mit einem Verlust von einem Drittel dieses beschädigten Frachtraumes zu rechnen ist. An feindlichen Kriegsfahrzeugen wurden durch das Geschwader vernichtet: ein Monitor, vier Zerstörer, drei Feuerschiffe; beschädigt wurden sechs Kreuzer, ein Flakkreuzer, zehn Zerstörer.

Berlin, 11. 11. 40. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Die Vergeltungsflüge auf London wurden am 10. 11. und in der Nacht zum 11. 11. ohne Unterbrechung fortgesetzt. Außerdem wurden in Süd- und Ostengland am Tage zahlreiche Angriffe auf kriegswichtige Ziele geführt. In den Häfen von Bexhill, Hastings, Dover, Clacton on Sea und Great Yarmouth gelang es, Lagerhäuser und Verkehrsanlagen, in Eastbourne, Margate sowie an mehreren Stellen der Bahnstrecke Ipswich—Norwich Gleisanlagen und in Chatham ein Industriewerk zu treffen. In den Truppenlagern von West-Lutworth und Dungeneß zerstörten Bombentreffer mehrere Baracken und Truppenunterkünfte. Während der Nacht wurden Birmingham und Liverpool bombardiert. — Im Seegebiet ostwärts Middlesborough versenkte ein Kampfflugzeug ein Handelsschiff von 8000 BRT. — Feindliche Flugzeuge warfen in der Nacht zum 11. 11. im Reichsgebiet an verschiedenen Orten Bomben, wobei an einer Stelle ein Holzlager in Brand gesetzt, an zwei anderen Stellen Hochspannungsleitungen beschädigt wurden. Weiter beschädigten feindliche Bomben zwei Bauernhöfe und ein Wohnhaus. Es sind insgesamt ein Toter, ein Schwerverletzter und neun Leichtverletzte zu beklagen. — In den Luftkämpfen des gestrigen Tages wurden vier feindliche Flugzeuge abgeschossen. Fünf eigene Flugzeuge werden vermißt.

Berlin, 12. 11. 40. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Die gestern bekanntgegebenen Vergeltungsangriffe deutscher Kampfverbände gegen London in der Nacht vom 10. zum 11. 11. haben in den Verkehrsanlagen nördlich von Warmwood, Scrubs und im Stadtgebiet von Willesden, Harlesden und South-Acton große Brände hervorgerufen. Ein Großgaswerk erhielt mehrere schwere Treffer. Im Stadtteil Leyton sowie in Bermondsey entstanden weitere ausgedehnte Brände. In einem Werk der Flugzeugindustrie bei Birmingham wurden starke Stichflam-

inen im Ziel beobachtet. — Auch im Laufe des 11. 11. griffen Kampfflugzeuge trotz schwierigster Wetterlage London sowie zahlreiche kriegswichtige Betriebe in Süd- und Mittelengland an. Dabei gelang es, bei Slough ein Motorenwerk, bei Birmingham eine Gasfabrik und Industrieanlagen, bei Oxford ein Rüstungswerk und bei Folkestone eine Brücke schwer zu treffen. — Sturzkampffliegerverbände griffen, wie bereits gemeldet, im Seegebiet südostwärts Harwich einen stark gesicherten britischen Geleitzug an. Trotz heftiger Flak- und Jagdabwehr gelang es, sieben Handelsschiffe mit etwa 44 000 BRT. zu versenken, fünf weitere schwer zu beschädigen. — Ein Fernaufklärer versenkte im Atlantik einen Frachter von 2500 BRT. — Seeflugzeuge erzielten Volltreffer auf zwei britischen Handelsdampfern mit zusammen 14 000 BRT. — Es kam am Tage zu heftigen Luftkämpfen, in deren Verlauf 14 feindliche Flugzeuge abgeschossen wurden. Der Gegner unternahm in der Nacht zum 12. 11. kleine Einflüge in das Reichsgebiet. — Bei den Kampfhandlungen am 11. 11. zeichneten sich Verbände des italienischen Fliegerkorps durch einen erfolgreichen Vorstoß gegen einen Hafen an der englischen Ostküste aus. Dabei kam es zu stärkeren Luftkämpfen, in deren Verlauf die italienischen Jäger sieben britische Jagdflugzeuge abschössen. — Die gestrigen Gesamtverluste des Feindes betrugen 22 Flugzeuge, davon eins durch Flakartillerie. Sieben deutsche und sechs italienische Flugzeuge werden vermißt.

Berlin, 13. 11. 40. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Während in der Nacht vom 11. zum 12. 11. die britische Luftwaffe durch Sturm- und Vereisungsgefahr lahmgelegt war, setzten unsere Kampfverbände ihre Vergeltungsflüge gegen London erfolgreich fort. Sie griffen auch im Verlaufe des 12. 11. London an. Ein Gaswerk und Lagerhäuser in Kensington erhielten schwere Treffer. Weiter richteten sich erfolgreiche Bombenangriffe gegen Hafen- und Verkehrsanlagen, Lagerhäuser, Rüstungswerke und ein Kraftwerk in Südengland. — Britische Häfen wurden weiterhin vermint. — In der Nacht vom 12. zum 13. 11. warfen einige britische Flugzeuge in Westdeutschland Bomben, die fast ausschließlich in freies Gelände fielen und dort nur Flurschaden anrichteten. Nur in einer Ortschaft wurden ein Wohnhaus zerstört, zwei Häuser sowie eine Wasserleitung beschädigt und mehrere Personen außerhalb des Luftschutzraumes verletzt. An anderer Stelle an einer Gleisanlage entstandener Schaden konnte schnell behoben werden. — Verluste traten gestern auf deutscher Seite nicht ein. Wie nachträglich gemeldet wird, erhöht sich die Zahl der vom italienischen Fliegerkorps am 11. 11. abgeschossenen Flugzeuge auf zehn.

Berlin, 14. 11. 40. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Trotz ungünstiger Wetterlage setzte die Luftwaffe auch in der Nacht vom 12. zum 13. 11. ihre Vergeltungsflüge mit starken Kräften fort. Zahlreiche Brände und Explosionen entstanden vor allem in den Verkehrsanlagen im Nordwesten Londons, in den Westindia-Docks, in einem großen Gaswerk und anderen kriegswichtigen Zielen der Stadt.

Das Boelcke-Geschwader gedachte am 28. 10. dem Todestage des großen Welt-kriegsfliegers, in einem Appell des Mannes, dessen Name in ihm fortlebt. Der Kommandeur einer Gruppe schreitet die Front der Besatzungen und Flugzeuge ab.

Bild PK-ßrandt-Weltbild

— Auch Liverpool und Coventry waren das Ziel erfolgreicher Bombenangriffe. — Am gestrigen Tage griffen Kampfflugzeuge London und andere kriegswichtige Ziele in Süd- und Mittelengland an und belegten vor allem Flugplätze, Bahnanlagen und ein Rüstungswerk bei Birmingham mit Bomben. — Im Seegebiet von Kinnaird Head hatten zwei Angriffe auf einen- durch einen Flakkreuzer und andere Kriegsfahrzeuge stark gesicherten Verband Erfolg. Beim ersten Angriff wurde ein Handelsschiff von 6000 BRT. versenkt, ein weiteres schwer beschädigt. Bei einem späteren Angriff erhielt ein anscheinend mit Sprengstoff oder Munition beladener Frachter von 8000 BRT. einen Volltreffer, der das Schiff zur Explosion brachte und völlig vernichtete. 360 km westlich von Irland versenkte ein deutscher Fernbomber einen britischen Frachter von 6000 BRT. — Die nächtlichen Einflüge britischer Flugzeuge ins Reichsgebiet waren wieder ohne nennenswerten Erfolg. Lediglich bei einem Walzwerk beschädigte eine in der Umgebung einschlagende Bombe mehrere Gebäude durch Splitter. Ein Versuch, die Reichshauptstadt anzugreifen, schlug fehl. Heftiges Flakfeuer zwang die wenigen Flugzeuge, die bis an die Sperrzone Berlins vordrangen, zur Umkehr, nachdem sie in den Stadt-randgebieten ihre Bomben vorzeitig abgeworfen hatten. Hier wie in einigen anderen Orten entstanden mehrere Dachstuhlbrände, die aber durch das energische Eingreifen des Sicherheits- und Hilfsdienstes und des Selbstschutzes in kürzester Zeit gelöscht werden konnten. — In der Nacht zum 13. IL wurde ein britisches Bombenflugzeug durch Flak abgeschossen. In den Luftkämpfen des gestrigen Tages verlor der Gegner zwei weitere Flugzeuge. Drei deutsche Flugzeuge werden vermißt.

Italien.

Rom, 1. 11. 40. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: In Nordafrika hat unsere Luftwaffe heftige Angriffe gegen die feindlichen Stellungen unternommen, wobei es mit feindlichen Jägern zu heftigen Kämpfen kam. Sieben feindliche Flugzeuge wurden von unseren Bombern, weitere zehn von unseren Jägern abgeschossen. Der Abschuß von weiteren zwei Flugzeugen ist wahrscheinlich. Drei eigene Flugzeuge fehlen. Die feindliche Luftwaffe hat die Flugplätze der Marmarica angegriffen, was einen Toten und drei Verwundete sowie leichte Materialschäden zur Folge hatte. — In Ostafrika verursachten feindliche Luftangriffe auf Adi Galla leichte Schäden. Drei Eingeborene wurden verletzt; ein Angriff auf Agordat blieb ohne Folgen. — Die feindliche Luftwaffe hat verschiedene Bomben — darunter eine Brandbombe — auf Neapel abgeworfen, die geringe Schäden in Bagnoli, Porta Capuana und in Pomigliana d'Arco anrichteten. Ein Toter unü fünf Verwundete sind zu beklagen.

Rom, 2. 11. 40. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: Unsere Luftwaffe bombardierte gestern tagsüber das Militärarsenäl von Salamis und die dort im Hafen liegenden Schiffe, militärische Ziele bei Korfu, wobei starke Explosionen und Brände entstanden, und Truppenlager bei Skikero mit sichtlichem Erfolg, ferner den Bahnhof von Larissa, wo ein Zug getroffen wurde, den Kanal von Korinth, die Bahnlinie Korinth—Athen, die an verschiedenen Punkten unterbrochen wurde, und in zwei aufeinanderfolgenden Wellen Saloniki. Bei Zusammenstößen mit gegnerischen Jagdfliegern wurde wahrscheinlich ein feindliches Flugzeug abgeschossen. Alle unsere Flugzeuge sind zurückgekehrt. — Im mittleren Mittelmeer bestanden zwei Marine-Erkundungsflugzeuge einen Kampf mit drei feindlichen Jägern, von denen zwei abgeschossen wurden. Eins unserer Flugzeuge ist nicht zurückgekehrt. — Unsere Jagdflieger haben ein englisches viermotoriges Flugboot vom Typ „Sunderland" in Flammen abgeschossen. Ein weiteres Sunder-land-Flugboot ist auf der Höhe von Malta schwer getroffen worden. — Während eines Luftangriffes auf den Flughafen Rofeires wurden zwei englische Jagdflugzeuge vom Gloster-Typ abgeschossen. Der Feind hat bei Luftangriffen einige Punkte der Bahnlinie Adele—Aiscia mit geringstem Schaden bombardiert. — Im Aegäischen Meer wurden Truppen, die in der Landung auf Kreta begriffen waren, von unseren Flugformationen mit deutlich erkennbaren Ergebnissen bombardiert und mit MG.-Feuer angegriffen. Dabei wurden auch einige Dampfer getroffen, Hafenanlagen und Vorratslager beschädigt. Alle unsere Flugzeuge sind zurückgekehrt.

Rom, 3. 11. 40. CDNBj Hauptquartier d. Wehrmacht: Unsere Luftwaffe hat zahlreiche Aktionen durch gefghrl? und dabei wiederholt die militärischen Ziele von Ko-rfu bombardiert, wo insbesondere bei dem „Neuen Fort" zahlreiche Explosionen beobachtet wurden, ferner den Hafen von Patras, wo ein Brand am

Bahnhof Smandrea festgestellt wurde und wo eine Fabrik sowie die Infanteriekaserne getroffen wurden. Weitere Angriffe erfolgten auf Larissa, Janina und Saloniki, wo im Kampf mit feindlichen Jägern ein Gegner wahrscheinlich abgeschossen wurde. In Navarino wurde ein Brand verursacht, während in Canea die Hafenanlagen getroffen wurden. Zwei unserer Flugzeuge sind nicht zurückgekehrt. — In den frühen Nachmittagsstunden haben vier von Jagdformationen begleitete Bomberformationen eine Offensivaktion gegen Malta durchgeführt und dabei die Hafenanlagen von La Valetta sowie die Anlagen und Depots des Flugplatzes Micabba voll getroffen und schwer beschädigt. Die heftige Boden- und Luftabwehr hat unsere Angriffe nicht beeinträchtigt. In heftigem Luftkampf wurde dabei ein feindliches Flugzeug abgeschossen, das ins Meer abstürzte. Eines unserer Flugzeuge ist nicht zurückgekehrt. Beim Rückflug wurde eine unserer Formationen von vier feindlichen Jägern angegriffen, die aber auf Grund des prompten Gegenangriffs vom Kampf Abstand nahmen. — Vor der ägyptischen Küste wurde eine große englische Schiffsformation von unseren Torpedoflugzeugen erreicht, die ein Schiff trafen. — In Ostafrika hat unsere Luftwaffe die Hafenanlagen von Perim sowie den Flugplatz Roseires bombardiert und dabei zwei Flugzeuge vom Wellingtontyp am Boden getroffen. Während eines Erkundungsfluges auf Chaschim el Ghirba schoß eines unserer Flugzeuge einen feindlichen Jäger ab, während ein weiterer schwer getroffen wurde.

Rom, 4. 11. 40. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: Unsere Luftwaffe hat an den Operationen zu Lande mitgewirkt, wobei die feindlichen Stellungen in der Umgebung des Corciano dicht mit Bomben belegt wurden. Ferner wurden die Bombardierungen von Saloniki, der Zitadelle auf Korfu, des Forts Navarino und des Gebirgszuges nordöstlich von Janina entlang der Fahrstraße Janina—Kalibaki wiederholt. Eines unserer Flugzeuge ist nicht zurückgekehrt. — Während des Luftkampfes, der sich, wie im gestrigen Wehrmachtsbericht gemeldet, über Saloniki abspielte, wurden außer dem Flugzeug, das als wahrscheinlich abgeschossen verzeichnet wurde, weitere fünf feindliche Flugzeuge abgeschossen. — Eines unserer Wasser-Erkundungsflugzeuge griff ein zweimotoriges feindliches Flugzeug vom Typ Blenheim an, das mehrmals getroffen wurde und mit schweren Schäden an Bord abdrehen mußte. —■ Feindliche Flugzeuge griffen kleinere Verbände bei Garn-Ul-Greid (nordöstlich Giarabub) an. Es wurden zwei Tote und einige Verletzte gezählt. — Im Roten Meer bombardierte unsere Luftwaffe einen Dampfer, der von einem Kreuzer geleitet wurde, sowie die Hafenanlagen der Insel Perim. Feindliche Flugzeuge bombardierten Assab, wo es drei Tote und einige Verwundete gab und leichter Sachschaden an Wohnhäusern entstand. — Während der vergangenen Nacht versuchten feindliche Flugzeuge Neapel anzugreifen. Von starkem Sperrfeuer abgehalten, mußten sie ihre Bomben auf freies Gelände abwerfen. Ein Toter und drei Verwundete werden gemeldet.

Rom, 5. 11. 40. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: Unsere Luftwaffe hat in Verbindung mit den Operationen zu Lande während des ganzen Tages intensive Aktionen durchgeführt, indem sie Verbindungsstraßen, Truppen und Autokolonnen, Lager- und Verteidigungsstellen in den Zonen von Florina, Kastoria und Joannina bombardierte. Außerdem wurden im Sturzflug Batterien und andere Ziele am Höhenzug im Norden Joanninas und auf der Straße Joannina—Kalibaki wiederholt bombardiert. Unsere Flugzeuge haben ferner die Häfen von Volos, Prevesa und Patras bombardiert. Im Verlauf der Luftkämpfe ist ein feindliches Jagdflugzeug abgeschossen, ein weiteres ist wahrscheinlich abgeschossen worden. Aus weiteren Feststellungen ergibt sich, daß während der Luftaktionen vom 2. 11. weitere sechs feindliche Flugzeuge neben den bereits im gestrigen Heeresbericht gemeldeten vernichtet wurden. Die Zahl der an diesem Tage abgeschossenen feindlichen Flugzeuge betrug somit elf und ein wahrscheinlich abgeschossenes. Einer unserer Jagdverbände hat bei einem Aufklärungsflug auf Malta einige große Wasserflugzeuge, die im Hafen vor Anker lagen, überrascht und beschossen. Alle unsere bei dieser Aktion eingesetzten Flugzeuge sind zu ihren Stützpunkten zurückgekehrt. — Feindliche Flugzeuge haben Bomben auf Cheren abgeworfen, wobei ein Eingeborener getötet und vier Eingeborene, darunter eine Frau und ein Kind, verwundet wurden. Bei einem Einflug auf Neghelli gab es weder Opfer noch Sachschaden. Ein feindliches Flugzeug ist von der Flak abgeschossen und seine Besatzung gefangengenommen worden.

Rom, 6. 11. 40. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: Feindliche Angriffsversuche nördlich des Kapestica-Passes, und zwar den südlichen Ausläufern des

Presba-Sees, sind unter Mitwirkung: der Luftwaffe, die die Verbindungswege und die feindlichen Kolonnen unter heftiges Feuer nahm, zurückgeschlagen worden. Die Brücke über den Isthmus des Presba-Sees wurde unterbrochen, feindliche Kraftwagen unter MG.-Feuer genommen und zerstört und Truppenkolonnen mit Volltreffern zersprengt. Unsere Fliegerverbände bombardierten ferner Straßenkreuzungen im Gebiet von Janina, Metzovo, die Bahnstation von Phlorina, wobei die Bahnlinie unterbrochen wurde, sowie die Flottenstützpunkte Pylos (Navarrino), Pyräus, Argostolion sowie die militärischen Ziele auf Korfu. — Feindliche Flugzeuge warfen erfolglos Bomben auf das Fort Maddalena und Gar ul Grein, wo es drei Verwundete gab. — Ein Jagdflugzeug vom Gloster-Typ wurde von unseren Jagdfliegern bei Metemma abgeschossen. Eines unserer Flugzeuge bombardierte im Roten Meer unter militärischem Schutz fahrende Frachtdampfer. Bei feindlichen Luftangriffen auf Cherin gab es einen Toten und zwei Verwundete, bei Kisimayo und bei Gherille weder Opfer noch Sachschaden. Feindliche Flugzeuge haben in der vergangenen Nacht versucht, Neapel zu erreichen, wurden aber von der prompt einsetzenden Luftabwehr zum Abdrehen gezwungen. Einige Bomben, die bei Surbo, einem Dorf in der Provinz Lecce, fielen, haben zwei Häuser zerstört, wobei es sechs Tote und vier Verwundete gab. Weitere Bombeneinschläge bei San Vito dei Normanni hatten acht Tote und sechs Verwundete zur Folge.

Rom, 7. 11. 40. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: Unsere Luftwaffe hat an den Operationen des Heeres durch MG.-Beschießung und Bombardierungsaktionen feindlicher Stellungen längs der Fahrstraße Janina—Kalibaki, in der Zone von Florina und beim Presba-See teilgenommen. Unsere Luftverbände haben außerdem die Hafenanlagen von Velos und Patras, den Flughafen und den Bahnhof von Larissa, militärische Ziele in Missolungi, Zakintos und Methom sowie den Bahnhof von Florina bombardiert, wo große Brände entstanden. Alle unsere Flugzeuge sind zu ihren Stützpunkten zurückgekehrt. Ein feindliches Flugzeug ist abgeschossen und ein weiteres wahrscheinlich abgeschossen worden. Während eines feindlichen Einfluges auf den Flughafen von Valona ist ein feindliches Flugzeug brennend von unseren Jagdfliegern und ein weiteres von der Marineflak abgeschossen worden. Ein feindliches Flugzeug vom Typ Sunderland, das in Malta vor Anker lag, ist von unseren Jagdfliegern mit sichtlichem Resultat im Tiefflug beschossen worden. — In Ostafrika hat unsere Flugwaffe mit den Truppen durch wiederholte Angriffe, in deren Verlauf unsere Jagdflieger sechs feindliche Flugzeuge vom Gloster-Typ abschössen, zusammengewirkt.

Rom, 8. 11. 40. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: Unsere Luftwaffe hat trotz ungünstiger Witterungsverhältnisse Offensivaktionen auf die Fahrstraßen beim Presba-See und die Festung Korfu unternommen und wiederholt Volltreffer erzielt. Alle unsere Flugzeuge sind zurückgekehrt. — Eine aus sechs feindlichen Flugzeugen bestehende Formation hat Valona angegriffen und ist durch sofortiges Eingreifen der Luft- und Bodenabwehr vernichtet worden. Vier Flugzeuge wurden sicher, zwei weitere wahrscheinlich abgeschossen. Ein Teil der Besatzungen sprang mit Fallschirmen ab. Zwei englische Piloten wurden gefangengenommen. —■ In Nordafrika haben unsere Flugzeugstaffeln den Flugplatz und die feindlichen Stellungen der Oase Siwa intensiv angegriffen, bombardiert und im Tiefflug mit Maschinengewehren beschossen, wobei dem Feind schwere Verluste und Materialschäden zugefügt wurden. Zwei Flugzeuge vom Lysander-Typ sind am Boden in Brand gesteckt worden. — Zwischen 3 und 4.30 Uhr haben feindliche Flugzeuge, die von der Bodenabwehr heftig beschossen wurden, drei Bomben auf den Bahnhof von Brindisi und zwei Brandbomben in der Nähe des Bahnhofes abgeworfen, wobei einige Schienen, eine Wasserleitung und ein Waggon beschädigt wurden. In einem Privathaus brach ein Brand aus, der sofort gelöscht wurde; keine Opfer.

Rom, 9. 11. 40. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: Während eines Erkundungsfluges im mittleren Mittelmeer schössen unsere Flieger im Kampf gegen feindliche Jäger ein Flugzeug in Flammen ab und beschädigten zwei weitere schwer. —■ Die feindliche Luftwaffe bombardierte Tobruk, wobei es einen Verwundeten und leichte Schäden gab, sowie Wohnhäuser in Derna, wo neun Tote und 26 Verwundete zu beklagen sind. Nur geringer Sachschaden. — In Ostafrika wurde ein Einflug feindlicher Jäger abgewiesen, wobei ein englisches Flugzeug abgeschossen wurde. — Bei einem feindlichen Luftangriff auf Turin fielen Bomben bei einem Säuglings- und Mütterheim, bei dem Sanatorium San Luigi, bei einem

Militärlazarett und bei einer Kaserne, wobei einiger Schaden angerichtet wurde. Es wurden ein Toter und sieben Verwundete gezählt. Eine Bombe traf zwischen Moncalieri und Cambiano ein Haus, wo neun Tote und mehrere Verwundete zu beklagen sind. Einige kleine Brände wurden sofort gelöscht. — Ein feindlicher Luftangriff auf Cagliari hat weder Schaden angerichtet noch Opfer gefordert.

Rom, 10. 11. 40. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht (auszugsw. gek.): Im mittleren Mittelmeer haben unsere Flugzeugverbände englische Streitkräfte angegriffen und mit Bomben großen Kalibers ein Schlachtschiff und einen Flugzeugträger getroffen sowie feindliche Flugzeuge zum Kampf gestellt, von denen zwei abgeschossen sowie ein weiteres wahrscheinlich abgeschossen wurde. — Eine andere unserer Flugzeugstaffeln hat ein feindliches Flugzeug vom Blenheim-Typ abgeschossen. — In Nordafrika haben unsere Bomber intensive Aktionen auf El Quasaba, Maaten Bagush, El Daba und Fuka durchgeführt und dabei zahlreiche Brände verursacht. Außerdem wurden der Hafen von Alexandria und Port Said wirkungsvoll bombardiert. Alle unsere Flugzeuge sind zu ihren Stützpunkten zurückgekehrt. — Der Feind hat einige Bomben auf Derna abgeworfen, die keinen Schaden verursachten. — Unsere Luftwaffe, die an der Aktion in Ostafrika bei Gallabat erheblichen Anteil hatte, indem sie die feindlichen Verbände im Tiefflug angriff und unter Maschinengewehrfeuer nahm, hat drei englische Tanks in Brand gesetzt. Sie bombardierte außerdem Ghedaref, wo ein großer Brand entstand. — Während des gestrigen, im Morgengrauen durchgeführten feindlichen Einfluges über Sardinien wurden Bomben in der Gegend von Carbonia abgeworfen, ohne Opfer oder Schaden zu verursachen. Ein feindlicher Einflug in der Gegend von Cremona hatte weder Opfer noch Schäden zur Folge. — Im heutigen Morgengrauen haben feindliche Flugzeuge versucht, Neapel zu erreichen. Durch das Abwehrfeuer gelang es ihnen nicht, Bomben auf das Weichbild der Stadt zu werfen. Einige Bomben fielen zwischen Neapel und Pompeji und eine Brandbombe bei Torre Annunziata. Es gab weder Opfer noch Sachschäden.

Rom, 11. 11. 40. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: Ein englischer Flottenverband ist von einem unserer Luftgeschwader im mittleren Mittelmeer erreicht und trotz heftiger Gegenwehr in der Luft und durch die Flak intensiv bombardiert worden. — In Malta haben unsere Jagdflugzeuge drei am Boden befindliche zweimotorige Flugzeuge im Tiefflug mit Machinengewehrfeuer beschossen. Zwei unserer Flugzeuge sind nicht zurückgekehrt. — Unsere Bomber haben trotz schlechtester Witterungsverhältnisse die militärischen Ziele auf dem Lande und die im Golf von Suda (Kreta) liegenden Schiffe angegriffen, wobei zwei Kreuzer getroffen wurden. Weitere Formationen haben mit Erfolg den Flottenstützpunkt von Alexandria — wo die Hafenanlagen getroffen wurden —, El Hamman, El Daba und militärische Anlagen südlich von Marsa Matruk, die Straßen- und Eisenbahnverbindungen* zwischen El Quassaba, Maaten Bagush und Fuka angegriffen — wo große Brände verursacht wurden — und die feindlichen Luftstützpunkte von Helwan (Kairo) und Ismailia angegriffen, wo ebenfalls außerordentlich heftige Brände verursacht wurden, die noch aus weiter Ferne sichtbar waren. Alle unsere Flugzeuge sind zu ihren Stützpunkten zurückgekehrt. — Unsere Luftwaffe hat die Verteidigungsstellungen von Reijan (westlich von Gallabat) angegriffen und auf dem Flugplatz von Saraf Said am Boden ein Flugzeug vom Wellesley-Typ getroffen. — Feindliche Einflüge auf Metemma, Gondar, Massaua, Cheren und Assab haben insgesamt zwei Tote und einige Verwundete unter den Eingeborenen zur Folge gehabt. Der Sachschaden ist unbedeutend.

Rom, 12. 11. 40. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: In den ersten Stunden der Nacht zum 12. 11. griffen feindliche Flugzeuge die Flottenbasis von Tarent an. Die Flakabwehr des Kriegshafens und der im Hafen liegenden Schiffe hat energisch eingegriffen. Eine einzige Einheit ist schwer getroffen worden, keine Verluste. Sechs feindliche Flugzeuge wurden abgeschossen und ein Teil der Besatzung gefangengenommen. Drei weitere wurden wahrscheinlich abgeschossen. —■ Unsere Luftwaffe hat wiederholt starke Bombenangriffe auf militärische Ziele von Joannina, Metzövo, Kastoria, Korfu, Larissa und auf den Isthmus des Pres-basees durchgeführt. Alle unsere Flugzeuge sind zurückgekehrt. — Unsere Fliegerformationen bombardierten mit Erfolg den Flughafen und den Bahnhof von Burg el Arab (südwestlich von Alexahdria), den Flugplatz von Maaten Bagush, Barackenlager und feindliche Stellungen in Marsa Matruk. Feindliche Flugzeuge warfen Bomben ab bei Derna, wo, Wohnhäuser getroffen und zwei Tote und zehn Verwundete, hauptsächlich mohammedanische Kinder, zu beklagen sind; auf

Bengasi, wo die Gefängnisanlagen getroffen und drei tote und zehn verwundete Mohammedaner gezählt wurden; in der Gegend von Bardier und Sidi el Barani, ohne Schaden anzurichten.

Rom, 13.11.40. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: Unsere Luftformationen haben feindliche Stellungen auf dem Pindus sowie in der Nähe der Straßenkreuzung Mitzuni-Joannina, ferner in den Zonen von Kalibaki und Filippade bombardiert. In der Zone von Berat wurde von unseren Jägern ein Flugzeug vom Blenheim-Typ abgeschossen. Feindliche Flugzeuge führten einen Einflug auf Durazzo aus, der einige Tote und Verwundete zur Folge hatte; ein feindliches Flugzeug wurde wahrscheinlich abgeschossen. — Während einer bewaffneten Aufklärung gegen Malta wurde eines unserer Jagdflugzeuge abgeschossen. — In Nordafrika bombardierten unsere Flugzeuge die militärischen Anlagen von Suez und die Flugplätze von Kairo und Abukir; die Ziele wurden voll getroffen. — Unsere Luftwaffe hat mit Bomben und Maschinengewehrfeuer Schützengräben- und Artilleriestellungen, Truppen, feindliche Feldlager und Kraftwagen bei Otrub (Zone von Kassala) angegriffen. Ein Angriff der feindlichen Luftwaffe auf Metemma hatte drei Tote und zwölf Verwundete zur Folge. Unsere Jäger haben ein Flugzeug vom Gloster-Typ abgeschossen, zwei weitere wurden wahrscheinlich abgeschossen. — Ein Einflug feindlicher Flieger auf Brindisi, Tarent und Bari. Nur in der letzten Stadt wurden Bomben abgeworfen, die unbedeutenden Materialschaden und drei Verwundete verursachten.

Rom, 14. 11. 40. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: Im Epirus fanden im Gebiet von Kalibaki mit Erfolg lokale Aktionen statt, die von unseren Bomberstaffeln unterstützt wurden. Einige feindliche Angriffe im Corcianogebiet sind mit Hilfe der Luftwaffe, die die feindlichen Truppen in der Umgebung des Presba-Sees unter Feuer nahm, glatt abgeschlagen worden. — Unsere Luftwaffe bombardiete den Flughafen von Pa-tras, Arostolion und Preveza, wobei militärische Ziele getroffen und die feindlichen Kolonnen unter wirksames Maschinengewehrfeuer genommen wurden. Feindliehe Flugzeuge warfen auf Valona Bomben ab, wobei es sechs Tote und 30 Verwundete gab, ferner auf Durazzo, wo es weder Opfer noch Schaden gab. — Zwei Flugzeuge vom Blenheim-Typ wurden von unseren Jägern auf der Höhe von Pantelleria zum Kampf gezwungen und abgeschossen. Ein weiteres Flugzeug des gleichen Typs wurde auf der Höhe von Cagliari (auf Sardinien) abgeschossen. — Im östlichen Mittelmeer wurden Marineaufklärungsflugzeuge von feindlichen Jägern angegriffen, von denen zwei abgeschossen wurden. Der Abschuß von zwei weiteren feindlichen Flugzeugen ist wahrscheinlich. — Unsere Flugtorpedoboote griffen einen im östlichen Mittelmeer ausgekundschafteten feindlichen Geleitzug an und torpedierten zwei Dampfer. Einer davon versank, wie von einem See-Erkundungsflugzeug einwandfrei festgestellt wurde. — Eine weitere italienische Fliegerstaffel hat einen im Hafen

Transport eines italienischen Jagdflugzeuges in einem Bomber.

Bild „Le Vie dell'Aria"

Felsen von Gibraltar, aufgenommen von einem italienischen Flugzeug.

Bild: „Le Vie dell'Aria"

von Alexandria liegenden Kreuzer», getroffen. Hier wurden nachts mit Erfolg weitere Fliegerangriffe auf diese Öpttenbasis durchgeführt. Ferner wurden gegen die Eisenbahnlinie Fuka-el-Daba und Maaten Bagush Luftangriffe gerichtet, durch die Brände hervorgerufen wurden. Das Flugfeld Maaten Bagush wurde unter Maschinengewehrfeuer genommen, ein feindlicher Bomber wurde in Brand geschossen und weitere drei ernstlich beschädigt. — Alle unsere Flugzeuge, die an den erwähnten Aktionen teilgenommen haben, sind trotz der feindlichen, überall sehr starken Flakabwehr zu ihren Stützpunkten zurückgekehrt. — Feindliche Flugzeuge warfen Bomben auf Bardia, Derna und Bengasi. Es wurde leichter Schaden angerichtet und ein Muselmane verwundet. — Bei Luftangriffen auf Assab und Diredaua gab es nur ganz leichten Schaden, keine Opfer. — Feindliche Flugzeuge unternahmen Angriffe auf Crotone, wo die Bomben ins Meer fielen, auf Tarent, wo es bei der Zivilbevölkerung einen Toten und drei Verwundete, bei der Truppe zwei Tote und neun Verwundete gab sowie einige Sachschäden an Wohnhäusern. Zwei feindliche Flugzeuge wurden wahrscheinlich abgeschossen.

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Der Nurflügler ist in der Hauptsache aus Balsa hergestellt. Zur Bespannung wird japanisches Seidenpapier verwendet, das ein- bis zweimal dünn celloniert wird. Das überall gleichbleibende Tragflächenprofil ist ein Clark-Y-Profil mt leicht hochgezogener Hinterkante. Die Außenflügel werden um 8—10° geschränkt. Doppelholm je 3X4 mm, Nasenleiste 3X3 mm, Endleiste 3X8 mm. Rippen aus 1 mm Balsafournier. Randbogen aus Tonking 2X2 mm. Rumpf in Stäbchenbauweise. Holm 3X3 mm Balsa. Untenliegende Vertikalfläche in Balsa-Flachrippen-bauweise.

Fahrwerk aus Tonking 2X4 mm, mit Stahldraht 1 min nach hinten abgefedert. Räder von 40 mm & aus Balsa.

Triebwerk: Luftschraube aus Balsa, & 380 mm, Steigung 460 mm, Blattbreite 50 mm. Lagerklotz und Endklotz herausnehmbar. Motor 16 Fäden 1X4 mm, 500 mm lang. Höchstaufdrehzahl 510 mit vierfacher Dehnung.

Gewichte: Tragfläche 26 g, Rumpf 20 g, Fahrwerk 10 g, Luftschraube mit Lager- und Endklotz 24 g, Gummi 32 g. Fluggewicht 112 g.

Nurflügel-Modell Sult.

Spannweite 1000 mm, Fläche 12 dm2, Belastung 9,35 g/dnr.

Fluggeschwindigkeit 5 m/sec, Gleitzahl 8, Sinkgeschwindigkeit 60—65 cm/sec, Motorlaufzeit 25 sec, Höhe 60 m. Gesamtflugzeit durchschnittlich 2 min.

Der Nurflügler hat bis jetzt 1 Flug über 30 min, 2 Flüge über 10 min und 4 Flüge über 5 min gemacht. Die Zeiten von über 10 min wurden in Anwesenheit von Flugprüfern erreicht.

55 Sek. mit Schwingenflugmodell des Leipziger Hitlerjungen Walter Loofs wurden bei einem Flugmodell-Wettbewerb der Gaue Mitte, Sachsen und Sudetenland in der Halle in Dresden als Bestleistung erreicht.

Curtiss Helldiver (Höllenstürzer), Sturzkampf-Doppeldecker, finden Sie im „Flugsport" 1940, Seite 93.

Azetylen-Sauerstoff-Flammentemperatur max. 3500° C, innerhalb des scharf umrissenen Flammenkegels 1000° C, Spitzentemperatur je nach Brennergröße 3 bis 7 mm vor dem Flammenkegel, innerhalb der größten Flammenbreite 1800° C und am Ende der Streuflamme 1200° C.

Literatur.

(Nachsteh. Bücher können, soweit im Inland erschienen, von uns bezogen werden.)

Und wir sind doch geflogen! Meine Flugerlebnisse in drei Erdteilen. Von Oberst Polte. Aufgezeichnet v. Josef Grabler Mit einem Vorwort von Generalfeldmarschall Milch. 356 S. m. 48 Abb. C. Bertelsmann Verlag, Gütersloh. Preis geb. RM 4.80.

Oberst Polte, der verdienstvolle Lufthansa-Pionier erzählt seine Flugerlebnisse. Versailles — die deutsche Fliegerei war lahmgelegt, Luftwaffe vernichtet, Industrie zerstört, Flugsport gefesselt, Luftverkehr unterdrückt. Man erlebt den Aufbau der Deutschen Lufthansa, die ersten Strecken in Sowjetrußland, China, Afrika, die abenteuerlichen Flüge mit ihren gefährlichen Lasten in die Ukraine, den Aufenthalt in den litauischen Gefängnissen, Notlandungen in den Schneewüsten Rußlands, die ersten Flüge über der Wüste Gobi und dann die nationalsozialistische Revolution mit ihrem unerhörten Aufstieg der Fliegerei. Wer das Buch angefangen hat, legt es nicht wieder aus der Hand. Es ist so spannend geschrieben, daß man selbst die wunderbaren Abbildungen beim Durchlesen zuerst nicht beachtet.

Praxis des Flugmodellbaues v. Werklehrer Karl Müller unt. Mitarb. v. Fritz Harnack u. Günther Schuzius. 143 S. m. 194 Abb. Verlag C. J. E. Volckmann Nachf. E. Wette, Berlin-Charlottenburg 2. Preis RM 3.—.

Das vorliegende Buch ist ein praktischer Ratgeber für den Lehrer bei der Einführung des Modellbaues in Landschulen, wo er unter einfachsten Verhältnissen durchzuführen ist, — gleichzeitig ein Leitfaden für den Schüler. Ausgehend von der Einrichtung einer Werkstatt und der Behandlung der Werkzeuge, sind die einzelnen Abeitsvorgänge (Rippen-, Spanten-, Holmbauweise, Helling-, Rumpfund Flügelbau sowie*Bau der Einzelteile), daran anschließend Flugmodelle aus Behelfswerkstoffen, Bau von Zimmerflugmodellen, das Einfliegen, Reparaturen, Organisation von Wettbewerben beschrieben. In den Schlußkapiteln sind die theoretischen Grundlagen des Modellfluges sowie Rechnungsbeispiele aus der Flugmodellpraxis angeführt.

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