Zeitschrift Flugsport

Heft Nr. 10 vom 8. Mai 1940

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Die Zeitschrift Flugsport war die illustrierte, flugtechnische Zeitschrift für das gesamte Flugwesen und wurde im Zeitraum von 1909 bis 1944 von Oskar Ursinus herausgegeben. Über einen Zeitraum von 36 Jahren hinweg wurde in dieser Zeitschrift sowohl über die zivile als auch über die militärische Luftfahrt berichtet. Jedes Heft widmete sich in besonderen Kapiteln u.a. den Themen Segelflug, Motorflug, Luftschiffahrt, Ballonfahren, Modellflug, Luftwaffe oder Luftsport. Ebenso wurden die Bereiche Flugzeuge, Flugzeugtechnik, Flughäfen, Landeplätze sowie Flugnavigation und Luftverkehr im Inland und Ausland behandelt. Alle Seiten aus den Jahrgängen von 1909 bis 1944 sind mit Fotos und Abbildungen als Volltext in der nachstehenden Form kostenlos verfügbar. Erscheint Ihnen jedoch diese Darstellungsform als unzureichend, insbesondere was die Fotos und Abbildungen betrifft, können Sie alle Jahrgänge als PDF Dokument mit Inhaltsverzeichnissen, Seitenzahlen, Fotos und technischen Zeichnungen für eine geringe Gebühr herunterladen. Um komfortabel nach Namen, Themen und Begriffen zu recherchieren, nutzen Sie bitte die verfügbaren PDF Dokumente. Nutzen Sie bitte die kostenfreie Leseproben von Heft 17/1933 sowie von Heft 8/1939, um die Qualität der angebotenen PDF Dokumente zu prüfen.



XXXII. Jahrgang / Nr. 10

Mittwoch, 8. Mai 1940

Illustrierte flugtechnische Zeitschrift und Anzeiger für das gesamte Flugwesen

Brief-Adr,: Redaktion und Verlag „Flugsport", Frankfurt a. M., Hindenburg-Platz 8 Bezugspreis für In- und Ausland pro ll* Jahr bei 14tägigem Erscheinen RM 4.50

Telef.: 34384 — Telegr.-Adresse: Ursinus — Postscheck-Konto Frankfurt (Main) 7701

Zu beziehen durch alle Buchhandlungen, Postanstalten und Verlag Der Nachdruck unserer Artikel ist. soweit nicht mit ..Nachdruck verboten" versehen, nur mit genauer Quellenangabe gestattet.

Nr. 10 8. Mai 1940 XXXII. Jahrgang

Die nächste Nummer des „Flugsport" erscheint am 22. Mai 1940

Ueberlegenheit der deutschen Luftwaffe.

Die deutsche Luftwaffe hat in Norwegen zugeschlagen. Die Schläge waren hart für die britische Flotte. Transporter, Zerstörer, Kreuzer bis zu den schwersten, Flakschiffe, selbst Schlachtschiffe mit ihrer starken Deckpanzerung waren nicht gefeit. Die furchtbare Wirkung der deutschen Luftwaffe durch die unaufhörlichen Angriffe deutscher Kampf- und Sturzkampfflieger hat zu einem Zusammenbruch der britischen Streitkräfte und Flucht aus Norwegen geführt.

Die deutsche Luftwaffe mit ihren überlegenen Flugzeugen, ihrem unvergleichlichen fliegerischen Geist und ihrer ausgezeichneten Führung hat der Welt gezeigt, daß sie der britischen „grand fleet" das Handeln vorschreibt. Der Traum der britischen Alleinherrschaft zur See ist aus!

Auf Wunsch des Generalfeldmarschalls Göring hat der Führer dem Generalobersten Milch, dem Generalleutnant Geisler und dem Major Harlinghausen das Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz verliehen.

Generaloberst Milch leitete die gesamten Operationen der Luftwaffe in Norwegen und brachte sie durch seine überlegene Führung zum erfolgreichen Abschluß.

Generalleutnant Geisler, der bereits seit Monaten mit seinen Verbänden der britischen Flotte empfindliche Schläge versetzte, hat durch den kraftvollen Einsatz der ihm unterstellten Fliegerverbände in Norwegen der feindlichen Seestreitkraft Verluste an Kriegs- und Handelsschifftonnage beigebracht, die für den weiteren Verlauf des Krieges von ausschlaggebender Bedeutung sind.

Major Harlinghausen, der sich bereits vor dem 9. April wiederholt durch seinen persönlichen Einsatz auszeichnete, hat auch in Norwegen durch kühn geführte Angriffe immer wieder den feindlichen Seestreitkräften empfindlichen Schaden zugefügt.

Heinkel Jagdflugzeug He 113.

Der Jagdeinsitzer Typ He 113 der Ernst Heinkel Flugzeugwerke, Seestadt Rostock, ist ein freitragender Tiefdecker in Ganz-

Diese Nummer enthält Reportsammlung Nr. 21.

metallbauweise mit Glattblechbeplankung. Aufbau und ausgezeichnete Formgebung sind aus nebenstehenden, noch nicht veröffentlichten, Abbildungen zu erkennen. Rumpf schlanke Form, Kabine mit Schiebehaube, Ganzmetallschalenbauweise. Flügel besondere Bauart, Landeklappen zwischen Querruder und Rumpf. Fahrwerk nach innen oben in den Flügel einziehbar. Freitragendes Höhen- und Seitenleitwerk. Bewaffnung leichte und schwere MGs. Ausrüstung,

Heinkel Jagdflugzeug He 113. Unten: Einbringen der gegurteten Patronen. Werkbilder

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Heinkel Jagdflugzeug He 113.

Werkbild

Gurüss-Hawk 75 Jagdeinsitzer.

Der Curtiss-Hawk war früher mit Wright-Cyclone 840 PS ausgerüstet. Bei den für Frankreich gelieferten Hawks waren Pratt & Whitney 915-PS-Motoren eingebaut. Bauweise Ganzmetall, Fahrwerk fest. Spannweite 11,35 m, Länge 8,5 m, Höhe 2,84 m, Fläche 21,8 m2, Flächenbelastung 107 kg/m2, Leistungsbelastung 2,76 kg/PS. Leergewicht 1760 kg, Fluggewicht 2340 kg. Höchstgeschwindigkeit 450 km/h, Reisegeschw. 390 km/h, Lande 109 km/h. Steigfähigkeit 930 m/min, Gipfelhöhe 9500 m.

Bei Versuchsflügen mit einer von Frankreich entliehenen Hawk stellten die Engländer bessere Wirkung der Querruder als beim Spitfire und Hurricane fest. Im Sturzflug seien die Querruder bei den engl. Jagdflugzeugen kaum noch zu betätigen.

Heinkel Jagdflugzeug He 113.

FT - Anlage und anderes. Spannweite 9,4 m, Länge 8,185 m, Höhe 2,5 m, Flügelfläche 14,5 m2. \ Ueber Triebwerk

und Leistungen keine Angaben | erhältlich.Mit der

1 Erstausführung

des Baumusters He 113 wurde am 30. 3. 39 ein Weltgeschwindigkeitsrekord von ' 746,6 km/h (vgl.

„Flugsport" 1939 \ S. 199) aufgestellt.

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Curtiss Hawk 75 Jagdeinsitzer. Archiv Flugsport

USA Bell ffAiracuda4\ Zwei-Motor.

Zur Ergänzung der Baubeschreibungen des „Airacuda" im „Flugsport" 1938, Seite 37, 92 und 325; 1939, Seite 493, bringen wir nebenstehend eine Uebersichtszeichnung.

Von verschiedenen Stellen wurde der Bell Aircraft Corp., Buffalo, entgegengehalten, daß die hintenliegenden Propeller der Gefahr der Zerstörung durch Steinschlag zu stark ausgesetzt seien. Man will jetzt durch Verwendung von Stahlpropellern diesen Einwand beseitigen. (Dadurch wird dem Uebelstand nicht abgeholfen. D. Sachb.) Ferner würde der Steinschlag nicht durch die Räder des Fahrwerkes, sondern durch den Propellersog verursacht; für die Beschädigung der Propeller, die sich inzwischen weiter vorwärts bewegt haben, käme dann eine Einwirkung auf die Propeller nicht mehr in Frage. Die Kritik sei hauptsächlich durch die Flugmotorenfirmen veranlaßt, die ihre Motoren nicht gern mit Druckschrauben laufen lassen möchten.

Ein Geschwader von diesen Flugzeugen mit hintenliegender Schraube soll jetzt bei der USA-Luftwaffe versuchsweise eingesetzt werden.

Spannweite 20,6 m, Länge 12,95 m, Fläche 46 m2. Geschwindigkeit 530 km/h in 6000 m.

Durch die hinten liegenden 1000 PS Allison V-1760-C6-Motoren ergibt sich im vorderen Flügel sehr viel Raum für den Einbau von MK.s.

Vultee-Jagdeinsitzer-Zweimotor.

USA. Vultee-Zweimotoren-Jagdflugzeug „Vanguard" der Vultee Aircraft mit zwei Allison-Motoren je 1000 PS in der Konstruktion. Sehr dünner Bleistiftrumpf wie bei Do 17. Rumpf nicht höher wie Flügeldicke. Geschwindigkeit soll 700 km/h erreichen. Bewaffnung vier Kanonen, gekuppelt, in der Rumpfnase. Niedriger Sichtaufbau über dem Rumpf. Einfaches Höhen- und Seitenleitwerk.

Lockheed-EB-14-Bomber „Hudson44.

Der Lockheed-EB-14-Bomber unter der Bezeichnung „Hudson'4 ist aus dem Lockheed 14 „Super-Electra" hervorgegangen. Vgl. Typenbeschr. „Flugsport" 1937, S. 7 und 513. Der Militärtyp „Hudson" ähnelt im Aufbau dem Lockheed 14. Die Sichtfenster am Rumpf sind weggefallen, und auf der Rumpfoberseite, kurz vor dem Leitwerk, befindet sich eine drehbare verkleidete MG.-Kuppel. Eine Abbildung veröffentlichten wir 1939 S. 136. Inzwischen sind mehrere von diesen Maschinen abgeschossen worden. Die in der Beutesammelstelle befindlichen Stücke zeigten nichts neues. Das einzig Interessante war die mit hellgrauer Leinwand zugeklebte Kokarde Rot-Weiß-Blau, die außerhalb des begrenzten Randes noch mit einem schmalen gelben Ring versehen war.

Besatzung verschieden, bis zu 4 Mann. An Stelle des 760 PS Hörnet bei Lockheed-Electra sind 2 Cyclone-Motoren, welche in 1350 m 2000 PS leisten, eingebaut. Betriebsstoff 2900 1. Fahrwerk hochziehbar, Spurweite 4,6 m, hydraulische Bremsen. Propellerdurchmesser 3,18 m. Spannweite 19,9 m, Länge 13,45 m, Höhe 3,7 m. Fläche 51 m2, Querruder 3,21 m2, Seitenflosse 2,7 m2, Seitenruder 3,08 m2, Höhenflosse 8,65 m2, Höhenruder 3,7 m2.

Leergewicht 5750 kg, Fluggewicht 8400 kg. Flächenbelastung 164 kg/m2, Leistungsbelastung 4,25 kg/PS. Höchstgeschwindigkeit 455 km/h in 4560 m, Reisegeschw. 410 km/h in 5700 m, Landegeschw. 110 km/h. Steigfähigkeit 675 m/min, Gipfelhöhe 7600 m, Betriebsstoffverbrauch bei Reisegeschwindigkeit 240 1/h, Reichweite normal 3480 km.

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Vultee Einsitzer-Jagdflugzeug „Valiant", Pratt & Whittney Double Wasp Motor mit verlängerter Welle. Führersitz Schieberhaube. Oelkühler unter dem Führersitz. Fahr werk und Schwanzrad hochziehbar. Archiv Flugsport

Inland.

Lufthansa-Luftpostverbindung Amsterdam. Flughafen Schiphol nach Deutschland und Mitteleuropa seit 1. Mai im Betrieb.

Haus der Flieger, Wien, Argentinier Str. 25—27, wurde nach Fertigstellung der umfangreichen Umbau- und Einrichtungsarbeiten am 5. 5. 1940 in vollem Umfang für die Benutzung durch die Mitglieder des Aero-Clubs von Deutschland freigegeben.

NSFK.-Standarte 91 Marienbad, jetzt NSFK.-Standarte 91 Eger, Holldorfstraße 9.

Flugkapt. Henke t ist am 22. 4. vormittags bei einem Probeflug verunglückt. Henke, welcher sich zur Fliegerei und zum Hochschulstudium mit eisernem Fleiß und seltener Zähigkeit durchgekämpft hat, ging 1929 nach Kolumbien zum südamerikanischen Luftverkehr, 1935 zur Lufthansa. Seine überragenden Leistungen in Spanien mit Hptm. Frhr. v. Moreau, seine großen Fern- und Rekordflüge, Ohnehaltflüge Berlin—New York und zurück, Schnellflug nach Tokio und andere, sind noch in frischer Erinnerung. Es wird weiter geflogen!

Eine der großen Hallen, in denen das bekannte Sturzkampfflugzeug Junkers-Ju 87 in Serien gebaut wird. Flugzeuge dieses Typs haben bekanntlich an der Brechung des polnischen Widerstandes einen hervorragenden Anteil gehabt. Werkbild

Carl Bosch t, Geh. Kommerzienrat, Prof., Vors. d. Aufsichtsr. d. I. G. Farbenindustrie A. G., seit 1936 Präsident der Lilienthal-Ges. f. Luftfahrtforschung, ist am 27. 4. im Alter von 66 Jahren gestorben.

Ausland.

Ital. Luftwaffe, 17. Jahrestag am 28. 3. in Gegenwart des Duce in Rom.

Italien hat am Spanienfeldzug nach offizieller Mitteilung mit 5699 Angehörigen der ital. Luftwaffe und 312 Mannschaften im Zivildienst teilgenommen. Von den Fliegern sind 175 gefallen und 192 verwundet worden, die italienische Luftwaffe hat 86 420 Flüge und 125 265 Flugstunden ausgeführt.

Engl. Transatlantik-Versuchsentwürfe. Entwurf I: Landflugzeug, 4X1600 PS Startleistung, Fluggewicht 34 t; Entwurf II: Flugboot, Motorleistung wie I, Gewicht 37 t; Entwurf III: Flugboot, 6X2100 PS Startleistung, Fluggewicht 74 t.

Nordrußlandflug, Moskau—Angbartselik-Bucht—Kap Schmid nach Anadyr, flog sowjetr. Brigadekdr. Wodopjanow vom 23. 3. bis 24. 4., 16 280 km in 90 Flugstunden.

Sowj'etruss. Arktisflieger Golowin t, bekannt durch sein Unternehmen vom Jahre 1937, der Papanin-Expedition zum Nordpol, ist mit weiteren drei Flugzeugführern verunglückt.

Rumän. Großflugmotor von 1000 PS, Muster A —J.A.R., 14 Zylinder Doppelstern, Hubvolumen 38,69 1, Lader für 3,2 und 3,8 km Gleichdruckhöhe. Startleistung 1140 PS, Gewicht 665 kg, Kraftstoffverbrauch 295 g/PS/h, Od-Verbrauch 8 g/PS/h.

Jap. Großwindkanal des zentralen aerodynamischen Forschungsinstituts in der Nähe von Tokio geplant. Antriebsleistung 40 000 PS, Windgeschwindigkeit 65 m/s.

New York-North Beach, neuer kombinierter Land- und Seeflughafen New Yorks. Vier 1,5 km lange Landebahnen.

USA Douglas B-18A Bomber mit zwei 860 PS Wright Cyclone G-103 Motoren wird mit einem Kraftwagen über die Grenze zwischen USA und Kanada geschleppt, da die Flugzeuge auf dem Luftwege nicht ausgeführt werden dürfen.

Geschwindigkeit 360 km. Archiv Flugsport

Luftwaffe.

Berlin, 20. 4. 40. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Ein feindliches Flugzeug warf am Abend des 19. 4. fünf Bomben auf den Südrand von Narvik, ohne Schaden anzurichten. — Die Luftwaffe setzte ihre Aufklärungstätigkeit in starkem Umfange weiter fort. Feindliche Kriegsschiffe und Transporte wurden an der norwegischen Westküste trotz ungünstiger Witterungsverhältnisse angegriffen. Ein Kreuzer und zwei Truppentransporter erhielten Volltreffer schweren Kalibers. Starke Rauchentwicklung auf den Schiffen und große Oelflecke im Wasser ließen die zerstörende Wirkung der Bombentreffer deutlich erkennen. Ein eigenes Flugzeug wird vermißt. — Ein feindliches Flugzeug, das im westlichen Grenzgebiet von eigenen Jägern gestellt wurde, entzog sich dem Kampf durch Einflug in belgisches Hoheitsgebiet. Ein eigenes Flugzeug wird vermißt.

Berlin, 21. 4. 40. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Durch die bereits gemeldeten Angriffe deutscher Kampfflugzeuge auf englische Seestreitkräfte am 19. 4. wurden insgesamt ein Schwerer, ein Leichter Kreuzer sowie vier Transportschiffe getroffen. — Der Ansatz starker Kampffliegerverbände gegen die feindlichen Landungsversuche bei Namsos und Andalsnes am 20. 4. war von außerordentlicher Wirkung. Bei Andalsnes wurde ein Kreuzer mit einer Bombe schwersten Kalibers getroffen und versenkt. Ein anderer Kreuzer erhielt von

zwei Flugzeugen Bombentreffer mittleren Kalibers, zeigte Stichflamme und setzte sich anschließend auf Strand. An einer anderen Stelle wurde ein Truppentransportschiff von 15 000 Tonnen durch mehrere Bombentreffer in Brand gesetzt. Ein zweiter Truppentransporter erhielt durch Bombeneinschlag starke Schlagseite. —■ Gelandete britische Truppeneinheiten wurden an beiden Stellen wirksam mit Bomben bekämpft und erlitten starke Verluste an Personal und Material. Die Bahnhöfe von Namsos und Andalsnes wurden in Brand geworfen, Vormarschstraßen und Brücken durch Bombentreffer zerstört. — Im deutsch-französischen Grenzgebiet kam es im Verlauf des 20. 4. zu mehreren Luftkämpfen. Ein eigenes Flugzeug stürzte bei einem Luftkampf ab. Fünf feindliche Flugzeuge verschiedenen Musters wurden über eigenem und Feindgebiet durch deutsche Jäger und Flakartillerie abgeschossen.

Berlin, 22. 4. 40. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Stärkere Kampffliegerverbände bekämpften britische Landungsversuche bei Namsos und Andalsnes mit Erfolg und zerstörten die mit feindlichen Truppen belegten Orte und die Bahnanlagen. Ein britischer Zerstörer wurde getroffen, zwei feindliche Handelsschiffe versenkt. Trotz schlechten Wetters halfen deutsche Kampfflugzeuge mit, den feindlichen Widerstand nördlich Hamar zu brechen und zerstörten rückwärtige Bahnverbindungen des Gegners.

Berlin, 22. 4. 40. (DNB.) Wie nachträglich bekannt wird, wurden im Laufe des 21. 4. bei der Abwehr feindlicher Luftangriffe und im Verlauf von Luftkämpfen elf feindliche Flugzeuge, und zwar neun britische und zwei französische, abgeschossen. Von ihnen stürzten bei einem Angriff auf den Flugplatz Aalborg und an der norddeutschen Küste vier britische Bombenflugzeuge in Flammen ab und verbrannten. Die übrigen Flugzeuge wurden an der Westfront durch deutsche Jäger abgeschossen. Die Aufschläge lagen zum Teil auf feindlichem Gebiet.

Berlin, 23. 4. 40. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Im Norden von Oslo setzten die deutschen Truppen ihr Vorgehen über Amot und Lillehammer trotz Geländeschwierigkeiten und feindlicher Sperren fort. Kampfverbände der Luftwaffe griffen erfolgreich in den Kampf ein. Ein norwegisches Flugzeug wurde zerstört. — Vor der mittleren norwegischen Westküste und im Seegebiet von Andalsnes griffen Kampfverbände erneut britische Kriegs- und Transportschiffe an. Sie versenkten trotz heftiger Abwehr einen britischen Zerstörer und einen Transportdampfer. Ein weiterer Zerstörer wurde durch Bomben mittleren Kalibers getroffen, ein Transportschiff von etwa 5000 Tonnen durch Brandwirkung vernichtet. — W'eitere Bombenangriffe richteten sich gegen die wichtigen Bahnhöfe von Dombaas und Grong im mittleren Norwegen sowie gegen die von hier ausgehenden Bahnlinien und Straßen. Bahnhöfe, Gleisanlagen und Straßen wurden zerstört und damit dem Gegner von Andalsnes und Namsos her jede rasche Operationsmöglichkeit genommen. — In der Nacht zum 23. 4. wurde ein erneuter erfolgloser britischer Bombenangriff auf Aalborg abgewiesen. Ein britisches Flugzeug wurde durch Flak abgeschossen. — Im Westen keine besonderen Ereignisse. Es fanden Grenzüberwachungs- und Aufklärungsflüge statt. — Bei Nacht flogen einzelne feindliche Aufklärungsflugzeuge nach Westdeutschland ein.

Berlin, 23. 4. 40. (DNB.) Wie aus Narvik gemeldet wird, wurde am 22. 4. ein englisches Flugzeug von deutscher Flakartillerie dort abgeschossen. — Bei den Angriffen deutscher Kampfflugzeuge am 22. 4. vor Aalesund wurden zwei weitere britische Handelsdampfer von 4 bis 6000 Tonnen durch Volltreffer versenkt. — Wie jetzt bekannt wird, unternahmen am 22. 4. die Engländer einen erfolglosen Bombenangriff gegen den Flugplatz Stavanger. Zwei englische Flugzeuge wurden abgeschossen. — Nach einer Meldung aus Stockholm sollen in den Nachmittagsstunden des Montags deutsche Militärflugzeuge zwei schwedische Fischerboote innerhalb der schwedischen Hoheitsgewässer mit Maschi-nengewehrfeuer angegriffen haben. Diese Meldung ist frei erfunden. Die deutsche Luftwaffe braucht keine völkerrechtswidrige Betätigung gegen unbewaffnete neutrale Fischdampfer. Ihr Ziel ist der bewaffnete Feind, der überall, wo sie ihn trifft, geschlagen wird.

Berlin, 24. 4. 40. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Die Kämpfe im Räume von Stavanger sind abgeschlossen. Zwei norwegische Regimenter wurden dort im Zusammenwirken mit der Luftwaffe angegriffen und nach kurzem, hartnäckigem Kampf entwaffnet. — Die von Oslo aus nach Norden und Nordwesten vorgehenden deutschen Hauptkräfte haben, von Panzertruppen und der Luftwaffe unterstützt, den feindlichen Widerstand überall gebrochen und sind in flottem Vorgehen. — Ein Angriffsversuch englischer Flugzeuge auf die Umgebung der

Flugplätze von Oslo hatte keinen Erfolg. Einige Privathäuser wurden beschädigt. — Die Luftaufklärung am 23. 4. erstreckte sich wiederum auf die gesamte Nordsee, insbesondere gegen die Orkneys und das Seegebiet vor der norwegischen Westküste. Die Angriffe der deutschen Kampffliegerverbände richteten sich mit Schwerpunkt gegen die Ausladungen der Briten an der norwegischen Küste sowie gegen die von ihr ins Landesinnere führenden Straßen und Eisenbahnlinien. Im Namsosfjord wurde ein Zerstörer schwer beschädigt, vor Andalsnes ein weiterer Zerstörer und ein Transporter so getroffen, daß auf beiden Schiffen Feuer ausbrach. Am Eingang zum Moidefjord erhielt ein anderes Transportschiff zwei Volltreffer, die das Schiff manövrierunfähig machten. An einer anderen Stelle wurde ein feindlicher Frachtdampfer mit mehreren Bomben belegt. Er zeigte kurz darauf schwere Schlagseite. Bei den ins Landesinnere führenden Eisenbahnen wurden an mehereren Stellen die Schienenstränge durch Bombentreffer aufgerissen, Bahnhöfe zerstört und Lagerschuppen in Brand gesetzt. Ein feinlicher Transportzug erhielt einen Volltreffer und brannte aus. Von feindlichen Truppen belegte Orte und Truppenlager wurden zerstört. — Bei einem nächtlichen Einflug in die Deutsche Bucht wurde ein britisches Flugzeug über Sylt durch Flakartillerie abgeschossen. — Bei einem Luftkampf südlich Diedenhofen schössen deutsche Jäger zwei Hurricane-Flugzeuge ab.

Berlin, 24. 4. 40. (DNB.) Am 22. 4. mußte ein deutsches Aufklärungsflugzeug in Belgien bei Neuschateau notlanden. Die Umstände, unter denen die Notlandung erfolgte, werfen ein trauriges Licht auf die Haltung der französischen Fliegertruppe. Der deutsche Aufklärer setzte zunächst über der Gegend von Charleville zu Aufnahmen an und wurde dabei von französischen Jagdfliegern überrascht. Im Verlaufe des Gefechts wurde der deutsche Flieger über belgisches Hoheitsgebiet abgedrängt und zur Notlandung gezwungen. Bei der Notlandung saßen die französischen Flieger ihrem Opfer im Nacken, obwohl sie sich über neutralem Hoheitsgebiet befanden. Der deutsche Flugzeugführer erhielt, als er 100 m über dem Erdboden zur Landung ansetzen wollte, von hinten einen Kopfschuß. Nur mit äußerster Nervenanstrengung gelang es ihm, sich noch einige Minuten aufrecht zu halten und das Flugzeug zu Boden zu bringen, um seinem Kameraden das Leben zu erhalten. Er selbst starb nach der Landung auf Grund der ihm heimtückisch über neutralem Boden beigebrachten Wunde. Seine Beisetzung fand am 24. 4. unter großer Anteilnahme der belgischen Bevölkerung statt.

Berlin, 25. 4. 40. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Der schnelle Vormarsch im Raum von Oslo nach Norden und Nordwesten hält an. Unterstützt von der Luftwaffe brachen die deutschen Truppen jeden Versuch des Gegners, sich erneut festzusetzen, und zwangen ihn zu teilweise regellosem Rückzug. — Die Luftwaffe klärte am 24. 4. über der mittleren und nördlichen Nordsee bis in Höhe der Shetlandinseln und über Mittelnorwegen auf. — Kampffliegerverbände unterbrachen die Verbindungen des Gegners im Räume nördlich Lillehammer—Dront-heim—Bergen und bekämpften, zum Teil im Tiefangriff, feindliche Marschkolonnen, Truppenansammlungen und Stützpunkte. — Vor der norwegischen Küste wurden durch die Luftwaffe feindliche Seestreitkräfte angegriffen. Ein britischer Flak-Kreuzer erhielt dabei einen schweren Treffer und stellte unter Feuererscheinung seine Kampftätigkeit ein. — Ueber der Nordsee wurden drei britische Flugzeuge vom Muster Lockheed-Hudson und ein britisches Flugzeug vom Muster Hampden-Hereford, bei Aalborg ein weiteres Flugzeug abgeschossen. Zwei eigene Flugzeuge werden vermißt. — Bei dem bereits gemeldeten Einflug britischer Flugzeuge auf die Insel Sylt wurde der Badeort Wenningstedt mit Bomben belegt und mehrere Häuser beschädigt. Auch am Rande der kleinen Stadt Heide in Schleswig-Holstein warfen feindliche Flugzeuge in der Nacht zum 24. 4. mehrere Bomben ab, obwohl sich weder in Heide noch in seiner weiteren Umgebung irgendwelche militärischen Ziele befinden. Der Feind hat damit den Luftkrieg gegen unverteidigte Orte ohne militärische Bedeutung eröffnet. — Zwei französische Flugzeuge wurden an der Grenze durch Flak abgeschossen. Ein eigenes Flugzeug kehrte vom Feindflug nicht zurück.

Berlin, 26. 4. 40. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Die von Oslo aus nach Norden und Nordwesten in mehreren starken Kampftruppen vorgehenden deutschen Verbände haben auch am 25. 4. in engem Zusammenwirken mit der Luftwaffe weiter an Raum gewonnen. — Kampffliegerverbände belegten Truppenansammlungen und Marschbewegungen, Verkehrsanlagen und Transporte mit Bomben. Vom Feind benutzte Hafenanlagen wurden durch Bombenwurf zerstört, auf einem Feldflugplatz zwischen Dombaas und Andalsnes elf feindliche Flugzeuge vernichtet. Im Seegebiet vor der norwegischen Westküste wurden mehrere

britische Schiffe mit Bomben angegriffen. Ein Minensucher und ein Transporter setzten sich nach Bombentreffern auf Strand. Ein Torpedoboot zeigte starke Rauchentwicklung und stoppte. Ein Tankdampfer erhielt durch einen Treffer starke Schlagseite und wurde von der Besatzung verlassen. Durch Bombentreffer explodierten die Kesselanlagen eines anderen Nachschubschiffes. — Durch einen britischen Luftangriff auf einen Flugplatz bei Drontheim wurden einige Flugzeuge durch Splitterwirkung beschädigt. In der Nacht vom 25. zum 26. 4. wurde Oslo von britischen Kampfflugzeugen angegriffen und mit Bomben belegt. Während militärischer Schaden auf dem Flugplatz nicht angerichtet wurde, steht der Umfang der Bombenwirkung in der Stadt Oslo noch nicht im einzelnen fest. — Ein deutsches Aufklärungsflugzeug mußte in Belgien notlanden. Die Besatzung ist unversehrt. Bei Nacht fanden einige Einflüge feindlicher Flugzeuge in die Deutsche Bucht statt, ein britisches Flugzeug wurde in Gegend Sylt abgeschossen und stürzte ins Meer.

Preßburg, 26. 4. 40. (DNB.) Reuter verbreitet eine Mitteilung, wonach englische Flugzeuge Erkundungsflüge über ganz Deutschland unternommen hätten und bis nach Preßburg gekommen seien. Das amtliche Slowakische Preßbüro betont, daß diese Meldung ebensowenig den Tatsachen entspricht, wie die vielen anderen, die aus denselben Quellen stammen.

Berlin, 27. 4. 40. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Die Luftwaffe setzte ihre Angriffe zur mittelbaren und unmittelbaren Unterstützung des Heeres im norwegischen Kampfraum mit großem Erfolg fort. Dabei wurde ein britischer Kreuzer im Sogne-Fjord durch vier Bomben getroffen und durch die anschließende Explosion seiner Munition schwer beschädigt und kampfunfähig gemacht. — Bei einem erfolglosen Angriff auf den Flugplatz Aalborg gelang es, ein britisches Flugzeug abzuschießen.

Berlin, 28. 4. 40. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht (auszugsw. gek.): die deutschen Truppen in Norwegen kämpften auch am 27. 4. mit großem Erfolg. Die Luftwaffe unterstützte die Heeresverbände durch fortgesetztes unmittelbares Eingreifen in den Erdkampf und durch Angriffe gegen die rückwärtigen Verbindungen und Bewegungen des Feindes. — Im Räume von Stavanger hat sich die Gefangenenzahl auf 241 Offiziere, darunter mehrere englische Flieger, und 2921 Mann erhöht. — Die Luftwaffe bekämpfte britische Landungstruppen bei Har-stard und Andalsnes trotz heftiger Flakabwehr erfolgreich. — Vor Narvik wurde ein britischer Kreuzer mit einer Bombe schwersten Kalibers mittschiffs getroffen. Vor Andalsnes erhielt ein britischer Flakkreuzer mehrere Treffer verschiedener Kaliber und wurde außer Gefecht gesetzt. — Im Moide-Fjord wurden drei britische Transportdampfer mit einer Gesamttonnage von 12 000 t versenkt, vier weitere mit einer Gesamttonnage von 23 000 t schwer getroffen. — Ein britisches Flugzeug wurde über der Nordsee abgeschossen, zwei feindliche Flugzeuge am Boden zerstört. — Ein eigenes Flugzeug wird vermißt.

Berlin, 29. 4. 40 (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Unterstützt durch die Luftwaffe, die in den Endkampf eingreift und die rückwärtige Verbindung des Feindes unterbricht, nehmen die Operationen in Norwegen ihren planmäßigen Verlauf. — Im Küstengebiet von Mittelnorwegen erhielten zwei britische Kreuzer Volltreffer mittleren Kalibers. Bei elf Transport- und Nachschubschiffen mit insgesamt 50 000 t wurden schwere Bombentreffer erzielt, so daß ein Teil der Schiffe vernichtet wurde. — Bei Lesjaskop wurden drei am Boden stehende feindliche Flugzeuge durch Bombenangriff zerstört. — Zwei deutsche Flugzeuge werden vermißt.

Berlin, 30. 4. 40. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Die feindlichen Landungen, Versammlungen und Bewegungen in und aus dem Raum um Namsos und Andalsnes erlitten durch die Angriffe unserer Luftwaffe schwerste Einbuße. Barackenlager, Speicher, Kasernen und Tankanlagen wurden in Brand gesetzt, sechs Schiffe versenkt und weitere schwer beschädigt. Nordwestlich Kristiansand schössen wir am 28. 4. ein britisches Flugzeug ab.

Berlin, 1. 5. 40. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Die Luftwaffe griff britische Seestreitkräfte vor Namsos mit Erfolg an. Ein Flakkreuzer wurde durch zwei Volltreffer mittleren Kalibers versenkt, ein Schwerer Kreuzer durch Volltreffer gleichen Kalibers auf das Achterschiff schwer beschädigt. Ferner sanken nach Treffern ein Zerstörer und fünf britische Transportschiffe, fünf andere erlitten schwere oder schwerste Beschädigungen. — Bei einem britischen Luftangriff auf Stavanger wurden acht feindliche Flugzeuge durch Jäger und Flak, bei einem Angriff auf den Flugplatz Fornebu bei Oslo in der Nacht zum 30. 4. ein britisches Flugzeug durch Flakartillerie abgeschossen. Bei einem erneuten Angriff der

Briten auf diesen Flugplatz in der Nacht zum 1. 5. wurde geringer Sachschaden angerichtet. — An der Westfront keine besonderen Ereignisse. Ein französisches Flugzeug vorn Muster Potez wurde im Luftkampf angeschossen.

Berlin, 2. 5. 40. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Die Luftwaffe setzte ihre planmäßigen Störungs- und Vernichtungsangriffe gegen die feindlichen Landungsräume erfolgreich fort. Auch bei Narvik wurden feindliche Batterien bekämpft. — Den feindlichen Seestreitkräften wurden weitere Verluste zugefügt. Ein Kreuzer erhielt einen Treffer auf das Heck, der einen Brand und Detonationen zur Folge hatte. Ein britisches Handelsschiff wurde versenkt, sechs weitere wurden schwer beschädigt. Sechs britische Flugzeuge wurden abgeschossen.

Berlin, 3. 5. 40. (DNB.) Oberk. d. Wehrmacht: Wie schon durch eine Sondermeldung bekanntgegeben, gelang es der Luftwaffe am 1. 5., einen feindlichen Flottenverband zu zersprengen, wobei mit Sicherheit ein Flugzeugträger und ein Zerstörer, wahrscheinlich noch ein zweiter Flugzeugträger, durch Bomben mittleren Kalibers getroffen und zwei feindliche Jagdflugzeuge abgeschossen wurden. — Am 2. 5. griff die Luftwaffe wiederum feindliche Seestreitkräfte an. Ein Kreuzer wurde durch zwei Volltreffer auf das Vorschiff schwer beschädigt. Die Bombenwirkung auf einem zweiten Kreuzer konnte wegen Nebels nicht im einzelnen beobachtet werden. Ein größeres Transportschiff wurde durch zwei Volltreffer mittleren Kalibers versenkt. — Einige Flugplätze in Norwegen und Dänemark wurden erfolglos von den Briten mit Bomben angegriffen.

2 Std. 3 min flog Motorflugmodell „Meißner-Vogel" von Oberscharführer Czech, Lehrer für Flugmodellbau an der Flugmodellbauschule Hoher Meißner, NSFK.-Gruppe 8. Start aus der Hand, Luftschraubendrehzahl 540.

Nach Ablaufen des Gummimotors kreiste das Modell noch über 1% Std. über dem Talkessel. Mit zunehmender Thermik gewann es an Höhe, bis es dann in nordöstlicher Richtung, nach einwandfreier Feststellung von zwei Flugmodell-Leistungsprüfern, die dem Start beigewohnt hatten, und 2 Std. 3 min stoppten, verschwand. Damit ist der bisherige Motorflugmodellrekord um über 1 Std. verbessert worden. Das von Oberscharführer Czech konstruierte Modell „Meißner-Vogel" wurde in 30 Std. gebaut. Gewicht 150 g, davon Gummimotorgewicht 65 g. Höhenleitwerk starke V-Stellung, vgl. Abb. Ein besonderes Seitenleitwerk ist dadurch weggefallen. Luftschraube Balsa-holz.

„Meißner-Vogel".

Bild Missler

Literatur.

(Nachsteh. Bücher können, soweit im Inland erschienen, von uns bezogen werden.)

Eroberung der Luft. Vom „Fliegenden Menschen" zum „Großen Dessauer", von Dr. Herbert Müllenbach. (Soldaten-Kameraden!, Bd. 23). Zentralverlag der NSDAP., Franz Eher Nachf. G. m. b. H., München 22. Preis RM 1.20.

Verfasser gibt auf 67 Seiten eine gute Uebersicht über die Entwicklungsgeschichte des Kraftfluges. Segelflug und Ausnützung anderer Energien sind nicht berücksichtigt. Die Zusammenstellung der Arbeiten der alten Pioniere und Wegebereiter ist angehenden Luftfahrtschriftstellern als Nachschlagebuch zu empfehlen.

Als Jagdflieger in Spanien. Aus dem Tagebuch eines deutschen ' Legionärs v. Hannes Träutloft m. Geleitwort v. Ernst Udet. Verlag Albert Nauck & Co., Berlin W 8. Preis brosch. RM 3.60, geb. RM 4.50.

Ein ausgezeichnetes Buch, von Hauptmann Träutloft, einem der sechs freiwilligen Jagdflieger, die als erste im Sommer 1936 in Spanien landeten, selbst erlebt und geschrieben. Die Tagebuchauszüge mit ihren atemberaubenden Schilderungen der draufgängerischen Angriffe und Feindflüge, durchsetzt mit den Spanienerlebnissen, sind so spannend, daß man das Buch, erst angefangen, nicht wieder aus der Hand legt.

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