Zeitschrift Flugsport

Heft Nr. 19 vom 11. September 1940

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Die Zeitschrift Flugsport war die illustrierte, flugtechnische Zeitschrift für das gesamte Flugwesen und wurde im Zeitraum von 1909 bis 1944 von Oskar Ursinus herausgegeben. Über einen Zeitraum von 36 Jahren hinweg wurde in dieser Zeitschrift sowohl über die zivile als auch über die militärische Luftfahrt berichtet. Jedes Heft widmete sich in besonderen Kapiteln u.a. den Themen Segelflug, Motorflug, Luftschiffahrt, Ballonfahren, Modellflug, Luftwaffe oder Luftsport. Ebenso wurden die Bereiche Flugzeuge, Flugzeugtechnik, Flughäfen, Landeplätze sowie Flugnavigation und Luftverkehr im Inland und Ausland behandelt. Alle Seiten aus den Jahrgängen von 1909 bis 1944 sind mit Fotos und Abbildungen als Volltext in der nachstehenden Form kostenlos verfügbar. Erscheint Ihnen jedoch diese Darstellungsform als unzureichend, insbesondere was die Fotos und Abbildungen betrifft, können Sie alle Jahrgänge als PDF Dokument mit Inhaltsverzeichnissen, Seitenzahlen, Fotos und technischen Zeichnungen für eine geringe Gebühr herunterladen. Um komfortabel nach Namen, Themen und Begriffen zu recherchieren, nutzen Sie bitte die verfügbaren PDF Dokumente. Nutzen Sie bitte die kostenfreie Leseproben von Heft 17/1933 sowie von Heft 8/1939, um die Qualität der angebotenen PDF Dokumente zu prüfen.



XXXII. Jahrgang / Nr. 19

Mittwoch, 11. Sept. 1940

Bau- und Werkstoffkenntnis im Flugzeugbau

USA Schweizer Garczmetall-Doppelsitzer-

Segelflugzeug SGS 2-8

Junkers 3u 87 B Sturzkampfflugzeug

Mal. Cant Z. 501 Flugboot

Luftwaffe

Italien

Inhaber des Segelflieger-leistungs-abzeichens

12. »eieiis-wettbewerb für

jvloterflugmodelle

t

Patent-Sammlung Nr. 55

Flugsport". Erscheinungstage

1940

XXXII.Jahrgang

Kl. ... .

Datum 25. September 9. Oktober 23. Oktober 6. November 20. November 4. Dezember 18. Dezember

Preis 80 Pf.

I Printe«! in Germany

Illustrierte flugtechnische Zeitschrift und Anzeiger für das gesamte Flugwesen

Brief-Adr,: Redaktion und Verlag „Flugsport", Frankfurt a. M., Hindenburg-Platz 8 Bezugspreis für In- und Ausland pro % Jahr bei 14täglichem Erscheinen RM 4.50

Telef.: 34384 — Telecr.-Adresse: Ursinus — Postscheck-Konto Frankfurt (Main) 7701

Zu beziehen durch alle BuchhandlunKen, Postanstalten und Verlas: Der Nachdruck unserer Artikel ist. soweit nicht mit „Nachdruck verboten" versehen, nur mit Kenauer Ouellenansrabe gestattet.

Nr. 19 11. September 1940 XXXII. Jahrgang

Die nächste Nummer des „Flugsport" erscheint am 25. Septbr. 1940

Bau- und Werkstoffkenntnis im Flugzeugbau.

Neben der Filmwissenschaft hat der deutsche Flugzeugbau schon bei oberflächlicher Betrachtung für den Fernstehenderen einen Stand der Entwicklung erreicht, wie man ihn noch vor wenigen Jahren nicht vorausahnen konnte.

Durch die Verwendung moderner Bau- und Werkstoffe entstanden neuartige Herstellungsverfahren. Die vielfache Verwendung von Kunststoffen, verschiedenen Leichtmetallen, Aluminium, Magnesium mit ihren Abarten, neuartigen Stählen von verhältnismäßig hoher Festigkeit und Hitzebeständigkeit, verlangten umfangreiche Sonderkenntnisse nicht nur in der Herstellung, sondern auch in der Anwendung undBearbeitung. Eine aui gedehnte Forschertätigkeit hat die Kenntnis dieser jetzt zur Anwendung kommenden Baustoffe zu Sonderwissenschaften werden lassen, die der Gestalter und selbst teilweise der Arbeiter beherrschen muß.

Wenn auch die Holzbauweise im Flugzeugbau noch weiter bestehen bleiben wird, so ist es Pflicht, daß die im Flugzeugbau Tätigen sich mehr wie bisher mit den neuartigen Werkstoffwissenschaften befassen und sich mit ihren Eigenarten in der Verarbeitung vertraut machen. Gerade jetzt während des Krieges bietet sich oft Gelegenheit, Anwendungsarten, Konstruktionen und Gestaltlingsmöglichkeit in allen Einzelheiten zu studieren. Die Kenntnis und großen Erfahrungen im Flugzeugbau werden auch auf vielen anderen Gebieten der Technik, wo sie bis jetzt noch nicht eingesetzt sind, Anwendung finden und dazu beitragen, die Ueberlegenheit deutscher Erzeugnisse gegenüber dem Ausland zu steigern.

USA Schweizer Ganzmetall-Doppelsitzer-Segelflugzeug SGS 2-8.

Ueber den Doppelsitzer der Schweizer Metal Aircraft Co. berichteten wir im „Flugsport" 1939, S. 470. Bauausführung ähnlich wie der Einsitzer. Schulterdecker, abgestrebt, rechteckiges Flügelmittelstück. Flügeltiefe von 1,5 m auf 0,6 m nach den Enden zu sich verjüngend. Metallholm, Torsionsnase, Alcladbeplankung, Duralrip-

Diese Nummer enthält Patentsammlung Nr. 33.

pen. Auf der Oberseite eine Störklappe, welche von beiden Sitzen betätigt werden kann.

Rumpf geschweißtes Stahlrohr, Hinterteil nur dreiholmig mit einem stärker dimensionierten, als Träger wirkenden Holm auf der Rumpfunterseite. Kabine verkleidet, 2 Sitze hintereinander, hinterer Sitz im Schwerpunkt des Flugzeuges. Doppelsteuerung. Fahrwerk ein Rad, bremsbar, Ballonbereifung, mit zusätzlicher Kufe und gummigefedertem Sporn.

Spannweite 15,65 m, Flügelfläche 20 m2, Profil NACA 4412, Abstellung 3°, Seitenverhältnis 1 : 12,65, Flächenbelastung einsitzig 14,6 kg/m2, zweisitzig 19,5 kg/m2, Leergewicht 204 kg, Mindestsinkgeschwindigkeit einsitzig 67 km/h, zweisitzig 76 km/h, beste Gleitzahl 1 : 23,5 (einsitzig), Schleppfluggeschwindigkeit 112 km/h. Preis, flugfertig ab Werk, 1250 Dollar.

Junkers Ju 87 B Sturzkampfflugzeug.

Die Junkers Ju 87 B (Stuka), 2 Mann Besatzung, ist ein freitragender Ganzmetalltiefdecker (vgl. Typenbeschr. Ju 87 „Flugsport" 1938, S. 124, u. Erfolge in Polen 1939, S. 556).

Knickflügel in Dural-Glattblechbauweise mit Mittelstück und Ansatzflügel. Bei den dreiteiligen Hilfsflügeln an der Hinterkante dienen die Außenteile als Querruder. Bei der Sturzflugbremse unter der Flügelvorderkante wird bei der Anstellung eine Abfangvorrich-tung vorgespannt.

Rumpf aus zwei Längsschalen, horizontal geteilt. Unterteil mit dem Flügelmittelstück fest verbunden.

Höhenleitwerk durch V-Streben nach der Rumpf Unterseite abgefangen. Seitenleitwerk freitragend. Höhen- und Seitenruder Trimmklappen.

Einbeinfahrwerk, freitragend, mit Ringfederbein, stromlinienverkleidet. Oeldruckbremsen. Spornrad verkleidet, schwenkbar. Motor Jumo 211a, Wasserkühlung, 980 PS in 5000 m Höhe. Bewaffnung starre MG, nach vorn schießend, ein bewegliches

USA Schweizer Ganzmetall - Doppelsitzer - Segelflugzeug SQS 2—8.

Archiv Flugsport

Junkers Ju 87 B Sturzkampfflugzeug. Oben: Großeinsatz im Westen. Unten: Der

Motor wird angelassen. Werkbild - Weltbild

MQ, nach hinten schießend. Bombenträger für eine Bombe

unter dem Rumpf zwischen Fahrwerk. Weitere Bombengehänge unter den Außenflügeln.

Spannweite 13,8 m, Länge 11,1 m, Flügelinhalt 32 m2.

Fluggewicht 4235 kg.

Junkers Ju 87 B Sturzkampf-Flugzeug.

Nachdruck ohne Quellenangabe nicht gestattet. Zeichnung: Flugsport.

Junkers Ju 88, modernster Horizontal- und Sturzkampfbomber der deutschen Luftwaffe, wurde bei Großeinsätzen gegen England mit besonderem Erfolg

eingesetzt. Weltbild

Ital. Cant Z. 501 Flugboot.

Dieses mehrsitzige Flugboot, gebaut von Cantieri Riuniti delF Adriatico, Monfalcone, ist für Bombenwurf und Fernaufklärung bestimmt.

Flügel aus zwei Hälften, zweiholmig, in Holzbauweise, stoffbespannt, gegen den Bootsrumpf durch je zwei Stiele, die in sich verstrebt und verspannt sind, abgefangen.

Bootsrumpfunterseite stark gekielt, zwei Stufen, das Qanze in drei wasserdichten Abteilen abgeschottet. Qanzholzbauweise, Bootsbedeckung aus zwei Holzauflagen mit von Schutzlack überzogener Stoffauflage. Die beiden Stützschwimmer, in der Mitte der Flügel-

hälften angreifend, sind im Dreiecksverband mit den Flügelstreben geschickt vereinigt (vgl. nebenstehende Abb.).

Bootsrumpfende hochgezogen, Höhen- und Seitenleitwerk gegen Rumpf verstrebt und Seitenleitwerk verspannt. Flossen und Ruder Holzbauweise, stoffbespannt. Höhen- und Seitenruder im Fluge verstellbare Trimmklappen.

Besatzung 4 Mann, Bewaffnung 1 MG im Bootsrumpf, 1 MG hinter den Flügeln und ein weiteres Doppel-MG in einem Drehturm in der Motorgondel. Im hinteren Rumpfteil Raum für zwei Hängematten.

Motor wassergekühlter 16-Zylinder Isotta-Fraschini „Asso XI R. C. 15" 800 PS. Betriebsstoffbehälter von 2800 1 in der Motorgondel, Hilfsbehälter von 500 1 im Bootsrumpf.

Spannweite 22,5 m, Länge 14,9 m, Höhe 4,4 m, Flügelfläche 62 m2. Leergewicht 3400 kg, Fluggewicht 5500 kg. Flächenbelastung 88,7 kg/m2, Leistungsbelastung 6,8 kg/PS, Flächenbelastung 12,9 kg/m2.

Höchstgeschwindigkeit 275 km/h, Reise 240 km/h, steigt in 16 min auf 4000 m, Reichweite 2600 km.

Beförderungen in der Luftwaffe durch den Führer und Obersten Befehlshaber der Wehrmacht mit Wirkung vom 1. 9. 40:

Zu Generalen der Flieger die charakterisierten Generale der Flieger Wilberg, Quade;

zu Generalleutnanten die Generalmajore Waber, Pflugbeil; zu Generalärzten die Oberstärzte Dr. Schmidt, Dr. Gebler.

General d. Inf. Volkmann t, an den Folgen eines schweren Unfalles, den er auf der Heimfahrt aus dem Felde erlitt, verstorben, ist am 29. 8. in Wilmersdorf eingeäschert worden. Generalfeldmarschall Milch und Offiziersabteilungen aller drei Wehrmachtsteile gaben General Volkmann, der sich schon im Spanienfeldzug als Befehlshaber der Legion Condor auszeichnete, das letzte Geleit.

Inland.

Sonderausstellung der Wehrmacht „Der Sieg im Westen" auf der Leipziger Herbstmesse. Abgeschossenes englisches Jagdflugzeug vor dem Ausstellungsgebäude der Wehrmacht. Weltbild

Godt, NSFK.-Brigadeführer, vom Korpsführer des NS.-Fliegerkorps, General d. Flieger Fr. Christiansen, zum Führer d. Gruppe 12 (Niederrhein) d. NSFK. ernannt.

Prof. Dr. Otto Mader, 17. 9.

60. Geburtstag. Mader ist als ältester wissenschaftlicher Mitarbeiter von Prof. Junkers, insbesondere durch seine verdienstvollen Arbeiten, eng verbunden mit der Entwicklung des Schwerölmotors (seit Jahren Chefkonstrukteur von Jun-kers-Flugmotorenbau), bekannt geworden. Erhielt 1937 die Lilienthal - Denkmünze und wurde zum Wehrwirtschaftsführer ernannt.

Ausland.

Bild: JFM*

74 englische Sperrballone

sind nach dem Heeresbericht

vom 31. August 1940 vernichtet Prof. Dr. Otto Mader.

worden. Die Einrichtung der Ballonsperren ist in England seit 1938 eifrig betrieben worden. Man stritt sich seinerzeit, ob man die vorhandene Zahl von Sperrballonen über das ganze Stadtgebiet von London (Abb. l) oder mit geringen Abständen von einigen 100 m im Kreis ringförmig um London verteilen sollte (Abb. 2). Auf jeden Fall ist der Erfolg mit den Ballonsperren ausgeblieben. Der „United Preß"-Korrespondent berichtet über den Angriff am 31. 8., der aus einer Hafenstadt im englischen Südosten datiert ist, folgendes: „Ich war soeben Augenzeuge des entschlossensten deutschen Luftangriffes auf eine Ballonsperre, den ich jemals erlebt habe. Zwölf Maschinen stürzten sich aus der Richtung der Sonne her in das furchtbare Flaksperrfeuer, und vier von ihnen begannen methodisch, die Ballonsperre anzugreifen, wobei sie einen Ballon nach dem anderen in Flammen setzten und zum Absturz brachten." Wenn der Berichterstatter auch fortfährt, daß die Ballons alsbald ersetzt worden seien, so ist doch deutlich, daß ein derartiger Verbrauch nicht lange anhalten kann. Der Bericht schließt mit dem Satz: „Soweit ich sehen konnte, war es den vier deutschen Maschinen gelungen, ihre Aufgabe zu erfüllen und über den Kanal zurückzufliegen." — Die Sperrballone haben lim Durchmesser und sind 21 m lang. Aufsteigzeit auf 300 m 2 Min. — Für die sogenannten Luftvorhänge mit Drahtschürzen, die in verschiedenen Höhen den feindlichen Fliegern den Weg versperren sollen, betragen die Ballonabstände 65 in. Zwischen den Haltetrossen wollte man ursprünglich noch in etwa 10 m

Abstand Sperrkabel aufhängen. — Das alles hat man sich sehr schön gedacht. Für die Bevölkerung wird es kein angenehmes Gefühl sein, wenn die mit Wasserstoffgas gefüllten Ballone mit ihrem Drahtseilgewirr plötzlich brennend herunterkommen. Ursprünglich beabsichtigte man, mit den Ballonsperren den Angriffsgeist der feindlichen Flieger infolge der Ungewißheit über die Länge der englischen Ballone und ihre Verankerung zu hemmen. Es scheint das Gegenteil eingetreten zu sein. Die Ballone reizen geradezu zum Angriff.

Abb. 2.

Argentin. Luftwaffe soll um 400 Flugzeuge, wofür 225 Millionen Pesos ausgeworfen sind, verstärkt werden. Eine beträchtliche Erweiterung soll auch die Bodenorganisation erfahren.

USA Verkehrsflugzeug in Virginia am 31. 8. mit 26 Personen, die alle ums Leben kamen, abgestürzt. Darunter befindet sich auch der Senator Lundeen, welcher als Mitglied des Repräsentantenhauses 1917 gegen den Kriegseintritt der Vereinigten Staaten gestimmt hatte und auch seinerzeit den Eintritt Nordamerikas in den Völkerbund bekämpfte.

Bombardement Tschungking durch japanische Flugzeuge am 20. 8. 40 nahmen 77 Bomber teil, die in mehreren Wellen durch große Mengen Bomben die Stadt in Brand warfen.

Berlin, 23. 8. 40. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Kampf verbände der Luftwaffe griffen gestern im Rahmen der bewaffneten Aufklärung je einen Geleitzug im Seegebiet von Berwick und in den Downs an und erzielten auf vier Handelsschiffe mehrere Treffer. Außerdem wurde der Flugplatz Manston mit guter Wirkung mit Bomben belegt. Im Laufe des Tages kam es über Südostengland zu einigen für unsere Jagdflieger erfolgreichen Luftkämpfen. Bei Nachtangriffen auf mehrere Flugplätze in Cornwall und Wales, auf eine Flugzeugfabrik in Reading und ein Flugmotorenwerk in Rochester zeigten Brände und Explosionen die Wirkung der abgeworfenen Bomben. Die Verminung britischer Häfen wurde fortgesetzt. — Britische Flugzeuge warfen in der Nacht zum 23. August in Westdeutschland ohne besondere Wirkung Bomben. In einer Stadt wurde ein Wohnhaus zerstört, mehrere beschädigt und einige Zivilpersonen verletzt. — Der Feind verlor gestern in Luftkämpfen elf Flugzeuge sowie zwei Sperrballone; zwei deutsche Flugzeuge werden vermißt.

Berlin, 24. 8. 40. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Unsere Flugzeuge griffen am 23. 8. und in der Nacht zum 24. 8. in ganz Süd- und Mittelengland Hafen-und Dockanlagen, Flugplätze, Werke der Rüstungsindustrie und Truppenlager an. Im Zuge der bewaffneten Aufklärung am Tage warfen sie u. a. Bomben auf ein Munitionswerk in Banbury, wo Brände und heftige Explosionen beobachtet wurden. Durch zahlreiche nächtliche Bombenangriffe wurden besonders in den Hafenanlagen von Bristol, Evonmouth, Devonport und Great Yarmouth sowie auf

Einsatz beim Stab eines Fliegerkorps. Kurz vor Beginn der Kampfhandlungen findet zwischen dem Chef der Luftwaffe, General der Flieger Ritter von Greim (Mitte), dem Chef des Stabes und dem I a noch eine kurze Besprechung statt, bei der die Lage bis ins kleinste Detail durchgesprochen wird. PK-Dietrich-Weltbüd

Luftwaffe.

dem Flugplatz Cambridge weithin sichtbare Brände und Explosionen ausgelöst. — Einige feindliche Flugzeuge warfen in der Nacht in Westdeutschland ohne nennenswerte Wirkung Bomben, — Gestern wurden drei feindliche Flugzeuge durch Jäger, vier durch Flak abgeschossen. Zwei eigene Flugzeuge werden vermißt.

Berlin, 25. 8. 40. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Die Luftwaffe setzte am 24. 8. die planmäßige Zerstörung kriegswichtiger Anlagen des Feindes mit großem Erfolg fort. Wie bereits bekanntgegeben, stießen deutsche Fliegerverbände gestern überraschend gegen die britischen Inseln vor. Dabei gelang es, Unterkünfte, Hallen, Werkstätten und Lager auf den Flugplätzen Northwald, Hornchurch, Manston, Canterbury und Ramsgate weitgehend zu zerstören. Der Kriegshafen von Portsmouth wurde mit zahlreichen Bomben, darunter solchen schwersten Kalibers, belegt und die Hafen- und Werftanlagen in Brand gesetzt. Unsere Kampfflieger warfen ferner Bomben auf Great-Yarmouth, wo Lagerhäuser und Schuppen in Flammen aufgingen, sowie auf Truppenunterkünfte in der Nähe von Dover. — Im Laufe des Tages kam es zu mehreren heftigen Luftkämpfen, in denen unsere Jagdflieger wiederum ihre Ueberlegenheit bewiesen. — Zahlreiche nächtliche Angriffe unserer Kampfflieger hatten erhebliche Zerstörungen in den Hafenanlagen von Bristol, Brände und Explosionen im Großöllager von Tharnes-haven sowie starke Beschädigungen in verschiedenen Werken der britischen Flugrüstungsindustrie, u. a. in Derby, Birmingham, Kingston und Rochester, zur Folge. — Das Verminen englischer Seehäfen wurde fortgesetzt. — Britische Flieger warfen in der Nacht zum 25. 8. in Nord-, West- und Süddeutschland Bomben auf freies Gelände und in Wohnviertel von zwei südwestdeutschen Städten. In einer Stadt wurden mehrere Wohnhäuser getroffen, zwei Zivilpersonen getötet und zwei verletzt. An einer anderen Stelle zerstörte eine Bombe ein Gebäude, in dem Kriegsgefangene untergebracht waren. Acht von ihnen wurden verletzt. — Die Gesamtverluste des Feindes betrugen gestern 64 Flugzeuge, von denen 57 im Luftkampf und 7 durch Flak abgeschossen oder am Boden zerstört wurden. 20 eigene Flugzeuge werden vermißt.

Berlin, 26. 8. 40. DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Deutsche Kampfflugzeuge griffen gestern den Flugplatz Warmwell nordwestlich Portland mit guter Wirkung an, wobei es zu heftigen Kämpfen kam. 360 km westlich Landsend versenkte ein deutsches Flugzeug ein Handelsschiff von 4000 BRT. Vor den britischen Häfen wurden erneut Minen gelegt. — In der Nacht zum 26. 8. belegten zahlreiche Flugzeuge in Birmingham sowie in Kingston und Coventry Werke der Flugzeug- und Rüstungsindustrie mit Bomben. Heftige Explosionen und starke Brände konnten beobachtet werden. — In der gleichen Nacht überflogen zum erstenmal seit Kriegsbeginn einige feindliche Flugzeuge Berlin und warfen am Stadtrande mehrere Brandbomben. Im übrigen Reichsgebiet fielen an verschiedenen Stellen planlos geworfene Bomben auf nichtmilitärische Ziele. Weder hier noch in Berlin wurde Schaden angerichtet. Eines der Berlin überfliegenden Flugzeuge wurde auf dem Rückweg durch Flak abgeschossen. — Die Gesamtverluste des Gegners am gestrigen Tage betrugen 72 Flugzeuge, davon wurden 51 im Luftkampf abgeschossen, 21 durch Flak oder am Boden zerstört. 14 eigene Flugzeuge werden vermißt. — Das Jagdgeschwader Richthofen hat in den gestrigen Luftkämpfen den 250. Abschuß überschritten. Oberltn. Wieck errang seinen 19. und 20, Luftsieg.

Berlin, 27. 8. 40. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Deutsche Fliegerverbände griffen erneut in Südengland Flugplätze, Truppenlager sowie den Kriegshafen Portsmouth an. Eine Funkstation auf den Scilly-Inseln wurde zerstört. Drei im Geleitzug fahrende Handelsschiffe erhielten nördlich Fraserbourgh schwere Bombentreffer. Im Verlauf der Kampfhandlungen kam es zu mehreren für uns erfolgreichen Luftkämpfen. In der Nacht zum 27. 8. unternahmen stärkere Kampf-fliegerverbände Angriffe auf den Kriegshafen Plymouth, auf einen Flugplatz in Cornwall, auf Flugzeug- und Rüstungswerke in Coventry und bei Birmingham sowie auf die Hafenanlagen von Hull und Newcastle. Nach dem Abwurf zahlreicher Bomben entstanden an vielen Stellen Brände und Explosionen, insbesondere in Plymouth und Hull. — Das Verminen britischer Seehäfen aus der Luft nahm seinen Fortgang. — In der Nacht zum 27. 8. warfen britische Flugzeuge im Reichsgebiet an meheren Stellen Bomben. Der angerichtete Sachschaden ist unwesentlich. Es wurden zwei Zivilpersonen getötet, acht verletzt. — Die Gesamtverluste des Feindes betrugen gestern 70 Flugzeuge, davon wurden

61 im Luftkampf abgeschossen und neun am Boden zerstört. 21 eigene Flugzeuge werden vermißt.

Berlin, 28. 8. 40. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Am gestrigen Tage beschränkte sich die Tätigkeit der deutschen Luftwaffe infolge unsichtigen Wetters auf bewaffnete Aufklärung, in deren Verlauf Bomben auf die Hafenanlagen von Qosport geworfen wurden. — In der Nacht zum 28. 8. griffen starke Kampfverbände Hafenanlagen und Werften, Flugzeugwerke und Rüstungsanlagen in England und Schottland an. In Southampton, Aberdeen, Dundee, Leeds, Hull,

Links oben: In einem deutschen Kampfflugzeug, der Schütze am Seiten-MG.

Schödl-PK-Weltbild

Unten: Er hat bei einem Englandflug einen Schuß durch den Stiefel bekommen und stopft nun das Loch im Strumpf. Spieth-PK-Weitbild

Rechts oben: Besatzung einer He 111 geht an Bord. Mitte: Heckschütze eines Kampfflugzeuges vom Muster He 111. Seuffert-PK-Weitbild Unten: Einschuß neben Einschuß zeigen die Tragflächen der deutschen Kampfmaschine, die trotzdem unbeirrt ihren Auftrag durchführte und glatt im Heimathafen landete. Jütte-PK-Weltbild

vor allem in den Flugzeug- und Motorenwerken von Derby und Birmingham und in der Staatswerft von Chatham zeigten ausgedehnte Brände die Wirkungen der Bombenangriffe. Das Verminen britischer Häfen durch Flugzeuge wurde fortgesetzt. — Britische Flugzeuge warfen in der Nacht im Reichsgebiet Bomben ohne nennenswerten Schaden. In Kiel wurden einige Wohnhäuser beschädigt. Infolge des disziplinierten Verhaltens der Bewohner erhielt nur eine Person leichte Verletzungen. — Drei britische Flugzeuge wurden abgeschossen, davon eines durch Marineartillerie. Ein eigenes Flugzeug wird vermißt.

Berlin, 29. 8. 40. DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Kampffliegerverbände griffen am gestrigen Tage die Flugplätze von East Church und Southend an der Themsemündung sowie den Hafen von Bogner-Regis an der englischen Südküste mit starker Wirkung an. Bei Nacht wurden in verstärktem Maße die Hafenanlagen von Liverpool, Cardiff, Bristol, Middlesborough, Chatham und Thames-haven sowie Rüstungsziele in Sheffield, Norwich und Coventry mit Bomben belegt. Der Luftminenabwurf in britischen Häfen wurde fortgesetzt. An verschiedenen Stellen kam es zu Luftkämpfen, in deren Verlauf 38 feindliche Flugzeuge und zwölf eigene Flugzeuge abgeschossen wurden. — Britische Flugzeuge griffen in der Nacht planmäßig Wohnviertel der Reichshauptstadt an. Durch Brand- und Sprengbomben wurden zahlreiche Zivilpersonen getötet oder verletzt, sowie an einzelnen Wohnhäusern Dachstuhlbrände und Schäden verursacht. Eines der angreifenden feindlichen Flugzeuge wurde durch Flakartillerie abgeschossen, bevor es das Weichbild von Berlin erreichte. — Auch das Leunawerk war das Ziel eines britischen Angriffs. Der hier angerichtete Schaden ist gering. An mehreren anderen Orten Mittel- und Westdeutschlands, die mit Bomben angegriffen wurden, entstand ebenfalls kein nennenswerter Schaden. — Der Feind verlor gestern insgesamt 44 Flugzeuge und einen Sperrballon, während der eigene Gesamtverlust 15 Flugzeuge beträgt.

Berlin, 30. 8. 40. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Gestern beschränkte sich die Tätigkeit der Luftwaffe auf bewaffnete Aufklärung, in deren Verlauf es zu mehreren Luftkämpfen über Südostengland kam. — In der Nacht zum 30. 8. griffen Kampffliegerverbände mehrere Flugplätze in den Grafschaften Lincoln, Suffolk, Industrieanlagen in Felixstowe, Flugzeugwerke in Weybridge und Langley-Sluth, sowie die Hafenanlagen von Dundee, Leith, Hartlepool und Liverpool an. Ausgedehnte Brände in den einzelnen Zielen, besonders im Hafen von Liverpool zeigten den Erfolg der Angriffe. Britische Häfen wurden weiter vermint. — Auch in der letzten Nacht warfen britische Flugzeuge in Westdeutschland Bomben auf nichtmilitärische Ziele. Im Ruhrgebiet wurden in mehreren Orten Wohnviertel getroffen. Es gelang jedoch, entstandene Brände durch den Sicherheits- und Hilfsdienst rasch zu löschen; der sonst angerichtete Sachschaden ist geringfügig. — Bei ihren nächtlichen Einflügen in das Ruhrgebiet wurden zwei feindliche Flugzeuge durch Flak, in den Luftkämpfen des Tages 19 feindliche Flugzeuge abgeschossen und sechs Sperrballone zerstört. Sieben eigene Flugzeuge kehrten nicht zurück.

Berlin, 31. 8. 40 (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Wie bereits bekanntgegeben, haben unsere Kampf- und Jagdflieger gestern mehrere überraschende Vorstöße gegen die britische Insel unternommen. Dabei wurden auf verschiedenen Flugplätzen Hallen und Unterkünfte durch Bomben schwer beschädigt. Ein Truppenlager in Südengland erhielt mehrere Treffer mittleren Kalibers. Im Laufe dieser Angriffe sowie beim Durchbrechen der Jagdsperre an der englischen Südküste entwickelten sich zahlreiche Luftkämpfe. — In der Nacht zum 31. August griffen Kampffliegerverbände Hafenanlagen und Werke der Rüstungsindustrie in Mittelengland mit Bomben an. An der Themsemündung wurden Oellager und Docks wirksam mit Bomben belegt. In den angegriffenen Zielen entstanden starke Brände. —■ Britische Häfen wurden erneut vermint. — In der vergangenen Nacht setzten, britische Flugzeuge ihre Angriffe auf Berlin und andere Ziele im Reichsgebiet fort. Eine Anzahl von Bomben fiel in die innere Stadt sowie in Arbeiterwohnviertel der Reichshauptstadt. Hier wie an anderen Stellen des Reiches sind die angerichteten Sachschäden unbedeutend. Tote sind nicht zu beklagen. Einige Zivilpersonen sind verletzt worden. — In den Luftkämpfen des Tages wurden 93 feindliche Flugzeuge, bei den nächtlichen Angriffen ein britisches Flugzeug durch Flak und zwei durch Nachtjäger abgeschossen. Mit zwei weiteren Abschüssen durch Flakartillerie der Kriegsmarine an der Nordseeküste betragen somit die Gesamtverluste des Gegners am gestrigen Tage 98 Flugzeuge; 34 eigene werden vermißt.

Berlin, 1. 9. 40. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Am 31. 8. und in der Nacht zum 1. 9. unternahmen unsere Kampf- und Jagdflieger überraschende Vorstöße gegen die britischen Inseln. Flugplätze in den Grafschaften Kent und Essex, Hafenanlagen und Docks an der Themsemündung und in Liverpool, Luftrüstungswerke in Mittelengland wurden mit Bomben belegt. Zahlreiche Brände zeigten die große Wirkung der Angriffe. Hierbei entwickelten sich heftige Luftkämpfe, in deren Verlauf 116 feindliche Flugzeuge abgeschossen wurden. Das Verminen britischer Häfen wurde fortgesetzt. — In der Nacht zum 1. 9. flogen britische Flugzeuge ins Ruhrgebiet und gegen Berlin ein und warfen an mehreren Stellen Bomben, die aber nur ganz geringen Sachschaden anrichteten. Militärische Ziele sind nirgends getroffen worden. Das Abwehrfeuer unserer Flak hinderte die feindlichen Flugzeuge beim Angriff auf Berlin am Bombenabwurf über dem Stadtgebiet. Einige Bomben fielen außerhalb der Stadt in freies Gelände. — Die Gesamtverluste des Feindes betrugen gestern 133 Flugzeuge, von denen 116 im Luftkampf, drei in der Nacht durch Flakartillerie abgeschossen und 14 am Boden zerstört wurden. Es gelang ferner, 74 Sperrballone zu vernichten. 32 eigene Flugzeuge werden vermißt.

Berlin, 2. 9. 40 (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Am 1. 9. setzten unsere Kampf- und Jagdverbände die Angriffe auf Anlagen der englischen Luftwaffe in Südostengland fort. Hallen und Unterkünfte der Flugplätze Abingdon, Kenleyr Biggin-Hill, Detling, Hawkinge, Lympne erhielten Volltreffer und wurden zum Teil in Brand gesetzt. Im Verlauf der Angriffe kam es zu verschiedenen Luftkämpfen, in denen unsere Fliegerverbände erneut ihre Ueberlegenheit bewiesen. —-In der Nacht belegten Kampfverbände die Seehäfen von Liverpool, Swansea, Bristol und Chatham erfolgreich mit Bomben. Die Verminung britischer Häfen nimmt ihren Fortgang. — Feindliche Flugzeuge versuchten in der letzten Nacht

Oben: Ueber dem Kanal, auf dem Wege nach England. ffinze-PK-Weltbild Unten: Von den ersten Bombenangriffen auf den britischen Kriegshafen Portsmouth. Bombentreffer in den Hafenanlagen. PK-Weltbild

wieder, Berlin und andere Städte anzugreifen. Dank unserer starken Flakabwehr gelang es ihnen nicht, im Räume von Groß-Berlin Bomben zu werfen. An anderen Stellen im Reichsgebiet wurden nur Schäden an Wohnhäusern, niemals jedoch militärischer Sachschaden angerichtet. — Die Gesamtverluste des Feindes betrugen gestern 62 Flugzeuge, von denen 52 im Luftkampf abgeschossen und 10 am Boden zerstört wurden. Demgegenüber werden nur neun eigene Flugzeuge vermißt.

Berlin, 3. 9. 40. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Am 2. 9. griffen unsere Kämpfend Jagdverbände, wie bereits bekanntgegeben, feindliche Flugplätze in Südengland an. In Hornchurch, Gravesend, East Church, Detling wurden Hallen und Unterkünfte durch Bombentreffer zerstört und zum Teil in Brand gesetzt. Dabei kam es zu einer Reihe von Luftkämpfen, die für unsere Fliegerverbände siegreich verliefen. — Nachtangriffe unserer Kampffliegerverbände richteten sich gegen Hafenanlagen an der englischen West- und Südküste, gegen Werke der Rüstungsindustrie in Mittelengland und gegen Flugplätze. So wurden die Häfen von Liverpool, Swansea, Bristol, Plymouth, Portland, Poole und Portsmouth und Rüstungswerke in Birmingham, Coventry und Filton mit Bomben belegt. An mehreren Stellen entstanden starke Brände. — Das Verminen britischer Häfen wurde fortgesetzt. — Britische Flugzeuge warfen in der Nacht in West- und Südwestdeutschland an verschiedenen Stellen Bomben. Außer der Zerstörung eines ländlichen Anwesens ist weder Sach- noch Personenschaden angerichtet worden. — Der Feind verlor gestern insgesamt 93 Flugzeuge; davon wurden 86 feindliche Flugzeuge in den Luftkämpfen am Tage, ein Flugzeug durch Nachtjäger, eines durch Flakartillerie und eines durch Flakartillerie der Kriegsmarine abgeschossen und vier am Boden zerstört. 23 eigene Flugzeuge werden vermißt. — Das Zerstörergeschwader 76 hat seinen 500. Luftsieg errungen.

Berlin, 4. 9. 40. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Am 3. 9. griffen unsere Fliegerverbände von neuem Flugplätze in Südengland an und belegten Hallen und Werftanlagen wirksam mit Bomben, die zu mehreren Bränden führten. — Bei den Vorstößen gegen die britischen Inseln entwickelten sich wiederum Luftkämpfe, die für unsere Jäger sehr erfolgreich verliefen. Kampffliegerverbände warfen in der Nacht Bomben auf britische Hafen- und Rüstungsanlagen sowie auf Flugplätze. In Liverpool, Avonmouth, Bristol, Portland, Poole, Rochester und Middlesborough entstanden ausgedehnte Brände. — Das Auslegen von Luftminen vor den britischen Häfen nahm seinen Fortgang. — Britische Flugzeuge flogen in der Nacht in das Reichsgebiet ein und versuchten u. a. die Reichshauptstadt anzugreifen. Nur einzelnen Flugzeugen gelang es, Groß-Berlin zu überfliegen. Bomben wurden hierbei im Stadtgebiet nicht geworfen. In der Mark Brandenburg sowie an einigen anderen Orten des Reiches fielen vereinzelt Bomben, ohne nennenswerten Schaden anzurichten. — Der Feind verlor gestern 62 Flugzeuge, davon wurden 46 Flugzeuge in den Luftkämpfen des Tages und ein Flugzeug während der Nacht durch Flakartillerie abgeschossen, ferner 15 Flugzeuge am Boden vernichtet. Zehn eigene Flugzeuge werden vermißt.

Berlin, 5. 9. 40. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Am 4. 9. griffen unsere Kampfflieger, Jagd- und Zerstörerverbände wiederholt Flugplätze, Werke der Flugrüstungsindus-trie sowie ein Munitionslager wirksam mit Bomben an. In der Flugmotorenfabrik Rochester und in der Flugzeugfabrik Weybridge sind Treffer in Hallen und Gebäuden erzielt worden. Bei diesen Angriffen kam es zu mehreren für unsere Jäger siegreichen Luftkämpfen. — In der Nacht griffen Kampffliegerverbände hauptsächlich Hafen- und Dockanlagen an der West- und Ostküste

Träger des Ritterkreuzes zum Eisernen Kreuz: Oberstltn. v. Bülow, Hptm. Oesau, Maj. Graf Schönborn, Oberstltn. Ludwig Schulz, Oberfeldw. Renz. Weltbild

Englands sowie mehrere Flugplätze an. In Liverpool, SwTansea, Bristol, Weymouth, Poole, Chatham, Tilbury, Great Yarmouth und Hull entstanden zahlreiche Brände. — Das Verminen englischer Häfen aus der Luft nahm seinen Fortgang. — Britische Flugzeuge flogen in der Nacht wieder in das Reichsgebiet ein. Der Versuch, die Reichshauptstadt anzugreifen, scheiterte an der starken Flakabwehr. Lediglich an zwei Stellen gelang es dem Gegner, Bomben über dem Stadtgebiet abzuwerfen, die hier wie auch an anderen Stellen im Reich nur unbedeutenden Schaden anrichteten. In einer norddeutschen Stadt fiel eine Bombe in eine Arbeiterunterkunft und tötete 18 Zivilpersonen, die sich außerhalb des Luftschutzraumes aufhielten. — Der Feind verlor gestern insgesamt 57 Flugzeuge; davon wurden 54 in Luftkämpfen bei Tage, ein Flugzeug durch Flakartillerie bei Nacht abgeschossen und zwei Flugzeuge am Boden zerstört. 17 eigene Flugzeuge werden vermißt.

Italien«

Rom, 23. 8. 40. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: Der Hafen von Alexandria (Aegypten) ist neuerdings von einer unserer Flugzeugformationen bombardiert worden. Eine andere Flugzeugformation hat einen feindlichen, von zwei Torpedobooten geschützten Geleitzug im östlichen Mittelmeer festgestellt und einem lebhaftem Bombardement unterzogen. Bei beiden Aktionen sind alle unsere Flugzeuge zurückgekehrt. — Feindliche Luftangriffe von geringer Wirkung sind in Nordafrika auf Bomba und Derna durchgeführt worden, wo ein Toter und fünf Verwundete zu beklagen sind. Bei anderen Angriffen in Ostafrika auf Mogadiscio wurden fünf Askari und fünf Eingeborene verwundet sowie zwei Flugzeugschuppen getroffen, in denen vier Kraftwagen untergestellt waren. In Massaua und auf der Insel Harmil (Massaua) wurden weder Schäden noch Verluste verursacht.

Rom, 24. 8. 40. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: In Nordafrika ist der Flugplatz von Sidi Barrani in der Nacht zum 23. heftigen und lang andauernden Luftbombardierungen unterzogen worden, ebenso feindliche Verteidigungsstellungen in der Zone von Marsa Matruk und die Flottenbasis von Alexandria. Ueberau wurden beträchtliche Wirkungen erzielt und ausgedehnte Brände beobachtet. Alle unsere Flugzeuge sind zu den

Stützpunkten zurückgekehrt. — Im ^::o^7y-'i-

Golf von Bomba hat eine feindliche Formation von Torpedoflugzeugen eines unserer U-Boote, das aus der ;^

Reede ausfuhr, mit einem Torpedo getroffen. Der größte Teil der Besatzung wurde gerettet. Das U-Boot wird wieder gehoben werden können. Ein feindliches Flugzeug ist abgeschossen worden. — In Ostafrika haben unsere Luftformationen eine wirksame nächtliche Bombardierung des Flugplatzes von Khartum durchgeführt, wobei beträchtliche Zerstörungen an Flugzeugschuppen und ein großer Brand verursacht wurden. Alle unsere Flugzeuge sind zurückgekehrt. — Der Feind hat Luftangriffe auf Massaua, Berbera und Debel ausgeführt, ohne Opfer noch Schaden zu verursachen.

Rom, 25.. 8. 40. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: Eines unserer Luftgeschwader hat die Luftbasis von Alfar auf Malta bombardiert. Zehn englische Jagdflug-

Fliegermarschall Italo Balbo.

Archiv Flugsport

zeuge, die bereits aufgestiegen waren, haben die Aktion zu verhindern versucht, sind aber sofort von unseren begleitenden Jagdfliegern angegriffen worden. Es kam zu einem heftigen Luftkampf, in dessen Verlauf vier englische und eines unserer Jagdflugzeuge abgeschossen wurden. — In Nordafrika sind zwei englische Zerstörer, die mit einer nächtlichen Beschießung gegen Porto Bardia begonnen hatten, von unseren sofort eingreifenden Bombenflugzeugen angegriffen und in die Flucht geschlagen worden. Weitere Luftangriffe sind von unseren Formationen gegen motorisierte feindliche Abteilungen zwischen Sidi Barrani und der Cyrenaika-Grenze durchgeführt worden. Drei Panzerwagen wurden hierbei zerstört. Alle unsere Flugzeuge sind zurückgekehrt. — Ein feindlicher Luftangriff auf Tobruk hat fünf Tote gefordert und sehr geringe Schäden verursacht. Nachträglichen Erhebungen zufolge sind während der feindlichen Aktion auf Tobruk, die im Wehrmachtbericht vom 20. 8. gemeldet wurden, von der Marineflak zwei feindliche Flugzeuge abgeschossen worden. — In Ostafrika haben unsere Luftgeschwader die Flugplätze von Garissa und Wajir (Kenia) und feindliche Stellungen in Daga River Post (unterer Sudan) bombardiert. — Feindliche Luftangriffe haben in der vergangenen Nacht gegen Piemont und die Lombardei stattgefunden. Die feindlichen Flugzeuge, die wie immer von der Schweiz her kamen, sind von unseren Jagdflugzeugen in die Flucht geschlagen worden, nachdem sie drei Bomben in der Nähe von Anione (Borgosesia) und drei Bomben in der Nähe von Alessandria hatten fallen lassen, wobei eine Bauernhütte in Brand geriet. In Mariano Comense hat es zwei Tote unter der Bevölkerung gegeben, an Wohnhäusern wurde leichter Schaden verursacht. Zusammen mit den Bomben wurden die üblichen Flugblätter abgeworfen.

Rom, 26. 8. 40. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: Der Flottenstützpunkt von Alexandria ist erneut in aufeinanderfolgenden Wellen von unseren Flugzeugformationen bombardiert worden. — Ein englischer Bomber, der bei Lampe-dusa wassern mußte, ist gesunken. Die aus einem Offizier und zwei Unteroffizieren bestehende Besatzung ist gerettet und gefangengenommen worden. — Eines unserer im Atlantik operierenden Unterseeboote hat ein großes feindliches Erdölschiff torpediert und schwer beschädigt. — In Ostafrika haben feindliche Luftangriffe auf Mogadiscio vier Verwundete zur Folge gehabt. In Galath wurden acht Kolonialsoldaten getötet und rund vierzig verletzt. In Chombolchia wurden ein Kind getötet und fünfzehn Askari verletzt. Die Materialschäden sind unbedeutend.

Rom, 27, 8, 40* (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: In Nordafrika sind von unserer Luftwaffe Kraftwagen bei Bir Sceferzen und Barackenlager bei Sidi Barrani bombardiert worden. — Ein feindlicher, von Kriegsschiffen gesicherter Geleitzug wurde von unseren Formationen im östlichen Mittelmeer bombardiert. — In Ostafrika scheiterte ein feindlicher Einflugsversuch über Asmara an der prompten Reaktion unserer Luftwaffe. Die feindlichen Flugzeuge haben ihre Bomben auf freiem Feld abgeworfen, ohne Schaden anzurichten. Unsere Jäger haben ein Flugzeug abgeschossen. — Wiederum über die Schweiz hinweg ist der Gegner erneut in verschiedene Provinzen Norditaliens eingeflogen. Durch das scharfe Eingreifen unserer Luftabwehr und unserer Luftwaffe hat der Gegner nur einige Bomben bei Turin abwerfen können, wobei ein Pavillon von Fiat und das Sanatorium von St. Luigi getroffen wurden. In der Provinz von Pavia wurden auf freiem Felde zwei Sennhütten getroffen, wobei ein Bauer getötet, ein anderer schwer verletzt wurde. — Ein feindliches Flugzeug, das vom Feuer der 27. Batterie der Luftabwehr getroffen wurde, ist in der Gegend von Valera, einer Gemeinde des Kreises Arese, brennend abgestürzt. Die aus fünf Mann bestehende Besatzung ist tot.

Rom, 28. 8, 40. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: Das Erdölzentrum von Haifa ist gestern am hellichten Tage von unseren Luftformationen bombardiert worden. Der Bahnhof und die neue Raffinerie wurden getroffen, wobei überall große Brände entstanden. Alle unsere Flugzeuge sind zurückgekehrt. — In Nordafrika hat der Feind einen heftigen Luftangriff auf Derna unternommen. Ein kleiner Dampfer mit einer Holzladung wurde getroffen. Im übrigen wurde nur leichter Schaden verursacht; zwei Tote und fünf Verwundete werden gemeldet. — In Ostafrika haben feindliche Einflüge auf Harrar, wo das Militärlazarett für Eingeborene getroffen wurde, und auf Dessie stattgefunden, wo die Militärsanitätsstation getroffen wurde. Insgesamt beläuft sich die Zahl der Opfer auf acht Tote und etwa zwanzig Verwundete. Ein feindliches Flugzeug wurde abgeschossen. In Massaua ist eine Strafanstalt getroffen und leicht beschädigt

worden. Von den Häftlingen wurden neun getötet. — Feindliche Flugzeuge, die wiederum über die Schweizer Grenze kamen, haben Piemont und die Lombardei überflogen. Infolge der wirksamen Abwehr durch Jäger und Flak haben sich die feindlichen Flugzeuge darauf beschränkt, einige Brandbomben bei Nicholino, Provinz Turin, abzuwerfen, wo ein Bauernhaus in Brand geriet.

Rom, 29. 8. 40. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: Unsere Luftformationen haben die Flottenbasis von Alexandrien (Aegypten) bombardiert und trotz widrigen Wetters lange Zeit den Suezkanal zwischen Port Said und Ismailia überflogen. Dabei warfen sie Bomben am Nordausgang des Kanals und auf die Eisenbahnfähre von Alkantara. Mit letzterer überquert die Eisenbahn, die Aegypten mit Palästina verbindet, den Kanal. — Fliegerverbände haben die Eisenbahnstation von Khashem-el-Ghirba (Sudan) und die Flugplätze von Wajir und Garissa (Kenia) bombardiert.

Rom, 30. 8. 40. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: Der Flottenstützpunkt von Micabba (Malta) ist von unseren Luftverbänden planmäßig und treffsicher bombardiert worden. Die feindlichen Jagdflugzeuge, die sich bereits in der Luft befanden, haben den Kampf mit unseren Jagdflugzeugen nicht annehmen wollen und versuchten, sich ihrer Aktion zu entziehen. Unseren Jagdflugzeugen gelang es jedoch, drei feindliche Flugzeuge unter Maschinengewehrfeuer zu nehmen und zu beschädigen. — In Nordafrika sind die Militärdepots und Militärlager sowie der Güterbahnhof von Marsa Matruk von unseren Luftverbänden in aufeinanderfolgenden Wellen wiederholt und heftig mit Bomben belegt worden. Einige hundert Bomben wurden auf die Ziele abgeworfen, wobei kontrollierte Volltreffer festgestellt wurden. — In Ostafrika sind von unseren Flugzeugen bei Arbo el Bahi und in der Nähe von Garissa (Kenia) Truppenzusammenziehungen und Kraftwagenkolonnen bombardiert worden. Ferner wurde der Flughafen von Buna mit Bomben belegt, wobei ein Flugzeug am Boden zerstört und zwei andere beschädigt wurden. — Die Flugzeuge, die an den obigen Operationen teilgenommen haben, sind alle, obwohl teilweise getroffen, zu ihren Stützpunkten zurückgekehrt. Von ihren Besatzungen ist niemand verletzt. — Der Feind hat Mogadiscio dreimal bombardiert, wobei es zwei Tote und sechs Verwundete gab. Der Sachschaden ist unbedeutend.

Rom, 31. 8. 40, (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: Unsere Flugzeuge haben motorisierte feindliche Abteilungen in der Zone von Dar el Hambra jenseits der Cyrenaikagrenze bombardiert. — Im Roten Meer wurde ein feindlicher Kreuzer von einer unserer Flugzeugformationen bombardiert und getroffen. Der Feind hat einen Luftangriff auf den Flugplatz von Agordat durchgeführt. Unter den Eingeborenen gab es acht Tote und neun Verwundete. Der Sachschaden ist gering.

Rom, 1.9. 40. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: Im östlichen Mittelmeer ist ein feindlicher Geleitzug von einer unserer Luftformationen bombardiert worden. Ein Dampfer ist getroffen und schwer beschädigt worden. — Der Feind hat Luftangriffe auf verschiedene Ortschaften der Cyrenaika ausgeführt, bei denen es insgesamt sieben Tote und acht Verwundete gab, sowie auf Ostafrika., wo drei Tote und fünf Verwundete unter den Italienern und Eingeborenen zu beklagen sind. Die Materialschäden sind nicht bedeutend. — Bei einem feindlichen Luftangriff auf den Flugplatz von Cagliari (Sardinien) wurden ein Flügel des Kommandogebäudes und zwei am Boden befindliche Flugzeuge getroffen und beschädigt. Es gab keine Toten oder Verwundeten.

Rom, 2. 9. 40. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: Feindliche Flugzeuge haben in der vergangenen Nacht Sardinien überflogen, wobei sie planlos Bomben auf freies Feld abwarfen. Drei feindliche Flugzeuge sind von der Luftabwehr abgeschossen worden. Es hat weder Opfer noch Materialschaden gegeben. — Andere Flugzeuge, die wiederum von der Schweiz her kamen, haben Teile von Piemont und der Lombardei überflogen und sind durch das sofortige Eingreifen der Abwehr in der Luft und am Boden empfangen worden. Nachdem es ihnen somit nicht möglich war, die wahrscheinlichen Ziele zu erreichen, warfen sie vier Bomben auf ein Dorf bei Varese und Leuchtraketen über verschiedenen Ortschaften ab, ohne Opfer zu fordern oder nennenswerten Schaden anzurichten. — Zwei unserer Aufklärungsflugzeuge sind nicht zu ihren Stützpunkten zurückgekehrt. — Im Laufe des im Heeresbericht vom Sonntag (1. 9.) gemeldeten Luftangriffes auf Tobruk ist ein Feldlazarett getroffen worden, wobei es einen Schwerverwundeten gab. Ein feindliches Flugzeug ist von der Marineflak abgeschossen worden. — In Ostafrika haben feindliche Flugzeuge Angriffe auf die

Insel Harmil (80 Meilen von Massaua entfernt) versucht. Ein feindliches Flugzeug ist abgeschossen und die aus drei Mann bestehende Besatzung gefangengenommen worden. Ein weiteres feindliches Flugzeug wurde in Assab im Verlauf eines Luftangriffes abgeschossen, der geringen Schaden verursacht und 8 Tote unter den Italienern und Eingeborenen zur Folge hatte. — Unsere Flugzeuge haben im Tiefflug ein feindliches Lager südlich von Marman jenseits Kassala erfolgreich unter Maschinengewehrfeuer genommen.

Rom, 3. 9. 40. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: Eine feindliche Flottenformation, die im mittleren Mittelmeer erkundet wurde, ist von unserer Luftwaffe gestellt und wiederholt angegriffen worden. Die heftige Flakabwehr und harten Kämpfe mit den feindlichen Jagdflugzeugen konnten den draufgängerischen Angriffsgeist unserer Bomberverbände und neuer Sturzkampfbomber („Picchia-telli") nicht daran hindern, offensichtliche Ergebnisse zu erzielen. Ein Flugzeugträger ist schwer am Bug getroffen worden, ein Schlachtschiff, ein Kreuzer und ein Zerstörer erhielten Volltreffer und wurden schwer beschädigt. Vier feindliche Flugzeuge wurden im Kampf abgeschossen. Die obigen Ergebnisse sind durch photographische Aufnahmen kontrolliert worden. — In der Zwischenzeit wurde der Flottenstützpunkt Malta heftig bombardiert. Drei unserer Flugzeuge sind nicht zurückgekehrt. — Eines unserer Lazarett-Wasserflugzeuge, das die vorgeschriebenen Abzeichen des Roten Kreuzes trug, ist angegriffen und beschossen worden, während es sich auf der Suche nach ins Meer abgestürzten Flugzeugen befand.— In Ostafrika sind feindliche Truppenlager und Lastwagen in Gadabi am Fluß Abdara (Sudan) bombardiert worden. Unsere Verluste bei der im gestrigen Wehrmachtsbericht gemeldeten Bombardierung von Assab belaufen sich nach weiteren Feststellungen auf vier tote Italiener und acht tote Eingeborene sowie etwa 20 Verwundete. — Feindliche Flugzeuge, die wie gewöhnlich aus der Schweiz kamen, haben einige Ortschaften Norditaliens überflogen. Durch das sofortige Eingreifen der Abwehr konnten sie nur auf Genua Bomben abwerfen, wo unter der Bevölkerung zwei Tote und fünfzehn Verwundete zu beklagen sind. Der Sachschaden ist unbedeutend. Drei Flugzeuge sind von der Flak brennend abgeschossen worden, bei zwei weiteren ist der Abschuß wahrscheinlich.

Rom, 4. 9. 40. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: Normale Aufklärungs-tätigkeit der vorgeschobenen Abteilungen an allen Fronten.

Rom, 5. 9. 40. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: Im Aegäischen Meer wurde ein aus zahlreichen Schiffen bestehender feindlicher Geleitzug in Begleitung von Seestreitkräften gesichtet und im Laufe des Dienstags verfolgt. — In der Absicht, diesen Geleitzug um jeden Preis sicherzustellen, haben feindliche Luft- und Seestreitkräfte in den frühen Morgenstunden des gestrigen Tages ejnen Angriff auf unsere Luft- und Flottenstützpunkte im Aegäischen Meer gemacht. Der Angriff wurde von zwei Flugzeugverbänden gegen die Flugplätze von Gadurra und Marizza durchgeführt, wo zwei italienische Flugzeuge am Boden getroffen worden sind, sowie von einem Flottenverbande, der Scarpanto beschoß und dabei leichten Schaden an Privathäusern sowie einige Verwundete unter der Bevölkerung zur Folge hatte. Die Intervention unserer Jagdflugzeuge und unserer Flakartillerie hat den Angriff in kurzer Zeit abgeschlagen. Sieben feindliche Flugzeuge wurden abgeschossen; die Besatzungen von drei Flugzeugen, insgesamt 8 Mann, wurden gefangengenommen. — Nach der so erfolgten Zurückweisung des Feindes gingen unsere Luftstreitkräfte zum Gegenangriff über. Von 7 h bis 17.30 h wurden in fünf Wellen Bombenaktionen gegen die feindlichen Verbände durchgeführt. Trotz des Eingreifens der feindlichen Jagdflieger und der feindlichen Flakbatterien wurden vier Schiffe schwer getroffen und beschädigt und fünf Jagdflugzeuge abgeschossen. Zwei italienische Flugzeuge sind nicht zurückgekehrt. Einige Verwundete an Bord der übrigen Flugzeuge. — In Nordafrika auf beiden Seiten lebhafte Flugtätigkeit. Die feindlichen Einflüge verursachten geringen Schaden. Ein Toter und elf Verwundete. Vier feindliche Flugzeuge wurden abgeschossen. Zwei davon von der Flak. Alle unsere Flugzeuge sind zurückgekehrt. — In Ostafrika ist bei einem feindlichen Luftangriff auf den Flugplatz Javello ein feindliches Flugzeug vom Hampden-Typ abgeschossen worden. Der Abschuß eines zweiten ist wahrscheinlich. Eine italienische Bomberformation hat auf einem englischen Dampfer im Roten Meer einen schweren Treffer erzielt.

© Segelflug

Inhaber des Segelflieger-Leistungsabzeichens

(veröffentlicht im „Flugsport" 1936, S. 103 Nr. 1-200, S. 681 Nr. 201—300, 1938, S. 398 Nr. 301—845, 1939, S. 315 Nr. 846—1132).

1133.

Karl Zechin, Offenburg i. Bad.

13.

7.

39

1192. August Hachtel, Wertheim a. M.

7.

6.

39

1134.

Alfredas Gysas, Kaunas, Litauen

10.

7.

39

1193. Huldreich Kemnitz, Berlin-Charl.

7.

6.

39

1135.

Alfred Walter, Darmstadt

23.

3.

39

1194. Otto Eulenburg, Bad Reinerz

27.

5.

39

1136.

Hellmut Sachse, Dresden

23.

3.

39

1195. Willi Dose, Alt-Ruppin

7.

6.

39

1137.

Wilhelm Hanisch, Münster i. W.

2.

5.

39

1196. Heinrich Overberg, Darmstadt

1.

6.

39

1138.

Anton Bartmann, München

2.

5.

39

1197. Rudolf Wurzbach, Chemnitz

7.

6.

39

1139.

Eugen Köhler, Nied.-Ellguth, O.-S.

5.

5.

39

1198. Werner Brandt, Darmstadt

7.

6.

39

1140.

Hans Wagner, Steinberg, O.-S.

2.

5.

39

1199. Erich Pawlack, Gießen

4.

6.

39

1141.

Hans Huterstein, Steinberg, O.-S.

2.

5.

39

1200. Günther Reinhold, Magdeburg

10.

6.

39

1142.

Helmut Hertie, Berkheim b. Eßl.

2.

5.

39

1201. Vanier, Dresden

13.

6.

39

1143.

Richard Norz, Eßlingen

2.

5.

39

1202. Walter Motz, Borkenberge

13.

6.

39

1144.

Kim Lindberg, Stuttgart

2.

5.

39

1203. V. Strazdas, Litauen

23.

6.

39

1145.

Karl Keß, Bad Kissingen

2.

5.

39

1204. Albert Wienke, Fürth i. B.

14.

6.

39

1146.

Heinrich Schirmeister, Neuruppin

2.

5.

39

1205. Alfred Storl, Großrückerswalde

14.

6.

39

1147.

Otto Felgner, Zierenberg b. Kassel

2.

5.

39

1206. Robert Westermann, Laucha

14.

6.

39

1148.

Harald Pritzel, Nürnberg

2.

5.

39

1207. Hans Burzlauer, Münster i. W.

19.

6.

39'

1149.

Alb. Ehret, Ammendorf b. Halle/S. 16.

6.

39

1208. Kurt Seeland, Eschwege

14.

6.

39

1150.

Fritz Bertsch, Eßlingen a. N.

2.

5.

39

1209. Walter Stengel, Karlsruhe

19.

6.

39

1151.

Heinrich Holzhäuser, Darmstadt

5.

5.

39

1210. Günther Ribbert, Essen

14.

6.

39

1152.

Karl Schlichting, Hesselberg

5.

5.

39

1211. Erich Sommerlatte, Blankensee-

     

1153.

Hans Sedlatzek, Gr.-Rückerswalde

5.

5.

39

Trebbin

14.

6.

39

1154.

Herbert Rathmann, Zierenberg

5.

5.

39

1212. Wilhelm Schmidt, Rhinow

26.

7.

39

1155.

Paul Espenlaub, Hornberg

5.

5.

39

1213. Alfred Hannss, Werneuchen

14.

6.

39

1156.

Georg Abel, Fürth i. B.

13.

5.

39

1214. Heinrich Schauer, Kulmbach

14.

6.

39

1157.

Walter Stüllein, Alzey

12.

5.

39

1215. Egon Rehmet, Hindenburg

19.

6.

39

1158.

Kurt Börner, Laucha

5.

5.

39

1216. Alfred Buchsteiner, Rhinow

14.

6.

39

1159.

Heinz Meinicke, Berlin

5.

5.

39

1217. Paul Weißert, Trebbin

14.

6.

39

1160.

Alfred Hensel, Laucha

5.

5.

39

1218. Christian Runge, Trebbin

14.

6.

39

1161.

Erich Glawe, Vietnitz, Neum.

5.

5.

39

1219. Wolfgang Blum, Gotha

14.

6.

39

1162.

Willi Pätzke, Rhinow

5.

5.

39

1220. Herbert Oberschachtsiek, Kassel

19.

6.

39

1163.

Gerh. Wendt, Werneuchen-Berlin

8.

6.

39

1221. Hans von Saalfeld, München

24.

6.

39

1164.

Heinrich Geitner, Giebelstadt

5.

7.

,39

1222. Otto Rietdorf, Berlin

14.

6.

39

1165.

Hanauer, Ouakenbrück

11.

5.

S9

1223. Georg Schmidt, Fischbach

19.

6.

39

1166.

Gottfried Doblinger, Regensburg

5.

5,

39

1224. Herbert Hartmann, München

19.

6.

39

1167.

Hermann Stach, Borkenberge

17.

5.

39

1225. Peter Lippmann, Frankfurt a. M.

3.

7.

39

1168.

Karl Heinz Rost, Chemnitz

11.

5.

39

1226. Willy Porschmann, Rositten

26.

6.

39

1169.

Hermann Lindenmaier, Darmstadt

12.

5.

39

1227. Karl Heinz Zander, Rositten

26.

6.

39

1170.

Horst Dümcke, Hagenow i. Meckl.

12.

5.

39

1228. Otto Speckmann, Berlin

22.

6.

39

1171.

Joachim Piatscheck, Berlin-Charl.

12.

5.

39

1229. Paul Kiesel, Darmstadt

24.

6.

39

1172.

Georg Mahler. Berlin-Grünau

25.

5.

39

1230. Alexander Beis, Hannover

15.

6.

39

1173.

Andre Tournon, Paris

11.

5.

39

1231. Hans Pohl, Aachen

15.

6.

39

1174.

Hans Volmer, Hannover

25.

5.

39

1232. Friedrich Wilhelm Winter,

     

1175.

Hans Clemens, Saalhoff

12.

5.

39

Darmstadt

15.

6.

39

1176.

Willi Rentrop, Borkenberge

15.

5.

39

1233. Hans Werner Ertel, Stettin

15.

6.

39

1177.

Andre Medicus, Paris

17.

5.

39

1234. Hermann Groth, Hannover

15.

6.

39

1178.

E. Olavi, Korhonen. Finnland

17.

5.

39

1235. Wilhelm Mohr, Braunschweig

15.

6.

39

1179.

Lennart Poppius, Finnland

17.

5.

39

1236. Otto Keller, München

15.

6.

39

1180.

Erich Westermann, Neuruppin

17.

5.

39

1237. Günther Sprenger, Alienstein

15.

6.

39

1181.

Anton Schützendorf, Stuttgart

24.

5.

39

1238. Werner Thierfelder, Darmstadt

15.

6.

39

1182.

Helmut Müller, Bremen

8.

6.

39

1239. Theodor Gödicke, Darmstadt

15.

6.

39

1183.

Helmut Pinther, Hagenow

7.

6.

39

1240. Raymond Scheelke, Darmstadt

15.

6.

39

1184.

Herbert Katz, Kirchheim-Teck

7.

6.

39

1241. Karl Katzner, Wenningstedt

26.

6.

39

1185.

Bernhard Seeger, Göttingen

7.

6.

39

1242. Thea Mayer, Hamburg

22.

6.

39

1186.

Werner Maier, Delmenhorst

7.

6.

39

1243. Gerhard Reinhard, Wolfenbüttel

28.

6.

39

1187.

Friedrich Kopp, Delmenhorst

7.

6.

39

1244. Adolf Reuter, Halberstadt

23.

6.

39

1188.

Martin Thier, Jüterbog-Damm

7.

6.

39

1245. Ewald Rogala, Marburg

23.

6.

39

1189.

Walter Söhne, Stuttgart

26.

5.

39

1246. Walter Pieper, Marburg

23.

6.

39

1190.

Otto Malchow, Bad Freienwalde/O. 8.

6.

39

1247. Kurt Palandt, Marburg

23.

6.

39

1191.

Ouadt, Blankensee

7.

6.

39

1248. Friedrich Schulz, Marburg

23.

6.

39

1249. Heinz Wolf, Berlin

21.

6.

39

1250. Erich Schräder, Riga, Lettland

21.

6.

39

1251. Manuel Qomez, Qarcia Manizales,

     

Columbien

26.

6.

39

1252. Furdeon H. Irani, Bombay, Indien

16.

6. 39

1253. Wilhelm Thiele, Berlin

16.

7.

39

1254. Hermann Bulle, München

21.

6. 39

1255. Fritz Rassmussen, Kopenhagen-

     

Varlöse

21.

6.

39

1256. Heinrich Becking, Göttingen

17.

6.

39

1257. Ulrich Hesse, Berlin-Charl.

17.

6.

39

1258. Gustav Thum, Köln

17.

6.

39

1259. Erich Pankratz, Suhl

17.

6.

39

1260. Wilhelm Werner, Berlin-Charl.

17.

6.

39

1261. Julius Schuck, Ludwigshafen

17.

6.

39

1262. Kurt Broichgans, Köln

17.

6.

39

1263. Bernhard Eichholz, Dessau

17.

6.

39

1264. Franz Horwath, Budapest

22.

6.

39

1265. Alexander Kemeny, Budapest

22.

6.

39

1266. Georg Ozsdolay, Budapest

22.

6.

39

1267. Stefan Szabo, Budapest

22.

6.

39

1268. M. Kovats, Budapest

22.

6.

39

1269. Josef Szöngi, Budapest

22.

6.

39

1270. Ernst von Dechant, Aachen

23.

6.

39

1271. Sigwart Wagner, Aachen

23.

6.

39

1272. Helmut Ruhbrauck, Aachen

23.

6.

39

1273. Gerhard Varres, Aachen

23.

6.

39

1274. Edwin Schäfer, Darmstadt

21.

6.

39

1275. Eugen Röckl, Berlin

23.

6.

39

1276. Hermann Zimmerhöcker, Hagen

23.

6.

39

1277. Lehmann, Unteroffz., Ludwigslust

27.

6.

39

1278. P/O. L. C. Withall, Cambridgeshire 22.

6.

39

1279. Frank Charles, Roose, Barrow-in-

   

Furness

22.

6.

39

1280. Krawczyk Jerzy, Polen

28.

6.

39

1281. Krzywicki, Jan, Polen

28.

6.

39

1282. Wojcik Zbigniew, Polen

28.

6.

39

1283. Wyszkowski Stanis., Polen

28.

6.

39

1284. Trubicyn Andrzej, Polen

28.

6.

39

1285. Bossy Wawrzyniec, Polen

28.

6.

39

1286. Flach Romnald, Polen

28.

6.

39

1287. Pipowarski Eugen., Polen

28.

6.

39

1288. Chylinski Marian, Polen

28.

6.

39

1289. Kasza Gerhard, Polen

28.

6.

39

1290. Kaczkiewicz Tadeusz, Polen

28.

6.

39

1291. Lewandowski Stanisl., Polen

28.

6.

39

1292. Gadysz Jan, Polen

28.

6.

39

1293. Kliks Witold, Polen

28.

6.

39

1294. Stachurski Stanisl., Polen

28.

6. 39

1295. Czechowski Tadeusz, Polen

28.

6.

39

1296. Strzgzewski Jacek, Polen

28.

6.

39

1297. Rayska Wanda, Polen

28.

6.

39

1298. Sawicki Tadeusz, Polen

28.

6.

39

1299. Maslaczyk Zbigniew, Polen

28.

6.

39

1300. Pisudska Jadwiga, Polen

28.

6.

39

1301. Kierniczny Bohdan, Polen

28.

6.

39

1302. Markiewicz Antoni, Polen

28.

6.

39

1303. Twardzik Rafal, Polen

28.

6.

39

1304. Gwiazdon Tadeusz, Polen

28.

6.

39

1305. Pieslak Bronisaw, Polen

28.

6.

39

1306. Wolfgang Scheel, Breslau

3.

7.

39

1307. August Engel, Frankfurt a. M.

3.

7.

39

1308. Paul Leisse, Frankfurt a. M.

3.

7.

39

1309. Wilhelm Birkenstock, Frankfurt a.M. 3.

7.

39

1310. Heinrich Thomas, Heppenheim a.d.B. 3.

7.

39

1311. Reinhard Mertz, Nieder-Ellguth

3.

7.

39

1312. Hilde Domeyer, Hannover

3.

7.

39

1313. Benno Schrief, Halten i. W.

3.

7.

39

1314. Fritz Kahlmeier, Münster i. W.

3.

7.

39

1315. Max Hübner, Gefr., Fürth i. B.

3.

7.

39

1316. Georg Michel, Fürth i. B.

3.

7.

39

1317. Lt. H. Werner Schröder, Fürth i. B. 3.

7.

39

1318.

Robert Schwede, Zierenberg

3.

7.

39

1319.

Engelbert Over, Uffz., Zierenberg

1.

7.

39

1320.

Eugen Zech, Duisburg

30.

6.

39

1321.

Richard Wagner, Fürth i. B.

19.

7.

39

1322.

Franz Püschel, Rannay, Post

     
 

Weberschau

3.

7.

39

1323.

Walter Strobel, Graz

4.

7,

39

1324.

Josef Beutler, Schwangau

3.

7.

39

1325.

Georg Egid Bauer, München

3.

7.

39

1326.

Wilhelm Schwenke, Leipzig

1.

7.

39

1327.

Charlotte Stenke, Hamburg

30.

6.

39

1328.

Leo Klas, Altenkirchen

5.

7.

39

1329.

Helmut Traser, Darmstadt-Arheilgen 5.

7.

39

1330.

Albert Bethmer, Wiesbaden

5.

7.

39

1331.

Franz Neumann, Mansfelden

3.

7.

39

1332.

Hans Goebel, Schwenningen

15.

8.

39

1333.

Alfred Lieb, Schwenningen

5.

7.

39

1334.

Lt. Werner Pistor, Ansbach

3.

7.

39

1335.

W. Steimann, Ansbach

3.

7.

39

1336.

Rudi Wendh, Wasserkuppe

3.

7.

39

1337.

Fritz Brand, Münster-Handorf

3.

7.

39

1338.

Wilhelm Frank, Herford

3.

7.

39

1339.

Hans Hollmeier, München-St.

3.

7.

39

1340.

Karl Oestreich, Schönhagen

     
 

b. Trebbin

3.

7.

39

1341.

Richardt Lugk, Trebbin, Kr. Teltow 3.

7,

39

1342.

Walter Kallegger, Schönwalde

25.

7.

39

1343.

Franz Böger, Barntrup

5.

7.

39

1344.

Fritz Horn, Düsseldorf-Lohausen

25.

7.

39

1345.

Ernst Kuhnle, Stuttgart

29.

6.

39

1346.

Margarete Schmidt, Dortmund

1.

7.

39

1347.

Eva Heymann, Darmstadt

30.

6.

39

1348.

Helmut Hönke, Böblingen

4.

7.

39

1349.

Frau Gretel Lampe, Worms

30.

6.

39

1350.

A. Ziß, Johannesburg, Südafrika

12.

7.

39

1351.

Karl Sauke, Berlin

12.

7.

39

1352.

Heinrich Rang, Marburg

12.

7.

39

1353.

Wilhelm Hilbring, Herne i. W.

12.

7.

39

1354.

Hermann Weichelt, Hummerich

     
 

bei Andernach

14.

7.

39

1355.

Erwin Stüber, Schwerte

12.

7.

39

1356.

Hans Günther Warnatz, Neuhausen

   
 

bei Cottbus

14.

7.

39

1357.

Herdin Quandt, Zoppot

14.

7.

39

1358.

Herbert Schikowski, Sensburg

14.

7.

39

1359.

Walter Steimann, Danzig-Langfuhr

12.

7.

39

1360.

Hermann Hopfengärtner, Wester-

     
 

land-Sylt

12.

7.

39

1361.

Alfons Urban, München-Gladbach :

LI.

7.

39

1362.

Ernst Lange, Wenningstedt, Sylt

11.

7.

39

1363.

Hermann Eckhardt, Dresden

12.

7.

39

1364.

Karl Lukas, Andernach

11.

7.

39

1365.

Harry Brenn, Andernach

14.

7.

39

1366.

Louis Koch, Neuwied a. Rh.

14.

7.

39

1367.

Hermann Hofstaetter, Hummerich

11.

7.

39

1368.

Richard Rapp, Stuttgart

11.

7.

39

1369.

Erwin Frey, Stuttgart

14.

7.

39

1370.

Paul Justen, Valdorf-West

11.

7.

39

1371.

Alfred Wallmersperger, Stuttgart

12. 12. 39

1372.

Ludwig Bader, Rottenburg

10.

7.

39

1373.

Max Frenzel, Leipzig

10.

7.

39

1374.

Karl Petersilie, Gera

14.

7.

39

1375.

Rudi Sensbach, Jena

13.

7.

39

1376.

Horst Knapke, Lauterbach

10.

7.

39

1377.

Werner Engelhardt, Dresden

10.

7.

39

1378.

Edmund Daser, Bremen

10.

7.

39

1379.

Thomas Deyerling, Berlin

10.

7.

39

1380.

Lotte Braun, Darmstadt

6.

7.

39

1381.

Hermann Himmelskamp, Darmstadt

: 6.

7.

39

1382.

Rolf Model, Berlin

6.

7.

39

1383.

Alfred Leppert, Darmstadt

6.

7.

39

12. Reichswettbewerb für Motorflugmodelle.

Am 24. und 25. August 1940 fand auf einem in der Nähe der Flugmodellbauschule Hoher Meißner gelegenen Fluggelände der 12, Reichswettbewerb für Motorflugmodelle statt. 257 Flugmodelle waren hierfür gemeldet und konnten in der voraufgehenden Bauprüfung ausnahmslos zugelassen werden. Dieses hervorragende Ergebnis erfuhr seine Bestätigung durch den Verlauf des Wettbewerbs selbst, der gegenüber dem Vorjahr eine deutliche Leistungssteigerung erkennen ließ. Diese Leistungen wollen um so höher bewertet sein, als das Hauptkontingent der Teilnehmer — wie schon beim Reichswettbewerb für Segelflugmodelle — von den jüngeren Jahrgängen gestellt wurde: in baulicher Hinsicht sowie in ihren Flugleistungen hielten die in den Modellfluggruppen des Deutschen Jungvolks gebauten Flugmodelle durchaus einen Vergleich mit den Flugmodellen der erfahrenen NSFK.-Männer und Hitlerjungen aus. Der Chef des Stabes, NSFK.-Obergruppenführer Sporleder, welcher den Wettbewerb im Namen des Korpsführers des NS.-Fliegerkorps, General der Flieger Fr. Christiansen, eröffnet hatte, konnte denn auch den Wettbewerb mit Worten höchster Anerkennung beschließen. Führende Männer der Partei, des Staa-

Leiter NSFK, ab.

12. Reichswettbewerb für Motorflugmodelle 1940. Von oben nach unten: 1. Der Chef des Stabes des NS. - Fliegerkorps, NSFK.-Obergrf.Sporleder, schreitet die angetretenen Fronten in Begleitung von Oberbannf. Voigtländer (RJF.), NSFK.-Oberf. Kehrberg und dem des Wettbewerbes, -Osturmbf.Bengsch, 2. Offiziere der Wehrmacht verfolgen aufmerksam den Start zum Motor-Schlepp. — 3. Vor zahlreichen Ehrengästen führt Flieger-Hitlerjunge Domaschke, NSFK.-Gr. 7 (Elbe-Saale), sein .„Huckepack" - Motorflugmodell vor, das während des Fluges ein auf dem Rumpf desMotorflugmodells montiertes Segelflugmodell automatisch ausklinkt. — 4. Der Wettbewerb ist erfolgreich beendet — die Fahrt in die Heimat beginnt.

NSFK (Riehme)

tes und der Wehrmacht hatten es sich nicht nehmen lassen, dem Wettbewerb beizuwohnen. Unter ihnen befand sich Oberbannführer Voigtländer von der Reichsjugendführung und Ministerialrat Arndt vom Reichsluftfahrtministerium. Ferner waren erschienen der Gauleiter des Gaues Kurhessen, Staatsrat Wein-rich, und Oberbannführer Schmidt, der Kriegsgebietsführer des Gebietes 14 Kurhessen der Hitlerjugend.

Mannschaftssieger und Gewinner der Goldenen Plakette des Korpsführers des NS.-Fliegerkorps wurde die Mannschaft der NSFK.-Gruppe 9 (Weser-Elbe), gefolgt von den Mannschaften der NSFK.-Gruppen .1 (Ostland) und 8 (Mitte), denen die Silberne und die Bronzene Plakette des Korpsführers zufielen.

Den Wanderpreis und die Goldene Plakette des Korpsführers für die beste Gesamtleistung eines Teilnehmers gewann der NSFK.-Sturmmann Horst Jarsen von der NSFK.-Gruppe 1 (Ostland). Mit Sonderpreisen des Reichsjugendführers für die beste Gesamtleistung eines Hitlerjungen und eines Pimpfen wrurden der Hitlerjunge Gustav Sämann und der Pimpf Hermann Auer ausgezeichnet; sie starteten innerhalb der Mannschaften der NSFK.-Gruppe 9 (Weser-Elbe) bzw. 14 (Bayern-Süd).

Literatur.

(Nachsteh. Bücher können, soweit im Inland erschienen, von uns bezogen werden.)

Technisches Universal-Wörterbuch, Rumänisch-Deutsch. Von Dr.-Ing. 0. Bocancea u. Dipl.-Ing. I. Zapolanski. 345 S. Verlag H. Welther, Sibiu-Hermann-stadt. Preis Halbl. RM 10.— Ganzl. RM 12.—.

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Die Untersuchungen von Skawran wurden durch finanzielle Unterstützung des Psychologischen Institutes der Universität Pretoria und freiwillige Mitarbeit seines Offizierstabes ermöglicht. Das Material entstammt zum großen Teil der unter Leitung von Generalmajor Haehnelt stehenden Kriegswissenschaftlichen Abteilung des Reichsluftfahrtministeriums, Berlin. Behandelt sind die Möglichkeit und Art der Erfassung der Persönlichkeit des Jagdfliegers, vorläufige Begriffsbestimmungen, Erblichkeit bei berühmten Jagdfliegern, körperliche Konstitution, geistige Eigenart, Alter, Rasse, Persönlichkeit und Vergleiche zwischen diesen, Aberglaube u. a. m. Verfasser hat in diesem Buch eine Menge Material (das Biographie-Verzeichnis umfaßt 443 Nummern) zusammengetragen.

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