Zeitschrift Flugsport

Heft Nr. 15 vom 17. Juli 1940

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Die Zeitschrift Flugsport war die illustrierte, flugtechnische Zeitschrift für das gesamte Flugwesen und wurde im Zeitraum von 1909 bis 1944 von Oskar Ursinus herausgegeben. Über einen Zeitraum von 36 Jahren hinweg wurde in dieser Zeitschrift sowohl über die zivile als auch über die militärische Luftfahrt berichtet. Jedes Heft widmete sich in besonderen Kapiteln u.a. den Themen Segelflug, Motorflug, Luftschiffahrt, Ballonfahren, Modellflug, Luftwaffe oder Luftsport. Ebenso wurden die Bereiche Flugzeuge, Flugzeugtechnik, Flughäfen, Landeplätze sowie Flugnavigation und Luftverkehr im Inland und Ausland behandelt. Alle Seiten aus den Jahrgängen von 1909 bis 1944 sind mit Fotos und Abbildungen als Volltext in der nachstehenden Form kostenlos verfügbar. Erscheint Ihnen jedoch diese Darstellungsform als unzureichend, insbesondere was die Fotos und Abbildungen betrifft, können Sie alle Jahrgänge als PDF Dokument mit Inhaltsverzeichnissen, Seitenzahlen, Fotos und technischen Zeichnungen für eine geringe Gebühr herunterladen. Um komfortabel nach Namen, Themen und Begriffen zu recherchieren, nutzen Sie bitte die verfügbaren PDF Dokumente. Nutzen Sie bitte die kostenfreie Leseproben von Heft 17/1933 sowie von Heft 8/1939, um die Qualität der angebotenen PDF Dokumente zu prüfen.



XXXII. Jahrgang / Nr. 15

Mittwoch, 17. Juli 1940

urML/ci iyuo u. nci OSKAR URSINU!

1L-JNG.

Flugzeug-Industrie

ITS= Motorsegler

Amphibienflugboot Ha 22

Amphibien-flugjacht Ha 23

Engl. Jagdzweisitzer Hawker „Hotspur"

Luftwaffe

Pat.-Sammlung Nr. 29

Flugsport"-Erscheinungs-«age 1940 XXXII.Jahrgang Nr. Datum

K 31. Juli

1? 14. August

U 28. August

1 11. September

 25. September I 9. Oktober

| 23. Oktober J* 6. November I

24 20. November " R 4. Dezember

p 18. Dezember

Preis 80 Pf.

i

Illustrierte flugtechnische Zeitschrift und Anzeiger für das gesamte Flugwesen

Brief-Adr.: Redaktion und Verlag „Flugsport", Frankfurt a. M., Hindenburg-Platz 8 Bezugspreis für In- und Ausland pro H Jahr bei 14täglichem Erscheinen RM 4.50

Telef.: 34384 — Telegr.-Adresse: Ursinus — Postscheck-Konto Frankfurt (Main) 7701

Zu beziehen durch alle Buchhandlungen. Postanstalten und Verlag Der Nachdruck unserer Artikel ist. soweit nicht mit ..Nachdruck verboten" versehen, nur mit genauer Ouellenangabe gestattet.

Nr. 15 17. Juli 1940 XXXII. Jahrgang

Dje nächste Nummer des „Flugsport" erscheint am 31. Juli 1940

Flugzeugindustrie.

Der Krieg hat neben der Weiterentwicklung in Wissenschaft und Technik der deutschen Flugzeugindustrie einen gewaltigen Anstoß gegeben. Die Durchführung des Programms für die deutsche Luftwaffe erforderte bei der Industrie eine noch nie dagewesene Ausweitung in der Gestaltung sowie in der Fertigung. In der Gestaltung mußten in kurzer Zeit viele Untersuchungen angestellt werden, die in Friedenszeiten Jahre erfordert hätten. In der Fertigung wurde die Flugzeugindustrie vor ganz neue Aufgaben gestellt. Unter Aufwendung eines Minimums von Baustunden mußte ein Maximum der Erzeugung erreicht werden. Auf die Bedeutung der deutscheu Normung haben wir an dieser Stelle bereits mehrfach hingewiesen.

Die Anforderungen an Sicherheit und größte Lebensdauer verlangten Verfeinerung der Baustoffe in größten Qualitäten, ferner raffinierteste Ausbildung der zugehörigen Arbeitsverfahren mit ihren Werkzeugmaschinen, Werkzeugschablonen und eine noch nie gekannte Werksorganisation überhaupt. Zur Zeit ist über Deutschlands Waffenschmiede mit ihrer Entwicklung und Ausdehnung an der Oeffentlichkeit noch nichts bekannt. Das eine steht fest: Die deutsche Flugzeugindustrie wird nicht etwa durch die jetzige Beanspruchung während des Krieges in Zukunft gegenüber anderen Ländern zurückbleiben, sondern in der Entwicklung des Flugwesens der ganzen Welt führend sein.

ITS-Motorsegler.

Die Luftfahrtabteilung der Techn. Hochschule (Instytut Techniki Szybownichwa) in Lemberg entwickelte im Laufe der letzten Jahre drei Motorsegler mit Druckschraubenantrieb und doppelten Leitwerksträgern. Alle drei Maschinen können sowohl mit Gummiseil oder Winde, als auch im Flugzeugschlepp gestartet werden. Die neueste Ausführung ITS-8 M kann ihrerseits sogar selbst leichte Segelmaschinen in Schlepp nehmen.

Flügel: Verdrehsteifer Kastenholm, Holmgurte aus Fichtenholz, Stege aus Birkenholz. Beplankung der Flügelnase mit Birkensperrholz, Rest des Flügels stoffbespannt. Bei allen 3 Ausführungen zeigt

Diese Nummer enthält Patentsammlimg Nr. 29, Bd. VIII.

das Flügel-Mittelstück rechteckigen Umriß. Beim 2. und 3. Muster wurde von der geraden Hinterkante des Außenflügels abgegangen und so eine trapezförmige Flügelform erzielt. Die beiden späteren Konstruktionen weisen auch leichte V-Stellung des Außenflügels auf.

ITS-8

ITS-8 W

ITS-8 M

Baujahr:

1936

1938

1939

Spannweite, m

13,60

14,20

14,60

Länge, m

6,40

6,50

6,50

Flügelfläche, m2

16,90

16,20

16,50

Fächeninhalt des Höhen-Leitw.

2,0

1,8

2,0

Flächeninhalt des Seiten-Leitw

1,37

1,64

1,64

Seiten-Verhältnis

11

12,5

12,9

Flächenbelastung, kg/m2

17,9

18,5

19,35

Leergewicht, kg

190

195

205

Nutzlast, kg

82

90

90

Brennstoff, kg

18

22

35

Fluggewicht, kg

290

307

330

Höchstgeschwindigkeit, km/h

115

140

160

Reisegeschwindigkeit, km/h

105

125

145

Mindestgeschwindigkeit, km/h

48

54

46

Steiggeschwindigkeit, m/sek

1,3

2,5

4,0

beste Qleitzahl

18

19

20

TriebAverk: Kröber M-3

Schliha

Sarolea

Nennleistung, PS

18

22

32

V erwendungszweck:

Ausbildung u. Uebung aerologische Uebung Forschung u.

Schlepp leichter Segler

Der Motor liegt jeweils direkt in Flügelhöhe in der Flügel-Hinterkante. In der Ansatzstelle der Leitwerksträger sind die Flügelrippen besonders verstärkt. Diese Rippen sind beim ITS-8 und ITS-8 W durch 2 Parallelstreben zur Rumpfunterseite, sowie zur Motorlagerung und zum Holm des Außenflügels abgestützt. Der ITS-8 M ist freitragend gebaut und besitzt dreiteilige, über den gan~

zen Außenflügel reichende Flügelklappen. Die Außenflügel können bei diesem Muster zur Transporterleichterung beigeklappt werden.

Die Leitwerksträger sind in der gleichen Kastenholm-Bauweise ausgeführt wie der Flügelholm, mit Fichtenholzgurten und Erlenholzstegen. Sie sind unter sich diagonal mit Draht ausgekreuzt. Während die erste Maschine nur einfaches Seitenleitwerk besaß, zeigen die beiden Weiterentwicklungen doppeltes Seitenleitwerk. Flossen sperrholzbeplankt, Ruder stoffbespannt.

Rumpf normale Holzkonstruktion, sperrholzbeplankt mit ovalem Querschnitt und tiefgezogenem, spitz auslaufendem Ende, an das ein gefedertes Spornrädchen angesetzt ist. Während die zwei ersten Ausführungen ein einziehbares zentrales Rad aufweisen, wurde die neueste Ausführung mit Zweirad-Fahrwerk, ebenfalls einziehbar, ausgestattet. Alle Maschinen haben zusätzlich noch eine Landekufe. Der Führersitz geht bei allen Ausführungen organisch in die Flügelnase über, Werkstoff Cellon.

Amphibienflugboot Ha 22.

Das von Haller entworfene Amphibium Ha 22 mit zwei Motoren ist als Zivilreiseflugzeug gedacht.

Flügel freitragend, dreiteilig. Boot: Holzbauweise (Metallbauweise in Aussicht genommen) mit tragender Sperrholzhaut, abgeschottet, tropensicher imprägniert, galvanisch gegen Korrosion geschützte Beschläge. Bootsunterseite gekielt, eine Stufe.

Geschlossene, plexiverglaste Kabine, Einstieg seitlich, Türen abwerfbar. Zwei nebeneinanderliegende Führersitze mit Doppelsteuerung für Schulflug.

Leitwerk: Flossen mit Sperrholz beplankt, Ruder Leichtmetall Im Höhen- und Seitenruder Trimmklappen. Höhenleitwerk nach unten abgestrebt.

Seitliche Stabilität Schwimmerstummel mit an den Enden eingebaute Fahrwerksräder, die bei Landstart nach unten geschwenkt werden können. Im Bootsheck Spornrad, schwenkbar, gleichzeitig als Wassersteuer zu verwenden.

Triebwerk: 2 Motoren HM 515 je 65 PS zu beiden Seiten in der Flügelnase. Kraftstoffbehälter Leichtmetall, hinter den Vordersitzen abgeschottet eingebaut. Bei Ausfall eines Motors soll das Flugboot noch flugfähig bleiben.

Spannweite 12 m, Länge 8,5 m. Leergewicht 650 kg, Gesamtzuladung 325 kg, Fluggewicht 975 kg.

Höchstgeschw. 200 km/h, Reisegeschw. 185 km/h, Landegeschw. 70 km/h. Steigzeit auf 1000 m 5 Min., Dienstgipfelhöhe 4400 m, Reichweite 800 km. Durch Einbau von Zusatztanks, unter Verringerung des Gepäckraumes, zweisitzig, Reichweite 1600 km. Kraftstoffverbrauch im Reiseflug 15 1/100 km. Flugzeugführerschein A II Zusatz See.

Amphibienflugjacht Ha 23.

Rudolf Haller, vor dem Krieg in USA. tätig, jetzt in München, hat auf Grund von Windkanal- und Wasserschleppversuchen, die jetzt beendet sind, ein Flugboot konstruiert, dessen Bau demnächst aufgenommen werden soll. Uebersichtszeichnung S. 221.

Flügel freitragend, dreiteilig, Mittelstück mit Bootsrumpf fest verbunden.

Boot: Holzbauweise (Metallbauweise vorgesehen) mit tragender Sperrholzhaut, abgeschottet, tropensicher imprägniert. Bootsunterseite gekielt, eine Stufe.

Geräumige, geschlossene, plexiverglaste Kabine, seitlicher Einstieg, Türen können abgeworfen werden. Zwei nebeneinanderliegende Führersitze mit Doppelsteuerung.

Leitwerk: Flossen mit Sperrholz beplankt, Ruder aus Leichtmetall, Höhen- und Seitenruder Trimmklappen. Höhenleitwerk nach unten abgestrebt.

Bugradfahrwerk, in der Bootsnase ein nach hinten hochklappbares um 90° schwenkbares Rad, zu beiden Seiten in der Mitte des Flügels zwei Stützschwimmer, an deren rückwärtigem Ende je ein bremsbares Rad mit Niederdruckreifen eingebaut ist. Hochziehbetätigung hydraulisch. Die Schwimmer werden beim Wasserstart ganz aufgezogen, vor Anker liegend, teilweise ausgefahren.

Triebwerk: 2 Hirth-Motoren HM 515 je 65 PS, in Tandem angeordnet. Bei Ausfall eines Motors soll das Flugboot noch flugfähig bleiben. Kraftstoffbehälter Leichtmetall, hinter den beiden Vordersitzen abgeschottet eingebaut.

Spannweite 12 m, Länge 8,5 m. Leergewicht 650 kg, Gesamtzuladung 325 kg, Fluggewicht 975 kg.

Höchstgeschw. 200 km/h, Reisegeschw. 185 km/h. Landegeschw. 70 km/h. Steigzeit auf 1000 m 5 Min., Dienstgipfelhöhe 4440 m, Reichweite 800 km. Durch Einbau von Zusatztanks, unter Verringerung des Gepäckraumes, zweisitzig, Reichweite 1600 km. Kraftstoffverbrauch im Reiseflug 151/100 km. Flugzeugführerschein A II Zusatz See.

Engl. Jagdzweisitzer Hawker Hotspur.

Die Bestrebungen, zweisitzige Jagdflugzeuge mit motorbetriebenem Dreh-MG.-Turm zu versehen, begannen 1932. Man suchte hierbei durch die besondere Anordnung einer drehenden Kuppel hinter der Führersitzkabine, einen größeren Feuerbereich und schnellere Schwenkung der Waffe zu erreichen.

Diese Klasse der Jagdzweisitzer war mit flüssigkeitsgekühlten ]2-Zyl.-Rolls-Royce-Merlin mit dreiflügeliger De Havilland-Hamil-

ton - Verstellschraube ausgerüstet. Vom Royal Air Force wurde seinerzeit der Boulton Paul Defiant (vgl. „Flugsport" 1939, S. 99) angenommen.

Beim vorliegenden Hawker Hotspur wurde der Drehturm \ vollständig freistehend hinter / die Flügelkabine gesetzt.

Flügel Ganzmetallbauweise, Tiefdeckeranordnung. Außen-t haut Kräfte übertragend. Rumpf \ Stahlrohrgerüst, stoffbespannt. Vor der Führerkabine Blech-

Hawker Jagdzweisitzer „Hotspur". Archiv Flugsport

haut. Höhen- und Seitenleitwerk Stahlrohr, stoffbespannt. Fahrwerk hochziehbar nach innen oben in den Flügel.

Spannweite 12,55 m, Länge 10,00 m, Flügelfi. 24,3 m2.

Zerstörer Messerschmitt „Me 110".

Bild Horster-PK-Weltbild

FLUG

u/spscmi

Inland.

Beförderungen in der Luftwaffe durch den Führer und Obersten Befehlshaber der Wehrmacht mit Mirkung vom 1.7.40 zu Generalmajoren: den charakterisierten Generalmajor Seidner, die Obersten Pultar, Fröhlich.

Mit Wirkung vom 1.6.40 zum Generalarzt: den Oberstabsarzt Dr. Schröder.

Verleihung des Ritterkreuzes zum Eisernen Kreuz durch den Führer und Obersten Befehlshaber der Wehrmacht auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Generalfeldmarschall Göring, an: General der Flieger Ernst Udet, Chef des Technischen Amtes; Major Oskar Dinort, Kommodore eines Stuka-Geschwaders; General der Flieger Keller, Kmdr. General eines Fliegerkorps: Generalltn. Ritter v. Greim, Kmdr. General eines Fliegerkorps; General d. Flakartillerie Weise, Kmdr. General ein. Flakkorps; Generalmajor Deßloch, Kmdr. General eines Flakkorps; Generalmajor Wolf v. Stutterheim, Kommodore ein. Kampf geschw.; Generalmajor Stefan Fröhlich, Kommodore ein. Kampf geschw.;

Oberst Alfred Bülovius, Kommodore ein. Kampfgeschw.; Oberst Alois Stöckl,. Kommodore ein. Kampfgeschw.; Uffz. Herbert Nelke in ein. Flakregt.

Finnisch - schwedischer Luftverkehr (Polverkehr der finnischen Aero O/Y und der schwedischen A. B. Aerotransport) während der Dauer des russischfinnischen Feldzuges vom 30.10.1939 bis 13. 3.1940 hat gut gearbeitet. Die trotz meteorologischer und anderer Schwierigkeiten aufgestellten Flugleistungen stellen ein Ruhmesblatt des „Unbekannten Flugkapitäns" dar. Vom ersten bis letzten Kriegstage betrieben die genannten Gesellschaften den Verkehr Stockholm—Abo. 359 planmäßige Flüge wurden in dieser Zeit durchgeführt. Nur sechs Flüge mußten wegen ungünstiger Witterung und zwei wegen Luftangriffen auf Abo ausfallen. Die Ausnützung des eingesetzten Materials war hundertprozentig: 3904 Fluggäste, darunter 117 Kinder unter 3 Jahren, wurden hierbei befördert. Ständig wurden während der Berichtszeit auf dieser Strecke dieselben zwei Ju 52-Ma-schinen eingesetzt.

Am 15.11.39 trat die schwed. A.B. Aerotransport in den Finnlandverkehr ein, indem sie die Strecke Stockholm—Sundsvall—Vasa eröffnete: 135 planmäßige Flüge wurden bis etwa Mitte März auf dieser Strecke durchgeführt. Auf dem Streckenabschnitt Sundsvall—Vasa mußten die schwedischen Ju52 in acht Fällen nach Sundvall zurückfliegen und später noch einmal starten, wozu in vier Fällen die Wetterverhältnisse, in anderen vier Fällen Luftangriffe auf Vasa zwangen. 1266 Passagiere, hiervon 77 Kinder, wurden in planmäßigen Flügen befördert. In 32 Sonderflügen wurden ferner 1034 finnische Kinder von Vasa nach Sundsvall gebracht.

Schweden bestellte Anfang des Jahres 120 Vultee Vanguard mit Twin-Wasp-Motoren.

Engl. Short Stirling Viermotor-Bomber in Canada gebaut von Canadian Aircraft Ltd.

Spooner t» Gründer und Herausgeber des „Flight", am 3. 4. im Alter von 85 Jahren gestorben. Die erste; Nummer von „Flight" erschien am 2. 1. 1909.

Engl. Flugzeugindustrie Rückstand scheint man schon zu Beginn des Jahres erkannt zu haben. England machte im April einen Kontrakt mit Douglas über 5-Millionen-Lieferung von DB-19s, lieferbar 1940 und 41. Dabei 200—250 DB-19s mit Wright Cyclone 1500-PS-Reihenmotoren. Ferner wurden 50 Consolidated 28-5s (ähnlich der Atlantik-Type) und 120 Brewster Jagdflugzeuge bestellt. Gerüchtweise Sollen 1000 Bell P-39 „Airacobra", 400 von Frankreich und 600 von England bestellt worden sein.

Consolidated B-24, Armee-Bomber, Viermotor, freitragender Flügel in Davis-Caltech-Bauweise, zu der USA.-20-t-Militär-Klasse gehörend, von der Armee übernommen.

Consolidated PB 2 Y -1 - Patrouillen-Flugboot-Viermotor, sechs Stück von der USA.-Marine bestellt.

Metrisches System, Einführung in USA. propagiert, und zwar in einer schritt-

Transport Dreiflügel-Hamilton-Luftschraube, um das Demontieren der Flügelblätter zu vermeiden, unter dem Rumpf eines Douglas im Dienst des U. S. Aircorps.

Luftwaffe.

Führerhauptquartier, 28. 6. 40. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Kampf verbände der Luftwaffe griffen auch in der Nacht zum 28. 6. Rüstungswerke sowie Hafenanlagen in Süd- und Mittelengland erfolgreich mit Bomben an. Explosionen und starke Brände wurden teilweise noch lange nach den Angriffen beobachtet. Am 27. 6. flogen tagsüber an verschiedenen Stellen der niederländisch-belgischen Küste britische Flugzeuge ein. Sie wurden von unseren Jagdflugzeugen angegriffen, wobei an einer Stelle alle sechs eingeflogenen Flugzeuge abgeschossen wur-

weisen Umwandlungsperiode von 20 Jahren.

den. Zwei anderen Flugzeugen gelang es, im Schutze tiefhängender durchbrochener Wolkenfelder bis in die Gegend von Hannover vorzustoßen und Bomben abzuwerfen. Mehrere Tote und Verletzte sowie einiger Sachschaden sind zu verzeichnen. — Auch in der Nacht zum 28. 6. flogen wiederum britische Flugzeuge nach West- und Norddeutschland ein. An verschiedenen Stellen, darunter auch auf Wohnhäuser, wurden Bomben geworfen, wobei mehrere Personen getötet oder verletzt wurden. Unsere Nachtjäger schössen drei feindliche Flugzeuge ab. — Bei einem Angriffsversuch auf den Flugplatz Stavanger-Sola wurde ein britisches Flugzeug noch während des Anfluges über See abgeschossen. — Die Flakartillerie der Kriegsmarine schoß zwei feindliche Flugzeuge ab. — Insgesamt verlor der Gegner am 27. 6. zwölf Flugzeuge in Luftkämpfen und vier durch Flakabschuß. Ein eigenes Flugzeug wird vermißt.

Führerhauptquartier, 29. 6. 40. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Wie an den Vortagen griffen Kampfverbände der Luftwaffe auch am 28. und in der Nacht zum 29. 6. in Süd- und Mittelengland gelegene Rüstungswerke und Hafenanlagen mit sichtbarem Erfolg an. Besonders wirkungsvoll waren auch Bombenangriffe auf Truppenansammlungen und Verladungen auf den britischen Kanalinseln Jersey und Guernsey, wo in den Hafenanlagen große Brände und starke Explosionen beobachtet wurden. — Britische Flugzeuge setzten ihre nächtlichen Einflüge über Belgien und Holland nach Nord- und Westdeutschland fort und warfen an verschiedenen Stellen Bomben ab. Diese richteten nur Sachschaden an Wohnhäusern an und verletzten einige Zivilpersonen. Vier der angreifenden Flugzeuge wurden abgeschossen, davon zwei durch Flakartillerie. Eigene Verluste sind nicht zu beklagen.

Führerhauptquartier, 30. 6. 40. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: In der Nacht zum 30. 6. griffen deutsche Kampfflugzeuge Hafenanlagen und Rüstungswerke in England und Schottland mit Bomben an. An vielen Stellen wurden Explosionen und Brände beobachtet. So besonders in den Häfen von Cardiff und Bristol, wo mehrere Tanklager in Flammen aufgingen. Flugplätze bei Lincoln, Nottingham und York waren das Ziel weiterer erfolgreicher Luftangriffe. — Britische Flugzeuge griffen bei Nacht in Nord- und Westdeutschland an mehreren Stellen nichtmilitärische Ziele mit Bomben an. Der angerichtete Sachschaden ist unbedeutend. In einer westdeutschen Stadt beschoß ein britisches Flugzeug die zum Löschen eines Hauses eingesetzte Feuerwehr mit Maschinengewehren. — Vier feindliche Flugzeuge wurden durch Flakartillerie abgeschossen. Ein eigenes Flugzeug wird vermißt.

Führerhauptquartier, 1. 7. 40, (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Deutsche Kampfflugzeuge griffen in der Nacht zum 1. 7. wieder mehrere Häfen an der schottischen Ost- sowie der englischen Ost- und Westküste an. Sie erzielten gute Treffergebnisse. — Eine Staffel von neun britischen Blenheim-Kampfflug-zeugen, die unter dem Schutz von Jägern den Flugplatz Merville-Lestrem bei Lille am Mittag des 30. 6. anzugreifen versuchte, wurde durch Flak im Anflug zersprengt und anschließend von unseren Jägern in einen heftigen Luftkampf verwickelt. Hierbei gelang es, sechs Blenheim-Flugzeuge sowie drei britische Jäger abzuschießen. — Die Angriffe feindlicher Flugzeuge gegen nichtmilitärische Ziele in Nord-, West- und Süddeutschland in der Nacht zum 1. Juli richteten nur geringen

Generaloberst Milch im* Fluge über die noch tief

verschneiten norwegischen Gebirge. Er hat

seinen Flugzeugführer, Obltn. Polte, in der Steuerung des Flugzeuges abgelöst.

Bild Scherl

Sachschaden an. — Am 30. 6. wurden insgesamt achtzehn britische Flugzeuge, davon elf im Luftkampf, sieben durch Flak abgeschossen. Ein deutsches Flugzeug wird vermißt.

Führerhauptquartier, 2. 7. 40. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Am 30. 6. bzw. 1. 7. wurden die britischen Kanalinseln Jersey und Guernsey im Handstreich durch Teile der Luftwaffe genommen und anschließend durch Stoßtrupps der Kriegsmarine und nachfolgende Abteilungen des Heeres besetzt. Hierbei schoß ein deutsches Aufklärungsflugzeug zwei britische Kampfflugzeuge vom Muster Bristol-Blenheim im Luftkampf ab. — Im Zuge der bewaffneten Aufklärung über dem Kanal wurde am Nachmittag des 1. 7. ein britisches Küstenwachschiff ostwärts Torquay angegriffen und in Brand geworfen. Ein weiterer erfolgreicher Angriff richtete sich gegen den Hafen von Wiek in Nordschottland. In der Nacht zum 2. 7. griffen unsere Kampfflugzeuge wiederum Hafenanlagen am Bristol-Kanal an. Brände und Explosionen wurden beobachtet. — Im Verlaufe der Angriffe britischer Flugzeuge in der Nacht zum 2. 7. auf Nord- und Westdeutschland wurden u. a. auch auf Kiel Bomben geworfen, richteten jedoch nur geringen Sachschaden an. Einige Zivilpersonen wurden getötet. Im ganzen wurden fünf feindliche Flugzeuge durch Flakartillerie abgeschossen, außerdem bei dem nächtlichen Angriff auf Kiel zwei weitere feindliche Flugzeuge durch Flakartillerie der Kriegsmarine. Drei eigene Flugzeuge werden vermißt. — Die Zahl der am 30. 6. und 1. 7. im Luftkampf abgeschossenen feindlichen Flugzeuge erhöht sich gegenüber der bisher angegebenen um fünf auf 23.

Führerhauptquartier, 3. 7. 40. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Am 2. 7. griffen deutsche Kampfflugzeuge im Zuge der bewaffneten Aufklärung über der Kanalküste einen Geleitzug an und versenkten einen Frachter von 12 000 BRT. sowie einen Frachter von 6000 BRT. Ein weiterer Frachter von 8000 BRT. wurde durch Bombentreffer schwer beschädigt. —■ An der schottischen Küste warfen unsere Kampfflugzeuge Bomben auf Anlagen der britischen Rüstungsindustrie, insbesondere in Newcastle. — Im Laufe der Nacht zum 3. 7. führten mehrere Angriffe auf Hafenanlagen an der Küste Südenglands zu zahlreichen Bränden und Explosionen.—Bei Tage versuchten drei britische Kampfflugzeuge vom Muster Bristol-Blenheim in Holland einzufliegen, wurden jedoch frühzeitig erkannt und zum Kampf gestellt. Es gelang, zwei dieser Flugzeuge im Luftkampf abzuschießen. — Auch in der Nacht zum 3. 7. warfen feindliche Flugzeuge in Holland, Nord- und Westdeutschland Bomben, die zum größten Teil in freies Gelände fielen und daher nur geringen Sach-, aber keinen Personenschaden verursachten. — Ein deutsches Flugzeug wird vermißt.

Führerhauptquartier, 4. 7. 40. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Ein Unterseeboot unter Führung von Oberleutnant zur See Endraß erzielte einen Torpedotreffer auf den neuesten britischen Flugzeugträger „Illustrious". — Deutsche Kampfflugzeuge griffen am 3. 7. im Kanal und an der Nordsee britische Hafenanlagen, brtische Küstenbefestigungen, Flugplätze, Barackenlager sowie Anlagen der Rüstungsindustrie an. So wurden der Truppenübungsplatz Aldershot, das

Von abgeschossenen feindlichen Flugzeugen. Ueberklebtes englisches Hoheitsabzeichen an einem Lockheed-Hudson.

Archiv Flugsport

Flugzeugwerk Reading und schwere Küstenbatterien bei Newhaven erfolgreich mit Bomben belegt. — Bei einem Angriff auf einen britischen Geleitzug im Kanal erhielt ein großes Schiff zwei schwere Bombentreffer. — Britische Flugzeuge warfen im Schutz tiefliegender Wolken im Laufe des gestrigen Tages an mehreren Stellen Nord- und Westdeutschlands Bomben ab. Hierbei griffen sie in skrupelloser Weise die Zivilbevölkerung an, wobei in Hamburg-Barmbeck elf Kinder, drei Frauen und ein Mann getötet, elf Kinder und neun Frauen schwer verletzt wurden. Auch in der Nacht zum 4. 7. flogen einige feindliche Flugzeuge nach Belgien und Holland ein, ohne jedoch nennenswerten Schaden anzurichten. — Sechs feindliche Flugzeuge wurden vernichtet. Vier deutsche Flugzeuge werden vermißt.

Führerhauptquartier, 5. 7. 40. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Im Laufe des 4. 7. und in der Nacht vom 5. 7. griff die Luftwaffe in England Hafenanlagen, Flugplätze und Werke der Rüstungsindustrie mit Bomben an. Stuka- und Kampfverbände versenkten beim Angriff auf Geleitzüge an der Süd- und Südwestküste Englands vier Transportschiffe von je 5000 t und beschädigten ein Kriegsschiff und neun weitere Transportschiffe durch Bombentreffer. — Britische Flugzeuge unternahmen am 4. 7. wieder im Schutze tiefliegender Wolken mehrere Einflüge in Holland, Belgien und Nordwestdeutschland. Auch in der Nacht zum 5. 7. überflogen fie den nord- und westdeutschen Raum. Militärisch wichtige Ziele wurden nicht angegriffen. Dagegen wurden Wohnhäuser, Bauernhöfe usw. durch Bombenwürfe beschädigt oder in Brand gesetzt und dabei mehrere Zivilversonen getötet. — Sechs feindliche Flugzeuge sind im Luftkampf, ein weiteres durch Flak abgeschossen worden. Bei einem erneuten Flugzeugangriff auf Kiel wurde außerdem von der Flak der Kriegsmarine ein feindliches Flugzeug abgeschossen. Zwei eigene Flugzeuge werden vermißt.

Berlin, 6. 7. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Unsere Kampffliegerverbände griffen wiederum in Süd- und Mittelengland Flugplätze, Hafen- und Bahnanlagen sowie Tanklager mit gutem Erfolg an. Erdöltanks bei Plymouth wurden in Brand gesetzt und explodierten. — Weitere wirkungsvolle Angriffe richteten sich gegen britische Kriegs- und Handelsschiffe. In der nördlichen Nordsee gelang es Flugzeugen vom Muster Arado 196, ein feindliches U-Boot zu versenken und ein

Von abgeschossenen feindlichen Flugzeugen. Oben links: Holmgurte vom Bristol-Blenheim im Schnitt. Unten: Heckstand Armstrong-Whitworth Whitley, 800 mm Durchmesser und 850 mm Höhe vom Drehkranz bis zum Scheitel. Rechts: Hinterer MG.-Stand Bristol-Blenheim. Archiv Flugsport (3)

weiteres schwer zu beschädigen. Im Kanal wurde ein feindliches Handelsschiff von 8000—10 000 BRT. versenkt, zwei weitere Handelsschiffe mit insgesamt 8000 BRT. trugen Beschädigungen davon. — An verschiedenen Stellen der belgischen und holländischen Küste sowie Nord- und Westdeutschland richteten vom Feind abgeworfene Bomben keinen nennenswerten Sachschaden an, töteten jedoch wiederum einige Zivilpersonen. Durch unsere Jagdflieger wurden fünf feindliche Flugzeuge abgeschossen, zwei weitere durch Flakbatterie bei Nacht zum Absturz gebracht. — Eine Flakbatterie der Kriegsmarine schoß außerdem an der Westküste Schleswig-Holsteins ein britisches Flugzeug vom Typ Handley-Page ab. — Ein eigenes Flugzeug ging verloren.

Berlin, 7. 7. 40. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Kampfverbände der Luftwaffe setzten ihre Angriffe gegen militärisch wichtige Ziele in Südengland erfolgreich fort. Im Hafen von Falmouth gelang es, ein Handelsschiff von 8000 BRT. durch einen Volltreffer mittleren Kalibers in Brand zu setzen. In der mittleren Nordsee griffen unsere Kampfflieger einen Verband britischer Seestreitkräfte an. Zwei Zerstörer erhielten so schwere Treffer, daß mit ihrem Totalverlust zu rechnen ist. Einem 10 000-t-Kreuzer wurden starke Beschädigungen beigebracht. Im Kanal gelang es, ein Hilfskriegsschiff und einen Bewacher zu versenken. — Das am Vortage, durch Flugzeuge vom Muster Arado 196, schwer beschädigte feindliche U-Boot ist inzwischen gleichfalls gesunken, die Besatzung durch deutsche Vorpostenboote und Flugzeuge aufgenommen worden. — Nächtliche feindliche Bombenabwürfe in Norddeutschland verursachten nur unbedeutenden Schaden. — Britische Flieger haben dänische Fischerboote mit Bomben und Maschinengewehrfeuer erfolglos angegriffen. Ein unbewaffneter norwegischer Dampfer ist durch einen britischen Bombentreffer an Deck getroffen worden. Einige Mitglieder der Besatzung wurden getötet. — Die feindlichen Verluste betrugen gestern insgesamt 10 Flugzeuge, davon je drei in Luftkämpfen und durch Flak sowie zwei am Boden zerstört. Zwei feindliche Flugzeuge wurden durch Verbände der Kriegsmarine abgeschossen. Zwei eigene Flugzeuge werden vermißt.

Berlin, 8. 7. 40. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Die Luftwaffe belegte in England u. a. Bahnhofsanlagen von Brighton, Küstenbatterien auf der Insel Wight. Hafenanlagen und Barackenlager von Falmouth sowie Anlagen der Rüstungsindustrie in Middlesborough und Newcastle mit Bomben. An der Südküste Englands wurden Qeleitzüge und Schiffsansammlungen angegriffen. Es gelang hierbei, zwei Handelsschiffe und einen Transporter zu versenken, weitere Schiffe schwer zu beschädigen. — Britische Flugzeuge warfen tagsüber in Westdeutschland wenige Bomben ohne Erfolg. Nächtliche Angriffe auf Nord- und Westdeutschland verursachten nur geringen Sachschaden. Zwei Zivilpersonen wurden getötet. — Die Gesamtverluste des Gegners betrugen gestern 14 Flugzeuge, davon in Luftkämpfen über dem Kanal zehn britische Jagdflugzeuge vom Muster Spitfire. Zwei weitere Flugzeuge wurden an anderer Stelle im Luftkampf, zwei durch Flak abgeschossen. Drei eigene Flugzeuge werden vermißt.

Berlin, 9. 7. 40. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: In England griff die Luftwaffe Hafen- und Tankanlagen, Flugplätze sowie Werke der Rüstungsindustrie und Schiffsziele an. Getroffen und schwer beschädigt wurden die Werften von Devonport, Tankanlagen von Ipswich, Canvey-Island, Thames-Haven und Tilbury, Sprengstoffwerke in Harwich und die chemischen Großanlagen in Billingham, ferner im Kanal und der Nordsee ein Kreuzer, ein Zerstörer und fünf Handelsschiffe. Auf einem Flugplatz wurden mehrere Flugzeuge am Boden zerstört. — Angriffe feindlicher Flugzeuge am 8. 7. in Holland und Belgien blieben erfolglos, in der Nacht zum 9. 7. gegen Nord- und Westdeutschland verursachten sie einigen Häuserschaden und töteten mehrere Personen. — Die gestrigen Gesamtverluste des Gegners betragen elf Flugzeuge: davon wurden sechs im Luftkampf abgeschossen, fünf am Boden zerstört. Fünf deutsche Flugzeuge werden vermißt.

Berlin, 10.7.40. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Durch Luftangriffe gegen England wurden vor der Ost- und Westküste ein Vorpostenboot sowie drei Handelsschiffe mit einer Gesamttonnage von 26 000 BRT. versenkt, zehn weitere Handelsschiffe schwer beschädigt und teilweise in Brand gesetzt. Treffer in Tanklagern der Flugplätze von Pembroke und in Ipswich sowie in den Rüstungswerken von Norwich, Leeds, Tilbury und Swansea verursachten Brände und Explosionen. Ueber dem Kanal kam es mehrfach zu Luftkämpfen zwischen deutschen und britischen Jägern, bei denen der Gegner starke Verluste erlitt. — Wie bereite durch Sondermeldung bekanntgegeben wurde, versuchten zwölf britische Bombenflugzeuge des Musters Bristol-Blenheim, den Flugplatz Stavanger-Sola anzufliegen. Sämtliche angreifenden britischen Flugzeuge wurden vor Erfüllung ihres

Auftrages abgeschossen. Verluste an deutschen Flugzeugen sind hierbei nicht eingetreten. — In der letzten Nacht griffen feindliche Flugzeuge wiederum in Holland, Nord- und Westdeutschland nichtmilitärische Ziele an, ohne wesentlichen Sachschaden anzurichten. — Die Gesamtverluste des Gegners betrugen gestern 29 Flugzeuge, darunter ein Sunderland-Flugboot. 28 Flugzeuge sind im Luftkampf, ein Flugzeug durch Flak abgeschossen. Drei eigene Flugzeuge werden vermißt.

— In der Nacht vom 8. zum 9. 7. wurde, wie nachträglich bekannt wird, ein britisches Flugzeug durch Nachtjäger über der Deutschen Bucht abgeschossen.

Italien.

Rom, 28. 6. 40. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht (auszugsw. gek.): Lebhafte Luftangriffe in Nord- und Ostafrika. Feindliche rückwärtige Verbindungen und motorisierte englische Abteilungen wurden an der Cyrenaika-Grenze wirksam mit Bomben belegt. — In Luftkämpfen ein englisches Flugzeug über Asmara zur Landung gezwungen, die unversehrt gebliebene Besatzung gefangengenommen. Ueber Assab ein Flugzeug abgeschossen, zwei weitere schwer beschädigt.

Rom, 29. 6. 40. (DNB. Hauptquartier d. Wehrmacht: In Nordafrika ist ein Lager südlich von Marsa Matruch mit größter Wirkung bombardiert worden, wobei Truppen unter Maschinengewehrfeuer genommen, Anlagen getroffen und etwa 20 Flugzeuge am Boden zerstört worden sind. Alle unsere Flugzeuge sind zurückgekehrt.

Rom, 30.6,40. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht (auszugsw. gek.): An der Cyrenaika-Grenze wurden vier feindliche Flugzeuge im Luftkampf abgeschossen, einige Besatzungsmitglieder gefangengenommen. Zwei unserer Flugzeuge sind nicht zurückgekehrt. Während eines Fliegerangriffes auf den Flughafen von Tobruk haben unsere Jagdflieger zwei feindliche Flugzeuge abgeschossen; der Abschuß eines dritten Flugzeuges ist wahrscheinlich. — Ein weiterer Luftangriff auf den Flughafen von Massaua hat keinerlei Schaden verursacht, ein feindliches Flugzeug wurde von Flakgeschützen abgeschossen.

Rom, 1.7.40. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht (auszugsw. gek.): Eines unserer U-Boote hat ein viermotoriges englisches Flugzeug abgeschossen. — Unsere Fliegerformationen haben Gruppen von Panzerwagen, Kraftwagenparks und Truppen zwischen Sollum und Sidi Omar sowie bei Sidi Barrani wirksam mit Bomben belegt. Ein feindliches Flugzeug ist von unserer Flak abgeschossen worden. Zu den gestern abgeschossen gemeldeten vier feindlichen Flugzeugen kommt ein fünftes hinzu. Der Abschuß von zwei weiteren Flugzeugen ist wahrscheinlich.

— In Ostafrika unternahmen unsere Bomber wirksame Angriffe auf den Bahnhof von Et Teb, ferner auf die Luft- und Seestützpunkte von Aden und Port Sudan. Eines unserer Flugzeuge ist nicht zurückgekehrt. — Der Feind hat die Stadt Harrar bombardiert.

Rom, 2.7. 40. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht (auszugsw. gek.): An der Cyrenaika-Grenze trotz ungünstiger Witterungsverhältnisse Aktionen unserer Flugzeuge gegen feindliche Panzerwagen mit Bomben und anderen Sprengkörpern, wobei einige in Brand gesetzt oder beschädigt worden sind. Zwei unserer Flugzeuge sind nicht zurückgekehrt. Unsere Luftwaffe hat einen großen feindlichen Geleitzug im südöstlichen Mittelmeer überrascht und wiederholt erfolgreich mit Bomben belegt. — In Ostafrika belegte unsere Luftwaffe die Hafenanlagen und Depots von Berbere wirksam mit Bomben. Feindliche Flugzeuge, welche versuchten Massaua zu bombardieren, wurden durch das rechtzeitige Eingreifen unserer Jagdflugzeuge, die zwei feindliche Flugzeuge abschössen, und unsere Marine-Flak, die ein Flugzeug in Flammen zum Absturz brachte, zum Rückzug gezwungen. — Feindliche Flugzeuge haben Augusta zu bombardieren versucht. Durch wirksame Abwehr unserer Marine-Flakgeschütze wurde der Angriff vereitelt. Ein feindliches Flugzeug wurde abgeschossen. Der Schaden ist unbedeutend, bei der Zivilbevölkerung drei Verwundete.

Rom, 3.7.40. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht (auszugsw. gek.): In Ostafrika verlor der Feind während eines Luftangriffes, der keinen Schaden anrichtete, durch Flakabschuß zwei Flugzeuge. — Unsere Luftwaffe hat von neuem mit Erfolg die Flotten- und Luftflottenbasen von Aden mit Bomben belegt.

Rom, 4. 7. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht (auszugsw. gek.): An der Grenze der Cyrenaika hat unsere Luftflotte eine feindliche Autokolonne angegriffen und zersprengt. — In Italienisch-Ostafrika haben unsere Dubats (Eingeborenentruppen) ein feindliches Fort bei Mojalo erobert und trotz englischem Luftangriff behauptet. An der Sudangrenze haben unsere Geschwader feindliche

Kräfte bei Akobo und Gallabet bombardiert. Ein feindlicher Luftangriff auf Assab hat leichten Schaden angerichtet.

Rom, 5.7.40. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht (auszugsw. gek.): Eine Jagdflugzeug-Formation führte trotz ungünstiger Wetterverhältnisse und starker feindlicher Flugabwehr erfolgreiche Angriffe gegen den Flughafen von Hal-Far (Malta) durch, wobei der Flughafen unter Maschinengewehrfeuer genommen und acht dort liegende Flugzeuge außer Kampf gesetzt wurden. Alle unsere Flugzeuge sind zurückgekehrt. — Eine weitere Formation unserer Luftwaffe belegte englische Kriegsschiffe im Hafen von Alexandrien mit Bomben, wobei trotz heftiger Luft- und Flakabwehr mehrere Schiffe getroffen wurden. Ein feindliches Jagdflugzeug ist abgeschossen worden. Alle unsere Flugzeuge sind zu ihren Ausgangshäfen zurückgekehrt. — Eines unserer Marine-Erkundungsflugzeuge griff einen englischen Kreuzer an und schoß ein Kampf- und Jagdflugzeug, das seine Aktion zu stören versuchte, ab. — An der Cyrenaika-Grenze wurde ein englisches viermotoriges Flugzeug im Luftkampf abgeschossen. — Im Gebiet des Sudan wurden verschiedene feindliche Stellungen sehr wirksam mit Bomben belegt, ohne Verluste auf unserer Seite. Ein englisches Erkundungsflugzeug ist von unseren Jagdfliegern über Massaua abgeschossen worden. — Aus neutraler Quelle wird bestätigt, daß bei der Aktion unserer Flugzeuge gegen einen feindlichen Geleitzug im östlichen Mittelmeer ein englisches Kriegsschiff mit einer Bombe schweren Kalibers getroffen wurde.

Rom, 6.7.40. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: In Nordafrika ist Tätigkeit motorisierter Kolonnen und der Luftwaffe zu verzeichnen. Vier unserer Jagdflugzeuge sind nicht zurückgekehrt. — Ein englischer Luftangriff auf die Flottenbasis von Augusta ist durch die rasche Luft- und Flakabwehr vereitelt worden, infolge deren die feindlichen Flugzeuge ihre beabsichtigte Aktion aufgeben mußten. Ein weiterer Luftangriff auf Palermo wurde ebenfalls vereitelt. Feindliche Flugzeuge warfen einige Bomben auf den Flughafen Catania ab, wobei ein leerer Schuppen getroffen und einige Opfer unter dem Bodenpersonal verursacht wurden.

Rom, 7.7.40. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht (auszugsw. gek.): Unsere Bomberformationen haben gestern in kurzer Aufeinanderfolge ihre heftigen Angriffe gegen die Luft- und Flottenstützpunkte von Malta erneuert. Alle Ziele wurden mit präziser Treffsicherheit mit Bomben belegt, wodurch in der Zone des Arsenals, weithin sichtbar, große Brände entstanden. Unsere Jagdflieger schlugen englische Jagdflugzeuge nach einem Kampf in die Flucht. Alle unsere Flugzeuge kehrten zurück. — In Nordafrika sind die Flugplätze von Tisnidda, Biremba und Marsa Matruch mit Bomben belegt worden, wobei Flugzeughallen, Treibstofflager und sechs am Boden befindliche Flugzeuge getroffen wurden. Außerdem wurden motorisierte Kolonnen in der Gegend südöstlich von Sollum bombardiert. Alle unsere Flugzeuge kehrten zu ihren Stützpunkten zurück. — In Ostafrika führte unsere Luftwaffe Erkundungs- und Bombenflüge aus und zerstörte ein feindliches Flugzeug auf dem Flugfeld von Aroma, sieben auf dem Flugfeld von Goz Rageb, ferner erheblicher Schaden an den Anlagen. — Der Gegner hat einen Luftangriff auf den Flughafen von Tobruk durchgeführt, bei dem durch die Luftabwehr der Marine drei Flugzeuge abgeschossen wurden. Zwei vollbeladene Handelsschiffe sind getroffen worden. Bei dem Angriff englischer Marine-Einheiten auf Fort Bardia hat unsere Luftwaffe sofort eingegriffen und eine feindliche Einheit mit Bomben getroffen.

Rom, 8.7.40. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht: Am gestrigen Tage sind die Luftangriffe auf die Flottenstützpunkte von Malta und Alexandrien mit größten Erfolgen erneuert worden. Zwei unserer Flugzeuge sind nicht zu ihren Stützpunkten zurückgekehrt. — In Ostafrika hat unsere Luftwaffe Erkundungsflüge über Kassala hinaus ausgeführt und dabei feindliche motorisierte Einheiten wirksam mit Bomben belegt. — Außerdem wurden die feindlichen Flughäfen Malakal und Perim bombardiert.

Rom, 9.7.40. (DNB.) Hauptquartier d. Wehrmacht (auzugsw. gek.): In Ostafrika bombardierte unsere Luftwaffe feinliche Stellungen im Gebiet von Wajir (Kenia) und traf ein Munitionslager . — Nach einem Luftbombardement zerstörten unsere Truppen in Kurmuk (Anglo-Aegyptischer Sudan) eine Funkstation und Nachschublager. — Feindliche Flugzeuge führten Angriffe auf Massaua, Diredaua und Zula durch. Die Verluste belaufen sich auf zwei Tote und einen Verwundeten, materieller Schaden wurde nicht angerichtet.

Rom, 10.7.40. (DNB.) Hauptquartier der Wehrmacht (auszugsw. gek.): Die Luftaufklärung hatte am 8. 7. angezeigt, daß englische Seestreitkräfte in drei

Gruppen, bestehend u. a. aus einigen Schlachtschiffen und Flugzeugträgern, sich zwischen der Insel Kreta und der nordafrikanischen Küste in Fahrt nach Westen befanden. — Unsere Luftwaffe stieg sofort von ihren Stützpunkten auf und unternahm während des ganzen Tages unermüdlich auf den feindlichen Verband wiederholte und recht wirksame Bombenangriffe. Einige Schiffe wurden getroffen und erlitten unter deutlich zu beobachtenden Bränden an Bord ernsthaften Schaden. Es wird angenommen, daß ein Schiff — wahrscheinlich ein Schlachtschiff — versenkt worden ist. Alle unsere Flugzeuge sind bis auf ein einziges zurückgekehrt, das auf griechischem Boden mit unverletzter Besatzung landen mußte. — Trotz verringerter Stärke setzte der englische Flottenverband die Fahrt fort mit der Absicht, eines unserer wichtigen Küstenzentren von See aus und zur Luft anzugreifen. Mit Unterstützung bedeutender Luftstreitkräfte gelang es unserer Flotte am 9. 7. trotz ungünstiger Sichtverhältnisse, die die Luftaufklärung erschwerten, mit dem Feind im Ionischen Meer in Fühlung zu treten und diesen nach kurzem scharfen Feuergefecht zu zwingen, sich nach Südosten zu entfernen. — Die Luftwaffe hat trotz stärkster Flakabwehr den Feind bis in die späten Abendstunden verfolgt, ohne ihn zur Ruhe kommen zu lassen. Einige seiner Schiffseinheiten sind wiederholt mit Bomben schwereren Kalibers getroffen worden. — Ein weiterer englischer Flottenverband wurde ebenfalls am 8. 7., von Gibraltar mit nordwestlichem Kurs kommend, erkundet. Er wurde am 9. 7. von unserer Luftwaffe südlich der Balearen festgestellt und den ganzen Tag über von unseren Fliegern heftig und mit stärkstem Erfolg bombardiert. Drei unserer Flugzeuge sind nicht an ihren Ausgangspunkt zurückgekehrt.

Reichswettbewerb für Segelflugmodelle, Wasserkuppe/Rhön, 6. u. 7.7. erschienen 250 Flugmodelle am Start. Die vorausgehende strenge Zulassungsprüfung bestanden sämtliche gemeldeten Segelflugmodelle. Trotz des ungünstigen Windes wurden dank der mustergültigen Organisation des NSFK. über 800 Starts ausgeführt. Sämtliche im Hochstart ausgeführten Modellflüge zeigten gute Flugfähigkeit und Kursstabilität der Modelle.

In Gegenwart zahlreicher Ehrengäste und Vertreter des Reichsluftfahrt- und Reichserziehungsministeriums sowie der Reichsjugendführung eröffnete der Chef des Stabes des NS.-Fliegerkorps, NSFK.-Obergruppenführer Sporleder, mit einer Ansprache die Preisverteilung. Es waren kernige Worte: „Keine Großmacht ohne Luftmacht — und Träger der Luftmacht eines Volkes ist dessen Flugbegeisterung und der fliegerische Drang seiner Jugend!"--

Ergebnisse: Im Wettbewerb der NSFK.-Gruppen siegte in der Gesamtwertung die NSFK.-Gruppe 10 (Westfalen) mit 208,9 Pkt. und errang die Goldplakette des Korpsführers des NSFK. 2. NSFK.-Gr. 14 (München) silberne Plakette. 3. NSFK.-Gr. 9 (bronzene Plakette. Die beste Einzelleistung erzielte Hitlerjunge Angerbauer (Peine/NSFK.-Gr. 9 Hannover) und erhielt für die beste Gesamtflugzeit seines Flugmodells den Wanderpreis und die Goldene Plakette des Korpsführers. Als bester Pimpf wurde Klaus Heyn (NSFK.-Gr. 2) mit dem Sonderpreis des Reichsjugendführers ausgezeichnet. In den übrigen Klassen kamen noch 36 Silber- und Bronzeplaketten zur Verteilung.

Sperrholzplatten, Birke DIN L 182, Buche DIN L 183. Birke von 0,6—8 mm,. Buche von 0,6—16 mm. Gewichte: 0,6 mm 0,6 kg/m2, 0,8 mm 0,75 kg/m2, 1 mm 0,9 kg/m2. Wegen Prüfung von Platten — fehlerfrei oder mit Fehlstellen — vgl. Bauvorschriften für Flugzeuge, zu beziehen von der Zentrale für wissenschaftliches Berichtswesen bei der DVL., Berlin-Adlershof, Rudower Chaussee 16—25.

Literatur.

(Nachsteh. Bücher können, soweit im Inland erschienen, von uns bezogen werd en.

Flugzeugführung. Flugzeug, Triebwerk, Instrumente, Flugwetter, Navigation, Luftrecht. Von Dr. Karl Krieger unter Mitw. von Ing. Helmut Bürkle u. Ing. Erich

Steude. 176 S., 99 Abb. Verlag Dr. M. Matthiesen & Co., Berlin SW 68. Preis RM 3.80.

Unter Voranstellung von Stichworten wie „Anzeigefehler", „Frostschutz", „Kühlung" u. a. sind in kurzen Absätzen Einzelheiten aus allen Gebieten von Flugzeug und Fliegerei beschrieben und in einem Inhaltsverzeichnis zusammengefaßt.

Die Atmosphäre. Von Helmuth Wenke. 112 S., 76 Abb. Verlag Dr. M. Matthiesen & Co., Berlin. Preis kart. RM 4.—, geb. RM 5.40.

Das Buch ist für den Flugtechniker, der bei seinen Leistungsberechnungen zahlenmäßig verwertbare Angaben über die Beeinflussung seiner technischen Werte durch die physikalischen Maße des Luftmeeres benötigt, unerläßlich. In dem vorliegenden Buch ist das Wissenswerteste übersichtlich zusammengestellt.

Zwanzig Jahre Luftverkehr und Probleme des Streckenfluges. (Heft 14 d. Forschungsergebn. d. Verkehrswissenschaftl. Inst. f. Luftfahrt a. d. T. H. Stuttgart, herausgeg. v. Prof. Dr.-Ing. Carl Pirath.) 113 S. m. 94 Abb. Verlag Julius Springer, Berlin. Preis RM 12.—.

Einleitend wird ein kurzer Ueberblick über die nunmehr 10jährige Entwicklung des Verkehrswissenschaftl. Instituts f. Luftfahrt a. d. T. H. Stuttgart gegeben. Behandelt sind die wichtigsten Probleme die jetzt bei Beginn des dritten Jahrzehnts planmäßigen Luftverkehrs erkennbar geworden sind: Sicherung der Flüge im Streckennetz, Kreuzen, Ueberholen und Begegnen machen eine Regelung des Streckenfluges unvermeidlich, Ausweichen der Flugzeuge in der Vertikalen und Horizontalen zur Verhütung von Zusammenstößen, Wandlungen in der Leistungsfähigkeit, Wirtschaftlichkeit und Organisation des Luftverkehrs v. Prof. Dr.-Ing. Pirath; Einfluß der Höhenlage und Richtung des Fluges auf die Sicherheit und Leistungsfähigkeit im Streckenflug v. Dr.-Ing. Otto Kimmerle. Wer sich mit dem Luftverkehr befaßt, muß diese Arbeiten kennen.

Berechnung und Gestaltung von Schraubenverbindungen. Von Dr.-Ing. habil. H. Wiegand und Ing. B. Haas. 68 S., 71 Abb. Verlag Julius Springer, Berlin. Preis RM 4.80.

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Dipl.-Ing. Ursinus hat sich wie sein Vater mit Leib und Seele der Fliegerei verschrieben. Er wurde am 22. April 1910 in Frankfurt a. M. geboren, studierte mit Erlolg in Darmstadt an der Technischen Hochschule und widmete sich anschließend daran der Ausbildung zum Flugbaumeister bei der DVL.

Seit dem 1.1. 1938 war Dipl.-Ing. Ursinus bei den Ernst Heinkel Flugzeugwerken zunächst in der Entwurfsabteilung, später in der Einfliegeabteilung tätig. Auf Grund seiner ausgezeichneten ingenieurmäßigen Begabung, seines hohen fliegerischen Könnens, seines forschen Draufgängertums und seiner steten Einsatzfreudigkeit war er bei Kameraden und Vorgesetzten gleich beliebt.

Auch er starb für Deutschland. Sein Opfertod ist für die deutsche Fliegerei ein überaus schmerzlicher Verlust. Unsere Trauer ist eine aufrechte, stolze, würdig des Wortes, das Oskar Ursinus, dieser echte deutsche Fliegervater, uns als Antwort auf die Nachricht vom Tode seines Sohnes auf den Weg gab:

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