Zeitschrift Flugsport

Heft Nr. 16 vom 31. Juli 1940

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Die Zeitschrift Flugsport war die illustrierte, flugtechnische Zeitschrift für das gesamte Flugwesen und wurde im Zeitraum von 1909 bis 1944 von Oskar Ursinus herausgegeben. Über einen Zeitraum von 36 Jahren hinweg wurde in dieser Zeitschrift sowohl über die zivile als auch über die militärische Luftfahrt berichtet. Jedes Heft widmete sich in besonderen Kapiteln u.a. den Themen Segelflug, Motorflug, Luftschiffahrt, Ballonfahren, Modellflug, Luftwaffe oder Luftsport. Ebenso wurden die Bereiche Flugzeuge, Flugzeugtechnik, Flughäfen, Landeplätze sowie Flugnavigation und Luftverkehr im Inland und Ausland behandelt. Alle Seiten aus den Jahrgängen von 1909 bis 1944 sind mit Fotos und Abbildungen als Volltext in der nachstehenden Form kostenlos verfügbar. Erscheint Ihnen jedoch diese Darstellungsform als unzureichend, insbesondere was die Fotos und Abbildungen betrifft, können Sie alle Jahrgänge als PDF Dokument mit Inhaltsverzeichnissen, Seitenzahlen, Fotos und technischen Zeichnungen für eine geringe Gebühr herunterladen. Um komfortabel nach Namen, Themen und Begriffen zu recherchieren, nutzen Sie bitte die verfügbaren PDF Dokumente. Nutzen Sie bitte die kostenfreie Leseproben von Heft 17/1933 sowie von Heft 8/1939, um die Qualität der angebotenen PDF Dokumente zu prüfen.



XXXII. Jahrgang / Nr. 16

Mittwoch, 31. JuSi 1940

USA. Cesina T-50 Kabinen Fünfsitjer

Hai. Delta R. C. 35, 700 PS Gamma R.C.35, 550 PS

USA. Allison V-1760-C 6 Motor 1000 PS

Amerik. Luft» fahrtforschung im Jahre 1939

Luftwaffe

Profil; Sammlung Nr. 22

Pat.-Sammlung Nr. 30

„Flugsport"-Erscheinungstage 1940 XXXII.Jahrgang

Datum

14. August 28. August 11. September 25. September

9. Oktober 23. Oktober

6. November 20. November

4. Dezember 18. Dezember

Preis 80 Pf.

Illustrierte flugtechnische Zeitschrift und Anzeiger für das gesamte Flugwesen

Brief-Adr.: Redaktion und Verlag „Flugsport", Frankfurt a. M., Hindenburg-Platz 8 Bezugspreis für In- und Ausland pro K Jahr bei 14täglichem Erscheinen RM 4.50

Telef.: 34384 — Telegr.-Adresse: Ursinus — Postscheck-Konto Frankfurt (Main) 7701

Zu beziehen durch alle Buchhandlungen, Postanstalten und Verlag Der Nachdruck unserer Artikel ist. soweit nicht mit „Nachdruck verboten" versehen, nur mit genauer Quellenangabe gestattet.

Nr. 16 31. Juli 1940 XXXII. Jahrgang

Die nächste Nummer des „Flugsport" erscheint am 14. August 1940

Reichsmarschall Hermann Göring.

Unsere Luftwaffe hat durch die Ernennung Hermann Görings durch den Führer zum Reichsmarschall ihre höchste Anerkennung gefunden. Aus der Führerrede in der denkwürdigen Sitzung des Reichstages am 19. Juli 1940 wörtlich folgendes:

„Meine Herren Abgeordneten! Ich habe mich entschlossen, als Führer und Oberster Befehlshaber der deutschen Wehrmacht die Ehrung der verdientesten Generale vor jenem Forum vorzunehmen, das in Wahrheit die Vertretung des ganzen deutschen Volkes ist. Ich muß nun an die Spitze jenen Mann stellen, bei dem es mir schwer fällt, den genügenden Dank für die Verdienste zu finden, die seinen Namen mit der Bewegung, dem Staat und vor allem der deutschen Luftwaffe verbinden. Seit der Gründungszeit der SA. ist Parteigenosse Göring mit der Entwicklung und dem Aufstieg der Bewegung verbunden. Seit der Uebernahme der Macht haben seine Arbeitskraft und Verantwortungsfreudigkeit für das deutsche Volk und das Deutsche Reich auf zahlreichen Gebieten Leistungen vollbracht, die aus der Geschichte unseres Volkes und Reiches nicht weggedacht werden können. Seit dem Wiederaufbau der deutschen Wehrmacht wurde er zum Schöpfer der deutschen Luftwaffe. Es ist nur wenig Sterblichen gegeben, im Zuge eines Lebens ein militärisches Instrument aus dem Nichts zu schaffen und zur stärksten Waffe ihrer Art in der Welt zu entwickeln. Er hat ihr vor allem seinen Geist gegeben. Generalfeldmarschall Göring hat schon als Schöpfer der deutschen Luftwaffe, als einzelner Mann den höchsten Beitrag für den Neuaufbau der deutschen Wehrmacht geleistet. Er hat als Führer der deutschen Luftwaffe im bisherigen Verlauf des Krieges mit die Voraussetzung zum Sieg geschaffen. Seine Verdienste sind einmalige! Ich ernenne ihn daher zum Reichsmarschall des Großdeutschen Reiches und verleihe ihm das Großkreuz des Eisernen Kreuzes."

Die Worte des Führers über die deutsche Luftwaffe werden in ehernen Lettern in die deutsche Fluggeschichte eingehen.

Diese Nummer enthält Profilsamnilung; Nr. 22 und Patentsammlung Nr. 30, Bd. VIII.

USA. Timm-Zweisitzer PT-160-K.

Die Timm-Aircraft-Corporation, Los Angeles, hat im Vorjahr ein Militär-Schulflugzeug, Tiefdecker, herausgebracht.

Flügel freitragend, zweiholmig, Sperrholzbeplankung, Flügelprofil an der Wurzel NACA 23 015, an den Spitzen NACA 23 012. Bauweise aus zwei Hälften.

Bauweise Holzkonstruktion mit Auflagen aus kreuzweise verleimten, mit Formaldehyd behandelten, Furnieren.

Rumpf, Sitze hintereinander, Spruce Längsholm mit Formringen, Schotten, Sperrholz beplankt.

Höhen- und Seitenleitwerk Ausführung wie Flügel, Ruder Leichtmetallgerippe stoffbespannt.

Fahrwerk freitragende Federbeine, fest. Hydraulische Bremsen.

Räder mit Stromlinienverkleidung.

Spannweite 10,5 m, Länge 7,9 m, Höhe 2,1 m, Leergewicht 640 kg, Fluggewicht 920 kg.

Zum Einbau gelangen Sternmotoren zwischen 125 bis 220 PS.

Geschätzte Leistungen mit 160PS, Höchstgeschwindigkeit 220 km/h, Landegeschwindigkeit 78 km/h. Steigzeit 290 m/Min., auf 3000 m in 14,4 Min. Gipfelhöhe 5300 m, Reichweite 800 km.

USA. Timm-Zweisitzer PT-160-K. Zeichnung Flugsport

USA. Timm-Zweisitzer PT-160-K. Werkbild

USA Cessna T-50, Kabinen-Fünfsitzer.

Modell T-50 der Cessna Aircraft Corp. ist ein zweimotoriger Kabinentiefdecker in Gemischtbauweise.

Flügel Profil NACA 23012, Holzbauweise. Zwei verleimte Spruceholme durch die Kabine gehend. Vorderer Holm hinter dem Führersitz, hinterer Holm unter dem hinteren Sitz. Innerhalb des Flügels doppelte Kreuzverspannung. Flügelnase und Flügelenden

Mahagoni-Sperrholz bedeckt. Betriebsstoffbehälter im Flügel werden durch kleine Hilfsholme und Sperrholzkasten gehalten. Landeklappen werden mit Hilfe von Gelenkketten, elektrisch betätigt, ausgefahren. Querruder statisch und dynamisch ausgeglichen in Kugellager gelagert. Klappen und Querruder Holzkonstruktion, stoffbespannt.

Rumpf Stahlrohr geschweißt, mit aufgelegten Formleisten stoffbespannt. Rumpfnase bis zum Führersitz Aluminblech verkleidet. Rumpf mit Flügelmittelstück fest verbunden. Kabine Führersitz verstellbar. Doppelsteuerung. Fenster vor dem Führersitz von innen zu öffnen. Einsteigtüre links.

Höhen- und Seitenflosse Holzkonstruktion mit Sperrholz bedeckt. Ruder stoffbespannt.

USA. Cessna T-50 Kabinen-Fünfsitzer.

Bild Aero Digest

Kampfflugzeug Dornier Do 215. Werkbild

Fahrwerk, Spurweite 3,7 m, elektrisch hochziehbar. Im hochgezogenen Zustand steht das Rad noch vor, um Notlandungen ausführen zu können. Schwanzrad ebenfalls hochziehbar.

Zwei Jacobs L - 4 MB 225-PS-Motoren, Startleistung 245 PS. Hamilton-Standard-Propeller. Zwei Betriebsstoffbehälter von je 270 1.

Spannweite 12,3 m, Länge 9,8 m, Höhe 3 m, Fläche 26,2 m2. Leergewicht 1580 kg, Fluggewicht 2260 kg. Geschwindigkeit mit 75*% Motorleistung 300 km/h, Landegeschwindigkeit mit Klappen 89 km/h. Steigfähigkeit 460 m/Min. Gipfelhöhe mit 2 Motoren 6600 m, mit 1 Motor 1900 m. Reichweite max. 1600 km.

Potez 63-Ih

Potez 63 - II Aufklärer. Zwei Gnom-Rhone 14M, 680 PS. Gegenüber den früheren Typen mit Sichtnase und kleinem Kabinenaufbau für Führer und MG.-Schützen. Geschwindigkeit 450 km/h. Zwei fest eingebaute MGs. Nach den großen Leistungen der Messerschmitt - Zerstörer versuchte man diesen Typ durch Verkleinerung der Fläche umzubauen, was jedoch wieder aufgegeben wurde.

Typenbeschr. des Potez 63 s. „Flugsport" 1936, S. 570.

Ital. Delta R. C. 35, 700 PS, und Gamma R. C. 35, 550 PS.

Delta R. C. 35 und Gamma R. C. 35, gebaut

von Isotta-Fraschini, 12 Zyl. 60° V-Form hängend, luftgekühlt. Sodiumsalz gefüllte Ventile. Zylinderköpfe mit besonders großer Kühlfläche. Zündkerzen besonders dem Luftstrom ausgesetzt.

Ueber den Zylindern liegende durchgehende Nockenwelle.

Oben: Ital. Flugmotor Delta R. C. 35, 700 PS.

Unten: Gamma R. C. 35, 550 PS.

Werkbilder

Betätigung der Ventile durch zwischen Nockenwelle und Ventil liegendem Zwischenhebel.

Schmierung durch Oelpumpe mit zwei Druckstufen, Kolben, Uebersetzungsgetriebe und Steuerung. Niedere Druckstufe für Lader, Nockenwelle u. a. Vier Vergaser. Lader Garelli.

Motor Vierpunktaufhängung.

Delta R. C. 35: Gesamtzylinderinhalt 28,68 1, Maximalleistung 750 PS bei 2600 U. Startleistung 730 PS bei 2400 U. Nennleistung 700 PS in 4000 m. Stirnfläche 59 dem2. Gewicht 515 kg.

Gamma R. C. 35: Gesamtzylinderinhalt 19,2 1, Maximalleistung 580 PS bei 2730 U, Startleistung 550 PS bei 2600 U. Nennleistung 550 PS in 4000 m. Stirnfläche 40 dem2. Gewicht 420 kg.

USA Allison V-1760»C6»Motor 1000 PS.

Die Allison Engineering Co., jetzt Tochterges. der General Motors Corporation, brachte schon vor längerer Zeit, wie wir 1937 Seite 231 berichteten, die erste Serie ihres 1000-PS-Motors unter der Bezeichnung V-1710, welche vom USA Army Air Corps versucht wurde, heraus.

Der Motor ist inzwischen verbessert worden und hat jetzt die Bezeichnung V-1760-C6. Weiter hat man versucht, durch zwei nebeneinander gelegte V-Motoren, welche auf eine Schraubenwelle arbeiten, ein noch größeres Aggregat, 2600 PS, zu schaffen. Vergleiche „Flugsport" 1939, Seite 417.

Allison V-1760-C6, Flüssigkeit heiß gekühlt, ist ein Zwölf-Zylinder 60° V mit Getriebe und Lader. Zylinder 139,7 mm Bohrung und 152,4 mm Hub. Gesamtvolumen 28,02 1, Kompressionsverhältnis 6 : 1. Je sechs Zylinder in einem Block aus Leichtmetall mit Stahllaufbüchsen.

12-Zylinder-

Motor

Allison

V-1710-C6.

Unten:

V-1760-C6

Werkbildsr

Geschmiedete Leichtmetallkolben, drei Kolben- und ein Abstreifring. Kurbelwelle mit aufgeschweißten Ausgleichsgewichten, Dämpfer, Bronzegleitlager.

Zwei Einlaß- und zwei Auslaßventile. Ventilstellitsitze in die Zylinderköpfe eingeschrumpft. Betätigung durch über den Zylindern liegende Nockenwelle. Nockenwellenantrieb durch Kegelräder vom oberen Teil des Kurbelgehäuses.

An der Hinterseite Stromberg-Vergaser mit automatischer Gemischregelung. Lader Schleuderverdichter für Gemischansaugung. Laderantrieb durch lange, federnde, vibrationdämpfende Welle.

Zwei Scintilla-Magnete mit durch Nockenwelle angetriebenem Verteiler. Schraubenwelle-Untersetzung Umlaufgetriebe 2 : 1.

Länge 2,399 m, Höhe 1,293 m, Breite 0,735 m. Gewicht trocken 280,6 kg. Nennleistung 1000 PS bei 2600 U. Betriebsstoff 87 Oktan.

KONSTRUKTION INZEbHEITEN

     

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Kugelgelenk System „Eckelt".

Qelenktriebe zur Kraftübertragung durch Drehbewegung nach allen Richtungen bis zu einem Winkel von 30° werden im Flugzeugbau in besonders leichter Ausführung verwendet. Kugelgelenke System,,Eckelt" bestehen, wie nebenst. Abb., obere Reihe, zeigt, aus drei Teilen: a) Kegel (Chrommolybdänstahl), b) Mitnehmer (legierter Silberstahl), c) Gehäuseteil. Die Schutzhülse d ist nicht unbedingt nötig, verdeckt edoch die beiden gefährlichen Reißzähne, welche bei der Bearbeitung im Gehäuse entstehen. Ferner wird ein Raum für das Zusammenhalten von Oel oder Stauferfett geschaffen. Die Kraft übertragenden Teile sind stark und gedrungen, so daß ein Verwinden und Ver-

Kugelgelenk „Eckelt". Zusammensetzung und Einbau.

Werkzeichnung

ecken kaum vorkommen kann. Die drei Teile a—c sind gehärtet, Anschlußmuff d ist für das Bohren von Stiftlöchern weich.

Das Kugelgelenk läßt sich nach Abstreifen der Hülse, wie die weiteren unteren 8 Abb. zeigen, ohne Werkzeuge zusammenstecken und wieder auseinandernehmen. Für staubsicheren Einbau kommt eine besondere Schutzkapsel, wie sie die untere Abb. n rechts zeigt, zur Verwendung.

Um eine gleichmäßige Drehung und gleichmäßige Kraft bei der Verwendung von Kugelgelenken zu erreichen, müssen zwei Gelenke in ganz bestimmten Stellungen und gleichen Bewegungswinkeln angeordnet werden. Die Beugungswinkel der Kugelgelenke müssen gleich sein und die Drehachsen in einer Ebene liegen. (S. Abb. o u. p.) Ausführungen gewichtsleicht D-16, 18, 22, 26 und 32 mm.

Amerikanische Luftfahrtforschung im Jahre 1939.

(Fortsetzung von Nr. 14/1940, S. 205.) Bericht der Ausschüsse für Werkstoffe und Festigkeit.

Metallische Werkstoffe. Von größter Wichtigkeit für den Metallflugzeugbau ist die Korrosionsforschung der vorzugsweise zur Anwendung kommenden Leichtmetalle. R. 663 enthält reichhaltiges Material über Korrosionsversuche mit Leichtmetallen, die sich über einen Zeitraum von etwa 5 Jahren erstreckten. Untersucht wurden sowohl Aluminium- als auch Magnesiumlegierungen verschiedener Zusammensetzung und Oberflächenbehandlung. Die Probestücke wurden im Freien an Orten mit See- und Festlandklima der Witterung ausgesetzt.

Dauerbeanspruchungen von Werkstoffen führen häufig zu Ermüdungsbrüchen. Zur Beurteilung des Werkstoffzustandes nach voraufgegangenen Dauerbeanspruchungen dienen vornehmlich Schlagbiegeversuche, wenn nicht Röntgen- oder Mikrountersu-chungen herangezogen werden. In R. 659 werden Ergebnisse derartiger Versuche mitgeteilt, und zwar für die amerikanische Legierung 25 S, die in Amerika viel für Propellerblätter Verwendung findet. Eine Ausdehnung dieser Versuche auf genormten SAE-Stahl X 4130 (Zusammensetzung: 0,3% C, 1% Cr., 0,2% Mo) wurde durchgeführt. Als bemerkenswertestes Ergebnis dieser Versuche ergab sich, daß nach Entfernung einer dünnen Oberflächenschicht, die in erster Linie durch die Dauerbeanspruchung in Mitleidenschaft gezogen worden war, die Probestücke wieder die gleiche Schlagbiegefestigkeit aufwiesen wie bei Beginn der Versuche. In welchem Umfange Metalle nach einer stattgefundenen Dauerbeanspruchung durch längeres ruhiges Lagern wieder höhere Festigkeit annehmen, wäre zu untersuchen. Bei dem Stahl X 4130 führte diese Art der Beanspruchung schließlich dazu, daß die Beanspruchungen über einen längeren Zeitraum fortgesetzt werden konnten, ohne daß wieder Unterbrechungen erforderlich gewresen wären.

Bekannt ist die Abnahme der Schlagbiegefestigkeit von Metallen bei Temperaturen unter Null. Für den Stahl X 4130 ergaben sich im Bereich von — 32° C bis 25° C keine wesentlichen Unterschiede. Erst bei —<78°C war eine Abnahme von 50 bis 75% festzustellen. Zur Verbesserung der Eigenschaften bei tiefen Temperaturen wurden eine Reihe von Warmbehandlungsverfahren untersucht, ohne daß diese indessen zu dem gewünschten Erfolg geführt hätten. Das Schlagbiegeverhalten bei Raumtemperatur ist kein Kriterium für das Verhalten bei tiefen Temperaturen. Die Versuche werden fortgesetzt.

In R. 670 werden Ergebnisse von Versuchen mit Chromnickelstählen mitgeteilt unter besonderer Berücksichtigung des plastischen Verhaltens. Ein ähnlicher Bericht über Versuche mit rostfreien Stählen und einigen Nichteisenmetallen ist in Vorbereitung. Die Beziehungen zwischen Spannung, Dehnung und bleibender Dehnung werden behandelt, besonders interessiert die Beeinflussung der Dauerfestigkeit durch voraufgegangene plastische Dehnung. Die Gleichung der Spannungs-Dehnungskurve wurde berechnet. Die nächste Phase dieser Untersuchung wird die Ermittlung der Elastizitätseigenschaften bei tiefen Temperaturen sein.

Als Ergänzung der bisher zur Anwendung gekommenen galvanischen Oberflächenverfahren für Magnesium wurden einige neue Schutzanstriche entwickelt, die aber noch Hydrofluorsäure enthalten, gegen die aus verschiedenen Gründen Beanstandungen vorgebracht wurden.

Um die oft erheblichen Unterschiede in der Zugfestigkeit nahtloser Chrom-Molybdän-Stahlrohre zu klären, wurden Versuche ausgeführt. Als Hauptursache können die verschiedenen Herstellungsverfahren und Warmbehandlungsprozesse angesehen werden; ein Ausgleich durch Nachglühen ist möglich.

Nichtmetallische Werkstoffe, Kunststoffe.

Die Hauptanstrengungen auf diesem Sektor im abgelaufenen Jahr wurden auf die Entwicklung von Kunststoffen verwendet, außerdem wurden Versuche mit thermischen und elektrischen Isolierstoffen, synthetischer Fiber und einem Glas zur Verwendung in Bespannungen und Fallschirmen ausgeführt. Weitere Versuche befaßten sich mit der Entwicklung von Seidenersatz, Stoßdämpferflüssigkeit, Oberflächenspachtel u. a. 18 verschiedene Kunststoffe wurden auf ihre Eignung zur Verbindung mit Holzfasern untersucht. Drei Kunststofftypen — Phenolformaldehyd und Vinylazetat — wurden als besonders geeignet befunden. Für die Herstellung großer Teile wurde ein geeignetes Verfahren entwickelt. Die für Luftschrauben, Schwimmer, Holme und andere Teile verwendeten Kunststoffe enthalten als hauptsächliche Füllstoffe Holz, Flachs, Jute und Hanf.

Als besondere Abart wurden die transparenten Kunststoffe entwickelt, von denen einige genannt werden sollen: Zellulose-Azetropropionat, Zellulose-Azetobutyrat, Vinylchlorid-Azetat und Polystyren. Die Lösungen: Methyl-Methacrylat und Zellulose-Azetat wurden weiter verbessert. Ein

besonderes Alterungsverfahren macht diese Kunststoffe witterungsbeständig.

Festigkeit. In R. 649 wird die sogenannte „Packmethode" beschrieben. Eine Anzahl dünner Bleche wird zusammengepackt und als Ganzes Zug- und Druckversuchen unterworfen, ohne daß die Ergebnisse durch vorzeitiges Ausknicken beeinträchtigt werden. Auf diese Weise konnten Spannungen bis zu 142 kg/mm2 bei 32 0,5 mm dicken Blättern aus rostfreiem Stahl erreicht werden. Mit Profilen des gleichen Materials wurden Knick- und Stauchversuche ausgeführt.

Zugversuche mit Legierungen, die 22,6 bis 70°/o Beryllium enthielten, ergaben folgende Ergebnisse: Festigkeit an der Streckgrenze (0,2) von 11 kg/mm2 bis 14 kg/mm2, Bruchfestigkeit von 16 kg/mm2 bis 20,5 kg/mm2 bei 2 bis 9°/o Dehnung.

Druckversuche mit kreisförmigen Platten von 130 mm & bei verschiedenen Dik-ken hatten den Zweck, die Theorie des Ausbeulens einer Platte „mittlerer Dicke" von Way und Nadai nachzuprüfen. Bei kleinen Drücken war die Uebereinstimmung gut, nicht dagegen bei hohen, wo Abweichungen von 4 bis 12% auftraten. Hochwertige Chrom-Molybdänrohre wurden Zug-, Druck-, Biegungs- und Torsionsbeanspruchungen unterworfen. Die Ergebnisse reichen aus, um auf Grund des Durchmesser-Dickenverhältnisses eine sichere Dimensionierung vornehmen zu können.

Ueber Versuche an Flügelholmen bei verschiedener Belastung sind eine Reihe von Berichten in Arbeit; Werkstoff 24 ST, I-Profil. Andere Versuche befaßten sich mit der Untersuchung von Blechfeldern, die durch Stringer versteift waren. N. 721 bringt Ergebnisse von Stahlrohrversuchen. Ueber Festigkeit von einfachen Senknietverbindungen ist ein Bericht in Vorbereitung.

In N. 687 wird ein Rechenverfahren zur Bestimmung der Beanspruchungen eines Holmes mit verschiedenen Gurten und Stegen erläutert. Der moderne Metallflügelbau geht von der Annahme aus, daß durch die Rippen eine Unterteilung der Außenhaut in einzelne kleine Felder vorgenommen wird, wodurch die Biegekräfte des Flügels in Schub- und Druckkräfte der einzelnen Felder übergeleitet werden. Dies hat eine ausreichende Steifigkeit der Rippen zur Voraussetzung. Das Problem wird noch weiter behandelt, und vor allem soll die Theorie noch ausgebaut werden. Schubverformung der Bleche ist als das wichtigste Problem im Schalenbau anzusehen; in N. 704 wurde eine vereinfachte numerische Methode veröffentlicht. Verwickelter wird dieses Problem, wenn Biegung und Torsion gleichzei-

tig auftreten. Eine grundlegende Lösung hat dieses Problem schon früher erfahren, die zusammen mit einer Reihe anderer Probleme in N. 691 zu finden ist. Zur Bestimmung der krit. Knicklast bei elastischer Instabilität wurde eine neue Methode entwickelt und in N. 717 veröffentlicht. N. 686 und N. 722 enthalten Diagramme zur Berechnung der kritischen Druckspannung. Eine Verallgemeinerung dieses Verfahrens ist in Vorbereitung.

Mit 9 verschiedenen Blechen, die durch Z-Profile versteift waren, wurden Druckversuche ausgeführt. Verbindung durch Flachkopfniete mit 13 bis 160 mm Teilung. Ein Teil der Versuchsstücke knickte durch Ausreißen der Niete bei einer Beanspruchung in den Profilen von 17 bis 27,5 kg/mm2, der Rest durch Instabilität der Z-Profile bei Beanspruchungen von 26,5 bis 39 kg/mm2.

Einen großen Umfang hatten die Untersuchungen über Böenbeanspruchungen. Keine der dabei gemessenen Beschleunigungen überschritt die Grenze früher ermittelter. Die Versuche über die Natur der Böen bis zu Höhen von 5,2 km wurden abgeschlossen. Eine Beziehung zwischen Böenintensität und Böengradient scheint nicht zu bestehen, dagegen bestand in hohem Maße eine Wechselwirkung zwischen Windgradient und einem Index der Böenintensität, der auf Grund einer einfachen Rechnung abgeleitet wurde. Bei thermisch bedingten Böen bestand eine Abhängigkeit der Intensität von der thermischen Energie der Konvek-tion. Es wurden sowohl Flugversuche wie auch Versuche im Böenwindkanal ausgeführt. Die ersten Ergebnisse des Böenkanals enthält N. 706. Versuche mit einem Doppeldeckermodell (N. 731) ergaben Abweichungen der gerechneten und gemessenen Beschleunigungen, in einem Falle bis zu 20%. Denkt man sich die Flügel für sich als voneinander unabhängige Eindecker, ist die Uebereinstimmung besser. Bei einem Modell in Entenbauart war die Beschleunigung 30% höher als bei normaler Anordnung. Um die Möglichkeit einer Herabsetzung der Böenbeschleunigung durch konstruktive Maßnahmen zu untersuchen, wurde ein Modell mit einem nichtsteifen Flügel versehen, so daß sich der Anstellwinkel bei Beanspruchung ändern konnte. Im Vergleich zu einem drehsteifen Flügel war die Beschleu-nigungsbeanspruchung bis zu 16% geringer.

Die Aenderung der Flügelbeanspruchung bei kombinierter horizontaler und vertikaler Beanspruchung ist Gegenstand einer rechnerischen Untersuchung. Berücksichtigt wurden dabei die Aenderungen von Schub und Moment längs der Spannweite, wie sie praktisch bei unsymmetrischen Landungen,

Querruderausschlag und unsymmetrischen Böen auftreten. Ein Bericht ist in Vorbereitung.

Eine kurze Untersuchung über die bei Großflugzeugen auf das Höhenleitwerk entfallenden Beanspruchungen, besonders beim Abfangen aus dem Trudeln, hat ergeben, daß die Beanspruchungen unter Umständen zum Bruch führen können. Die Ueberbean-spruchung wird hervorgerufen durch eine große Flächenbelastung und die daraus resultierende hohe Sinkgeschwindigkeit, durch steiles Trudeln und durch den Umstand, daß das Höhenleitwerk während des Abfangens im ca max-Bereich arbeitet. In gleich ungünstigem Maße werden auch die Flügel beansprucht. Umfangreiche Messungen befaßten sich mit den Beanspruchungen von Flugbootrümpfen, die in erster Linie von der Größe der Fluggeschwindigkeit bestimmt werden.

Schwingungen und Flattern. Die mit diesem Problem zusammenhängenden Fragen

erfordern erhöhte Aufmerksamkeit, besonders hinsichtlich schneller Großflugzeuge. Zunächst ist es notwendig, die kritische Geschwindigkeit zu bestimmen und geeignete Rechenverfahren zu entwickeln, die ohne viel Aufwand zum Erfolg führen. Einen besonderen Raum nehmen die Propellerschwingungen ein. In N. 697 werden exakte Lösungen für die Gleichung der Torsionsschwingungen von trapezförmig verjüngten Holmen gegeben. Die theoretischen Ergebnisse wurden anschließend durch den Versuch nachgeprüft. Die theoretischen Untersuchungen wurden auf die Bestimmung der Einflüsse von Querrudern, Trimmklappen und Servorudern ausgedehnt. Eine weitere Ergänzung erfährt das Flatterproblem durch die Berücksichtigung des unsteten Auftriebes von Flügeln endlichen Seitenverhältnisses; Ergebnisse in N. 682. In der gleichen Richtung liegen die Versuche zur Bestätigung der Theorie schwingender Tragflügel (R. 673). Nicolaus.

FLUG

TOSCHÄl

Inland

Beförderungen durch den Führer und Obersten Befehlshaber der Wehrmacht am 19. 7.40:

Zum Reichsmarschall des Großdeutschen Reiches unter Verleihung des Großkreuzes des Eisernen Kreuzes: Generalfeldmarschall Hermann Göring, Oberbefehlshaber der Luftwaffe.

Zum Generalfeldmarschall: Generaloberst Milch, General der Flieger Sperrle, General der Flieger Kesselring.

Zum Generaloberst: General der Flieger Stumpff, General der Flieger Grauert,

Ing. Hermann Pohlmann (in der Mitte) schuf bei den Junkers-Werken den weltberühmten Stuka Ju87, dessen Einsatz in stärkstem Maße zur planvollen Durchführung der vom OKW. eingeleiteten Operationen sowohl in Polen wie Norwegen, als auch in Belgien und Frankreich beigetragen hat. Bild jfm

General der Flieger Keller, General der Flakartillerie Weise, General der Flieger Udet.

Zum General der Flieger: Generalleutnant Geißler, Generalmajor Jeschonnek, Generalleutnant Loerzer, Generalleutnant Ritter v. Greim, Generalmajor Frhr. v. Richthofen.

Im Oberkommando der Wehrmacht: Generaloberst Keitel zum Generalfeldmarschall, Generalmajor Jodl zum General der Artillerie. Zum Generalmajor: Oberst Osterkamp.

Zum Oberst: die Oberstleutnante Ibel, Hintz, v. Hippel, Schuhmacher.

Verleihung des Ritterkreuzes zum Eisernen Kreuz durch den Führer und Obersten Befehlshaber der Wehrmacht auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Reichsmarschall Göring, an Generalleutnant Coeler für die hervorragende Führung seines Verbandes.

Deutschland—Spanien Kurier-Luftverkehr wurde am 16.7. mit Zwischenlandung in Lyon aufgenommen.

Wilhelm Geßner, Dir. d. Hansa Luftbild, 2. 8. 50. Geburtstag.

Ausland.

Ing. Gianni Caproni, Gr. Uff., Cavaliere del Lavoro, auf Grund seiner 30-jährigen Konstruktionstätigkeit im Flugzeugbau auf Vorschlag des Duce zum Grafen von Taliedo ernannt. Caproni führte am 27. 5.1910 den ersten Flug auf seinem „Caproni I" mit 25-PS-Motor aus. Während des Weltkrieges ist er durch seine viermotorigen Großbomber bekannt geworden. Hiernach folgten Typen, darunter ein Vieldecker für 100 Passagiere mit 750 m2 Fläche, ferner der Bomber „Caproni 6000 PS" mit 6 Motoren „Asso 1000 — Isotta-Fraschini", ferner auf dem Gebiete des Stratosphärenfluges der „Caproni 114 A. Q.", mit dem Renato Donati am 11.4.35 einen Welthöhenrekord von 14 433 m aufstellte. Die nächste Stratosphärenmaschine war der „Caproni 161", mit dem Mario Pezzi am 7. 5. 37 15 655 m Höhe erreichte. Im Abessinienfeldzug kamen die „Caproni 111" (Aufklärungsflugzeuge) und „Caproni 101" (leichte Bomber) sowie „Caproni 133" (schwere Bomber) zum Einsatz. So ist der Name „Caproni" in den Tagen unserer Zeit ein Begriff geworden.

Istanbul—Bagdad - Fluglinie eröffnet.

Amerik. Piloten, die in die kanadische Luftwaffe eingetreten sind, werden von London darauf aufmerksam gemacht, daß sie, um mit den amerikanischen Neutralitätsbestimmungen nicht zu kollidieren, sich zur Anwerbung auf englischen Boden begeben müssen.

Lycoming O - 1230, Boxermotor, je 6 Zylinder auf einer Seite; zum Einbau in Tragflächen geeignet. Höhe 940 mm, Gewicht 601 kg, Hubvolumen 20,2 1, Untersetzungsgetriebe und Schleuderlader. Leistung 1200 PS, flüssigkeitgekühlt.

Sikorsky Hubschrauber VS 300, 1 Hauptrotor, 3 Hilfsrotoren als zusätzliche Steuerorgane. Hauptrotor 8,5 m Durchm., 255 U/min, Kreisflächenbelastung 9,1 kg/m2, Fluggewicht 520 kg, Motorleistung 75 PS. Probeflüge erfolgreich verlaufen.

Bolivianischer Luftverkehr, ausschließlich mit bewährten deutschen Junkers-Flugzeugen durchgeführt, besteht jetzt 15 Jahre. Beginn der Luftverkehrstätigkeit 1925 anläßlich des Jahrhundert-Jubiläums der spanischen Krone. Alle in Bolivien lebenden Ausländer widmeten damals der Regierung wertvolle Geschenke. Die Gabe der deutschen Kolonie bestand in einem Junkers-Verkehrsflugzeug des Musters F 13. Dies hatte eine Wirkung, welche die kühnsten Erwartungen übertraf und schließlich am 6.8.1925 zur Gründung der „Lloyd Aereo Boliviano" ' (LAB.) führte. — Am 27. 7.1925 traf das Junkers-Flugzeug in Cochabamba im Bahntransport ein, am 31. 7. wurde erstmalig die Luftpost in 90 Min. von Cochabamba nach Sucre befördert. Am 16.8.25 nahm der Präsident der Republik, Don Bautista Saavedra, die Taufe des Junkers-Flugzeuges vor. Von da ab erfolgte der Verkehr innerhalb Boliviens in einem völlig neuen Zeitmaß. Die Strecke Cochabamba—Santa Cruz, für die das Maultier 15 Tage benötigte, wurde mit dem Flugzeug in 2 Std. zurückgelegt. — Bolivien besitzt die höchstgelegenen Flugplätze der Welt (über 4000 m hoch) und weite Gebiete, die noch zu den unberührtesten Teilen der Welt gehören. Die Ueberwindung der 6500 m hohen Gebirgskämme der Kordilleren erscheint heute freilich mit den dreimotorigen Ju 52-Flugzeugen nicht mehr allzu schwer, aber die LAB. hat diese Strecke bereits regelmäßig und zuverlässig beflogen, als nur einmotorige Junkers-Flugzeuge des Musters F13 mit verhältnismäßig schwachen Motoren zur Verfügung standen und es noch keine Blindfluggeräte gab.

Luftwaffe.

Berlin, 11. 7. 40 (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Die schon durch Sondermeldung bekanntgegebenen Erfolge der Luftwaffe gegen britische Geleitzüge haben nach abschließenden Feststellungen zur Vernichtung von einem Kreuzer von 7000 t und vier Handelsschiffen von insgesamt 21 000 BRT. geführt. Weiter wurden ein Kreuzer und sieben Handelsschiffe, darunter ein Tanker, so schwer beschädigt oder in Brand geworfen, daß mit ihrem Verlust gerechnet werden kann.

— Ferner erzielten unsere Kampfflieger am gestrigen Tage wirksame Erfolge gegen Flugplätze in Südostengland, gegen Hafenanlagen an der Süd- und Südwestküste und Werke der Rüstungsindustrie. Besonders in Munitionslagern bei Pembroke und in den Häfen von Plymouth und Swansea wurden heftige Explosionen und große Brände beobachtet. Auch die Tanklager vom Pembroke und Portland sind in Brand geraten. — Ein feindlicher Angriff auf den Flugplatz Amiens-Glissy durch sieben britische Bomber endete mit dem Abschuß aller sieben Flugzeuge, wie auch bereits durch Sondermeldung bekanntgegeben wurde.

— Ferner kam es anläßlich eines Angriffes auf einen Geleitzug im Kanal zu einem Luftkampf, bei dem zehn feindliche Jäger abgeschossen wurden. — In der Nacht zum 11. 7. unterblieben feindliche Einflüge in das Reichsgebiet. —■ Insgesamt wurden in den Luftkämpfen des gestrigen Tages 35 feindliche Flugzeuge und ein Sperrballon abgeschossen. Sieben eigene Flugzeuge werden vermißt.

Berlin, 12. 7. 40. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Kampf- und Sturzkampfverbände der Luftwaffe griffen am 11. 7. Flugplätze, Hafenanlagen und Rüstungswerke in Süd- und Mittelengland sowie Schiffsziele vor der Ost- und Südküste Englands an. — In den Häfen von Plymouth und Lowestoft wurden die Hafenanlagen durch Bomben getroffen, in Portsmouth und den Industrieanlagen bei Burton-upon-Trent starke Brände durch Bombentreffer hervorgerufen. — Im Kanal gelang es, einen Tanker von 15 000 BRT. sowie vier Handelsschiffe mit insgesamt 15 000 BRT. zu versenken, neun weitere Handelsschiffe durch Volltreffer schwer zu beschädigen. — Im Verlaufe dieser Angriffe schössen sowohl unsere Kampf- und Sturzkampfflugzeuge als auch Jäger und Zerstörer mehrere feindliche Jäger ab. — Die feindlichen Bombenabwürfe in Westdeutschland waren gering und verursachten keinen Schaden. Die Gesamtverluste des Feindes betrugen gestern 13 Flugzeuge, hiervon drei durch Flakartillerie. Sieben eigene Flugzeuge werden vermißt. — Die Erfolge der Kriegsmarine und der Luftwaffe im Handelskrieg haben eine für England fühlbare Höhe erreicht. Bis 8. 7. 40 wurden versenkt: a) durch Torpedotreffer und Minenerfolge unserer U-Boote 1 920 439 BRT., b) durch Ueberwasserstreitkräfte und andere Seekriegsmittel 1 362 461 BRT., c) durch Angriffe der Luftwaffe 1 046 313 BRT. Damit sind insgesamt seit Kriegsbeginn 4 329 213 BRT. feindlichen oder dem Feinde nutzbaren Handelsschiffsraumes vernichtet worden. — Zu dieser Zahl von versenkten Schiffen kommen noch über 300 zumeist durch die Luftwaffe beschädigte Schiffe hinzu, die zum Teil so schwer getroffen wurden, daß sie für die Weiterbenutzung ausfallen oder infolge der notwendigen Instandsetzung für Monate nicht verwendungsfähig sind.

Berlin, 13. 7. 40. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Kampfflugzeuge griffen wiederum Schiffsziele vor der englischen Ostküste und im Kanal, Flugplätze, Hafenanlagen und Werke der Rüstungsindustrie in England und Schottland an. Es gelang, ein Vorpostenboot und ein Handelsschiff von 2000 BRT. durch Bombentreffer zu ver-

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Bild Tobis-JFM

senken und fünf Handelsschiffe schwer zu beschädigen. Auf dem Flugplatz St. Merryn wurden acht britische Kampfflugzeuge am Boden zerstört, in Exeter Tankanlagen, in Portland, Newport und Dundee Hafen- und Kaianlagen, in Billing-ham und Newcastle Werke der Rüstungsindustrie wirksam mit Bomben belegt. — Britische Flugzeuge warfen auch in der Nacht zum 13. Juli in Norddeutschland Bomben. Dabei wurde mehrere Häuser zerstört und einige Zivilpersonen getötet. Die am 12. 7. gemeldeten Verluste des Feindes erhöhen sich um vier Flugzeuge, die in der Nacht durch Flakartillerie abgeschossen wurden, von 13 auf 17 Flugzeuge. Die gestrigen Gesamtverluste des Gegners betragen 13 Flugzeuge, davon wurden vier im Luftkampf bei Tage, eines durch Nachtjäger abgeschossen. Fünf eigene Flugzeuge werden vermißt.

Berlin, 14. 7. 40. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Im Zuge der bewaffneten Aufklärung im Kanal griffen deutsche Kampfverbände mehrere Geleitzüge an und beschädigten vier Handelsschiffe schwer durch Bombentreffer. Dabei kam es zu heißen Luftkämpfen, in deren Verlauf unsere Jäger gegen starke feindliche Uebermacht bei nur einem eigenen Verlust zehn britische Jagdflugzeuge abschössen. Beim Versuch, in Norddeutschland einzufliegen, wurden zwei weitere britische Kampfflugzeuge im Luftkampf abgeschossen. — In der Nacht zum 14. 7. warfen feindliche Flieger wieder in Nord- und Westdeutschland Bomben ab, die nur geringen Sachschaden anrichteten, ohne militärische Ziele zu treffen. Es gelang dabei, drei feindliche Flugzeuge durch Flakartillerie abzuschießen. — Die Gesamtverluste des Feindes betrugen gestern fünfzehn Flugzeuge. Drei eigene Flugzeuge werden vermißt.

Berlin, 15. 7. 40. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Kampffliegerverbände griffen im Zuge der bewaffneten Aufklärung über dem Kanal britische Geleitzüge an und versenkten drei Handelsschiffe mit insgesamt 17 000 BRT. Ein Zerstörer, ein Hilfskreuzer und vier weitere Handelsschiffe wurden durch Bombentreffer schwer beschädigt und zum Teil in Brand gesetzt. Es kam wiederholt zu Luftkämpfen zwischen deutschen und britischen Jagdverbänden, in deren Verlauf vier britische Jäger vom Muster Hurricane und zwei eigene Flugzeuge abgeschossen wurden. — Im Laufe der Nacht zum 15. 7. griffen unsere Kampfflugzeuge Hafenanlagen, Flugplätze und Werke der Rüstungsindustrie in Südengland an. Die Wirkung der Bombenangriffe war an allen Zielen durch Brände und starke Explosionen, vor allem in Faversham, weithin sichtbar. — Britische Flugzeuge warfen auch in der Nacht zum 15. 7. in Nord- und Westdeutschland wahllos Bomben ab. Der entstandene Sachschaden ist unbedeutend. Durch Flakartillerie wurden zwei britische Flugzeuge, durch Nachtjäger ein Flugzeug abgeschossen.

Berlin, 16. 7. 40. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Bei wiederholten Luftangriffen am 15. 7. auf britischen Schiffsverkehr im Kanal gelang es, drei Handelsschiffe von insgesamt 18 000 BRT. zu versenken und fünf weitere Handelsschiffe durch Bombentreffer zu beschädigen. Im Laufe des Tages griff die Luftwaffe ferner die britischen Flugplätze von Pembroke, St. Äthan, Plymouth und Bicester, die Hafenanlagen in Cardiff und Brighton sowie eine Flugzeugfabrik in Yeovil an. Die abgeworfenen Bomben riefen zahlreiche Brände und Explosionen hervor. — Britische Flugzeuge warfen wiederum in der vergangenen Nacht in Nord- und Westdeutschland an einigen Stellen Bomben ab, ohne Schaden anzurichten.

Berlin, 17. 7. 40. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Die Tätigkeit der Luftwaffe war infolge der schlechten Wetterlage nur gering. Deutsche Kampfflugzeuge griffen in Nord-Schottland die Hafenanlagen von Thurso an und setzten ein Handelsschiff durch Bomben in Brand. An der Südspitze von Scapa Flow wurde ein britisches Truppenlager erfolgreich mit Bomben belegt. — Feindliche Einflüge nach Deutschland fanden nicht statt.

Berlin, 18. 7. 40. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Deutsche Kampfflugzeuge griffen den Truppenübungsplatz Aldershot sowie Flugplätze, Industriewerke und Hafenanlagen in Süd- und Mittelengland an. Auf dem Flughafen Tunbridge-Wells, im Industriewerk Eastbourne und in den Hafenanlagen in Portland wurden besonders starke Brände beobachtet, ein großes Rüstungswerk in Greenock erhielt mehrere Volltreffer. — Bei Angriffen gegen Schiffe im Kanal gelang es, ein Handelsschiff in Brand zu werfen, ein weiteres Handelsschiff und ein Vorpostenboot durch Bomben so schwer zu beschädigen, daß die Besatzungen die Schiffe verlassen mußten. — In der Nacht in das Rhein-Ruhrgebiet einfliegende feindliche Flugzeuge wurden durch Flakabwehr vertrieben oder am gezielten Bombenabwurf gehindert. Einzelne planlos abgeworfene Bomben richteten weder Personen- noch Sachschaden an. — Ein feindliches Flugzeug vom Muster

Bristol-Blenheim wurde im Luftkampf nördlich Cherbourg abgeschossen. Ein eigenes Flugzeug ist über dem Kanal abgestürzt.

Berlin, 19. 7. 40. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Deutsche Kampfflugzeuge griffen wiederum Flugplätze, Hafenanlagen und Barackenlager in England sowie Schiffsziele vor den Küsten von Nordschottland und im Kanal mit großem Erfolge an. Vier Handelschiffe von insgesamt 12—14 000 BRT. wurden durch Bombentreffer versenkt, zwölf Handelsschiffe und zwei Vorpostenboote teilweise so schwer beschädigt, daß mit dem Totalverlust mehrerer Schiffseinheiten zu rechnen ist. — Wie nachträglich bekannt wird, gelang es am 17.7., ein feindliches U-Boot durch Bombentreffer zu versenken. — In Nordwest- und Westdeutschland verhinderte unsere Abwehr gezielte nächtliche Bombenabwürfe des Feindes, so daß nur geringer Personen- und Sachschaden entstand. Flakartillerie schoß hierbei drei feindliche Flugzeuge ab. — Die Gesamtverluste des Feindes betrugen gestern zwölf Flugzeuge und zwei Sperrballone. Von diesen wurden sieben Flugzeuge in Luftkämpfen, fünf durch Flakartillerie abgeschossen. Zwei eigene Flugzeuge werden vermißt.

Berlin, 20. 7. 40. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Kampfverbände der Luftwaffe griffen in Südengland und Schottland gelegene Kraftwerke, Lagerhäuser, Hafen- und Dockanlagen sowie Nachschublager, Flakstellungen und Flugplätze an. — Weitere Angriffe richteten sich gegen Kriegs- und Handelschiffsziele vor der Südküste Englands. Ein Handelschiff von 5000 BRT. wurde durch Volltreffer versenkt, drei weitere Handelsschiffe und ein Zerstörer durch Treffer zum Teil erheblich beschädigt. — Wie bereits bekanntgegeben, sind ohne eigene Verluste über dem Kanal fünfzehn britische Jagdflugzeuge, und zwar zwölf des Musters Defiant, zwei des Musters Spitfiie und eines vom Typ Hurricane durch unsere Messerschmitt-Jäger bei Luftkämpfen abgeschossen worden. Durch Abschuß von weiteren sechs britischen Spitfire-Jagdflugzeugen hat sich diese Zahl im Laufe des Tages auf einundzwanzig erhöht. — Ein britisches Flugzeug wurde durch die Flakartillerie der Kriegsmarine abgeschossen. — Feindliche Flugzeuge warfen in der Nacht zum 20. 7. wiederum Bomben über Nord- und Westdeutschland ab. Mehrere Zivilpersonen wurden dabei verletzt. Bei diesen Nachtangriffen sind fünf britische Bomber, und zwar drei durch Flakartillerie und zwei durch Nachtjäger, abgeschossen worden. — Die Gesamtverluste des Feindes betragen damit gestern 27 Flugzeuge. Drei eigene Flugzeuge werden vermißt.

Berlin, 21. 7. 40, (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Deutsche Kampfflugzeuge griffen am 20. 7. und in der Nacht zum 21. 7. Flugplätze, Hafen- und Tankanlagen in Süd- und Mittelengland sowie Industriewerke bei Newcastle an. Die Bombenwürfe riefen Brände und Explosionen hervor. — Bei Angriffen gegen Geleitzüge wurden ein feindlicher Kreuzer und zwei Zerstörer getroffen und schwer beschädigt. Hierbei schössen unsere Jäger in Luftkämpfen über dem

Welirmaclitsbefehlshaber der Niederlande, General der Flieger Fr. Christiansen, im Gespräch mit dem Reichskommissar für die besetzten holländischen Gebiete, Reichsminister Seyß-Inquart. Bild NSFK (Riehme)

Kanal acht feindliche Flugzeuge ab. Ein weiteres feindliches Flugzeug wurde bei Rotterdam abgeschossen. — Im Laufe der Nacht warfen britische Flugzeuge wieder Bomben- über Nord- und Westdeutschland sowie über Holland ab. Der angerichtete Schaden ist unerheblich. Mehrere Bomben fielen in eine kleinere norddeutsche Stadt, wodurch sieben Zivilpersonen getötet wurden. Bei diesen nächtlichen Angriffen gelang es, neun feindliche Flugzeuge abzuschießen, davon sieben durch Flakartillerie, zwei durch Nachtjäger. — Feindliche Flieger wurden bei einem Angriff gegen Wilhelmshaven durch starke Abwehr zum vorzeitigen Abdrehen gezwungen und vier von ihnen durch Flakartillerie der Kriegsmarine abgeschossen. — Die Gesamtverluste des Feindes betrugen gestern 22 Flugzeuge. Fünf eigene Flugzeuge werden vermißt.

Berlin, 22. 7. 40. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Deutsche Kampfflugzeuge griffen erneut Flugplätze, Hafen-, Tank- und Fabrikanlagen in England an. Explosionen und starke Brände sind beobachtet worden. — Bei Angriffen gegen einen Geleitzug im Kanal gelang es, einen Tanker und vier Handelsschiffe mit einem Gesamtfassungsvermögen von etwa 40 000 BRT. durch Bombentreffer zu versenken. — Feindliche Einflüge in der Nacht zum 22. 7. in Nord- und Westdeutschland sowie in die besetzten Gebiete richteten durch Bombenabwurf nur Sachschaden an. Ein Flugzeug ist durch Flakartillerie der Kriegsmarine, ein weiteres Flugzeug durch Nachtjäger abgeschossen worden. — Die Gesamtverluste des Feindes betrugen gestern acht Flugzeuge, darunter ein Sunderland-Flugboot durch Abschuß bei Drontheim. Vier eigene Flugzeuge kehrten nicht zurück, darunter ein Seenotflugzeug, das über der Nordsee durch die Engländer abgeschossen wurde.

Berlin, 23. 7. 40. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Die Luftwaffe klärte über England und Schottland auf und griff am 22. 7. und in der Nacht zum 23. 7. mit Kampfverbänden Hafenanlagen, Flugplätze, Flak- und Scheinwerferstellungen des Feindes an. Besonders die Häfen Pembroke mit seinen Erdöllagern, Chat-ham, Sherneß, Edinburgh und Aberdeen sowie Flugplätze in Gegend von Ports-mouth und am Bristol-Kanal wurden mit Bomben belegt. — Im Kanal und an der englischen Ostküste wurden drei Handelsschiffe durch Bombentreffer beschädigt. — Feindliche Flugzeuge setzten auch in der Nacht zum 23. 7. ihre Angriffe gegen nichtmilitärische Ziele in Nord- und Westdeutschland fort. Dabei sind in einem Dorf die Kirche und einige Häuser beschädigt worden. Ein feindliches Flugzeug wurde durch Flakartillerie abgeschossen, ein deutsches Flugzeug wird vermißt. — Wie nachträglich bekannt wird, sind bei dem in der Nacht zum 21. 7. stattgefundenen Angriff auf Wilhelmshaven zwei weitere feindliche Flugzeuge abgeschossen worden. Damit erhöht sich die Zahl der bei diesem Angriff durch Flakartillerie der Kriegsmarine abgeschossenen Flugzeuge auf sechs.

Berlin, 24.7.40. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Infolge ungünstiger Wetterlage war die Tätigkeit der Luftwaffe gering. In Südengland wurden einige Eisenbahnstrecken und Straßen sowie Nachschublager mit Bomben angegriffen. Im Zuge der bewaffneten Aufklärung im Kanal und an der englischen Südküste versenkten unsere Kampfflugzeuge durch Bombentreffer zwei Vorpostenboote und ein Minensuchboot und beschädigten ein weiteres Schiff. In der Nordsee gelang es einem unserer Kampfflieger, ein U-Boot zu versenken. — In der Nacht zum 24. 7. warfen britische Flugzeuge über Nord- und Westdeutschland an verschiedenen Stellen Bomben ab, ohne größere Wirkung zu erzielen. Unsere Nachtjäger schössen zwei, unsere Flakartillerie ein feindliches Flugzeug ab. Ein eigenes Flugzeug wird vermißt.

Berlin, 25. 7. 40. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Deutsche Kampfflugzeuge griffen trotz schlechter Wetterlage den britischen Schiffsverkehr im Kanal und an der Küste Ostenglands sowie Industrieanlagen in Südostengland und Schottland an. — Wie bereits bekanntgegeben, wurde dabei ein Geleitzug von fünf Handelsschiffen mit einem Gesamtinhalt von 17 000 BRT. vernichtet; außerdem erhielten drei weitere Handelsschiffe so schwere Bombentreffer, daß mit ihrem Verlust zu rechnen ist. Angegriffen wurden ferner unter anderem die Vickers-Flugzeug-werke bei Weybridge, wo auf dem Werksflugplatz vier feindliche Flugzeuge am Boden vernichtet wurden, Industrieanlagen bei Great Yarmouth und bei Glasgow. — Im Verlauf der Angriffe auf die britischen Geleitzüge kam es verschiedentlich zu heftigen Luftkämpfen zwischen unseren und britischen Jagdflugzeugen, in deren Verlauf sechs feindliche Flugzeuge abgeschossen wurden. — In der Nacht zum 25. 7. fanden wieder feindliche Einflüge in Norddeutschland statt. Schaden wurde durch Bombenangriffe nicht angerichtet. — Die Gesamtverluste des Geg-

ners betrugen gestern zehn Flugzeuge, davon wurden sechs im Luftkampf, vier am Boden vernichtet. Sechs eigene Flugzeuge werden vermißt.

Italien.

Rom, 11. 7. 40. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: Aus weiteren Feststellungen ergibt sich ohne jeden Zweifel, daß während der Operationen am 9. 7. im Räume der Balearen Einheiten unserer Luftwaffe das große englische Schlachtschiff „Hood" (42 100 BRT.) schwer beschädigt und in Brand gesetzt haben. — Der Flugzeugträger „Ark Royal" hat ebenfalls zwei Volltreffer schweren Kalibers auf der Brücke erhalten, wie sich das aus den photographischen Aufnahmen dokumentarisch ergibt. — Bei dem Seegefecht im Ionischen Meer hat ein weiteres englisches Schlachtschiff zwei Volltreffer mit Bomben schweren Kalibers erhalten. Weitere Nachforschungen sind im Gange, um über die vom Gegner bei diesem Luftangriff wie auch bei den vorhergehenden Angriffen südlich von Kreta erlittenen Schäden genauere Einzelheiten festzustellen. — Am gestrigen Morgen und am späten Nachmittag ist der Seeflottenstützpunkt von Malta von neuem heftig mit Bomben belegt worden. Im Arsenal wie auf den im Hafen liegenden Schiffen wurden Brände und Explosionen beobachtet. — Drei feindliche Jagdflugzeuge sind von unseren Bombern abgeschossen worden. Zwei italienische Flugzeuge sind nicht zurückgekehrt.

Rom, 12. 7. 40. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: Die See- und Luftschlacht vom 8. und 9. 7. ist noch nicht endgültig abgeschlossen. Unsere Seeaufklärung hat am gestrigen Morgen einen feindlichen Flottenverband, bestehend aus zwei Schlachtschiffen, einem Flugzeugträger und kleineren Einheiten, festgestellt, der auf der Höhe von Malta kreuzte und später fünf große Frachtdampfer mit Kurs nach Osten begleitete. — Auf Anforderung unserer Marineluftaufklärung sind unsere Bombenverbände sofort in rasch aufeinanderfolgenden Wellen gestartet. Während einiger Stunden ist der feindliche Verband verfolgt und der Aktion unserer Fluggeschwader ausgesetzt worden, die unter Mißachtung der außerordentlich heftigen Flakabwehr der feindlichen Schiffe bis auf wenige hundert Meter niedergingen, um das gewählte Ziel besser zu treffen. — Ein Frachtdampfer ist mit Sicherheit versenkt worden. Zwei Zerstörer wurden so schwer getroffen, daß einer von ihnen die Rettungsboote niederlassen mußte. Der Flugzeugträger wurde von einer Bombe schwersten Kalibers getroffen und blieb plötzlich bewegungslos liegen, wobei aus der Höhe deutlich Brände an Bord sichtbar wurden, während andere Schiffe ihm zu Hilfe eilten. Vier Jagdflugzeuge, die von dem feindlichen Flugzeugträger aufgestiegen waren, wurden von unseren Bombern in Flammen abgeschossen. Zwei unserer Flugzeuge sind nicht zurückgekehrt. — In der Schlacht vom 9. 7. haben die Geschütze unserer Kreuzer fünf feindliche Torpedowasserflugzeuge und drei Bomber abgeschossen, von denen eines noch die Bomben an Bord hatte und beim Aufschlag aufs Wasser explo-

Von der italienischen Luftwaffe. Links: Vorbereitung von Savoia - Marchetti S. M. 79 zu einem Bombenflug. Mitte: General Pricolo. Rechts: Rückkehr eines Nachtbombers Savoia-Marchetti S. M. 79. Archiv Flugsport

dierte. — In Nordafrika Tätigkeit der Luftwaffe und unserer leichten Kolonnen jenseits der Cyrenaika-Grenze. Tanks und Panzerwagen wurden zerstört und erbeutet sowie bei Sidi Barrani Baracken und Autos getroffen und in Brand gesetzt. Ferner wurden ein feindliches Flugzeug abgeschossen und einige Gefangene gemacht. — In Ostafrika sind in Englisch-Somaliland die Flugplätze von Berbera und Burac äußerst wirkungsvoll bombardiert worden, desgleichen in Kenia der Flugstützpunkt Wajir, wo zwei englische Jagdflugzeuge im Kampf abgeschossen wurden. Alle unsere Flugzeuge sind zu ihren Stützpunkten zurückgekehrt.

Rom, 13. 7. 40. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: Der feindliche Flottenverband, der von unseren Flugzeugen festgestellt und während des ganzen 11. 7. beständig in Kämpfe verwickelt worden war, hat sich in der Nacht in drei Gruppen aufgelöst, die alle mit östlichem Kurs, aber mit verschiedener Geschwindigkeit ihre Fahrt fortsetzten. — Nachdem auf Grund der aktiven Seeaufklärung die Führung in den ersten Stunden des gestrigen Tages wiederhergestellt worden war, sind die drei Gruppen hartnäckig verfolgt und von den gesamten Flugverbänden bombardiert worden, die von den Stützpunkten in Süditalien, in Libyen und im östlichen Mittelmeer gestartet waren. — Die bis jetzt festgestellten Ergebnisse dieser Aktionen ergeben, daß mindestens zwei Kreuzer und ein Schlachtschiff mit Sicherheit und wiederholt von Bomben schweren Kalibers getroffen worden sind. — Während einer Aufklärung über Malta haben die begleitenden Jagdflugzeuge vier feindliche Jäger zum Kampfe gestellt, von denen zwei in Flammen abgeschossen worden sind. — Alle unsere Flugzeuge sind zu ihren Stützpunkten zurückgekehrt. In Ostafrika wurden in Luftkämpfen insgesamt vier englische Flugzeuge abgeschossen. Der Feind hat Luftangriffe gegen Kisimaio, Giggiga und Massaua versucht, ohne irgendwelchen Schaden anzurichten. Ein Flugzeug ist von unseren Jagdflugzeugen, ein zweites von der Flak abgeschossen worden. Alle unsere Flugzeuge sind unversehrt zu ihren Stützpunkten zurückgekehrt. — Eines unserer Flugzeuge, das gestern als verloren angegeben wurde, ist zu seinem Ausgangspunkt zurückgekehrt.

Rom, 14. 7. 40. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: Der englische Flottenverband, der die beschwerliche Rückfahrt auf Alexandrien verlangsamen mußte, ist von unserer einsatzbereiten Luftwaffe während des ganzen 13. 7. noch einmal gefaßt und angegriffen worden. Kreuzer und Schlachtschiffe wurden hierbei zu wiederholten Malen von Bomben mittleren und schweren Kalibers getroffen, so daß zu den bereits früher verursachten Beschädigungen noch neue schwere Schäden hinzugekommen sind. — Während dieser Bombenangriffe sind vier feindliche Jagdflugzeuge, darunter drei zweimotorige, von unseren Bombern abgeschossen worden. Eines unserer Flugzeuge ist nicht zurückgekehrt. — Bei einem Angriff unserer Jagdflugzeuge auf die Stützpunkte von Malta kam es zu einem Kampf mit feindlichen Jägern. Zwei feindliche Flugzeuge sind abgeschossen worden. Alle unsere Flugzeuge sind zurückgekehrt. — Während der Nacht ist in aufeinanderfolgenden Wellen die Bombardierung der militärischen

Ital. Savoia-Marchetti S. M. 79 Bomber, Dreimotor. Archiv Flugsport

Stützpunkte der Insel wiederholt worden, wobei schwere Brände verursacht wurden. — In Nordafrika haben vom Feinde auf Flugstützpunkte der Cyrenaika ausgeführte nächtliche Einflüge weder Opfer gefordert, noch Schaden verursacht. In Italienisch-Ostafrika ist ein Einflug englischer Flugzeuge auf Italienisch-Mojala von der Flak abgewiesen worden, die ein feindliches Flugzeug abgeschossen hat.

Rom, 15. 7. 40. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: Nächtliche Luftangriffe des Feindes auf Tobruk haben weder Opfer noch Schaden verursacht. — In Ostafrika hat unsere Luftwaffe den See- und Luftflottenstützpunkt von Aden wirksam mit Bomben belegt. Bei einem Erkundungsflug im Luftraum von Buna sind feindliche Truppenzusammenziehungen mit Maschinengewehrfeuer bestrichen und zwei Flugzeuge am Boden zerstört worden. — Der Feind hat auf Assad vergebliche Luftangriffe unternommen. Ein Flugzeug ist abgeschossen worden.

Rom, 16.7.40. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: Eine Fliegerformation hat in Palästina den Stützpunkt von Haifa, ein wichtiges Oelzentrum, mit Bomben belegt. Verschiedene Depots der Raffinerien und andere Anlagen wurden getroffen und große Brände verursacht, die unsere Flieger, die alle an ihren Ausgangspunkt zurückkehrten, auf ihrem Rückflug noch auf 200 km Entfernung beobachten konnten. — Während eines erfolglosen Luftangriffes auf Tobruk ist ein englisches Flugzeug abgeschossen worden. Die Besatzung wurde gefangen genommen.

Rom, 17.7.40. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: Bei einem Luftkampf unserer Jagdflugzeuge über der Insel Malta sind zwei feindliche Flugzeuge abgeschossen worden. Eines unserer Flugzeuge ist nicht zurückgekehrt. — Der Hafen von Alexandria (Aegypten) ist von neuem und wirksam mit Bomben belegt worden. — In Nordafrika hat unsere Luftwaffe mit klar erkennbaren Ergebnissen die Flughäfen und Schuppen von Marsa Matruk und Sidi Barrani bombardiert. Alle unsere Flugzeuge sind zurückgekehrt. — Feindliche Flugzeuge haben auf den Hafen von Tobruk von neuem Nachtangriffe unternommen, ohne irgendeinen Schaden anzurichten. — Feindliche Luftangriffe auf Agordat, Asmara und Assab haben nur ganz leichten Schaden angerichtet. Ein feindliches Flugzeug wurde heruntergeholt.

Ital. Savoia-Marchetti S. M. 79 Bomber, Dreimotor. Einfaches Seitenleitwerk, Höhenleitwerk abgestrebt, MG.-Stände auf Ober- und Unterseite des Rumpfes.

Archiv Flugsport

Rom, 18.7.40. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: In Nordafrika ist das Gebiet von Marsa Matruk erneut wirksam mit Bomben belegt worden. Alle Flugzeuge sind zurückgekehrt. — In Ostafrika ist der Feind, der sich von Moyale zurückgezogen hat, in der Richtung von Buna von den Landstreitkräften und von der Luftwaffe verfolgt worden. — Unsere Flugzeuge haben den Flughafen von Wajir mit deutlich beobachteten Erfolgen bombardiert. — Der Feind hat den Flughafen von Agordat mit Bomben belegt, ohne Schaden anzurichten. Ein englisches Flugzeug ist von unseren Jägern abgeschossen worden.

Rom, 19.7.40. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: Eine Formation unserer Luftwaffe hat in einem 3200 km langen, durch die Witterungsverhältnisse erschwerten Flug die Flottenbasis Gibraltar erreicht und das Arsenal und die übrigen militärischen Ziele wirksam mit Bomben belegt. — Ein von unserer Luftwaffe überraschter Dampfer, der den Kanal von Sizilien zu passieren versuchte, ist von Bomben getroffen, schwer beschädigt und dann von der Besatzung seinem Schicksal überlassen worden. Alle unsere Flugzeuge sind zurückgekehrt. — Im östlichen Mittelmeer ist ein feindliches U-Boot versenkt worden.

Rom, 20.7.40. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht (auszugsw. gek.): Unsere Bomberverbände haben die feindlichen Streitkräfte, bestehend aus zwei gepanzerten Kreuzern von je 7000 t der Sydney-Klasse und vier Zerstörern, mit welchen unsere Kreuzer bei Kreta das Gefecht aufgenommen hatten, erreicht und sie wiederholt mit Bomben belegt, wobei die Kreuzer mehrmals getroffen worden sind. Ein feindliches Schiff geriet in Brand und ist gesunken. Unsere Flugzeuge sind alle zu ihren Stützpunkten zurückgekehrt.

Rom, 21.7.40. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: Unsere Flugzeuge haben eine wirkungsvolle nächtliche Bombardierung auf das Torpedolager von Malta aus niedriger Höhe durchgeführt, wobei ausgedehnte Brände hervorgerufen wurden. Alle unsere Flugzeuge sind unversehrt zu ihren Stützpunkten zurückgekehrt. — In Nordafrika wurde ein englisches Flugzeug abgeschossen und seine drei Mann starke Besatzung gefangengenommen. — In Ostafrika-haben unsere Flugzeuge wirkungsvolle Bombenangriffe auf den Flugzeugstützpunkt von Buna (Kenia) sowie auf den Luft- und Flottenstützpunkt von Berbera und feindliche Stellungen in der Zone von Kurauk (Anglo-ägyptischer Sudan) durchgeführt. Eines unserer Flugzeuge ist nicht zurückgekehrt.

Rom, 22.7.40. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: Aus sicheren Informationen ergibt sich, daß bei den See- und Luftkämpfen zwischen dem 8. und 13. 7. außer einem Flugzeugträger und dem Schlachtschiff „Hood" auch ein Schlachtschiff von der „Warspite"-Klasse (5200 t) schwere Schäden erlitten hat. — Ein feindliches Flugzeug, das bei den Rettungsoperationen eines unserer Flugzeuge, das wegen Motorschadens wassern mußte, den Versuch gemacht hatte, die Besatzung unter MG.-Feuer zu nehmen, ist von unseren Jagdfliegern brennend abgeschossen worden. Ein Offizier der Besatzung, der mit dem Fallschirm abgesprungen war, wurde gerettet und von einem unserer Wasserflugzeuge gefangengenommen. — In Nordafrika sind die feindlichen Stützpunkte Sidi

Ital. Breda 88 Zweimotor Piaggio P. XI R. C, 40, 1000 PS, Geschw. 520 km. Doppeltes Seitenleitwerk. (Vgl. Breda in Belgrad, „Flugsport" 1938, S. 312 und

älteren Typ 1937, S. 584.) Archiv Flugsport

Ital. Fiat B.R. 20 Zweimotor. Fiat A.80R.C.41. 1000 PS, Geschw. 420 km.

Archiv Flugsport

Barrani und Marsa Matruk stark und wirkungsvoll mit Bomben belegt worden. — In Ostafrika sind bei den Stützpunkten Buna und Wajir, wo ein englisches Jagdflugzeug abgeschossen worden ist, englische Flugzeuge und englische Truppen mit Bomben und Maschinengewehrfeuer angegriffen worden. Alle unsere Flugzeuge sind zurückgekehrt. — Feindliche Luftangriffe auf Asmara haben weder Opfer noch Schaden hervorgerufen.

Rom, 23.7.40. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: In Nordafrika sind im Gebiet, von Marsa Matruk und Sidi Barrani wirkungsvolle Angriffe mittels Bomben und anderer Sprengkörper an der ägyptischen Grenze durchgeführt worden. Alle unsere Flugzeuge sind zurückgekehrt. — In Ostafrika hat unsere Luftwaffe erneut mit Erfolg Wajir mit Bomben belegt. Der Feind hat wiederholt Diredaua bombardiert, ohne Schaden anzurichten. Ein Eingeborener wurde getötet.

Rom, 24.7.40. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: Einer unserer Flugzeugverbände hat die Brennstofflager der Flottenbasis von Malta mit Bomben belegt. Trotz der heftigen feindlichen Flakabwehr sind Volltreffer erzielt und zahlreiche Brände hervorgerufen worden. — In Nordafrika sind zwei feindliche Jagdflugzeuge vom Gloster-Typ ohne eigene Verluste im Luftkampf abgeschossen worden. — In der Nacht zum 24. 7. ist auf Grund einer von Gaeta kommenden Meldung in Rom Fliegeralarm gegeben worden. Die Flakbatterien von Rom haben daraufhin zweimal Sperrfeuer durchgeführt. Bomben wurden keine abgeworfen. Dagegen gab es durch Geschoßsplitter einige Verletzte.

Rom, 25.7.40. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: Unsere Flugverbände haben den Marinestützpunkt Alexandria und das Petroleumzentrum von Haifa wirkungsvoll bombardiert, wobei Volltreffer erzielt und Lager sowie Raffinerien in Brand gerieten. Alle unsere Flugzeuge sind zurückgekehrt. Ueber Malta ist ein englisches viermotoriges Flugzeug von unseren Jagdflugzeugen angegriffen, getroffen und schwer beschädigt worden. — In Nordafrika sind bei einem Angriffsversuch der feindlichen Luftwaffe auf Bardia durch das Eingreifen unserer Jagdflugzeuge drei englische Flugzeuge abgeschossen worden. Eines unserer Flugzeuge ist nicht zurückgekehrt. — In Ostafrika ist ein feindliches Flugzeug bei einem Angriffsversuch auf Massaua abgeschossen worden. Unsere Flugzeuge haben Züge und Lager auf dem Bahnhof von Ghedaref (Sudan) bombardiert.

Rom, 26.7.40. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: Eine unserer Bomberformationen hat nach langem Nachtflug den Flottenstützpunkt Gibraltar erreicht und wirkungsvoll bombardiert. Alle unsere Flugzeuge sind zu ihren Stützpunkten zurückgekehrt. — In Nordafrika haben unsere Jagdflugzeuge bei einem Luftangriff auf Derna, der einige Opfer forderte und geringfügigen Schaden anrichtete, ein feindliches Flugzeug vom Gloster-Typ abgeschossen. — Die durch die Bombardierung der Petroleumanlagen von Haifa angerichteten Schäden sind, wie der Feind selbst zugibt, beträchtlich. Der Brand konnte erst nach vielen Stunden eingedämmt werden.

Rom, 18.7.40. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: In Nordafrika ist das Gebiet von Marsa Matruk erneut wirksam mit Bomben belegt worden. Alle Flugzeuge sind zurückgekehrt. — In Ostafrika ist der Feind, der sich von Moyale zurückgezogen hat, in der Richtung von Buna von den Landstreitkräften und von der Luftwaffe verfolgt worden. — Unsere Flugzeuge haben den Flughafen von Wajir mit deutlich beobachteten Erfolgen bombardiert. — Der Feind hat den Flughafen von Agordat mit Bomben belegt, ohne Schaden anzurichten. Ein englisches Flugzeug ist von unseren Jägern abgeschossen worden.

Rom, 19.7.40. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: Eine Formation unserer Luftwaffe hat in einem 3200 km langen, durch die Witterungsverhältnisse erschwerten Flug die Flottenbasis Gibraltar erreicht und das Arsenal und die übrigen militärischen Ziele wirksam mit Bomben belegt. — Ein von unserer Luftwaffe überraschter Dampfer, der den Kanal von Sizilien zu passieren versuchte, ist von Bomben getroffen, schwer beschädigt und dann von der Besatzung seinem Schicksal überlassen worden. Alle unsere Flugzeuge sind zurückgekehrt. — Im östlichen Mittelmeer ist ein feindliches U-Boot versenkt worden.

Rom, 20.7.40. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht (auszugsw. gek.): Unsere Bomberverbände haben die feindlichen Streitkräfte, bestehend aus zwei gepanzerten Kreuzern von je 7000 t der Sydney-Klasse und vier Zerstörern, mit welchen unsere Kreuzer bei Kreta das Gefecht aufgenommen hatten, erreicht und sie wiederholt mit Bomben belegt, wobei die Kreuzer mehrmals getroffen worden sind. Ein feindliches Schiff geriet in Brand und ist gesunken. Unsere Flugzeuge sind alle zu ihren Stützpunkten zurückgekehrt.

Rom, 21.7.40. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: Unsere Flugzeuge haben eine wirkungsvolle nächtliche Bombardierung auf das Torpedolager von Malta aus niedriger Höhe durchgeführt, wobei ausgedehnte Brände hervorgerufen wurden. Alle unsere Flugzeuge sind unversehrt zu ihren Stützpunkten zurückgekehrt. — In Nordafrika wurde ein englisches Flugzeug abgeschossen und seine drei Mann starke Besatzung gefangengenommen. — In Ostafrika-haben unsere Flugzeuge wirkungsvolle Bombenangriffe auf den Flugzeugstützpunkt von Buna (Kenia) sowie auf den Luft- und Flottenstützpunkt von Berbera und feindliche Stellungen in der Zone von Kurauk (Anglo-ägyptischer Sudan) durchgeführt. Eines unserer Flugzeuge ist nicht zurückgekehrt.

Rom, 22.7.40. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: Aus sicheren Informationen ergibt sich, daß bei den See- und Luftkämpfen zwischen dem 8. und 13. 7. außer einem Flugzeugträger und dem Schlachtschiff „Hood" auch ein Schlachtschiff von der „Warspite"-Klasse (5200 t) schwere Schäden erlitten hat. — Ein feindliches Flugzeug, das bei den Rettungsoperationen eines unserer Flugzeuge, das wegen Motorschadens wassern mußte, den Versuch gemacht hatte, die Besatzung unter MG.-Feuer zu nehmen, ist von unseren Jagdfliegern brennend abgeschossen worden. Ein Offizier der Besatzung, der mit dem Fallschirm abgesprungen war, wurde gerettet und von einem unserer Wasserflugzeuge gefangengenommen. — In Nordafrika sind die feindlichen Stützpunkte Sidi

Ital. Breda 88 Zweimotor Piaggio P. XI R. C, 40, 1000 PS, Geschw. 520 km. Doppeltes Seitenleitwerk. (Vgl. Breda in Belgrad, „Flugsport" 1938, S. 312 und

älteren Typ 1937, S. 584.) Archiv Flugsport

Ital. Fiat B.R. 20 Zweimotor. Fiat A.80R.C.41. 1000 PS, Geschw. 420 km.

Archiv Flugsport

Barrani und Marsa Matruk stark und wirkungsvoll mit Bomben belegt worden. — In Ostafrika sind bei den Stützpunkten Buna und Wajir, wo ein englisches Jagdflugzeug abgeschossen worden ist, englische Flugzeuge und englische Truppen mit Bomben und Maschinengewehrfeuer angegriffen worden. Alle unsere Flugzeuge sind zurückgekehrt. — Feindliche Luftangriffe auf Asmara haben weder Opfer noch Schaden hervorgerufen.

Rom, 23.7.40. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: In Nordafrika sind im Gebiet, von Marsa Matruk und Sidi Barrani wirkungsvolle Angriffe mittels Bomben und anderer Sprengkörper an der ägyptischen Grenze durchgeführt worden. Alle unsere Flugzeuge sind zurückgekehrt. — In Ostafrika hat unsere Luftwaffe erneut mit Erfolg Wajir mit Bomben belegt. Der Feind hat wiederholt Diredaua bombardiert, ohne Schaden anzurichten. Ein Eingeborener wurde getötet.

Rom, 24.7.40. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: Einer unserer Flugzeugverbände hat die Brennstofflager der Flottenbasis von Malta mit Bomben belegt. Trotz der heftigen feindlichen Flakabwehr sind Volltreffer erzielt und zahlreiche Brände hervorgerufen worden. — In Nordafrika sind zwei feindliche Jagdflugzeuge vom Gloster-Typ ohne eigene Verluste im Luftkampf abgeschossen worden. — In der Nacht zum 24. 7. ist auf Grund einer von Gaeta kommenden Meldung in Rom Fliegeralarm gegeben worden. Die Flakbatterien von Rom haben daraufhin zweimal Sperrfeuer durchgeführt. Bomben wurden keine abgeworfen. Dagegen gab es durch Geschoßsplitter einige Verletzte.

Rom, 25.7.40. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: Unsere Flugverbände haben den Marinestützpunkt Alexandria und das Petroleumzentrum von Haifa wirkungsvoll bombardiert, wobei Volltreffer erzielt und Lager sowie Raffinerien in Brand gerieten. Alle unsere Flugzeuge sind zurückgekehrt. Ueber Malta ist ein englisches viermotoriges Flugzeug von unseren Jagdflugzeugen angegriffen, getroffen und schwer beschädigt worden. — In Nordafrika sind bei einem Angriffsversuch der feindlichen Luftwaffe auf Bardia durch das Eingreifen unserer Jagdflugzeuge drei englische Flugzeuge abgeschossen worden. Eines unserer Flugzeuge ist nicht zurückgekehrt. — In Ostafrika ist ein feindliches Flugzeug bei einem Angriffsversuch auf Massaua abgeschossen worden. Unsere Flugzeuge haben Züge und Lager auf dem Bahnhof von Ghedaref (Sudan) bombardiert.

Rom, 26.7.40. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: Eine unserer Bomberformationen hat nach langem Nachtflug den Flottenstützpunkt Gibraltar erreicht und wirkungsvoll bombardiert. Alle unsere Flugzeuge sind zu ihren Stützpunkten zurückgekehrt. — In Nordafrika haben unsere Jagdflugzeuge bei einem Luftangriff auf Derna, der einige Opfer forderte und geringfügigen Schaden anrichtete, ein feindliches Flugzeug vom Gloster-Typ abgeschossen. — Die durch die Bombardierung der Petroleumanlagen von Haifa angerichteten Schäden sind, wie der Feind selbst zugibt, beträchtlich. Der Brand konnte erst nach vielen Stunden eingedämmt werden.

© Segelflug

Kroll-Preis für Segelflug wurde in Gegenwart des Chefs d. Stabes d. NS.-Fliegerkorps, NSFK.-Obergrf. Sporleder, dem Schulführer der Segelflugschule Rhinow, NSFK.-Sturmbf. Vergens, übergeben. Sturmbf. Vergens verteidigte den wertvollen Preis, den er bereits in den beiden vergangenen Jahren gewonnen und nunmehr endgültig in seinen Besitz gebracht hat, mit einem Segelflug, der am 24. 5. 1939 von Rhinow über 522 km nach Tiefenried in Südbayern führte. Vergens überbot mit diesem Flug, der auf einer „Minimoa" durchgeführt wurde, die seit dem Jahre 1935 bestehende deutsche Bestleistung von 504 km. Der Kroll-Wanderpreis, der 1933 anläßlich der ersten in der Kroll-Oper stattfindenden Reichstagssitzung gestiftet und von Generalfeldmarschall Göring dem Träger des deutschen Segelflugsports zur Verfügung gestellt wurde, wird jeweils für den besten aus dem Windenschlepp gestarteten Streckensegelflug des Jahres verliehen. Die Stiftung hat zu einer stetigen Leistungssteigerung beigetragen, die aus der nachstehenden Zusammenstellung der bisherigen Zuteilungen deutlich wird: 1934/35 NSFK.-Obersturmführer Ernst Philipp: Flug von Königswusterhausen nach

Landsberg (Warthe), 120 km, am 20. Mai 1934. 1935/36 Hans v. Miakich: Flug von Trebbin nach Abbenrode (Nordharz), 185 km.

am 27. Mai 1935.

1936/37 NSFK.-Sturmbannführer Erich Vergens: Flug von Trebbin nach Wusterhausen (Ostsee), 215 km, am 14. April 1936.

1937/38 NSFK.-Obersturmführer Günther Haase: Flug von Werder (Havel) nach Thunow, Kr. Köslin, 287 km, am 24. Juli 1937.

1938/39 NSFK.-Sturmbannführer Erich Vergens: Flug von Rhinow nach Schweinberg (Schlesien), 338 km, am 14. Juli 1938.

1939/40 NSFK.-Sturmbannführer Erich Vergens: Flug von Rhinow nach Tiefenried (Südbayern), 522 km, am 24. Mai 1939.

Aero I. T. I. G-2, Ganzmetall-Segelflugzeug, erbaut von USA.-Studenten. Spannweite 14,6 m, Rüstgewicht 116 kg, Flügelfläche 15,8 m2. Klappen zur Wölbungsveränderung.

11. Reichswettbewerb für Segelflugmodelle. Mit einer Ansprache an die Wettbewerbsteilnehmer eröffnete der Chef des Stabes im NSFK., NSFK.-Ogrf. Sporleder den Reichswettbewerb für Segelflugmodelle auf der Wasserkuppe in der Rhön. — NSFK.-Ogrf. Sporleder bei seiner Ansprache. (Vgl. Bericht „Flugsport"

Nr. 15/1940, S. 231.) nsfk (Riehme)

lli81ISlll;ill:

Verleihung des Kroll-Wanderpreises für Segelflug. Bildmitte: Preisträger Stübaf. Vergens. Nach links: Chef d. Stabes d. NSFK. Ogrf. Sporleder, Oberf. Kunz, Stndtf. Gottbersen, Stuf. Röpke. Nach rechts: Pg. Leußing, Oberf. Kehrberg,

Ostubaf. GrambOW. Bild NSFK IRiehme)

Japan. Segelflugzeug Mayeda 105, unter Verwendung von Bambus für Holme, Rippen u. a. Teile gebaut. Spannweite 11,2 m, Leergewicht 90 kg.

Literatur,

(Nachsteh. Bücher können, soweit im Inland erschienen, von uns bezogen werden.

Schriften der Deutschen Akademie der Luftfahrtforschung. Verlag R. Olden-bourg, München. Preise: Heft 11 RM —.50, Heft 13 RM 1.40, Heft 14 RM —.90.

Heft 11. Zur Sauerstoffbestimmung auf physikalischem Wege, v. Hermann Rein. Vortrag v. d. 4. Wissenschaftssitzung d. ordtl. Mtgl. am 1. 6. 39. — Behandelt praktisch mögliche Meßverfahren über Luftkontrolle in Höhenkabinen. Beim Atmungsprozeß kann durch praktische lineare Beziehungen zum Galvanometerausschlag der Grad der Sauerstoffverarmung bestimmt werden.

Heft 13. Biologische Probleme des Hochgeschwindigkeitsfluges, v. Siegfried Ruff. Vortrag v. d. 2. Wissenschaftssitzung d. ordtl. Mtgl. am 28. 4. 39. — Es wird ein Ueberblick gegeben über die Einwirkungen auf den menschlichen Körper bei hohen Beschleunigungen und Zentrifugalbeschleunigungen, die bei Katapultstart, Fallschirmentfaltungsstoß und Bruchlandung bei Hochgeschwindigkeitsflugzeugen auftreten können. Interessant ist die Verschiedenartigkeit der Einwirkung des Höhenunterschiedes auf den Insassen nach seiner Sitzstellung (Sitz Körper nach hinten gebeugt, Körper nach vorn gebeugt, aufrechter Sitz) bei Zentrifugalversuchen u. a. Es sind Möglichkeiten angedeutet, um hohe Beschleunigungen oder Störungen des Blutkreislaufes durch geeignete Sitzeinstellung herabzudrücken. Bei liegender Stellung kann die Beschleunigungserträglichkeit von 14—16 g bei mehreren Minuten Versuchsdauer heraufgesetzt werden.

Heft 14. Das Widerstandsproblem der Flugmotorenkühlung, v. Heinrich Helmbold. Mitt. d. Deutsch. Akad. d. Luftfahrtf., vorg. am 17. 5. 39. — Bei Blockkühlern oder Kühlrippen werden Wege angedeutet, den Widerstand ausgeführter Kühlsysteme auf ein Mindestmaß herabzudrücken. Behandelt sind frei angeströmte Blockkühler und eingebaute Kühler. Der Kühlerwiderstand kann nur theoretisch berechnet werden, wenn der räumliche Verlauf der Vermischung der austretenden Kühlluft mit der Außenströmung bekannt ist.

Jungflieger Werntgen. Erlebnisse einer Fliegerfamilie aus den Anfangszeiten der Fliegerei von Tony Werntgen. Verlag Enßlin & Laiblin, Reutlingen. Preis RM —.20.

Tony Werntgen, Mutter des flugbegeisterten Sohnes Bruno, der mit 17 Jahren das Pilotenzeugnis Nr. 40 erwarb, gründete 1911 den Flugplatz Bonn-Hangelar. 1913 stürzte Bruno Werntgen tödlich ab, ein begeistertes Fliegerleben ohne Ruhm voll Pflicht und Leid aus den Anfängen der Fliegerei.

Benzinmotor-Flugmodell „Brummer", von Wilhelm Haas. (Schäfers Bauplanreihe freifliegender Flugmodelle Nr. 14.) Verlag Moritz Schäfer, Leipzig. Preis RM 1.80.

Schulterdecker in Holzbauweise mit Leinwand bespannt, demontierbar, auch Motorbock abnehmbar. Motor „Kratmo 4". Spannweite 3340 mm, Rumpflänge 960 mm, Flügelinhalt 38 dm2, Flügelbelastung 25—26 gl dm2. Startlänge 4 m, Steigzeit auf 100 m 1 min.

Segelflugmodell „Reiher - W 391" in Metallbauweise v. Helmut Wechler. (Schäfers Bauplanreihe freifliegender Flugmodelle Nr. 15.) Verlag Moritz Schäfer, Leipzig C 1. Preis RM 1.80.

Spannweite 1840 mm, Länge 1435 mm, größte Flügeltiefe 245 mm,. Zeichnung im Maßstab 1 :2,5, Einzelteile im Maßstab 1 : 1, mit Baubeschreibung.

Rekord-Wasserflugmodeü „He 5" v. Hermann Hebel. (Schäfers Bauplanreihe freifliegender Flugmodelle Nr. 16.) Verlag Moritz Schäfer, Leipzig C 1. Preis RM 1.50.

Rumpfmodell in Holzbauweise, Spannweite 1060 mm, Länge 840 mm, Flügeltiefe 128 mm. Zwei Schwimmer und ein Schwimmer unter dem Leitwerk. Fluggewicht 192 g. Erreichte Flugdauer bei 2 Flügen 10 min 5 sec und 15 min 42 sec. Ausführliche Baubeschreibung.

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Die besten Antennen. Von Otto Kappelmayer u. Hans-Günter Engel. Mit 112 Abb. u. 9 Tab. 3. Auflage. Verlag Deutsch-Liter. Inst. J. Schneider, Berlin-Tempelhof. Preis RM 2.50.

Im vorliegenden Buch ist alles zu finden, was für Bau und richtigen Empfang einer Antenne notwendig ist. Kurzwellen- und Rahmenantennen, Antennenmeßgerät, abgeschirmte Gemeinschaftsantenne und sonstiges Wissenswerte.

Transportable Rundfunk-Empfänger für Reise und Heim. Bauanleitungen für 14 neuzeitl. Reisegeräte, angefangen v. Taschen-Empfänger bis zum Universal-Kofferempfänger für Batterie und Allstrom, von Alfred Ehrismann. Mit 69 Abb. und Bauplänen. 3. Auflage. Verlag Deutsch-Lit. Inst. J. Schneider, Berlin-Tempelhof. Preis RM 2.50.

Gerade jetzt während des Krieges sucht man sich verschiedentlich über transportable Empfänger zu unterrichten. Im vorliegenden Buch sind viele erprobte bausichere Reisegeräte behandelt. Man findet neben anderen Neukonstruktionen wie „Minor" - Zwölfröhren - Allstromempfänger (Stromverbrauch 0,06 Amp. Heizstrom, genügt Taschenlampenbatterie) Geräte vom kleinsten „Allnetz-Allwellen-Zwerg" mit der V. E.L.II bis zum Koffersuper mit 5 Röhren und Rahmenantenne.

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